Regeln der hier befolgten Rechtschreibung

 

Worttrennungen:

Sie erfolgen nach Sprachgefühl, Sinnzugehörigkeit und Silbencharakter:

    Ein-stimmen, Küs-te, hoch-stemmen, Meis-ter, Ver-ständnis.

 

Zusammenschreibung:

Sie erfolgt hauptsächlich nur bei einer übertragenen Sinnzuweisung auf dem Weg zum Idiom ...):

 

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Zu Grunde legen.

 

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Wir legen diesem Text folgende Daten zu Grund: Ganz wörtlich zu verstehen.

 

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Die Kultur ging zugrunde: Im übertragenen Sinn zu verstehen.

 

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Rad fahren, Schlitten fahren, Auto fahren, Recht haben, Unrecht haben ...

Zusammen- und Kleinschreibung erscheinen in diesem Zusammenhang bisher nicht als optimal geregelt und belasten nur mit unnützen Sonderregeln.

 

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In wie weit ist das richtig ?

In Folge dessen hätte die KMK ihre Rechtschreibreform nicht hinter verschlossenen Türen und als Staatsstreich organisieren sollen. Man sollte schreiben können:

 

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inwieweit - in wie weit,

 

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infolgedessen - in Folge dessen.

 

Ältere Schreibweisen:

Das Schreiben von Elephant oder Elefant, Telephon oder Telefon, Training oder Träning bleibt wie bisher alternativ, um dem Schreiber die Möglichkeit zu geben, durch die Verwendung der älteren Schreibweise seine Gefühle und seinen kulturellen Hintergrund auszudrücken:

 

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Elephant sagt mehr als Elefant, Training mehr als Träning.

Die ältere Schreibweise ist dichterischer, da sie auf die griechische Wurzel zurückgeht: Das Phi im Griechischen wurde mit ph wiedergegeben und nicht mit f. Eine leicht altertümliche Schreibweise kann Texte verschönern - siehe die Dichtungen von Bernard Shaw. Allerdings wird man der KMK mit kulturellen Aspekten kaum beikommen können.

 

Strenges Gebot für den Halbkonsonant h:

Kein h in der Funktion als Halbkonsonant darf weggelassen werden.

Z.B. ist das h am Ende des Wortes rauh lautmalend und wird deshalb benötigt (der rauhe Wind oder die Rauhigkeit der Berge).

Das gilt nicht nur für alle Worte mit germanischer oder gotischer Sprachwurzel, sondern für alle Worte. Wenn man das Wort Känguruh am Ende ohne h schreiben will - will man das dann auch beim Wort Allah machen ? Allderdings wird man der KMK mit Logik kaum beikommen können.

 

 

Kritik an der Leistung der Kultusminister und der KMK

1.

Es wurde bei der Rechtschreibreform nicht berücksichtigt:

 

In der deutschen Sprache bewahren wir das Kulturgut der Germanen und Goten und halten es in hohen Ehren als Gefäß der germanisch-gotischen Kultur, die der deutschen Kultur hauptsächlich und dem Abendland wesentlich zu Grunde liegt.

Das Weglassen von h in seiner Funktion als Halbkonsonant in einem Wort verschmiert die Nähe der germanisch-gotischen Wortwurzeln wie etwa bei schlau und rau. Wer das ausgeheckt hat, ist bar eines jeden Sprachgefühls und Kulturverständnisses.

 

 

Es gab viele wesentliche Kritik an der Qualität der Rechtschreibreform, aber die KMK hat sich darum überhaupt nicht gekümmert !

 

2.

Um 1975 konnten die Kultusminister noch glauben, daß eine Rechtschreibreform im alten Stil - also wie vor 100 Jahren - noch Sinn machen würde, aber nicht mehr 1995 und noch weniger im Jahr 2000. Die Einführung von Englisch als einheitlicher Amtssprache in allen Staaten der EU ist viel vernünftiger und wichtiger als eine schlecht durchgeführte Rechtschreibreform.

Das gilt auch für Französisch, Spanisch, Italienisch ...: Würde man z.B. im Französischen die Akzente weglassen oder die dort drollige Art, die Zahl 80 zu benennen, so würde es einen Teil seiner Geschichte und Identität verlieren.

In Europa sollten die Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch ... als lokale Kultsprachen sorgfältig geschützt und bewahrt werden, aber als einheitliche Sprache sollte Englisch eingeführt werden.

 

3.

Es ist sehr erstaunlich, daß diese hochbezahlten Leute in KMK, Ministerien und höchsten Verwaltungsstellen so viel Zeit haben, um eine Rechtschreibreform hinter verschlossenen Türen ab 1972 bis 2000 zu organisieren, wo für die Vorbereitung zur Einigung der europäischen Staaten und zur Erhöhung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit der Staaten Europas ganz andere Maßnahmen viel offensichtlicher und notwendiger wären:

 

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Gründliches Training aller EU-Bürger in Englisch, damit die EU-Bürger sich in jedem Land der EU in englischer Sprache so unterhalten können, als ob das ihre Landessprache wäre.

 

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Viel bessere Ausbildung in Naturwissenschaften und Technik. Die Lehrpläne an den Schulen sind total veraltet, die Forschungsthemen an den Universitäten und Forschungsanstalten sind zu oft einschläfernd. Siehe die Reinfälle bei den OECD- und Pisa-Studien, die vor allem die KMK zu verantworten hat.

4.

Allgemeines:

 

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Seit 1996 ist kein Nobelpreis mehr an einen Mitarbeiter der MPG gegangen.

 

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Seit Jahrzehnten zunehmend wandern die besten wissenschaftlichen und genial-schöpferischen Menschen in die angelsächsische Forschung und Wirtschaft ab.

 

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Die Head hunter sitzen in den deutschen Forschungsinstituten ..., und demnach erhalten sie nicht nur vom deutschen Steuerzahler ihr Gehalt, sondern auch noch die Prämien bei erfolgreichem Head hunting. Man nennt das seit der Odyssee doppelte Löhnung, hier übrigens zum gewaltigen Schaden Deutschlands.

 

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Die Motivierung der jungen Leute für wissenschaftliche Arbeit ist gering.

Man muß aber in den jungen Leuten die Ansicht wecken, daß die Beschäftigung mit der Spitzenforschung eine heiße Sache und eine Art von Olympischer Wettstreit zwischen Staaten, Ländern, Kulturbereichen ... ist.

 

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Wir benötigen Zeitungen, Zeitschriften usw. in englischer Sprache als offizielle Informationsorgane der EU. Wie will man bei den EU-Bürgern ein Wir-Gefühl wecken, wenn in Spanien nur über Vorgänge in Spanien, in Italien nur über Vorgänge in Italien usw. berichtet wird ?

 

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Einrichten und Betreiben eines Radiosenders als Informations- und Erziehungsmedium mit folgenden Schwerpunkten, und zwar rund um die Uhr:

 

 

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Politische Nachrichten für die ganze EU,

 

 

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naturwissenschaftliche Grundausbildung,

 

 

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neue Entdeckungen und Erfindungen in Naturwissenschaft und Technik,

 

 

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Tier-, Pflanzen- und Umweltschutz.

 

 

Die Technik ist heute noch nicht so weit fortgeschritten, daß man einen Minifernseher in Walkman-Größe mit sich herumtragen kann. Außerdem werden beim Fernsehen zuviel die Augen belastet. Also ist nach wie vor das Radio das am vielseitigsten und häufigsten verwendbare Informations- und Ausbildungsmedium.

Die Texte können in englischer Sprache verlesen werden und zusätzlich für jedes EU-Land noch auf einem eigenen Kanal in der lokalen Landes - bzw. Kultsprache.

 

 

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Warum werden in den Büchern von Andrei Linde, Leon Lederman, David Schramm, Steven Weinberg, Stephen Hawking, Paul Davies, Jane Goodall, Donald Johanson, Richard Leakey, Albert L. Lehninger ... zwar Leute wie Max Planck, Arnold Sommerfeld, Albert Einstein, Max Born, Werner Heisneberg, Wolfgang Pauli, Wolfgang Köhler, Gustav H.R. von Königswald, Adolf Butenandt ... erwähnt - aber keine ähnlichen Spitzenforscher ab etwa 1965 (außer etwa Manfred Eigen, Konrad Lorenz, Irenäus Eibl-Eibesfeldt und einigen wenigen anderen) ?

 

Mängel dieser Art und Schwere sind eine Folge der schlechten Arbeit der Kultus- und Wissenschaftsminister, die ab 1972 immer mangelhafter und unprofessioneller wurde !

 

Appell an alle vernünftigen Leute:

 

Bitte verwenden Sie nach Möglichkeit nicht die Regeln der KMK-Rechtschreibreform von 1972 bis 2000, aber optimieren Sie die Schriftsprache langsam mit Sinn und Verstand ! So ist es nicht einzusehen, weshalb man -st- wie in Meister nicht zwischen s und t trennen darf. Die Trennung gemäß Meis-ter und Sys-teme ist viel vernünftiger.