Aufhebung der Grenzen zwischen Natur- und Geisteswissenschaften

 

KWG

Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft

KWI

Forschungsinstitut der KWG

MPG

Max-Planck-Gesellschaft:

MPI

Forschungsinstitut der MPG

 

Der französische Molekularbiologe Philippe Kourilsky hat 1988 in einem Buch genau beschrieben, welche Fehler im französischen Ausbildungssystem dazu führten, daß das Mittelmaß regierte: Darunter war vor allem das laufende Absenken der Leistungsanforderungen.

Man kann diese Kritik an den französischen Verhältnissen in Ausbildung, Wissenschaft und Forschung zu Hilfe nehmen, wenn man die westeuropäischen Staaten „auf dem Kontinent“ prüft, insbesondere Deutschland. Es ist zu fragen:

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Welche Schäden entstehen in Deutschland durch die scharfe Trennung der Wissenschaften in Natur- und Geisteswissenschaften ? Wann und wie hat man die Auswirkungen dieser Trennung überprüft - und ihre Berechtigung ?

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Wie kann es sein, daß über die Jahrzehnte gut ausgebildete, schöpferische und meistens junge Menschen in Scharen Deutschland verlassen (mit steigender Tendenz !) und in die angelsächsische Forschung gehen - und Politiker, Wissenschaftler, Journalisten ... merken das nicht oder wollen das nicht bemerken ? Warum protestieren dagegen nicht die deutschen Wissenschaftler in CERN, MPG, DESY, KFA Jülich, KFA Karlsruhe ... ?

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Warum haben nicht die deutschen Wissenschaftler und Forscher der Institute der MPG und im CERN mit Nachdruck auf die forschungs- und wissenschaftsfeindliche Situation in Deutschland hingewiesen, und zwar schon in den 1980er und frühen 1990er Jahren ?

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Warum halten es CERN, MPG, die KFAs ... nicht für nötig, für die breite Bevölkerung laufend Informationsmöglichkeiten zu geben wie Alexander von Humboldt ?

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Haben sich die Präsidenten der MPG entschieden eingesetzt für

 

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Verbesserung der Ausbildung und Informierung der breiten Bevölkerung,

 

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Förderung der Bereitschaft und Fähigkeit zur schöpferischen Forschung,

 

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Verringerung der Patentgebühren für „kleine Erfinder“ und Erleichterung der Patentanmeldungen,

 

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Förderung der Weltraumfahrt, Biotechnik, Genchirurgie ... ,

 

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Definition von packenden Zielen der Großforschung, um die „Genies“ im Lande zu halten ?

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Was ist in derselben Richtung mit den vielen deutschen Wissenschaftlern im CERN ? Haben die Deutschland vergessen, sobald sie im CERN hocken ?  

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Auf welche Mächte inner- und außerhalb der MPG geht zurück, daß man das hochverdiente MPI für Verhaltensforschung in Seewiesen schließen wollte (um 1998). Wer blockiert die Arbeiten in den MPIs so, daß sie eben nicht so schöpferisch-wissenschaftlich sind wie die Institute der KWG bis 1945 ? England 1995: Deutschland steht in der internationalen Spitzenforschung an 16. Stelle !

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Wo sitzen die Head Hunter, die die besten deutschen Wissenschaftler aus Deutschland besonders von den Universitäten, Forschungsinstituten ... weglocken in die angelsächsische Forschung ?

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Wo sitzen die Leute - vor allem Politiker -, die die politischen Verhältnisse in Deutschland so gestalten, daß die hoffnungsvollsten und besten jungen Forscher in die angelsächsische Forschung gehen, aus Frust über die Schlafmützigkeit der Behörden, Universitäten ... in Deutschland, über die vielen Beschränkungen in der Forschung in Deutschland, über das SF-feindliche Forschungs- und Wissenschaftsklima in Deutschland ... ?

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Wer oder was motivierte die rot-grüne Regierung dazu, die Patentgebühren anzuheben, womit das Schicksal der Erfinder in Deutschland wieder einmal schwerer wurde, oder die deutsche Beteiligung am eher französischen Arianeprojekt wieder einmal zu kürzen ?

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Über die Jahrzehnte sieht man, wie in Deutschland immer wieder dieselben Fehler gemacht werden: indem man die besten Leute durch eine schlechte Wissenschafts- und Forschungspolitik vor den Kopf stößt und diese dann das Land verlassen - Abstimmung der Besten mit den Füßen.

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Noch vor wenigen Jahren - 1992 bis 1994 - schmiß man die Informatiker als Abschaum der Akademiker und Betriebe auf die Straße - heute fehlen sie in Computertechnik und Informatik.

 

Warum konnte es zu diesem Rückfall in Wissenschaft und Forschung nach 1945 in Deutschland kommen ? Es wirkte vor allem wieder die Trennung in Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften mit der Folge der Polarisierung von Natur- und Geisteswissenschaftlern zu „Gegnern“.

Wie Alexander von Humboldt schon zu seinem Leidwesen festgestellt hat, stimulieren sich nicht Natur- und Geisteswissenschaftler gegenseitig (so daß sie etwa eine wissenschaftliche Krise zusammen überwinden - und diese Krise war zweifelsfrei nach 1945 gegeben), sondern sie bekämpfen einander.

Nachdem ab 1945 die findigen Naturwissenschaftler und Ingenieure als Hitlers willige teuflische Erfinder abgestempelt wurden, sahen die Geisteswissenschaftler ihre große Stunde nahen, um in Deutschland wieder Rosenkreuzertum, Ideologie vom anderen Extrem her, Hofschranzentum ... einzuführen. Und genau das bewirkte im wesentlichen den Absturz in Spitzenforschung und Hochtechnologie bis 1995, fleißig unterstützt von interessierten Kreisen.

 

Als 1990 die Rezession in Deutschland begann und ihren Höhepunkt zwischen 1992 bis 1994 hatte, wurden von den Firmen riesige Scharen von Naturwissenschaftlern, Ingenieuren, Fachkräften ähnlicher Ausbildung und Art oft mit höhnischen Worten auf die Straße gesetzt - und schon wenige Monate später stellten dieselben Firmen fest, daß sie so viele hoch qualifizierte Leute entlassen hatten, daß sie bei leicht steigender Nachfrage schon nicht mehr mit der Produktion nachkamen.

Das ist ein gravierendes Versagen der klassischen WiSo-Lehre. Zu dieser Zeit gab es Hunderttausende von arbeitslosen, jungen und qualifizierten Fachkräften, und die Folge war, daß vor einem Studium der Natur- und Ingenieurwissenschaften gewarnt wurde. In der Folge sank die Anzahl der Studienanfänger auf diesem Gebiet bei vielen Universitäten auf die Hälfte, bei manchen auf ein Drittel. Viele Leute auch mit guten Abschlüssen auf natur- oder ingenieurwissenschaftlichem Gebiet landeten nach Erlangung des Diploms „auf der Straße“. Unter solchen Berufsaussichten war es einleuchtend, daß die Anzahl der Studienanfänger auf diesen Gebieten gewaltig sank.

 

Der heute amtierende Kanzler Gerhard Schröder hat später am 23.2.2000 eine Entsprechung zur US-Greencard für hochspezialisierte ausländische Arbeitskräfte für Deutschland gefordert, um den mutmaßlichen Bedarf an IT-Spezialisten zu decken. Am 1.3.2000 griff der Arbeitgeberpräsident Hund diesen Gedanken auf mit Erweiterung dieser Aktion auf alle qualifizierten Arbeitskräfte.

 

 Dabei räumte er ein, daß die Wirtschaft nach dem Einbruch 1992 den Fehler gemacht habe, wegen zu pessimistischer Vorausschau die Ausbildung hinreichend qualifizierter Fachkräfte versäumt zu haben

 

Also, darf man fragen, wo 1992 bis 1994 der kluge Rat der Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaftler blieb und nicht vor den Folgen dieses Fehlers der leichtfertigen Massenentlassungen qualifizierter Fachkräfte schon damals heftig und eindringlich gewarnt wurde ?

Es haben sicherlich etliche Naturwissenschaftler auf die Gefahr dieser Freisetzungen hochqualifizierter Fachkräfte hingewiesen, darunter auch Frau Schipanski, Rektorin der Universität Ilmenau.

Es muß hier hinzugefügt werden, daß der IT-Boom bis 2003 längst nicht so viele Arbeitsplätze geschaffen hat, wie man glauben (machen) wollte, und daß heute schon viele der Greencard-Inhaber bereits wieder arbeitslos sind - in Deutschland.

 

Hier wird der Vorwurf ausgesprochen, daß wegen Eifersüchteleien, gegenseitigem Aufeinanderherabsehen und dem Schisma Natur- zu Geisteswissenschaften die wahre Ursache für diesen Fehler und viele andere Fehler in der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung zu suchen ist.

Früher war dieses Verhalten und waren diese Zustände falsch, und heute im Zeitalter der fortschreitenden Hochtechnologie ist und wird das noch viel falscher.

Sicher ist es so, daß kein Ausbildungssystem in einer Epoche immer schnellerer Entwicklung von Wissenschaft und Hochtechnologie um 5 Jahre vorhersehen kann, auf welchen Fachgebieten wieviel Spezialisten benötigt werden und diese dann ausbildet, so daß sie dann verfügbar sind, wenn sie benötigt werden. Der Zuzug hoch- bis höchstqualifizierter Fachkräfte und Wissenschaftler muß also immer willkommen sein, aber man muß dann der damit einhergehenden Zunahme der Industriespionage auch Herr werden können: Industriespionage per Greencard - viel praktischer als Echolon !.

 

Fehlerliste: ... Erhöhung der Patentgebühren, Absenken der Aufwendungen für Weltraumfahrt, Verweigerung von Fortbildungskursen für ältere Arbeitnehmer durch Arbeitsämter, Behinderung der Forschungen auf dem Gebiet der Bio- und Gentechnik durch altertümliche Gesetze, Fehlen jeder Art von vernünftiger Planung für wirklich packende und faszinierende Großforschungsprojekte wie Bau einer Forschungsstation auf dem Mond, Konzentrierung auf einen ungeplanten Ausstieg aus der zivilen Kernenergienutzung, völliges Fehlen einer Förderung für Hochbegabte seit 1945 für Jahrzehnte ...

 Um Fehler dieser Art in Forschung, Wissenschaft und Ausbildung zu vermeiden, müssen die Politiker das erst einmal wollen. Es ist aber so, daß der Absturz in der Spitzenforschung in Deutschland ab 1945 gemacht worden ist. Er war das Ergebnis willentlichen Handelns, und es ist zuerst einmal dafür zu sorgen, daß die Politiker den Willen erlangen, Deutschland in die Spitzenforschung zurückzuholen. Jeder Bezug auf die USA oder auf Verhältnisse in den USA, wobei nicht die tragende Rolle von MIT, CalTech, JPL und den Universitäten von Austin, Yale, Harvard ... bei der Formung von Gesellschaft, Staat, Wirtschaft, Forschung, HighTech ... hinreichend berücksichtigt wird, ist verdächtig, am eigentlichen Problem total vorbeizugehen.  Aus diesem Grunde ergeben sich folgende Vorschläge:

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Der Unterricht hat genie-orientiert stattzufinden im Sinne der Genieforschung, so daß die Menschen von früher Jugend an lernen, ihre eigenen genialen Anlagen zu suchen, zu erkennen, auszubilden und gesellschaftlich zu nutzen. Leben, Weg, Schicksal, Werk und Wirkung der „Genies“, schöpferischen Menschen, geistigen Pioniere, großen Denker, Erfinder ... müssen geradezu Lehrfach sein für alle mit dem Ziel, daß sich die jungen Menschen in den Genies wiederfinden und ihre ureigenen genialen Anlagen in sich selber entdecken.

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Geistes- und Humanwissenschaften sind über Kybernetik, Weltsysteme ... zusammen mit Natur- und Ingenieurwissenschaften in ein höheres geistiges System aufzunehmen. Die Polarisierung der Wissenschaften auf Geistes- und Naturwissenschaften muß restlos verschwinden.

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Probleme der Gesellschaft, Politik, Staatswissenschaft ... sind so gravierend, daß wissenschaftliche Ausbildung und Arbeit die Grundlage sein müssen für möglichst viele Problemlösungen. Also sind auch arbeitspolitische Themen in Fachschul-, Diplom- und Doktorarbeiten gründlich zu diskutieren. So könnte z.B. die nächste Regierungsvorgabe durch eine Doktorarbeit vorgezeichnet worden sein. Aktuelle Politik muß Thema von wissenschaftlichen Arbeitskreisen sein, die möglichst objektiv die politischen Aktionen und Abläufe beobachten, analysieren und diskutieren, aber auch Lösungsvorschläge für beliebige Probleme geben.

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Es ist falsch, die Arbeitgeber, Unternehmer ... für die Schaffung von Arbeitsplätzen verantwortlich zu machen. Das sagen nur dumme und träge Politiker. Es ist richtig, in Universitäten, Fachhochschulen, Forschungsinstituten ... genau ausgearbeitete Kalküle zur Schaffung von sich selbst finanzierenden Arbeitsplätzen entwickeln zu lassen: Man muß die Genialität der Vielen in jeder Beziehung auch für Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen nutzen.

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Das Verfahren, daß Studenten von MIT, CalTech ... sich nach dem Studium selbständig machen, tatsächlich auch von Banken Risikokapital erhalten und ihre Ideen zu realisieren suchen, muß der am meisten angestrebte Regelfall werden. Dafür aber ist den Menschen das Berufsklima möglichst frühzeitig beizubringen, so daß sie sich frühzeitig darauf einstellen können.

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Für die meisten Erwachsenen ist es nicht machbar, sich aus eigener Kraft in neuen Technologien innovativ auszubilden und dabei die eigenen Ideen zu verwirklichen, wodurch Produkte entwickelt werden, die ihre Käufer auch finden. Es muß Gegenstand der Forschung sein, die Menschen auch im höheren Alter dazu zu befähigen, neues Wissen und technisches Können innovativ zu konkurrenzfähiger Produktentwicklung oder Dienstleistung auszubilden. Es ist Schwachsinn, Leuten massenhaft Jobs zu geben wie Laubfegen, Straßen reinigen oder sonstige typische ABM-Arbeiten: Es gibt gar nicht so viel Laub in den Anlagen, Dreck auf den Straßen ...

 

Wissenschaftler gegen korrupte Politiker - eine traumhaft schöne Vision, aber die Spaltung der Wissenschaft in Geistes- und Naturwissenschaften hat schon viele schöne Visionen zerstört. Leider fragt niemand, wieviel diese Spaltung der Wissenschaft an Erkenntnishöhe, Effektivität der Forschung, volkswirtschaftlichen Finanzmitteln ... kostet. Diese als unüberschreitbar erscheinenden Mauern inmitten der Wissenschaft darf man etwas erschüttern: Es kann heute für einen hinreichend ausgebildeten Menschen kaum noch ein Zweifel, daran bestehen, daß über die Mittel der Hoch- bis Supertechnologie alle Größen aus den klassischen Natur- bzw. Geisteswissenschaften ineinander übergeführt werden können.

Die Frage z.B. nach der „Erlösung“ im religiösen Sinne für

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gentechnisch veredelte „Menschen“ (= Androiden),

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„Menschen“ mit von Geburt an im Gehirn oder sonstwo implantierten Biochips,

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mit elektromechanischen Träger- und Lebenserhaltungssystemen verbundene menschliche Gehirne (Cyborgs) ...

ist im Zeitalter der heraufziehenden gen- und biotechnischen ... Manipulationen am Menschen sehr reizvoll. Glauben Sie, daß die Erlösung auch für - insbesondere ungeschlechtliche ! - Androiden, bewußt-intelligente Roboter, Cyborgs ... gilt ?

Was wir heute mit dem Erkennbarwerden der Superzivilisation erleben, ist nicht der Widerstreit von althergebrachter Religion mit der Vernunft, sondern der Widerstreit zwischen alter Science Fiction (= Religion) und neuer Science Fiction (= moderner Weltsicht).

Die alte Science Fiction war auf alte Weltbilder ausgelegt, und die neue Science Fiction versucht, möglichst auf der Basis von modernsten Natur-, Ingenieurwissenschaften, Gesellschaftssystemen, Superzivilisationen ... zu operieren. Man kann diesen Widerstreit akademisch sehr unterstützen, indem man die Zusammenarbeit von Geistes- und Naturwissenschaftlern nach Kräften fördert und auf gemeinsame Charakteristiken ihrer Disziplinen hinweist:

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Wirtschafts-, Geistes-, Sozial- und Gesellschaftswissenschaftler sollen nicht den wissenschaftlichen Output, die schöpferischen Leistungen sowie den Rang in der internationalen Spitzenforschung und Hochtechnologie der Natur- und Ingenieurwissenschaftler in den Forschungsinstituten von CERN, MPG, DESY, KFA Jülich, KFA Karlsruhe ... kontrollieren und ihre Beurteilungen nachdrücklich publizieren ?

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Natur- und Ingenieurwissenschaftler sollen nicht die wissenschaftlichen Arbeiten der Wirtschafts-, Geistes-, Sozial- und Gesellschaftswissenschaftler in WiSo-Dekanaten, RWI, DIW, Instituten der MPG ... kontrollieren und in Richtung Supertechnik und Superzivilisation beraten und führen, sollen nicht z.B. bei der Erstellung der Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Beurteilung der Gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wesentlich mitarbeiten ?

 

Wurde Konrad Zuse bei seinen Forschungsarbeiten zur Entwicklung seiner speicherprogrammgesteuerten Rechenautomaten ab 1942 vom Staat dafür bezahlt ? Wurden Konstantin E. Ziolkowski, Hermann Oberth, Robert Goddard, Rudolf Nebel ... für ihre Forschungsarbeiten zur Entwicklung der Flüssigkeitsgroßraketen vom Staat bezahlt ?

Nein, nicht nur das nicht, sondern sie wurden auch von Professoren, epochal anerkannten Wissenschaftlern höhnisch ausgelacht, zusammen mit Leuten wie Alfred Wegener 1915 mit seiner Hypothese zur Kontinentalverschiebung.

Als Francis Crick und Jim Watson 1953 in verschiedenen Publikationen Strukturen und Funktionen  der DNS beschrieben, machten sie eine Arbeit, für die sie selber weder den Auftrag hatten noch bezahlt wurden; denn das war eigentlich der Job von Rosalind Franklin und ihrer Gruppe. Der Geist an diesen britischen Forschungsinstituten war also so frei, daß es wohlgelitten war, wenn Leute auch auf Gebieten forschten, die jenseits ihres Aufgabenbereichs lagen. Das ist sehr wichtig !

Als Karl Steinbuch bis 1969 seine Arbeiten zur Gesellschaftskybernetik am Lehrstuhl für Informatik in Karlsruhe vorgestellt hatte, u.a. durch sein Buch „Automat und Mensch“, machte er eine Arbeit, für die er weder den Auftrag hatte noch bezahlt wurde. Darum wurde auch in konspirativer Zusammenarbeit von Professorenkollegen und Kultusministerium seine Arbeit abgewürgt. Das ist kennzeichnend !

Als Roger Penrose 1965 seine Arbeiten zur Twistortheorie begann, machte er das von seinem Lehrstuhl her; auf ein Extra-Institut etwa für Quantengravitation konnte er leicht verzichten. Auch Stephen W. Hawking reichte sein Lehrstuhl für Theoretische Physik; er hatte es nicht nötig, erst als Direktor etwa eines Isaac-Newton-Instituts berufen zu werden. Dafür arbeitete er wesentlich mit an der Supersymmetrie, N=8-Supergravitation und schuf sein Konzept der Strahlung schwarzer Löcher (1974).

Konrad Zuse und Hermann Oberth hätten zwar in den 1960er und 1970er Jahre auch ohne Institut gute, schöpferische Arbeit leisten können, aber man gab ihnen noch nicht einmal einen Forschungsplatz irgendwo in einer Universität oder in einem Institut - statt dessen ließ man sie links liegen. Das kann man genau so in der Autobiographie von Konrad Zuse nachlesen.

 

Es dürfte wohl klar sein: Nichts als Bequemlichkeit und Ideenlosigkeit hat die Wissenschaftler von den vielen Physik-Instituten von MPG, DESY, KFAs ... daran gehindert, sich mit kosmologischen Themen zu beschäftigen und mit demselben Erfolg wie Fred Hoyle, George Gamow, Roger Penrose, Stephen W. Hawking, John A. Wheeler, Steven Weinberg, Andrei Linde ...

Wenn man in vorderster Linie stehen will, muß auch die Leistung stimmen. Die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft beweisen ihre Leistungsfähigkeit und ihren schöpferischen Output durch die hohe Anzahl von Erfindungen und Patentanmeldungen pro Jahr. Das Fest der Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft 1999 zeigt, daß sie sich auch dem Geist und Streben von Alexander von Humboldt verbunden fühlt. Glauben Sie, daß die Institute der MPG auf naturwissenschaftlichem Gebiet das sind, was die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft auf ingenieurwissenschaftlichem Gebiet sind ?        

Es ist nun mal nur der Vergleich mit Spitzenwissenschaftlern interessant, der Vergleich mit den Leistungen in der internationalen Spitzenforschung. Also gut: Kennen Sie in Nachfolge von Werner Heisenberg und Adolf Butenandt in Deutschland einen Physiker, der ähnliche Leistungen wie Roger Penrose oder Stephen W. Hawking hervorgebracht hätte ? Nicht ? Und das trotz der vielen Institute von CERN, MPG, DESY, KFAs ... ? Was und wo ist da faul ?

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Wie konnte es bis 1995 zu dem Absturz in Spitzenforschung in fast allen Wissenschaftszweigen und Hochtechnologie in Deutschland kommen - trotz einer riesigen Anzahl von Universitäten, Instituten, Professoren ... ?

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Was hat verursacht, daß erst um 1997 Alarmmeldungen von den Hochschulen kamen, daß ab dem Jahr 2000 zunehmend Hochschullehrer fehlen werden ?

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Weshalb setzten britische Wissenschaftler 1995 Deutschland in seinem internationalen Rang der Forschung auf Platz 16 - und die deutschen Wissenschaftler akzeptierten das ohne Murren ?

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Warum fielen die Leistungsprüfungen für europäische Schüler in den OECD-Studien in mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern so schlecht für deutsche Schüler aus ?

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Warum wird in englischen Schulen zunehmend Deutsch vom Lehrplan genommen und durch Spanisch ersetzt ?

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Wo bleibt der schöpferische wissenschaftliche Output der vielen Institute der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. im Vergleich zur internationalen Spitzenforschung und Hochtechnologie ?

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Wo sind in Deutschland die großen alten Männer der Forschung ?

 

Ja, wo sind die großen alten Männer der Forschung ? Sie kennen Namen wie Francis Crick und Fred Hoyle, John Archibald Wheeler und Jesco von Puttkamer, also Namen großer alter verdienter Wissenschaftler und Forscher, die ihren Lebensmittelpunkt in England und USA haben und dort auch gewiß bleiben wollen wie auch Günter Blobel. Der hat auf Fragen, ob er nicht nach Deutschland zurück wolle, gesagt: „Ich will im Alter von 63 Jahren nicht zwangspensioniert werden, sondern weiter forschen.“ Er hätte auch sagen können: „Ich will nicht nach Deutschland zurück, weil ich nicht auf Penner machen will.“

Wo sind die großen alten Männer der Forschung auf dem „Kontinent“ ? Vielleicht in den Instituten von MPG, CERN, DESY, KFAs ... ? Und wann liest man mal etwas über sie ? Die Sache ist so: In unseren Medien existieren CERN, DESY ... gar nicht, und die Wissenschaftler dort sind von sich aus auch nicht „auf dem Kontinent“ zu hören. Machen sie sich aber wenigstens in der Fachliteratur der internationalen Spitzenforschung durch genial-schöpferische Beiträge bemerkbar ? Nicht ? Oh weh !

Konrad Lorenz wurde in den 1960er Jahren weltberühmt wegen seiner Forschungen mit Graugänsen am MPI für Verhaltensforschung bei Seewiesen. Aus der von ihm begründeten Schule ging ein weiterer großer Forscher hervor, Irenäus Eibl-Eibesfeld (Österreicher). Bernhard Grzimek, Direktor des Frankfurter Zoos in den 1960er Jahren, wurde ebenfalls weltbekannt wegen seiner Versuche zur Erhaltung der letzten Paradiese in Afrika. Als Nachfolger von Adolf Butenandt kam der Biochemiker Manfred Eigen als Forscher zu internationaler Anerkennung ...

Da sind Namen wie Hofstadter, Mössbauer, Zuse, Steinbuch, Oberth ... - warum wurden sie nicht zu großen alten Männern der aktiven Forschung ? Sie sollten es nicht. Einige Beispiele:

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Hermann Oberth wurde noch auf der Höhe seiner Schaffenskraft (vergleichen Sie das bitte mit den noch im hohen Lebensalter aktiven Wissenschaftlern Jesco von Puttkamer oder Francis Crick !) in ein Museum bei Feucht/Nürnberg verbannt.

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Konrad Zuse bekam noch nicht einmal ein Museum, und in seiner Biographie beschwerte er sich darüber, daß man ihm keine Möglichkeit zur schöpferischen Forschung gibt, wo er sie in seinem damaligen Alter noch leisten könnte.

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Karl Steinbuch wurde in konspirativer Zusammenarbeit von Professorenkollegen und Kultusministerium von seiner bahnbrechenden Arbeit auf dem Gebiet der Gesellschaftskybernetik abgedrängt.

 

Was hat die deutsche Spitzenforschung und Hochtechnologie bis 1995 so zum Absturz gebracht, daß man sich in England darüber lustig machte, warum haben die deutschen Wissenschaftler und Forscher in CERN, DESY, KFAs, MPG ... nicht Alarm geschlagen ? Man könnte hier vermuten: Wenn Leute nicht mehr weiter wissen oder etwas verbergen wollen (z.B. ihre Faulheit und Einfallslosigkeit), dann gründen sie einen Bundestagsausschuß oder ein Forschungsinstitut der MPG. Es bleibt abzuwarten, ob das als traurige Wahrheit auch für das 1999 gegründete Albert-Einstein-Institut gelten wird. „Ein Titel oder große Name muß sie erst vertraulich machen ... „ - gilt das auch hier ?

 

Von den weltberühmten Forschungsinstituten der KWG zu denen der MPG

Nach dem 2. Weltkrieg waren vor allem die Forschungsinstitute der KWG und die kernphysikalische Forschung in Deutschland den Alliierten ein Dorn im Auge. Hier lohnt ein kurzer Blick in die Geschichte der KWG (Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft) und Gründung der MPG (Max-Planck-Gesellschaft). Die Geschichte der Forschungsinstitute der KWG beginnt praktisch mit dem 1912 neu eingerichteten KWG-Forschungsinstitut (auch KWI genannt) für Chemie in Berlin-Dahlem, in das Otto Hahn und Lise Meitner aus dem Institut von Emil Fischer im Herbst 1912 einzogen. Am 12. Oktober 1912 war die Einweihung des KWI für Chemie, wobei Hahn und Meitner dem Kaiser Wilhelm II in einer Dunkelkammer optisch aktive Experimente vorführten.

Nach der Zerstörung des KWI für Chemie in Berlin-Dahlem im Februar und März 1944 arbeitete Hahn in Tailfingen weiter, einem Beispiel von Werner Heisenberg, Direktor des KWI für Physik, folgend, der nach Hechingen gezogen war. Adolf Butenandt, ab 1936 Leiter des KWI für Biochemie in Berlin, zog mit seinem Institut 1944 nach Tübingen um (er bekam 1949 den Nobelpreis für Chemie für 1939). Am 25. April 1945 zogen amerikanische Truppen in Hechingen und Tailfingen ein. Der Reaktor Heisenbergs bei Haigerloch wurde gesprengt.

Einer der Doktoranden Hahns im neuen KWI für Chemie war übrigens Telschow gewesen, der später die KWG zu Ende des 2. Weltkrieges zeitweilig leiten sollte, als die Politik die Forschung abzuwürgen begann. Hier konnte Max Planck im ganz hohen Alter der KWG noch einmal einen wichtigen Dienst erweisen, indem er dafür sorgte, daß ihre Leitung nicht in unrechten Händen verblieb. Planck schlug vor, Otto Hahn als neuen Präsidenten der KWG zu wählen. Otto Hahn war mit anderen Wissenschaftlern am Kriegsende von Hechingen nach England in die Nähe von Cambridge gebracht worden zur Internierung. Planck schrieb ihm, daß er die Leitung der KWG an seiner Stelle bis zu Hahns Rückkehr kommissarisch übernehmen werde. Otto Hahn kam am 12. Januar 1946 aus der Internierung zurück nach Göttingen, und am 1. April 1946 übernahm er offiziell die Leitung der KWG aus den Händen Plancks.

Die Alliierten wollten alle Symbole aus Kaiser- und Nazizeit in Deutschland auslöschen, und die KWG gehörte dazu. Also untersagten die Alliierten die Fortführung der KWG. Sie ließen es aber zu, daß am 11. September 1947 in der britischen Zone die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) - als Fortführung der KWG unter neuem Namen - gegründet wurde, deren 1. Direktor Otto Hahn wurde. Am 4. Oktober 1947 starb Max Planck, der über mehr als ein halbes Jahrhundert die Physik in Deutschland entscheidend geprägt hatte. Hahn versuchte, die MPG auf die übrigen Westzonen auszudehnen, was ihm unter hohem Einsatz schließlich auch von General Clay gestattet wurde (Januar 1948). Die Gründungsversammlung für die MPG in der amerikanischen und britischen Zone war am 27./28. Februar 1948, und im Juli 1949 konnte sie auf die französische Zone ausgedehnt werden.

Der bedeutende Biochemiker Adolf Butenandt hatte die KWI der französischen Zone bis dahin vertreten. Er wurde der 2. Präsident der KWG als Hahns Nachfolger von 1960 bis 1972. Auch Irenäus Eibl-Eibesfeld hatte als großer Forscher zeitweilig (in den frühen 1990er Jahren) das Amt des Präsidenten der MPG inne.

 

Die kernphysikalische Forschung in Deutschland war bis 1951 verboten, die anthropologische Forschung stand im Schatten des Mißbrauchs wissenschaftlicher Thesen in der NS-Zeit, ebenso die gentechnischen Forschungen und Entwicklungen ab 1975. Weil nach 1945 die schöpferische Forschertätigkeit in Deutschland sehr behindert wurde (Hochbegabte wurden praktisch gezwungen, in die USA auszuwandern; Situation der Erfinder: „Kleine Erfinder haben es in Deutschland furchtbar schwer“; weiteres siehe die Schicksale von Zuse, Oberth, Steinbuch ...), entwickelte sich eine eigenartige Forschungsunkultur. Während Studenten in England bei Professoren wie Fred Hoyle und Roger Penrose studierten und an das schöpferische Forschen gezielt herangeführt wurden ( Stephen W. Hawking !), erschöpfte sich in Deutschland die „Forschungstätigkeit“ auf das Messen von Energieniveaus. Roman Sexl (Österreicher) schuf ein Standardwerk der Allgemeinen Relativitätstheorie, und das vergleiche man mit den Büchern von John Archibald Wheeler und Kollegen über dasselbe Thema. Oder Wissenschaftler wie Herman Müller-Carpe oder Hansjürgen Müller-Beck errichteten in ihren Köpfen eine Enzyklopädie der Paläoanthropologie, die ihresgleichen auf der ganzen Welt nicht hatte. Nahm man sich noch in den frühen 1990er Jahren ein gutes Lehrbuch der Paläoanthropologie vor wie das von Erich Steitz, so sah man vor sich ein gewaltiges Fleißwerk, praktisch die Quintessenz einer ganzen Bibliographie. Griff man dann zu den Büchern von Donald Johanson und Richard Leakey, so sah man, was den o.g. Büchern gefehlt hatte: der geniale Impuls.

Es ist sehr aufschlußreich, daß gegenläufig zum Verfall der Wissenschafts- und Forschungskultur in Westdeutschland Sachbücher von ostdeutschen Schriftstellern viel besser wurden. So atmet man in dem Buch „Begegnung mit dem Urmenschen“ von Dietrich Mania und Adelhelm Dietzel den Geist von Johanson und den Leakeys (früher hätte man gesagt: von G.H. Ralph von Königswald und Franz Weidenreich !), und Horst Hiller (möglicherweise ein Autodidakt wie Yakow B. Zel’dovich) schrieb ein sehr gutes, modern ausgerichtetes populärwissenschaftliches Buch über Kosmologie.

 

Etwa ab 1997 - man erinnere sich an den Aufruf des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog - ging ein Ruck durch die wissenschaftliche Landschaft in Deutschland. Tatsächlich ist seitdem vieles in Forschung und Wissenschaft besser geworden, aber der weite Rückstand muß erst aufgeholt werden und man fragt immer noch nicht nach den Ursachen des Absturzes in Spitzenforschung und Hochtechnologie bis 1995. Gute Ansätze gibt es mit Peter Sloterdijk und Jochen Kirchhoff. Wir brauchen aber bei uns den Geist von Craig Venter, Lee Silver und Gregory Stock. 

Es ist zu bedenken: Stephen W. Hawking wurde wegen seiner Leistungen u.a. in der Zusammenführung gewisser Phänomene bzw. Arbeiten aus Thermodynamik, Quantenmechanik und Allgemeiner Relativitätstheorie berühmt und galt für Jahre als Musterbeispiel britischer kreativer Forschung - aber ohne ihn hätte England immer noch sehr viel mehr an kreativer Forschung aufzuweisen gehabt als Deutschland. Es war klar, was kommen mußte: Bis 1995 waren Leistungen und Ansehen der deutschen Wissenschaft und Forschung extrem abgesunken.

In England machte man sich über die deutschen Forschungsinstitute und Universitäten lustig. In England wurde Deutsch vom Lehrplan in den Schulen genommen, weil in deutscher Sprache nichts mehr veröffentlicht wird, was des Lesens wert ist. Englische Wissenschaftler setzten Deutschland im internationalen Rang der Spitzenforschung auf einen Platz in der hinteren Reihe, nämlich auf Platz 16. 

Aber erinnern Sie sich: Als Svante Pääbo und Matthias Krings an einem Genlabor der MPG in München 1997 meldeten (von anderen Instituten später bestätigt), daß sie Teile der Erbsubstanz (genauer: Mitochondrien-DNS) von Neandertaler und Jetztmenschen mittels Genanalysen vergleichen konnten und auf deren Unterschiedlichkeit hinwiesen, wurden sie international und besonders von England her sehr gelobt ! Wenn Leistung da ist, findet sie also offensichtlich auch Anerkennung !

Ganz erstaunlich, daß dieser Absturz in Wissenschaft und Forschung bis 1995 weder Natur- noch Gesellschaftswissenschaftler gestört hatte. Aber er wurde peinlich ! Erinnern Sie sich bitte: Als deutsche Wissenschaftler 1999 von Instituten der MPG behaupteten, daß die deutsche Weltraumforschung zeitgemäß sei und von Deutschland wesentliche Teile des Marsroboters Sojourner geliefert worden seien, hat Jesco von Puttkamer, eben einer der großen alten Männer der Forschung in den USA, nur höhnisch gelacht. Also, wollen da die Wissenschaftler „auf dem Kontinent“ immer noch behaupten, in der Weltraumforschung vorne zu sein, wenn sich wegen solcher Behauptungen große alte Männer der Forschung vor Lachen kringeln ? Wissenschaftler sollen nicht ihren Tanten und Opas zeigen, was Sie für tolle Leute sind, sondern der internationalen wissenschaftlichen Elite ! Bewunderung von Kindern und Laffen - was soll das ? Forscher sollten sich von Steven Weinberg, Richard Leakey, Sheldon Glashow, Gerard t’Hoft, Donald Johanson, Roger Penrose, Francis Crick, Fred Hoyle, Andrei Linde, Stephen W. Hawking, den „Trimaten“ ... bewundern lassen !

 

Die deutsche Wissenschaft und Erkenntnisnahme ist wie zu Zeiten von G.W. Hegel eingeteilt in eine naturwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Sphäre. Noch 1970 war das Klima zwischen Natur- und Geisteswissenschaftlern vergiftet durch Ansichten wie „Alle (Natur-)Wissenschaftler sind Fachidioten.“ Es ist unschwer darin Lenins These zu erkennen, daß Kapitalisten nützliche Idioten sind. Rote Zellen, 1968er, „Marxisten-Leninisten“ ... griffen solche Schlagworte dankbar auf, verstärkten sie und trugen sie in die Gesellschaft. Das Ergebnis ist deutlich zu sehen. Etwa seit 1970 sind Qualität von Ausbildung, Forschung und Wissenschaft in Deutschland und natürlich damit auch Spitzenforschung und Hochtechnologie laufend abgesunken mit dem Tiefstand um 1995. Seit 1997 wurden die Verhältnisse in Deutschland wieder besser und besonders die Anzahl der Patentanmeldungen pro Jahr stieg von da an laufend. Aber die Abstimmung mit den Füßen nimmt weiter zu !

Es ist höchste Zeit, daß die Forscher der Geistes-, Gesellschafts-, Sozial-, Staats- und Wirtschaftswissenschaften akzeptieren und lernen, daß eine sachlich gekonnte Beurteilung des schöpferisch-wissenschaftlichen Outputs und der Leistungen von Universitäten, Forschungsinstituten ... ebenfalls zu ihren Aufgaben gehört, und daß Natur- und Ingenieurwissenschaftler aller Fachrichtungen in Institute der Geistes-, Gesellschafts-, ..., Wirtschaftswissenschaften eine Anstellung finden und die Richtung der technisch-naturwissenschaftlich orientierten Gesellschaft bestimmen.   

Wenn man sich die beiden Buchbände „Vademecum“ anschaut, in denen wohl die meisten Forschungsinstitute, Hochschulen, Fachbereiche  ... in Deutschland aufgelistet sind, so fällt einem ihre gigantische Zahl dieser Institutionen auf. Wenn man dann mal schüchtern nach dem wissenschaftlichen, ingenieurtechnischen, wirtschaftswissenschaftlichen, patentrechtlichen ... Output fragt, so stört einen ein gewisses Gelächter - u.a. von England her. Darum ist noch einmal anzumerken:

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Die Forschung in England ist soviel besser als in Deutschland. Also, warum eigentlich ? Warum kann es nicht heißen, daß die deutsche Forschung soviel besser ist als die in England ?

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Britische Wissenschaftler reihten die deutsche Spitzenforschung 1995 so in die 16. internationale Stelle ein. Mag sein, daß das wohl etwas dick aufgetragen war, aber es reicht doch wohl schon zu fragen: Warum ist die Spitzenforschung in England so viel besser als in Deutschland ?

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Englische Schulen gingen seit 1995 zunehmend dazu über, Deutsch aus den Unterrichtsfächern herauszunehmen und statt dessen Spanisch zu lehren. Deutsche Forschung - das Märchen aus 1001 Hochschulen, Forschungsinstituten ... ? Was sagt die Geschichte dazu ?

 

Die Geschichte der naturwissenschaftlich orientierten „Akademie“

Der Gedanke an eine naturwissenschaftlich orientierte Gesellschaft entstand in Frankreich, wo 1635 die Academie Francaise gegründet wurde. Sie verschrieb sich willentlich der Vernunft und leugnete im bewußten Gegenzug zu dem weitverbreiteten „Aberglauben“ in den meisten Bevölkerungsschichten die Erscheinung der Meteore. In diesem ideologischen Sinne beharrte sie auch dogmatisch auf der reinen Kugelgestalt der Erde, obwohl die Experimente des unglücklichen Richer 1673 bewiesen, daß sie die nicht haben kann. Aber trotz solcher ideologischen Mißklänge war sie die große, außerordentliche Hilfe für die Entwicklung der Naturwissenschaften.

1667 war der Bau einer Sternwarte in Paris. Domenico Cassini (1625-1712) arbeitete in ihr, wobei er entdeckte: Die Rotation des Jupiter, das Zodiakallicht und vier Saturnmonde. Sein Assistent war Olaf Römer (1644-1710), der 1675 aus der Beobachtung der Jupitermonde die Lichtgeschwindigkeit auf 300000 km/sec bestimmte, was eine geistige Großtat ersten Ranges war. Cassini und Römer sind durch viele entsprechende Benennungen astronomischer Objekte mit ihren Namen auch sehr geehrt worden.

Die erste naturwissenschaftlich orientierte Gesellschaft in England war die Royal Society mit Sitz in London, die aus einem Diskussionszirkel naturwissenschaftlich orientierter Leute hervorging. Zu ihrer Gründungsversammlung 1660 wurden viele Ärzte, Naturforscher und Philosophen eingeladen. Der Anstoß zu ihrer Gründung war, daß die Universitäten zu sehr an Religion und antike philosophische Vorstellungen gebunden waren, wie schon der Name Trinity-College zeigt. Bis heute haben die Universitäten noch einen starken Hang zur Indoktrination mit total überaltertem Wissen. Die meisten wirklich großen Erfindungen und Entdeckungen sind bis in die heutige Zeit hinein bei den meisten Nationen nicht an den Universitäten, sondern von einzelnen Erfindern und Denkern fern der Universitäten gemacht worden:

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Nikolaus Kopernikus hatte zwar an zahlreichen Universitäten studiert, konnte dort aber seine Arbeiten zum heliozentrischen Weltsystem nicht durchführen. Sie waren von der Kirche beherrscht.

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Galilei wurde von den orthodoxen Aristotelikern der Universität Pisa wegen seiner neuen Forschungsmethode und seinen Ergebnissen angegriffen, und dann erst wandte sich auch die Kirche allmählich gegen ihn.

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Johannes Kepler wurde gezielt und konsequent wegen seiner Neigung zum heliozentrischen Weltsystems von den Universitäten ferngehalten - noch dazu von seinem eigenen Lehrer Mästlin.

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Isaac Newton verbarg seine wahre religiöse Meinung am Trinity-College, und der Nachfolger Newtons Whiston (1668-1752), Unitarier wie Newton, wurde aus dem Amt gejagt, weil er es nicht geheim hielt.

Führt man übrigens die Aufzählung der großen Entdeckungen in die Neuzeit fort, so kann man Evolutionstheorie durch Charles Darwin, Großraketen von E. Ziolkowski, Hermann Oberth bis Rudolf Nebel, Kontinentalverschiebung durch A. Wegener, die Relativitätstheorien A. Einsteins, Rechner von C. Babbage bis K. Zuse ... allesamt als fern von der Universität entwickelt bezeichnen. Mehr noch, wie viele dieser Pioniere feststellen mußten, bekamen sie von den Universitäten nur Verachtung, Hohn und Spott zu hören - wenn überhaupt etwas.

Der Geist an den Universitäten war also nicht frei und die freie Meinungsäußerung war gefährlich, so daß das neue Denken des Galilei in seiner Ausbreitung an den Universitäten sehr gehemmt wurde. Die naturwissenschaftlichen Gesellschaften sollten das ermöglichen, was die Universitäten nicht boten. Vermutlich hat nur der Kontakt von Newton zur Royal Society und zu einigen ihrer Mitglieder, besonders Edmund Halley (1656-1742) aus Haggerston (London), bewirkt, daß Newton seine wirklich großartigen geistigen Konstruktionen publizierte und damit das Werk Galileis dauerhaft fortführte. Auf Grund des Drängens des Predigers Bentley (1662-1742), der seit 1700 Master am Trinity College war, gab Newton 1712/13 eine zweite und weithin überarbeitete Auflage der Principia heraus. Einen großen Teil dieser Überarbeitung leistete der Mathematiker Cotes (1682-1716), seit 1706 Professor für Astronomie am Trinity-College in Cambridge. Der Prediger Bentley überwachte die Herausgabe der 2. Auflage. Er war von der von Newton begründeten Himmelsmechanik sehr begeistert, weil sie ihm das Fundament für einen Beweis der Existenz Gottes zu liefern schien: Newton hat bewiesen, daß die Natur von Gesetzen gelenkt wird. Wo aber Gesetze sind, da ist ein Gesetzgeber, was man beim Staatsleben deutlich sieht. Man kann darüber streiten, ob diese Argumentation vernünftig und schlüssig ist, aber auf jeden Fall war es ein Versuch, sich mit der neuen Physik auseinanderzusetzen.

1675 war der Bau der ersten Sternwarte Englands in Greenwich. Ihre Leitung hatte Flamsteed (1646-1719), Royal Astronomer, der mit Newton sehr viel Ärger hatte. Nach seinem Tode übernahm Halley ihre Leitung.

England folgte also "schon" 30 Jahre später nach, In den USA gründete Benjamin Franklin 1743 eine naturwissenschaftliche Gesellschaft in Philadelphia, damals der größten Stadt der USA. Deutschland - durch Alexander von Humboldt (1769-1859) geweckt - folgte damit erst 1822: eine Warnung an die Gegenwart !

Zu Newtons Zeiten lernten die Philosophen die neuen Weltvorstellungen, und in den beiden Jahrhunderten nach ihm noch anders (Hobbes, Locke, Kant, Hume, Voltaire, Fichte, Schelling ... !). Die Materialisten stützten sich auf Newton, aber um zu beweisen, daß Gott nicht existiert bzw. daß man Gott als Erklärung für die Natur nicht mehr braucht, da sie ja Naturgesetzen folgt und nicht dem willkürlichen Wollen eines Gottes.

Siehe dazu die Äußerungen Einsteins und in jüngster Zeit u.a. von S. Hawking in "Eine kurze Geschichte der Zeit" von 1988 und A. Linde in "Elementarteilchen und inflationärer Kosmos" von 1990).

Thomas Hobbes (1588-1679) war der erste Atheist Englands gewesen. Er lehrte etwas in der Art von Macchiavelli, daß allein der Herrscher die Staatsreligion zu bestimmen habe. Hobbes hatte mit Galilei noch gesprochen. John Locke (1636-1704) bekam wegen seiner atheistischen Neigungen Schwierigkeiten. Er war zuerst Professor in Oxford und verließ England in der Regierungszeit von Karl II. Er kam 1688 mit Wilhelm von Oranien zurück nach England, aber man gab ihm seine Professorenstelle nicht wieder.

Auch nach der Gründung der naturwissenschaftlichen Akademien in Frankreich, England und USA verblieben Deutschland und seine östlichen Nachbarn noch weiter in der Gewalt der Rosenkreuzer und Wasserköpfe: Warnung an die Gegenwart ! Immanuel Kant aus Königsberg zeigte 1755 in seiner Schrift „Theorie des Himmels", daß er bereit war, Newtons Physik zur Grundlage der Philosophie zu machen. Carl Friedrich Gauß in Braunschweig wurde schon zu Lebzeiten eine Legende wie Newton. Unter seinen zahlreichen Erfindungen bzw. Entdeckungen waren:

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Die nichteuklidische (von ihm antieuklidisch genannte) Geometrie (nichteuklidische Geometrien schufen auch Johann und Wolfgang Bolyai und Iwanowitsch Lobatschewski).

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Er fragte nach der tatsächlichen Struktur (Metrik) unseres realen Raumes, wobei er eine nichteuklidische Geometrie für möglich hielt.

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Er führte bereits regelrechte Messungen aus (Triangulationen), um Abweichungen für die Summe der Innenwinkel vermessener Dreiecke von 180 Winkelgraden festzustellen, wie sie für nichteuklidische Räume typisch sind.

Gauß war der erste Mensch, der das Rätsel um die wahre Struktur des Raumes nicht nur erkannte, sondern auch mit hoffnungsvollen Methoden zu lösen suchte. Er schuf den mathematischen Apparat und testete ihn auch gleich für reale Messungen aus. Carl Friedrich Gauß wirkte hauptsächlich in Göttingen, und der Name dieser Stadt hat einen sehr bedeutenden Klang für alle Mathematiker und Physiker in Deutschland, so wie Cambridge und Oxford in England.

Deutschland hing zu jener Zeit in den Naturwissenschaften weit hinter Frankreich und England zurück. Aber nicht Gauß, Jacobi oder Riemann vermochten Rosenkreuzertum, idealistisches oder klerikal-religiöses Geckentum in Bevölkerung und Oberschicht allmählich über die Jahrzehnte zurückzudrängen, sondern Alexander von Humboldt (1769-1859), indem er 1822 Deutschland den Anschluß an die internationale naturwissenschaftliche Forschung ermöglichte: Warnung an die Gegenwart !

Alexander von Humboldt brachte Deutschland nicht nur zum Aufholen, sondern sogar auch noch an die Spitze der naturwissenschaftlichen Forschung. Im November 1827, also noch im Jahr seiner Rückkehr nach Berlin, begann er mit einer Vorlesungsreihe, die ihn schließlich zu seinem Monumentalwerk "Kosmos" führte. Bis April 1828 hielt er vor Studenten und Professoren Vorlesungen über Physikalische Geographie. Das akademische Publikum sog den Stoff begierig auf, so als würde man ihm jetzt die lange vorenthaltene Nahrung geben. Weil der Erfolg seiner naturwissenschaftlichen Vorträge so groß war, wiederholte er Teile davon in der Singakademie, nun vor einem sehr großen gemischten Publikum, das alle Schichten der Bevölkerung umfaßte. Er sprach über Astronomie, Paläontologie, Biologie, Geologie, Optik, Physik, ... Kunst und versuchte, sie harmonisch zu verbinden und ihre Grundharmonien deutlich zu machen. Es gelang ihm, die Barriere zu zerbrechen, die Aristokratie, Klerus, idealistische Philosophen, Rosenkreuzer, Presse usw. in der öffentlichen Meinung gegen die Naturwissenschaften aufgebaut hatten.

1822 war das 1. Treffen der Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte in einem Bierkeller in Leipzig gewesen, von der Polizei beargwöhnt. Mit Erlaubnis Wilhelm III berief Humboldt für 1828 eine internationale Tagung nach Berlin, zu der 600 Wissenschaftler aus vielen Nationen kamen, darunter auch Gauß und Babbage. Andere Nationen folgten seinem Beispiel. 1834 kam Humboldt die Idee, wie er sein Monumentalwerk der physikalischen Geographie gestalten und harmonisch aufbauen könnte. Er hatte das Konzept einer physikalischen Weltbeschreibung, in dem alles Wissen der Menschen harmonisch eingefügt sein sollte. Der Titel war Kosmos. Es ist sicher so, daß Alexander von Humboldt Forscher wie Darwin inspirierte, aber seine große nationale Leistung war, Deutschland dazu zu verhelfen, in die Spitzenforschung aufzusteigen.

Die Geschichte der Gründung der Universität Göttingen ist interessant. Sie war 1737 auf Initiative von Gerlach Adolph von Münchhausen und durch die finanziellen Mittel von Georg II, König von Hannover und England, gegründet und eingerichtet worden. Hier begegnet uns wieder dieses Haus Hannover, das dem verdienten Gottfried Wilhelm Leibniz so übel mitgespielt hatte, um ihre politischen Ambitionen durchzusetzen. Der Bibliothekar Leibniz wurde vernichtet, die Universität Göttingen wurde gegründet - von demselben Königshaus binnen weniger Jahre. Die Verwaltung und Besetzung der Professorenstelle dieser besonderen Universität Göttingen lagen beim Staat. An dieser Universität gab es keine Zensur von Lehre und Meinung, und die Theologie stand zum Glück im Hintergrund. Es wurde eine Zeitschrift zur Veröffentlichung von Forschungsberichten gegründet, und ferner eine Universitätsbibliothek. 1751 wurde die Göttinger Sozietät der Wissenschaften gegründet, deren 1. Präsident Albrecht von Haller wurde. Die Universität Göttingen wurde bald, vor Halle und Leipzig, die führende Universität in Deutschland. Es sollten in dieser Universität Staatsbeamte herangebildet werden, Leute mit einer guten Mischung theoretischer Kenntnisse und praktischer Erfahrung. Die Professoren wurden höher als üblich bezahlt, und sie sollten sich auch mehr der Forschung widmen können. Der Staat versuchte, die besten Professoren für Göttingen zu bekommen, wobei man im erheblichen und sonst nicht üblichen Maße auf deren wissenschaftliche und sonstwie vertretbare Bedürfnisse einging. Einer ihrer ersten Professoren war der Schweizer Albrecht von Haller, Professor für Botanik und Physiologie. Zu einem großen Teil durch das Wirken von Gauß bekam Göttingen einen legendären Ruf auf dem Gebiet von Mathematik und Physik ab 1810. Von da an kamen Studenten wie Encke und Möbius nur nach Göttingen, um bei Gauß Astronomie zu studieren.

Diesen Ruf büßte Göttingen nach dem Tode Bernhard Riemanns in Selasca am Lago Maggiore im Jahre 1866 wieder ein und Berlin wurde die führende Universitätsstadt. Durch Felix Klein und David Hilbert wurde Göttingen ab 1890 wieder berühmt. Die Universität Göttingen hatte im Gegensatz zu vielen anderen Universitäten in Deutschland eine stark mathematische und naturwissenschaftliche Richtung. Ihr erster großer Gelehrter war Karl Friedrich Gauß (1777-1855), ein anderer war David Hilbert (1862-1943). Göttingen hatte in den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts einen großen Ruf auf dem Gebiet der Mathematischen Physik ("Goldenen Zwanziger Jahre der Atomphysik"). 1921 kamen der Theoretische Physiker Max Born (1882-1970) und der Experimentalphysiker James Franck (1882-1964) nach Göttingen. Bartel Lendert van der Waerden (geb. 1903), studierte in Göttingen und schrieb ein Buch über Algebra, das einen sehr großen Einfluß auf die Entwicklung in Mathematik und Physik hatte. Berühmt wurde der lockere Arbeitsstil im "Kinderseminar" von Max Born, ganz im Stile von Rutherford und Bohr. Ab 1933 verlor Göttingen allmählich wieder seinen Ruf (wegen der Repressionen des NS-Regimes).

 

Die gegenwärtige Bildungsmisere (siehe die OECD- und PISA-Studien, Abwanderung der Besten, Absturz in der Spitzenforschung ...) ist über Jahrzehnte entstanden und bekannt gewesen. Die Behauptung der Wirtschaft um Mitte März 2000, daß nicht nur IT-Spezialisten fehlen, sondern Hunderttausende qualifizierter Fachkräfte (es wurden 300000 genannt und 10000 waren es - wieder so eine falsche Prognose), ist eine Bankrotterklärung des Bildungssystems, in Kenntnis der Geschichte.

Wo bleibt da das Selbstverantwortungsgefühl der Gesellschaftswissenschaftler ? Man kann natürlich sagen, daß Wissenschaft, Forschung, Ausbildung und die Heranziehung eines qualifizierten Nachwuchses in hinreichender Menge nicht in den Bereich von WiSo und Gesellschaftswissenschaften gehört - es gibt ja auch sicher Buchhändler und Bibliotheken, die in ihr Sortiment keine wissenschaftlichen Bücher und nur Kikifax-Literatur aufnehmen.

Es ist auch sicher immer möglich, die Meßlatte für Leistungen so niedrig zu hängen, daß alle Ausbildungs-, Forschungs-, Wissenschaftszentren ... dicke Orden in großer Zahl „verdienen“, aber - dann lacht nur das Ausland. Ja, das Gelächter von England her ist wieder deutlich zu hören.

Es ist tatsächlich war: Die Gesellschaftswissenschaftler hängen die Meßlatte für ihre eigenen Leistungen so niedrig, daß sie schon Orden erhalten müssen, wenn sie einen Bleistift in die Hand nehmen. So ist z.B. in das Jahresgutachten zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aufzunehmen, wie Probleme der Gesellschaft genau zu lösen sind. Hier gehört die Definition von Projekten der Großforschung hinein, aber auch die systematische Förderung der Forscher- und Erfinder-, Entdecker- und Gelehrtenkultur „im Kleinen“.

Es gehört trivialerweise auch zur Arbeit der Gesellschaftswissenschaftler, Kreativität und wissenschaftlichen Output von CERN, MPG, DESY, KFAs ... zu ermitteln und am internationalen Stand der Spitzenforschung und Hochtechnologie zu messen.

 

Forderungen:

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Alle WiSo-Forschungsinstitute haben mindestens 20% ihres wissenschaftlichen Personals aus Natur- und Ingenieurwissenschaften zu rekrutieren und die Zusammenarbeit von Natur- und Wirtschaftswissenschaftlern, Staats- und Ingenieurwissenschaftlern ... soll sich nicht auf Analyse der Gesellschaft beschränken (siehe die Gutachten des Sachverständigenrats zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung), sondern eine große Fülle gut durchgerechneter Verfahren erarbeiten, mit deren Hilfe die Politiker aus einem beliebigen Schlamassel herausfinden.

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Allen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschungsinstituten sind Gesellschaftswissenschaftler, WiSo-isten, Spezialisten aus UB, BWL und VWL zuzuordnen, die den wissenschaftlichen Output auf gesellschaftliche Anwendungsfähigkeit - insbesondere Produktionsverfahren und industrielle Fertigung - überprüfen. Es ist z.B. Aufgabe der gesellschaftswissenschaftlichen Forscher, zu überprüfen, ob die Forschungsinstitute der MPG schöpferisch genug arbeiten und Deutschland einen guten Rang in Spitzenforschung und Spitzentechnologie erhält.

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Die Grenzen zwischen Natur- und Geisteswissenschaften, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften ... sind sofort aufzuheben. Der idiotische und gesellschaftlich extrem schädliche Kleinkrieg (s.o. !) zwischen Natur- und Gesellschaftswissenschaftlern ist sofort zu beenden. Die pragmatische, natur- und ingenieurwissenschaftlich orientierte Denkweise in der angelsächsischen Forschung ist zu übernehmen.

 

In unserer heutigen Zeit ist zu erkennen, daß die naturwissenschaftlichen Akademien ihrem Gründungsauftrag nach den modernen Aufgaben, Problemen und Wissensformen nicht mehr gerecht werden können. Bei der Gründung dieser Akademien wollte man ja ganz bewußt die "großen" Fragen vermeiden. Der Erfolg bestand in den Fortschritten von Naturwissenschaften und Technik, der Nachteil im geistigen Verbleiben vieler Menschen in den überalterten geistigen Systemen der Antike. Die ganze Geistigkeit ist nicht befriedigend entwickelt worden. Auch heute noch, etwa 370 Jahre nach Keplers Tod und in der Zeit der Wende zum 3. Jahrtausend n.Chr., ist es so, daß Klerikale, Professoren und Ideologen (im 19. Jahrhundert hinzugekommen) ihre total überalterten Phrasen und Vorstellungen in die erbaulich lauschenden Mengen der Kirchgänger, Studenten und Parteimitglieder brüllen, wobei sie nicht nur keinen Versuch gemacht haben, die total überalterten zentralen geistigen Systeme zu verbessern und an das neu hinzugekommene Wissen anzupassen, sondern sie sehen diese Notwendigkeit zur Wartung der zentralen geistigen Systeme überhaupt nicht ein und sind auch nicht bereit, sich über das gesamte neu hinzugekommene Wissen der Menschheit ihrer Epoche gut zu informieren. Klar ist, daß diese Leute alle Veröffentlichungsversuche von solchen Leuten hintertreiben, die sich diesem ideologischen Diktat der geistigen Selbstbeschränkung nicht beugen wollen.

Genau der klare Wille und die Fähigkeit, sich mit der - zu ihrer jeweiligen Epoche - aktuellen Naturwissenschaft auseinanderzusetzen, hat den Philosophen, Klerikalen usw. im 20. Jahrhundert oft gefehlt, da sie nicht versucht haben, die moderne Physik - und insbesondere Allgemeine Relativitätstheorie, FRW-Kosmologien, Quantenmechanik, GVTs, AUTs, multidimensionale Weltsysteme ... - zur bewußt-geplanten Sinnschöpfung zu benutzen. Das ist im Rahmen der Kritik gegenüber Pauschalurteilen zu relativieren: Ludwig Wittgenstein, Alfred North Whitehead, Russell, Albert Schweitzer, Arthur Schilpp, Thomas Kuhn und Karl Popper sind z.B. Philosophen, denen das Prädikat Philosoph auch zugestanden hat. Die Zunft der Philosophen ist in Verruf geraten - einzelne gute Leute gab und gibt es immer. Gerade die Stars unter den Philosophen der Nachkriegszeit wie Theodor Adorno und Jürgen Habermas können als Beispiel dafür genommen werden, daß die prinzipielle Richtung der Philosophie über Jahrzehnte nicht gestimmt hat. Naturwissenschaften, Hoch- bis Supertechnologie, Tier- und Pflanzenschutz, Zukunfts-, Genieforschung, prinzipielle Entwicklungsmöglichkeiten für Realität, Leben, Zivilisation ... wurden kaum diskutiert.

Ab 1999 scheint sich da etwas geändert zu haben, denn Peter Sloterdijk - er lehrt in Karlsruhe und Wien - und Jochen Kirchhoff - er lehrt in Berlin - befürworten sehr fortschrittliche Vorstellungen. Sloterdijk diskutiert zunehmend die biologische Zukunftsentwicklung des Menschen unter dem Einfluß transgener Gentechnik am Genom des Menschen, und Kirchhoff befürwortet das Modell des Giordano Bruno mit den vielen möglichen Lebensentwicklungen in anderen Sonnensystemen, Galaxien, Galaxienhaufen ...

Karl Steinbuch, Prof. für Informatik in Karlsruhe, war 1969 mit seiner Gesellschaftskybernetik hervorgetreten und prompt von Kollegen und Kultusministerium reglementiert worden. Die Schicksale von Konrad Zuse und Hermann Oberth sind kennzeichnend für den Umgang des Nachkriegsdeutschlands mit originellen, schöpferischen Forschern. Hier ist darauf zu achten, daß nicht wieder progressive Denker von konspirativ zusammenarbeitenden Professorenkollegen und Kultusministern abgewürgt werden.

Nach der Entwicklung der Alles Umfassenden Theorien (AUTs), modernen Kosmologien und multidimensionalen Weltsysteme usw. hätte man schon längst versuchen müssen, sie auf eine Verwendung in modernen philosophischen Lehrgebäuden hin zu überprüfen. Dies würde aber gegen den damaligen explizit gegebenen Gründungsauftrag für naturwissenschaftliche Akademien verstoßen, so daß folgendes möglich ist:

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Änderung der Satzungen der naturwissenschaftlichen Akademien dahingehend, als Auftrag die Entwicklung einer optimalen Human-Software hinzuzunehmen.

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Gründung von Forschungsinstituten, Softwarehäusern, Ingenieurbüros usw. für die Konstruktion, Verbreitung und Wartung von Human-Software.

Man muß erkennen, daß wir Großforschungsinstitute für optimierte Human- und IW-Software genauso benötigen wie solche für Kern- und Elementarteilchenphysik (siehe das Großforschungsinstitut EUROPA, weiter unten). Es gilt natürlich nicht CERN VATIKAN, aber etwa Erweiterung von CERN zu einem Großforschungsinstitut, das auch Arbeiten vom Vatikan übernimmt. Den altertümlichen Kikifax aus UrUr...Urgroßonkels Zeiten kann man vielleicht als Untermodule anbinden und weiter verwenden, aber nicht als Hauptmodule und wesentliche Information und Struktur der modernen Human-Software. Volksspezifische Module sind in der Human-Software berechtigt: Ehrung der Vorfahren. Das Übel wird gewaltig vergrößert und erschwert - nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa -, daß die Technikfeindlichkeit derer, die die Medien beherrschen und die Politik gestalten, das gesellschaftliche Klima entsprechend vergiften und verblöden. Man sollte zur Pflicht machen, daß Wirtschaftsfachleute und Staatsrechtler mit Natur- und Ingenieurwissenschaftlern reden und zusammen arbeiten müssen, und zwar am besten in den WiSo-Forschungsinstituten.

 

Für Deutschland gilt speziell noch, daß etwa seit 1970 Natur- und Ingenieurwissenschaften systematisch aus der Gesellschaft herausgedrängt wurden - schauen Sie sich nur die Medien an, wie diese sich um Themen aus diesen Bereichen herumdrücken ! Ganz anders ist das in England, wo sich z.B. die besten Forscher nicht zu schade sind, Fernsehreihen über Kosmologie in Zusammenarbeit mit Wissenschaftsjournalisten zu verfassen. Es begann schon ab 1945, daß die genialsten Köpfe - wie Konrad Zuse und Hermann Oberth - keine Unterstützung bekamen, und hochqualifizierte Forscher wurden entweder reglementiert, aus dem Land gegrault oder auf den Abladeplatz geschickt. Der Absturz in Spitzenforschung und -technologie in Deutschland bis 1995 wurde mit dem Sprichwort begleitet: „Kleine bis große Erfinder sowie Hochqualifizierte, von Kindern über Studenten bis zu Professoren, haben es in Deutschland furchtbar schwer.“ Ein Vergleich mit England über die Jahrzehnte lohnt sich ! Der übereilte Ausstieg aus der Atomenergienutzung - festgelegt im Koalitionsvertrag der rot-grünen Regierung um die Wende 1998/1999 - ist ein Beispiel dafür, wie in Deutschland seit 1945 die Bedeutung von Spitzenforschung, Spitzentechnologie, HighTech, Pools für Erfindungen (egal, ob in wissenschaftlichen Zeitschriften oder in der SF-Literatur publiziert !) ... rasant abgenommen haben.

 

Die neuen Aufgaben von Großforschung, Hochtechnologie, Supertechnik ...

Wir befinden und gegenwärtig bereits in einer Phase umwälzendster Entdeckungen und Entwicklungen, und es hängt entscheidend viel von dem ab, inwieweit es uns gelingt, die rasante Forschung und Entwicklung zur Superzivilisation mit einem umfassenden und wirksamen Tier- und Pflanzenschutz zu harmonisieren. Leute wie Craig Venter, Lee Silver und Gregory Stock machen deutlich, daß wir einer sehr schönen Zeit entgegen gehen, in der die „Menschen“ die am höchsten entwickelten Produkte ihrer eigenen Supertechnik sein werden - und nicht mehr das Produkt des Zufalls. Wie schnell wird der gen- und biotechnische Fortschritt stattfinden ? Das 21. Jahrhundert n.Chr. kann umwälzendste natur- und ingenieurwissenschaftliche Entwicklungen bringen und sich ebenso umwälzend auf die Gesellschaften und Gesellschaftssysteme auswirken. Es kann kaum mehr eine Frage sein, daß unser vorläufiges Ziel die Entwicklung einer Weltraumgestützten Superzivilisation ist, die unser ganzes Sonnensystem umfaßt. Das bedeutet u.a. die großtechnische Erschließung des interplanetaren Weltraums. Damit sollten wir sofort direkt vor unserer Haustür anfangen.    

Der Beginn einer großtechnischen Erforschung und Erschließung des Mondes hätte den großen Vorteil, als ungeheurer Stimulans die besten Kräfte zum Einsatz ihrer ganzen Fähigkeiten zu bringen. Ferner können großtechnische Projekte dieser Art eine völlig neue europäisch-nationale Identität liefern, wo sich die Menschen als Gemeinschaft fühlen, weil sie diesem Kulturkreis mit Erforschung des Mondes, ISS, modernster Biochemie, Gentechnik ... angehören.

Als Folge davon könnte eine neue Säule der nationalen Identifizierung erwachsen, und zwar einem Staat, Staatenverbund, Kulturkreis ... anzugehören, der modernste Forschung betreibt, tolle Projekte der Supertechnik realisiert und Lebensbereiche schafft und dauerhaft erhält, in denen eine möglichst große und vielfältige Tier- und Pflanzenwelt lebt (Paradiesformung) - und zwar nicht nur auf der Erde.

Sofortiger Bau einer großen, unterirdischen Forschungsstation auf dem Mond !

Auch für den beabsichtigten bemannten Flug zum Mars ist es unerläßlich, erst einmal auf dem Mond unterirdische Industrie-, Wohn- und Forschungskomplexe zu erreichten, um über die Jahrzehnte dort eine autarke Koloniebildung zu ermöglichen und daraus die Erfahrungen für einen bemannten Marsflug abzuleiten. Das Vorhaben, schon in den nächsten Jahren einen bemannten Marsflug durchzuführen, ist unverantwortlich. Erst müssen Menschen über Jahrzehnte auf dem Mond lernen und trainieren, wie man auf einem neuen Himmelskörper eine funktionierende Basis baut und am Leben erhält.       .   

Zusammenwachsen von Staaten mittels geeigneter Großforschungsprojekte

Wer Ostkanada aufmerksam beobachtet, weiß genau, daß der Sprachenstreit Englisch-Französisch auch in Europa tiefgreifende Spuren graben wird. Da eine einheitliche Amtssprache in Europa dringendst gebraucht wird und eigentlich nur Englisch sein kann, ist auf allen Gebieten der internationalen Zusammenarbeit mit französischer Mitarbeit Problematik aus o.g. Richtung sicher. Es empfiehlt sich darum, an Frankreich und Rußland Aufgabenkomplexe zu vergeben - wie etwa die Bereitstellung einer laufend verstärkten Ariane- bzw. Proton-Rakete, und daß die anderen europäischen Staaten ihre Raumforschungsprojekte in englischer Sprache dokumentieren, wodurch alle Übersetzungen entfallen. Man sollte also national begrenzte Aufgabenmodule innerhalb internationaler Projekte vergeben, wobei die ganze Dokumentation in regional-national bestimmter Sprache (z.B. Französisch, Russisch, Deutsch ...) erfolgt und die Schnittstellen in englischer Sprache beschrieben sind. International verbindende Großforschungsprojekte müssen gute Leute richtig vom Stuhl reißen, also etwa der o.g. Bau einer großen Mondstation oder die Arbeiten zum Bau eines humanoiden Vernunftwesens (Androiden) aus dem Genom des natürlichen Menschen. 

Forscher der ersten Reihe, große und kleine Forscher, Privatgelehrte, SF-Autoren und Wis­senschaftsjournalisten sollten deren Arbeit machen. Insbesondere die aus der wissen­schaftlichen Forschung wohlbekannten Forschungsinstitute

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California Institute of Technology (CalTech),

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Massachusetts Institute of Technology (MIT),

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Pjotr-N.-Lebedew-Institut,

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Lew-D.-Landau-Institut für theoretische Physik und

die ebenso gut bekannten Universitäten von Cambridge und Oxford in England sowie Prince­ton und Austin in den USA werden aufgefordert, an der Entwicklung optimaler Hu­man- und IW-Software mitzuarbeiten und auf diese Weise bewußt unter Verwendung des gesamten Wissens der aktuellen Epoche die geistige Entwicklung der Menschen in der näheren Zu­kunft zu lenken. Eine ähnliche Aufforderung wurde schon um 1900 von dem russischen Raketenpionier Konstantin E. Ziolkowski ausgesprochen.

 

Auf dem Weg zur weltraumgestützten Superzivilisation gilt das Problem,

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beliebige Naturwissenschaften wie Kosmologie, Paläontologie, Biochemie, Molekularbiologie, Paläoanthropologie ...,

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allgemeine Sinnschöpfungen für Realität, Leben und Zivilisation,

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transzendente und transzendentale Aspekte, Wissenschaft, Religion, Philosophie ...,

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das Phänomen der Geistigkeit allgemein,

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Hochtechnologie und Supertechnik mit Erforschung, großtechnischer Erschließung und Besiedlung unseres Sonnensystems ... ,

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Tier- und Pflanzenschutz,

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Staatswissenschaft und Staatstheorien,

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Wirtschafts-, Sozial-, Gesellschaftswissenschaften, BWL, VWL,

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Parteiprogramme und Parteiarbeit, Regierungs- und Oppositionsarbeit,

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praktisches individuelles Leben auf dem optimalen Mittelweg zwischen kosmologischer Aufgabenerfüllung und artgerechtem persönlichen Leben

auf ein möglichst einheitliches Prinzip zurückzuführen.

Es ist ein realistisches Verfahren anzugeben für die Realisierung des Projekts, unser Sonnensystem bis über die fernsten Planeten hinaus technisch zu erschließen und langfristig mit Leben zu füllen unter dem Schutz der Superzivilisation.

 

Wissenschaftlich gestützte Politik - Jahresgutachten - Regierungsberatung

Artikel 21 des Grundgesetzes sagt einige wenige Worte zu Aufgaben und Struktur der Parteien:

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Mitwirkung bei der politischen Willensbildung.

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Die Gründung der Parteien ist frei.

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Ihre innere Ordnung muß demokratischen Grundsätzen entsprechen.

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Parteien müssen über die Herkunft ihrer Mittel öffentlich Rechenschaft geben.

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Definition verfassungswidriger Parteien.

Im Laufe der Parteispendenaffäre ab November 2000 meldeten die Medien, daß sich das langjährige CDU-Vorstandsmitglied Heiner Geißler in einer Art dazu geäußert haben soll, die folgendermaßen interpretiert werden kann:

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Seit dem Bremer Parteitag 1989 hat Helmut Kohl die CDU undemokratisch geführt.

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Die Weigerung von Helmut Kohl, die Namen von Spendern zu nennen, könnte auf einen kriminellen Hintergrund deuten.

Die SPD hat sich zu Zeiten ihrer Regierung(sbeteiligung) ebenfalls aus dem Staatssäckel bedient (u.a. aus dem Topf für Geheimdienste). Glogowski, Schleußer und Co. warfen das Handtuch wegen erdrückender Vorwürfe, auch der amtierende Bundespräsident Johannes Rau (SPD) ist wegen Sponsoring in der Kritik, was besonders pikant ist ...

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Deutschland ist seit 1945 das El Dorado der Geheimdienste aus aller Welt ...: Füllen eigentlich auch ausländische Geheimdienste die schwarzen Kassen der Parteien auf ? Ist es durch Scheckbuchdiplomatie der Geheimdienste vorprogrammiert, daß ein Regierungswechsel (bisherige Oppositionsparteien Regierungsparteien, und umgekehrt) im Jahr n erfolgen und die Korruption der ehemaligen Regierungsparteien publik werden soll, und im Jahr n + x nach dem nächsten Regierungswechsel ebenfalls ... ?

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Haben die Leute Recht, die sagen, daß der Aufklärung der CDU-Spendenaffäre im Jahr 2000 - gut 1 Jahr nach dem Regierungswechsel - die Aufklärung der SPD-Spendenaffäre im Jahr 2000 + x folgt, wieder gut 1 Jahr nach dem Regierungswechsel ? Ist das die Moral der Politiker ?

Die Medien melden, daß in England, Frankreich, Italien ... Korruption bis in die höchsten Ränge der Politik zum Alltag gehört.

Wie Paul van Buitenen dargelegt hat, gilt dasselbe für EU-Kommission und EU-Parlament.

Bestechliche Minister und Premierminister sind also kein Grund übergroßer Aufregung, aber sie sind ein Grund für saubere juristische Aufarbeitung und Neugründung von Parteien. Die Neugründung von Parteien (siehe auch weiter unten) kann man nun zu einer völligen Reform des aktuellen Parteien(un)wesens verwenden mit dem Ziel, eine wissenschaftlich gestützte Politik auf ganz breiter Basis in allen europäischen Staaten einzuführen.

 

Man sollte schon mal prüfen, ob die Frage nach der Verfassungswidrigkeit der Parteien gestellt werden muß, was eine Sache des Bundesanwalts und nicht mehr des Staatsanwalts ist. Besagter Artikel 21 definiert nämlich die Verfassungswidrigkeit einer Partei folgendermaßen:

Parteien, die nach ihren Zielen oder dem Verhalten ihrer Anhänger darauf ausgehen,

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die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu beeinträchtigen oder zu beseitigen oder

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den Bestand der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden,

sind verfassungswidrig.

Über die Frage der Verfassungswidrigkeit entscheidet das Bundesverfassungsgericht.

Es erscheint als trivial, daß ein Anhänger bzw. Vorstandsmitglied einer Regierungspartei in der Personalunion als Bundeskanzler verfassungswidrig handelt, wenn er seine Partei undemokratisch führt oder die Gefahr besteht, daß mittels schwarzer Kassen wesentlich seine Politik bestimmt worden ist.

Tatsache ist, daß das Ansehen der Parteien und Politiker in der Bevölkerung äußerst gelitten hat.

Das ist ein juristisch nicht faßbarer Schaden, der aber dennoch sehr viel schwerer wiegt und größere Folgen hat. Wenn für die demokratischen Parteien solche Zweifel an ihrem demokratischen Charakter bestehen, dann richten sich diese Zweifel auf alle Parteien und das ganze politische System.

 

Das Großforschungsinstitut EUROPA (s.u.) könnte die politische Vernunft der Parteien und Regierungen in Europa sehr stärken. Dazu gehört auch die allmähliche Angleichung der politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen ... Normen und Gegebenheiten der europäischen Staaten, immer vorbehaltlich ihrer Vernünftigkeit.

Aus den sittlichen Verfehlungen besonders der EU-Kommission und anderer EU-Institutionen ist dringend der Schluß zu ziehen, daß Internationalität keine Garantie für sittliches Verhalten ist. Ganz im Gegenteil ist anzunehmen, daß auch hier wieder Scharlatane, Betrüger, Demagogen ... zu Rang und Einfluß kommen, zuvor wie so oft in der Geschichte auf nationaler Ebene. Je mehr die Institutionen an Einfluß und Internationalität wachsen wie EU-Kommission, EU-Parlament und jetzt auch EUROPA, um so besser müssen die gegebenen Mittel zu ihrer Kontrolle und Nachregelung sein.

 

Richtig sind folgende Empfehlungen, die sofort umzusetzen sind:

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Ausbildungsstätten höchster Qualität schaffen, MIT und CalTech in den USA vergleichbar. Aus der Professorenuniversität muß eine Tutorenuniversität werden in dem Sinne, daß hauptsächlich Tutoren lehren und Professoren forschen. Die Kurse für Studenten sind auf 30 Teilnehmer zu beschränken, gleichgültig ob als Vorlesung, Seminar, Gruppenübung ... Die individuelle Betreuung der Studenten muß hinreichend gewährleistet sein. Dafür ist zu empfehlen: Das Grundgehalt für Professoren wird rapide abgesenkt und von seinem Erfolg in der Organisation der Lehre und Durchführung der Forschung hängt es ab, wie hoch seine Leistungszulage wird, die sehr viel höher als sein niedriges Grundgehalt sein soll. Die Universitäten müssen soviel Geld erhalten, daß sie den Bedarf an Tutorstellen für die o.g. Art der Unterrichtung in kleinen Gruppen und individuelle Betreuung der Studenten immer finanziell abdecken können. Außerdem sind die Forschungsthemen so interessant zu wählen und zu gestalten, daß sie junge Leute auch innerlich tief ansprechen.

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Hochschulabsolventen dazu anregen und befähigen, ein „Silicon-Valley“ aus dem Boden zu stampfen auf den Gebieten Weltraumfahrt, Computertechnik, Biomedizinischer Technik, Gentechnik, Nanotechnologie, Molekular- und Mikrobiologie, Mikrotechnisierung beliebiger Apparate ...  Dafür hat man u.a. auch Großforschungsprojekte zu starten, die junge Leute vom Stuhl reißen, wie Kolonisierung des Mondes, Bau großer Raumstationen, Weltraum-Tankstellen, Weltraumspiegel zur Aufheizung von Winterregionen auf der Erde oder als Primärspiegel für Spiegelteleskope mit mehr als 1000 m Öffnung ...

 

Erinnern Sie sich bitte: Als deutsche Wissenschaftler behaupteten, daß die deutsche Weltraumforschung zeitgemäß sei und von Deutschland wesentliche Teile des Marsroboters Sojourner geliefert hätten, hat Jesco von Puttkamer, der letzte große Mann der Weltraumforschung und nur noch mit Francis Crick und Fred Hoyle vergleichbar, nur höhnisch gelacht. Also, meine Herren Wissenschaftler „auf dem Kontinent“, wollen Sie immer noch behaupten, in der Weltraumforschung vorne zu stehen, wenn sich wegen solcher Behauptungen solche Leute vor Lachen kringeln ?

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SF-Pläne entwickeln ...: Themen und Projekte der Großforschung müssen packend, himmelstürmend und mitreißend sein. Es muß also die Entwicklung zur Hoch- bis Superzivilisation im Vordergrund stehen.

 

Es gibt da die Jahresgutachten zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Es fehlen darin genau geplante Projekte der Hochtechnologie, also durchgerechnete Vorschläge, die von der Regierung sofort umgesetzt werden können. Projekte auf den Gebieten Weltraumfahrt, Computertechnik, Biomedizinischer Technik, Gentechnik, Nanotechnologie, Molekular- und Mikrobiologie, Mikrotechnisierung beliebiger Apparate ... würden bestimmt Arbeitsplätze schaffen durch Ansiedlung hochinnovativer Betriebe, unterstützt von Universitäten, Forschungsinstituten  ... - denken Sie dabei bitte immer an das Gelächter aus England, wenn von der deutschen Spitzenforschung und Hochtechnologie etwa seit 1970 die Rede ist !

 

Es ist anzuregen, Jahresgutachten und andere vergleichbare Publikationen zur Pflichtlektüre in Schulen, Fachhochschulen und Universitäten für alle Lernenden zu machen. Sollte man nicht eine nüchterne Wirtschaftsbeobachtung für alle Auszubildenden zur Pflicht machen ? Und sollte man nicht genau soviel Natur- und Ingenieurwissenschaftler daran an den Jahresgutachten mitarbeiten lassen zur Ausarbeitung von technischen Innovationen, Sichtung und Nutzung der Spitzenforschung und Hochtechnologie, genaueste Definition und Planung von HighTech-Projekten ... ?

 

Am besten fängt man damit an, daß man genial-schöpferische Professoren an den Universitäten nicht mehr durch Kollegen und Kultusminister reglementiert wie im Fall von Karl Steinbuch um 1971, Professor für Informatik in Karlsruhe (führender Entwickler der Gesellschaftskybernetik und Verfasser von Büchern wie „Automat und Mensch“ und „Die informierte Gesellschaft“): Wofür haben wir so viele Forschungsinstitute, Universitäten, Fachbereiche ... mit einem Haufen Professoren ..., wenn deren

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Naturwissenschaftler nicht den internationalen Stand der Spitzenforschung erreichen,

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Ingenieure nicht den internationalen Stand der Hochtechnologie erreichen und

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Wirtschaftswissenschaftler nicht solche gravierenden Fehlentwicklungen wie ab 1990 mit dem Höhepunkt um 1992 bis 1994  erkennen ?

Die WiSo-Forschungsinstitute, WiSo-Fachbereiche ... setzen ihre Meßlatte für eigene Verantwortung eigene Leistung als zu niedrig an. Man kann aus den Gesellschaftswissenschaften nicht die Naturwissenschaften herausnehmen und meinen, daß man nun die Geisteswissenschaften, oder umgekehrt.

WiSo-Forschungsinstitute dürfen durchaus an die MPG die Forderung stellen, die Entwicklung der Nano- und Mikrotechnologie voranzutreiben, weil diese in der Zukunft Arbeitsplätze schaffen kann.

Die gute Wirtschaftslage in den USA z.Z. des US-Präsidenten Bill Clinton ging gewiß nicht allein darauf zurück, daß die USA ihre McJobs haben, sondern vermutlich vielmehr deswegen, weil gilt:

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Gut ausgebildete und kreative Menschen gehen in großer Zahl von MIT, CalTech ... ab und gründen innovative Kleinunternehmen, die auf Grund ihrer HighTech und Innovation ihre Produkte hinreichend leicht verkaufen können und nur dadurch Arbeitsplätze für andere schaffen.

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Die Zuwanderung hochqualifizierter ausländischer Fachkräfte ist wegen dem eigenen Ausstoß an gut ausgebildeten Spezialisten mit vollem Erfolg verbunden. Die USA haben wegen dem Zustrom hochqualifizierter Menschen nur darum so viel, weil MIT, CalTech, Harvard, Princeton, Austin ... ebenfalls bestausgebildete Menschen hervorbringen.

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In den frühen 1980er Jahren war in den USA eine gewaltige Rezession (also trotz MIT, CalTech, Princeton, Austin, Harvard, Yale ... und der Zuwanderung von Spezialisten !) und die jungen Menschen sahen und erfuhren die wirtschaftliche Not, was sie erst zur Anstrengung und Kreativität ermunterte (stimmt das, dann wird in den USA wieder eine Rezession in den frühen 2010er Jahren, also eine Generation nach der Rezession in den 1980er Jahren, und in den 2010er Jahren haben wir dann in der EU eine Hochkonjunktur). 

 

Also, könnte man das nächste Gutachten vielleicht in der Art ausweiten, daß im Gutachten schon recht genau angegeben wird, wie man eine gute Wirtschaftsförderung durch eine vernünftige Reform der Universitäten ... und die staatliche Proklamation brennend heißer Forschungs-, Entwicklungs- und Industrieziele durchführt ? Stellen Sie sich vor, daß das Gutachten mit Worten wie diesen endet:

"Der Sachverständigenrat für die Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erkennt an:

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Die Technologien der kommenden Weltraumgestützten Superzivilisation heben die Trennung zwischen den Sphären Natur und Geist vollständig auf.

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Die Mittel der Supertechnik ermöglichen die Überführung aller Größen aus den Geisteswissenschaften in die Naturwissenschaften und umgekehrt. 

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Notwendig ist eine Neuorientierung der praktizierten Politik auf der Basis modern ausgerichteter Gesellschafts-, Politik-, Staatswissenschaft, Staatstheorien, wissenschaftlich gestützter Politik, Regierungshilfen mit Plankalkül bis Hochtechnologie ...

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Das Trauma der grausamen Verfolgung der geistig unabhängig denkenden Menschen im Machtbereich der Großen Inquisition der Kirche wirkt bis heute nach. Die Schicksale von Vanini, De Dominique, Savonarola, Giordano Bruno, Galileo Galilei ... blockieren bis heute den freien Forschergeist der Menschen.

Alle Wissenschaftler aller Disziplinen müssen zusammen arbeiten und die Grenzen zwischen Geistes- und Naturwissenschaften sind vollständig nieder zu reißen.“

Solche Worte wären schon einmal ein guter Anfang. Dabei sollte es aber nicht bleiben. Hätte er z.B. an konkreten Maßnahmen und Projekten zu empfehlen ? Vorschlag:

"Der Sachverständigenrat für die Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung empfiehlt:

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Mittels der Radio-Lehrsender sind die Bürger zum Leben in einer Superzivilisation zu qualifizieren.

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Schüler und Studenten sind während der Ausbildung mit Berufsleben und hochinnovativer Wissenschaft/Wirtschaft bekannt zu machen.

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Es sind Ausbildungsstätten höchster Qualität zu schaffen, mit MIT und CalTech in den USA vergleichbar.

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Hochschulabsolventen sind wirklich dazu zu befähigen, ein „Silicon-Valley“ aus dem Boden zu stampfen für HighTech beliebiger SF-Art.

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Einführung der mehrstufigen Tutoren- und Professorenuniversität, damit Kurse maximal bis zu 30 Studenten und individuelle Betreuung der Studenten möglich sind.

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Die Studienfächer und Studiengänge sind so auszubauen, daß sie zukunftweisend für die Gesellschaft und fesselnd-spannend-spritzig für die Studenten sind: Spitzenforschung und Spitzentechnologie vom Feinsten !

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Förderung von Unternehmensgründungen und von bestehenden Kleinunternehmen auf den Gebieten Weltraumfahrt, Computertechnik, Biomedizinische Technik, Gentechnik, Nanotechnologie, Molekular- und Mikrobiologie, Mikrotechnisierung beliebiger Apparate (Mikroingenieurstechnik), Solarenergienutzung in Kleinst- bis Größtkraftwerken, optimierte Energiegewinnung auf der Basis nachwachsender Rohstoffe ..., und zwar nicht nur durch finanzielle Hilfen und steuerliche Erleichterungen, sondern durch entsprechende Optimierung der Hochschulen ...“

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Proklamation und finanzielle Unterstützung von Projekten, die naturwissenschaftlich-technisch interessierte junge Leute wirklich vom Stuhl reißen, wie Bau von Rotierenden Weltraumstationen, Großraumschiffen, riesigen Weltraumspiegeln in Erdumlaufbahnen, Hotels, Tankstellen, Imbißstuben, Spielplätzen ... auf einer 1000 km-Bahn um die Erde oder als Teil einer Station auf unserem Mond, Studium und Entwicklung von Produktions- und Fertigungsprozessen im Vakuum bei niedriger Schwerkraft oder im schwerelosen Zustand ...

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Sofortiger Bau einer unter„irdischen“ Forschungsstation auf dem Mond mit einer Besatzung mit mehr als 100 Menschen. Forschungsstationen, Industrie- und Wohnkomplexe auf dem Mond sollten vorerst in mindestens 20 m Tiefe unterirdisch angelegt werden, um hinreichenden Schutz vor kosmischer Strahlung und Meteoriten ... zu garantieren. Die meisten Arbeitsplätze auf der Erde schafft man durch Realisierung von SF-Projekten wie einer großtechnischen Erschließung und  Kolonisierung des Erdmondes !  

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Die Hochzivilisationsentwicklung in unserem Sonnensystem ist nach Kräften zu fördern und so viele Paradiese wie nur möglich im Weltraum zu schaffen, in denen eine möglichst individuen- und artenreiche Tier- und Pflanzenwelt mit Maschinen, Menschen, Robotern ... in größtmöglicher Harmonie und Wirkung in der Ewigkeit zusammen leben.

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Erforschung, großtechnische Erschließung und Besiedlung des interplanetaren Weltraums sind einzuleiten.

Und dann folgen im so gewünschten Gutachten Tabellen, Statistiken, Kalkulationen und Prognosen, wie man genau kalkulierte Projekte der Hochtechnologie realisiert und wie man bei welchen Änderungen und Finanzierungen bestimmte Ergebnisse erhalten kann, u.a. auch eine kontinuierliche und rasche Senkung der Arbeitslosenrate ...

 

Denken Sie noch einmal an das Gelächter aus England:

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Kennen Sie die Engländer Stephen W. Hawking, Roger Penrose, Francis Crick, Robert Hinde, Jane Goodall ... ? Kennen Sie die US-Amerikaner Steven Weinberg, Jim Watson, ... ?

 

Sie kennen doch sicher noch die Namen Arnold Sommerfeld, Werner Heisenberg, Wolfgang Pauli, Walter Nernst, Albert Einstein, Max Planck, Adolf Butenandt, Otto Hahn, Konrad Zuse, Wernher von Braun, Rudolf Nebel ... ?

 

Kennen Sie auch Leute dieser Art aus der Nachkriegszeit, die nicht in der Vorkriegszeit geistig groß geworden sind ?

 

Ja mei, Konrad Lorenz, Irenäus Eibl-Eibesfeld (Österreicher, zeitweilig Direktor der MPG), Bernhard Grzimek, Manfred Eigen. Kennen Sie noch einen anderen von Weltruf, der genial-schöpferisch gearbeitet hat und nicht nur deswegen international gelobt wurde, weil er die Dreckarbeit besonders gut machte, die Engländer und Franzosen ... in CERN nicht machen wollten, wie z.B. das genaue Ausmessen von Energieniveaus von Atomkernen buchstäblich bis zum Erbrechen  ?

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Es ist die Rolle in der internationalen Spitzenforschung der Institute der MPG und vergleichbarer Forschungsinstitute von Gesellschafts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlern zu überprüfen. Nicht etwa, weil der Verdacht besteht, daß die zu viel Geld bekommen - die können gar nicht genug Geld bekommen -, sondern weil der Verdacht besteht, daß die Institute der MPG systematisch so mit Personal und Forschungsvorhaben bestückt werden, daß sicher ist, daß nichts Himmelstürmendes dabei herauskommt. Institute der MPG wie das MPI von Seewiesen, das als Heimat von Konrad Lorenz zur Weltgeltung kam, geriet deswegen vor einigen Jahren in die Diskussion, daß es (deswegen) geschlossen werden müßte. Es sei hiermit klar gestellt: Wissenschaftler, die Formeln schön hinschreiben können, sind in Bezug auf die internationale Spitzenforschung wertlos. Wir brauchen, Forscher, die Formeln genial-schöpferisch anwenden und neu schaffen können. Was nützt es, wenn man Seiten mit Formeln füllt und leistet nichts dabei ? Z.Z. von Werner Heisenberg und Konrad Lorenz waren die Institute der MPG noch gut. Dann kam der Absturz, begleitet und vielleicht auch mit ausgelöst durch den Rückzug von Natur- und Ingenieurwissenschaften aus Öffentlichkeit, Medien, Ausbildung - und Forschung auf Druck von ... hin.

 

Wirtschafts- und Staatswissenschaftler, Natur- und Ingenieurwissenschaftler,

Tier-, Pflanzen- und Umweltschützer, SF-Autoren und Wissenschaftsjournalisten ... -

vereinigt euch !

 

Im Großforschungsinstitut EUROPA müssen Staats- und Wirtschaftswissenschaftler lernen, mit Naturwissenschaftlern und Ingenieuren zusammen zu arbeiten und umgekehrt. Dazu gehört auch,

1.

in Ausbildung und Lehre ein maximales Wissen und Können in den Bereichen Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- und Staatswissenschaften zu vermitteln zusammen mit der maximalen Bereitschaft zu einem umfassenden Tier- und Pflanzenschutz, 

2.

maximale Förderung von Großprojekten in Spitzenforschung und Hochtechnologie als auch von Tier- und Pflanzenschutz,

3.

kleine Erfinder zu fördern, indem man Bearbeitungszeitungen und Gebühren für Patentanmeldungen drastisch absenkt,

4.

Hochbegabte besonders zu fördern, ohne ihnen vorzuschreiben, was sie entdecken und arbeiten wollen, wie das aber auch im CERN doch geschieht (es sind u.a. Forschungsinstitute einzurichten, die gezielt die ganze SF-Literatur abklopfen auf gute und heute schon technisch realisierbare Ideen),

5.

internationale Großforschungsprojekte zu proklamieren und zügig durchzuführen, die dabei helfen können, daß die Bürger zunehmend ihre nationale Identität durch diese Großforschungsprojekte identifiziert sehen,

6.

in Europa große Tier- und Pflanzenreservate einzurichten nach dem Vorbild der Sanctuarys in Ostkanada,

7.

die Städte durch möglichst große Grünflächen, Tierparks, Alleen ... mit grünen Lungen auszustatten, für die Städte und Kreise Vorschriften zur Raumordnung im Sinne von Tier- und Pflanzenschutz zu erlassen, die Städte als Lebensgemeinschaften von Menschen, Tieren und Pflanzen im Sinne der Superzivilisation zu organisieren ... (Paradiesformung),

8.

Gen-, Bio- und Weltraumtechnik als Schlüsselentwicklungstechnologien der kommenden Superzivilisation anzuerkennen und maximal zu fördern, eingeschlossen die Zurücknahme aller Beschränkungen bei der Anthropotechnik und die maximale Förderung des Baus von Raumstationen, Großraumschiffen, Mondbasen (mit unterirdischen Industrie-, Forschungs- und Wohnkomplexen) ...  

 

Wie schafft man durch Hochtechnologie Millionen wirklich vernünftige Jobs ?

Bemannte Weltraumfahrt, Erdenformung geeigneter Himmelskörper wie dem Mond, Gentechnik ohne Restriktionen ... sind Lösungswege, aber das Problem sind die Politiker, die nicht wollen. Das Beispiel der großtechnischen Erschließung des Mondes wurde schon diskutiert. Da gibt es dann u.a. noch die Gentechnik, mit der man Arbeit und Maschinen finanziert, die selber wieder Geld einbringen.

Man muß Eier, Fleisch, Pelze ... durch Biogentechnik in riesigen Massen so billig herstellen (also z.B. Eier durch biologische Eierstock-Maschinen oder durch Ovalbumin-Syntheseanlagen), daß die Massentierhaltung viel zu teuer wird und schlechtere Fleischqualität usw. liefert.

Es muß gelingen, Biomaterie wie Fleisch und Leber regelrecht zu züchten, indem man auf Gengruppen entsprechender Tiere zurückgreift und biologische Synthesemaschinen für diese Proteine schafft.

Das gilt vor allem für Eierstock und Gebärmutter, die man als biologische Maschinen zu höchster funktionaler Vollendung bringen muß, viel besser funktionierend als die natürlichen Organe. Das ist für die Herstellung von Qualitätseiern in Massenproduktion wichtig, und auch für das Klonen und Austragen von Retortengeschöpfen, bis hin zum Menschen und Androiden.

Ein wesentliches Ziel: Die Bio- und Gentechnik müssen es ermöglichen, Fleisch, Eier ... in solcher Güte und so billig zu produzieren, daß Massentierhaltung und Massentiertransporten auf rein marktwirtschaftlichem Wege die Grundlagen entzogen werden.

 

Gegenüber der Firma bedarf man einer neuen Einstellung. Der Begriff der Firma ist zu wandeln in Richtung einer produktiven Biotech-Landschaft, in der die Vertreter aller Lebensformen schöpferisch zusammen arbeiten. Die Grundidee ist dabei, eine Firma so zu bauen, einzurichten und zu führen, daß sie als Organ der Paradiesformung in einer Rotierenden Weltraumstation (RWS) oder auf einem beliebigen, geeigneten Himmelskörper betrieben werden kann: Stellen Sie sich vor, daß Sie auf dem Mars stehen oder sich in einer RWS befinden, daß Sie auf der guten alten Erde stehen - und Sie wollen eine Firma gründen.

Dann geht man so vor: Die Basis ist die Energieversorgung mit Sonnenenergie, und hat man davon hinreichend viel, kann man mit Hilfe der Maschinen der Hochzivilisation aus Dreck und Staub so ziemlich alles machen, was man braucht. Und das ist dann bereits das Firmenkonzept für den Sonnenenergie-/Produktionswirt.

Auf der Erde haben wir Wasser und Sauerstoff (noch) gratis. Wären wir wirklich auf dem Mond, müßten wir uns nur mit Wasserstoff extra versorgen. Warum ? Weil man mit beliebig viel Energie aus geeignetem Gestein, Dreck und Staub zwar beliebig viel Sauerstoff und Metalle gewinnen kann, aber kaum Wasserstoff (vielleicht etwas in Hydraten).

Solange die Versorgungsstrahlen oder Leitstrahlen ... der SF-Romane noch nicht existieren, die als gebündelte Energie- und Materiestrahlen durch den Weltraum zu jedem Verbraucher eilen, müssen wir entweder auf den Zufall hoffen, daß wir auf Monden, Mars ... Wasser(eis) finden, oder man muß Wasserstoff von der Erde mitbringen oder von den großen Gasplaneten „klauen“.

Nach dem Konzept der verteilt strukturierten Biotech-Solarkraftwerke und der kompakten Solarrobotfabriken ist die Gewinnung von Energie aus der Sonnenstrahlung die Basis, und die Bewahrung des Lebens ist ein ganz wichtiges Ziel.

Maschinen und organische Lebewesen müssen irgendwann so harmonisch und verteilt zusammenwirken wie Nukleinsäuren, Proteine, Polysaccharide und Lipide in einer Zelle.

Folgt man diesem Prinzip, sind an Firmen Tierasyle und Pflanzengärten anzugliedern. In den Arbeitspausen kann man dann in den firmeneigenen Tiergarten gehen und dort ein paar Rehe streicheln, sich in der Natur erholen, und ein paar Schritte weiter ist man wieder an seinem Arbeitsplatz.

Wie die Firma strukturiert ist, so ist auch der Staat im Großen strukturiert.

 

Es werden sich im Zuge der Entwicklung von Supertechnik und Superzivilisation die Industriezweige und Berufe immer schneller ändern, entsprechend dem immer schnelleren Fortschritt. Dafür werden einige Beispiele diskutiert:

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Pro Jahr verlegt man 1% der Energieerzeugung von der Kernkraft weg auf alternative Energieerzeugungsformen wie Wind- und Wasserkraft, geothermische Wärme, Sonnenenergie und nachwachsende Rohstoffe verlagert. Die neue Energieform ist

 

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tier- und pflanzenfreundlicher,

 

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vergleichbar teuer oder billig und hat die Aussicht, mit dem technischen Fortschritt billiger zu werden,

 

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leichter und unerschöpflich verfügbar,

 

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durch den Fortschritt in der kommenden Superzivilisation immer besser zu erschließen.

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Sonnenenergie-/Landwirt: dieser Beruf erhält seine Charakterisierung dadurch, daß die Investition laufend durch Einnahmen belohnt wird, nämlich in Form von Kilowattstunden erzeugter Stromleistung, zusätzlich zur Landwirtschaft.

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Sonnenenergie-/Produktionswirt: Modell dafür wäre ein Betreiber einer Solarrobotfabrik, in der mittels Sonnenenergie und Maschinen der Hochzivilisation aus Dreck beliebige Metalle (Silizium, Wasserstoff, Graphit ...) herausgeholt oder dieser Dreck zu komplexen Produkten verarbeitet wird.

Der Energie-/Landwirt ist eine Form der Symbiose zwischen Solarzellenkraftwerk und Landwirtschaft, aber es gibt Tausende von „Berufen“, die Solarenergie dazu verwenden, etwas zu erzeugen, das dann an den öffentlichen Markt geliefert wird.

Man kann z.B. eine Solarenergieanlage bei sich zu Hause einbauen und damit u.a. einen PC betreiben, den man zur Dienstleistung benutzt und damit Geld verdient.

Weltraumfahrt, Arbeit in Weltraumstationen und auf Planeten- oder Mondbasen, Gentechnik und Massenabbau gentechnisch erzeugter, für Tiere und Menschen nicht schädlicher und sehr nützlicher Pflanzen, Robotertechnik, Solarstromerzeugung ... würden Millionen von guten Arbeitsplätzen schaffen. Es gibt heute schon nach Plan genetisch konstruierte Pflanzen zur Erzeugung von hochwertigem Protein. Für die folgenden Forschungsprojekte gilt die Energiegewinnung durch Nutzung der Sonnenenergie. Ob man in unserem Universum Fusionsreaktoren im SF-Sinne bauen kann, ist fraglich, und großtechnisch sollte man nicht Wasserstoff verbrauchen, wenn die Sonne genug Energie für Jahrmilliarden liefert. Forschungsprojekte:

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Rotierende Weltraumstationen, Großraumschiffe, Planeten- und Mondbasen, und zwar für große Populationen an Menschen, Tieren und Pflanzen bei entsprechender Sicherheit der künstlich-technischen Lebensinseln. Nur vom Weltraum her kann man auf die Erde einstürzende Himmelskörper wirksam bekämpfen (zerstören, aus der Bahn lenken). Von Erschließung und Besiedlung des Weltraums kommt der größte Zivilisationsdruck. Durch die bemannte Weltraumfahrt kommt der Mensch zu einer Geistigkeit, die er auf anderem Wege nur sehr schwer erreichen mag.

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Solarenergiegewinnung auf allen erdenklichen Wegen, völlige Umstellung auf Sonnenzellenbatterien, Solarenergiekraftwerke, nachwachsende Rohstoffe (wenn diese Techniken den entsprechenden Stand der Ersatztechnologie erreicht haben, und das ist durch physikalische Daten, reife Technologien und Modellrechnungen nachzuweisen und nicht mit der Methode des ideologisch verbohrten Dummkopfs vorzeitig durchzusetzen !),

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Sonnentankstationen, Energieverteilerstationen, Versorgungsstrahlen, um den Raumschiffspassagierbetrieb mit einem Netz von Versorgungsstrahlen abzustützen (d. h. die Raumschiffe führen ihren Treibstoff nicht mit an Bord !) und beliebige künstlich-technische Lebensinseln oder Kolonien auf sonnenfernen Himmelskörpern mit Energie zu versorgen.

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Künstliche Steuerung des Klimas auf der Erde durch Biotech-Landschaften (ausgewogenes Miteinander von riesigen Solarzellenbatterien, eng durchsetzt und kombiniert mit einer reichen Tier- und Pflanzenwelt).

 

Verbreitete Arbeitslosigkeit in einem Staat ist zu großen Teilen hausgemacht, wegen Ideenlosigkeit, Korruption, Dummheit, Technikfeindlichkeit ... der - maßgeblichen ! - Politiker, Mediengestalter, Chefjournalisten und sonstigen Funktionäre.

Wegen ihrer wirtschaftlichen Stärke und wissenschaftlichen Spitzenstellung hat man sich sicher an den USA ein Beispiel zu nehmen. Man muß aber bei Vergleichen vorsichtig sein. Jeder Bezug auf die USA mit ihren Erfolgen bei der Schaffung von Millionen Jobs im Dienstleistungssektor mit staatlichen finanziellen Hilfen für Geringverdiener kann nur in einer Gesellschaft funktionieren, in der die HighTech unserer Zeit ihren Ursprung und ihre stärkste Stütze hat. Eine Reform muß darum auf mehreren Säulen stehen, die gleichzeitig aufzubauen sind. Zu diesen Säulen gehört sicher der Dienstleistungssektor mit den o.g. Konditionen, aber auch die Förderung der Spitzentechnologie mit solcher Wirkung, daß die betreffende “Gesellschaft“ in Spitzenforschung, Spitzentechnologie, HighTech ... führend wird.

 

Tier- und Pflanzenschutz in Harmonie mit der kommenden Superzivilisation

 

Supertechnik und Tierschutz müssen sich nicht nur gegenseitig tolerieren, sondern die Supertechnik muß so gesteuert werden, daß sie Tier- und Pflanzenschutz optimal garantiert. So könnte z.B. durch moderne Bauweisen erreicht werden, daß kein Wohn- oder Baugrundstück usw. zu mehr als 50% seiner Fläche Erdboden betoniert. Anders gesagt: Jedes dieser Grundstücke muß mindestens zur Hälfte der Tier- und Pflanzenwelt gehören.

 

Schutz, Bewahrung, Höherentwicklung und Verbreitung der natürlichen und künstlichen Lebewesen in Sicht auf größte Zeiträume mit den Mitteln der Superzivilisation sind oberstes Gebot und gehören als wesentliche Bestandteile zum Lebenssinn der Menschen und ihrer Nachfolger.

Schutz, Bewahrung, Sicherung, Höherentwicklung und Verbreitung der höheren Wertschöpfungen und insbesondere von Leben und Zivilisation werden zu Kriterien für die Wahrheitsdefinition. Wahr ist das, was dem Leben hilft, und unwahr das, was ihm schadet - immer in Sicht auf größte Zeiträume.

Es gilt der Zivilisation-Leben-Vertrag und wird streng eingehalten, Geschöpfe und Vertreter aller Lebensformen leben in Biotech-Familien in Biotech-Landschaften - auch Paradiese genannt und so auch ausgebaut - harmonisch zusammen ...

Tier- und Pflanzenschutz können sicher erst dann wirklich befolgt werden, wenn ein in den Grundsätzen der EU verankerter Tier- und Pflanzenschutz zumindest die EU-Staaten im ganzen Raum der EU dazu bewegt, die Gesetze des Tier- und Pflanzenschutzes zu befolgen. 

Das große Problem der Zukunft ist, die kommende Hochtechnologie mit der Erhaltung des Lebens zu harmonisieren. Es ist der Unterricht an den Schulen so zu gestalten, daß die Kinder ihre Verantwortung für anderes Leben überhaupt begreifen können.

Schutz und Bewahrung der lebendigen Schöpfung erfordern, daß die Menschen nicht andere Geschöpfe von der Erde verdrängen. Es ist also zwingend, daß sich die Menschen eine gewisse Selbstbeschränkung auferlegen. Die Erde ist begrenzt  - die Mittel der Supertechnik müssen es möglich machen, daß Menschen, Tiere und Pflanzen immer zahlreicher, vielfältiger und harmonischer miteinander leben. Das ist Paradiesformung durch vollkommene Biotechlandschaften. Immer dann, wenn Lebensraum den Tieren und Pflanzen weggenommen wird, ist an anderer, mindestens gleich geeigneter Stelle in mindestens derselben Größe und Güte ein Ersatz zu schaffen, so daß der Lebensraum für Tiere und Pflanzen niemals kleiner werden und über größere Zeiträume nur wachsen kann. Das gilt sicher für die Erde, aber noch mehr gilt es für künstlich-technische Lebensinseln im Weltraum oder für erdengeformte Himmelskörper. Folgendes wird als politische Leitlinie festgesetzt:

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Garantierung einer möglichst arten- und individuenreichen Tier- und Pflanzenwelt in Reservaten großer Ausdehnung auf der Erde, in künstlich-technischen Lebensinseln und auf erdengeformten Himmelskörpern.

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Es sind Bürgerrechte für Tieren und Pflanzen in den Verfassungen der Staaten zu verankern.

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Städte mit großen Tierparks anfüllen oder große Tierparks mit Stadtteilen.

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Städte sind tier- und pflanzenfreundlich zu bauen, wofür in kleinen Abständen kleinere Grünanlagen und größeren Abständen größere Grünanlagen einzurichten sind, so daß die Fiktion des Lebens im Paradies asymptotisch erreicht wird.

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Menschen, Bürger, Organisationen, Strukturen ... in den Staaten sind auf Tier- und Pflanzenfreundlichkeit zu überwachen.

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Paradiesformung auf der Erde (Wüsten, Steppen ... in fruchtbare Gegenden verwandeln mit einer reichen Tier- und Pflanzenwelt).

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Die Landschaft darf nicht immer weiter überbetoniert werden.

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Tiere und Pflanzen ist ein eigenständiges Recht auf Unversehrtheit, artgerechtes Leben sowie das Leben überhaupt zuzusprechen, was in den Verfassungen der Staaten zu verankern ist.

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Der Mensch braucht die lebendige Natur aus sehr vielen Gründen und mit der fortlaufenden Vernichtung der (natürlichen) lebendigen Schöpfung (Gottes) sägt er sich den Ast ab, auf dem er selber sitzt..  Also ist Tier- und Pflanzenschutz geradezu eine Trivialforderung.

 

Wie kann man Tier- und Pflanzenschutz (Paradiesformung) als Jobmaschine nutzen ? Stellen Sie sich vor, daß Sie auf dem Mars stehen und eine Kolonie gründen sollen. Was fallen da für Arbeiten an ? Übertragen Sie das auf die Erde ! Es gibt keine ewigen ökologischen Lücken ohne entsprechenden Aufwand. Jobs kann man schaffen beim Ausbau der biotechnischen Landschaften, Familien ...:

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Große Tiergärten zum Zweck der Erhaltung der Tier- und Pflanzenwelt der ganzen Erde, Erholungspark für Menschen, Schaffung von „grünen Lungen“ im Zentrum der Städte, Tierschutzgebiete für die heimische Tier- und Pflanzenwelt ...

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Verteilte Solargroßkraftwerke: Stromgewinnung durch weit verteilte Sonnenenergiestationen in der Landschaft, zwischen denen Landwirtschaft, Forstwirtschaft ... betrieben wird.

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Klein- und Kleinstkraftwerke auf der Basis von Sonnenenergie, Brennstoffzellen, Rapsöl, Holzschnitzeln ... für das Eigenheim, autarke Häuser und Wohnblocks mit eigener Energieversorgung, Frischwasseraufbereitung ...

 

Tiergarten kombinieren mit verteiltem Solarkraftwerk

Einen Tiergarten kann man als Energiekraftwerk auslegen, indem man längs allen Wegen Solarmodule installiert, alle geeigneten Dächer mit Solarmodulen versieht ... Das würde ein gewichtiges Argument für die bedeutende Vergrößerung von Tiergärten liefern. Entscheidend ist, daß Tiergärten bewachte Gebiete sind. Bisher ist nämlich schon ein Hindernis bei der Verbreitung der Solartechnik, daß die Solarmodule, Regler, Einspeisungssysteme für das öffentliche Netz ... so teuer sind und damit natürlich auch zu Objekten der Begierden von Dieben werden können. Man kann also Tiergärten als Ausgangsflächen für verteilte Solarkraftwerke verwenden und unter Beibehaltung ihrer BioTech-Struktur möglichst flächenmäßig erweitern, so daß sie tatsächlich zu Energielieferanten für das öffentliche Netz werden, auch später ohne spezielle Förderung von Solarstrom.

 

Einige Anliegen zu Tier- und Pflanzenschutz:

1.

Es ist der Tier- und Pflanzenschutz in der Verfassung zu verankern. Es ist den Tieren - Wild- oder  Haustieren - ein eigenständiges Recht auf artgerechtes Leben und Unversehrtheit im Grundgesetz zuzubilligen. Dann kann man auf Kommunen ... einwirken, daß mehr Tierheime und -asyle (private und kommunale) eingerichtet und viel stärker finanziell gefördert werden.

2.

Man muß Tier- und Pflanzenschutz als Staatsziel erklären und die Verfassung entsprechend ändern, und zwar sowohl für Regionen wie Bayern, EU-Staaten wie Deutschland, Staatenverbände wie die EU ... Es ist bei der EU-Bürokratie anzusetzen, in Brüssel bei den EU-Behörden. Alle staatlichen Maßnahmen in Europa müssen scheitern, wenn sie nicht in den Brüsseler Behörden ansetzen. Die in einem Staat zur Verfügung stehenden Landflächen stehen zwangsläufig in Konkurrenz zwischen Mensch und Tier. Das darf aber nicht dazu führen, daß die Tiere und Pflanzen dabei immer mehr durch Betonbauten und Stahlgerüste ausgetauscht werden.  

3.

Die Forderung der EU, daß jeder EU-Staat 5% seiner Fläche als Naturschutzgebiet ausweisen muß, wird von den Staaten längst nicht erfüllt. Dabei sind diese 5% noch viel zu wenig und sollten auf 15% erhöht werden. Ferner sollte man nicht mehr von Naturschutzgebieten, sondern Tierschutzgebieten oder Sanctuarys reden, in denen der Mensch keine Tiere töten darf. Möglich wird das durch die Hochtechnologie (besonders Gentechnik), mit deren Hilfe man auf immer kleineren Flächen immer mehr und hochwertigere Nahrung erzeugen kann.

4.

Es sind die Maßnahmen zu verstärken, um das Aussterben von deutschen Tier- und Pflanzenarten zu verhindern. Was sagt man z.B. einem brasilianischen Regenwaldvernichter, wenn vor der eigenen Haustür in Deutschland Tier- und Pflanzenarten aussterben (die Feldhasen in Deutschland stehen auf die Liste der aussterbenden Arten) und Tieren und Pflanzen fortlaufend an Lebensraum genommen wird ? Es ist festzustellen, daß in den Städten zunehmend Grünflächen durch Asphaltflächen und Betonbauten vernichtet werden. Man darf die Landschaft nicht immer weiter überbetonieren. Man könnte eine Patenschaft für Tiere in Wald und Feld einführen.

5.

Es ist eine Art Stadtarchitektur zu entwickeln, die vorschreibt, daß möglichst viel Grünflächen, Büsche und Bäume in den Städten als grüne Lungen und Tierreservate zu schaffen sind, auch mit öffentlichen Wasserstellen (Tränken). Beispiel für eine Verordnung: Immer dann, wenn Lebensraum den Tieren und Pflanzen weggenommen wird, ist an anderer, mindestens gleich geeigneter Stelle in mindestens derselben Größe und Güte ein Ersatz zu schaffen, so daß der Lebensraum für Tiere und Pflanzen niemals kleiner werden und über größere Zeiträume nur wachsen kann.

6.

Es ist alles zu tun, damit die heute in Deutschland und auch in Europa lebenden Tiere überleben. Das Füttern von Wildtieren (auch Vögeln) aus öffentlicher Hand in harten Wintern ist zu verstärken und der Einzug der Tiere in die Städte ist zu fördern. Dafür müssen aber in den Städten hinreichend viele Stadtanlagen, Grünflächen, Vorgärten ... vorgeschrieben sein.

7.

Es sind die Forschungen dafür zu verstärken, das Vergiften der Tiere von Wald und Feld mit Insektiziden, Düngemitteln ... abzustellen. Hier zeigt sich das allgemeine Problem, Landwirtschaft und Tierschutz oder Landwirte und Tierschützer auf einen Nenner zu bekommen. Da es faktisch richtig ist, daß Maßnahmen zu Tier- und Pflanzenschutz die Landwirte fast prinzipiell in der konventionellen Feldnutzung einschränken (weniger Dünger bedeutet geringere Ernte, Biotope ... nahe den eigenen Feldern vermindern den Wert dieser Felder), muß man den Landwirten vom Staat her entgegenkommen. Hierbei ist Vorbedingung, daß es als Staatsziel erklärt wird, die Population an Wildtieren auf einem genau definierten, hinreichend hohen Stand zu halten. Der Landwirt, der mithilft, dieses Staatsziel zu erreichen, bekommt dann entsprechende geldwerte Vergünstigungen. Auch sind ganz neue Formen der Verbindung von Landwirtschaft und Tierschutz zu konstruieren, was aber zumindest in den Aufbauphasen immer staatliche Förderung voraussetzt. 

8.

Die landwirtschaftlichen Berufsbilder sind gemäß dem Fortschritt in Hochtechnologie sowie Tier- und Pflanzenschutz anzupassen. Der Landwirt, der seinen Lebensunterhalt nur durch Produktion von Getreide, Kartoffeln, Fleisch ... im herkömmlichen Sinn erwirbt, wird allmählich ersetzt durch den Kombilandwirt, der zu seinem landwirtschaftlichen Betrieb im herkömmlichen Sinn noch Reiterhof, Gästeverpflegung, Tourismusberatung, Energie-, Rohstoffgewinnung durch Solarzellenmodule ... hinzunimmt. Das Ziel des maximalen Tier- und Pflanzenschutzes kann nur über maximalen Einsatz der Hochtechnologie erreicht werden.

9.

Bio- und Gentechnologie sind maximal zu fördern, da nur über sie der Zwang zur Massentierhaltung - so oft verbunden mit echt scheußlicher Grausamkeit - aufgehoben werden kann. Es ist als nationales Ziel zu erklären, vom Genom geeigneter Pflanzen wie Bohnen, Erbsen, Lupinen, Raps, Mais, Tomaten ... ausgehend neue Pflanzenarten zu erzeugen, die entweder direkt tierisches Protein erzeugen oder zumindest Eiweiß wie Ovalbumin und Vorstufen von tierischen Proteinen, die schnell und billig zu tierähnlichem Eiweiß (Fleisch) synthetisiert werden können. 

10.

Die Gesetze, die die Versuche an Tieren in riesiger Zahl vorschreiben, um irgendwelche Kosmetika, Arzneien ... für die Verwendung zuzulassen, waren immer eine Perversion des Gesetzgebers. Es sind alle Anstrengungen zu unternehmen, daß man alle Versuche an höheren Tieren - auch schon an Mäusen - immer mehr ersetzt durch Versuche an Zellkulturen, aus Stammzellen gezüchteten menschlichen Organen und Expertensystemen an Großrechnern. Es war oft in der Geschichte so, daß der Staat, das Gesetzessystem, der Zeitgeist ... die regional-epochalen Perversionen bewirkten.

11.

Das gesellschaftliche Zusammenleben muß mehr Regelkreistechniken für den Informationsaustausch ... folgen: Kombinierte Alten-, Studenten- und Tierheime könnten etwa so funktionieren, daß sich die Studenten um die Alten kümmern und sich dabei ein Taschengeld verdienen, die Alten sich um die Tiere kümmern und die Tiere durch ihre physische Nähe das Leben der Alten erleichtern. Dem Ganzen könnte dann noch ein HighTech-Industriepark überlagert sein.

12.

Umweltschutz betrifft nicht nur die Landwirte, sondern auch die Städter. Es ist zwingend, in den Städten hinreichend viele „grüne Lungen“ zu schaffen, und wo diese sind, darf man eben nicht betonieren - oder man muß Gebäudearchitekturen verwenden, die Beton und Grünlandschaft auf engem Raum harmonisch vereinigen. Im Prinzip läuft das auf das hinaus, was der österreichische Künstler Hundertwasser in dieser Richtung vorgeschlagen hat (Pflanzen und Tiere in die Städte). Beispiel: Wenn einer ein Grundstück für 1000 m2 gekauft hat, so darf er prinzipiell nur die Hälfte bebauen und muß den Rest Garten, Grünland, Park ... sein lassen.

13.

Kombi-Architektonik wie die Spiralstufenpyramide als Beispiel für Naturschutz-Supertechnik-Hybridbiotechnik: Die Spiralstufenpyramide hat die Form einer Kreuzung zwischen Schneckenhaus und Stufenpyramide. Um das Bauwerk windet sich die nach oben steigende Rampe von 10 m Breite, die dicht mit Pflanzenwuchs bewachsen ist, und die spiralförmig umlaufende Rampe mit 10 bis 20 m Breite ist die Decke der Wohnungen. Im Innern der Pyramide sind dann Fabriken, Einkaufszentren, Verwaltungseinrichtungen ... 

14.

Ein ganz besonderes Anliegen ist die internationale Kontrolle auf Seelenverkäufern der oft verbrecherisch handelnden Reedereien, die mit völlig verrosteten Schiffen so gefährliche Ladungen wie ...zig Tonnen Rohöl transportieren. Da man bei einer Massenkarambolage auch nicht so sehr danach fragt, wer für die Ambulanzen und Autobahnmeistereien zur Verletztenversorgung und Schadensbehebung zuständig ist, sollte man zuerst einmal die Reedereien in Haftung nehmen, die auf verrosteten Kähnen Zehntausende von Tonnen Rohöl transportieren. Man kann hier an einen Boykott durch die EU-Staaten denken oder an Popularklagen (Sammelklagen). Auf jeden Fall muß man verbrecherischen Reedern das Handwerk legen.