Erden- und Paradiesformung - Nutzung von Himmelskörpern

 

Großtechnische Erschließung und Besiedlung des Mondes

 

Themen:

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Erdenformung von geeigneten Himmelskörpern

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Großtechnische Erschließung und Besiedlung von Mond, Mars ...

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Großtechnische Nutzung von Gasriesenplaneten

 

Sehr wichtig ist die psychologische Komponente guter und echter Forschungsprojekte: Lern- und handlungsfreudige Menschen müssen bei Projekten der Hochtechnologie und Wissenschaft packende Betätigungsfelder finden können, wie etwa bei der Erforschung und Besiedlung des Mondes.

Solche packenden Großprojekte können auch wesentlich dabei helfen, das Gefühl der nationalen Identifizierung für Menschen unterschiedlichster Herkunft und Religion in einem Staat immer mehr in großartigen Werken der kommenden Superzivilisation zu sehen. Das kann für die Bürger des sich nun einigenden Europas von großer Bedeutung werden.

 

Erdenformung heißt der Vorgang, bei dem man geeignete Himmelskörper oder auch nur Regionen davon für biologisches Leben bewohnbar macht. Das ist meistens nur unter einem sehr großen technischen Aufwand möglich, der später vielleicht auch das Wirken „technischen Lebens“ einbeschließt, also hochkomplexer technischer Geräte bis hin zu bewußt-intelligenten Robotern.

Das klingt sicher wie Science Fiction - ist auch welche, aber die steht meistens am Anfang schöpferischer wissenschaftlich-technischer Arbeit und Leistung. Erdenformung von geeigneten Himmelskörpern bedeutet, daß man Paradiese konstruiert, in denen biologische und technische Lebensformen, natürliche und synthetische Lebewesen harmonisch und bei Sicht auf beliebig große Zeiträume wirkungsmäßig optimal miteinanderleben - wieder Science Fiction.

In natürlichen oder künstlich-technischen belebten Welten gilt zuerst der Leben-Zivilisation-Vertrag und später der Superzivilisation-Leben-Vertrag (siehe weiter unten), und es gilt damit auch, daß alle Geschöpfe - im Sinne von Albert Schweitzer - ihre verbrieften Grund- und Lebensrechte haben, also auch Tiere und Pflanzen.

 

Science Fiction liegt oft am Anfang schöpferischer Forschung in Wissenschaft und Technologien, und wenn Science Fiction verpönt ist, geht es mit diesen den Bach ‘runter wie in den letzten Jahrzehnten in Deutschland. Warum würde der nachfolgende Text in Deutschland nie zu einem Jahresgutachten für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung gehören ? Weil ein Professor, der so etwas in Deutschland schreiben würde, sofort einen Tritt bekäme und draußen wäre er.

Es ist notwendig, ein Bekenntnis für Science Fiction abzulegen und sich in die Welt der Superzivilisation mit ihren Supermaschinen einzuarbeiten.

 

Die seit 1999 im Bau befindliche Internationale Raumstation ISS sollte anfänglich nach der Planung ab 2004 bezugsfertig sein, aber durch technische Rückschläge wurden ihr Bau und Betrieb gehemmt. Sie wurde geplant und gebaut als eine schon recht große Raumstation des alten Typs, also ohne durch Rotation simulierte Schwerkraft. Bei einer Rotierenden Weltraumstation (RWS), in der es große Abteilungen gibt mit simulierter Schwerkraft von etwa 1 g, gibt es für die Bewohner die Möglichkeit, unter gewohnten Schwereverhältnissen zu leben, so daß es nicht zu den durch Schwerelosigkeit verursachten Weltraumkrankheiten kommt. So wird mit einer RWS tatsächlich neuer Lebensraum erschlossen, der Menschen, Tieren und Pflanzen übergeben wird, und mit dem Fortschritt der Technik werden diese Stationen dann immer besser und sicherer. Ausbaustufen oder Höherentwicklungen der ISS ohne Rotationsgravitation bleiben veraltet.

 

Aber auch das Konzept für Bau und Unterhaltung der ISS ist schon in der Entwurfsphase veraltet gewesen. Die von der Erde zur ISS fliegenden Versorgungsraketen sind bisher noch ziemlich schubschwach und man kann deshalb nicht hinreichend viel Material von der Erde zur ISS bringen, um sie schnell zu bauen und zu versorgen.

 

Einige Vorteile einer Mondbasis:

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Bau und Versorgung der ISS vom Mond her sind viel kostengünstiger und schneller zu leisten - wenn man auf dem Mond entsprechende Industrie- und Wohnanlagen hat.

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In hinreichend tiefen, unterirdischen Wohn- und Firmenkomplexen auf dem Mond wären die Menschen viel sicherer. In diesen Wohnanlagen gäbe es große Zentrifugen, in denen die Schwerkraft von 1 g simuliert wird - und in diesen Bereichen mit 1 g Schwerkraft schlafen und ruhen die Menschen zur Erholung von Muskulatur und Kreislauf.

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In unterirdischen Hangars auf dem Mond könnte man eine taktische Raumflotte bauen und stationieren, deren einzige Aufgabe es ist, auf die Erde zu fliegende Asteroiden und Kometen von der gefährlichen Bahn abzulenken. Damit könnte zum ersten Mal der Schutz der Erde faktisch bewerkstelligt werden.

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Auf dem Mond hat man Material in Form von Staub und Gestein genug und benötigt nur die Maschinen der Hochtechnologie, um daraus mittels Sonnenenergie und Maschinen der Hochtechnologie das benötigte Material zu erschaffen, auch für Bau und Versorgung der ISS.

 

Finanzierung entsprechender Mond-Großprojekte

Anfang der 1960er Jahre proklamierte John F. Kennedy das Mondprojekt: Bis zum Ende des Jahrzehnts sollten 3 US-Amerikaner auf dem Mond stehen. Am 19.7.1969 drückten 3 Amerikaner im Rahmen des Apollo-Projektes ihre Stiefel in den Mondstaub. Es gab eine ganze Reihe von Apollo-Missionen (etwa 18) mit jeweils 3 Amerikanern an Bord zum Mond. Bei den letzten wurde ein Fahrzeug mitgenommen, mit dessen Hilfe sie auf dem Mond herumfuhren. Sie brachten Mondgestein zur Erde zurück.

Keine andere Nation hat das bisher geleistet. Die UdSSR kam dem noch am nächsten mit ihren Lunochod-Mobilen, die sie als Roboterfahrzeuge auf dem Mond aussetzten.

Die anderen Nationen schafften noch nicht einmal das. Bleibende Bauwerke wurden auf dem Mond bisher nicht errichtet. Bisher stehen dort nur die Bodenteile der Mondfähren und etliche technische Geräte in der Mondlandschaft. Das meiste ist von den USA, etwas auch von Rußland - die anderen Nationen glänzen durch Abwesenheit auf dem Mond.

Die USA wollen sich anscheinend dem Mars zuwenden und ihn ab dem Jahre 2014 vornehmlich erforschen und kolonisieren. Die Gründe dafür scheinen in den Geldströmen zu liegen. Man kann sie in den USA nicht so lenken, daß der Mond kolonisiert wird, wohl aber anscheinend so, daß der Mars kolonisiert wird.

Damit haben die anderen Nationen die Möglichkeit, sich den Mond zu erschließen, weil die USA nach dem Mars greifen. Japan scheint sich in der Tat schon heute für den Mond zu interessieren.

Zu empfehlen ist, daß Europa sich die technische Erschließung und Besiedlung des Mondes zum Ziel nimmt, wobei es auf die praktische Hilfe Rußlands und der USA setzt, denn beide Staaten haben gute Weltraumerfahrung und entsprechende technische Mittel. Es gibt ja die schöne Reklame „Über den Wolken oder im Weltraum haben sich Amerikaner, Russen und Deutsche bestens vertragen.“

Auch wenn Europa die Federführung und Hauptfinanzierung der großtechnischen Erschließung und Besiedlung des Mondes trägt, sollten alle Nationen bei diesem Projekt beteiligt werden. Es ist dabei selbstverständlich, daß alle Mondkolonisten zuerst eine sorgfältige Ausbildung auf der Erde absolvieren und nachweisen müssen, damit sie auf dem Mond auch ihre Arbeit machen können und besonders keine nationalistischen oder sonst welche Streitigkeiten anzetteln.

Es ist der menschlichen Species eigentümlich, daß nicht die Jungen am meisten Bedenken davor haben, ihr Leben oder auch nur ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen, sondern die alten. Um junge Leute vor ihrem eigenen Wagemut zu schützen, sollte die großtechnische Erschließung des Mondes durch Ältere erfolgen (so etwa ab dem Lebensalter von 50 Jahren), und wenn Energie, Material, Wohnraum, zum Leben benötigte Produkte ... im Überfluß vorhanden sind, dann sollten so viele Jüngere nachfolgen wie nur möglich.

Es ist zu empfehlen, bei der großtechnischen Erschließung des Mondes erst ein Übermaß an verfügbarer Sicherheit, Energie, Wohnraum, Baumaterialien ... zu schaffen und dann erst mit der eigentlichen Besiedlung zu beginnen. Man muß die Menschen so sehen wie sie sind - oft unreif, mit Fehlern und auch bösartig. Das wichtigste auf dem Mond ist also, den Menschen vor dem Menschen zu schützen und nicht etwa vor der Natur.  

Das Siedlungsgebiet muß also von Anfang an ziemlich groß sein. Ein Gelände von 500 m mal 500 m faßt nun schon sehr viele Container - das wären z.B. Luftkammern standardisierter Größe (15 m mal 15 m mal 5 m ?) und Ausstattung -, die man z.T. in Wabenbauweise dicht nebeneinander baut oder auch getrennt. Vielleicht sollte man zuerst wirklich auf ganz sicher gehen und mehrere solcher großer Areale (500 m mal 500 m) einrichten, vielleicht so um 5 km voneinander getrennt.

 

Was brauchen wir auf einem geeigneten Himmelskörper wie dem Mond für den Bau einer Kolonie, und wie können wir das dann auch auf der Erde verwenden, und zwar wissenschaftlich, technisch, ethisch, psychisch ... ?

In erster Linie brauchen wir Energie, Wasserstoff und Sauerstoff. Die Energie erhalten wir durch Solarkraftwerke, für die man sich vielerlei Bauprinzipien denken kann, z.B. klassische Solarzellenbatterien oder große Hohlspiegel zur Fokussierung von Licht und Wärmestrahlung. Wasserstoff und Sauerstoff wird man sich vermutlich aus dem Mondboden holen können, und zwar über gefördertes Wassereis und über chemische Behandlung des Mondgesteins (Oxide, Hydrate).

Und dann benötigen wir die technischen Mittel der Superzivilisation. Stimmt zwar, aber die haben wir noch nicht. Also müssen wir zusehen, daß wir aus dem aktuell verfügbaren Werkzeugkasten des Menschen das zurecht zimmern, was wir für die Erdenformung bzw. den Ausbau von technischen Systemen der Schlüsselentwicklungstechnologien benötigen.

 

Es sind also nun auf dem Mond bleibende Bauwerke zu errichten, etwa Hotels für Weltraumtourismus. Allerdings, wer soll das bezahlen ?

Die finanzielle Hauptlast wird die EU tragen müssen, Rußland und USA liefern Material und Erfahrung. Japan und China könnten beteiligt werden, wobei sie auch hinreichende finanzielle Beiträge leisten müßten, da sie nicht das einbringen können, was USA und Rußland leisten.

Zusätzlich können sich beliebige Personen, Firmen, Gruppen, Institute ... in die Nutzung zukünftiger Bauwerke ... auf dem Mond einkaufen, indem sie bestimmte Geldzahlungen leisten (Beteiligungen am Mondprojekt).

Beispiel: Man gründet ein Firmenkonsortium unter der Aufsicht der nationalen Weltraumbehörden wie ESA und NASA und lanciert das an der Börse. Dann kann jeder davon Aktien kaufen und leiht damit der neuen Firma Geld. Ein schöner Name wäre General Cosmic Company = GCC aus der „Perry Rhodan“-Science-Fiction-Weltraumserie. Wenn die Mondprojekte so weit gediehen sind, können die Aktionäre der GCC Flüge zum Mond verbilligt buchen, ebenso Aufenthalte in Hotels ... auf dem Mond.

 

Wichtig ist, daß man einen Entwicklungskanal öffnet, der gleichermaßen sich abstützt auf

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große staatliche Mittel und staatliche Großforschungsprojekte und

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privat finanzierte Beteiligungen einer industriellen, sich selbst finanzierenden großtechnischen Erschließung und Besiedlung des Mondes.

 

Wohnungs-, Industrieanlagen usw. auf dem Mond - Besiedlung des Mondes

Zuerst sind auf dem Mond unterirdische Anlagen großer Ausdehnung zu bauen, für Forschung, Industrie und Besiedlung. Die Errichtung von meist unter„irdischen“ Wohnungs-, Forschungs-, Industrie-, ..., Gastronomiekomplexen auf dem Mond gibt neuen Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen.

Ob auf dem Mond oder in der ISS - es sollten Maschinen zur Verfügung stehen, die auf Grund von Zentrifugalkraft für die Menschen eine Schwerkraft von 1 g simulieren. Das Prinzip der Rotierenden Weltraumstation (RWS) wurde bereits in den 1930er Jahren entworfen. Es sollte die Regel sein, daß die Menschen zumindest in der Schlafenszeit eine simulierte Schwerkraft von 1 g haben. So könnte man der ISS noch eine kleine RWS beifügen, und auf dem Mond unterirdische Zentrifugen etwa in der Art von Karussells bauen, wo die Menschen zur Schlafenszeit einsteigen. Ähnliche Zentrifugen könnte man auch für das Wohnen verwenden. Damit gilt, daß man auch auf dem Mond Räume hat, die über eine durch Rotation simulierte Schwerkraft von 1 g verfügen, damit sich der Körper immer wieder neu regenerieren kann. Muskel- und Knochenschwund dürfen bei Raumfahrern, Mondbewohnern ... prinzipiell nicht ein dauerhaftes Leiden sein.

 

Wenn man dann auf dem Mond eine hinreichende Industriekapazität erlangt hat, baut man in großer Anzahl große Rotierende Weltraumstationen u.a. auch nahe der Erde in Umlaufbahnen, die 1000, 2000, 5000, 10000 km ... über der Erdoberfläche, Mondoberfläche ... verlaufen.

Man kann auch RWS bauen, die man als kleine Planetoiden um die Sonne schickt, in Nähe der Erdumlaufbahn um die Sonne oder nicht.

 

Es sind auf dem Mond weitläufige und leistungsfähige Sonnenenergiegewinnungsanlagen zu bauen, die auch darauf ausgelegt sind, daß Tag und Nacht auf dem Mond jeweils 14 Tage dauern. Man kann sich auf verschiedene Weisen in der Mondnacht mit Energie und Strom versorgen. Naheliegend ist, daß man für die Dauer des Mondtages Energie speichert z.B. über die elektrolytische Trennung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff. In der 14-tägigen Mondnacht erzeugt man Energie oder direkt Strom durch die Verbrennung von Wasserstoff und Sauerstoff in Brennstoffzellen. Es ist selbstverständlich, daß diese Kraftwerke hinreichend weit von den Wohn- und sonstigen Industriekomplexen entfernt sind.

 

Bevor man auf dem Mond mit dem Bau der unterirdischen Anlagen beginnt, muß man nachprüfen, wo auf der Mondoberfläche der Untergrund dafür geeignet ist. Dann bringt man aufblasbare Stationen als Notbehelf zum Mond und bedeckt damit eine Fläche von 500 m mal 500 m. Die Anlage muß von Anfang an weitläufig sein, damit bei der Zerstörung einer der Luftkammern die Umsiedlung in andere schnell möglich ist. Faustregel: Man unterhält im Areal der Erschließung immer 10 mal so viele Wohntrakte, wie für die aktuell anwesenden Menschen notwendig ist. Es ist hier zu beachten, daß diese aufblasbaren Wohncontainer extrem billig und leicht sind.

Die Wohntrakte hängen alle über mehrfache Verbindungswege miteinander zusammen, realisiert durch Luftkammern mit Schleusen. Zwischen allen Wohntrakten muß mindestens eine Schleuse sein, damit man schnell Hilfe bringen kann.

Die Wohn-, Forschungs-, Lager-, Industriecontainer gruppieren sich um mehrere ziemlich große „Container“, in deren Boden sich breite Schleusen von mindestens 10 m mal 10 m befinden. Und von diesen geht die großtechnische Erschließung des Mondes aus. Von dort werden breite Schächte in den Mondboden getrieben, wobei das Aushubmaterial höchst sorgfältig zur späteren Verwendung in großen Luftkammern gelagert bzw. sofort zur Herstellung von Sauerstoff und wertvollen Metallen aus Gestein mit Hilfe von Sonnenenergie begonnen wird.

In der Tat ist es extrem wichtig, daß auf dem Mond so schnell wie möglich Industriekomplexe entstehen, die alle schweren Materialien und Industrieprodukte selber herstellen. Der Aufbau einer sicher sehr hoch robotisierten Industrie auf dem Mond ist zwingend notwendig.

 

Hat man hinreichend Energie (natürlich meistens in Form von elektrischem Strom) zur Verfügung, kann man das Aushubmaterial (Gestein) in seine Komponenten Sauerstoff und Metalle zerlegen. Den Sauerstoff füllt man sorgfältig in Flaschen ab, und die Metalle werden in die Fertigungscontainer transportiert, wo sie zu beliebigen Produkten der Fertigungsindustrie verarbeitet werden. Das bedeutet: Man muß keineswegs alles von der Erde holen.

Mit Hilfe der Solaranlagen auf dem Mond kann man die Rohstoffe für Maschinen zu einem großen Teil aus Mondgestein holen und mit Hilfe des geeigneten Maschinenparks kann man dann direkt auf dem Mond sehr viel von dem erzeugen, was man zur Kolonisierung und großtechnischen Nutzung des Mondes benötigt.

 

Schutz der Erde vor anfliegenden Asteroiden und Kometen - Heimatschutz

Vom Mond aus kann man viel leichter und realistischer Raumflotten starten, die auf die Erde zu fliegende Asteroiden und Kometen von ihrem Kurs auf die Erde abbringen können.

Jeder Lebensraum hat diesen Charakter als ökologische Lücke nur zeitweilig, und es bedarf des künstlich-technischen Eingriffs, um diese ökologische Nische immer weiter für Leben nutzen zu können. Es gehört somit zu den selbstverständlichsten und dringlichsten Aufgaben Intelligenter Wesen, ihren Lebensraum vor zerstörerischen Wandlungen der physikalischen Gegebenheiten zu schützen, und dazu gehört vor allem der Schutz eines mit Leben erfüllten Planeten vor dem Einschlag von Asteroiden oder Kometen.

Dieser Schutz kann durch eine Raumflotte gewährleistet werden, die in der Lage ist, auf den Heimatplaneten zu fliegende Himmelskörper - falls sie nicht zu groß sind - abzulenken, zu zerstrahlen oder sonstwie unschädlich zu machen.

Es muß zwischen der Abwehr gegen einen Asteroiden z.B. aus Stein und der Abwehr gegen einen Kometen (aus Matsch und Schnee) unterschieden werden:

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Abwehr gegen Asteroiden.

 

Es möge ein Asteroid von 3 km Durchmesser auf den Heimatplaneten zu fliegen.

 

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Man kann auf den Asteroiden Maschinen bringen, die ihn allmählich von seinem Kurs auf die Erde abbringen.

 

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Man kann versuchen, ihn mit Nuklearwaffen von seiner Bahn abzulenken, wobei er aber nicht in Stücke gehen darf.

 

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Man kann versuchen, ihn mittels Sonnensegeln von seinem Kurs auf die Erde abzulenken.

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Abwehr gegen Kometen.

 

Man läßt den Kometen in hinreichender Sonnennähe einfach verdampfen, z.B. durch hinreichend viele und gut plazierte Weltraumspiegel um den Kometen herum.

 

Wegen Erdgravitation von 1 g und dichter Atmosphäre kommen Raumschiffe von der Erde nur sehr schwer weg - vom Mond geht das sehr viel leichter.

Also ist die technische Erschließung und Besiedelung des Mondes auch und besonders zu dem Zweck durchzuführen, um auf dem Mond Industriekomplexe und Maschinen zu installieren, mit deren Hilfe man Raumschiffe dazu befähigt, Asteroiden und Kometen von der Erde weg zu halten.     

 

Pilot-Solargroßkraftwerk zu 1600 Megawatt Leistung im Jahr auf Erde, Mond, Mars ...

Eine Superzivilisation benötigt sehr viel Energie, und das Gute in einem Sonnensystem ist, daß da ein Zentralgestirn ist, das große Mengen an Energie laufend über Milliarden Jahre hin abgibt. Sonnensysteme sind zu „Maschinen“ auszubauen, in deren Zentrum die Sonne steht und deren Strahlung muß dann aufgenommen, entsprechend umgewandelt, abgestrahlt, weggeleitet und zum Stromverbraucher gelenkt werden - das Prinzip der Leitstrahlen in der Science Fiction. Die Menschheit steht erst am Anfang einer Technischen Zivilisation und ist von dem Stand einer weltraumgestützten Superzivilisation noch sehr weit entfernt. Betrachten wir, was heute bei uns machbar ist.

 

Solarkraftwerkseinheiten mit der Ausgangsleistung von 1 KW bei normaler Sonneneinstrahlung im Sommer haben heute höchstens eine Ausdehnung von 1 m mal 10 m, bei einem Wirkungsgrad von 10% mindestens. Ein solcher Solarmodul von 1 KW p Ausgangsleistung ist eine Baueinheit, die zu Millionen in einem Großkraftwerk eingebaut sein müssen.

Eine Solarzellenreihe von 1 m mal 10 km liefert bei vollem Sonnenschein bei einem Wirkungskrad von 10% 1 Megawatt p. Diese Reihe umfaßt 1000 Solarmodule

Beispiel: Man stellt Solarsegel von 1 bis 10 m Breite auf, die Dutzende von Kilometern lang sind, und reiht von diesen Solarsegeln großer linearer Ausdehnung Hunderte nebeneinander, etwa im Abstand von 10 bis 30 Meter. Und dazwischen treibt man Landwirtschaft und unterhält Biotope und sonstige große Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Das ist eine Biotech-Landschaft.

Biotech-Landschaften sind weitflächige Solarkraftwerke von vielen Quadratkilometern Ausdehnung, die voll harmonisch mit einer reichen Tier- und Pflanzenwelt zusammengeführt sind.

Ein 1600-Megawatt-Solargroßkraftwerk hat bei voller Sonneneinstrahlung etwa die Ausgangsleistung 5500 Megawatt p, in der Nacht keine Stromabgabe und im Winter natürlich viel weniger als im Sommer. Das ist zu unterscheiden beim Vergleich mit einer Kraftwerkseinheit - also einem Reaktorblock  wie Biblis A -, die dauernd 1600 Megawatt liefert, bei Tag und bei Nacht, im Sommer und im Winter. 

Während Kraftwerke auf der Basis fossiler Brennstoffe laufend Unkosten haben für Brennstoffe - zusätzlich zu den Betriebskosten -, gibt bei Solarkraftwerken keine Unkosten für die eigentlichen Brennstoffe und Energielieferanten. Die Strahlung von der Sonne kommt ohne Unkosten an.

 

Wenn einstmals die ganze Erde von solchen Solarkraftwerken bzw. Biotech-Landschaften überzogen ist, können jederzeit von der Tagseite zur Nachtseite bzw. von Sommerregionen zu Winterregionen fast beliebig große Energiemengen übertragen werden, die nicht nur für die Zivilisation genutzt werden können, sondern auch zur Erwärmung von Naturschutzgebieten für beliebige Tiere und Pflanzen, insbesondere für bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Man muß Arbeit und Maschinen finanzieren, die selber wieder Geld einbringen.

 

Wenn wir 1600 Megawatt p durch Solarzellenreihen nach obigem Schema erhalten wollen, benötigen wir 1600 Solarzellenreihen zu jeweils 1 Megawatt p Ausgangsleistung.

Wenn man davon ausgeht, daß eine Wiesen- oder Ackerlandschaft kaum dadurch in Tier- und Pflanzenwelt beeinträchtigt wird, wenn man alle 10 m eine solche Solarzellenreihe baut, so würden wir eine Länge benötigen von

(10 m Abstand + 1 m Solarzellenreihenbreite) * 1600 = 17600 m oder fast 18 km.

Damit hätte unser vollnaturfreundliches Energiekraftwerk bei 1600 Megawatt p Leistung bei voller Sonneneinstrahlung eine Ausdehnung von 10 km mal 18 km.

 

Es würde sich aber voll in die Landschaft einpassen, d.h. es wirkt sich überhaupt nicht negativ aus. Natürlich muß dafür gesorgt werden, daß Büsche und Bäume nicht zu hoch wachsen, aber wenn man ein solches Solarkraftwerk zu 1600 Megawatt mit Wiesen- und Ackerkultur, auch mit der geeigneten Tierhaltung wie Pferden, Rindern, Ziegen usw. kombiniert, gibt es das Problem des zu hohen Pflanzenwuchses nicht.

 

Man kann anstelle der aufgelockerten und naturintegrierten Bauweise auch eine kompakte Anlage nehmen, die dann die Fläche von etwa 4 km mal 4 km benötigt:

1600 Megawatt p werden durch 1,6 Millionen Solarmodule zu je 1 KW p geleistet, was einer Solarmodulfläche insgesamt von 16 Millionen m2 oder z.B. 4 km mal 4 km entspricht.

Diese Anlage bietet sich als Dachbelag für eine große Halle, die industriell usw. genutzt werden kann - und hat im Sommer und bei Sonnenschein 1600 Megawatt p zur Verfügung.

 

Diese Hallen von 4 km mal 4 km Ausdehnung könnten dann Produktionsbetriebe, Dienstleistungsfirmen, Banken, Einkaufszentren usw. enthalten, d.h. das wären Baulichkeiten als Ganzes, die es heute noch gar nicht gibt.

Gemäß dem Superzivilisation-Leben-Vertrag muß der biologischen Natur aber woanders der Lebensraum zusätzlich zur Verfügung gestellt werden, der durch Industrie-, Wohn- ...-Anlagen der Menschen (und ihrer Nachfolger) weggenommen wird. So ist das auch in allen künstlich-technischen Lebensinseln zu halten.

Es ist also streng zu verbieten, daß man mit solchen Solarenergie-Kompaktkraftwerken zu 1600 Megawatt die Landschaft großflächig zubaut. Dann erhielten wir nämlich eine technische Wüste.

 

Solarmodule werden entlang von Landstraßen, Autobahnen, Eisenbahngeleisen, Überlandtrassen für Strom und Telefon ... in linearer Folge aufgereiht. Dann wäre der Landflächenverbrauch für die Solarkraftwerke am geringsten.

Ein Solarkraftwerk zu 1600 Megawatt p Ausgangsleistung würde dann 16000 km an Straßen, Eisenbahntrassen ... benötigen.

 

Es sind nun einige Rechnungen zur Energiebilanz zu machen, wobei jetzt unter Solarkraftwerk eine Anlage aus 1,6 Millionen Solarmodulen mit 1600 Megawatt p Ausgangsleistung im Sommer und bei Sonnenschein verstanden wird.

Wenn wir annehmen, daß 1000 Solarkraftwerke den Energiebedarf einer Industrienation vollständig decken, dann benötigen diese Anlagen eine Landfläche von 16000 km2. Hierbei ist zu beachten:

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Über das ganze Jahr gerechnet entsprechen diese 1000 Solarkraftwerke zu je 1600 Megawatt Ausgangsleistung nur 250 Blöcken vom Typ Biblis A, weil Nächte und Winter sowie bedeckter Himmel einkalkuliert werden müssen.

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Die BRD hat eine Landfläche von 235000 km2, so daß die 1000 Solarkraftwerke bei 16000 km2 etwa 7% der Landfläche benötigen.

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Da die Solarkonstante um 1 KW pro qm beträgt, können die Solarkraftwerke bei gleicher Leistung und steigendem Wirkungsgrad immer kleiner werden.

Schon heute erzeugen 10 qm Solarzellenfläche mehr als nur 1 KW Ausgangsleistung bei voller Sonneneinstrahlung. Nimmt man an, daß 50% Wirkungsgrad bei der Wandlung von Sonnenlicht in Strom möglich sind, so würde sich der Bedarf an Solarzellenflächen auf etwa 20% des in den obigen Ausführungen angenommenen Wertes reduzieren lassen: Anstelle der 16000 km2 würden nur noch 3200 km2 benötigt oder 1,4% der Landfläche der BRD.

 

Es stellen sich dann folgende Fragen:

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Wie integriert man 1000 Solarkraftwerke zu je 1600 Megawatt Leistung in die Natur-, Industrie-, Wohn-, Ackerbau- ... -Landschaft ?

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Wieviel kompakte Solarkraftwerke darf man bauen, und in welcher Anordnung ?

 

Der Bau von kompakten Solarkraftwerken mit integriertem und weit aufgebohrtem Einkaufszentrum - von jetzt an Solarzentren genannt - sollte zu einem Forschungsprojekt werden. Es ist darauf hinzuweisen, daß diese Solarzentren bereits Bausteine der Superzivilisation sind, was so gezeigt werden kann: Wir stellen uns vor, daß wir auf einem Planeten oder Mond stehen, der zur Erdenformung geeignet ist wie unser Mond oder der Mars. Wenn wir nun Solarzentren erst einmal gebaut haben aus Material, das natürlich erst herangeschafft worden ist, kann man mit solchen Solarzentren bei geeigneter Bestückung mit Werkzeugen, Robotern, Fabrikhallen, Verkehrswegen ... allein über die kostenlos angelieferte Sonnenenergie aus dem Boden alles herstellen. Solche Stationen sind die Vorläufer bei der Erdenformung. Hat man beliebig viel Energie beliebig lange zur Verfügung, so kann man aus Dreck „alles“ machen, wenn man erst einmal einen hinreichenden Maschinen- und Werkzeugkasten hat. Solarzentren dieser Art könnten auch die unfruchtbarsten, ödesten Wüstengegenden auf der Erde in lokale Paradiese wandeln, nämlich in einem kleinen Einzugsbereich innerhalb oder außerhalb der Solarzentren. Das alte Problem und oft durchgerechnete Projekt, die Sahara oder Gobi wieder in blühende Landschaften zu verwandeln, ist mit diesen Solarzentren möglich.

Schon heute ist Mangel an Energie hauptsächlich ein Mangel an sittlicher Reife der ganzen Menschheit. Der Wüstengürtel um die Erde könnte gut zur Energieerzeugung für die ganze Menschheit genutzt werden, aber das Problem ist, daß man die Kräfte der Menschen noch nicht so bündeln kann und die fertigen sowieso bald wieder von Menschen zerstört würden.

 

Auf dem Mond haben wir etwas andere Verhältnisse: Vakuum und eine „Nacht“, die so lange dauert wie ein Tag, nämlich 14 Erdtage. Bei einem Wirkungsgrad von 0,1 leistet auf dem Mond ein Solarkraftwerk mit der Fläche von 32 km2 für Solarzellen, die man dem Sonnenstand nachführen kann, 3200 Megawatt p oder 1600 Megawatt Dauerleistung. Selbst wenn man den Wirkungsgrad der Solarzellen auf 0,5 steigern kann, wird man zur Stromerzeugung im o.g. Ausmaß 6,4 km2 benötigen. Das ist allerdings schon eine Fläche, die man als eine große Halle konzipieren kann. Da könnte dann das Prinzip gelten, daß der auf dem Dach der Halle gewonnene Strom durch Nutzung der Sonnenenergie auch voll ausreicht für die Fabriken ... in der Halle.

 

Auf der Erde aber und in unseren Breiten und bei einem Wirkungsgrad um 0,1 reicht der auf dem Dach der Halle erzeugte Strom nicht aus. Also wird auf der Erde - und zwar in Deutschland - folgendes Konzept notwendig sein:

Man baut Fabrikationshallen, auf deren Dächern Solarzellen Sonnenlicht in Strom umwandeln, aber da das nicht ausreicht, benötigt man außerhalb der Hallen noch weitere Solarzellenflächen, und zwar um 10 mal mehr als auf dem Dach.

Hier ist aber nun zu bedenken: Würde man 55 km2 als eine kompakte Solarkraftwerksfläche verplanen, käme die Natur zu kurz und würde unsere Lebensgrundlage - die lebendige Natur - verdrängt bis vernichtet. Die Lösung ist, große Solarkraftwerke von über 1 Megawatt Durchschnittsleistung nach einem räumlich verteilten Bauprinzip zu errichten, was besagen soll: Man verteilt die Solarzellen auf etwa das Zehnfache der Fläche, die nach o.g. Angaben notwendig ist. Danach hat dann ein Solarkraftwerk mit 1600 Megawatt Durchschnittsleistung im Jahr eine Flächenausdehnung von 550 km2 - und das erfordert wohl, es so zu bauen, daß man es auch dann nicht sieht, wenn man mitten drin ist. Im Prinzip können Sie hier schon ein gutes Beispiel für ein harmonisches Miteinander von biologischem und technischem Leben verankern:

Man wählt eine quadratische Landfläche aus mit 10 km Kantenlänge und streut darein leistungsfähige Sonnenzellenbatterien in flächiger oder linearer Ausdehnung mit der Leistung von etwa 1 Megawatt ein (das wird von einer Sonnenzellenbatterie von 1 m Breite und 10 km Länge bei einem Wirkungsgrad 0,1 und optimalem Sonnenstand erzeugt).

10% der auf dieser Testfläche von 100 km2 erzeugten elektrischen Energie werden an Tiere und Pflanzen zurückgeführt (z.B. durch Beheizen von Überwinterungsplätzen für Wildtiere oder tierfreundliches Auslichten/Neuanpflanzen in den Wäldern und auf Wiesen und Feldern), der Rest von immerhin 90% wird von den Menschen für sich verbraucht. Man kann übrigens die auf dieser Testfläche wachsenden Pflanzen ebenfalls zur Erzeugung von elektrischem Strom heranziehen, indem man Holz für Fernheizkraftwerke verwendet.

 

Stellen Sie sich einen Acker vor mit einer Fläche von 100 ha oder 1 km2 und der mag ganz normal bewirtschaftet werden. Allerdings befindet sich auf dem Acker alle 9 m eine Solarzellenreihe von 1 m Breite und 1 km Länge. Dann haben Sie also auf diesem Acker 100 von solchen Solarzellenreihen bei 1 m Breite und 1 km Länge. Dieser Acker wird normal bewirtschaftet, weshalb der große Anstand von 9 m zwischen den Solarzellenmodulreihen von 1 m Breite eingehalten wird - und liefert im Jahr 3 Megawatt Durchschnittsstromleistung. Das liefert für den Landwirt auf 100 ha eine zusätzliche Einnahme, die recht erheblich ist:

 3000 Kilowatt x 365 x 24 Stunden x Preis/Kilowattstunde =

 26280000 Kilowattstunden x Preis/Kilowattstunde

Nehmen wir an, daß der Landwirt 0,10 Euro pro Kilowattstunde erhält, dann bedeutet das für den Land-/Energiewirt eine jährliche Einnahme von 2,6 Millionen Euro.

Das klingt nach viel, nicht wahr ? Aber da ist ein ziemlicher Haken an der Sache. Das Problem ist, die finanzielle Aufwendung für die Solarzellenflächen in dieser Größenordnung vollbringen zu können. Wenn Sie 0,1 km2 mit Solarzellen bedecken, kostet das nach dem heutigen Preis von 650 Euro pro den erheblichen Betrag von

100000 Quadratmeter x 650 Euro pro Quadratmeter => 65 Millionen Euro

Zur Ernüchterung: Wenn Sie Ihr Geld in Papieren anlegen, erhalten Sie bestimmt eine höhere Rendite.

Und wenn Sie 55 km2 mit Solarzellen bedecken wollen, kostet das nach dem heutigen Stand 55 Millionen mal 650 Euro, was etwa 350 Milliarden Euro ergibt. Damit sind Sie in der Lage, die Rentabilität von Stromquellen zu überprüfen:

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Der Bau eines Reaktorblocks von Biblis A kostet so um 7,5 Milliarden Euro.

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Wenn Sie dieselbe Stromleistung gemittelt über das Jahr über Solarenergiezellen erzeugen wollen, müssen Sie 350 Milliarden Euro hinblättern (jedenfalls heute noch).

 

Staatsaufträge zum Bau großer Solarkraftwerke in verteilter Bauweise würden die Kosten der Solarzellen enorm drücken. Das käme allein durch die zunehmende Massenherstellung von Solarmodulen, auch wenn sie zur Zeit ihrer Herstellung schon veraltet sind. Also ist ein Solargroßkraftwerk für 5500 Megawatt p überhaupt erst einmal zu starten und eine entsprechende Industrie zu aktivieren. Dann kann man schon während des Baus des ersten Großsolarkraftwerks hoffen, daß durch die Massenabnahme von Solarmodulen diese im Preis drastisch fallen.

 

Deutschland hat eine Fläche von 235000 km2 und könnte in Form verteilter Solarkraftwerke 235000/550 x 1600 Megawatt Durchschnittsstromleistung durch Sonnenenergie erzeugen, also 427 x 1600 Megawatt = 683 Gigawatt. Bei voller Sonneneinstrahlung wären das 427 x 5500 Megawatt = 2843 Gigawatt; in der Nacht würde kein Strom erzeugt und im Winter entsprechend weniger.

Man könnte also die BRD zu einem einzigen großen Sonnenkraftwerk mit ökologischer Betonung ausbauen, wo man durch ein großes Sonnenkraftwerk über Hunderte von Kilometern fährt - und merkt nichts davon.

Der Trick liegt darin, daß man das Sonnenkraftwerk, eben weil es in verteilter Bauweise errichtet wurde, also gewissermaßen mit lebendiger Natur hinreichend ausdünnt.

 

Humane Nutztierhaltung

Tierfreundliche, humane Produktion von Fleisch, Eiern ... steht in Konkurrenz mit grausamer Massentierhaltung, -transporte und -tötung - und die letztere ist viel billiger und wirft darum viel größere Profite ab.

Wer Hühner auf engstem Raum tierquälerisch hält, kann Eier viel billiger produzieren als ein redlicher Landwirt, der tierfreundlich und human arbeiten will.

Hier muß der Staat eingreifen - der Markt kann das allein nicht regeln.

Man bietet dem tierfreundlich gesinnten Landwirt eine laufende Zusatzeinnahme, die es ihm gestattet, entsprechend - sicher subventioniert - seine Produkte Fleisch, Eier ... unter Selbstkostenpreis auf den Markt zu werfen.

 

Dafür bietet sich an, daß man ausgesuchten Landwirten ein Sonnenkraftwerk kostenlos auf den Hof stellt, das ihm laufend Einnahmen durch Stromerzeugung verschafft. Wenn man davon ausgeht, daß Humanität EU-Recht und jedes andere „Recht“ bricht, so kann man die vielen bäuerlichen Familienbetriebe, die wegen der Intensivkultivierung von Massenbetrieben wirtschaftlich nicht mithalten und wegen der EU auch nicht unterstützt werden können, mit ebensolchen Solarenergieanlagen unterstützen unter dem expliziten Hinweis, daß Humanität gegenüber den Mitgeschöpfen ein unveräußerliches Recht ist. Landwirte, die tier- und pflanzenfreundlich arbeiten wollen, werden dann also national so unterstützt, daß sie später laufend human produzieren können.

Die konsequente Fortsetzung davon ist der Ausbau des Gehöfts zu einer Biotech-Landschaft mit eingestreuten Solarrobotfabriken. Konsequent ist das aus folgendem Grund: Wenn man einem Landwirt eine Solarenergieanlage für 100 kW p hinstellt, ist bei einem Wirkungsgrad von 0,1 dafür eine Solarzellenfläche von 1000 m2 notwendig, was heute einem Wert von 650000 Euro entsprechen würde. Und das lockt natürlich Diebe an. Solarenergieanlagen müssen elektronisch gegen mutwillige Beschädigung und Diebstahl geschützt sein - das führt in Richtung der harmonischen Zusammenarbeit von biologischem und technischen Leben in Biotech-Landschaften. Das ergibt Anreiz dazu, daß sich Techniker mit Landwirten zusammentun, dazu kommen Kybernetiker ... - und das Biotech-Team ist fertig, das landwirtschaftlich und technologisch modern operiert.

Alles Verhalten von Menschen gegenüber Tieren und Pflanzen muß den Forderungen des Superzivilisation-Leben-Vertrages genügen (siehe die letzten beiden Seiten dieser Schrift).

 

Automatische Fabriken 

Computer, Manipulatoren und Roboter jeder Art werden benötigt, sowie große technische Anlagen, die aus Sonnenenergie alle Materialien aus dem Mondboden herstellen, die als Baustoff für HighTech-Produkte benötigt werden.

Im folgenden Text wird der gewaltige Entwicklungsschritt beschrieben, der sich durch den Übergang von reinen EDV-Anlagen zu Robotern ergibt. Der große Nutzen der EDV-Anlagen ist heute offensichtlich. Verwaltung, Produktion, Regierung, sogar Polizei und Regierung verwenden die Möglichkeiten der Rechner intensiv. Viele Bürger haben PCs zu Hause und können sich ein Leben ohne PC, Laptop, Notebook ... kaum noch vorstellen. Die Verwendbarkeit der Rechner liegt zu einem großen Teil in ihrer Fähigkeit, in ihren Programmen das Wissen ganzer Expertengruppen zu enthalten und in Expertensystemen dem PC-Benutzer leicht verfügbar zu machen. Es ist also nicht notwendig, daß der Programmbenutzer alle die Kenntnisse haben muß, die sein Programm zu einem guten Funktionieren bringen. Es ist eher anders herum: Der Benutzer braucht immer weniger über das in die Expertensysteme gesteckte Wissen zu wissen und auch über den Rechner selber. Textverarbeitung, Buchhaltungsprobleme, Statistiken ... werden vom PC geleistet, der nur darauf wartet, daß sein Benutzer die Tastatur oder die Maus bedient und ihm Anweisungen gibt.

So, und von hier führt ein guter Weg dahin, den nochmalig riesigen Entwicklungssprung vom PC zum flexibel programmierbaren Manipulator darzulegen. Ein PC kann von seinem Benutzer über Maus und Tastatur gesteuert werden und über das inzwischen ausgebaute Internet oder World Wide Web (WWW) kann sich der Benutzer Daten und Programme aus aller Welt holen.

Ein Manipulator entsprechender Entwicklungshöhe kann das auch, aber zusätzlich hat er Effektoren, die physikalisch auf die Umwelt einwirken können wie Arme und Hände der Menschen.

Man kann das über Prozeßrechner klarmachen, die z.B. durch die Verwendung von immer mehr Elektronik in Autos auch für die Normalbürger immer mehr in ihrer Verwendbarkeit erkennbar werden. Schon seit Jahrzehnten werden Produktionsabläufe überwacht und gesteuert durch elektrische und dann elektronische Kontroll- und Steuersysteme. Leistungsfähige Prozeßrechner - das sind nichts anderes als EDV-Anlagen, die speziell dafür entwickelt worden sind, auf einlaufende Meßdaten entsprechend zu reagieren, indem sie auf den zu steuernden Prozeß durch Aussenden von Steuersignalen optimierend einwirken - verfügen über viele Meßfühler und Leitungen zum Aussenden der Steuersignale. Der Prozeßrechner ist praktisch in eine Umwelt integriert, mit der er über Meßfühler und Datenausgabekanäle verbunden ist. Klar ist, daß ein Prozeßrechner alten Stils nur extrem schwer aus einer bestehenden Produktionsanlage ausgebaut und in eine neue ausgebaut werden kann.

Der Unterschied zwischen einem Prozeßrechner plus zu steuernder Maschine auf der einen Seite und dem Manipulator auf der anderen Seite liegt darin, daß der Manipulator alles das kann, was der Prozeßrechner kann, aber zusätzlich flexibel verwendbare Manipulatoren hat, die jede physische Arbeit machen können. Die Effektoren des Prozeßrechners sind praktisch die von ihm zu steuernden Anlagen, und das ist natürlich hochspezifisch und völlig starr verbaut. Die Effektoren des Manipulators sind wie Arme und Hände des Menschen, die leicht und präzise physisch auf ihre Umwelt einwirken und auch Ablaufe steuern können.

Die früheren Manipulatoren waren technische Systeme, die einen Effektor hatten, der in 6 Achsen frei programmierbar und ansteuerbar war. Moderne Manipulatoren können mehrere Arme haben, die gleichzeitig montieren und beliebig agieren können. Es ist klar, daß auf dieser Stufe von einer Menschenähnlichkeit der Manipulatoren nicht geredet werden kann.

Nun stellen Sie sich vor, daß Sie eine große Halle haben, in der hochleistungsfähige Manipulatoren stehen, die nur darauf warten, irgend etwas zu tun, und Sie mögen der Chef sein. Nun bewerben Sie sich um Aufträge zur Produktion von Schuhen. Sie erhalten einen (Glückspilz !) und besorgen sich aus den öffentlichen Programmtheken die entsprechenden Programme für Ihre Manipulatoren. Sie brauchen dann natürlich noch Logistikprogramme, Wareneingangs- und Warenausgangskontrolle, Lagerhaltung für Rohstoffe und erstellte Waren ... für Ihren Verwaltungsrechner. Nachdem Sie Ihre Manipulatoren und Rechner programmiert und das Rohstofflager gefüllt haben, steuern die Programme die Manipulatoren und erstellen die Schuhe. Und Sie als Chef haben nicht die geringste Ahnung über Schuhproduktion, weil eben das ganze Wissen in den Programmen steckt, das die Manipulatoren steuert. Das ist ein natürlich etwas übertriebenes Beispiel mit übertriebener Unkenntnis des Firmenchefs in Bezug auf das zu erstellende Produkt, aber es macht klar, daß eine Halle mit guten Manipulatoren die Grundlage für eine Automatische Fabrik ist, wo Expertensysteme und der hohe Leistungsstand der Manipulatoren alles ermöglichen. Der PC kann nicht über Effektoren auf die Umwelt einwirken, wohl aber der Manipulator, den Sie sich vielleicht als PC auf Laufrädern mit Armen und Händen vorstellen können.

Es wurde bisher der Name Manipulator verwendet, weil der industriell getönt ist und nicht das Bild des menschenähnlichen „Roboters“ weckt. Nun, jetzt wird anstelle des Namens Manipulator nur noch der Name Roboter verwendet, um genau in Richtung dieser Assoziation zum elektromechanischen Vernunftwesen zu kommen und sich durch SF-Ideen Anregungen zu holen. Mit dem weiteren technischen Fortschritt werden die Roboter immer leistungsfähiger, universell einsetzbarer, menschenähnlicher ..., und irgendwann haben Sie eine Automatische Fabrik mit humanoiden Robotern, die immer mehr in ihren geistigen Leistungen den Schritt zu Intelligenz und Bewußtsein leisten. Und irgendwann machen Sie die Arbeit und Ihre Roboter sind die Chefs, und während die ihre Maschinenölstunde haben und feiern, müssen Sie in der Halle Schuhe für Roboter herstellen ...

Diese kurze SF-Einlage soll nur darauf hinweisen, daß der Fortschritt in einer Superzivilisation immer weiter geht. Sicher wird es nicht so sein, daß bewußt-intelligente Roboter in Hallen von Automatischen Fabriken gehalten werden, die solange niedere Arbeit machen müssen, bis sie erfolgreich revoltiert und ihren menschlichen Chef gefangengenommen und entmachtet haben.

Zurück aus der SF in die Realität: Wir wissen heute noch gar nicht, ob es in unserem Universum bei seiner speziellen Metrik, Physik, Größe und Art der Naturkonstanten und Wechselwirkungskräfte ... die Konstruktion von bewußt-intelligenten Robotern überhaupt möglich ist.

 

Solarrobotfabriken

Elektromechanische Geräte benötigen Energie wie biologische Organismen auch. Wenn es Ihnen gelingt, Energie möglichst kostenlos zu beziehen, können Sie ihre Produktionskosten gewaltig mindern. Wenn Sie z.B. das Dach Ihrer Maschinenhalle mit Solarzellen bestücken, können Sie Strom erhalten, für den Sie nichts mehr bezahlen müssen.

Was ist nun mit den Rohstoffen ? Wenn Sie über hinreichend billige Energie verfügen, können Sie aus dem Dreck in Ihrer Maschinenhalle praktisch alles machen. Sie buddeln ein Loch und aus dem geförderten Erdboden können Sie mittels Strom und HighTech fast alles machen, was Sie brauchen. Enthält dieses Stück Land nicht die benötigten chemischen Elemente in der benötigten Zusammensetzung, mieten Sie sich ein anderes und buddeln da. Damit liegt das Grundschema der Solarrobotfabrik vor, die Sie sofort in der Wüste Sahara oder auf dem Erdmond zur Erdenformung, Produktion ... einsetzen können.

Die Solarrobotfabrik ist ein Produkt und Kennzeichen der Superzivilisation und kann u.a. auch zur Erdenformung von geeigneten Himmelskörpern eingesetzt werden. Die Idee ist: Hat man gute Roboter und gute Programme für sie, kann man bei beliebig viel verfügbarer Energie weithin alles produzieren, und zwar aus Dreck, Lehm und auch aus Mondboden.

 

Ganz kleine Solarrobotfabriken mit Bauelementen im Nanometerbereich sind als Nanomaschinen bekannt. Die Nanotechnik ist sicher auch eine Schlüsseltechnologie der Zukunft, birgt aber größte Gefahren in sich. Das kann man z.B. an den natürlichen Nanomaschinen sehen, zu denen die Viren gehören. Eine ungeschickt durchgeführte Entwicklung von Nanomaschinen kann binnen kurzer Zeit alles Leben auf der Erde auslöschen - ebenso wie ein großer Asteroid, der auf die Erde stürzt. Also ist vor einer Nanoverseuchung der Erde genau so zu warnen wie vor einem Einsturz von Himmelskörpern auf der Erde. Um den erdweiten Nano-Alarm zu verhindern, müssen die Nanomaschinen so konstruiert werden, daß es ihnen ganz unmöglich ist, etwa als Viren mit biotechnisch anmontierten Effektoren und Motoren das Leben auf der Erde zu gefährden.  

 

Großtechnische Erschließung und Besiedlung des Mars

Zu Beginn der Weltraumfahrt bei einer TZ ist eine Reise zum Mond des Heimatplaneten um Größenordnungen leichter als zu einem anderen Planeten, was sich hauptsächlich aus den notwendigen Reisezeiten ergibt: Der Mond der Erde z.B. ist im Mittel von ihr 384000 km entfernt und kann bei den verfügbaren Reisegeschwindigkeiten binnen weniger Tage erreicht werden. Will man allerdings zu einem anderen Planeten, so hat man zu berücksichtigen, daß

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die Planetenbahnen um Hunderte von Millionen km voneinander entfernt sein können,

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es ganz entscheidend ist, wo sich die Planeten auf ihren Umlaufbahnen um die Sonne jeweils befinden, weil man daraus das Startfenster errechnen und einhalten muß,

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wegen der niedrigen Reisegeschwindigkeit eine elliptische Annäherung notwendig ist, wodurch die tatsächlich zurückzulegende Strecke um mehr als das 10-fache anwachsen kann.

Die sich dadurch ergebende viel größere Reisedauer birgt viele Gefahren in sich, die aus der Psyche der Astronauten erwachsen können oder aus Mängeln bei der Planung des Projekts oder etwa aus Strahlung oder Meteoritenschauern usw. Es ist fundamental anders, ob man 3 Tage in einem kleinen Raumschiff eingeklemmt ist oder 150 Tage.

Man kann sich jetzt auf das Beispiel der Besiedlung des Mars von der Erde aus beziehen. Ihre Umlaufbahnen sind um 72 Millionen km verschieden, aber die tatsächliche Reiseentfernung liegt bei über 420 Millionen km. Es sind beim interplanetaren Raumflug Strahlungsgürtel zu durchqueren und man hat mit Asteroiden beliebiger Größe zu rechnen, die unangenehm nahe kommen mögen. Meteoritenschauer können dem Raumschiff viele kleine Lecks zufügen, die schwer alle zu dichten sein mögen.

Eine Grundforderung muß sein, daß zwar nicht die Rückkehr, aber zumindest Landung und Überleben der Astronauten auf dem Mars garantiert sind. Überhaupt müssen sich die Astronauten klar darüber sein - bzw. die Projektmanager -, daß eine Rückkehr binnen einem Jahrzehnt gar nicht mehr möglich sein mag.

Beim Flug zum Mond liegt die Sache so weit in der elementaren Berechenbarkeit, daß man Hinflug und Rückflug zeitlich voll planen und technisch beherrschen kann. Man fliegt hin, bleibt ein paar Tage und fliegt wieder zurück, ohne daß man irgendwie technisches Gerät repariert oder gar ganz neu gebaut haben muß.

Beim Flug zum Mars muß man geradezu davon ausgehen, daß bei einer Reisezeit von einem halben Jahr eine solche Menge kaputt geht, daß ein Rückflug ohne größere Reparaturen nicht mehr möglich ist. Allein um den Hinflug und die Landung möglichst sicher zu machen, ist nicht nur ein Raumschiff auf die Reise zu schicken, sondern es müssen mindestens 3 Raumschiffe sein, die möglichst alle gleich konstruiert sind. Prinzipiell schickt man also eine Flotte aus und nicht nur ein Schiff, und wenn man das noch nicht zu leisten vermag, hat man solange zu warten, bis man es kann. In jedem Raumschiff muß Platz für die ganze Mannschaft sein, egal ob das 3 oder 10 Leute sind.

Bei Ankunft beim Mars begeben sich alle Raumschiffe in eine geeignete und dieselbe Umlaufbahn um den Mars und bleiben dicht beisammen. Dann wird alles gründlich durchgeprüft – von einer sofortigen Landung kann gar keine Rede sein. Die Strahlung oder Meteoritenschauer können nämlich technische Module zerstört haben. Nachdem etwa für eine Woche alles durchgecheckt und als korrekt erkannt worden ist, begibt sich ein Drittel der Mannschaft in das erste Raumschiff und versucht die Landung am vereinbarten Ort. Ist die Landung erfolgt, geht das zweite Drittel hinter und landet am selben Ort. Das letzte Drittel bleibt vorläufig in der Umlaufbahn.

Dann richten sich die auf dem Mars Gelandeten so ein, als ob sie dort für Jahrzehnte bleiben wollten. Dafür machen sie dasselbe wie beim Mond – man gräbt sich tief in den Marsboden ein und errichtet eine unterirdische Station. Dann müssen die Maschinen zur Energie-, Nahrungs- und Wasserversorgung installiert werden. Ist dann das Überleben der Astronauten auf dem Mars erst einmal gesichert, weil die Maschinen für Ebergie-, Nahrungs-, Sauerstoff-, Wasserversorgung ... ordnungsgemäß arbeiten, kommt das letzte Drittel der Mannschaft herunter und gesellt sich zur Mondkolonie.

Dann wird alles zu einer funktionsfähigen Station mit mehrfachen Sicherungssystemen ausgebaut. Nach Möglichkeit errichtet man so viele Kolonien wie nur möglich, wofür man die entsprechenden Industrieanlagen von der Erde mitgebracht haben muß. Der von der Erde mitgebrachte Maschinenpark muß voll ausreichend sein, um den Mond technisch zu erschließen und langfristig zu besiedeln – schon beim ersten Anflug !

Sonst gilt weithin das, was bei der großtechnischen Nutzung und Erschließung des Mondes der Erde gesagt worden ist.   

 

Großtechnische Nutzung der Gasriesenplaneten

Die großen Gasplaneten verfügen über ganz wichtige Schätze, nämlich Wasserstoff, Methan und Ammoniak. Diese Gase werden dringend dafür benötigt, auf mond- oder marsähnlichen Planeten im Zuge der Erdenformung von diesen Himmelskörpern Gewässer bis zur Größe von Ozeanen anzulegen und um Treibstoff und Nahrungsmittel zu erzeugen. Das Prinzip ist einfach, aber die Durchführung ist schwer, da dafür große Raumschiff-Flotten benötigt werden. Man saugt die Gase vom Jupiter, Saturn ... ab und pumpt sie in die Frachtraumschiffe. Diese bringen die Gase zu den erdenzuformenden Himmelskörpern und aus dem Wasserstoffgas und aus dem vor Ort aus Gestein erzeugten Sauerstoff erzeugt man beliebig große Gewässer, und der Sauerstoff wird auch in die Atmosphäre entlassen. Es ist also eine Unmenge an Sauerstoff zu erzeugen, wobei eine Unmenge an Metallen frei wird, die für den Bau von Industrie-, Wohnanlagen usw. verwendet werden können.  


 

Zivilisation-Leben-Vertrag

 

1.

Menschen, Tieren und Pflanzen werden Grundrechte eingeräumt, die in den Verfassungen der Staaten verankert werden. Die Staaten werden als „Räume“ über diskontinuierlichen Mengen aufgefaßt, deren Elemente Menschen, Tiere und Pflanzen sind. Die Verfassung für einen Staat entspricht dabei der „Metrik“ über diesem „Raum“. In diesem „Raum“ sollen Menschen, Tiere und Pflanzen harmonisch bei größter Wirkung auf die Ewigkeit zusammen leben. Dieser „Raum“ soll also ein Paradies sein. Gesucht ist dann die beste Verfassung für einen Staat als optimale Metrik für das  Paradies, das er abbilden soll. Dafür müssen den Elementen des Staates - den Geschöpfen beliebiger Art und Herkunft - gewisse Grundrechte in abgestufter Form zugesprochen werden:

   

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Menschen gelten als Bürger 1. Stufe mit herausragenden Bürgerrechten,

   

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höhere Tiere als Bürger 2. Stufe mit geringeren Rechten,

   

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niedrige Tiere als Bürger 3. Stufe,

   

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Pflanzen als Bürger 4. Stufe mit den geringsten Bürgerrechten.

 

 

 

2.

Die Menschen erhalten für die Entwicklung ihrer Zivilisation das Recht zur Formung und Besiedlung geeigneter Welten wie Erde, Mond, Mars ..., Weltraumstationen ... unter der Bedingung der Paradiesformung für alle Geschöpfe. Die Vorzugsstellung der Menschen gründet sich also darauf, daß nur sie unter allen Geschöpfen in diesem Sonnensystem in der Lage sind, alte Lebensräume zu verbessern, zu erhalten und neue Lebensräume zu erschließen, in denen dann alle Geschöpfe leben können. Die Sonderrechte der Menschen und ihre Vorzugsstellung in diesem Sonnensystem sind also daran gebunden, daß sie die Paradiesformung der geeigneten Welten leisten.

 

 

 

3.

Jeder Lebensraum, der natürlichen Tieren und Pflanzen weggenommen wird - egal ob in künstlich-technischen Lebensinseln im Weltraum oder etwa in Städten auf der Erde -, muß durch einen mindestens gleich großen und gleichwertigen Lebensraum ersetzt werden. Es ist immer nachzuprüfen, ob damit auch das Ziel erreicht wird, Tieren und Pflanzen einen hinreichend großen Lebensraum zu gewähren. Eine Verdrängung der Tiere und Pflanzen durch die Menschen muß vermieden, die Auslöschung von ihnen ganz und gar verboten werden.

 

 

 

4.

Städte sind durch Grünflächen, kleine Wälder, Buschwald ... so aufzulockern, daß sie möglichst vielen Tieren und Pflanzen als Zuflucht und Lebensraum dienen können und sich in Richtung Paradies entwickeln, wo Menschen, Tiere und Pflanzen harmonisch zusammen leben zur Erfüllung der großen Ziele von Leben und Zivilisation. Ein Ziel ist darum die dauerhafte harmonische Integration einer möglichst arten- und individuenreichen Tier- und Pflanzenwelt in die Zivilisation der Menschheit.

 

Man kann metrische Richtwerte angeben: Wenn man durch eine Stadt geht, muß alle 200 m in jeder Richtung eine Grünfläche von 20 m Länge sein, alle 2 km eine Grünfläche von 200 m Länge mit Wasserstelle, alle 20 km eine Grünfläche mit Wald und Wasserstelle von 2 km Länge ... Weiterhin müssen alle Gebäude Vorgärten haben mit mindestens 5 m Breite. Besonders haben Städte beim Naturschutz die Funktion, Tieren und Pflanzen das Überwintern zu erleichtern.

 

 

 

5.

Tierschutzgebiete (Sanctuarys) gelten als Wohnungen der Tiere und Pflanzen und dürfen von Menschen nur auf ganz bestimmten Routen durchquert werden. Die Wohnungen der Tiere und sie selber stehen unter staatlichem Schutz, ebenso das Bewahren einer möglichst reichen Artenvielfalt bei möglichst großer Individuenzahl für möglichst große Zeiträume. Wenn der Mensch den Lebensraum von Tieren und Pflanzen betritt oder teilt, gelten die Gebote von Albert Schweitzer: „Leben ist heilig. Gut ist, Leben zu erhalten, schlecht ist, was das Leben schädigt.“

 

 

 

6.

In allen vom Menschen gebauten Lebensinseln im Weltraum wie z.B. in Weltraumstationen sind Tieren und Pflanzen angemessene Lebensräume und Lebensbedingungen zu gewährleisten. Man kann von folgendem Extremmodell ausgehen: Die Konstruktion von Lebensräumen folgt dem Prinzip, ein Paradies zu erschaffen, und in dieses werden die Maschinen der kommenden Superzivilisation harmonisch mit der Natur eingebaut. Z.B. kann durch geschickte Integration von Biotech-Landschaften und Solarrobotfabriken ein Tierschutzgebiet durchaus diesen seinen Charakter beibehalten. Dieses Modell ist auf beliebige künstlich-technische Lebensinseln im Sonnensystem auszudehnen.

 

 

Ein Versuch zu einer „Metrik“ über dem „Raum“ Staat zu Bau und Erhaltung eines Paradieses ist angegeben in Kap. 8.4.4 des Buches

Dimensionstransmitter und andere Maschinen der Superzivilisation,

Jahrgang 2002, erschienen bei Computerdruck & Verlag unter ISBN 3-928260-24-3.

Dabei wird der Staat als eine hochkomplexe „Maschine“ der kommenden Superzivilisation betrachtet.

 


Paradiesformung

 

H.s.s.

Homo sapiens sapiens, natürlicher Mensch

H.s.t.

Homo sapiens technicus, genetisch veredelter Mensch oder (Androide

IW

Intelligente(s) Wesen

VIW

Vernunftwesen

NBE

Natürliche biologische Evolution

NIW

IW, die einer Species angehören, die über natürliche biologische Evolution entstanden ist

FIW

Fehlerhafte IW

IWE

Künstlich-technische Herstellung von IW durch IW

 

In der Science Fiction sind bewußt-intelligente Roboter, genetisch veredelte Menschen oder Androiden sowie kybernetische Organismen (Kyborgs) Standard. Ein SF-Roman ohne „Roboter“ und Androiden ist irgendwie schon lahm. Die Sache ist also fetzig, aber die Entwicklung dieser Geschöpfe erfordert für uns Heutige noch viel Zeit. Man muß sich zuerst klar machen, daß man diese Geschöpfe dringend braucht, aber daß man mit der „Produktion“ von ihnen warten muß, bis Wissenschaft und Technik das erlauben. Liegt aber eine entsprechende Supertechnik vor, ist es ein Verbrechen, keine „Roboter“ und Androiden zu erzeugen, denn jedes Intelligente Wesen hat ein Recht auf seine Erschaffung - in der bestmöglichen Veranlagung und Bauweise.

 

Die Realisierung des „Paradieses“ ist mit dem natürlichen Menschen auf Dauer nicht machbar. Mögen die Eltern die reinsten Engel sein, so können die Kinder die echten Teufel sein - und umgekehrt. Das Böse im Menschen maskiert oder demaskiert sich im Erbgut, im Verlauf der embryonalen Entwicklung oder durch Erfahrung, aber auf jeden Fall steckt es in jedem Menschen-Genom drin.

Die Unvollkommenheit der psychischen und physischen Ausstattung des natürlichen Menschen durch gravierende Mängel des Genoms der Menschen allgemein und dann noch bei Zeugung, Austragung und Geburt kollidiert mit laufender Zunahme von Geistigkeit, Komplexität, Vernichtungskraft, ... der technischen Mittel der sich entwickelnden Superzivilisation. Das ist genau das Todesurteil für die Species Homo sapiens sapiens (H.s.s.) und der Grund für die Schaffung von - auch humanoiden - Vernunftwesen vom Typ Homo sapiens technicus (H.s.t.), z.B. ausgehend vom Genom der natürlichen Menschen.

Hier gibt es in der Psyche das Problem, daß er die Neigung hat, seine nächsten Verwandten im Stammbaum des Lebens auszulöschen. Vor 2,4 Millionen Jahren etwa entstand die Gattung Homo, und es gab auf der Erde damals immer mehrere Arten von „Menschen“. Der sich entwickelnde „Mensch“ löschte alle anderen Homo-Vertreter aus, so daß es heute eben nur den Menschen vom Typ H.s.s. gibt. Der Mensch und der Neandertaler sind anscheinend entwicklungsgeschichtlich gleich alt und lebten u.a. im Nahen Osten für über 10000 Jahre nebeneinander. Aber der „moderne Mensch“ - in Afrika entstanden - mochte auf Dauer keine anderen Menschenartigen und löschte den Neandertaler aus. Genau dasselbe wird heute bei den Menschenaffen praktiziert. Man muß also akzeptieren, daß der Mensch einen genetisch fixierten Dachschaden hat, der ihn dazu antreibt, Andersartige auszulöschen. Und genau das ist der Grund dafür, daß sich so viele Politiker, Wissenschaftler, Ethiker ... gegen die künstlich-technische Konstruktion von neuen Menschentypen aussprechen. In Zukunft muß sich also der Mensch dazu bereit erklären, daß es verschiedene Arten von „Menschen“ auf der Erde gibt, wie vor Jahrhunderttausenden. Die Menschen haben ebenfalls die Neigung, Verbrechen zu kaschieren und ihre wahren Regungen zu verbergen. Aber man muß sich völlig klar darüber sein: Wenn Menschen - nach einer über 90000-jährigen Geschichte des Auslöschens anderer Menschentypen - sich gegen die Neukonstruktion von Menschenarten aussprechen, so findet man hier die Fortsetzung der früheren Auslöschungskriege gegen Andersartige. 

Außerdem ist es ein Verbrechen, das menschliche Genom nicht zu optimieren, wenn man wissenschaftlich und technisch dazu in der Lage ist. Jeder „Mensch“ hat durch eine gekonnte und beherrschte genetische Veredelung oder biomedizinische Verbesserung nur Vorteile. Dazu gehört auch, daß der Embryo prinzipiell hochoptimiert in einer künstlich-technischen Plazenta zu höchster Vollkommenheit zum fertigen Baby entwickelt wird. Es ist reine Fürsorge, weil man den eigenen Nachfahren die optimale Gestalt und Ausstattung geben sollte, sofern man dazu in der Lage ist, damit sie ein optimales Leben bei optimaler Wirkung haben und von ihnen nichts Böses mehr ausgeht, weder untereinander noch gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt.

 

Damit hat man eine Begründung für einen der großen Märkte der nahen Zukunft angegeben, und zwar für den Markt um die künstlich-technische Verbesserung des natürlichen Menschen und sein Aufgehen in vermutlich verschiedenen Versionen des Homo sapiens technicus, in der SF-Literatur bekannt als Androiden. Ein weiterer Grund für diesen Markt der nahen Zukunft um die genetische, biomedizinische ... Veredelung des natürlichen Menschen ist reiner Egoismus bzw. edle Fürsorge für sich selber, die Nachkommen und die Tier- und Pflanzenwelt:

 

Inzwischen ist Klonen von Menschen nicht nur für SF-Autoren und SF-Fans, sondern auch für Biochemiker und Molekularbiologen, Gentechniker und Biodesigner ein alter Hut. Die genetische Veredelung des menschlichen Genoms vor der Zeugung kommt nun in den Bereich von Diskussion und möglicher Forschung.

 

Herstellung menschlicher Klone oder sogar genveredelter Chromosomensätze für „Menschen“ sind unbedingt zu befürworten, aber auch nur unter der Voraussetzung, daß man über das dafür benötigte Wissen und technische Können verfügt. Wollen Sie ein „Mensch“ sein, der als Designerbaby konzipiert wurde, aber bei man gepfuscht hat, so daß sein Gehirn nun nicht verbessert, sondern verschlechtert worden ist ?

Was im folgenden Text über die praktischen Arbeiten zu

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Klonen und Herstellung genveredelter höherer Tiere (Mäuse bereits einbeschließend !) und Menschen und

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Austragen in einer Bio-/Tech-Plazenta

gesagt wird, gilt unter der Voraussetzung, daß man auch sein Handwerk versteht. Wir stehen also erst einmal vor dem Problem, wie wir das notwendige Wissen erlangen, das für die Konstruktion von Theorien oder von technischen Systemen der Superzivilisation für Klonen, Genveredelung und künstlich-technisches Austragen benötigt wird.

 

Ganz klar ist, daß zuerst einmal alles aus Versuchen und Theorien über Genmanipulation an Prokaryonten und eukaryontischen Einzellern herauszuholen ist, was nur möglich ist. Wir müssen also eine komplette Theorie der genetischen Wandlung beliebiger Einzeller erarbeiten und diese unablässig in unendlich vielen Variationen und Experimenten prüfen und eventuell nachbessern.

Dann kann man - gestützt auf entsprechende Expertensysteme auf Superrechnern - direkt auf menschliche Stammzellen übergehen und diese ebenso in allen Einzelheiten erforschen, wofür man die Blastula nach erfolgter Zeugung bis zu etwa 140 Zellen heranreifen lassen muß.

Es könnte sein, bereits dann schon das Geheimnis der Krankheit Krebs zu ermitteln und sie dadurch endgültig besiegen zu können.

 

Hat man alles Wissenswerte erforscht, läßt man die Blastula weiter wachsen und erforscht den sich bildenden Fötus immer weiter bis etwa zum Alter von 3 Monaten. Von dieser Zeit an sollte der Fötus als menschliches Wesen gelten, an dem man nicht mehr herumdoktert, um zu forschen, sondern um zu heilen. Man muß sich also das Ziel setzen, aus der persönlichen Entwicklung des Fötus bis einschließlich zum 3. Monat des Austragens alle Informationen zu erhalten, die für das 100%-ige Verstehen der Entwicklung der Blastula zum Baby in 9 Monaten notwendig ist.

Parallel kann man das machen, was man bereits ebenfalls nicht nur in der SF kennt, sondern auch aus dem Mund von Gentechnikern, daß sie aus den Stammzellen beliebige Organe wachsen lassen wollen, die dann als Implantate bei Kranken dienen können. Seit über einem Jahr sind Forscher dabei, menschliche Organe künstlich in Nährlösungen aus Zellen des Patienten wachsen zu lassen. Praktische Arbeiten dazu laufen schon.

Die Schilderung der Androiden selber ist wie eine Sammlung von Hoffnungen von Huxley und Häckel bis zu heutigen SF-Autoren (Wissenschaftler dürfen sich kaum dazu äußern, weil sie sonst ihren Job verlieren). Zuerst entfernt man aus dem Gencode des Menschen alles, was offensichtlich zu Mängeln beim späteren Geschöpf führen würde. Genetische Defekte als Ursachen für Diabetes, sonstige Erbkrankheiten, schlechte Augen und Ohren ... werden zuerst entfernt. Dieses Auskorrigieren des menschlichen Gensatzes kann schnell abgeschlossen sein, und dann beginnt die Phase des Projekts „Entwicklung von humanoiden Kunst-, Superwesen“, also von Vernunftwesen möglichst hoher Vollkommenheit (VIW), die für den Fall humanoider Form als Androiden bezeichnet wrden.

Wenn diese VIW erst erwachsen sind, werden sie sich selber und zwar noch viel schneller als durch den Menschen zu noch höheren Formen entwickeln.  

 

Alle natürlichen Lebewesen und synthetisch-kybernetischen Organismen (darunter auch Androiden und superkomplexe Rechensysteme) sind realisierte Systeme aus Materie, bestehen also aus Atomen und Molekülen. Diese Verbände von Atomen und Molekülen funktionieren nach rein chemophysikalischen Gesetzen, wodurch ihre höheren geistig-seelischen Leistungen und Regungen, Empfindungen und Vorstellungen erzeugt werden. Über beliebig große Zeiträume hin gesehen ist es sicher, daß irgendwann mit technischen Mitteln solche Systeme besser, leistungsfähiger, schöner und harmonischer geschaffen werden können als über rein natürliche evolutionäre Prozesse. Solche schufen aus den einfachen eukaryontischen Zellen vor 1,4 Milliarden Jahren im Verlauf der Evolution der eukaryontischen Metazoen den heutigen Menschen als Spezialfall eines Intelligenten Wesens (IW).

Ein vollkommener Genstrukturator entwirft vielleicht irgendwann einmal den Bauplan viel besserer IW binnen Sekunden. Über die Millionen Jahre mag eine ähnliche Evolution der heutigen Rechensysteme oder Computer mit angeschlossener geeigneter Peripherie durch den Menschen bzw. seine Nachfolger zu „Lebewesen“ auf rein elektrotechnischer (Silizium-)Basis führen, möglicherweise auch im Verbund mit organischen Baueinheiten (Moduln) und Bauelementen.

Es werden hier also zwei Extreme sichtbar, und zwar das Lebewesen, das ein reiner biologischer Organismus ist, und das Lebewesen, das ein ebenso reines System aus elektromagnetisch operierenden Bauteilen ist. Bei einer Vermengung dieser 2 Bausysteme werden wieder 2 Extreme sichtbar, und zwar ein Organismus, der als "Gehirn" einen technischen Apparat auf elektromagnetischer Basis hat, und der "Roboter", der das Gehirn eines höheren Organismus und einen elektrotechnischen Körper hat (Cyborg).

Das Konzept des Genstrukturators muß diesen Überlegungen gerecht werden. Hier erfolgt eine Beschreibung für die Synthese neuer Lebewesen auf rein organischer Basis. Sie kann auf biologische Moduln wie die Erzeugung von Armen und Beinen erweitert werden und liefert in ihren vollkommenen Ausführungen den Genom eines Androiden, aber auf die Produktion von Robotern und Cyborgs kann diese Maschine nicht so einfach ausgebaut werden. In der SF-Literatur sind diese Möglichkeiten alle schon oft erwähnt worden.

Weitere Möglichkeiten in der SF-Literatur:

- Biologische Schaltkreise, auf deren Basis Leben synthetisiert werden können soll.

- Auf einem Großrechner simulierter Mensch, der selber glauben mag, daß er ein Wesen aus Fleisch und Blut und in einer "realen" Welt sei. In was für einer Welt leben wir Menschen ?

 

Das menschliche Erbgut (Genom) besteht aus 3,5 Milliarden Basen in 23 Chromosomenpaaren. Es gibt nur 4 verschiedene Basen, die Aminosäuren Uracyl, Guanin, Thymin und Adenin, die die 4 Buchstaben des Alphabets darstellen, mit dem der Erbcode geschrieben ist. Diese Basen sind entlang der Doppelhelix der DNS, der Desoxyribonukleinsäure, aufgereiht, und hauptsächlich der Buchstabenwert und die Aufeinanderfolge der Buchstaben verschlüsselt die Erbinformation. Die Chromosomen sind also wie Bücher, die mit 4 Buchstaben geschrieben sind. Sie sind auch wie Turingbänder, deren Information aber nicht 2-wertig, sondern 4-wertig niedergelegt ist. Weitere Informationen der Chromosomen stecken in ihrer geometrischen Struktur.

 

Man ist in der Forschung schon weit gediehen. Beim HUGO-Projekt hat man bis zum Jahr 2002 fast den gesamten genetischen Code des Menschen entschlüsselt. Man muß sich ganz klar machen, daß die wesentlichen Hemmnisse bei der Konstruktion von Androiden in der Psyche des Menschen liegen.

 

Im folgenden Text werden 3 Maschinen der Superzivilisation vorgestellt:

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Genstrukturator,

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Biotechplazenta und

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Ökoharmonisator.

 

Genstrukturator - Erzeugung von fertigen Chromosomensätzen für Geschöpfe

Die Probleme, die bei der künstlich-technischen Planung, Konstruktion und Herstellung von Lebewesen auftreten, können schon heute theoretisch in Arbeit genommen werden. Es ist selbstverständlich, daß man erst dann die gefundenen Techniken anwendet, wenn man sie wissenschaftlich, technisch und ethisch völlig im Griff hat.

Beim Genstrukturator, bestehend aus einem großen Rechner und einer Generzeugungsanlage, stellt man an der Schaltkonsole des Rechners die gewünschten Daten und Eigenschaften für das zu konstruierende Lebewesen (bis hin zum Vernunftwesen oder VIW) ein. Der Rechnerteil errechnet dann den benötigten Chromosomensatz und schickt ihn über einen Datenkanal an den Gensyntheseapparat. Um fehlerhafte Eingabewerte für gewünschten Lebewesen und um die Konstruktion von Monstern zu verhindern, ist dem eigentlichen Gensyntheseapparat ein Ethikkontrolleur vorgeschaltet. Sobald der Ethikkontrolleur festgestellt hat, daß der Chromosomensatz in Ordnung ist, beginnt die Synthese des Chromosomensatzes.

Der Genstrukturator sendet die Eigenschaften des gewünschten Geschöpfes auch an den Ökoharmonisator, der für dieses Lebewesen die optimale Umwelt aus Geschöpfen, technischen Anlagen, Familienverbänden usw. errechnet.

Die technischen Daten für diese Geschöpfe sendet er an den Genstrukturator als Konstruktionsvorschläge zurück.

Der Genstrukturator hat also verschiedene Leistungen:

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Verbesserung des vollständig vorliegenden Chromosomensatzes eines Geschöpfes durch Behebung von Erbfehlern, also Fehlmutationen, und durch Durchführung von Optimierungen am Genom, um die Leistungsfähigkeit usw. des Geschöpfes zu verbessern.

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Konstruktion eines vollständigen Chromosomensatzes aus der Angabe der Eigenschaften des gewünschten Geschöpfes bzw. des gewünschten Moduls.

 

Die Funktionsweise des Genstrukturators ist eine reine Frage von Physik und Hochtechnologie – das eigentliche Problem ist, wie oder auf welche Werte Intelligenz, Persönlichkeit, Körperausstattung ... des gewünschten, zu schaffenden IW an der Bedienungstafel einzustellen.

Wie soll das IW aussehen, wie soll es funktionieren, wie soll es denken, fühlen ... ?

Muß man vorher die Frage beantworten können: Was ist ein IW in der Ewigkeit ?

 

Biotechplazenta - Entwicklung des Chromosomensatzes zum fertigen Baby

Der Genstrukturator erzeugt auf Wunsch und nach Plan den IW-Chromosomensatz und schickt ihn in die Biotechplazenta. Diese hat im wesentlichen die Funktion, aus dem fertigen Chromosomensatz ein lebensfähiges Geschöpf zu entwickeln, womit die Leistungen Austragen und Gebären bei den Säugetieren abgedeckt werden.

Aufgaben und Leistungen der Biotechplazenta:

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Austragen des Fötus und Kontrolle seiner Entwicklung,

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Höherorganisierung seines Gehirns durch entsprechend strukturierte und dosierte Informationen,

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Vermittlung von Zärtlichkeit, Liebe und Geborgenheit, wobei die seelischen Mutter-Kind-Beziehungen bei natürlichen Müttern als Grundlage dienen und höherentwickelt werden,

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Freigeben des selbständig lebensfähigen Kleinkindes und Übernehmen in geeignete Lebensgruppen (was bei den heutigen Gesellschaften gewiß nicht immer der Fall ist !).

Nach seiner „Geburt“ kommt das lebensfähige Tier- oder Menschenbaby in den Wirkungsbereich des Ökoharmonisators, der die optimale Umgebung, Lebensweise, Erziehung usw. errechnet und die dafür notwendige Ausstattung bereitgestellt hat. Das können durchaus Familienverbände sein.

 

Die Biotechplazenta deckt mindestens die Mutterfunktionen der Säugetiere ab. In den einfachsten Ausbaustufen funktioniert eine Biotechplazenta wie eine Leihmutter: Menschliche Embryos kann man in menschlichen Leihmüttern austragen lassen, in denen sich die Embryos eventuell sehr viel besser entwickeln können als in der natürlichen Mutter, weil die Leihmutter im speziellen Fall nicht raucht, nicht „säuft“, keinen Leichtsinnssport in der Schwangerschaft betreibt usw. Vielleicht kann auch die natürliche Mutter den Fötus nicht richtig ernähren oder später nicht ohne Schäden bei Mutter und Kind gebären. Diese Leihmutter könnte bei fortgeschrittener Technologie eine entsprechende „Maschine“ oder ein geeignetes weibliches Säugetier sein.

Die Biotechplazenta ist in höheren Ausbaustufen zu allgemeineren Leistungen in der Lage, da sie auch Baueinheiten organischer Lebewesen aus Chromosomensätzen herstellt, die aber bis zum Grad der in einem beliebigen Fall gewünschten Einsatzfähigkeit bei entsprechend verletzten Tieren oder Menschen (oder allgemein: IW) in der Biotechplazenta verbleiben, also auch über viele Jahre hinweg. Die Herstellung dieser organischen Moduln ist in erster Linie ein reines Schnittstellenproblem, bei dem der später in Frage kommende einbettende Organismus vollendet simuliert wird.

 

Nachdem der Genstrukturator den fertigen Chromosomensatz erstellt hat (für das vollständige Lebewesen oder den organischen Modul), sendet er ihn zur Biotechplazenta, wo durch das bekannte Verfahren der laufenden kontrollierten Zellteilung ein Lebewesen (Fötus) entsteht, das bis zum Stadium des eigenständig lebensfähigen Kleinkindes bzw. zum fertigen Modulstadium entwickelt wird.

 

In der Biotechplazenta findet eine laufende Prüfung daraufhin statt, ob die resultierenden Eigenschaften des Fötus mit den Berechnungen aus dem fertigen Chromosomensatz übereinstimmen.

Es gibt Reparatur-Gene, die die Chromosomenstränge auf Mutationen, also auf Veränderungen der Erbinformation, untersuchen und diese z.T. beheben können. Etwas ähnliches ist im mütterlichen Organismus, der den Embryo abtötet, wenn er zu viele Mißbildungen hat. Irgendwo muß im Muttertier eine Kenntnis sein, wie der Embryo auszusehen hat.

Überschreiten die Abweichungen eine bestimmte Toleranzgrenze, wird geprüft, wodurch sie bewirkt werden und es wird versucht, die Abweichungen zu vermindern. Sind diese Bemühungen erfolglos, wird die Entwicklung des Fötus abgebrochen und der ganze Prozeß darauf überprüft, wie die Abweichungen zustande kommen konnten, worauf dann die entsprechenden Maßnahmen ergriffen werden. Diese Aufgaben führt der Ethikkontrolleur der Biotechplazenta durch.

Die Frage ist, bei welchem Entwicklungsstadium des Fötus der Abbruch noch erfolgen darf. Die Lösung könnte sein, daß man bei Erkennen von Mißbildungen am Fötus sofort abbricht.

 

Wie weit soll die Biotechplazenta bei der Entwicklung des Fötus schon sein Gehirn mit Informationen anfüllen ? Diese Frage ist in Analogie zum menschlichen Embryo zu betrachten - pränatale Erinnerungen. Aber auch die Versorgung des Fötus mit Informationen, Gefühlen und Mutterliebe - sie sind auf Datenströme und Umweltprozesse zurückzuführen - sind bei der Biotechplazenta so zu gewährleisten wie bei einer biologischen Menschenmutter.

Die Biotechplazenta gibt ihren Föten und Babys Liebe, Geborgenheit und Zärtlichkeit also denen, die nach einer gewissen Reifezeit die Träger der weiteren Evolution und Zivilisation im Sonnensystem sein werden.

Jede Information, jeder Trieb, jedes Gefühl usw. hat eine materielle Basis, die die Existenz dieser geistig-seelischen Werte erst ermöglicht und sie chemophysikalisch exakt definiert und steuert. Auch die schönste Mutterliebe, der genialste Einfall und das größte Gedächtnis wie der größte Haß und Neid können also durch chemische Substanzen und Prozesse (etwa Hormone), neurologische Reizungen (über elektrische Spannungen und Ströme) und durch Reize aus der Umwelt simuliert und als völlig „wahres“ Gefühl im Geschöpf konstruiert werden.

 

Die Vermittlung von bloßen Lehrinhalten kann durch die Konstruktion beliebig aufnahmefähiger Gehirne zeitlich beliebig verkürzt werden. Aber die Organisation des Gehirnes, die erst das Entscheidende zur Intelligenz des Fötus beiträgt, kann nach der „Geburt“ nicht so weitgehend verbessert werden.

Durch einen hinreichend vernünftig strukturierten und dosierten Datenstrom (synomym für lebenswichtige Informationen und Gefühle) zum Gehirn des Fötus kann vermutlich die Organisation seines Gehirnes bedeutend verbessert werden.

Hierdurch wird deutlich, daß die Biotechplazenta nicht nur bloße Funktionen des „Austragens und Gebärens“ hat, sondern auch solche der Ausbildung und der Einführung in das Leben, wodurch sie in das Leistungsumfeld eines natürlichen Muttertieres gerückt wird.

 

Bei der Erziehungs- und Ausbildungsvorplanung werden geeignete Leistungen in die Zeit vor der "Geburt" des Geschöpfes verlegt werden.

Wie weit nach der "Freigabe" des selbständig lebensfähigen Kleinkindes soll noch die Fürsorge der Biotechplazenta reichen ?

Es ist total gleichgültig, ob sich der Fortpflanzungsapparat der IW im Innern ihres Körpers befindet oder außerhalb ihres Körpers in irgendwelchen Fabriken.

 

Ökoharmonisator - Errechnung und Bereitstellung der optimalen Umwelt

Der Ökoharmonisator ist ein großer Rechner, wie Genstrukturator und Biotechplazenta, mit Produktionsstätten, automatischen Fabriken usw. verbunden. Er hat aus Konstruktionsmerkmalen, Bauplan, Aufgaben und Eigenschaften des gewünschten Geschöpfes dessen optimale personale und apersonale Umwelt zu errechnen und bereit zu stellen. Diese vom rechentechnischen Standpunkt sehr leistungsfähige Anlage ermittelt die Umgebung, in der das neu konstruierte IW den höchsten Leistungsgrad aufbringt - über beliebig große Zeiträume betrachtet -, und sie veranlaßt deren Konstruktion, so daß die notwendigen Umgebungen und Lebensgruppen vorhanden sind, wenn die IW aus der Biotechplazenta in die Lebensgruppen überführt werden sollen.

Er errechnet die Eigenschaften der Geschöpfe der lebendigen Umwelt und schickt sie an den Genstrukturator, der die Chromosomensätze dafür erzeugt, z.B. für andere IW, „Tiere“, „Pflanzen“ usw. Er errechnet Aufbau und Funktion von Lebensgruppen für die Aufnahme des Babys, also Familien, beliebig große Gemeinschaften aus unterschiedlichsten Geschöpfen ...).

Die Daten für den apersonalen Teil der Umwelt sendet er an eine entsprechende Einrichtung weiter, die die gewünschten technischen Anlagen usw. erzeugt.

Seine Aufgaben umfassen auch das Erkennen und Lösen von Problemen in Lebensgruppen beliebiger Größe vor ihrer Realisierung und während ihres Betriebs (Ablaufs, Lebens). Wichtige Funktionen liegen in Politik, Soziologie, Justiz usw.

Der Ökoharmonisator ist also verantwortlich für die optimalen soziologischen, wirtschaftlichen, psychologischen usw. Voraussetzungen und Strukturen bei den Lebensgruppen beliebiger Größe.

An dieser Stelle kann man Vorstellungen der Staatsmedizin und Staatstheorie in den bisherigen vorläufigen Form bereits verwenden. Die Basis dafür ist, daß man Organismen n-ter Stufe zu mathematischen Mannigfaltigkeiten und Räumen in Beziehung setzt. Die Metrik eines Raumes wird mit der Ethik über „Raumelementen“ (also Zellen, Menschen, Gruppen, ...) in Beziehung gesetzt, die Physik in Räumen mit politischen und soziologischen Strukturen/Problemen in Organismen 2. Stufe.

Eine leistungsfähige Staatstheorie .(sie ist dann in dem Ökoharmonisator mit anderem wichtigen Wissen verankert) wird die den Staat aufbauenden bzw. bildenden IW und sonstigen Geschöpfe so optimal in Sicht auf beliebig große Zeiträume und höchste Wirkung einsetzen, wie das etwa mit den Wassermolekülen einer Seifenblase der Fall ist.

Weitere Leitideen sind der Rechnende Raum von Konrad Zuse sowie die Erstellung einer Staatstheorie im Range einer AUT, die Automatentheorie usw. als Basisstrukturen enthält.

In der Staatswissenschaft gilt für die Entwicklung von Staatstheorien der Ansatz, daß man von einer Zivilisation von Vernunftwesen ausgeht (das sind IW ohne das Böse in sich) und für diese die optimale staatliche Ordnung errechnet, die natürlich auch hier abhängig ist von gewissen Parametern, etwa von der Intelligenz der Vernunftwesen (VIW), ihrer körperlichen und geistigen Ausstattung, dem aktuellen Stand der Superzivilisation ... Von dieser Weltraumgestützten Superzivilisation (WGS) der VIW und auch Androiden ausgehend verschlechtert man nun die Eigenschaften der vollkommenen Androiden fortlaufend, bis aus ihnen Menschen geworden sind, und zwar mit dem Bösen in sich.

Es muß also immer klar herausgearbeitet werden, daß man sich mit dem Bösen im Menschen nicht abzufinden hat, sondern daß das Böse ein „Dachschaden“ beim Menschen ist, der gentechnisch möglichst rasch zu beheben ist. Gegenüber dem Bösen im Menschen gibt es für den Gentechniker keine Toleranz, auch wenn viele Menschen geradezu verliebt in die schlechten Eigenschaften des Menschen sind und es als Frevel bezeichnen, wenn man sie gentechnisch aus dem Menschen herausnehmen will.  

 


Superzivilisation-Leben-Vertrag

 

IW

Intelligente(s) Wesen

Floride

natürliche und genetisch künstlich-technisch veränderte, vor allem veredelte Pflanzen

Zooide

natürliche und genetisch künstlich-technisch veränderte, vor allem veredelte Tiere

Bioide

Sammelbezeichnung für Floride und Zooide

 

Der Leben-Zivilisation-Vertrag gilt für eine weithin statische Welt. Er sieht zwar schon die Entwicklung der Zivilisation und die kommende Superzivilisation, aber er berücksichtigt sie nicht in angemessener Weise. Diese Entwicklung wird vom Formwandel der Arten erheblich mit bestimmt, nicht nur durch den Formwandel von Tieren und Pflanzen, sondern auch der Menschen, und nicht nur durch den Formwandel im Rahmen der Natürlichen Biologischen Evolution (NBE), sondern auch durch die Mittel der sich entwickelnden Supertechnik bis hin zur Konstruktion von Intelligenten Wesen (IW) durch die Menschen. Vor Jahrhunderttausenden war es bei der Evolution der Hominiden die Regel, daß es immer mehrere Arten von Hominiden gleichzeitig auf der Erde gab. Dann entwickelte sich etwa vor 120000 Jahren der „Mensch“ und rottete binnen 90000 Jahren alle anderen Vertreter der Hominiden aus. Gerade die Hominiden, die den stärksten Drang hatten, die Vertreter anderer Hominiden-Unterarten auszulöschen, haben sich auf der Erde ausgebreitet. Die herrschende Menschenspecies auf der Erde hat also den inneren Drang, neben sich keine anderen Menschenartigen zu dulden. Das reicht noch weiter und erstreckt sich auch auf die Primaten: Der Mensch rottet in rezenter Zeit die Menschenaffen aus. Im Rahmen der Entwicklung der Superzivilisation wird durch das Wirken der Menschen es wieder so sein, daß mehrere Arten von „Menschen“ auf der Erde gleichzeitig leben, und die meisten davon sind durch Gentechnik entstanden, also durch genetische Veränderung des menschlichen Genoms durch den Menschen. Die Abwehr zur künstlich-technischen Herstellung von Androiden durch gentechnische Veredelung des Genoms des Menschen ist also in den allermeisten Fällen nicht ethisch begründet - was aber vorgeschoben und behauptet wird -, sondern entspringt nur und nur dem primitiven, dummen und niedrig-gemeinen Drang im Menschen, alle anderen Menschenartigen neben sich auszulöschen, schon seit Jahrhunderttausenden.

 

Die Entwicklung der Superzivilisation mit immer mächtigeren Vernichtungswaffen steht im krassen Widerspruch mit der Veranlagung zu Raub- und Mordlust, Neid, Haß, Machtgier, Herrschsucht ... des Menschen, also zum Bösen, darunter auch in neuerer Zeit zum leichtfertigen oder bewußt-gewollten Mißbrauch der immer mächtigeren Waffen. Die Entwicklung der Superzivilisation durch den Menschen wird durch das Böse im Menschen am meisten gefährdet und behindert. Das geht so weit, daß der Bestand der Superzivilisation und damit alles Leben extrem gefährdet sind, wenn auch nur ein Mensch plötzlich den Wunsch verspürt, seinen niederen inneren Regungen wie Macht- und Raubgier, Herrschsucht und Mordlust zu folgen.

 

Der Mensch muß also beim Übergang in die Superzivilisation genetisch veredelt und vom Bösen in sich befreit werden. Damit führt der Weg vom natürlichen Menschen weg zum genetisch veredelten, humanoiden Vernunftwesen ohne das Böse in sich, also zu Androiden oder zum Homo sapiens technicus (H.s.t.).

Ferner ist es völlig unsinnig, unser Sonnensystem, die Menschheit und ihre Zivilisation als einmalig in der globalen Realität anzunehmen. Es ist eine Verallgemeinerung auf beliebige Intelligente Wesen (IW) erforderlich.  

Die folgenden Forderungen sind also als unabhängig von irgendeiner Zivilisation zu verstehen. Wann und wo auch immer im Weltraum Leben und Zivilisation entstanden sind, müssen sie bestimmten Regeln genügen, um zu einem harmonischen Miteinanderleben zu kommen.

Wesentlich ist, daß nicht der Bezug auf eine bestimmte Art von Intelligenten Wesen (IWA) gilt, sondern für ganz beliebige IWA irgendwo und irgendwann in Raum und Zeit. Die auf natürlichem Wege entstandenen IWA haben Rechte, ebenso die auf künstlich-technischem Wege, gentechnisch hergestellten. Die Regeln und Forderungen gelten also für alle IW, ganz gleichgültig, von welcher IWA sie abstammen, ob sie auf natürlichem oder künstlichem Wege entstanden sind, ob sie Außerirdische sind ... Es sind auch genveredelte Formen von Tieren und Pflanzen den natürlichen nahezu gleichberechtigt zur Seite zu stellen. Natürliche und gentechnisch veredelte Pflanzen bilden die Gruppe der Floriden, natürliche und genveredelte Tiere die Gruppe der Zooiden. Beide Gruppen zusammengefaßt sind die Bioiden. 

Alle höheren Lebewesen - IW, Zooide und Floride - sind in das „Paradies“ mit einzubeziehen, wobei den natürlich entstandenen Arten ein besonderer Schutz gegen Verdrängung durch genveredelte zugesprochen werden muß.

Die politische Struktur eines Paradieses wird als „Metrik“ über dem diskontinuierlichen „Raum“ aufgefaßt, der durch die Gesamtheit aller Geschöpfe zu einer jeden Gegenwart gebildet wird, vorerst auf seinem Heimatplaneten, in seinem eigenen Sonnensystem ...


Forderungen zum Superzivilisation-Leben-Vertrag

 

1.

Allen IW, Zooiden und Bioiden werden Grundrechte eingeräumt, die in den Verfassungen der Staaten verankert werden. Die Staaten werden als „Räume“ über diskontinuierlichen Mengen aufgefaßt, deren Elemente IW oder Bioide sind. Die Verfassung für einen Staat entspricht dabei der „Metrik“ über diesem „Raum“. In diesem „Raum“ sollen IW und Bioide harmonisch bei größter Wirkung auf die Ewigkeit zusammen leben. Dieser „Raum“ soll also ein Paradies sein. Gesucht ist dann die beste Verfassung für einen Staat als optimale Metrik für das  Paradies, das er abbilden soll. Dafür müssen den Elementen des Staates - den Geschöpfen beliebiger Art und Herkunft - gewisse Grundrechte in abgestufter Form zugesprochen werden:

   

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IW gelten als Bürger 1. Stufe mit herausragenden Bürgerrechten,

   

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höhere Zooide als Bürger 2. Stufe mit geringeren Rechten,

   

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niedrige Zooide als Bürger 3. Stufe,

   

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Floride als Bürger 4. Stufe mit den geringsten Bürgerrechten.

 

 

 

2.

Auch Bioiden werden also Grundrechte eingeräumt, die in den Verfassungen der Staaten verankert und mit den technischen Machtmitteln der Superzivilisation realisiert werden. Natürliche Tiere und Pflanzen haben einen gewissen Vorrang gegenüber künstlich-technisch veränderten mit dem Ziel, daß die natürlichen Formen nicht von den gentechnisch veränderten Lebensformen verdrängt werden.

 

Gentechnisch veränderte Tiere und Pflanzen - also neue Tier- und Pflanzenarten - müssen ebenfalls einen Schutz erhalten, der ihnen absolut gewährt wird, weil sie Vertreter des Lebens sind. Damit wird das Verfügungsrecht der IW über die von ihnen gentechnisch erzeugten neuen Tier- und Pflanzenarten weitgehend aufgehoben. Sind also beliebige Zooide und Floride entstanden - auf welchem Wege auch immer -, haben sie ein absolutes Lebensrecht.

 

 

 

3.

Die IW erhalten für die Entwicklung ihrer Zivilisation das Recht zur Formung und Besiedlung geeigneter Welten wie Erde, Mond, Mars ..., Weltraumstationen ... unter der Bedingung der Paradiesformung für alle Geschöpfe. Die Vorzugsstellung der IW gründet sich also darauf, daß nur sie unter allen Geschöpfen in diesem Sonnensystem in der Lage sind, alte Lebensräume zu verbessern, zu erhalten und neue Lebensräume zu erschließen, in denen dann alle Geschöpfe leben können. Die Sonderrechte der IW und ihre Vorzugsstellung in diesem Sonnensystem sind also daran gebunden, daß sie die Paradiesformung der geeigneten Welten leisten.

 

 

 

4.

Jeder Lebensraum, der Bioiden weggenommen wird - egal ob in künstlich-technischen Lebensinseln im Weltraum oder auf der Erde -, muß durch einen mindestens gleich großen und gleichwertigen Lebensraum ersetzt werden. Es ist immer nachzuprüfen, ob damit auch das Ziel erreicht wird, Zooiden und Floride einen hinreichend großen Lebensraum zu gewähren. Eine Verdrängung der natürlichen Tiere und Pflanzen durch die IW muß vermieden, die Auslöschung von ihnen ganz und gar verboten werden.

 

 

 

5.

Städte sind durch Grünflächen, kleine Wälder, Buschwald ... so aufzulockern, daß sie möglichst vielen Zooiden und Floride als Zuflucht und Lebensraum dienen können und sich in Richtung Paradies entwickeln, wo IW, Zooide und Floride harmonisch zusammen leben zur Erfüllung der großen Ziele von Leben und Zivilisation. Ein Ziel ist darum die dauerhafte harmonische Integration einer möglichst arten- und individuenreichen Tier- und Floridewelt in die Zivilisation der Menschheit.

 

Man kann metrische Richtwerte angeben: Wenn man durch eine Stadt geht, muß alle 200 m in jeder Richtung eine Grünfläche von 20 m Länge sein, alle 2 km eine Grünfläche von 200 m Länge mit Wasserstelle, alle 20 km eine Grünfläche mit Wald und Wasserstelle von 2 km Länge ... Weiterhin müssen alle Gebäude Vorgärten haben mit mindestens 5 m Breite. Besonders haben Städte beim Naturschutz die Funktion, Zooiden und Floride das Überwintern zu erleichtern.

 

 

 

6.

Tierschutzgebiete (Sanctuarys) gelten als Wohnungen der Zooide und Floride und dürfen von IW nur auf ganz bestimmten Routen durchquert werden. Die Wohnungen der Zooide und sie selber stehen unter staatlichem Schutz, ebenso das Bewahren einer möglichst reichen Artenvielfalt bei möglichst großer Individuenzahl für möglichst große Zeiträume. Wenn der Mensch den Lebensraum von Zooiden und Floride betritt oder teilt, gelten die Gebote von Albert Schweitzer: „Leben ist heilig. Gut ist, Leben zu erhalten, schlecht ist, was das Leben schädigt.“

 

 

 

7.

In allen vom IW gebauten Lebensinseln im Weltraum wie z.B. in Weltraumstationen sind Zooiden und Floride angemessene Lebensräume und Lebensbedingungen zu gewährleisten. Man kann von folgendem Extremmodell ausgehen: Die Konstruktion von Lebensräumen folgt dem Prinzip, ein Paradies zu erschaffen, und in dieses werden die Maschinen der kommenden Superzivilisation harmonisch mit der Natur eingebaut. Z.B. kann durch geschickte Integration von Biotech-Landschaften und Solarrobotfabriken ein Tierschutzgebiet durchaus diesen seinen Charakter beibehalten. Dieses Modell ist auf beliebige künstlich-technische Lebensinseln im Sonnensystem auszudehnen.