1.3  Kosmophysik - die Physik n-dimensionaler Räume eines m-Kosmos

 

1.3.1  Kurze Beschreibung der Kosmophysik und ihres Themenbereiches

 

mD

m-dimensional, m-D

(n-1)D

Gebilde mit der Dimensionszahl n-1

Km,1

m-d Kosmos mit dem höchstdimensionalen Raum m-ter Dimension, bei einer Zeitachse

Rm,1

Der höchstdimensionale Raum eines Km,1 .

Rm,1

Unterräume des Km,1 mit 0 < n < m,

R3,1

Universum, im günstigen Fall lassen dessen Metrik, Struktur und Lebensdauer die Entwicklung von Materie und Strahlung zu.

R4,1

Hyperraum, im günstigen Fall lassen dessen Metrik, Struktur und Lebensdauer die Entwicklung von realitätsbildenden Strukturen zu.

R5,1

Pararaum, im günstigen Fall lassen dessen Metrik, Struktur und Lebensdauer die Entwicklung von realitätsbildenden Strukturen zu.

Welt

Variabler Begriff: Mal ein Planet oder ein Sonnensystem mit Leben und Zivilisation, mal ein Universum, das Leben entwickeln kann – was gemeint ist, zeigt der Kontext.

PPE

Projektion aller Prozesse, Formen und Ereignisse vor den Hintergrund der Ewigkeit

AUT

Alles umfassende Theorie

ART

Allgemeine Relativitätstheorie

QCD

Quantenchromodynamik

QED

Quantenelektrodynamik

QM

Quantenmechanik

 

Mitchell Begelman, Martin Rees „Schwarze Löcher im Kosmos“, 1997 (Gravity’s Fatal Attraction, 1996)

Dennis Overbye „Das Echo des Urknalls“, 1991 (Lonely Hearts Of The Cosmos, 1990)

Martin Rees „Vor dem Anfang“, 1998 (Before the Beginning, Our Universe and Others, 1997)

 

Das Kosmos-Modell der Aionik wurde besonders dafür ausgelegt, in das allgemeine Werden einen Sinn zu bringen oder über das, was uns als objektives Geschehen, als Natur, Realität, Wirklichkeit ... einen Sinn zu stülpen. Nun mag es im Ewigen Werden, in der Realität und Wirklichkeit einen solchen Sinn geben – aber das wissen wir nicht und können es auch nicht herausfinden und beweisen, und dasselbe gilt vom Gegenteil, daß ein solcher objektiver Sinn existiert.

Da es nun nach den treffenden Worten von Niels Bohr echt „keinen Sinn macht“, wenn man die eigene Sinnlosigkeit annimmt oder zu beweisen sucht, wird hier einfach bis zum Beweis des Gegenteils angenommen, daß es einen solchen Sinn gibt, der uns Menschen auch als akzeptabel erscheint, und daß man diesen Sinn eben nun herausfinden muß. Ebenfalls muß die Sinnzuweisung beinhalten, daß unter günstigen Umständen eine Sinnerfüllung möglich ist.

 

Realität, Leben und Zivilisation benötigen für eine geeignete Sinnzuweisung eine Struktur und Dynamik des Realen in seiner größten Ausdehnung, die eine vernünftige Sinnschöpfung ermöglichen. Genau dafür wurde die Kosmophysik bis 1984 entwickelt und 1985 zum ersten Mal im 1. Band der AIONIK-Reihe publiziert. In diesem Kap. 1.3 werden die Leitlinien und Vorstellungen im Umfeld der meistens universumexternen Kosmophysik vorgestellt und von möglichst vielen Standpunkten beleuchtet. Dadurch kommt es zwangsläufig zu vielen Wiederholungen.

In Kap. 1.4 wird die Geschichte und Wesenheit der Aionik dargestellt, und auch hier wird es zu zahlreichen Wiederholungen im Vergleich mit Darstellungen in Kap. 1.3 kommen.

 

Wir leben in einer multidimensionalen, ewigen Realität, in der Universen vom Typ R3,1, Hyperräume vom Typ R4,1, Pararäume vom Typ R5,1, ..., m-Kosmen vom Typ Km,1... in schier unendlicher Anzahl entstehen, sich entwickeln und wieder vergehen, mit einer darüber gelegten globalen Evolution.

Universen sind winzige, vergängliche Teilbereiche der globalen, ewigen Realität. Universen sind dimensional, zeitlich und räumlich eng begrenzt. Universen haben einen zeitlichen Anfang und ein zeitliches Ende. Universen sind vielfältig in ihren verschiedensten Ausführungen und Versionen mit unterschiedlichsten Werten für ihre Metrik, Physik, Dynamik, Naturkonstanten, Entwicklungsfähigkeit ...

Aber wenn auch Universen nur winzige, in einer hochdynamischen Entwicklung befindliche Unterräume von Hyperräumen, Pararäumen ... sind, so können sie doch hier eine ähnliche hohe Bedeutung für das Ganze - die multidimensionale, ewige Realität - haben wie die Früchte eines Baumes für seine tierische Umwelt. Die m-Kosmen wurzeln im Chaos wie Bäume im Sumpf, die höherdimensionalen Räume sind, beim Unterraum mit der höchsten Dimension anfangend, wie Stamm, stärkste Äste, davon abzweigende Äste ..., und viele Universen mögen wie Blätter am Baum sein, viele wie seine Früchte.   

Intelligenten Wesen (IW) und ihrem Wirken kann dann und nur dann ein vernünftiger Sinn zugewiesen werden, wenn sie in diese Evolution der Universen, Hyperräume ... nach Plan und wirksam fördernd und schöpferisch eingreifen können. Entwicklung und Wirkung von IW hängen sehr stark ab von den „Früchten“ des „Weltbaumes“ - also von den Universen mit geeigneter Metrik, Dynamik, Physik ... 

Aber die IW sind nur die Kinder in den Kinderstuben, welche Funktion die Universen u.a. haben. Erst wesentlich und entscheidend für die ewige, vieldimensionale Realität sind Superintelligenzen.

Hier geht es um Superintelligenzen, Universen, Hyperräume, Pararäume ..., um Supermaschinen, Hypersupermaschen ... als Werkzeuge von Superintelligenzen, um die globale, multidimensionale Ewigkeit mit tiefer dimensionaler Schachtelung von beliebig-dimensionalen Räumen in hochdynamischer Entwicklung in Sicht auf größte Zeiträume, um die maximal möglichen Entwicklungshöhen und Wirkungen von beliebig-dimensionalen Räumen und Superintelligenzen.

Wollen wir „Gott“ und seine „Kollegen“ kennen lernen, müssen wir sein bzw. ihre Werke studieren, die uns von ihnen gestellten Aufgaben zu erkennen und zu lösen suchen. Forschung und Erkenntnisstreben sind die Suche nach Gott und Giottes Werk - das ist wörtlich die Bedeutung des Wortes Theorie.

Wir können uns Superintelligenzen nicht mit menschenspezifischer, an kurzen Zeiträumen orientierten Denk- und Sichtweisen nähern. Wir müssen nicht-menschenspezifisch denken, eigentlich also übermenschlich, aber provozierender bezeichnet als nichtmenschlich.    

Im persönlich erlebten Alltag denken wir in Größen von einigen Dutzend Kilometern und in Zeiträumen von Jahren, und in der nichtmenschlichen Denkweise denken wir in Hunderten von Millionen Lichtjahren, in Zeiträumen von Billionen Jahren ..., und das natürlich multidimensional.

 

 

1.3.2  Entstehung der Kosmophysik - „Das Universum ist Bauarbeit“

 

Die Vorstellung, daß unser Universum nicht das erste ist, ja daß es viele Versuche gegeben hat, immer bessere Universen zu erschaffen, ist erstaunlicherweise Jahrhunderte alt, allerdings hat sie ein Schattendasein unter vielen anderen Vorstellungen über die Welt geführt.

Einen entscheidenden Schritt kam man vorwärts, nachdem Albert Einstein seine Allgemeine Relativitätstheorie (ART) entwickelt hatte und Forscher wie Alexander Friedmann, Karl Schwarzschild, Arthur Eddington und Georges Lemaitre die Dynamik der Universen erkannten, die sich bei Anwendung dieser Theorie ergaben. Nachdem Edwin Hubble 1929 die Rotverschiebung der Galaxien erkannt, sie als Fluchtgeschwindigkeit gedeutet und das heute so genannte Hubble-Gesetz erarbeitet hatte, kursierte die Vorstellung vom expandierenden Universum. Die Mathematiker Robertson und Walker wiesen bis 1935 nach, daß die mit Hilfe der ART beschriebenen Welten sich in der Zeit entwickelnden Systemen entsprachen. Das war wichtig, denn damit wurde aus der expandierenden Raumzeit die Expansion des Raumes in der vergehenden Zeit.

Schon 1925 versuchte Theodor Kaluza, mit Hilfe eines 5D Ansatzes eine Vereinheitlichung von Elektrodynamik und Gravitation zu erreichen, und Einstein würdigte seine Arbeit. Dann verlor sich das Interesse daran bei den Wissenschaftlern.

Ab 1950 nahmen sich Autoren für Science Fiction - im folgenden Text SF-Autoren genannt - der Vorstellung von einer multidimensionalen Realität mit einer Vielzahl von sich dynamisch entwickelnden Universen an. Bei den frühesten SF-Autoren waren Arthur C. Clarke und Donald Wollnstein. In den 1960er Jahren gab es bereits eine umfangreiche SF-Literatur, wo wie in der Weltraumserie „Perry Rhodan - der Erbe des Universums“ eine ausgefeilte multidimensionale Begriffswelt erarbeitet worden war. Parallelwelten, Hyperraum, Pararaum, Dimensionstransmitter ... die SF-Autoren schufen eine Begriffswelt, die einer multidimensionalen, dimensional tief geschachtelten und dynamischen Realität entsprechen sollte.

In den 1960er Jahren „schlugen“ die Wissenschaftler „zurück“ und erarbeiteten bis 1975 11D Modelle für die Vereinheitlichung aller 4 Grundwechselwirkungskräfte in den Schulen um Dennis Sciama und Roger Penrose in England, Yakow B. Zel’dovich in Rußland und John Archibald Wheeler in den USA.

Bis 1967 hatte Wheeler die Vorstellung von einem „Superraum“ erarbeitet, der der mathematische Hafen für alle möglichen Metriken unendlich vieler Universen war - und über Jahrzehnte „tunnelte“ dieser zuerst rein mathematisch konzipierte Superraum in die Welt der realen 5D Räume über, aus dem mathematischen Superraum wurde ein realer Hyperraum, der real eine Unzahl von Universen mit unterschiedlichster Metrik enthielt.  

1975 wiesen Supersymmetrie (SUSY) und 11D Gravitation einen Weg zur Quantengravitation, der aber auch bis heute noch nicht zu einem Ziel gekommen ist. Vielleicht aber in Folge dieser 11D Modelle meinte Yakow Zel‘dovich schon um 1976, daß dieses Universum möglicherweise nicht das einzige sei.

1990 publizierte Andrei Linde sein Buch „Elementarteilchentheorie und inflationärer Kosmos“, worin er u.a. die reale Existenz vieler Universen in einem „Hilfsraum“ diskutierte, und er stellte auch Überlegungen über das Wirken von Intelligenten Wesen in einer solchen Realität an. Bei Linde konnten die verschiedenen Universen übrigens schon unterschiedlicher Dimensionszahl sein, so daß man mit einem 5D Hilfsraum allein da rasch nicht weiterkam. Die Vorstellung der multidimensionalen Realität war geboren.

1997 publizierte Martin Rees das Buch „Vor dem Anfang“, in dem er sich ausführlich über eine solche multidimensionale Realität ausließ. In diesem Buch teilte Rees auch mit, wie er über eine alternative Deutung der seltsamen Feinabstimmung in den Grundlagen der Physik und Naturkonstanten unseres Universums dazu kam, unser Universum als nur eines von sehr vielen anderen, meist verschiedenen Universen anzunehmen.

Dennis Overbye schrieb in seinem Buch „Das Echo des Urknalls“ von 1991, daß sich Stephen Hawking um 1976 im Zuge der Überlegungen um die Viele-Welten-Theorie über parallele Universen ausließ, wobei Hawking diese Universen anscheinend so real einstufte wie Glühwürmchen. Soche Vorstellungen lehnte Hawking in der ersten Ausgabe seines Buches „Eine kurze Geschichte der Zeit“ gegenüber der Öffentlichkeit aber noch strikt ab, und erst in der Ausgabe 2000 bekannte er sich zur Vorstellung von einer Realität mit vielen Universen.

 

Wer die kleinen Heftchen der SF-Serie „Perry Rhodan“ oder die Bücher von Herbert W. Franke gelesen hat, für den sind parallele Universen samt Hyperraum und Pararaum alte Hüte. Ebenso sind die SF-Filmserien von George Lukas dafür eine gute Einführung. So gibt es im Umfeld von Raumschiff Enterprise Hypersprünge, Wurmlöcher, andere Universen, Hyperantrieb (Warpantrieb) ...

Dennis Overbye beschreibt nun anscheinend im o.g. Buch auf Seite 170, wie sich Hawking das bereits um 1976 vorstellte - was er selber aber so nie publiziert und eher in Abrede gestellt hat, bis er die 2000er Ausgabe seines Welterfolgs „Eine kurze Geschichte der Zeit“ herausgab.

Paul Davies hat ebenfalls eine ganze Serie von Büchern publiziert, in denen er Kosmologie und Hochenergiephysik den Laien nahe zu bringen suchte. In seinem Buch „Die Urkraft“ von 1986 war noch nichts über andere Universen zu finden, aber er schloß darin mit den Worten, daß möglicherweise bei der Erschaffung unseres Universums ein Sinn verborgen war, der die Entwicklung der Menschheit einbeschloß. In seinem Buch „Die letzten 3 Minuten“ von 1994 schrieb er bereits von vielen Universen, von einer Familie von Universen ... Davies schrieb schon 1986, daß es in USA etliche Forscher gab wie Richard Gott, denen es Spaß machte, sich immer wieder neue Universen mit den unmöglichsten Eigenschaften auszudenken. Martin Rees hat in seinem Buch „Vor dem Anfang“ von 1997 sehr viel über andere Universen geschrieben. 

 

Fred Hoyle hat als Kosmologe und SF-Autor wirklich bahnbrechende Ideen publiziert, einer davon war der Wortlaut dieser Überschrift „Das Universum ist Bauarbeit“. SF-Autoren haben den Begriff der Superintelligenz entmystifiziert und das Wort dafür erst erschaffen, ebenso wie den Begriff des Hyperraums und Pararaums sowie die Worte dafür. Dank vieler guter SF-Romane ist „Gott“ kein mystisch-mythisches Wesen mehr, sondern gemäß der SF eine schöpferische Superintelligenz (siehe die Romane der SF-Weltraumserie „Perry Rhodan - der Erbe des Universums“.  

Bei der Ausmessung des Universums mit Hilfe der „z-Maschine durch Marc Davis, Gellert und Huchra ergab sich das „Strichmännchenmuster“ für die großräumige Verteilung der Galaxienhaufen - wir fragen dann sofort danach, ob dieses durch Wechselwirkung mit Objekten, Feldern ... des einhüllenden Hyperraums, Pararaums ... hervorgerufen wird.

Fritz Zwicky stellte schon 1935 fest, daß sich die Sterne in Galaxien und die Galaxien in Sternhaufen viel zu schnell bewegen, als daß dieses Verhalten durch die sichtbare baryonische Materie bewirkt werden könnte.

In der Röntgenastronomie hat man ermittelt, daß das Gas in Galaxienhaufen viel zu heiß ist, als daß dies allein durch die sichtbare baryonische Materie bewirkt werden könnte.

Multidimensional gesehen benötigt man keine dunkle Materie, um das zu erklären: Die Galaxienbildung und die Herausbildung der gemessenen großräumischen Strukturen beim „Strichmännchenmuster“ wurden durch Wechselwirkungen unseres Universums und seiner in ihm enthaltenen Felder und Teilchen mit solchen des einbettenden höherdimensionalen Raumes bewirkt.

Die Verteilung der Masse in unserem Universum kann also ein Echo der Verteilung bestimmter Kräfte, Strukturen, Objekte, Felder ... des einbettenden Hyperraums ... sein.

 

Wenn wir Gott suchen und sein Werk würdigen wollen, dürfen wir ihn nicht im „Kindergarten“ suchen und sein Werk als so begrenzt einstufen, wie wir das bei unseren eigenen Werken sehen. Wir müssen die Welt in ihrer größten Ausdehnung in ihrer ganzen Vielfalt und Gesetzmäßigkeit studieren, um Gott zu finden und sein Werk zu würdigen. Wir müssen das auch tun, um unsere Aufgaben als IW in der Ewigkeit zu erkennen und optimal zu erfüllen.

 

 

1.3.3  Top-down-Modell vom m-Kosmos: Einschwingen aus dem Unendlichen

 

Man kann sich die „Welt“ quer durch Dimensionen, Raum, Zeit, höhere Entwicklungen, Wertschöpfungsmöglichkeiten ... ausmalen

 

Nichts ist schlimmer für Verstehen, Verständnis, Suche nach Erkenntnis und Wahrheit als Gewohnheit und Selbstverständnis. Da gibt es irgendetwas, das man als globale Realität, Ewiges Werden, Chaos oder Apeiron bezeichnen kann. Über dieses stülpen wir Modelle, Theorien, Dogmen (Paradigmen), Annahmensysteme ... als Vorschläge zur Interpretation des „Realen“, und dann schauen wir sorgfältig nach, was sich mittels genauer Meßdaten, Rechnungen und Querprüfungen mit allem Wissen ergibt. Wir sagen also nicht mehr: „Die Welt ist ...“, sondern wir sagen „Da ist anscheinend irgendetwas, das uns die Illusion der Realität, des Realen, des Seins ... verleiht, und über das stülpen wir naturwissenschaftliche, vernünftige, logisch und mit Meßdaten begründete Vorstellungen, Modelle, Systeme ... - und zwar versuchsweise“.

Der Realitätsforschung wird die Realitätssicherung gleichberechtigt zur Seite gestellt. Man sucht also nicht unbedingt die „absolute Wahrheit“, sondern nur bedingt unter starker Rücksicht darauf, was man mit der erhaltenen „Wahrheit“ in bezug auf Erhaltung, Förderung, Schutz, Bewahrung, Höherentwicklung und Verbreitung von Realität, Leben, Zivilisation bis hin zur WGS technisch anfangen kann.

 

Wir stülpen hier über das Chaos die Vorstellung, daß es

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unendlich ist in Bezug auf dimensionale, räumliche und zeitliche Ausdehnung,

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keine prinzipiell kleinsten oder größten Struktureinheiten hat,

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in ihm keine maximalen Entwicklungszustände, prinzipiellen Übergangszustände, die ganze globale Realität umfassende, sich ewig wiederholende Prozesse gibt,

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über alles eine gigantische Evolution gelegt ist

und noch über einige Restriktionen oder Eigenschaften mehr verfügt.

Unsere „Welt“ picken wir auf diese Weise aus dem Chaos heraus, daß wir dem Chaos ein Gewand aus unendlich vielen Dimensionen und unendlicher zeitlicher und räumlicher Ausdehnung verpassen und dann ein System von Restriktionen oder Annahmen konstruieren, woraus sich ein Realitätsbereich ergibt, der für uns in diesem Fall der größte realisierte Bereich im Realen ist, den wir zu fassen kriegen. Durch weitere Restriktionen kommen wir auf einen m-Kosmos darin (für die folgenden Zeilen hat man sich die Dimension der Zeit als weitere Dimension dazu zu denken), und noch weitere führen zu dessen nD Unterräumen, von denen unser Universum als Blasenuniversum „ist“, ein Luftballon mit 3D Oberfläche und diese 3D Oberfläche ist unser All oder Universum. Das Innere und Äußere dieses Blasenuniversums gehören dem unser Universum einbettenden Hyperraum mit 4 Raumdimensionen an und sind nicht Teil unseres Universums.

Zur Abdeckung der Paradoxien der Quantenprozesse und Erfolge der Quantentheorien muß der Abstandsbegriff zwischen realen Objekten in der globalen Realität neu überdacht werden. Die Lagerung der Objekte im Raum - der realen Objekte im realen Raum -, die durch unsere Sinne klar erkennbar und definierbar erscheint, muß mittels Deutungen uminterpretiert oder ergänzt werden, die quantenmechanischen „Wahrheiten“ entsprechen. Ein vorläufiger Weg wird durch die projektive Kosmologie gewiesen, wo man die unendlich ausgedehnte Realität auf das Innere einer nD Einheitskugel abbildet, z.B. mittels einer 1/r-Projektion. Lassen wir dann den Radius r der Einheitskugel immer kleiner werden, rücken alle Objekte immer näher zusammen und der Abstand zwischen den abgebildeten Objekten wird immer kleiner und unbedeutender. Schließlich werden alle „Objekte“ auf einem Gebiet winzigster Ausdehnung liegen und der Begriff des Abstands in den des Zustands über, bei dem die verschiedenen Objekte ineinanderübergehen durch Wahl der entsprechenden geometrodynamischen Parameter. Das könnten Elementarladungen sein, aber auch zusammengesetzte Naturkonstanten (?) wie Stefan-Boltzmann-Konstante oder Compton-Wellenlänge des Elektrons. Vermutlich wird in diesen geometrodynamischen Konstanten mehr von der Physik der unser Universum einbettenden Realitäten stecken als von den spezifischen Besonderheiten der Physik in unserem Universum (die sich natürlich aus der Physik des einbettenden Hyperraumes ... ableitet).

SF-Fans werden über die folgenden Ausführungen vermutlich sehr erfreut sein, während sie für Weltraummuffel usw. ziemlich starker Tobak sein mögen. Es folgt hier ein Mix aus SF, Spiel, Wissenschaft, Forschung und Religion, der sich als völlig zwanglos und hochspekulativ versteht. Also, fangen wir an:

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Gautama Siddharta gab um 500 v.Chr. eine SF-Version von der ewigen Wanderung eines Geistwesens zum Besten, die nur durch den 8-fachen Pfad unterbrochen werden kann. Als „Hilfsraum“ führte er das Nirwana ein (das läuft auch unter anderen Bedeutungen !), so eine Art See für alle Bewußtseine oder das Weltbewußtsein, aus dem die Seelen der Geschöpfe kommen und in den sie nur durch tugendhaftes Leben am schnellsten wieder zurückkehren können.

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Kurt Mahr und das übrige Autorenkollektiv der Weltraumserie „Perry Rhodan“ ließ einen Teil der Menschheit z.B. mit dem Großraumschiff „CREST III“ durch die Galaxien Milchstraße, Andromedanebel ... und den „Leerraum“ zwischen ihnen ziehen und erweckten in zahlreichen SF-Fans (besonders in dem sehr schönen SF-Zyklus „Die Meister der Insel“ in den Bänden 200 bis 299, so um 1969) das Gefühl, so herrlich frei durch das All zu sausen und hier oder mal da an einem Sonnensystem zu schnuppern wie eine Biene auf einer Wiese an einer Blume.

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Michael Green und John Schwarz brachten 1984 die bis dahin eher verachtete Stringtheorie in Form der Superstringtheorie als Alles Umfassende Theorie (AUT) zu Weltgeltung. Spätere Entwicklungen brachten auch solche Versionen dieser AUT hervor, die mit unendlich dimensionalen Räumen operiert.

 

Nun, jetzt erinnern wir uns an die Paradoxien, Hirnrissigkeiten .. der Quanteneffekte und Quantenmechanik (QM) und erachten es für möglich, daß die Befürchtungen stimmen mögen, die besagen:

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Wenn es keine Bahn eines Elementarteilchens im klassischen naturwissenschaftlichen Sinn gibt, mag es auch unmöglich sein, in der globalen Realität Objekten eine bestimmte Dimensionszahl zuzuschreiben, oder es mag echte Höchstentwicklungen oder Objekte größter Ausdehnung gar nicht geben, ebensowenig echte Entfernungen, Ladungen ...

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Wenn die klassische Naturwissenschaft ihren Boden verloren hat, daß man das Bestehen einer objektiven Realität bezweifelt, werden eigentlich alle wissenschaftlichen Meßdaten und Theorien zu Eselsbrücken zum Verstehen der ... ja, wie soll man das nennen ?

Das Fundament der klassischen Naturwissenschaft ist zerstört - an seine Stelle werden die Forschungen zur Realitätssicherung gestellt: Wenn ich schon nichts weiß, so will ich (mit den übrigen Geschöpfen, bitte !) möglichst lange überleben und wirken.

Damit werden alle wissenschaftlichen Theorien zu Eselsbrücken zum tieferen Verständnis - sie sind aber nicht die ewige Wahrheit. An die Stelle der Wissenschaft tritt die Axiomatik - das ist die Kosmologische und Zivilisatorische Logik.

Wir machen jetzt folgendes: Das Nirwana bilden wir auf den unendlich dimensionalen Stringraum oder Hilbertraum ab und der ist unsere Heimat !

Aus dieser Unendlichkeit nach Dimensionen, Raum und Zeit schwingen wir uns über Restriktionen in die „niederen“ Regionen der Realitätsbereiche mit endlicher Dimension, zeitlicher und räumlicher Ausdehnung, also auch in die niedere Region der m-Kosmen.

 

Stellen Sie sich vor, daß wir aus der Unendlichkeit in unserem m-Kosmos angekommen sind. Nun mag unser Universum ein degenerierter m-Kosmos sein mit der Dimensionszahl 11 bzw. 10 (siehe M-Theorie) oder er kann tatsächlich im SF-Stil ein dimensional geschachteltes System von sich dynamisch entwickelnden nD Räumen mit m > n > 0 sein, wobei unser Universum mit 3 Raum- und einer Zeitdimension als sphärischer R3,1 sich dynamisch in der Zeit entwickelt - wie auch die meisten anderen Räume. Wir müssen es als möglich ansehen, daß das liebste Kind der SF-Autoren, der von ihnen um 1955 erfundene Hyperraum - tatsächlich existiert und in dem tummeln bzw. entwickeln sich die R3,1 wie Tausende von Kuchen in einer Großbäckerei.

Wenn die SF-Autoren der 1950er Jahre Recht haben, gibt es den Hyperraum - was sehr viel schöner wäre - und in diesem können wir unser Universum gewissermaßen wie eine Erbse unter vielen Erbsen suchen. Haben wir unser Universum gefunden, schwingen wir uns ein und suchen den Großen Attraktor, die Große Mauer, den Virgo-Haufen, die Lokale Gruppe, unsere Milchstraße und darin den Perseusarm, unser Sonnensystem ...

Also, das ist das Einschwingen aus der Unendlichkeit in unsere Welt - man muß da aufpassen, daß man die richtige Welt erwischt. Und man muß nun als „Geistwesen“ in unendlich vielen „Realisierungsversuchen“ - das ist nichts anderes als das Einschwingen aus der Unendlichkeit - die Geistigkeit erarbeiten, die für die Volksmassen praktisch nutzbar ist und den objektiven, kosmologischen Aufgaben einer IWA- und TZ-Evolution in Sicht auf beliebig große Zeiträume am besten entspricht. Die nichtmenschliche Denkweise, die auf das Denken in Kategorien von IW, IWV, IWA, TZ, Universen ... ausgerichtet und keine Grenzen in Dimensionen, Raum, Zeit, Entwicklungsfähigkeit ... anerkennen darf, muß sich letztlich als das optimale Werkzeug erweisen, die Geistigkeit zu erarbeiten, die das die IWA- und TZ-Entwicklung einhüllende Sternenkind zum Musterknaben unter schier unendlich vielen anderen Sternenkindern macht. Geistigkeit ist ein Werkzeug.

 

Das Einschwingen aus dem Unendlichen ist gibt einen Vorgeschmack von dem, wen man das erlebte eigene Leben als erlebten SF-Roman verstehen will.

Das Einschwingen aus dem Unendlichen ist eine herrliche Fiktion – man sollte aber keine Fiktion zu ernst nehmen. Mit dem Einschwingen aus dem Unendlichen nähert man sich u.a der antiken Vorstellung, daß die Seele vor der Geburt irgendwo ist – z.B. in einem See, und daher kommt das Wort Seele – und daß dann mit der Geburt eines Kindes eine Seele aus diesem See in das Kind fährt, und mit seinem Tode kehrt die Seele in den See zurück.

Mehr auf moderne SF aufgemotzt kann man das so sehen, daß Geister, Seelen ... irgendwo im Hyperraum leben, und daß sie dann für bestimmte Aufgaben, Prüfungen ... in die menschlichen und andere Körper gesteckt werden, wo sie von Geburt bis Tod dieses IW-Körpers sind und jede Erinnerung an ihre Herkunft vergessen haben. Nach dem Tode kehren sie wieder in die frühere Gemeinschaft der Geister, Seelen ... im Hyperraum zurück, und jeder kann dann sehen, wie er sich auf der kurzen Erdenfahrt oder sonstwo auf irgendeinem Planeten im Körper irgendeines beliebigen IW bewährt hat. Schöne Fiktion, guter SF-Roman, und nähert sich der Vorstellung von der Seelenwanderung in den Upanischaden bis Pythagoras.

Also, in einer Realität, die so verrückt und hirnrissig ist, daß in ihr die Quanteneffekte gelten, die kann beliebig verrückt und hirnrissig sein, so daß auch die o.g. Fiktion zutrifft. Aber man kann sich unendlich viele Fiktionen ausdenken, die alle gleich wahrscheinlich sind, solange man sie nicht wissenschaftlich und ingenieurtechnisch untermauern kann. Man kann sich von beliebigen Fiktionen anregen lassen, auch von der, daß das Vakuum wie ein komplexes Differentialgetriebe aufgebaut ist und funktioniert, aber man sollte beachten, daß letztlich nur das vernünftig ist, was von vielen, sehr vernünftigen Leuten über Generationen hinweg als „wahr“ bezeichnet wird. Und dann bezieht sich die Wahrheit nur auf das nachgeprüfte Modell, nicht aber auf die Annahmen und Voraussetzungen, mit deren Hilfe es abgeleitet worden ist – siehe die Maxwellschen Gleichungen und die Prämissen für ihre Ableitung. Eine starre positivistische Haltung ist aber auch falsch, denn man prüfe nur einmal nach, was für ein Blödsinn im Laufe der Jahrtausende das Siegel „von höchster Wissenschaft bewiesen“ bekam. Ein Positivist bezieht sich auf die aktuell gültige Wissenschaft und nimmt sie als Maß aller Dinge – nur zu falsch, wie die Geschichte der Irrtümer in den Wissenschaften beweist.

 

Das Einschwingen aus dem Unendlichen ist eine herrliche und hilfreiche Fiktion, sollte aber nicht mit Wahrheit verwechselt werden.

Also, aus dem unendlich dimensionalen, in Raum und Zeit unendlich ausgedehnten, hochdynamischen und sehr entwicklungsfähigen, ewig jungen strukturlosen Chaos herkommend sucht man sich den m-Kosmos, der unser Universum enthält, und schwingt sich ein, von seinem größten und höchstdimensionalen Unterraum vom Typ Rm,1 zu den dimensional untergeordneten Unterräumen der Typen Rm-1,1, Rm-2,1 ... bis hin zu einem Pararaum vom Typ R5,1 und dann Hyperraum R4,1, von dem man weiß, daß er unser Universum vom Typ 3,1 enthält. Man muß sich wirklich sicher sein, welche Unterräume des m-Kosmos entlang seiner dimensionalen Schachtelung man aufsucht. Auch wenn man den falschen Hyperraum vom Typ R4,1 erwischt, findet man niemals in diesem Hyperraum unser Universum vom Typ R3,1 – dies befindet sich in einem anderen Hyperraum. Gut, haben wir letztlich den richtigen Hyperraum erwischt, suchen wir darin unser Universum und darin die Region, die den großen Virgo-Haufen enthält, dessen Teil die Lokale Gruppe ist. Diese suchen wir auf, darin unsere Milchstraße und gelangen dann im Perseusarm im Abstand von 30000 Lj vom Milchstraßenzentrum zu unserer Sonne und ihren Planeten, und dort kommen wir dann zum Planeten Erde. Eine wirklich tolle Fahrt, bei der man sich schon auf den Rückweg freuen kann !

Beim Einschwingen sieht man die Universen wie Quallen im Meer (SF-Ton in der SF-Serie „Perry Rhodan“), und in unserem Universum sieht man die Galaxien in ihren Haufen, die Spiralgalaxien aus der Nähe wie Feuerräder, und dann in unserem Sonnensystem sieht man den blauen Planeten Erde auf schwarzem Samt.

 

Man darf sich nicht verbiestert an eine Welt(vorstellung) klammern, sondern man muß das echt locker sehen. Die Welt ist verrückt, aber man weiß eben nicht genau, wie verrückt. Sicher ist, daß jede Form von Menschen-, Traditions-, Epoche- und Triebbezogenheit die intellektuelle Sicht sehr einengt. Beziehungswahn, besonders mit den Bezugspunkten der eigenen Person, Species, Epoche und Region ist Gift für den spekulativen Geist. Artennarzißmus, Arterhaltungs-, Sozial- und Sexualtrieb, die ganz wesentliche psychische Strukturen im Menschen sind, blockieren seine Vernunft und intellektuelle Freiheit, damit auch seine Fähigkeit, zu höherer Erkenntnis und Wahrheit zu gelangen.

Es ist total unsinnig, an die Existenz nur eines Universums zu glauben, aber auch, nur an die Existenz dieser einen Menschheit zu glauben. Singuläre Entwicklungen gibt es nicht, ob das nun dieses Universum oder diese Menschheit ist. Es ist bloßer Zufall, daß wir als bewußt empfindende und denkende Geschöpfe gerade hier auf der Erde in unserem Sonnensystem, in unserer Galaxis ... als Intelligente Wesen (IW) und Angehörige der Menschheit als einer speziellen Art oder Species von IW (IWA) real geworden sind. Auf anderen Planeten, die für die Entwicklung von Leben und Zivilisation geeignet sind, in irgendwelchen Sonnensystemen, Galaxien, Galaxienhaufen, ..., Universen ... gibt es ebenfalls IW als Angehörige ihrer IWA, mögen diese IW nun aus großen Eiern als große Larven schlüpfen, im Leib erwachsener IW dieser IWA zu IW-Babies ausgetragen oder in Maschinen in vollkommener Weise erschaffen werden. Die Entwicklung der IWA auf beliebigen Planeten wird ziemlich ähnlich sein, wenn die betreffenden IW nur in der Lage sind, eine Technische Zivilisation (TZ) aufzubauen. Dafür müssen die IW bei ihren Körpern über die entsprechenden Effektoren verfügen und in einer geeigneten Umwelt leben. Ist ein hinreichend hoher Stand der TZ erarbeitet worden, kann man mit Hilfe der Supermaschinen aus Dreck und Energie alles herstellen, was nur irgendwie benötigt wird. Es ist dann auch ganz zwangsläufig, daß die Fortpflanzung der IW irgendwann mittels Supermaschinen optimiert wird, was durch den dadurch bewirkten Artenwandel in Richtung viel fähigerer IW bis hin zu vollkommenen Vernunftwesen (VIW) einen ungeheuren Entwicklungsschub dieser TZ mit sich bringt.

 

Stellen Sie sich vor, daß wir aus der Unendlichkeit in unserem m-Kosmos angekommen sind. Nun mag unser Universum ein degenerierter m-Kosmos sein mit der Dimensionszahl 11 bzw. 10 (siehe M-Theorie) oder er kann tatsächlich im SF-Stil ein dimensional geschachteltes System von sich dynamisch entwickelnden Räumen sein, wobei unser Universum mit 3 Raum- und einer Zeitdimension als sphärischer R3,1 sich dynamisch in der Zeit entwickelt - wie auch die meisten anderen Räume. Wir müssen es als möglich ansehen, daß das liebste Kind der SF-Autoren . der von ihnen um 1955 erfundene Hyperraum - tatsächlich existiert und in dem tummeln bzw. entwickeln sich die R3,1 wie Tausende von Kuchen in einer Großbäckerei.

 

Wenn die SF-Autoren der 1950er Jahre Recht haben, gibt es den Hyperraum - was sehr viel schöner wäre - und in diesem können wir unser Universum gewissermaßen wie eine Erbse unter vielen Erbsen suchen. Haben wir unser Universum gefunden, schwingen wir uns ein und suchen den Großen Attraktor, die Große Mauer, den Virgo-Haufen, die Lokale Gruppe, unsere Milchstraße und darin den Perseusarm, unser Sonnensystem ...

Also, das ist das Einschwingen aus der Unendlichkeit in unsere Welt - man muß da aufpassen, daß man die richtige Welt erwischt. Und man muß nun als „Geistwesen“ in unendlich vielen „Realisierungsversuchen“ - das ist nichts anderes als das Einschwingen aus der Unendlichkeit - die Geistigkeit erarbeiten, die für die Volksmassen praktisch nutzbar ist und den objektiven, kosmologischen Aufgaben einer IWA- und TZ-Evolution in Sicht auf beliebig große Zeiträume am besten entspricht. Die nichtmenschliche Denkweise, die auf das Denken in Kategorien von IW, IWV, IWA, TZ, Universen ... ausgerichtet und keine Grenzen in Dimensionen, Raum, Zeit, Entwicklungsfähigkeit ... anerkennen darf, muß sich letztlich als das optimale Werkzeug erweisen, die Geistigkeit zu erarbeiten, die das die IWA- und TZ-Entwicklung einhüllende Sternenkind zum Musterknaben unter schier unendlich vielen anderen Sternenkindern macht. Geistigkeit ist ein Werkzeug.

 

Beschränken wir uns in den folgenden kurzen Ausführungen auf unsere Erde:

Jede Epoche hat ihre Modeströmungen auch in Weltvorstellungen. Prinzipiell kann man das Nirwana als einen Vorläufer des o.g. unendlich dimensionalen Raumes ansehen. 1000 Jahre später - von unserer Gegenwart an gerechnet - werden vermutlich ganz andere Weltvorstellungen gültig sein, und unsere heutigen Weltsysteme erscheinen unseren Nachfahren genauso beknackt und primitiv wie uns Heutigen das Nirwana in der Bedeutung des Buddhismus. Wenn wir jetzt noch das Superraumschiff dareinpacken, das von Galaxis zu Galaxis fliegt und von Sonnensystem zu Sonnensystem, dann stülpen wir darüber einfach das Modell, daß das Superraumschiff für ein Geistwesen steht, das sich frei durch Dimensionen, Raum und Zeit schwingt. Dieses „Geistwesen“ hat seine Heimat in der Unendlichkeit, gerechnet nach dimensionaler, zeitlicher und räumlicher Ausdehnung. Wenn es Lust darauf hat, schwingt es sich ein aus der Unendlichkeit (also aus dem „Nirwana“) in die Gebilde mit endlich vielen Dimensionen, wie eben m-Kosmen und Universen.

 

 

1.3.4  Bottom-up-Modell vom m-Kosmos: Einschwingen ins Unendliche - wie findet man Gott ?

 

Sehr interessant ist natürlich auch der Weg „zurück“ über das Einschwingen in das Unendliche, eine genaue Umkehrung des Einschwingens aus dem Unendlichen in eine Welt. Das ist nicht nur eine schöne Fiktion, sondern tatsächlich machbar durch die Entwicklung einer entsprechenden Supertechnik und Superzivilisation, zwar nicht mehr für uns Menschen, sondern für unsere bedeutend verbesserten und geläuterten Nachkommen..

Gangbar ist der Weg zu Gott, daß wir Menschen eine so hoch stehende Supertechnik erschaffen, so daß unsere Nachkommen letztlich KIW in Supermaschinen herstellen, die so hoch entwickelt sind, so daß Gott sie als Kollegen anerkennt und sich ihnen zu erkennen gibt. Dann haben zwar nicht wir, aber unsere Nachfahren Gott „gefunden“.

Man findet also Gott, indem man mit Hilfe von Supermaschinen solche Superintelligenzen erschafft, so daß diese dazu fähig sind, Gott zu erschauen und von ihm anerkannt zu werden. 

 

Die vollkommen beherrschte gentechnische Veredelung des Menschen ist somit ein Weg und vielleicht auch der einzige, zu Gott „zurückzukehren“.

 

Die Alten hatten u.a. folgende Vorstellung:

In einem großen Zelt sitzen die Leute beim Rat, als zum Eingang ein Vogel hineinfliegt, eine kurze Zeit im Zelt herumflattert und dann zum Ausgang wieder hinausfliegt.

Das entspricht der Seele des Menschen, die von irgendwoher kommend einen Menschen beseelt, der dadurch ins Leben tritt, darin einige Zeit herumirrt und wieder stirbt, wobei die Seele wieder frei wird und im Unendlichen verschwindet.

 

Diese alte Fiktion, die für den Menschen galt, übertragen wir auf die Menschheit oder jede andere beliebige IWA:

Mit ihren Wurzeln im Unendlichen entsteht irgendwo und irgendwann über NBE eine IWA von NIW, die entwickelt eine hinreichend hohe TZ und vermag sich über IWE zu Superintelligenzen, KIW ... höher zu entwickeln, die irgendwo wieder im Unendlichen – aber nun nach „oben“ hin – entschwindet.

 

Die o.g. Fiktion „Einschwingen aus dem Unendlichen“ muß man schrittweise apersonalisieren und auf den Entwicklungsprozeß von IWA und TZ in geeigneten Universen zurückführen. Im ewigen, hochdynamischen und unendlichdimensionalen Chaos entwickeln sich die m-Kosmen, entstehen, haben ihre Blütezeit und verfallen wieder, wobei über das Ganze - oder zumindest über eine große Teilmenge davon - eine Evolution gelegt ist, so daß eine anorganische Evolution der Universen, Hyperräume, Pararäume, ..., m-Kosmen ... gegeben ist, die gigantische Zeiträume überstreicht. Auf diese Weise „gelangt man“ an ein geeignetes Universum und eine darin entwickelte, geeignete IWA und TZ. Man erkennt also deutlich: Wählt man nur den Realitätsrahmen groß genug, dann kann man ganz problemlos darin Superintelligenzen bis hin zu kosmischer Wirkungsfähigkeit unterbringen, die in viel früheren Evolutionsphasen von IWA und TZ in irgendwelchen Universen ... entstanden sind. Eine davon wäre Gott, die Superintelligenz, die für unser Universum und vielleicht noch einige andere zuständig ist. Dann haben wir nur noch die Frage, mit welcher Dimensionalität wir die Fiktion Gott ausstatten. M-Kosmen können dimensional tief geschachtelt sein, wenn ihre Dimension m groß genug ist. Wenn man sich in einem der fast unendlich vielen Universen der vielen Hyperräume der vielen Pararäume ... des betreffenden m-Kosmos befindet, so wird man weit unterhalb der Sphäre Gottes sein, denn Gott ist mindestens ein Bewohner des Hyperraums, aber aus Geschöpfen von früheren Universen hervorgegangen. Wenn Gott unser Universum und vielleicht noch andere erschaffen hat, so ist er unserem Universum zeitlich und dimensional übergeordnet. Metrik und Physik unseres Universums können sein Werk sein (Fred Hoyle: Das Universum ist Bauarbeit).

Gott kann aber auch ein Bewohner des Pararaums oder eines noch höher dimensionalen Raumes sein. Jeder Pararaum besitzt im Regelfall viele Hyperräume als Unterräume, und jeder Hyperraum viele Universen als Unterräume. Jeder Hyperraum kann als Unterräume viele Universen enthalten. Gottes Lebenswelt und Geistigkeit kann also der der Menschen beliebig weit übergeordnet sein.

 

Das Einschwingen in das Unendliche ist bei richtiger Interpretation nicht nur real möglich, sondern sogar zwingend, weil gemäß der IWA- und TZ-Theorie die Höherentwicklungen

- ... - NIW VIW KIW ...,

- ... - Technische Zivilisation (TZ) Weltraumgestützte Superzivilisation (WGS) Universumgestützte Superzivilisation (UGS) ... Kosmosgestützte Superzivilisation (KGS) ... und

- ... - NIW-TZ VIW-TZ KIW-TZ (oder Kosmozivilisation) ...

vorgeschrieben sind, um die Sinnerfüllung für Leben und Zivilisation zu garantieren. Die in den Universen entwickelten KIW können die am höchsten entwickelten Wertschöpfungen ihres Universums in andere geeignete Universen hinüberretten und somit Bau und Erhaltung von ewigen Paradiesen ermöglichen und leisten. KIW können bestehende Universen in ihrer Metrik, Physik, Entwicklungsfähigkeit ... verändern, und sie können nach Plan neue Universen erschaffen - natürlich immer nur innerhalb gewisser Freiheitsgrenzen. Auf diese Weise können KIW wirksam und nach Plan in die Evolution der Universen, Pararäume, Hyperräume, ..., m-Kosmen ... eingreifen. Und als KIW werden sie auch Gott sehen und „finden“ können, der unser Universum erschaffen hat. So findet man Gott.

Schicksal, Entwicklung und Wirkung der am höchsten entwickelten IW, IWA, IWV, TZ, WGS ... wird so mit der evolutionären Entwicklung der Universen, Hyperräume ... verknüpft in der Weise, daß die am höchsten entwickelten Superintelligenzen in günstigen Fällen bewußt und nach Plan in die Evolution der Universen ... eingreifen können.

Gott wartet schon lange auf uns und fragt sich, weshalb wir Menschen so langsam mit der Höherentwicklung von uns selber sind.

 

Für das Einschwingen in das Unendliche müssen die betreffenden IW eine geeignete Körperlichkeit annehmen, und das sieht man, wenn man zum Denken in großen Zeiträumen übergeht, zu einer übermenschlichen Denkweise und überirdischen Handlungsweise, und so kommt man zur Aionik.

Niemals konnten und durften die Menschen erwarten, daß die Gattung Homo ewig ist, und dann sind das die vielen Arten und Unterarten der Gattung Homo um so weniger. Artenwandel, Artenneuentstehung und Artentod sind ganz feste Bestandteile der Evolution, die man anerkennen und nutzen muß.

In der Aionik werden entsprechende übermenschlich orientierte zentrale geistige Systeme für die Menschen als Human-Software oder für beliebige IW als IW-Software entwickelt, auf dem Wege zur VIW-Software. Die Kosmophysik und darauf aufbauende IWA- und TZ-Theorien müssen übermenschlicher Natur sein, weil eine am Menschen orientierte, oder auch auf irgendwelche NIW bezogene Denkweise, also auch eine bloß nichtmenschliche Denkweise, völlig an der Problematik vorbeigehen.

Johann Wolfgang von Goethe hat in seinem FAUST I den Mephisto sprechen lassen, daß diese Welt nur für einen Gott erträglich ist. Stimmt genau ! Je länger eine IWA auf dem Stand von NIW verharrt, umso länger müssen sich die betreffenden NIW durch den alten Sauerteig wühlen, umso länger grübeln sie über die Theodizee und die Härte des Schicksals.

 

Die vernünftigen IWA- und TZ-Theorien, übermenschliche Sicht- und Denkweisen, Einschwingen in das Unendliche ... sie alle führen vom Menschen und dem Menschlichen weg in Richtung KIW.

Die Zeit der Menschen geht vorbei, die Epoche der Menschheit geht auch vorbei. Was jede IWA und TZ versuchen kann sind laufende Höherentwicklung in Richtung KIW und Erschaffung und Erhalt möglichst schöner, reichhaltiger, leistungsfähiger und wirkungsvoller Welten und Paradiese.

Leben und Zivilisation sind zu größer Reichhaltigkeit, Vielheit, Sicherheit, Harmonie und Wirkung über die Abgründe der Ewigkeit zu tragen, wobei sie die globale Realität verschönern und verbessern.    

 

 

1.3.5  Einbettender Raum und Superraum-Konzepte:

Begriffsvielfalt und Mißverständnisse

 

Auf dem Feld der Dimensionen, Räume und Mannigfaltigkeiten herrscht eine gewaltige Begriffsvielfalt, wobei dieselben Namen bei unterschiedlichen Autoren ganz verschiedene Bedeutungen erhalten. Ein Paradebeispiel dafür ist der Superraum (nachzulesen u.a. in Kap. 6.11, dem Buch "Elementarteilchen und inflationärer Kosmos" von Andrei Linde und "Gravitation" von Misner, Thorne, Wheeler). Ursprünglich bezeichnete John A. Wheeler mit Superraum den Raum aller Metriken einer bestimmten Art. Das ergab sich aus der von ihm und De Witt entwickelten Quantenkosmologie. Weiterhin gab es den Begriff Superraum auch für ganz andere physikalische Räume wie bei der Supersymmetrie.

Der Superraum Wheelers erfuhr aufgrund der "Viele Welten"-Hypothese und der allgemeinen Kosmologieforschung eine Wandlung zu einer Art von übergeordnetem, einbettenden höherdimensionalen Raum, in dem beliebig viele Universen mit beliebiger Struktur, Metrik, Form, Ausdehnung, Physik usw. existieren,  manche sogar mit Leben und Zivilisation. Das mündet also in die Vorstellung von SF-Autoren ein, daß dieser Raum ein einbettender Raum für unser Universum ist, in dem es viele andere Universen mit möglicherweise sehr viel anderer Metrik und Physik gibt.

Bisher ist man beim Studium der Literatur auf Bücher angelsächsischer Forscher angewiesen, deren Bücher glücklicherweise viel ins Deutsche übersetzt worden sind. Diesen Umstand muß man dankbar anerkennen. Bedauerlich ist aber - und das muß man ebenfalls sagen -, daß die Arbeiten auf dem Gebiet der multidimensionalen Weltsysteme und Elementarteilchentheorien nur von Forschern in USA, England und Rußland betrieben werden. Es ist eine dankbare Aufgabe, hier die kontinentalen EU-Staaten aus ihrem Dauerschlaf aufzuwecken. Leider ist es auch so, daß Philosophen, "Intellektuelle", Klerikale, Literaten und Orthodoxe aller Richtungen die neuzeitlichen, aktuellen und modernen Forschungsergebnisse unbeachtet lassen und sich rein ihrem altmodischen Kikifax widmen.

Diese Ewiggestrigen füllen leider die nachwachsenden Generationen mit ihrem antiquierten „Wissen“ ab und erzeugen dadurch neue Ewiggestrige, die wiederum nach Kräften Entwicklung und Verbreitung neuzeitlich orientierter zentraler geistiger Systeme verhindern.

Die Philosophen sind daran zu erinnern,  daß ihre Aufgabe nicht in positivistischer, ideologischer oder religiöser Gläubigkeit liegt, sondern in der originellen Schöpfung neuer zentraler geistiger Werte zur Lösung der sittlichen Probleme der Gegenwart und Zukunft.

 

Mißverständnisse, Fehldeutungen und Begriffsvielfalt gibt es auch in der Fachliteratur. Ein Beispiel dafür ist die "Schöpfung aus dem Nichts", wo unser Universum durch Quantensprung entstanden sein soll - im Nichts. Weitere Nachforschungen ergaben eine überaus unterschiedliche Begriffsbestimmung für das Nichts, vom "Geist Gottes" bis zum Versuch einer exakten physikalischen Definition, wobei dieses "Nichts" allerdings dann alles andere als ein Nichts war.

 

Immer mehr Forscher erwägen die Möglichkeit, daß es viele Universen beliebiger Dimension geben kann. Es gibt danach alle möglichen Versionen von Universen mit beliebiger Struktur, Metrik, Physik, Ausdehnung und Form, aber Leben ist nur in einer kleinen Untermenge dieser Universen möglich. Die meisten sind unwirtlich für Leben. Die vielen Extrabedingungen, die in unserem Universum für die Entwicklung von Materie, Sonnensystemen, Leben und Zivilisation realisiert sind (siehe Modul S "Anthropische Kosmologie"), sind dort eben nicht oder nicht alle gegeben.

Es ist die Frage, wie weit die physikalischen Gesetze und "Naturkonstanten" unseres Universums verändert werden könnten, wobei es noch ebenso leistungsfähig für die Entwicklung und langfristige Wirkung von Leben und Zivilisation bleiben würde. Gribbin/Rees: Ist unser Universum ein Weltall von der Stange ? Diese Vorstellung ist im Prinzip neutral gegenüber der Möglichkeit des Wirkens von Superintelligenzen oder "Göttern". Es gibt folgende Möglichkeiten:

-

Es gibt im Superraum oder Meta-Universum so viele Universen in solcher Unterschiedlichkeit, daß eben auch alle realisierbaren Möglichkeiten realisiert sind.

-

Es gibt eine Evolution in die Richtung von Universen, die für Leben und Zivilisation geeignet sind. Das kann z.B. dadurch erreicht werden, daß in den Universen entwickelte Intelligente Wesen mit Hilfe ihrer Superzivilisation die Lebensdauer ihres Universums verlängern oder es vervielfältigen, natürlich mit Verbesserungen.

-

Bei Entstehung und Entwicklung unseres Universums waren in anderen Universen entwickelte Superintelligenzen (nicht) beteiligt.

 

Man kann sich nicht für oder gegen "Gott" aussprechen. Ferner ist nicht der Glaube an Gott entscheidend, sondern Entwicklung und Befolgung einer höheren Ethik, die der Menschheit und der lebendigen Schöpfung in unserem Sonnensystem die höchstmögliche Lebensdauer und Wirkung garantiert. Durch eine gute "göttliche" Software (d.h. Religion) kann dieses Ziel möglicherweise besser erreicht werden, mit einer schlechten sicher aber nicht.

 

Neue Ansätze der anthropischen Kosmologie: Es gibt im Superraum viele Universen mit unterschiedlicher Physik, die jeweils am Beginn ihrer Entstehung festgelegt wurde. Über diesen Universen ist dann eine Evolution über natürliche Auslese wirksam, je nach den komplexen Realitäten, die in den Universen entwickelt werden können. Auch die Kopplungskonstanten der 4 Grundkräfte in unserem Universum könnten einen anthropischen Zufall verraten Angabe der Kopplungskonstanten für die 4 Grundwechselwirkungsarten): Gravitation 10-40, Elektromagnetische Kraft 1/137, schwache Kraft 10-14, starke Kraft 1 bis 10. Sie sind gerade so stark, daß sich Sterne bilden können, die gerade so lange und so hell brennen, daß sich auf ihren Planeten Leben bis zu hochstehenden TZ entwickeln kann.

 

 

1.3.6  Probleme der Kopenhagener Deutung der QM

 

Kopenhagener Deutung der Wellenfunktion in der QM: Jede Messung zwingt das Elektron, von vielen möglichen Zuständen einen anzunehmen. Dadurch wird es beobachtbar und identifizierbar. Diese Identifizierung ergibt sich aus dem Kollaps seiner Wellenfunktion, die die Wahrscheinlichkeiten für alle seine möglichen Zustände enthält.

Wendet man diese Deutung auf eine Wellenfunktion für das ganze Universum an, hat man die Frage zu beantworten, wer durch seine Beobachtung von draußen die Wellenfunktion des Universums kollabieren läßt, so daß es beobachtbar und real wird. Jedes Quantensystem ist solange eine Überlagerung und Ansammlung von Wahrscheinlichkeiten von Zuständen, solange es nicht von draußen beobachtet wird.

Um dieses Problem der Quantenkosmologie zu umgehen, schuf man die Viele-Welten-Deutung: Alle Quantenzustände, d.h. hier alle möglichen Universen, sind in ihrer eigenen Zeit und ihrem eigenen Raum realisiert, und durch unsere Messungen stellen wir nur fest, in welchem Zweig der Vielfachwelt wir uns befinden. Es gibt also unendlich viele Welten, die durch den Kollaps der einen Universum-Wellenfunktion beschrieben - d.h. real - werden.

 

Nach der Kopenhagener Deutung kann das Weltall quantenmechanisch nur dann existieren, wenn es ein Beobachter von außen mißt und seine Wellenfunktion kollabieren läßt.

Nach der Viele-Welten-Deutung existieren alle möglichen Universen, auch wenn sie sich noch so wenig oder so viel unterscheiden. Jedes Weltall ist wirklich.

 

Wenn das Weltall unendlich groß ist, kann es aus einer riesigen Anzahl von Bereichen mit unterschiedlicher Physik bestehen, in denen alles Beliebige passieren kann. Die riesige Menge der unterschiedlichen "Welten" in diesem unendlichen Weltall realisiert alle Möglichkeiten.

Arthur C. Clarke in "The Wall of Darkness" um 1950: "Viele Welten sind es und seltsam sind sie, die wie Blasen im Schaum auf dem Fluß der Zeit treiben."  Theoretiker erwägen heute die Möglichkeit, daß unser Universum nur eine Blase von vielen in einem Meta-Universum ist. Dieses besitzt 4 Raumdimensionen plus 1 Zeitdimension.

 

Deutungen im Umfeld der Inflationstheorien:

-

Im Vakuum des Meta-Universums entsteht durch Quantenfluktuation ein Miniuniversum. Normalerweise vergeht dieses virtuelle Gebilde sofort wieder innerhalb der Planckzeit von 10-43 s. Manche virtuelle Universen machen dann aber eine Inflation durch, bei der das Miniuniversum auf Fußballgröße aufgeblasen wird. Danach setzt auf Grund natürlicher Gesetze der Urknall ein.

-

Es kann auch im Vakuum unseres Universums, irgendwo im Raum zwischen Galaxien und Sternen, ein Schwarzes Loch mit den Eigenschaften entstehen, daß es zu einem neuen Universum wird. Aber in diesem Fall führt die Expansion dieser Universum-Knospe in die 4. Raumdimension senkrecht zu unseren 3 Raumdimensionen hinein, diese 4. Raumdimension unseres Meta-Universums können wir - noch - nicht wahrnehmen. Schließlich löst sich das neue Universum von unserem Universum ab, wie sich ein knospender Miniballon von einer großen Ballonhaut löst, und treibt in die 4. Raumdimension hinaus (diese 4. Dimension ist nicht die Zeit, sondern eine weitere Raumdimension).

 

Alan Guth und Edward Fahri haben die Frage zu beantworten versucht, ob man ein Baby-Universum in einem Hobbykeller erschaffen kann. Kombiniert man das mit Lösungsansätzen aus der Quantenkosmologie, erhält man die Vorstellung von einem vieldimensionalen, komplexen Schaum, dessen Blasen Räumen unterschiedlichster Dimensionszahl und Physik entsprechen, die beliebig dimensional verschachtelt sind und sich in einer dynamischen Entwicklung befinden. Das ergibt das Kosmos-Modell, bei dem der Raum mit der höchsten Dimensionszahl der Dimension des betreffenden Kosmos entspricht. Alle anderen Blasen dieses vieldimensionalen Schaums sind beliebigdimensionale Unter räume dieses Kosmos. Die Beschreibung der Physik dieser Kosmen ist Aufgabe der Kosmophysik. Andrei Linde um 1980: Das Weltall ist unendlich groß und in viele Bereiche mit unterschiedlicher Dimensionalität, Metrik und Physik eingeteilt. Dieses Meta-Universum ist zum größten Teil unfruchtbare, leblose Wüste, aber es gibt in ihm Oasen des Lebens wie unser Universum.

 

 

1.3.7  Vorstellungen über das Universum im Wandel

 

Das steady state-Modell von 1948 von Fred Hoyle war als ewig konzipiert, als direkter und bewußter Gegensatz zum Urknall-Modell. Da es eine Expansion des 3D-Raumes annahm, geriet Hoyle nicht in die Verlegenheit, der sich Newton und Einstein ausgesetzt sahen. Newton sah das Problem, zu erklären, weshalb nicht die Massen des statischen Weltalls gravitativ zusammenstürzen. Er löste es mit der Annahme eines unendlich ausgedehnten 3D Raumes mit unendlich vielen Sternen. A. Einstein modelte seine kosmologischen Feldgleichungen so um, daß sie ein statisches, ewiges Universum beschrieben, das ähnliche Krankheiten aufwies: Bei einer winzigen Instabilität explodierte Einsteins Universum oder stürzte in sich zusammen. Die Vorstellung von einem ewigen Universum ist also bisher bereits in der wissenschaftlichen Kosmologie ausgearbeitet worden, aber verschiedene Effekte machen einen Strich durch die Rechnung:

-

Isaac Newtons Universum: Irgendwann sind alle Sterne ausgebrannt, alles Gas verbraucht Wärmetod der Welt in späteren Modellen.

 

-

Albert Einsteins Universum: Irgendwann ist alles Gas verbraucht und alle Sterne ausgebrannt.

 

-

Fred Hoyles Universum: Der Raum expandiert laufend, und Materie entsteht im selben Verhältnis nach, so daß die mittlere Materiedichte im Universum immer gleich bleibt. Gas und Sterne wird es immer geben, aber das Grundkonzept ist nicht befriedigend:

 

 

-

Was treibt die Expansion an ?

 

-

Wie kann Materie immer neu entstehen ?

 

-

In welchen Raum hinein erfolgt die Expansion des Universums ?

 

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Wie entwickelten sich Struktur, Metrik, Physik, ... unseres Universums ? 

 

In der Kosmophysik der Aionik wird angenommen, daß unser Universum eines von sehr vielen im einbettenden höherdimensionalen Raum ist, der wiederum in einen höherdimensionalen Raum eingebettet sein kann usw., bis man den höchstdimensionalen Raum unseres m-dimensionalen Kosmos erreicht hat. Da die Superstringtheorie vor allem in 10 Dimensionen operiert und die neuen Kaluza-Klein-Theorien mit 11 Dimensionen, mag unser Heimkosmos die maximale Dimension m = 9 oder 10 haben. In ihm gibt es viele n-dimensionale Unterräume mit m > n > 0. Es gilt also das publizierte Modell der dimensional geschachtelten, dynamisch veränderlichen Räume ("vieldimensionaler Schaum" nach Gribbin/Rees), wobei über alles eine globale Evolution gelegt ist, mit der die Evolution der Räume an die Evolution von Intelligenten Wesen und ihrer Technischen Zivilisationen angekoppelt wird.

Einige Ansichten "Allgemeiner Relativisten" oder Kosmologen zum einbettenden Raum:

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Richard Gott von der Princeton-Universität und Andrei Linde vom P.N. Lebedew-Institut in Moskau publizierten ab 1980 Modelle, nach denen unser Universum in einem einbettenden Raum, dem Meta-Universum, entstand.

-

J.A.Wheeler vertrat seit mindestens 1973 die Hypothese eines einbettenden Superraums, mindestens ab 1989 die Hypothese eines realisierten Superraums mit einer riesigen Anzahl von Universen, wobei viele ganz verschiedenartige Metriken, Strukturen und innere Physik haben, manche für Leben und Zivilisationen geeignet sind, viele aber nicht.

-

Die erweiterte Kaluza-Klein-Theorie sowie die Supergravitation ab 1980 gehen von einer 11-dimensionalen Raumzeitwelt aus (10 Dimensionen für den Raum, eine für die Zeit); die Superstringtheorien seit 1984 gehen von 26 bzw. 10 bzw. 4 Raumzeitdimensionen aus.

 

Schon um 1950 vertrat Arthur C. Clarke die Hypothese, daß es sehr viele und verschiedenartige Blasen-Universen geben kann (die Oberflächen dieser Blasen sind 3-dimensional).

Ausgangspunkt: In irgendeinem geeigneten 4-dimensionalen Unterraum unseres Heimkosmos, in dem eine 5-dimensionale Raumzeit gelten mag, entwickelt sich unter vielen an deren Universen auch unser 3-dimensionales Universum. Es mag durch "Knospung" als Schwarzes Loch an einem anderen Universum entstanden sein oder durch andere physikalische Prozesse in der Realität. Der Startpunkt setzt mit der Planckzeit ein. Unser Universum gilt hier als "Blasenwelt".

Spekulationen für die Zeit t = 0 s bei der Entstehung unseres Universums:

Unser Universum ist möglicherweise als eines von vielen anderen vor dem Urknall durch Tunnelung eines quantenhaften Schwarzen Loches aus dem "Vakuum" des primären 4-dimensionalen Raumes entstanden, als Effekt der Vakuumfluktuation dieses 4-dimensionalen Raumes mit 5-dimensionaler Raumzeit. Diese Prozesse werden durch die Physik dieses "Meta-Universums" bestimmt. Diese Physik steuert die weitere Entwicklung unseres Quant-Universums und verleiht ihm die Struktur und Dynamik, bis es sich auf der Basis der Anfangsbedingungen von selber weiter entwickelt. So wie die Realitäten und die Physik des Meta-Universums seine Entstehung bewirkten, können sie auch seine Zerstörung bewirken.

Bis zu der Vernichtung des Universums können - von seiner Entstehung an gerechnet - viele Hunderte von Milliarden Jahren vergehen, und das gibt den innerhalb dieses Universums entwickelten IWA und TZ die Möglichkeit, die in diesem Universum existierenden höchsten Wertschöpfungen in andere, geeignete Universen zu exportieren und vor der Vernichtung zu bewahren. Unser Universum ist eines von überaus vielen im einbettenden Raum, wobei Metrik, Struktur, Ausdehnung, Form, Dynamik, Entwicklungsfähigkeit und Entwicklung höherer Wertschöpfungen und Realitäten sehr verschieden sein können. Hinweise auf das mögliche Schicksal von Zivilisationen im Rahmen der Inflationstheorien gab anscheinend zuerst Andrei Linde in seinem Buch „Elementarteilchen und inflationärer Kosmos“ von 1990.

 

 

1.3.8  Schicksal unseres Universums gemäß der FRW-Kosmologien

 

Aus Sicht der FRW-Kosmologien, was dem Stand der Kosmologie von 1935 bis 1980 entspricht mit (unser Universum besitzt kein dimensional-räumliches und kein zeitliches Außen, es ist einzig, aus dem "singulären Punkt" entstanden, unser Universum umfaßt die globale Realität und wird durch ein 4D Raumzeitkontinuum dargestellt):

-

Sphärisches Universum (Krümmung k > 0, lokal konstant, zeitlich veränderlich mit der Expansion bzw. Implosion): Man kann sich eine ewigperiodische Folge von Aufblähung-Zusammensturz vorstellen, wo sich zyklisch unser Universum in seinen Zuständen Expansion und Kollaps abwechselt, wobei natürlich bei jedem Kollaps alle höheren Wertschöpfungen zwangsläufig total vernichtet werden.

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Hyperbolisches Universum (Krümmung K < 0, lokal konstant, zeitlich veränderlich): Dieses Universum von der Form einer Sattelfläche expandiert mit allmählich abnehmender Geschwindigkeit bis in alle Ewigkeit, wobei irgendwann alles Gas verbraucht und alle Sterne ausgebrannt sind.

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Ebenes Universum (Krümmung k = 0): Dieses Universum weist als 3-dimensionaler Raum keine Krümmung auf. Es expandiert zuerst schnell, dann immer langsamer und strebt asymptotisch der Expansionsgeschwindigkeit Null zu (ohne sie also jemals zu erreichen). Irgendwann ist alles Gas verbraucht und sind alle Sterne ausgebrannt.

Außer dem Universum von Fred Hoyle sind diese Universum-Modelle alle extrem trostlos und ohne einen wahren Sinn für Intelligente Wesen, so daß die Kosmologen darüber erheblich pessimistisch-nihilistische Ansichten entwickelten. Das mochten sie für sich privat gerne tun, aber unzulässig war, daß sie das ihren Mitmenschen mitteilten unter dem Siegel "mit höchster Wissenschaft bewiesen". Alle bisherigen Weltsysteme waren entweder falsch oder extrem korrekturbedürftig - warum sollte es plötzlich anders sein, obwohl noch so viele Effekte nicht verstanden waren, wie etwa die Quantengravitation ? Ab 1975 wurde hauptsächlich durch Forscher, Institute und Arbeiten in England, Rußland und USA im Verlauf der Entwicklung von GVTs, AUTs und multidimensionalen Weltsystemen gezeigt, daß in Sachen Weltsysteme mal wieder mit Zitronen gehandelt worden war. Die Vorstellungen vom singulären Punkt und dem alle Realität umfassenden 4-dimensionalen Raumzeitkontinuum brachen so zusammen, wie ab 1900 die klassische Physik. Das Vakuum unseres Raumes - oft so unphysikalisch als das Nichts bezeichnet - wurde zum Raumzeitmedium mit möglicherweise etlichen verschiedenen Energiezuständen (Coleman) erhoben und bekam als wichtigste Essenz die Higgsfelder zugesellt.

-

Supersymmetrie und Supergravitation ab 1975,

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Erweiterte Kaluza-Klein-Theorie ab 1975,

-

das gewandelte Superraumkonzept der Quantenkosmologie ab 1980,

-

Superstringtheorie ab 1984,

-

das 5-d Entwicklungsmodell für unser Universum von Hawking und Hartle 1984

usw. wiesen auf ein multidimensionales Konzept der Realität hin mit einem zu Grunde liegenden Diskontinuum (Raumzeitschaum). Das sollte also für jeden verantwortungsvollen Kosmologen eine deutliche Warnung sein, niemals wieder pessimistische oder gar nihilistische Ansichten an die Öffentlichkeit zu geben - unter dem Stempel als von höchster Wissenschaft bewiesen und als ewige Wahrheiten hingestellt. Warum protestierten die Philosophen, Intellektuellen, Klerikalen und Literaten nicht gegen diese als ewiggültige Wahrheiten verkauften Weltmodelle und nihilistischen Ansichten ? Ab 1980 bildeten sich in Rußland (Alexander Starobinsky, Andrei Linde) und in den USA Vorstellungen von einem dynamisch veränderlichen multidimensionalen Schaummodell für die globale Realität, wobei die Blasen Universen entsprachen. John Archibald Wheeler entwickelte sein Konzept vom Superraum, Richard Gott das vom ewig expandierenden 4-dimensionalen De Sitter-Raum, in dem laufend Universen-Blasen entstehen.

 

Friedrich Wilhelm Joseph (von) Schelling (1775-1854) hatte zwar die Untugend des subjektiven Idealismus, aber stellte bereits eine sehr vernünftige Frage: "Wie muß eine Welt beschaffen sein, damit (intelligente) Wesen sie verstehen können ?" Der Schritt von dieser Frage zu der, wie eine Welt beschaffen sein muß, damit intelligente Wesen darin einen Sinn haben, ist nicht weit: Eine ganz wesentliche Forderung bei der Entwicklung der Aionik und der für sie zu konzipierenden Realitätsvorstellungen und Weltsysteme war, daß es in ihnen möglich sein mußte, Intelligenten Wesen und allgemein dem Leben einen höheren, vernunftmäßig akzeptablen Sinn zuweisen zu können.

 

Die Vorstellung dimensional geschachtelter, dynamisch veränderlicher realisierter Räume (> Kosmos-Modell, Kosmophysik) liefert einen guten Hintergrund für eine leistungsfähige Physik des Ewigen (Aionik = Bild der Ewigkeit). Das Konzept der Kosmophysik mit ihren dimensional geschachtelten, dynamisch veränderlichen Räumen und einer wesentlichen Rolle der in Universen entwickelten Intelligenten Wesen bei der Evolution der Universen wurde mehr oder weniger direkt schon lange vor dem Autor von zahlreichen SF-Autoren verwendet, angefangen bei Arthur C. Clarke in den 1950er Jahren. Der Autor hat dieses Konzept, das bei vielen SF-Geschichten in vielerlei Versionen verwendet wurde, nur in eine mathematisch-physikalisch ansprechende Form gebracht. Und es leistete das, was die SF-Autoren schon früher erkannt hatten: Eine Sinnzuweisung für Intelligente Wesen. Sowohl die Absättigung des transzendentalen Strebens (verwandt mit dem Geistlichkeitstrieb und dem Drang zu Magie und Mystik, vermutlich schon beim Homo erectus vor einigen Jahrhunderttausenden) und die reine Vernunft des Menschen fordern eine wissenschaftlich akzeptable Begegnung mit dem Ewigen, auf die alle tiefere Weisheit, einschließlich der höheren Ethik, gegründet wird.

 

 

1.3.9  Chaos, m-Kosmen und Kosmophysik 

Realitätsvorstellungen und Weltsysteme

 

Realitätsvorstellungen befassen sich mit „allem“, mit der Wirklichkeit und Realität in ihrer größten dimensionalen, zeitlichen, räumlichen ... Ausdehnung, mit Universen, Hyperräumen, Pararäumen, ..., m-Kosmen ..., mit dem Ewigen Werden oder der globalen, ewigen Realität insgesamt.

Weltsysteme befassen sich vorläufig nur mit Universen, die in der Realität winziger sind als Sandkörner am Meeresstrand. Mit der Kosmophysik wird versucht, ganz allmählich den Begriff Weltsystem auf universumexterne Realitäten wie Hyperraum, Pararaum ... auszudehnen.

 

Alle bekannten Phänomene sind sowohl unter dem Aspekt

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von oben nach unten - aus "göttlicher" Sicht - und

-

von unten nach oben

zu sehen.

Gesucht ist eine Theorie über alles, die wirklich alles umfaßt, also nicht nur die 4 Grundwechselwirkungskräfte und die Physik im Kleinen und Großen, sondern auch die Entwicklungsdynamik und Entwicklungsmöglichkeiten in der globalen Realität in Sicht auf beliebig große Zeiträume.

Gesucht ist also eine hochmoderne Kosmogonie, bei der Realitätsvorstellungen und Weltsysteme so eine Art von Schraubenzieherfunktion haben, und womit man Staatswissenschaft und Staatstheorie gründet und formuliert.

Die Sicht auf beliebig große Zeiträume, viele Universen und übergeordnete Gebilde, Intelligente Wesen und ihre Superzivilisationen ... erleichtert dieses Unterfangen.

 

Wesentliche spekulative Annahmen in der Kosmophysik zu früheren SF-Spekulationen kosmologischer Art sind:

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Es mag in der globalen Realität überhaupt gar nicht so etwas wie Dimensionen geben, sondern das sind nur unsere Erfindungen zur Kennzeichnung unserer sinnlichen Wahrnehmungen. Je nach den Experimenten mag unser Universum und besonders die globale Realität als 4-, 5-, 6- ...-dimensional erscheinen.

-

Es ist ganz sinnlos, für die globale Realität anzunehmen:

 

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Zeitliche, dimensionale oder räumliche Begrenztheit.

 

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Die Existenz größter strukturierter Gebilde.

 

-

 Prinzipielle End- bzw. Höchstzustände beliebiger Entwicklungen. Das gilt sowohl für die Komplexheit von Universen und den darin möglichen höheren Wertschöpfungen als auch für beliebige IW, IWV, IWA, TZ, Superzivilisationen, Kosmozivilisationen ...

Die Annahme, daß etwas größte Abmessungen hat, kommt daher, daß wir Menschen uns untereinander z.B. nach der Körpergröße vergleichen und es für uns wichtig ist, daß der eine 1,80 m und der andere 1,85 m groß ist. Es ist aber überhaupt nicht bewiesen, daß es in der globalen Realität auch solche größten strukturierten Gebilde gibt. Die Annahme für solche Gebilde erfolgt rein aus unserem infantilen Selbstverständnis heraus, das wir der Natur in der Art von Kleinkindern überstülpen.

 

Annahmen zu Kosmophysik und Chaos:

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Alles beginnt im Chaos, das unendlichdimensional ist und sich in Raum und Zeit unendlich ausdehnt. Das Chaos hat seltsame Eigenschaften:

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Es ist kein abgeschlossener Bereich.

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Es hat keine definierte physikalische Struktur.

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Es ist ewig und erstreckt sich über unendlich viele Dimensionen.

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Obwohl es ewig ist, vergreist es nicht, sondern bleibt ewig jung, dynamisch und entwicklungsfähig.

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Wesentliche Merkmale der Kosmophysik als Realitätsforschung, die immer mit den aktuellen Theorien über Elementarteilchen, physikalische Wechselwirkungen, Kosmologie usw. zu vergleichen sind:

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Unendlich in bezug auf Dimensionalität, räumliche und zeitliche Ausdehnung (es gibt Superstringtheorien in unendlich vielen Dimensionen).

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Durch Restriktionen erhält man Bereiche spezieller Ordnung, die wir als Universen bis hin zu Kosmen bezeichnen.

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Die globale Realität ist nach Strukturierung und Entwicklungsfähigkeit nach oben offen:

 

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Es gibt keine wirklich kleinsten oder größten Bereiche, wie man das früher bei Atomen bzw. dem Universum geglaubt hatte.

 

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Es gibt keine echten zeitlichen Anfangs- und Endzustände für die globale Realität.

 

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Es gibt keine echten Höchstentwicklungen, weder bei Universen und IWA noch bei TZ. Konkurrierende Vorstellungen über die Entstehung von "Welten":

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Unser Kosmos bzw. unser Universum ist rein durch eine apersonale Evolution entstanden. Es gibt so viele Universen in einem Kosmos, daß es rein nach der statistischen Verteilung der speziellen Werte für Metrik, Struktur, Entwicklung, Form, Ausdehnung, Physik, Naturkonstanten ... ganz zwangsläufig ist, daß es in der Vielzahl der Universen (auch mit untierschiedlicher Anzahl von Dimensionen) auch solche geben muß wie unseres.

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Die o.g. Welten sind zumindest unter Mithilfe von Superintelligenzen entstanden bis entwickelt worden. In Anlehnung an die Schlußworte von Paul Davies in seinem Buch "Die Urkraft" von 1986 geschah das zu einem Zweck, der den Sinn der Entwicklung von Leben und Zivilisation in diesen Welten einbeschließt. Gesucht ist eine allgemeine Theorie über die Entwicklungen von IW, IWV, IWA und TZ mit ihrer möglichen Einflußnahme auf die Evolution der Universen, Kosmen ...

 

Eine Möglichkeit ist z.B., eine Graphik in der Art des Hertzsprung-Russel-Diagramms (HRD) für Sternentwicklungen ("HRD II"), wobei man anstelle von Mase und Leuchtkraft von Sternen andere geeignete Parameter für Superzivilisationen ... finden muß. Solche Parameter könnten z.B. sein:

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Anzahl und Arten der IW, Tiere und Pflanzen,

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technische Entwicklung der betreffenden TZ,

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geistige Entwicklung der maßgeblichen IW.

Man kann sich einmal vorstellen, daß die ganze Entwicklung, die unser Sonnensystem noch vor sich hat, an anderen Orten unseres Universums bereits schon viel weiter fortgeschritten ist. Wir versuchen dann heute, Aufgaben zu lösen, die andere IWA und TZ schon vor Jahrmilliarden gelöst haben - oder nicht. Im fertigen "HRD II" würde man die bestimmenden Parameter für unsere Zivilisation oder irgendeine andere in Zeit und Raum einsetzen und sehen, was für ein Typ von TZ das ist und wo wir uns gerade in dem allgemeinen Entwicklungsverlauf befinden, den wir ja in seiner Fortsetzung in der Zukunft nach Voraussetzung aus "HRD II" ablesen könnten.

Es ist sicher so, daß eine solche Theorie für eine Zivilisation gefährlich werden kann, wenn die betreffenden IW zu sehr daran glauben und "HRD II" falsch oder auch zu wahr ist.

 

Wir leben in einer multidimensionalen, ewigen Realität, in der Universen vom Typ R3,1, Hyperräume vom Typ R4,1, Pararäume vom Typ R5,1, ..., m-Kosmen vom Typ Km,1... in schier unendlicher Anzahl entstehen, sich entwickeln und wieder vergehen, mit einer darüber gelegten globalen Evolution.

Universen sind winzige, vergängliche Teilbereiche der globalen, ewigen Realität. Universen sind dimensional, zeitlich und räumlich eng begrenzt. Universen haben einen zeitlichen Anfang und ein zeitliches Ende. Universen sind vielfältig in ihren verschiedensten Ausführungen und Versionen mit unterschiedlichsten Werten für ihre Metrik, Physik, Dynamik, Naturkonstanten, Entwicklungsfähigkeit ...

Aber wenn auch Universen nur winzige, in einer hochdynamischen Entwicklung befindliche Unterräume von Hyperräumen, Pararäumen ... sind, so können sie doch hier eine ähnliche hohe Bedeutung für das Ganze - die multidimensionale, ewige Realität - haben wie die Früchte eines Baumes für seine tierische Umwelt. Die m-Kosmen wurzeln im Chaos wie Bäume im Sumpf, die höherdimensionalen Räume sind, beim Unterraum mit der höchsten Dimension anfangend, wie Stamm, stärkste Äste, davon abzweigende Äste ..., und viele Universen mögen wie Blätter am Baum sein, viele wie seine Früchte.   

Intelligenten Wesen (IW) und ihrem Wirken kann dann und nur dann ein vernünftiger Sinn zugewiesen werden, wenn sie in diese Evolution der Universen, Hyperräume ... nach Plan und wirksam fördernd und schöpferisch eingreifen können. Entwicklung und Wirkung von IW hängen sehr stark ab von den „Früchten“ des „Weltbaumes“ - also von den Universen mit geeigneter Metrik, Dynamik, Physik ... 

Aber die IW sind nur die Kinder in den Kinderstuben, welche Funktion die Universen u.a. haben. Erst wesentlich und entscheidend für die ewige, vieldimensionale Realität sind Superintelligenzen.

Hier geht es um Superintelligenzen, Universen, Hyperräume, Pararäume ..., um Supermaschinen, Hypersupermaschen ... als Werkzeuge von Superintelligenzen, um die globale, multidimensionale Ewigkeit mit tiefer dimensionaler Schachtelung von beliebig-dimensionalen Räumen in hochdynamischer Entwicklung in Sicht auf größte Zeiträume, um die maximal möglichen Entwicklungshöhen und Wirkungen von beliebig-dimensionalen Räumen und Superintelligenzen.

Wollen wir „Gott“ und seine „Kollegen“ kennen lernen, müssen wir sein bzw. ihre Werke studieren, die uns von ihnen gestellten Aufgaben zu erkennen und zu lösen suchen. Forschung und Erkenntnisstreben sind die Suche nach Gott und Gottes Werk - das ist wörtlich die Bedeutung des Wortes Theorie.

Wir können uns Superintelligenzen nicht mit menschenspezifischer, an kurzen Zeiträumen orientierten Denk- und Sichtweisen nähern. Wir müssen nicht-menschenspezifisch denken, eigentlich also übermenschlich, aber provozierender bezeichnet als nichtmenschlich.    

Im persönlich erlebten Alltag denken wir in Größen von einigen Dutzend Kilometern und in Zeiträumen von Jahren, und in der nichtmenschlichen Denkweise denken wir in Hunderten von Millionen Lichtjahren, in Zeiträumen von Billionen Jahren ..., und das natürlich multidimensional.

Die Kosmophysik ist ein wesentlicher Teil der Aionik, da sie für die Konstruktion von Sinngebungen für Realität, Leben, Intelligente Wesen, Zivilisation ... von einer multidimensionalen, hochdynamischen und ewigen Realität ausgeht, wo die Evolution von Intelligenten Wesen an die Evolution der Universen ... zwar willkürlich, aber möglichst naturwissenschaftlich korrekt angekoppelt wird.

Nach dem Kosmos-Modell der Aionik entstehen in der globalen, ewigen und unendlichdimensionalen Realität mD Gebilde mit raumartigem Charakter und beliebiger Dimension m, die man als m-Kosmen bezeichnen kann. Bei Berücksichtigung einer Raumdimension kann man das auch schreiben als Km,1. Je nach Thematik kann es zweckmäßig sein, in die Angabe für die Dimensionalität m die Zeitdimension(en) hineinzurechnen oder nicht. Das ist eine reine Frage der Notation, die von Fall zu Fall geklärt werden kann. Trivial ist die Sache nicht, denn wenn man 2 Zeitdimensionen verwendet wie im 5D Modell von Hawking und Hartle von 1984, wird aus dem m-Kosmos der K3,2, bei Verwendung nur einer Zeitachse der K4,1, also etwas ganz anderes.

Die m-Kosmen mögen in Realitätsbereiche eingebettet sein, über deren Eigenschaften auch eine Superintelligenz kaum Aussagen machen kann. Die m-Kosmen entwickeln sich, wirken in vielerlei Weise und verfallen wieder. In diesen m-Kosmen können sich Unterräume der Dimension m > n > 0 mit unterschiedlichsten Werten für Metrik, Physik, Naturkonstanten, räumliche und zeitliche Ausdehnung, Form, Entwicklungsfähigkeit, Wirkungsmöglichkeit ... entwickeln, und zwar gilt dabei die grobe Regel, daß Lebensdauer und (Fein-)Körnigkeit der Räume mit wachsender Dimensionszahl exponentiell anwachsen, was bedeutet, etwa in der Art 10n*5: Hat ein R3,1.z.B. eine Lebensdauer und eine Körnigkeit, die man im Maß geeigneter Einheiten jeweils mit 103*5 bezeichnen mag, so gelten für Hyper-, Pararäume ... die Werte 104*5, 105*5 ... 

Dieser Vorstellung der Entwicklung von realisierten Formen beliebiger Größe, Dimensionalität, Lebensdauer ... in einer der klassischen Physik nahestehenden Weise sind die Quantenprozesse und die Erkenntnisse der Quantentheorien zu überlagern, wie das oben schon gesagt worden ist.

Weitere Einzelheiten des Kosmos-Modells sind in den Büchern der Aionik seit 1985 beschrieben.

 

Theodor Kaluza hat 1921 mit seinem Versuch zur Vereinheitlichung von Gravitation und Elektromagnetismus auf der Basis einer 5-dimensionalen Raumzeit damit begonnen, in Realitätsvorstellungen und Weltsystemen mit mehr als den 3 Raumdimensionen plus der Zeitdimension zu operieren.

Nachdem Oscar Klein 1925 diese Theorie weiter ausgearbeitet hatte, blieb sie bis 1975 liegen - bei den Wissenschaftlern.

Es waren die Autoren für Science Fiction, denen die 4 Dimensionen nicht aus reichten. Arthur C. Clarke fing schon in den 1950er Jahren mit Spekulationen über viele Universen an, die wie Blasen auf dem Strom der Zeit treiben.

Das Autorenkollektiv von der Weltraumserie "Perry Rhodan" ist für Jahrzehnte ab den 1960er Jahren darauf herumgeritten.

Viele Hochenergiephysiker und Kosmologen haben zwar gerne SF-Literatur konsumiert, aber waren von einer 4-dimensionalen, alles Reale umfassenden Raumzeitwelt überzeugt - jedenfalls bis 1975.

Warum ? Man kann das ganz einfach erklären: Albert Einstein hatte gesagt, daß der Rahmen des Realen das 4-dimensionale Raumzeitkontinuum ist. Fertig. Also leben wir in einem solchen, und Zweifel daran sind ein Sakrileg.

Nach der heutigen Sicht leben wir weder in einer 4-dimensionalen Realität noch liegt dem Realen ein Kontinuum zu Grunde. So schnell ändern sich die offiziellen Lehrmeinungen. Ändern sich auch die Leute, die jeweils auf die jeweiligen Lehrmeinungen schwören ? Hat sich die globale Realität plötzlich geändert von einem 4D Raumzeitkontinuum zu einer mD körnigen Realität ?

 

Die beste Parallele zum 4-dimensionalen Raumzeitkontinuum findet man bei den Wissenschaften in der Paläoanthropologie mit dem Piltdown-Menschen, der von 1912 bis 1955 alle Konkurrenten in die Flucht schlug. Die größten Koryphäen der Paläoanthropologie glaubten an ihn. Zweifler - so Typen wie Marsden, der den Schädelteil von Swanscombe fand - wurden kaltgestellt, mundtot gemacht. So etwas vermögen Autoritäten der Wissenschaft.

 

Postulate von der alle Realität umfassenden, kontinuierlichen Raumzeitwelt, vom Vakuum als Nichts, von der Einzigartigkeit unseres Universums, von dem singulären Punkt mit unendlich hoher Massedichte und Temperatur zu Beginn unseres Universums (der halt plötzlich da war) usw. galten als Wissenschaft - noch bis 1975 ! Es war keine Wissenschaft, sondern Geschwätz.

Eine 4-dimensionale, kontinuierliche Raumzeitwelt kann weder unser Universum erklären noch die höhere Ethik und die Rolle von IWA und TZ, über beliebig lange Zeiträume hin gesehen.

Es ist dringendst angebracht, vieldimensionale Realitätsvorstellungen und Weltsysteme zu entwickeln, anzuwenden und zu lehren.

Die totale Beschränkung auf 4-dimensionale Kontinuen ist Manie, aber keine Wissenschaft. Neben den anderen Weltsystemen sind auch multidimensionale Realitätsvorstellungen und Weltsysteme zum Unterricht zuzulassen. Das gilt insbesondere für Universitäten. Wenn es gestattet ist, an Schulen und Universitäten Thesen zu verbreiten wie ein persönliches Leben nach dem persönlichen Tode, Leben der Dahingeschiedenen im Jenseits, Trinität und Seelenwanderung usw., dann sollte es auch gestattet sein, multidimensionale Realitätsvorstellungen und Weltsysteme zu lehren.

Oder haben die Väter des Grundgesetzes im Mai 1949 festgelegt, daß multidimensionale Weltsysteme nicht unter die Freiheit von Forschung und Lehre fallen ? (So der Autor dieser Zeilen zum Forschungsdefizit in der BRD 1986.) 

 

Die Kosmophysik ist die spekulative Antwort auf eine Natur, die möglicherweise nicht nur in der subatomaren Physik, sondern auch in der globalen Realität es liebt, Chamäleon zu spielen und einmal so, das andere Mal so zu erscheinen.

Beim Dualismus von Licht und Materie (Louis de Broglie 1921) wurde der Glaube an eine einheitliche Struktur und Beschreibbarkeit entweder als Korpuskel oder als Welle aufgegeben. Kann dasselbe nicht auch bei der Realität im Großen wieder so sein, jetzt im Bereich der Dimensionen ?

Ist es überhaupt sinnvoll bzw. realitätstreu, zu sagen, daß die globale Realität 4, 10, 26 oder n Dimensionen besitzen soll ?

Kann man nicht auch schon allein mit 2 Dimensionen (Poljakow) auskommen ?

Die chaotische, ewige Inflation von Andrei Linde geht davon aus, daß in einigen Bereichen des globalen Universums (hier im Sinne von Mega- oder Metauniversum) die Quantenfluktuationen so stark werden können, daß sich auch die Anzahl der Dimensionen der betreffenden Raumzeit ändert mit der Folge, daß die entstehenden Miniuniversen nicht mehr nur 3 plus 1 große Dimensionen haben können, sondern multidimensional sind.

 

Forderungen an Realitätsvorstellungen und Weltmodelle:

1.

Sittlich-ethische Gründung, als Orientierungshilfe für IW, IWA, TZ auch bei sehr langfristiger Sicht hinreichend.

2.

Vollständige und widerspruchsfreie Einarbeitung aller bekannten Naturphänomene, maximale Harmonisierung sittlich gegründeter Forderungen an die Realität mit den jeweils aktuellen Naturwissenschaften einer Epoche. Möglichst gute Übereinstimmung mit den physikalischen Meßwerten.

3.

Unterscheidung zwischen Realitätsmodellen und Weltsystemen: es wird als un zulässig festgelegt, alle Realität in unser Universum zu packen. Unser Universum (im Sinne von A. Linde: Miniuniversum) ist nur ein ganz winziger und zeitlich eng begrenzter Teilabschnitt der globalen Realität.

4.

Keine Einmaligkeit irgendwelcher irgendwann im Ewigen Werden realisierten Formen.

5.

Alle realisierten Formen befinden sich in einer Evolution, die zu Höherentwicklung führen "soll", aber auch zu Rückentwicklung führen kann.

6.

Es gibt für alle realisierten Formen ein zeitliches und ein dimensional räumliches, also auch ein Davor und Danach.

7.

Es gibt keine zeitliche Invarianz irgendwelcher realisierten Formen, oder: es gibt keine absoluten Endzustände realisierter Formen im Ewigen Werden.

8.

Den Entwicklungen von IWA, TZ, Universen, ... kommt ein vernünftiger, objektivierbarer Sinn zu, der das auch bei Betrachtung beliebig langer Zeiträume bleibt.

 

Kennzeichnend für die Aionik ist die Verknüpfung der postmodernen Physik mit den Fragen nach einer Physik des Ewigen sowie Sinn und Rolle von IW, IWV, IWA, TZ, Universen ... bei Sicht auf beliebig große Zeiträume, und Schutz und Bewahrung des Lebens über beliebig große Zeiträume sind dabei fundamentale Forderungen.

Die Frage „Was kann sich aus Gas- und Staubwolken irgendwo im Universum entwickeln ?" und die Fragen nach der Biochemie und „Ethik" großer Gas- und Staubwolken sind für alles Leben in unserem Universum von höchster Bedeutung.

Es ist auf die Forschungsarbeiten von Steven Weinberg, Alan Guth, Andrei Linde, Martin Rees, Stephen W. Hawking ... Bezug zu nehmen, denn Realitätsvorstellung und Weltsysteme der Aionik von 1985 waren im Prinzip nur spekulative Krücken, um die damals geltenden Paradigmen der alle Realität umfassenden 4D Raumzeitwelt mit Eigenschaften wie

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echtes Kontinuum,

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alle Realität umfassend,

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entstanden aus dem singulären Punkt und

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nach 60 bis 100 Milliarden Jahren wieder im singulären Punkt vergehend ...

zu umgehen, da die darauf gegründeten pessimistischen und nihilistischen Äußerungen gerade führender Kosmologen die ethisch-sittliche Untauglichkeit dieser Weltvorstellungen deutlich vor Augen führten. Leider war von Philosophen, Intellektuellen, Klerikalen, Literaten ... kein ähnlicher Vorstoß zu verzeichnen, um die Kosmologen aus ihrem selber fabrizierten Patt herauszuführen.

 

 

1.3.10  Deutung der Rotverschiebung als Effekt der Expansion unseres Universums

 

Alle diese astrophysikalischen, astronomischen und kosmologischen Fragen werden gründlicher in Teil 2 diskutiert, aber hier müssen sie auszugsweise vorgestellt werden, um die Vorstellungen zu begründen. Als z.B. 1929 Edwin Hubble seine These von der Flucht der Galaxien – das war übrigens seine 2. geistige Großtat - publizierte, war das tatsächlich der Beginn für eine gewaltige Revolution im Denken und bei der Konstruktion von Weltsystemen, die man sich gründlich vor Augen halten muß.

 

Bis 1929 war eher in Vergessenheit geraten, daß Alexander Friedmann bereits 1922 die Expansion unseres Universums als zwangsläufig ermittelt hatte, als er eine Lösung der Einsteinschen Feldgleichungen ohne den Term mit der Konstanten Lambda erarbeitet hatte.

Nachdem Hubble die Expansion des Universums durch die entsprechende Deutung der Rotverschiebung des Lichts der Galaxien experimentell bestätigt hatte, war nun zu beantworten, wie diese Expansion ablief. Die Vorstellung, daß der Raum expandiert und die Galaxien mitnimmt, und daß nicht die Galaxien wie die Splitter einer Granate auseinanderfliegen, mußte man sich über die Jahrzehnte erarbeiten. Erleichtert wurde das durch die Entdeckung und Interpretation der Quasare.

 

Wären die Quasare echte Hochgeschwindigkeitsobjekte, wäre also ihre aus der Rotverschiebung ermittelte Fluchtgeschwindigkeit kinematischer Art, müßte es auch zu Hochgeschwindigkeitseffekten kommen. Ferner wäre der Raum nicht isotrop. Nehmen wir hierfür das Bild einer explodierenden Granate, wo die Splitter in allen Richtungen auseinanderfliegen, wobei gilt:

Der 3D Raum oder R3,1 sei schon vorher durch andere Entwicklungen entstanden und die Explosion führt in ihn hinein. Dabei entsteht natürlich sofort die Frage, wie dieser R3,1 entstanden ist und wie weit sich dieser euklidische Raum ausdehnt. Unendlich große physikalische Gebilde kann es nicht geben, weil die Bildungsmechanismen zu ihrer Realisierung fehlen.

Also müßte dieser euklidische Raum, richtig als Vollkugel vorzustellen, einen Rand haben, an den die Galaxien irgendwann "dranknallen" würden. Die Splitter der Granate entsprechen in diesem Modell den Galaxien. Vom Rand dieses 3D Universums sollte eine Strahlung ausgehen und in dem Raumteil, den die Galaxien noch nicht erreicht haben, sollte ebenfalls Materie und Strahlung existieren. Dann gäbe es eine sehr heftige Strahlung als Ergebnis der Zusammenstöße der Galaxien mit Strahlung und Materie „außerhalb“. Wir müßten dann Hochgeschwindigkeitseffekte messen können, die dadurch entstehen, daß Materie und Strahlung der mit nahezu c expandierende Kugelschale mit der Materie und Strahlung im vorgefundenen Raum reagiert oder elektromagnetische und relativistische Hochgeschwindigkeitseffekte zeigt. Wäre die Fluchtgeschwindigkeit kinematischer Art, müßten sich auf jeden Fall Reaktionen mit Gas und Strahlung des Raumteiles nachweisen lassen, den sie durcheilen, und diese Effekte wären sehr stark anisotrop wegen des physikalischen Effekts der Streustrahlung, die bei hohen Relativgeschwindigkeiten bevorzugt in Flugrichtung emittiert wird.

Von dieser Strahlung ist nichts zu messen. Sie müßte millionenmal energiereicher sein als die Hintergrundstrahlung im Mikrowellenbereich, denn im o.g. Modell würde ja nicht der Raum expandieren, und damit käme es auch nicht zu einer Verlängerung der Wellenlängen der emittierten Strahlung. Es ist der Raum selber, der expandiert, und der die Galaxien mitnimmt wie Fische im strömenden Fluß.

 

Welche Geschwindigkeit haben die Galaxien im o.g. Modell, relativ zum Ursprung ?

Die Verteilung der Quasare ist gleichmäßig über die ganze Himmelskugel, woraus folgt: Da wir Hochgeschwindigkeitsobjekte in allen Richtungen finden, bewegen wir uns selber mit einer Geschwindigkeit v nahe c vom Ursprung fort. Das gilt wegen des relativistischen Geschwindigkeitsadditionstheorems. Wir befinden uns dann irgendwo inmitten der expandierenden Galaxienregion, die in einer Kugelschale den Ursprung umgibt und immer größer wird, mit fast Lichtgeschwindigkeit.

Da wir in allen Richtungen über 10 Milliarden Lj in den Raum hinaussehen können und überall Galaxien und Quasare finden, ist die Dicke dieser expandierenden Kugelschale mindestens 20 Milliarden Lj.

Diese leicht meßbaren Hochgeschwindigkeitseffekte sind aber nicht zu finden. Der Raum erscheint isotrop.

Die Fluchtgeschwindigkeit der Quasare ist nicht kinematischer Art, sondern metrischer Art.

 

Im o.g. Kugelschalen-Modell müßte ferner die Dichte der Galaxien in Expansionsrichtung geringer sein als in der entgegengesetzten Richtung, zum Explosionszentrum hin.

Auch das ist nicht der Fall.

Die Fluchtgeschwindigkeit der Quasare ist nicht kinematischer Art, sondern metrischer Art.

 

Was alles gegen eine kinematische Fluchtgeschwindigkeit der Galaxien spricht:

1.

Da die Geschwindigkeit der Quasare in allen von uns gesehenen Richtungen überall sehr hoch ist, sind auch wir relativ zum Explosionsursprung sehr schnell mit v nahe c.

2.

Die Galaxien, die uns voraneilen, sind schneller als wir, die Galaxien, die uns nacheilen, langsamer. Diese Unterschiede in den Geschwindigkeiten ergäbe in unterschiedlichen Himmelsrichtungen von uns aus gesehen unterschiedliche Hochgeschwindigkeitseffekte - Reaktionen mit Gas und Strahlung im Raum, die unabhängig von der Expansion schon dort waren.

3.

Die Dichte der Galaxien ist außen höher als innen. Wir müßten in einer Richtung eine höhere Galaxiendichte ermitteln können als in der ihr entgegengesetzten Der Raum erschiene nicht isotrop.

 

Da von diesen leicht meßbaren Effekten nichts nachgewiesen werden kann, ist die Fluchtgeschwindigkeit der Galaxien nicht kinematischer, sondern metrischer Art. Die Quasare sind also keine echten Hochgeschwindigkeitsobjekte, sondern ihre Rotverschiebung rührt von einer Expansion des Raumes und nicht von einer Explosion in einem euklidischen Raum her.

 

Die Kosmophysik beginnt nun da, wo man davon ausgeht, daß der physikalische Raum nicht "a priori" gegeben ist im Unterschied zu einem Zahlenraum, weil ein physikalischer Raum erst durch physikalische Prozesse aus vorhandener Realität geschaffen werden muß.

Ein physikalischer Raum ist immer ein Geblide, das irgendwo und irgendwann als physikalische Realität  entwickelt worden sein muß. Es gibt immer einen vorher bestehenden Realitätsrahmen.

Nach unserem Realitätsmodell ist dieser Realitätsrahmen ein Unterraum Rn,1 in einem Km,1.

Nehmen wir eine kontinuierliche dimensionale Schachtelung an - was aber nicht unbedingt notwendig ist -, so hat der unser Universum einbettende Raum die Dimension 4.

Es ist nun keineswegs so, daß die Universen alle regelmäßige Körper oder Oberflächen sein müssen, wenn es auch naheliegt, anzunehmen, daß Universen mit einer solchen Form besonders stabil und lebensfreundlich sind.

Die Rotverschiebung ist dann ein Effekt des expandierenden Raumes, gedeutet als expandierende Fläche 2. Ordnung im einbettenden R4,1.

Für weitere Überlegungen gehen wir ohne Beschränkung der Allgemeinheit davon aus, daß unser Universum die 3D Oberfläche einer expandierenden Blase im einbettenden R4,1 ist. Allgemein:

 

Km,1 כ Rm,1 כ Rm-1,1 כ ... כ Rn,1 כ ... כ R5,1 כ R4,1 כ R3,1

 

Aus dem nach Dimension, Raum und Zeit unendlichen Chaos entwickeln sich Bereiche höheren Organisationsgrades - Realitätsinseln höherer Ordnung. Diese mD Bereiche mit beliebiger Dimension m > 0 können zu mD Räumen Rm,1 werden, in denen sich wieder viele nD Unterräume mit m > n > 0 bilden können. Ein solches m-d Gebilde wird m-Kosmos (Km,1) genannt, und seine n-d Unterräume werden mit Rn,1 bezeichnet. Kennzeichnend ist die Dynamik dieses Modells: Sowohl die Km,1 als auch ihre vielen Rn,1 mit m > n > 0 bei sonst beliebigem n machen eine Entwicklung durch, wobei über alles eine globale Evolution gelegt ist. Alle Km,1 und Rn,1 entstehen und vergehen wieder. Der den ganzen Kosmos umfassende höchstdimensionale Rm,1 entsteht direkt aus dem Chaos durch irgendwelche zufällig/gesetzmäßig angestoßene oder ablaufende Wachstumsprozesse und ist deshalb dem Chaos am nächsten verwandt von allen seinen Unterräumen. Schnittstelle mit dem Modell von A. Linde: m-Kosmen entstehen durch Vakuumfluktuationen im Chaos.

 

Durch Spezialisierungen oder Erhöhungen des Organisationsgrades begrenzter Bereiche entstehen im Km,1 die Unterräume Rn,1, deren Organisationsgrad mit fallender Dimensionszahl n dann monoton zunimmt, wenn sie über die Kette der dimensionalen Schachtelung der Art entstehen, daß im Km,1 Unterräume der Dimension m-1 entstehen, in diesen Unterräume der Dimension m-2, in diesen Unterräume der Dimension m-3 usw., was bis zur Dimension n = 1 fortgesetzt werden kann. Wenn in einem Rn,1 direkt etwa ein Unterraum (n-3)-R entsteht, was auch als möglich angenommen werden muß, wird in dieser Kette nur ein einziger Prozeß zur Erhöhung der Organisation und Raumordnung wirksam. Wir betrachten hier nur solche Unterräume eines Km,1, die über die genannte Kette von sukzessiven Raumbildungen entstanden sind, mit kontinuierlich abnehmenden Dimensionszahlen für n:

Km,1 כ Rm,1 כ Rm-1,1 כ ... כ Rn,1 כ ... כ R5,1 כ R4,1 כ R3,1

Was ist nun mit dem Ordnungsgrad dieser Räume und der "Logik" ?

Es entstehen im Chaos sehr viele Realitätsinseln höherer Ordnung, aber nur wenige werden zu m-R, die durch Bildung von n-d Unterräumen zu Km,1 werden. Der aus dem Chaos gebildete m-R hat gerade soviel Ordnung und "Logik" mitbekommen oder entwickelt, wie es seine zu einem erheblichen Teil zufällig verlaufende Entwicklung ergab. Darum sind auch Lebensdauer und Organisationsgrad der meisten im Chaos entstehenden m-d Realitätsinseln höherer Ordnung so gering, daß sie nicht zur Ausbildung stabilisierender Strukturen und zur Entwicklung von Unterräumen kommen und relativ rasch wieder verschwinden. Nur ein winzig kleiner Teil der Rn,1 wird zu Räumen, die hinreichend lange existieren und physikalisch geeignet sind, Effekte wie Materie, Strahlung, Leben, IWA und TZ hervorzubringen.

Da die Unterräume der Km,1 in einer gegenüber dem Chaos bzw. den einbettenden Räumen höher organisierten Umgebung entstehen, sind sie wieder etwas höher organisiert als der sie einbettende Km,1 bzw. Rn,1: Mit abnehmender Dimensionszahl nimmt der Organisationsgrad der Rn,1 zu. Diese Annahme leistet es, IWA-Entwicklungen u.a. einen objektiven Sinn zu geben.

Organisationsgrad, Konstruktionslogik und Lebensdauer der Unterräume können durch fortschrittliche IWA und TZ - langsam von ihrem Universum ausgehend - zu anderen Rn,1 des einbettenden Raumes und zu höherdimensionalen einbetten den Unterräumen im Km,1 vorstoßen und darüber hinaus später in andere Km,1 einzudringen oder selber neue Km,1 zu schaffen. Für die nachfolgenden Überlegungen gilt als Annahme: Es gibt Gebilde wie Km,1 im Ewigen Werden, die entstehen, eine Entwicklung durchmachen und wieder zerfallen, und in denen es viele Rn,1 geben kann mit 0 < n < m, die ebenfalls entstehen, eine Entwicklung durchmachen und nach einiger Zeit wieder verfallen. Wir können sicher sein, daß die Bildungsprozesse fast nur Rn,1 mit nichteuklidischer Metrik erzeugen, daß aber in Raumabschnitte eines Rn,1, die sehr klein gegenüber diesem Rn,1 sind, die euklidische Metrik meistens hinreichend gut angenähert gilt. Wenn man nach der Physik der unser All einbettenden Räume fragt gemäß der Sequenz der einbettenden R4,1, R5,1, R6,1, ..., Rn,1, ..., Rm,1, Rm,1 und Km,1, so versucht man sich zuerst an der Physik unseres Alls zu orientieren, um eine Vorstellung davon zu entwickeln, wie physikalische Realität aussieht und besonders wie sie entsteht. Nach der Frage nach der Art der physikalischen Realität im analytischen Sinne sind weiterhin die Fragen interessant, wie sich physikalische Realität über sehr große Zeiträume hin wandelt, eventuell mit starken inneren deterministischen Zügen. Die mehr synthetisch orientierten Fragen nach der Möglichkeit, daß IW neue Realität größeren Ausmaßes schaffen können z.B. durch Verbesserung oder Neuschaffung von Universen, beliebigen Rn,1 bis hin zu Km,1, müssen unter der weiteren Annahme geschehen, daß eine solche Kopplung in der Entwicklung Universen mit Superzivilisation wesentlich koppeln.

 

 

1.3.11  Spezielle Probleme der Kosmophysik

und Realisierung von Räumen

 

Gegeben sei ein mD Kosmos mit einer großen Vielfalt und Anzahl beliebig dimensionaler Unterräume mit der Dimensionszahl n, für die immer gilt: 0 < n < m.

Gesucht ist nach den möglichen physikalischen Gesetzen in den Räumen des Kosmos und nach den Kosmischen Entwicklungsprinzipien (KEP), die Realwerden und Entwicklung der m-Kosmen im Chaos bewirken.

 

Raumexpansion dynamisch veränderlicher Rn,1:

Falls die Rotverschiebung der Spektrallinien im Licht der Sterne ferner Galaxien eine Komponente besitzt, die auf eine Expansion des Raumes zurückzuführen ist, muß diese Expansion in einem einbettenden (!) Raum höherer Dimension erfolgen.

 

Kontinuums- und Körnigkeitsproblem:

Betrachten wir immer kleinere Abschnitte in unserem Raum, so kommen wir zu einer körnigen Mikrostruktur, den man heute Raumzeitschaum nennt. Realitäten, seien dies nun der Sprache nach Formen oder Prozesse, haben aber immer eine körnige Struktur und können nie aus dem Nichts entstehen. Die Worte Kontinuum und kontinuierlich sind reine Idealisierungen, die nirgendwo und nirgendwann in der Natur zutreffen. Ein echtes Kontinuum erscheint physikalisch als nicht realisierbar. Bei einer körnigen Mikrostruktur des Raumes bleibt die Frage, wo die "Körner" herkommen, welcher Wesenheit der "Raum" zwischen den Körnern angehört und was tatsächlich primär ist.

 

Es kann sein, daß sich Rn,1 als Grenzflächen zwischen Bereichen verschiedener physikalischer Beschaffenheit in einem (n+1)-d Raum bilden, etwa als Reaktionsprodukt oder Reaktionszonen. Schnittstelle mit Modellen von Richard Gott und Andrei Linde: Im einbettenden Medium (De Sitter-Raum) bilden sich "Blasenuniversen" aufgrund irgendwelcher physikalischer Prozesse.

 

Zur möglichen Physik der unser All einbettenden höherdimensionalen Räume:

-

Kraft = Masse x Beschleunigung oder K = m b.

 

Kann es so ein Gesetz auch im unser All einbettenden R4,1, R5,1 usw. geben ?

 

Inwieweit geht in dieses Gesetz die Dimensionalität des aktuellen Rn,1 ein ?

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Gibt es im einbettenden R4,1, R5,1, R6,1 ... so etwas wie Sonnen und Planeten auf stabilen Umlaufbahnen ? (Die ART gilt nicht im einbettenden Raum, jedenfalls nicht in der von Einstein für unser Universum formulierten Form).

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Läßt sich die Kinematik von Massenpunkten von Isaac Newton auf einbettende Rn,1 erweitern ?

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Gibt es den in unserem Universum geltenden Impulssatz für zentralen Stoß ?

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Gilt das Parallelogramm der Kräfte im 4-R, 5-R ... ?

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Kann die Physik auf einer Seifenblase Effekte aufzeigen, die denen in unserem Universum - um 1 Dimension vermindert - entsprechen ?

 

 

1.3.12  Realitätsvorstellungen und Weltmodelle (Weltsysteme)

 

Es ist von größter Wichtigkeit, die Evolution in allen ihren höheren und zukunftweisenden Entwicklungen, Erscheinungen, Formen und Prozessen zu beschreiben und zu erfassen. Die nüchterne Ratio, die durchdringende Vernunft, ist nur eine Seite der Evolution. Schönheit, Jugendlichkeit, Anmut, Possierlichkeit und Eleganz stellen eine andere ihrer Seiten dar. Es wäre grundfalsch, wesentliche Tendenzen nicht zu betrachten oder auszuschließen.

Unsere klare, durchdringende Vernunft und das kindliche Spiel sind Ergebnis desselben Blocks von Entwicklungsprinzipien. Die nüchterne Vernunft ist keineswegs alles; das Prinzip Vernunft-Jugendlichkeit umfaßt darum sehr viel mehr.

Wir unterscheiden scharf zwischen Realitätsmodellen, die das Phänomen der Realität, des Realen, des Ewigen Werdens usw. global beschreiben, und Weltmodellen, die abgeschlossene Bereiche der Realität beschreiben, in Dimension, zeitlicher und räumlicher Ausdehnung begrenzt, wie dies ein Universum ist.

Aus Theorien über das Realisierbare und über das Realisierte ist eine Theorie über die Realität abzuleiten. Ohne eine solche Theorie können die Sinneswahrnehmungen, die ja auf dem Boden der stammesgeschichtlichen Überlebenskämpfe entstanden und nicht dem Erkennen der Welt, sondern dem Überleben dienen, nicht vernünftig interpretiert werden. Die Auswertungsverfahren für die von den Sinnen einströmenden Daten hatten das Überleben zum Ziel, nicht die Analyse der Weltstruktur.

Über die Jahrmillionen währenden Zeiträume der Stammesentwicklung hinweg haben die Auswertungsverfahren dann auch Einfluß auf die physikalische Realisierung der Sinne gehabt. Darum muß man erst einmal durch eine Projektion auf beliebig große Zeiträume die für die spezielle Art und Weise der Realisierung eines IW zeitlich irrelevanten Eigenschaften von den relevanten abtrennen.

Die Projektion aller Prozesse, Formen und Ereignisse vor den Hintergrund der Ewigkeit ist darum der erste Schritt, der unbedingt durchzuführen ist. Dann kann man folgenden Ansatz machen, der für beliebige IW zu beliebigen Zeiten in beliebigen Universen oder sonstigen Umgebungen zutrifft, wo und wann auch immer ein IW über seine Vernunft die Realität erforschen will:

1.

Erforschung des real Möglichen, des Realisierbaren, des Wesens der Realität. Daraus leitet man eine Theorie des Realisierbaren ab.

2.

Erforschung des Realisierten, der Realität, der realen Strukturen, Formen und Ereignisse. Daraus leitet man eine Theorie des Realisierten ab.

3.

Aus den in Punkt 1. und 2. erhaltenen Theorien über das Realisierbare bzw. das Realisierte leitet man eine Theorie der Realität ab. Das ergibt ein Realitätsmodell.

4.

Das Realitätsmodell liefert direkt eine riesige Anzahl von Weltmodellen, wobei nun ermittelt werden muß, welches Weltmodell für das aktuelle Universum zutrifft. Das liefert dann das Weltmodell.

5.

Nun testet man die Aussagen von Realitätsmodell und Weltmodell mittels Naturwissenschaften, Naturbeobachtung, Experimenten und Meßergebnissen.

 

Stellt man fest, daß man schon genügend weiß und kann, macht man sich an die Verbesserung und Neuschöpfung von Realität und parallel dazu geht man wieder zu Punkt 1 zurück und fängt wieder von vorne an, nun mit bedeutend verbesserten Ausgangskenntnissen und -fähigkeiten. Stellt man fest, daß man noch zu wenig weiß, geht man direkt zu Punkt 1 zurück.

Gehe ich bei der Betrachtung vom Globalen zum Lokalen über, also von der Realität als Ganzem etwa zu einem Kosmos oder einem Universum, kann ich nicht erwarten, von der Mikrostruktur eines Gebildes auf seine ganze Form schließen zu können.

Man kann nicht aus Form und Funktion der Zelle eines Menschen auf die Körperform des Menschen schließen, und auch nicht aus einem Haufen Kristalle auf die Form des von ihnen gebildeten Komplexes (außer bei Einkristallen).

Darum war auch der Versuch, von der ART auf die Form des Universums zu schließen, ganz falsch, da man hierbei die auf das Universum von außen her einwirkenden Kräfte völlig außer Acht ließ.

Nicht nur das, man hielt sie lange Zeit für nicht möglich oder man dachte gar nicht an solche Kräfte. Dabei ist es ganz trivial, daß solche Kräfte existieren müssen, denn ist das Universum "entstanden", muß es ja trivialerweise irgendworin entstanden sein. Gegen die Annahme eines solchen einfachen Gedankens standen:

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Die Blendung des Geistes dadurch, daß die Menschen die zeitliche oder räumliche Größe des Universums an ihrer Lebensdauer oder Körpergröße maßen.

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Die von ihnen gewählte Interpretation der Grundlagen und Aussagen der ART.

Das Modell, die Theorie entscheidet also letzten Endes darüber, wie man die Sinneswahrnehmungen und Meßdaten zu einer Vorstellung von der "Welt" zusammenfaßt.

 Man muß sich also als irgendwo, irgendwann und irgendwie lebendes und denkendes IW erst einmal eine Vorstellung über den Realisierungsprozeß machen, bevor man eine Vorstellung über die "Welt" erarbeitet.

 

Wir legen als Grundlage des Realisierungsprozesses das Modell zu Grunde, wo in einem Chaos, das in bezug auf Dimension, Zeit und Raum unendlich ist, aber nicht geschlossen ist und keine globale Struktur besitzt (Apeiron !), abgeschlossene Gebilde beliebiger Dimension m emporwachsen, die bei genügend langer Lebensdauer und Organisationshöhe zu den Kosmoi werden, die den Realitätsrahmen für die Entwicklung höherorganisierter Räume mit der Dimension n mit 0 < n < m darstellen. Bei der Bildung der nD Unterräume gilt: Mit steigender dimensionaler Verschachtelung und sinkender Dimensionszahl n der Unterräume steigt ihr Organisationsgrad. Damit wird die Schöpfung hochkomplexer Strukturen aus dem Nichts umgangen, wie sie die natürlichen Menschen für Jahrtausende annahmen.

Hat man erst einmal diese Realitätsvorstellung, muß man die speziellen Realisierungsformen von Kosmos und Unterraum ermitteln, in denen man als IW zufällig entstanden ist.

 

Es sind gewiß sehr viele Typen von m-Kosmoi (Km,1) und nD Unterräumen (Rn,1) mit 0 < n < m möglich. Unser Kosmos, den wir Heimkosmos nennen, kann z.B. die Dimension m = 10 besitzen, von dem unser All ein 3D (oder 3-d) Unterraum (3-R oder R3,1) ist, der durch dimensionale Schachtelung entstanden ist, wie alle n-R oder Rn,1 ebenfalls.

Wie die Struktur unseres Kosmos ist, wie die Art der dimensionalen Schachtelung ist und welche Struktur unser Universum hat, muß man durch Messungen und Berechnungen erst herausfinden. Dabei kann man folgendes Schema entwerfen:

 

Lösung des Standortproblems

Gegeben sei ein IW im Rn,1 eines Km,1.

Wie erkennt es am schnellsten und sichersten Bildungs- und Realisierungsverfahren der Km,1 und Rn,1 sowie der dimensionalen Schachtelung, Aufbau und Struktur sowie Metrik und Physik des Rn,1, in dem es sich als existent findet, und der einbettenden Räume mit der Dimension n, n+1, n+2, ... m ?

Das erfordert einen Test auf das Universum, die dimensionale Schachtelung und den Km,1. Es ist zu erforschen:

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Metrik und Physik des Rn,1

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Maximale Signalgeschwindigkeit

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Fundamentale Wechselwirkungskräfte innerhalb des Rn,1

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Formen von Strahlung und Materie

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Bildung von Materiekomplexen

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Entwicklung von Leben und IWA und TZ

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Das dimensionale, zeitliche und räumliche Außen des Universums, seine d,t,r-Umgebung im Km,1

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Wechselwirkungen und Wechselwirkungskräfte des Universums mit der d,t,r-Umgebung, also u.a.

 

-

dem einbettenden (n+1)-R, parallelen Räumen (das sind Räume gleicher Dimensionszahl im einbettenden Raum) sowie

 

-

höherdimensionalen einbettenden Räumen.

 

 

1.3.13  Zur Entwicklung multidimensionaler Weltsysteme und der Kosmophysik

 

Die FRW-Kosmologien seit 1935 besagen, daß unser All ein gekrümmter 3-dimensionaler Raum mit nichteuklidischer Metrik ist.

Bis 1975 gingen zwar viele SF-Autoren (schon ab 1955 !) davon aus, daß unser All in einen höherdimensionalen Raum eingebettet sein kann oder sogar ist, allerdings nicht die Forscher, Wissenschaftler und Kosmologen. Die „Koryphäen“ der Physik glaubten mehr, daß sich im Nichts (dieses Nichts wurde physikalisch nie definiert !) ein singulärer Punkt mit unendlich hoher Massendichte bildete, der dann als explodierendes Lemaitre-Uratom durch permanente Expansion unser Universum mit Materie, Raum und Zeit erschuf - eieiei, und unsere schönen Naturgesetze waren auch plötzlich sofort da. Unser Universum wurde also einfach so durch Definition als vollständig isolierte 4-dimensionale Raumzeitwelt erklärt, in der es natürlich - als Realitätsinsel - niemals möglich sein kann, Ethik und Lebenssinn oder dem Sinn von Realität, Leben, Vernunft und Zivilisation allgemein eine vernünftige, naturwissenschaftlich orientierte Stütze zu geben. Genauso sahen auch die nihilistischen und pessimistischen Ansichten der an Kosmologien arbeitenden Physiker aus. Die Parallele mit der persönlichen Ansicht von Charles Darwin, dem Begründer der Evolution der Organismen, darüber zu seinem Lebensende hin ist unübersehbar. Bisher sind die AUTs gewissermaßen so konzipiert, als ob es Intelligente Wesen, die nach einer Gründung der höheren Ethik, ihrer Formulierung sowie ihrer Rolle in der Evolution von Universen fragen, nicht geben würde. Das ist natürlich ein echter Mangel.

Da sind aber noch mehr Mängel, und zwar naturwissenschaftliche Flops. Diese Festsetzungen über die 4-Dimensionalität der Realität, des plötzlich entstehenden singulären Punktes mit unendlich hoher Temperatur und Energie sowie das plötzliche Bestehen der Naturgesetze galt - unter vielen anderen ähnlich gearteten Annahmen - bis 1970 als höchste und exakte Wissenschaft. Was die Wissenschaft von heute darüber denkt, kann man z.B. im Buch von Davies "Die Urkraft" nachlesen: Es war keine Wissenschaft. Seit 1980 gibt es zunehmend Modelle, in denen diese Ideologie vom "Universum mit nichts drum" beiseite gelegt wird. Wheeler nennt den einbettenden Raum Superraum, R. Gott nennt ihn De Sitter-Raum, A. Linde nennt ihn Meta-Universum. Bis 1990 entstand durch weitere Erhöhung von Dimensionalität und dimensionaler Schachtelung die Vorstellung vom vieldimensionalen Schaum (Gribbin und Rees) bzw. vom m-dimensionalen Kosmos (G. Einbeck "AIONIK" 1985). Auch die Vorstellung von einer Schöpfung unseres Universums aus einer von sehr vielen Vakuumschwankungen (nach Ed Tyron von 1973), die sich durch Inflation aufblähte (nach Alan Guth 1980), wird über das Kosmos-Modell plausibler. Im folgenden Text wird der Einfachheit wegen unser All als 3-dimensionale Sphäre angenommen, also als eine Blase, deren Oberfläche 3 und nicht nur 2 Dimensionen besitzt. Als Einführung und Vorbereitung ist das Buch von J.A. Wheeler "Gravitation" von 1990 zu empfehlen. Dabei ist zu betonen, daß unser All nicht die globale Realität umfaßt, sondern nur ein winziger Unterraum eines beliebigdimensionalen realisierten Gebildes, eines m-Kosmos, ist. Es spricht vieles dafür, als Grundlage des Realen eine unendlichdimensionale Mannigfaltigkeit anzunehmen, der eine Entwicklungsdynamik innewohnt. In dieser Mannigfaltigkeit - man kann es zu Ehren der "Alten" Chaos oder Apeiron nennen - entwickeln sich m-dimensionale Bereiche höherer Ordnung, die sich durch die Ausbildung einer Raummetrik auszeichnen. Ein 3-dimensionaler Unterraum eines solchen m-dimensionalen Kosmos ist unser All (gemäß diesem Modell). Der unendlichdimensionale Stringraum der Superstringtheorie (SST) vermittelt eine Art, sich dieses unendlichdimensionale Chaos vorzustellen. Dabei erhält man Teilräume mit endlich vielen Dimensionen (etwa 26 oder 10) über Näherungslösungen.

Malt man Punkte auf einen Luftballon und bläst ihn auf, so streben beim Aufblasen die Punkte auf der Ballonhülle voneinander weg, was in unserem Universum exakt der Fluchtgeschwindigkeit der Galaxien voneinander entspricht. Man sieht sofort den Unterschied zwischen einer kinematischen Geschwindigkeit v, wie bei der Relativbewegung zwischen Auto und Straße, und einer metrisch bedingten Geschwindigkeit wie oben: Die kinetische Energie des Autos mit der Masse m und der Relativgeschwindigkeit v zur Straße ist für v << c (c = Lichtgeschwindigkeit) E = m * v2 , und die faktische kinetische Energie der Galaxien zueinander ist auf das All bezogen gleich Null, auf bestimmte Bezugssysteme im einbettenden 4-dimensionalen Raum (4-R) bezogen jedoch ungleich Null.

Hinweis: Die Expansion unseres Universums kann gemäß der FRW-Kosmologien rein klassisch verstanden werden wie das Aufblasen eines Luftballons. Im Gegensatz dazu ist die Gravitation nur als Krümmung der Raumzeit zu verstehen (gemäß der ART).

Wheeler betont explizit, daß sich Atome und Planeten in diesem Modell gemäß der FRW-Kosmologie nicht ebenfalls ausdehnen. Im Gegensatz zu den Behauptungen früherer Autoren, daß dieser Umstand aus der Allgemeinen Relativitätstheorie (ART) folgt, macht die ART keine Aussagen darüber; denn sie leistet keine Quantisierung der Gravitation. Die rechte Seite der Einsteinschen Tensorgleichung der ART behandelt die Energie rein im Rahmen einer kontinuierlichen Feldtheorie. Wenn E. Hubble und A. Sandage die Rotverschiebung des Lichts ferner Galaxien und die lineare Beziehung des Hubble-Gesetzes dafür bestätigen, müssen wir akzeptieren, daß sich zumindest der Raum zwischen den Galaxien ausdehnt, ebenso wie die o.g. Punkte auf einem sich aufblähenden Ballon. J. Wheeler erläutert die Sache so, daß er anstelle der Punkte Münzen nimmt, die man sich auf dem Ballon aufgeklebt zu denken hat. Diese Münzen sollen die Galaxien repräsentieren, die sich nicht mit der Expansion des Raumes ebenfalls ausdehnen. Es ist noch ganz unklar, wie man das zu verstehen hat. Gewiß folgt es nicht aus der ART. Über die ART kann man versuchen,  den Einfluß von Masseansammlungen wie Galaxienhaufen auf die Hubble-Strömung zu berechnen.

Im folgenden Text werden wir uns mit diesem unser Universum einbettenden 4‑dimensionalen Raum näher beschäftigen, ebenfalls mit den weiteren höherdimensionalen Räumen, die in dimensionaler Schachtelung unser Universum als Unterraum (echte Teilmenge) enthalten könnten. Aus schreibtechnischen Gründen wird hier eine bestimmte Notation gewählt,  die auf eine Verallgemeinerung auf n Dimensionen ausgelegt ist. Unser All entstand vermutlich im einbettenden 4-dimensionalen Raum (4-R) vor 15 bis 22 Milliarden Jahren. Man stützt sich dabei auf eine Reihe von Indizien, wie Hubble-Konstante, Alter der ältesten Sterne, Hintergrundstrahlung,  Urknall-Modell, Zusammensetzung des intergalaktischen Gases, Entwicklung von Sternhaufen usw. Die Vorstellung vom vieldimensionalen Schaum wird hier über die Kosmophysik erläutert, die als Physik n-dimensionaler Räume eines m-dimensionalen Kosmos bis 1985 vom Verfasser speziell für eine harmonische Zusammenführung von Physik und Ethik entwickelt wurde. Das neue Konzept von einbettenden Räumen wurde aber rein als physikalisches Konzept als Teil der Quantenkosmologie in Weiterführung der Modelle für unser All einbettende Räume - Superraum, Meta Universum, De Sitter-Raum von Wheeler, Linde, Gott - ab 1980 entwickelt. Die Realitätsvorstellungen und Weltmodelle, die der Verfasser ab 1985 über die Kosmophysik unter der Kategorie "Aionik" publiziert hat, werden auch in den Modulen U und V der Modulbibliothek erläutert und angewendet. Das Ziel der Aionik: Physik und Ethik unter einem höheren geistigen System harmonisch zu vereinen. Die Ansicht des Autors ist, daß das vorläufig hin reichend über die Kosmophysik gelungen ist. Bedauerlicherweise hält aber die weitere Indoktrinierung der Jugendlichen und Auszubildenden mit stein- bis bronzezeitlichen Vorstellungen (siehe Thora, Bibel, Koran, ...) weiter an. Vor 1975 wäre jeder, der die Fragen

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"Was war, als unser Universum noch nicht existierte ?" oder

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"Gab es ein Vorher für unser Universum" oder

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"Worin entstand unser Universum" oder

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"Aus was entwickelte sich unser Universum ?"

als Depp, Phantast, Dummkopf, Spinner usw. bezeichnet worden (oder mit welchen Bezeichnungen sonst noch die Untauglichkeit fremder Vorstellungen "wissenschaftlich" bewiesen wird), weil eben die von Lehrern und Wissenschaftlern verkündete offizielle Wissenschaft im Sinne des heiligen Augustin aus dem 4. Jahrhundert n.Chr. (immerhin !) erklärte, daß diese Fragen unsinnig,  unzulässig, falsch etc. wären. Das wurde so festgelegt und das war dann die hochgelobte Wissenschaft, bei der Theologie sowieso und bei den exakten Naturwissenschaften etliche Jahrhunderte später obendrein. Nach 1975 gab man sich aber nicht mehr damit zufrieden, unsere Welt eindeutig auf 4 und nur 4 Dimensionen festlegen zu wollen - wohlgemerkt die gesamte Realität umfassend. Mit dem neuen Trend der

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11-dimensionalen erweiterten Kaluza-Klein-Theorie, 

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26-, 10-, 4- oder 2-dimensionalen Superstringtheorie und

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11- oder 4-dimensionalen Supergravitation

dürfen wir jetzt also fragen, worin unser All entstand und aus was. Wohlgemerkt: Wir dürfen jetzt endlich. Und Gott schnitzt anscheinend auch keine Stöcke mehr für Leute, die solche Fragen stellen. (So der Autor dieser Zeilen zum Forschungsdefizit in der BRD 1986.)  

 

 

1.3.14  Kosmophysik

 

Die Aionik wurde also speziell dafür entwickelt, eine Harmonisierung (Vereinheitlichung) von Physik und Ethik zu erreichen. Oder anders ausgedrückt: Über eine vernünftige Theorie über die zeitlich weiträumige Rolle von IW, IWA, TZ ... in der Entwicklung von Universen und der einbettenden, globalen und ewigen Realität soll den IW ein möglichst vernünftiger, möglichst objektiver Sinn zugewiesen werden, und es gibt heute noch keine solche Theorie, weil die Entwicklungen in dieser Richtung durch die Religionen und insbesondere ihrer Institutionen mit Gewalt und Terror abgewürgt wurden, siehe das Schicksal von Giordano Bruno, das geradezu typisch war. Darum gibt es heute noch keine anerkannte Wissenschaft, die das Ewige in seiner größten Ausdehnung erforschen will, wobei Menschen, Menschheit, Sonnensysteme, Universen ... als häufige Phänomene angenommen werden.

Viele Menschen sind heute tatsächlich noch in religiösen oder ideologischen Vorstellungen geistig gefangen. Ihr Seelenheil im Jenseits oder Pluspunkte im Parteibuch sind ihnen wichtiger. Es ist dringend notwendig, in vieldimensionalen Räumen denken zu lernen und eine Mathematik zu entwickeln, die in nD diskontinuierlichen Räumen das leistet, was Infinitesimalrechnung und Tensoranalysis für das 4D Raumzeit-Kontinuum leisten.

Es ist das Problem der physikalischen Bildung von Räumen gemäß der dynamischen Entwicklung dimensional geschachtelter realisierter Räume (das ist vieldimensionaler Schaum) zu behandeln.

 

Dimensionen sind in der SF-Literatur meistens als ganzzahlig aufgefaßt worden, und das im Sinne großer Dimensionen. Die Entwicklung der AUTs ab 1974 hat erkennbar gemacht, daß es auch kleine, gebrochene ... Dimensionen geben kann, was in der allgemeinen Schreibweise berücksichtigt werden muß, wenn man auch am Anfang die einfachste wählen wird, die nur große Dimensionen umfaßt. Allgemein müßte man den Ansatz machen – und der kann natürlich noch beliebig komplizierter werden : Rn,k,g, ...,z, mit n für die Anzahl der großen Dimensionen, k für die kleinen, g für die gebrochenen, ..., und z für die Anzahl der Zeitdimensionen. Aber hier wird die viel einfachere Darstellung Rn,1 verwendet

 

Werden Räume, die jetzt nur noch mit Rn,1 bezeichnet werden, wobei 0 < n < m gilt, realisiert, müssen sie sich aus vorhandener Realität aufbauen. Auch die Entwicklung von Universen aus dem Vakuum ist keine Schöpfung aus dem Nichts, im Gegensatz zur These von Ed Ttyon 1973 oder Alex Vilenkin um 1983. Man kann sich realisierte Räume z.B. als Reaktionszonen im einbettenden Raum oder Rn+1,1 denken, allgemeiner in einem Rn+i,1 mit 0 < i < m-n. Da die Bildung von Räumen, die in bezug auf Dimension, Alter oder Ausdehnung unendlich sind, als physikalisch nicht möglich erscheint, sind alle diese realisierten Systeme vorerst als endlich einzustufen, endlich nach Dimensionszahl, Alter, Ausdehnung, Größe ...

Die Rn,1 müssen keineswegs regelmäßig Formen haben (wie etwa Blasenform). Es liegt aber nahe, anzunehmen, daß die Stabilität und Organisationshöhe mit der Regelmäßigkeit des betreffenden realisierten Raumes wächst.

 

Das Konzept der Superstringtheorie oder der Twistoren, daß ausgedehnte winzige Objekte die Raumzeit erzeugen, könnte darauf hindeuten, daß alle realen Räume diskontinuierlich sind und daß es realisierte Kontinua gar nicht geben kann.

Wenn man in Experimenten zu Reaktionen kommt, die sich in Bereichen so kleiner Ausdehnung abspielen, daß sie der Körnigkeit des Raumes nahekommen, wer den Effekte wesentlich, die sich aus dieser körnigen Raumstruktur ergeben. Das kann der Raumzeit-Schaum innerhalb unseres Universums bei Abständen von Planck-Länge sein, hervorgerufen durch Vakuumfluktuation und Heisenbergscher Unschärferelation.

Bei Begriffen wie Elementarteilchen, Physik und Metrik muß man die auf unser Universum fixierte Interpretation fallenlassen und für beliebig viele und beliebig dimensionale Universen anwendbar machen. Es gibt nicht nur unser Universum, sondern es gibt beliebig viele Universen im einbettenden Meta Universum oder Superraum, und diese können eine ähnliche Physik und Metrik wie unser Universum haben, oder auch eine ganz andere. Sie können Strukturen aufweisen, die Materie und Strahlung ähnlich sind, sie mögen die Entwicklung von Leben und Zivilisation zulassen oder nicht.

Bevor unser All im R4,1 entstand, waren strukturierte Bereiche und Naturgesetze in diesem R4,1 schon vorher da. Unser Universum ist eine Folge von ihnen. Die strukturierten Bereiche und naturgesetzlichen Prozesse in dem ein bettenden Meta-Universums sind damit der Physik und Realität unseres Universums vorgeordnet.

Richard Gott läßt seine zahlreichen Universen als Blasen im 4-dimensionalen De Sitter-Raum durch Vakuumschwankungen entstehen, begleitet von einem Feuerwerk aus Hawking-Strahlung.

 

Der unser Universum einbettende R4,1 kann ebenfalls nichteuklidisch, expandierend und sonstwie veränderlich sein.

Dieser R4,1 hat seine eigene Physik und seine eigenen physikalischen Gesetze, die sicher sehr verschieden von denen in unserem All sind. Analog zur Vielzahl ähnlicher Objekte in unserem Universum (überaus viele Galaxien, Sterne, Gaswolken usw.) kann man annehmen, daß im einbettenden R4,1 gleichzeitig und nacheinander eine riesige, gigantische Anzahl von Universen entwickelt wird.

Analog zu Entstehung, Reife und Vergehen/Verschwinden von Sternen kann man annehmen, daß das auch für die vielen Universen zutrifft.

John A. Wheeler hat in seinem Buch "Gravitation" für unser All ein mutmaßliches Alter von 60 Milliarden Jahren angenommen, festgelegt durch die spezifischen Anfangsbedingungen. Andere Alls werden andere Anfangsbedingungen, andere Entwicklungen und andere Lebensdauern erreichen.

 

Mit diesem 4-dimensionalen einbettenden Raum sind wir aber noch längst nicht am Ende angelangt.

Der einbettende R4,1 kann wiederum nichteuklidisch sein und sich in einer 5. Raumdimension krümmen und eine Fläche 2. Ordnung im einbettenden 5-dimensionalen Raum R5,1 darstellen. Das kann sich noch zu einigen höheren Dimensionen hinziehen. Darum war es auch angebracht, immer vom einbettenden R4,1 zu sprechen, da es ja - falls ein den R4,1 einbettender R5,1 existiert - wieder viele R4,1 im einbettenden R5,1 geben kann; und für den R6,1, ..., Rn,1, ..., Rm,1 des Km,1 gilt dasselbe.

 

Unter dem Eindruck der 11-dimensionalen Raumzeit-Welt der erweiterten Kaluza-Klein-Theorie und der 10-dimensionalen Raumzeit-Welt der Superstringtheorie kann man die maximale Dimension des unser All einbettenden höchstdimensionalen Raum zu 9 oder 10 annehmen. Auf jeden Fall ist anzunehmen, daß die Dimensionszahl des höchstdimensionalen einbettenden Raumes doch begrenzt ist und keineswegs zu unendlich dimensionalen realisierten Räumen führt.

Im Gegenteil dazu muß aber der Realitätsrahmen, versinnbildlicht durch das ewige, hochdynamische und amorphe Chaos, in jeder Weise unendlich sein, also dimensional, räumlich, entwicklungsmäßig ...

 

Ein solches System von dimensional geschachtelten, dynamisch veränderlichen Räumen (vieldimensionaler Schaum !) nennen wir einen Kosmos. Seine Dimension ist die Dimension seines höchstdimensionalen Raumes. Hat der Kosmos die Dimension m (etwa m = 9 oder 10), so hat auch sein höchstdimensionaler Raum die Dimension n = m, während alle anderen Räume echte Teilmengen dieses mD Raumes sind. Die zahlreichen Unterräume des mD Kosmos (m-Kosmos oder Km,1) haben eine beliebige Dimension n mit m > n > 0.

Bei dieser Schreibweise wird hier also die Zeitdimension explizit angegeben und steckt nicht im m, aber das muß nicht immer so sein. Bei der 11D Superstringtheorie oder M-Theorie hat man die eine Zeitdimension mit in die Dimensionsangabe 11 hineingezogen. Das ändert sich also von Fall zu Fall, muß aber natürlich immer genau geklärt sein.

 

Gemäß der Aufhebung aller Einmaligkeit in der ewigen Evolution nehmen wir auch an, daß es viele solche Kosmen gibt, und dafür benötigen wir einen beliebig hochdimensionalen Untergrund sehr gering organisierter Strukturen, der einen sehr großen amorphen Charakter hat, aber deshalb ewig ist, das Chaos. Dieses bildet den realen Rahmen für das Ewige Werden und ist unendlich in bezug auf Dimensionalität, Zeit und Raum.

 

Kosmen sind die dimensional, räumlich und zeitlich am weitesten ausgedehnten realisierten Systeme, Formen, Strukturen oder Gebilde. Darum sind sie vergänglich wie jede andere realisierte Form. Realisierte Formen können er starren oder vergreisen, verfallen und wieder verschwinden.

Das Chaos ist aber ewig, und aus ihm wachsen die Kosmen heran, ohne daß irgendwann das Chaos erstarrt oder vergreist. Das Chaos muß im genauen Sinne des Wortes ewig eine ewige Entwicklungsfähigkeit und "Jugendlichkeit" besitzen. Andernfalls würde die Realität irgendwann insgesamt vergreisen. Man kann natürlich nicht wissen, ob nicht der globale Realitätsrahmen in ...zig Billionen Jahren doch vergreist, aber warum soll man immer den schlechteren Fall annehmen ? Die Kosmologen haben die seltsame Neigung, immer die Fälle anzunehmen, die zu pessimistischen und nihilistischen Vorstellungen führen, obwohl die zu Grunde gelegten Annahmen ganz willkürlich herausgegriffen sind - warum soll man nicht einmal Annahmen herausgreifen, die es ermöglichen, durch eine vernünftige Sinnschöpfung den Erscheinungen Realität, Leben, Vernunft und Zivilisation einen objektivierbareren Sinn zuzuordnen ?

 

Annahmen über realisierte Räume und ihre einbettenden Mannigfaltigkeiten:

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Alle Räume haben eine körnige Struktur.

-

Alle Räume haben ein Außen in Bezug auf Dimension (d), Zeit (t) und Raum (r), d.h. ihre d,t,r-Umgebung im Km,1 existiert immer.

-

Alle Räume unterliegen einer echten Entwicklung mit Entstehung, Blütezeit und Verfall.

-

Viele Räume haben Erscheinungen wie Materie oder Strahlung, bei meistens anderen Naturkonstanten.

-

Einige Räume sind geeignet, Leben und Zivilisationen hervorzubringen. Diese können dann in ihren höchsten Formen auf die Evolution der Universen und Kosmen einwirken - Verankerung von Ethik und Rolle der IWA im Werden.

-

Alle Räume zeigen Wechselwirkungen mit parallelen Rn,1 oder einbettenden Rn+i,1, die alle echte Teilmengen des einbettenden Km,1 sind.

-

Der Begriff der Materie muß vollständig seinen klassisch gegebenen Sinn des Festen und Massiven verlieren. Materie unterscheidet sich vom "leeren" Raum nur durch den Energiegehalt im betreffenden Bereich.

-

Es gibt keine absolute Materie, die sich tatsächlich durch den Raum bewegt, sondern das Energiepaket, das das Elementarteilchen darstellt, bewegt sich durch den Raum, wie eine Wasserwelle auf einem See.

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Ist ein Raum eine echte zeitliche Realitätsinsel, wird er irgendwann entstehen, eine Reifezeit haben und wieder - wirkungslos - verschwinden. Genau solche Räume sind wie tote Nüsse und interessieren uns hier nicht, wenn sie tatsächlich wirkungslos wieder verschwinden.

 

Mathematiker - und z.Z. sind sehr viele Kosmologen, Allgemeine Relativisten und Hochenergiephysiker mehr Mathematiker als Physiker - haben keine Schwierigkeit, in ihren abstrakten Räumen ein Kontinuum zu Grunde zu legen oder mit unendlich vielen Dimensionen zu operieren. Realisierte Räume, also die Räume der physikalischen Forschung, sind aber etwas ganz anderes als mathematische Räume. Im Gegensatz zum Denken in mathematischen Räumen gilt:

-

Die Körnigkeit der Räume macht sich bei Betrachtung immer kleinerer Bereiche zunehmend bemerkbar.

-

Alle Formeln zur Beschreibung physikalischer Vorgänge oder Strukturen sind nur Näherungen und dann auch nur gültig innerhalb gewisser, endlicher Definitionsbereiche.

Das gilt auch für so elementare Formeln wie Impuls- und Energiesatz: Es gibt keine echte wirkungsmäßige Abgeschlossenheit von Räumen gegenüber ihrer mD Umgebung, weil es immer Wechselwirkungen von Räumen und in ihnen befindlichen Objekten mit ihrem realen Außen gibt.

-

Bei der Frage nach der äußeren Form der Räume sind mehr die aus den einbettenden (n+i)-R wirkenden Kräfte zu berücksichtigen als die interne Metrik und Struktur der Räume.

Generell kann man noch feststellen, daß alles physikalische Geschehen eine Simulation ist, die durch sehr viel andere und tiefliegendere reale Vorgänge und Strukturen bewirkt wird, die erst mit zunehmender Einsicht der IW allmählich teilweise erkannt werden kann.

 

 

Werden Räume (mit Rn,1 bezeichnet, wobei 0 < n < m gilt, später verallgemeinert auf Rn,k,i,...,z) realisiert, müssen sie sich aus vorhandener Realität aufbauen. Man kann sie sich z.B. als Reaktionszonen im einbettenden Rn+1,1 denken, allgemeiner in einem Rn+i,1, mit 0 < i < m-n. Da die Bildung von Räumen, die in bezug auf Dimension, Alter oder Ausdehnung unendlich sind, physikalisch nicht möglich ist, sind alle diese realisierten Systeme in jeder Beziehung nur endlich groß.

Die Rn,1 müssen keineswegs regelmäßig oder gar exakte Kugeln oder Kugeloberflächen sein, wenn es auch naheliegt, anzunehmen, daß die zeitliche Stabilität und Organisationshöhe mit ihrer Regelmäßigkeit wächst.

Aus dem Gebot, daß Räume physikalisch realisiert werden müssen, folgt nun:

1.

Alle Räume haben eine körnige Struktur.

2.

Alle Räume haben ein Außen in bezug auf Dimension, Zeit und Raum (d,t,rUmgebung der Rn,1 existiert immer).

3.

Alle Räume sind differentialgeometrisch (also intern) durch eine RaumZeit-Kopplung beschreibbar.

4.

Alle Räume unterliegen einer echten Entwicklung mit Entstehung, Blütezeit und Verfall.

6.

Alle Räume zeigen Wechselwirkungen mit parallelen Rn,1 oder einbettenden (n+i)-R.

7.

Viele Räume haben Erscheinungen wie Materie oder Strahlung, bei meistens unterschiedlichen Naturkonstanten.

8.

Die meisten Räume haben eine nichtlineare Metrik im Globalen.

9.

Die meisten Räume sind nicht isotrop.

10.

Die meisten Räume sind nicht abgeschlossen und nicht regelmäßig.

11.

Einige Räume sind geeignet, Leben und IWA hervorzubringen.

 

Dabei gilt - im Gegensatz zu dem Denken in Zahlenräumen:

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Die Körnigkeit der Räume macht sich bei Betrachtung immer kleinerer Bereiche zunehmend bemerkbar.

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Die nichtlineare Metrik der meisten Räume wirkt sich bei Betrachtung immer größerer Bereiche zunehmend aus.

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Auch wenn man die nichtlineare Metrik nichtabgeschlossener Räume berücksichtigt, macht sich ihre Nichtabgeschlossenheit bemerkbar, wenn man sich ihrem Rand nähert.

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Alle Formeln zur Beschreibung physikalischer Vorgänge oder Strukturen sind nur innerhalb endlicher Bereiche gültig oder im Rahmen bestimmter Voraussetzungen. Das gilt auch für so elementare Formeln wie Impuls- und Energiesatz in seiner Entwicklung von Isaac Newton bis Albert Einstein.

-

Der Begriff der Materie muß vollständig seinen klassisch gegebenen Sinn des Festen und Massiven verlieren. Materie unterscheidet sich vom "leeren" Raum nur durch ihren Energiegehalt und die geänderte Struktur über den Raumelementen (RE), die ihren Ort kennzeichnen. Es gibt keine absolute Materie, die sich tatsächlich durch den Raum bewegt, sondern das Energiepaket, das das Elementarteilchen darstellt, bewegt sich durch den Raum, wobei es jeweils andere RE zusammenfaßt oder erfaßt, wie eine Wasserwelle auf einem See.

 

Alle Formeln zur Beschreibung physikalischer Vorgänge oder Strukturen sind nur Näherungen und dann auch nur gültig innerhalb gewisser, endlicher Definitionsbereiche. Das gilt auch für so elementare Formeln wie Impuls- und Energiesatz: Es gibt keine echte wirkungsmäßige Abgeschlossenheit von Räumen gegenüber ihrer m-dimensionalen Umgebung, weil es immer Wechselwirkungen von Räumen und in ihnen befindlichen Objekten mit ihrem realen Außen gibt.

Weiteres ist in AIONIK VII ("Konkurrierende Weltsysteme") in Kap. 2.6 oder in den Modulen U und V nachzulesen.

Kennzeichnend für die Aionik ist die Verknüpfung der "postmodernen" Physik mit den Fragen nach einer Physik des Ewigen sowie Sinn und Rolle von IW, IWV, IWA, TZ, Universen ... bei Sicht auf beliebig große Zeiträume. Hierzu ist Kap. 6 des vorliegenden Buchs zu lesen, denn Schutz und Bewahrung des Lebens über beliebig große Zeiträume sind fundamentale Forderungen.

Die Fragen „Was kann sich aus Gas- und Staubwolken irgendwo im Universum entwickeln ?" und nach der Biochemie und „Ethik" großer Gas- und Staubwolken sind für alles Leben in unserem Universum von höchster Bedeutung.

Dabei ist u.a. auf die neuesten Forschungsarbeiten von Andrei Linde Bezug zu nehmen, denn Realitätsvorstellung und Weltsysteme der Aionik von 1985 waren nur spekulative Krücken, um die damals geltenden Paradigmen der alle Realität umfassenden 4-d Raumzeitwelt (echtes Kontinuum, entstanden aus dem singulären Punkt und nach 60 bis 100 Milliarden Jahren wieder im singulären Punkt vergehend ...) zu umgehen, da die darauf gegründeten pessimistischen und nihilistischen Äußerungen gerade führender Kosmologen die ethisch-sittliche Untauglichkeit dieser Weltvorstellungen deutlich vor Augen führten. Leider war von Philosophen, Intellektuellen, Klerikalen, Literaten ... kein ähnlicher Vorstoß zu verzeichnen, um die Kosmologen aus ihrem selber fabrizierten Patt herauszuführen.

 

 

1.3.15  Lichtweg im 5D Schalenmodell des expandierenden Universums

 

Wie man sich einen Km,1 vorstellen kann, zeigen die beiden Beispiele des Baummodells und des kugelförmigen R4,1 im Chaos mit möglichen Unterräumen minderer Dimensionszahl. Dadurch wird die dimensionale Schachtelung von Räumen in einem Kosmos veranschaulicht.

 

Wir werden jetzt konsequent das Modell der dimensional geschachtelten Räume auf unser Universum anwenden. Dabei gehen wir ohne Beschränkung der Allgemeinheit von einer Kugeloberfläche aus, die durch irgendwelche Prozesse in einem R4,1 expandiert. Diese 3D Oberfläche ist eine Fläche 2. Ordnung, eine Quadrik, im R4,1. Ohne Zweifel kann ein R3,1 auch in einem R5,1 oder R7,1 direkt entstehen, aber der Einfachheit wegen betrachten wir den Fall, daß unser R3,1 in einem R4,1 entstanden ist und in ihn hinein expandiert.

Welche physikalischen Prozesse die Entstehung im einbettenden R4,1 bewirkten, lassen wir vorerst beiseite. Unsere Aufmerksamkeit richten wir zuerst einmal darauf, den tatsächlichen Lichtweg im einbettenden R4,1 anzugeben, wenn ein Sender im R3,1 Licht emittiert und dieses Licht einige Milliarden Jahre später unsere Milchstraße erreicht.

Wohlgemerkt: Wir fragen nach dem Lichtweg im R4,1, wie er also aussieht, wenn das Licht - auf den R3,1 beschränkt - durch den R3,1 eilt und dabei noch die Quadrik expandiert.

 

Die Abbildung des Expansions-Schalenmodells zeigt eine 3D Quadrik, die im R4,1 expandiert mit der Geschwindigkeit v:

Der Lichtweg im R4,1 - aber natürlich innerhalb der Quadrik und ihre Expansion berücksichtigend -, ist dann durch die gestrichelte Linie dargestellt (nur ein Beispiel, da die Linie von der Lichtgeschwindigkeit c und der Expansionsgeschwindigkeit v abhängt).

Es werden 2 Fälle behandelt:

Emission des Lichtes von einer orthopodischen bzw. antipodischen Galaxis:

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Die unterbrochenen Linien geben die Lichtwege an.

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Die durchgehenden Linien sind die Orte gleichen Abstands vom Expansionszentrum.

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Die Laufvariablen dafür sind k und l.

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Alle Einheiten in Milliarden Lj.

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c = Lichtgeschwindigkeit, hier auch angenommen als Expansionsgeschwindigkeit des Universums (Form einer Quadrik im R4,1)

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k = Schalennummer (= Ort) der Emission des Lichtes durch ferne Galaxie, gemessen in Milliarden Lj

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l = Schalennummer des Empfangs des Lichtes bei uns in der Milchstraße.

Die konzentrischen Kreise sind die Orte gleichen Abstandes zum Mittelpunkt der Quadrik und stellen unser Universum in dem hier betrachteten Fall eines Universums von der Form einer Kugeloberfläche zu verschiedenen Zeiten t1 und t2 dar.

Der innere Kreis ist ihre Größe nach der Expansionszeit t1, sagen wir 1 Milliarde Lj.

Der äußere Kreis ist ihre Größe nach der Expansionszeit t2, sagen wir 2 Milliarden Lj.

 

Man kann das sich ausdehnende Universum aus folgenden Gründen nur noch als nD Quadrik im einbettenden Rn+1,1 referenzieren:

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Die Wahl der frei laufenden Dimensionszahl n erweitert die Anwendbarkeit dieses Modells auf beliebige Dimensionen.

-

Durch die Bezeichnung Quadrik wird an die Terminologie in der Differentialgeometrie herangeführt.

-

Die Natur scheint die Verwendung von Kegelschnitten oder ihren Derivaten als besonders anziehend zu finden (Keplerbahnen der Himmelskörper, Hyperbelbahnen bei sich begegnenden gleich geladen Teilchen, oder allgemein die Wahl von Kegelschnitten bei Zentralkörper- und Stoßerscheinungen, die einen sehr weiten Bereich der physikalischen Realität in unserem Universum abdecken).

 

Für die weitere Beschreibung gilt:

Der Beobachter fragt nach dem Lichtweg in der expandierenden Quadrik, wie er von „außen“ erscheint, also aus der Sicht vom einbettenden Hyperraum her, der vorerst mit einer um 1 höheren Raumdimension angenommen wird. Diese Fragestellung ist also ganz anders als die der Kosmologen der Frühzeit, die nach dem Lichtweg aus der Sicht innerhalb des Universums fragten.

Die konzentrischen Kreise geben die Größe der Quadrik im Verlaufe ihrer Expansion zu verschiedenen Zeiten an. Da die hier gewählte Quadrik als Oberfläche einer Kugel gewählt wurde, genügt ein Radius als Laufvariable. Der Radius der in den Rn+1,1 expandierenden nD-Quadrik wird in Milliarden Lj gemessen. Hier im Beispiel ist n = 3.

Es gibt einen Sender und einen Empfänger, wobei der Sender z.Z. t1 sendet und der Empfänger z.Z. t2 empfängt. Der Sender erhält die Laufvariable k und der Empfänger die Laufvariable l, deren Werte vorerst natürliche Zahlen sind. Ihre Einheit ist 1 Milliarde Lj. Das ist natürlich rein theoretisch für dieses Beispiel angenommen, und in der Praxis werden die Strecken sehr viel weniger glatte Werte haben.

Die gestrichelten Linien kennzeichnen die Laufwege des Lichtes innerhalb der expandierenden Quadrik aus der Sicht vom einbettenden Raum her.

 

Dadurch, daß die gestrichelten Linien hier im Bild komplett vom antipodischen Sender zum Empfänger durchgezeichnet sind, ist vorausgesetzt, daß für die Expansionsgeschwindigkeit v der Quadrik gilt:

v < 2c/π = 0,637 c.

Das ergibt sich als Grenzwert bei der Formel für den antipodischen Sender für k = 1 und l  ∞.

 

Ist die Expansionsgeschwindigkeit

v > 0,637 c,

kann das Licht des antipodischen Senders den Empfänger nie erreichen.

 

Bei orthopodischen (halbantipodischen) Sendern ergibt sich aus der Näherungsformel für den Lichtweg, daß das Licht des Senders den Empfänger noch bis zu einer Expansionsgeschwindigkeit

v = 0,88 c

erreicht.

 

Nun kommt die Gegenüberstellung dieses Modells, begleitet mit numerischen Rechnungen für Quasare, zu den Kosmologien des 20. Jahrhunderts.

In diesem Zusammenhang muß zuerst auf die Hubble-Konstante eingegangen werden. Edwin Hubble hatte 1930 die Fluchtgeschwindigkeit der Galaxien nachgewiesen und fand auch eine Beziehung zwischen der Fluchtgeschwindigkeit vf und der Entfernung s der Galaxien zur Milchstraße.

Diese Beziehung gab man später in der Form

Vf = H * s

an, wobei H die Hubble-Konstante ist. Ihr Wert schwankte mit dem Fortschritt der Messungen.

Wegen der sehr mühsamen Meßbedingungen wurde sie zuerst fast mit dem 10-fachen Wert angegeben, wie er heute üblich ist mit 

 

 

oder

 

 

aber auch dieser Wert ist anscheinend noch zu hoch.

Die berühmte Zahl 42 von Allan Sandage geht von 42 km/(s ּ Megaparsek) aus.

Wichtig ist, daß die Kosmologen - das Lehrbuch über die Relativitätstheorie (spezielle) getreu in der Hand - festsetzten: Da die maximale (kinematische) Geschwindigkeit c wäre, können sich die Galaxien von uns nicht mit mehr als c entfernen.

Setzen wir also für die maximale Fluchtgeschwindigkeit c ein, so erhalten wir den Weltradius:

Vf = H * s         c = H * Weltradius S,

was einen Weltradius S = 13 Milliarden Lj ergibt. Daraus ergab sich dann der Kehrwert der Hubblekonstante als "Weltalter" zu 14,3 Milliarden Jahren.

 

Der Fehler dieser Vorstellung ist klar:

Die Expansion der Quadrik ist ein metrischer Prozeß aus der Sicht eines Beobachters innerhalb der Quadrik, innerhalb dieses Universums also, d.h. daß die Fluchtgeschwindigkeit der Galaxien nicht kinematischer Art ist, sondern nur auf die Expansion der Quadrik zurückzuführen ist, deren Expansionsgeschwindigkeit v nicht den Beschränkungen der Relativitätstheorien unterworfen ist, die lediglich nur innerhalb der Universen gelten (jedenfalls in dieser Form).

Die Expansion der nD Quadrik ist, vom einbettenden Raum her gesehen, ein physikalischer Prozeß im Rn+1,1, der dessen Naturgesetzen folgt. Sicherlich gibt es differentialgeometrisch auch bei ihm eine Raum-Zeit-Kopplung, aber die ist anders gegründet und anders zu formulieren als innerhalb der n-Quadrik. Darum gilt erst einmal, daß die Expansionsgeschwindigkeit v der Quadrik viel größer als c sein kann, mit der Folge, daß selbst das Licht der orthopodischen Galaxien die Empfänger(galaxien) niemals erreichen mag.

Diese Vorstellung ist bedeutend realistischer und deckt sich mit den Modellen von Alan Guth, Andrei Linde usw., daß der Radius unseres Universums in Wirklichkeit millionenmal größer sein mag als bisher angenommen.

 

Expansion mit v << 0,64 c

Das Licht des Senders erreicht den Empfänger irgendwann. Besteht das Universum lange genug, kann man sogar das Licht der eigenen Galaxis aus allen Richtungen her sehen.

Ist v klein genug, kann das Licht des Senders den Empfänger nach jedem Umlauf um das Universum erneut erreichen, wobei der Sender dann jeweils entsprechend kleiner und lichtschwächer erscheint. Die Rotverschiebung z wächst bis zum erstmaligen Eintreffen beim Sender bis zu einem Grenzwert, und von da an für jeden Umlauf entsprechend.

Für die abnehmende scheinbare Größe der Galaxien mit zunehmender Entfernung gilt Ähnliches.

Einen Sender kann man als antipodisch erkennen, wenn er bei der Beobachtung in genau gegenüberliegenden Richtung genau dieselben physikalischen Daten aufweist.

 

Expansion mit v >> 0,64 c.

Das Licht des Senders erreicht den Empfänger nie.

Die Rotverschiebung z wächst beliebig.

Die scheinbare Größe der Galaxien wird mit zunehmender Entfernung beliebig klein.

Die "Grenzen" unserer sichtbaren Welt erscheinen wie ein riesiges Schwarzes Loch, aus dem uns kein Signal erreichen kann.

 

Aus den vorherigen Ausführungen ergibt sich, daß die Fluchtgeschwindigkeit der Galaxien rein metrisch bedingt ist und somit c überschreiten kann. Daraus folgt, daß weder der Kehrwert der Hubble-Konstante das Weltalter ist noch daß man bei Einsetzen von c in die Formel vf = H * s den Weltradius S erhält.

Der Weltradius S ist nämlich in Wirklichkeit der Radius der n-Quadrik im einbettenden Rn+1,1, und das eigentliche Weltalter T ergibt sich bei konstanter Expansionsgeschwindigkeit v zu

T = S/v,

wobei T, S und v physikalische Größen des einbettenden Raumes sind.

 

Es ist noch etwas zu dem Begriff "Entfernung" zu bemerken:

1. Entfernungen auf der statischen Quadrikfläche von Punkt zu Punkt entsprechen ihrem differentialgeometrischen Abstand. Läßt man die Quadrik expandieren, nehmen die Abstände zwischen den Punkten zu und täuschen eine kinematische Fluchtgeschwindigkeit vor.

2. Entfernungen, wo z.B. ein Punkt auf der Quadrik liegt, und der andere Punkt der Mittelpunkt der Quadrik ist, also der Ursprung der Expansion. Diese Entfernung gibt es als Strecke nicht in der Quadrik, sondern nur als Strecke im einbettenden Raum. Hier ist diese Strecke der Weltradius S.

 

Bei den Lichtwegen hat man nicht nur den Abstand zwischen Sender und Empfänger zu beachten, sondern auch die Expansion der Quadrik und die Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit innerhalb der Quadrik:

-

Lichtweg ohne Expansion = geometrische Entfernung (gepunktete Linie)

-

Lichtweg mit Berücksichtigung der Expansion der Quadrik (gestrichelte Linie).

-

Der Radius der Quadrik ist der Weltradius S.

 

Nun kommen wir zu den Quasaren.

Zu einem geläufigen, klassisch interpretierten Beispiel: Aus der Rotverschiebung von z.B. z = 4,41 ergibt sich eine Fluchtgeschwindigkeit von 273000 km/s. Dieser Quasar sandte sein Licht vor 12 Milliarden Jahren aus und ist 12 Milliarden Lj entfernt.

 

Bei der Deutung im Kosmosmodell gibt z an, daß der Lichtweg durch die Expansion z-mal größer wurde, also hier 4,41-mal.

 

Nun sind jeweils für drei der folgenden vier Größen Annahmen zu machen, und die jeweils dritte kann man sich aus der Formel errechnen:

-

Emissionszeit für das Licht des Quasars (Wahl der Laufvariable k).

-

Seinen Ort in der Quadrik relativ zum Empfänger, also zu uns (etwa antipodisch oder orthopodisch)

-

Empfangszeit für das Licht bei uns (Wahl der Laufvariable l).

-

Expansionsgeschwindigkeit v der Quadrik.

 

In der folgenden Tabelle sind die Einheiten von k und l jeweils 1 Milliarde Lj. Die Werte sind jetzt rationale Zahlen, die Beschränkung auf natürliche Zahlen entfällt.

Zum Sendezeitpunkt hatte die Quadrik einen bestimmten Radius, und zwar k Milliarden Lj.

Unsere Milchstraße war damals vom Sender k*π Milliarden Lj entfernt (bei einer antipodischen Sendergalaxie).

Auf Grund der Expansion der Quadrik mit v wurde der Lichtweg aber z-mal größer, also 4,41-mal, und das sind k*π*z Milliarden Lj, die das Licht tatsächlich zu uns zurücklegen mußte.

 

Hinzuzufügen ist noch: Wenn die Quadriken expandieren, so expandieren auch abgeschlossene Bereiche in den Quadriken, wie Galaxien oder Sonnensysteme in unserem Universum, auch Planeten und Moleküle. Bei v = 0,58 c wären das 10**(-9) km/s auf 1 Milliarde km - aber da auch die Maßstäbe expandieren, würden wir das selbst dann nicht sehen, wenn Milliarden Jahre vergehen. Zur Messung dieser Expansion müßten wir unser Universum verlassen und einen Maßstab von außen anlegen.

 

Antipodische Emission

Die Strecke l errechnet sich aus der Formel k*π*z = (k+l)/2*π    l = k(2z - 1) = k * 7,82   und v aus:

 

 

k

1

2

5

10

20

Lichtweg bei z = 4,41

13,8

27,7

69,24

138

277

l

7,82

15,64

39,1

78,2

156,4

v  =  0,49 c (siehe oben)

Weltalter in Milliarden Jahren nach T = S/v

15,6

31,9

79,8

 

 

Absolute Entfernung des Quasars (l*π oder 2*S)

Innerhalb der Quadrik

24,55

48,98

122,7

 

 

Als Weltradius mal 2

15,64

31,28

78,2

 

 

 
Orthopodische Emission

Die Strecke l errechnet sich aus der Formel (die Entfernung Sender-Empfänger ist nur halb so groß wie eben)

 

 

und v aus

 

 

 

k

1

2

5

10

20

Lichtweg bei z = 4,41

6,92

13,85

34,62

69,23

138,47

l

5,75

11,5

28,75

57,5

115

v  =  0,´675 c

Weltalter in Milliarden Jahren nach T = S/v

8,52

17,04

42,6

85,18

 

Absolute Entfernung des Quasars (l*π/2 oder S*1,41)

Innerhalb der Quadrik

9,03

18,06

45,15

90,3

 

Als Weltradius mal 1,41

8,11

16,2

40,25

80,5

 

 

Diese Überlegungen stützen sich darauf, daß die FRW-Kosmologien unser Universum als expandierende 3D Quadrik interpretieren, allerdings nicht im Hyperraum, denn den kennt die ART nicht. Der Hyperraum ist ein Konstrukt der SF-Literatur und wird hier aber dringend benötigt, weil man nur so eine Sicht von außen darstellen kann. Die Frage war ja, wie man den Lichtweg von außen her sieht.

Hier wurde der einfachste Fall einer expandierenden 3D Blase im Hyperraum berechnet, aber die verbalen Formulierungen galten ja schon einer expandierenden nD Quadrik im einbettenden Rn+1,1.

Es ist immer bei den FRW-Kosmologien zu bedenken: Die ART operiert prinzipiell nur in 4 Dimensionen und kann also nicht für Aussagen im einbettenden Hyperraum, Pararaum ... herangezogen werden. Dem Kosmos-Modell nach wurde die nD Blase in einen fast flachen Rn+1,1 eingebettet.

 

 

1.3.16  Test auf das Kosmos-Modell

 

Nun ist das Kosmos-Modell mit allen wissenschaftlichen Fakten und Überlegungen quer zu prüfen. Um dem Leser die Suche zu ersparen: Das Hauptproblem liegt da, wo man wirklich genau darlegen will, wie Gott aus dem Hyperraum, Pararaum ... her die Elektrodynamik bewegter Körper in unserem Universum sieht. Dagegen macht es keine Probleme, den 5D oder 6D Lichtweg, also den Weg des Lichtstrahls bei einer solchen höherdimensionalen Betrachtung, richtig anzugeben.

 

- Ob unser Universum einzig und singulär ist, die gesamte Realität, den gesamten Raum und alle Zeit umfaßt, ob es in ein höherdimensionales Medium eingebettet und darin entstanden ist, ob es viele andere Universen im „Hyperraum“, „Pararaum“ ... gibt, ob es eine Evolution der Universen gibt, ob unser Universum Wechselwirkungen mit höherdimensionalen Wesenheiten des einbettenden Raumes hat, ob Realitäten und Wesenheiten unseres Universums durch solche des umliegenden Raumes bewirkt und noch gesteuert werden ... - das weiß man alles nicht.

Man weiß aber, daß es völlig falsch ist, sich selber und seiner Umwelt ein total sinn- und hoffnungsloses Leben, Wesen und Wirken zuzusprechen, und man weiß, wieviele Irrtümer die Menschen allein im Verlauf der letzten 3000 Jahre auf den Gebieten von Kosmologie, Religion, Paläontologie und Paläoanthropologie unterlaufen sind. Und weil man das ganz sicher weiß, und auch, wie riesig groß und dümmlich viele solcher Irrtümer gewesen und immer von den herrschenden Autoritäten in Religion und Wissenschaften mit größter Überzeugung, Härte, Kompromißlosigkeit bis hin zu Brutalität und Grausamkeit gegenüber den Kritikern vertreten worden sind, darum ist es mehr als zweifelhaft, daß gerade in der Epoche, in der man selber lebt, von den Autoritäten richtige, korrekte und realistische Vorstellungen in dieser Hinsicht vertreten werden.

Jeder ist dazu berufen, nach einem hinreichenden Studium von Wissenschaften und Geschichte seine eigenen Ideen auszuarbeiten und vorzutragen. 

 

- Ob eine neue Physik notwendig ist, um alle Phänomene in unserem Universum naturwissenschaftlich zu erklären, steht immer zur Diskussion an, besonders da die Quanteneffekte das Klassisch-Naturwissenschaftliche selber in Frage stellen. Große Auswirkungen auf unsere Vorstellungen hätte, wenn sich die Quanteneffekte oder Quantenparadoxen auch auf kosmologische Größen und Entwicklungen, auf Universen, Raum, Zeit, Dimensionalität, Raumzeit ... erstrecken würden.

Materie, Strahlung, Felder, oder Fermionen und Bosonen sind keine vakuum- oder raumfremden Gebilde oder Erscheinungen, sondern Erscheinungen, Formen und Teile des Vakuums oder Raumes in bestimmten Anregungszuständen.

Das heliozentrische Modell von Nikolaus Kopernikus, die Planetengesetze von Johannes Kepler, die Physik des Galileo Galilei, die mathematische Physik und das Gravitationsgesetz von Isaac Newton, die kosmologischen Überlegungen von Carl Friedrich Gauß, Bernhard Riemann und William Kingdom Clifford haben sich als bleibend richtig erwiesen, aber es hat sich auch gezeigt, daß sie nur Teilaspekte des Realen wiedergaben.

Physikalische Modelle sind wie Schraubenzieher und Hammer - sie lassen sich nur für bestimmte Aufgaben einsetzen, erfüllen sie aber in diesen Bereichen erstklassig.

Die Spezielle und die Allgemeine Relativitätstheorie (ART) von Albert Einstein ist wie andere Modelle zuvor sorgfältig zu nutzen, erklärt aber gemäß den früheren Wissenschaftsmodellen ebenfalls nur Teilaspekte des Realen. Die Formulierung der ART in 4 Koordinaten sagt also nichts über die Dimensionalität der globalen Realität aus.

Der Versuch von Michelson und Morley von 1887, mit dem man den Ätherwind widerlegte, hat gezeigt, daß sich die Erde nicht durch einen ihr wesensfremden Äther bewegt - die meisten weiteren Schlußfolgerungen aus diesem Experiment waren und sind unzulässig.

Eine andere Form der Anregung des Vakuums oder von Anregungszuständen des Vakuums ist das falsche Vakuum, daß bei den Inflationsmodellen als Rechengröße eingeführt worden ist.

Multidimensionale Effekte und Wechselwirkungen zwischen unserem Universum und eventuell einbettenden höherdimensionalen Realität sind möglich, aber es ist zu ermitteln, ob sie wirklich für die Erklärung der Physik und Phänomene in unserem Universum notwendig sind. Es ist aber auch verpflichtend, sich nicht von Modeströmungen oder Menschen geistig einschränken oder auf die falsche Fährte mißleiten zu lassen, die auf das Denken in 4 Dimensionen festgeschrieben sind, nur weil in einer Zimmerecke 3 Flächen senkrecht aufeinander treffen und beim gegen Zeit verstreicht.

Die globale, umfassende und ewige Realität kann 4, 5, 6 ... Dimensionen haben, und die Zeit 2, 3, 4 ... Dimensionen. Entscheidend ist, daß man letztlich in sich konsistente Vorstellungen über die Realität entwickelt und damit so operieren kann, daß sie für das Überleben optimal sind, und dafür müssen diese Modelle leisten:

-

den Bau der besten und mächtigsten Supermaschinen und

-

die hinreichende und vernünftige Sinnschöpfung und Sinngebung für Realität, Leben und Zivilisation in Sicht auf größte Zeiträume.

Diese beiden Bedingungen sind für jedes Weltmodell verpflichtend - daran führt kein Weg vorbei.

Ein Weltmodell, das für die Entwicklungen von Realität, Leben und Zivilisation nur Sinnlosigkeit bereit hält, ist kein Weltmodell, sondern ein Torso eines Weltmodells - es fehlt das Wichtigste.

Es ist aber auch selbstverständlich, daß man sich nicht an Effekte klammert, die zu der eigenen Epoche noch nicht mit konventionellen 4D Modellen erklärt werden können. Beispiele:

-

Die schnelle Bewegung von Galaxien in Galaxienhaufen, von Fritz Zwicky 1935 entdeckt, ist durch die sichtbare Materie bei Verwendung der Newtonschen Gravitation nicht zu erklären. Zwicky prägte den Begriff der „Dunklen Materie“. Zwicky schätze, das eine 10- bis 100-fache Masse notwendig wäre.

-

Die schnelle Bewegung von Sternen über die Bereiche in Galaxien weit über das Zentrum und die Randbereiche hinaus führt zu einer flachen Rotationskurve, unvereinbar mit der sichtbaren Materie und den Newtonschen Gesetzen. Davis, Rubin und Huchra schätzten 1978, das die dunkle Materie das 2- bis 10-fache der sichtbaren Masse betragen müßte.

-

Die zelluläre Struktur der Materieverteilung im Universum gemäß Einasto und das Strichmännchenmuster von Davis, Rubin und Huchra zeigen, daß es einzelne Galaxien im Universum nicht gibt, auch keine einheitliche Verteilung der Galaxienhaufen und Galaxiensuperhaufen.

-

Gamma-Ausbrüche, regellos über den ganzen Himmel verstreut, ziemlich kurzfristig.

-

Materiebrücken zwischen Objekten am Himmel mit sehr unterschiedlichem z.

Man darf und kann versuchen, sie multidimensional zu erklären, aber viel wichtiger ist, echte Fehler in den epochal gegenwärtigen physikalischen Modellen aufzudecken, um auf diese Weise zu zeigen, daß die Leute vorprogrammiert und offensichtlich fehlerhaft krampfhafte Versuche machen, Effekte auf dem 4D Wege zu erklären, die in Wahrheit multidimensional sind. Man muß also den herrschenden Modellen und Wissenschaftlern genau das nachweisen, was sie den Kritikern vorwerfen: Einseitig, vorprogrammiert und voreingenommen - also fehlerhaft - mit bestimmten Vorstellungen so zu operieren und vernünftiger Kritik unzugänglich zu sein.

Hier ist vor allem das Paradigma von der Homogenität und Isotropie des Raumes anzuprangern: So etwas kann man zwar gut verwenden, um kosmologische Gleichungen überhaupt lösen zu können, aber damit hat man das für die globale Realität keineswegs bewiesen. Wenn man sich Gaswolken, Planeten, Sterne und Galaxien ansieht, so ist es viel wahrscheinlicher, daß unser Raum anisotrop und inhomogen ist, daß er „Flecken“, „Runzeln“ und Störstellen hat ...

 

Wie vernünftig, realistisch und meßtechnisch korrekt ist das Kosmos-Modell aber nun wirklich ?

Wer SF-Heftchen und SF-Bücher liest, wird sehr oft mit multidimensionalen Realitätsvorstellungen konfrontiert werden, bei denen sich Universen in dimensional übergeordneten Räumen dynamisch entwickeln, und wo man wie bei der SF-Serie „Perry Rhodan - der Erbe des Universums“ nicht nur von Galaxis zu Galaxis, sondern auch von Universum zu Universum fliegen kann. Dabei haben die SF-Autoren ab 1960 Begriffe eingeführt wie Hyperraum, Pararaum (Herbert W. Franke), Dimensionstransmitter ... eine erstklassige Einführung liefern die ersten 400 Bände der Weltraumserie „Perry Rhodan“.

 

Multidimensionale Realitätsvorstellungen mit einem Auf und Ab der Entwicklung zahlreicher Universen - Kikifax oder geniale Lösung ? Mit dem Kosmos-Modell der Aionik wurden die vielen, oft unterschiedlichen SF-Vorstellungen geordnet. Ob dieses SF-Standardmodell aber dann auch wissenschaftlich standhält und zu grandiosen technischen Neuentwicklungen beflügelt, muß objektiviert geprüft werden. Allerdings - vor der Nachprüfung durch Autoritäten von Kirche und Wissenschaft muß gewarnt werden: Geozentrische Weltsysteme, viele Versionen der heliozentrischen Weltsysteme, Newtonsche Weltsysteme, Laplacescher Dämon, Wärmetod des Weltalls, finaler Gravitationskollaps - alles das ist zu Zeiten von „Autoritäten“ geprüft, für wahr befunden und als verpflichtende Wahrheit proklamiert worden. So weit zur objektivierten Nachprüfung durch Autoritäten.

 

Man muß als möglich ansehen, daß eine objektivierte Nachprüfung von Realitätsvorstellungen und Weltsystemen nicht möglich ist, und daß man nicht fragen darf, wie wahr ein Weltsystem ist, sondern wie nützlich es ist für die Konstruktion gewaltigster Supermaschinen und die Entwicklung von Superzivilisationen und Paradiesen über größte Zeiträume hinweg.

 

Nun wird es aber sicher nützlich sein, das Kosmos-Modell daraufhin abzuprüfen, ob heute schon Effekte bekannt sind, die viel besser und zwangloser im Sinne der multidimensionalen Realitätsvorstellungen und Weltsysteme aus der SF-Literatur gelöst werden können. Vor fast 2300 Jahren versuchte sich Aristarchos von Samos in der Olympischen Disziplin, das beste Weltsystem zu entwickeln und auszutesten. Bei Olympischen Spielen gilt bekanntlich, daß nicht der Sieg, sondern die Teilnahme entscheidend ist. Nehmen wir also auch an diesem Olympischen Wettkampf teil, den wir verlieren, eventuell aber auch gewinnen können.

 

Mit der Axiomatik der Aionik, die der Entwicklung des Kosmos-Modells neben einem Studium der Physik und der SF-Literatur zu Grunde lag, wurde versucht, den Geist der größten Naturforscher und Denker - der Genies - einzufangen, ihm Gestalt zu geben und für die Weltsystementwicklung nutzbar zu machen. Weil nun zu den herrschenden kosmologischen Vorstellungen Alternativen sichtbar sind, kann man auch die herrschenden Vorstellungen bedeutend kritischer und nüchterner untersuchen, denn man muß nun nicht befürchten, bei einem Zusammenbruch der herrschenden Vorstellungen wieder wie so oft vor dem „Nichts“ zu stehen, sondern kann die Alternativen zu Hilfe nehmen. Interessant ist natürlich vor allem das, was die Astrophysiker und Kosmologen gerne unter den Teppich kehren, weil es vorerst nicht in die herrschenden Vorstellungen und Modelle gepackt werden kann. Ein Test auf das Kosmos-Modell der Aionik wird also sicher auch einen sehr kritischen Test auf die herrschenden kosmologischen Vorstellungen beinhalten.

 

Heute wissen wir daß die geozentrischen Vorstellungen - oft unterstützt durch raffinierteste Epizykeltheorien - glatt falsch war. Es wurde aber über die Jahrtausende von Autoritäten der Kirchen und Wissenschaften mit Zähnen und Klauen verteidigt und der Glaube daran von der Bevölkerung mit finstersten Drohungen bis zu Folter und Tod abgepreßt. Wenn man die SF-Literatur seit 1950 n.Chr. verfolgt hat, so haben die SF-Autoren über die Jahrzehnte im freien Kollektiv oft Vorstellungen, die zu ihrer Zeit abstrus und versponnen - verrückt - erschienen, aber inzwischen in Gesellschaft, Technik und Wissen ihren festen Platz gefunden haben. Das deutet darauf hin, daß auch vor Jahrtausenden keineswegs alle Leute in geozentrischen Weltvorstellungen gefangen waren, sondern eigene Lösungen erarbeiteten. Einer von ihnen war Aristarchos von Samos, der um 265 v.Chr. ein heliozentrisches Weltsystem entwickelt hatte. Es werden Tausende von Menschen gewesen sein, die über die Jahrtausende an vernünftigeren Analysen der Planetenbewegungen und des Sonnensystem gearbeitet haben - es war nur die Frage, wer es schaffen wird, seine Arbeit so gründlich zu machen und dabei auch soviel Glück zu haben, daß er den Durchbruch schafft. Bei den heliozentrischen Weltsystemen schaffte erst Nikolaus Kopernikus um 1453 n.Chr. den Durchbruch - über 1700 Jahre nach Aristarchos von Samos !   

 

 

1.4  Die Aionik

 

1.4.1  Die Entwicklung der Aionik mit Hilfe einer Axiomatik

 

Die Aionik entstand auf dem Boden eines Studiums der Physik und der SF-Literatur, über den Umweg Zukunfts-, Zivilisations- und Genieforschung. Die Aionik sollte eine Wissenschaft vom Ewigen werden, und zwar ein Bild vom Ewigen in seiner größten Ausdehnung und Gesamtheit.

Weil die Geschichte der Wissenschaften zeigt, wie die für Jahrhunderte dominierenden Weltsysteme im Laufe der Zeit wie Kartenhäuser zusammenstürzten, wurde ein Rahmen für das Werden angenommen, der nicht so leicht aufbricht oder einstürzt, und zwar das Unendliche in Bezug auf Dimensionalität, zeitliche und räumliche Ausdehnung, Entwicklungsfähigkeit, Vielfältigkeit, Komplexität ...

Die Basis für dieses Vorhaben ergab sich aus der Genieforschung, da sich gerade bei ihr zeigt, wie bei den Weltmodellen die Grenzen von Dimensionalität, Raum und Zeit immer erweitert werden mußten. Da erscheint es am besten, daß man für die globale, umfassende Realität als Realitätsrahmen überhaupt keine Grenzen und Beschränkungen mehr annimmt – dieser Rahmen trägt dann auch die Namen Chaos oder Apeiron in der Tradition der „Alten“. Dann war das Problem, Beschränkungen, Aiswahlkriterien usw. zu finden, um in diesem Chaos faßbare Größen, Gebilde im eigentlichen Sinne, zu definieren. Das erfolgte nach dem Studium von Genies der Menschheit – natürlich wieder beim alten Hellas anfangend und dann zum Abendland übergehend – wie Leonardo da Vinci, Nikolaus Kopernikus, Johannes Kepler, Galileo Galilei, Isaac Newton, Alexander von Humboldt, Carl Friedrich Gauß, Bernhard Riemann, Max Planck, Albert Einstein, Niels Bohr und Werner Heisenberg. Ein Studium deren Werke und kritischer Aussagen führte an die Art und Weise ihres Denkens heran, und die Axiomatik, die der Aionik dann zu Grunde gelegt wurde, wurde speziell aus Aussprüchen, Gedanken und Vorstellungen großer Forscher von 1900 bis 1930 abgeleitet. Aus dieser Axiomatik wurden bis 1984 Kosmophysik, das Modell der m-Kosmen und die Regelsätze und Vorstellungen der Aionik abgeleitet und 1985 zum ersten Mal im 1. Band der AIONIK-Reihe publiziert.    

Die aktuellen kosmologischen Modellansätze und Vorstellungen mit Inflationskosmos, Multi-, Meta- oder Megaversum tendieren genau in die Richtung vom Kosmos-Modell, bei dem die Entwicklung der m-Kosmen beschrieben wird.

 

Daraus ergibt sich folgende höchst interessante Tatsache:

Durch das Studium der wesentlichen Gedanken der Spitzenforscher ihrer Zeit kann man vorhersagen, wie die Realitätsvorstellungen und Weltsysteme 70 Jahre später aussehen werden, wenn man sich bei den inspirierten SF-Autoren aus jüngster Zeit leiten läßt.

 

Das kann man auch auf die Gegenwart anwenden: Man studiere die Werke und Gedanken der führenden Kosmologen der letzten 30 Jahre, nehme die Inspirationen der SF-Autoren der nächsten 50 Jahre voraus und dann kann man die Realitätsvorstellungen und Weltsysteme voraussagen, die in 70 Jahren gelten werden.

Das kann man austesten. In den letzten Jahrzehnten bis heute sagten uns Steven Weinberg, Roger Penrose, Stephen W. Hawking, John A. Wheeler, Martin Rees, Yakow B. Zeldovich, Andrei Linde ..., wie die aktuelle Kosmologie beschaffen ist. Man studiere ihre Werke und Gedanken, darunter Geometrodynamik, 4D Superraum, Supersymmetrie, 11D Supergravitation, Superstringtheorien, Quantenkosmologie, Viele-Welten-Theorie, partizipatorisches Universum (Schöpfung durch Beobachtung), M-Theorie, p-Branen, Meta-, Mega- und Multiversum, Inflationskosmos ... und projiziere das in höhere Bereiche, so wie man die Entwicklung der Weltmodelle bisher gesehen hat. Dann weiß man also, woran um 2075 n.Chr. in der Kosmologie „geglaubt“ wird.

Als wichtige Hilfestellung können Sie sich dabei von den SF-Romanen in den nächsten Jahrzehnten leiten lassen, da die SF-Autoren fleißig die Werke der großen Forscher ihrer Zeit studieren und diese ihren eigenen Inspirationen zu Grunde legen.

 

Wir kennen folgendes: Jedes Mal, wenn die Menschen meinen, daß sie nun das ultimate Weltbild und die höchste Erkenntnis haben, kommt völlig unerwartet eine ganz neue Weltsicht auf, erzwungen durch Experimente, und das herrschende Weltbild muß wieder mal durch ein neues ersetzt werden.

Also, das erinnert doch sehr an die SF-Geschichte von Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“: Jedes Mal, wenn einer die Struktur unseres Universums herausgefunden hat, wird es sofort durch ein anderes ersetzt.

Stimmt doch irgendwie ? Da hatten wir die sumerische Weltvorstellung, mit der Erde im allumfassenden Weltozean, wo die Erdscheibe gewissermaßen in einer Luftblase schwimmt, die geozentrischen Weltsysteme mit ihrer ausgefeilten Epizykeltheorie, das Kopernikanische System, das unendlich große 3D Universum von Isaac Newton bis Pierre Simon de Laplace, die FRW-Kosmologien ... – immer war mit Sicherheit bei ihrem jeweiligen Sturz verbunden, daß die nachfolgenden Weltsysteme viel größer, reichhaltiger, vielfältiger ... waren. Das kann man mit Sicherheit in der Zukunft fortschreiben.

 

Gegenwärtig erscheint die Realitätsvorstellung der Aionik mit ihrem Chaos und den in ihm sich entwickelnden, dimensional tief geschachtelten  mD Kosmen das Ende der Fahnenstange zu sein, aber das erscheint uns nur heute so. Es gibt zwar in unserer gegenwärtigen Begriffswelt nichts, was den Realitätsrahmen größer werden lassen könnte, aber in 70 Jahren wird das sicher geschehen sein in einer Weise, daß dieses hier als Basis gewählte Chaos wieder nur eine winzige Teilmenge des Realen ist. Die Begrifflichkeiten der Kosmophysik bauen auf den Arbeiten von Riemann bis Heisenberg auf, aber die Entwicklung in den nächsten Jahrhunderten wird das alles weit hinter sich lassen. Für eine bessere Weltbeschreibung müssen erst die entsprechenden Begriffe, Denkwelten, Werkzeuge ... entwickelt werden.

 

 

1.4.2  Einordnung Intelligenter Wesen (IW) in die globale Realität, das Ewige Werden ...

 

Es ist also zu erkennen, daß mit dem weiteren Fortschritt in Wissenschaft und Technik „die Welt“ immer größer wird, also die Gesamtheit des Seienden, Werdenden und Realen, und im Gegenzug wird die Welt der Menschen immer kleiner, und damit ihre Selbsteinstufung und singuläre Bedeutung immer geringer. Im Grenzübergang kann man sehen, daß die Welt dann alles und die Menschheit nichts ist. Nun ja, die Realität wird hoffentlich nicht ganz so kraß sein, und dies ist genau die Basis für unsere Sinnschöpfung und Hoffnung auf ein prinzipiell vernünftiges Leben mit einem vernünftigen Sinn, aber diese können nicht allein auf den Menschen, diese Menschheit, diese Erde, dieses Sonnensystem ... gegründet sein, sondern müssen allgemeingültig sein für ähnliche solche Entwicklungen in Dimensionen, Zeit und Raum.

Wir dürfen also nicht danach fragen, was Menschen in der immer als gigantischer erscheinenden Realität zu tun und zu bewirken vermögen, sondern was die Klasse der Intelligenten Wesen (IW) zu leisten und zu wirken vermag. Dasselbe gilt für die Menschheit, die wir durch die Klasse der Arten von IW (IWA) ersetzen ...  Bei der Sinnschöpfung beziehen wir uns also auf die Klassen IW, IWV, TZ, WGS ..., und wir nehmen uns nicht irgendwelche speziellen Elemente aus diesen Klassen heraus, wie sie Menschen, Menschheit, ihre Zivilisation ... solche darstellen.

Daß dies völlig seine Richtigkeit hat, sieht man daran, daß eines Tages mit Sicherheit die Menschheit im Abgrund der Zeiten versunken ist, und daß dann noch weitere Milliarden, Billionen ... Jahre vergehen werden – vermutlich dann auch in anderen Universen -, und auch dann müssen Realität, Leben und Zivilisation einen Sinn haben, also auch dann, wenn die Menschheit schon längst entschwunden ist, und auch ihr Universum.

Die Sinnschöpfung darf also vor den riesigen Zeiträumen nicht blind sein, in denen die Menschheit noch nicht existierte oder nicht mehr existieren wird. Es gehört zu den Fundamenten der Aionik, immer in möglichst große Zeiträume zu schauen, laufend möglichst alle Prozesse, Ereignisse, Formen ... vor den Hintergrund immer größerer Zeiträume bis hin zur Ewigkeit zu projizieren. Darum müssen beliebige IW – egal, welchen IWA, TZ, Sonnensystemen .... sie auch angehören – immer anstreben, ihre Geistigkeit dem Ewigen anzupassen und nicht umgekehrt:

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Die Realität ist also so groß, umfassend, vielfältig, entwicklungsfähig ... einzustufen, wie sie das auch ist, und dafür sind multidimensionale Weltsysteme, Kosmophysik, m-Kosmen ... gut geeignet.

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Es gilt, immer die Projektion aller Prozesse, Ereignisse, Formen ... vor den Hintergrund immer größerer Zeiträume bis hin zur Ewigkeit (PPE) durchzuführen.

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Denken in zweckmäßigen Kategorien wie IW, IWA, IWV, TZ, WGS, Sonnensystemen, Universen ... und jeden Bezug auf spezielle Entwicklungen vermeiden.

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Singuläre Entwicklungen im Ewigen Werden gibt es nicht, und das gilt für IW, IWV, Galaxien, Universen ... gleichermaßen.

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Sinnschöpfung und Sinngebung für IW müssen auf einer IWA- und TZ-Theorie aufbauen, die PPE-gerecht ist und mindestens der Kosmophysik der Aionik entspricht.

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Staatstheorien und Staatswissenschaft sind für beliebige IW, IWA, TZ ... zu entwickeln und dann nach Fertigstellung den speziellen Realisierungen wie den Menschen anzupassen.

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Für alle TZ, WGS ... ist die Paradiesformung in Sicht auf größte Zeiträume und Wirkungen das höchste Ziel.

Es ist zu beachten: Die Kosmophysik ist zum größten Teil eine Physik der mD Kosmen und ihrer nD Unterräume mit m > n > 0, und damit ist die Kosmophysik nur zu einem kleinen Teil eine Physik der Universen. Die Kosmophysik beschreibt Entstehung, Blütezeit und Verfall der nD Unterräume innerhalb eines m-Kosmos, und sie beschreibt auch die Entwicklung der m-Kosmen, die z.Z. als die größten und höchstdimensionalen realisierten Systeme oder Gebilde betrachtet werden.

Aber schon zeigt sich, daß dieses Kosmos-Modell erweitert werden muß um „kleine“ und gebrochene Dimensionen, gemäß den Vorstellungen von 11D Supergravitation, 11D Kaluza-Klein-Theorie und 10D Superstringtheorien. Also muß man sich vorbereiten auf Beschreibungen der Art Km,p,q,r,u ..., wobei m die großen Dimensionen angibt, p die kleinen, q die gebrochenen, r die ..., u die Anzahl der Zeitdimensionen ...   

 

Wer diese Zeilen liest – als Mensch oder als beliebiger Angehöriger der Klasse IW – erlebt durch seine eigene Denktätigkeit das Entstehen der Frage nach dem Sinn von Realität, Leben, Zivilisation ... Diese Sinnfrage entsteht zwangsläufig – ab einer gewissen IW-Entwicklungsstufe - allein durch die Fähigkeit der IW zu bewußtem Erkennen.

Gegeben sei ein IW aus einer ganz beliebigen Species oder Art von IW (IWA), die über Natürliche Biologische Evolution (NBE) auf irgendeinem Planeten in irgendeinem Sonnensystem in irgendeiner Galaxis in irgendeinem Universum ... entstanden ist und dessen IWA eine gewisse minimale Technische Zivilisation (TZ) auf dem Wege zur Errichtung einer WGS erreicht hat.

Je höher sich diese TZ zur WGS entwickelt, umso leistungsfähiger werden ihre Maschinen beim Übergang zu Supermaschinen der WGS. Zur sittlichen Beherrschung dieser Supermaschinen der WGS bedarf es einer Ethik und faktischen Fähigkeit zu ethischem Handeln, die im Normalfall von den Angehörigen einer über NBE entwickelten IWA – diese IW bezeichnen wir auch als NIR – nicht erwartet werden können.

Es ist also offensichtlich: Im Verlauf der Höherentwicklung der Maschinen zu Supermaschinen mit immer größerer Leistungsfähigkeit und natürlich auch Vernichtungskraft müssen sich die NIW als Art selber wandeln zu einer Art von VIW, die nicht mehr über die Mängel und vor allem das Böse verfügen wie die NIW.

Diese Höherentwicklung von NIW zu VIW wird zuerst am leichtesten durch eine hinreichend vollkommen beherrschte Gentechnik zu erreichen sein, also durch eine künstlich-technisch durchgeführte genetische Veredelung der IWA von NIW zu einer IWA von VIW.

Damit ist zwar das Böse in den IW besiegt, aber dadurch werden nicht die physikalischen Prozesse automatisch beherrschbar, mit denen sich eine IWA und TZ gegen die Wandlungen der physikalischen Gegebenheiten zum Schlechteren hin erfolgreich wehren kann. Solche Fähigkeiten erwarten wir nur von Superintelligenzen, und darum darf es bei der VIW-TZ oder WGS von VIW nicht bleiben, sondern die VIW müssen sich höher entwickeln zu VIW mit kosmologischer Wirkungsfähigkeit (KIW), die mit Universen ... jonglieren können.

Es muß also die Entwicklungssequenz geben: ... NIW → VIW → KIW → ...

Das kann man auf die Kulturstufen und Zeitalter fortführen:

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... → NIW-TZ → VIW-TZ (oder WGS) → KIW-TZ → ...

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... → NIW-Zoikum → VIW-Zoikum (oder Kyberzoikum) → KIW-Zoikum (oder Theozoikum) → ...

Im Fall der Menschheit heißt das NIW-Zoikum speziell auch Anthropozoikum.

Eine KIW-TZ kann sich höher entwickeln zu einer Kosmozivilisation, die sich quer durch die Dimensionen und Räume eines m-Kosmos erstrecken kann.

Untermalt wird das alles

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von der Projektion aller Prozesse, Ereignisse, Formen ... vor den Hintergrund der Ewigkeit und

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vom Einschwingen aus dem Unendlichen,

die weiter unten erklärt werden.

 

 

1.4.3  Fragen und Stationen auf dem Weg zu Aionik, Kosmophysik und Kosmogonie

 

IW

Intelligentes Wesen

IWV

Verband von IW

IWA

Art von IW

NBE

Natürliche biologische Evolution

TZ

Technische Zivilisation

 

Kosmophysik und Kosmogonie behandeln eigentlich dasselbe Problem, aber ihre Sichtweise auf dasselbe Problem ist unterschiedlich: In der Kosmophysik versucht man, die globale Realität aus der Sicht von Weltenschöpfern zu sehen, besonders bei den Phänomenen der nD Räume eines m-Kosmos bis hin zu IW, IWV, IWA, TZ, Superzivilisationen ..., und in der Kosmogonie steht mehr der Aspekt vom Menschen her (auf dieselbe Realität) im Vordergrund. Die Kosmophysik schaut von oben nach unten, die Kosmogonie von unten nach oben.

Sowohl Kosmophysik als auch Kosmogonie versuchen, alle Phänomene des Realen einzubeschließen, also nicht nur die Realitätsforschung im Sinne von z.B. QM, ART und AUTs zu betreiben, sondern auch in Sicht auf mögliche (End-)Zustände von IWA und TZ, Superzivilisationen, ihre Wirkungsmöglichkeiten usw. zu operieren. Beide schließen ein z.B. Physik und Politik, Metrik von Räumen und Ethik von IW, Entwicklung von Universen und von Staaten, Theorien über Universen und von Staaten ... Nur eben ist ihre Sichtweise verschieden:

In der Kosmophysik gilt die Sicht von oben nach unten, in der Kosmogonie die Sicht von unten nach oben. Die Kosmophysik (Physik nD Räume eines m-Kosmos) soll die Grundlage einer für den Menschen angepaßten Kosmogonie darstellen und - die Realität im Großen mit - der "Welt" der Menschen und ihrem Lebenssinn verbinden. Es soll der Eindruck vermieden werden, daß die in 1.3 dargestellten Aionik-Sprachkonstrukte schon fertig wären oder die Urzeit-Fragen der Hominiden über Struktur der "Welt", Sinn von Leben und Realität usw. schon in hinreichender Form beantworten würden. Darum werden im folgenden Text noch einmal einige wichtige Fragen aufgelistet, wie sie die Menschen schon seit langer Zeit bewegen. Eigentlich sind die in 1.5 dargestellten Aionik-Graphen mehr Formulierungen für Fragen als für Antworten. Es wird auch noch einmal deutlich gemacht, wie hochspekulativ der hier gewählte ist, aufbauend auf der Ionischen Naturphilosophie, die aber damit recht weit kam. Es ist völlig evident, daß wir heute in der Zeit leben, in der die Fragen um Kosmologien und Alles Umfassende Theorien einen Rang haben wie Fragen zur Entwicklung von Sternen und die Struktur von Atomen um 1930. Es wird empfohlen, Realitätsforschung immer mehr aus Gründen der Realitäts- und Lebenssicherung zu betreiben, weil immer mehr wahrscheinlich wird, daß die Realität keine Strukturen in dem Sinne hat, wie wir Menschen das von der Klassischen Physik und vom anschaulichen Denken her glauben. So kann man annehmen, daß es in der Realität tatsächlich nicht das gibt, was wir als größte oder kleinste Gebilde bezeichnen, oder als Kontinuum oder Diskontinuum. Wir sollten dazu übergehen, Kosmologien und sonstige Theorien über die Realität als "Schraubenzieher" und "Zangen" anzusehen, die wir verwenden wie die richtigen Schraubenzieher und Zangen aus unserem Werkzeugkasten, als Fortsetzung der Pebble tools des Oldowan, der Zweiseiter des Acheuleen und der fein retuschierten Schaber und Klingen des Mousterien. Die Sinne der Menschen wie Augen und Ohren wurden in der Evolution nicht zum Erkennen der Welt geschaffen, sondern zum Überleben. Das sollte vermehrt die Richtlinie unserer Forschung bestimmen, und damit auch die Wahl der Annahmen in Freiräumen der naturwissenschaftlichen Theorien und experimentellen Daten. Der Schutz des Lebens in Sicht auf größte Zeiträume muß zum größten Gebot werden. Wissen tun wir eh' nichts, und dann ist es besser, das Wissen so anzuwenden, daß das Leben in größter Artenvielfalt, Individuenanzahl, Wirkung, Harmonie, Schönheit ... möglichst große Zeiträume überdeckt. Wir müssen Hüter des Lebens werden, und dafür müssen wir die notwendige Wissenschaft und Technik entwickeln. Unseren Erkenntnistrieb und Drang zur Forschung sollten wir für das Überleben nutzen. Z.B. ist die Weltraumfahrt entstanden aus dem Sehnen der Peenemünder, das Tor zu den Sternen aufzustoßen (in Nachfolge von K.E. Ziolkowski, R. Goddard, H. Oberth und der Peenemünder Raketenforscher mit Rudolf Nebel, Wernher von Braun ...), aber sinnvoll wird sie erst, wenn sie Leben schützt, indem wir z.B. auf die Erde zuratende Kometen zerstören können oder das Sonnensystem technisch erschließen und mit Leben füllen. Einige Fragen die sich natürlich oftmals überlappen müssen und nur aus einem etwas anderen Blickwinkel gestellt werden:

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Hat die globale Realität eine Struktur in dem Sinne, wie wir das in Kosmonien annehmen ?

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Ist die Struktur der globalen Realität multidimensional ?

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Gibt es eine Evolution von Universen - und eventuell existierenden einbettenden, höherdimensionalen Räumen ?

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Haben Universen eine Funktion ?

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Welche Strukturen muß die globale Realität aufweisen, damit die Entwicklung von IW, IWV, IWA, TZ, Universen, ..., Kosmen ... einen Sinn hat ?

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Ab welcher Stufe der Intelligenz und sonstigen Entwicklungshöhe der IW können IW diesen Sinn erkennen - falls er existiert ?

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Wie weit sind die Hominiden heute schon fähig, dieses Sinn zu verstehen falls er existiert ?

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Kann von einem irgendwann in der Zukunft erreichbaren Entwicklungsstand in Naturwissenschaften und Technik an zwingend logisch geschlossen werden von dem, was über die Natur bekannt ist, auf das, was Intelligente Wesen wie Menschen in der Ewigkeit zu tun haben ?

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Existiert eine naturgegebene Kopplung zwischen Physik und Ethik ?

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Wird es irgendwann möglich sein, die Höhere Ethik und Ethische Systeme aus den Naturwissenschaften abzuleiten ?

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Gibt es für die Entwicklung von Arten von Intelligenten Wesen und von Technischen Zivilisationen Gesetze und deterministische Züge, z.B. wie bei den Entwicklungen von Sternen über viele Millionen Jahre, und kann man diese schon heute erkennen ?

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Kann eine Theorie über Schicksal, Entwicklung und Wirkung Intelligenter Wesen und ihrer Verbände, Arten und Zivilisationen über sehr große Zeiträume realitätsnah formuliert werden, und wenn ja, ab welcher Intelligenzstufe der betreffenden IW ?

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Läßt sich auf vernünftigem Wege aus dieser Theorie eine realistische höhere Ethik ableiten ?

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Lassen sich realitätstreue Weltmodelle finden, bei denen ein objektiver Sinn in der Entwicklung von Intelligenten Wesen bzw. Welten gegeben ist ?

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Existiert ein objektiver Sinn für die Entwicklung von Intelligenten Wesen und Welten ?

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Wie muß das Ewige Werden (Ewigkeit, Natur, Wirklichkeit in ihrer umfassendsten Bedeutung) beschaffen sein, damit es einen tatsächlichen (objektiven) Sinn hat ?

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Läßt sich eine vernunftgemäße Lebensweise von IW, IWV, IWA und TZ aus ihrer optimalen Einordnung in die Ewigkeit ableiten und umgekehrt ?

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Wie muß die Einordnung der IW, IWV, IWA, TZ, Universen und noch umfassenderer realisierter Strukturen in das Ewige Werden erfolgen, damit sie über beliebig große Zeiträume hin optimal ist ?

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Ist es "sinnvoll", nach der optimalen Einordnung aller realisierten Strukturen in die Ewigkeit zu fragen und diese anzustreben ?

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Existiert dafür eine Lösung im deterministischen Sinne ?

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Was ist die Realität ? Wenn ich durch einen Wald gehe und die Bäume und den blauen Himmel sehe, was "ist" dort wirklich, das "dann und dort" über Wechselwirkung mit meinen Sinnen mir diese Realität vorspiegelt ?

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Wie lange wird die Menschheit noch existieren ?

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Wie weit kann die Menschheit beeinflussen, über welche Zeiträume hinweg in welchen Formen und bei welchen Lebensumständen sie leben wird und welche höchste Wirkungen sie auf das Ewige Werden ausüben kann ?

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Was sind die naturgegebenen Grenzen und Möglichkeiten der Menschheit und anderer IWA in der Ewigkeit ?

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Gesucht ist die optimale Einordnung realisierter Strukturen (IHO = Inseln höherer Ordnung) in die Ewigkeit. Wie ist die optimale Einordnung der IW, IWV, IWA, TZ, Universen, n-R und m-K in das Ewige Werden ?

 

 

1.4.4  Wege zu Methoden, Antworten und Lösungen

 

Diese Vorschläge beruhen zu einem großen Teil auf intuitiven Annahmen im Sinne der Ionischen Naturphilosophie):

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Es ist eine optimale Theorie über Entwicklung und Wirkung von IHO in der Ewigkeit für möglichst große Zeiträume abzuleiten, wobei die gegenwärtigen physikalischen und ethischen Erkenntnisse berücksichtigt werden. Die Strukturen und Funktionen von realisierten Systemen aus allen beliebigen Bereichen müssen dabei als wesensverwandt angesehen werden.

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Jede Einschränkung (Restriktion) für die globale Realität ist erst einmal sehr zweifelhaft, so daß man ausgehen sollte von:

 

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Für die realisierten Gebilde gibt es keine Größengrenze nach "oben" und "unten": weder Universen, Kosmen ... noch Quarks, Leptonen ... sind die größten noch die kleinsten Gebilde. Diese Vorstellung von kleinsten und größten Objekten wird ganz schlicht sinnlos, je näher man ihnen zu Leibe rückt.

 

 

→ Das Chaos als realer Rahmen für das Ewige Werden hat unendlich viele Dimensionen (d) und ist räumlich (r) und zeitlich (t) unendlich ausgedehnt: Die Umgebung eines jeden Phänomens, Prozesses usw. der globalen Realität ist unendlich in bezug auf die d-,t-,r-Ausdehnung. Es gibt eine Evolution der realisierten Formen, die wir heute aber vermutlich noch nicht verstehen können. Diese Evolution erstreckt sich besonders auf Universen, IW und TZ.

 

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Die IHO mit der - im o.g. Sinne eingeschränkt - größten d-,t-,r-Ausdehnung heißen Kosmos. Diese Kosmen haben einen Raum mit einer endlichen maximalen Dimension m, die von Kosmos zu Kosmos verschieden sein kann. Man kann sich das vorstellen wie einen Baum auf einer Wiese. Das ganze Gebilde - also dieser Kosmos - mit der speziellen Dimension m heißt m-Kosmos, und er kann viele Unterräume (R) haben mit beliebiger Dimension n mit m > n > 0. Für den Fall eines Unterraumes R eines solchen m-Kosmos mit der Dimension n = 4 (n zählt die Raumdimensionen und enthält hier nicht die Zeit) geht dieser 4D Raum (4-d Raum, 4-R) in den Superraum von J.A. Wheeler oder das Metauniversum von A. Linde über.

 

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Beim Übergang zu immer kleineren Größen werden Kontinuums- und Diskontinuumsbegriff gleichermaßen sinnlos:

 

 

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Kontinuum: Wie werden Naturgesetze in einem Kontinuum gebildet, die ihm sagen, wie es Strukturen in sich zu bilden hat, so daß diskrete Objekte entstehen können ?

 

 

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Diskontinuum: Der Raum zwischen den kleinsten Objekten, die das Diskontinuum bilden, gehört nicht zur definierten Realität. Es ist nicht korrekt, zu sagen, daß man sich einfach ein Kontinuum definiert oder es als primär gegeben bezeichnet, oder Felder als essentielle Größen bezeichnet usw., die auf nichts anderem mehr aufbauen. Aber es ist ja heute auch leider so, daß die aktiven Forscher in erkenntnistheoretischer Hinsicht von Philosophen, Intellektuellen, Klerikalen ... keine Unterstützung erhalten, deren Aufgabe eigentlich die entsprechende "geistliche" Gründung der Suche nach Wahrheit wäre.

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Die Projektion aller Prozesse, Ereignisse und Formen vor den Hintergrund der Ewigkeit muß dauernd für alle IHO ... durchgeführt werden, damit alle Entwicklungen und Querbeziehungen und Wirkungen beliebiger Prozesse über möglichst große r-, t- und d-Umgebungen erkannt werden. Forderungen:

 

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Jeder m-Kosmos und jeder n-R eines m-Kosmos ist einer dynamischen Entwicklung unterworfen, wobei Kennzeichen einer globalen Evolution vorliegen.

 

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Es gibt keine einmaligen Entwicklungen von beliebigen IHO bis hin zu Kosmen in der globalen Realität.

 

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Es ist nach den optimalen Lebenszielen, Lebensweisen und Wirkungsmöglichkeiten von IW, IWA und TZ im Ewigen Werden zu fragen und die prinzipielle Einflußnahme von höchsten Entwicklungsstufen von IW (--> Superintelligenzen) und TZ (--> Superzivilisation, Kosmozivilisation) auf die Evolution der Universen, Kosmen ... muß gefordert werden, da sonst keine Objektivierung des Lebenssinns möglich ist.

 

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Jedes IW, das sich irgendwann und irgendwo in irgendeinem Universum irgendeines m-Kosmos seiner Denkfähigkeit und seiner Existenz bewußt wird, muß zuerst analysieren, was es in der Ewigkeit nach Maßgabe der höchsten Vernunft zu tun hat. Die damit verbundenen Fragen stellt es auf Grund seiner Vernunft, und es ist dafür unerheblich, in welchem Universum (All, Welt, Unterraum eines Kosmos) und in welcher körperlichen Veranlagung bzw. Realisierung es lebt.

 

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Jede Gegenwart ist einmal Jahrtausende und Jahrmillionen vorbei. Darum muß es das höchste Ziel sein, so zu leben und zu wirken, daß nach beliebig großen Zeiträumen das persönliche Leben oder das Leben und Wirken von IW, IWV, IWA und TZ optimal war. Da jedes Universum irgendwann entsteht und irgendwann wieder verfällt wie jede andere IHO auch, muß es den IWA und TZ prinzipiell möglich sein, über ihr Heimatuniversum hinauszuwirken. Dabei gehört es zu den größten Aufgaben der entsprechend hoch entwickelten IW, IWV, IWA und TZ, die höchsten Wertschöpfungen auch über den Verfall des Heimatuniversums hinaus zu retten, z.B. durch Export in ein geeignetes "jüngeres" Universum. Zu den höchsten Wertschöpfungen gehört das Leben, biologisches und technisches, natürliches und synthetisches. Eine ganz wesentliche Funktion von IW ist damit, über größte Zeiträume hinweg als Hüter des Lebens zu wirken.

 

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Alles Denken, Fühlen und Handeln der IW muß darauf hin ausgerichtet werden, daß die optimale Einordnung der Inseln höherer Ordnung (IHO) in das Ewige Werden ermittelt wird in dem Sinne, daß der angenommene objektive Sinn für die Entwicklung und das Wirken von IHO über beliebig große Zeiträume hinweg nach bestem Vermögen erfüllt wird.

 

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Alle Einteilungen der Wissenschaft in viele Disziplinen ist ausschließlich Menschenwerk und hat nichts Entsprechendes in der Realität (Wirklichkeit). Z.B. muß eine Staatstheorie für IWV irgendwie in eine Kosmologie übergeführt werden können und umgekehrt. Ähnlich muß eine Methode für die Unternehmensberatung sich für die Analyse von Einzellern als den kleinsten geschlossenen "Fabriken" in unserem Universum eignen.

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Stützpunkte für IW über der bodenlosen Tiefe der Unwissenheit:

 

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geniale Intuition und Imagination,

 

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möglichst alles relevante Wissen lernen, insbesondere Naturwissenschaften,

 

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Sicht auf beliebig große Zeiträume,

 

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Observierung der Natur, Realität, Wirklichkeit, Wissenschaften ...

 

 

1.4.5  Das "Wunder" liegt mehr in Metrik, Struktur und Physik unseres Universums

 

Aus der Zeitdauer von höchstens 500 Millionen Jahren, die das Entwicklungskonzept für einfache Prozyten benötigte, und den darauffolgenden 3,8 Milliarden Jahren kann man schließen, daß der Schritt vom einfachen Biomolekül, etwa einem Polypeptid, zur einfachsten Zelle als einfachster Lebensform winzig ist gegenüber dem Schritt von dieser einfachsten Lebensform zum Menschen. Die Entwicklung der einfachsten Zellen geschieht nach Art und Weise eines sich selbst zusammensetzenden Baukastens. Die Teile des Baukastens sind alle so vorgefertigt, daß sich auch bei nur gerade noch hinreichenden Umweltbedingungen einfachste Lebensformen bilden müssen. Wer oder was hat diesen Baukasten geschaffen ? Seine Schöpfung war nicht erst vor 4,6 Milliarden Jahren mit der Schaffung von Sonne und Erde, sondern schon vor 15 bis 22 Milliarden Jahren mit der Schöpfung unseres Universums mit seiner definierten Struktur, Metrik und Physik, die die heutigen Atome und Naturkräfte erzeugten. Was die Urkraft und die sich daraus ableitenden 4 Grundkräfte erschuf in ihrer extremen Feinabstimmung, hatte sehr wahrscheinlich schon die Entwicklung von Lebensformen und Intelligenten Wesen aus Atomen und diesen Grundkräften "im Sinn". Die andere Möglichkeit ist, daß es so viele Universen gibt, daß eben in manchen Universen deren Struktur, Metrik und Physik rein durch die Wahrscheinlichkeitsverteilung ganz zufällig so sind, wie das z.B. in unserem Universum mit der Option zur Entwicklung von Leben und Zivilisation der Fall ist. Einige Sätze:

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Es gibt eine kontinuierliche, aber regional und epochal unterschiedlich erfolgreiche bzw. schnelle Evolution der molekularbiologischen Systeme und Mechanismen.

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Die Chemie in den Lebensformen ist dieselbe wie die Chemie im Laboratorium.

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Nicht die chemischen Eigenschaften und das Periodensystem der Elemente sind das Primäre und Entscheidende, sondern die Urkraft, die alle Naturkräfte total vereinheitlichende Quantengravitation, die zu Beginn unseres Universum so ausgelegt "wurde", daß sie eine Physik ergab, die für die Bildung von Leben und Zivilisation hinreichend war.

 

 

1.4.6  Das Leben muß sich immer und überall selber schützen

 

Die weitläufige Schwierigkeit der Natur, die Lebensräume erst allmählich stufenweise für Leben aufzubereiten, zeigt unmittelbar die Verpflichtung der höheren Organismen, das Leben genauso stufenweise in andere lebensfeindliche Bereiche auszudehnen, vom Meer aufs Land, vom Land in die Luft und schließlich auf der Stufe von IWA und TZ mit Hilfe einer komplexen Technik in den Weltraum. Das Leben auf der Erde kann nur durch die technische Erschließung des planetaren Weltraums geschützt werden. Nur Intelligente Wesen können das Leben auf der Erde langfristig schützen: Die Menschen können Werkzeuge der Natur zur Entwicklung und Sicherung des Lebens sein - 4 Milliarden Jahre nach den ersten Anfängen. Auf dieser Stufe müssen Tierschutz und Schutz der lebendigen Schöpfung allgemein verankert werden. Die Entwicklung von chemischen, biologischen Fabriken mit den Kennzeichen des Lebens findet überall dort statt, wo auch immer die physikalischen Umstände es erlauben. Hierbei offenbart der langfristige Aspekt die schlimme Gewißheit, daß die meisten Evolutionsphasen dieser Art nicht zur Entwicklung von IWA und TZ führen, weil sie vorzeitig unter- oder gar abgebrochen werden. Der Abbruch kann daran liegen, daß die Zusammensetzung der betreffenden Planeten nicht geeignet ist, ihre Bahnen um das Zentralgestirn mindestens teilweise in lebensfeindlicher Entfernung verlaufen oder durch andere Himmelskörper gestört sind oder daß ihre Sonne zu heiß, zu kalt oder zu kurzlebig ist usw. Es muß schon einiges an astrophysikalischen Bedingungen erfüllt sein, damit sich höheres Leben auf einem Planeten entwickeln kann. Stimmt alles soweit von der Astro- und Planetenphysik, kann sich das Leben selber den Garaus machen, schon auf der Stufe von Bakterien oder einige Milliarden später auf der Stufe von Intelligenten Wesen. Hier ist die Frage, welche Versuche der Natur, Intelligente Wesen hervorzubringen, gelingen, und was dann danach kommt. Nach dem, was wir von der Evolution des Lebens auf der Erde wissen, erscheint es als sicher, daß die meisten Versuche der Natur, Intelligente Wesen und noch höhere Entwicklungen hervorzubringen, scheitern werden, schon ganz zu Anfang, oder später. 4 Milliarden Jahre nach der Entwicklung der ersten Prokaryonten und 700 Millionen Jahre nach der Ediacara-Formation mit ersten größeren und recht verschiedenen Vielzellern liegt unsere gegenwärtige Tier- und Pflanzenwelt und die Menschheit mit ihrer Kultur, Technik und Zivilisation vor. Noch einmal 1,5 Milliarden Jahre später wird alles Leben auf der Erde und in diesem Sonnensystem erloschen sein, wenn nicht die Menschheit ihre geistigen Kräfte und ihre Technik dafür einsetzt, das Leben in unserem Sonnensystem langfristig zu schützen. Wir sollten uns nicht darauf verlassen, daß zukünftig auf der Erde über NBE entwickelte IWA unsere Arbeit machen, denn

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die Menschen können die fossilen Brennstoffvorräte und Rohstoffe auf der Erde zu sehr geplündert haben, als daß sich wieder eine TZ von einer anderen IWA auf der Erde entwickeln kann,

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die Menschen können die Erde zu sehr verseucht und die Tierwelt zu sehr geschädigt haben, als daß sich wieder eine IWA aus Tieren über NBE entwickeln kann,

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durch Einschläge von Himmelskörpern usw. mag bewirkt werden, daß die heutige Menschheit die einzige IWA auf der Erde bleibt, die über NBE auf ihr entwickelt wurde.

Darum ist das oberste Gebot, bei jeder Evolutionsphase die lebendige Schöpfung, Leben und Zivilisation so zu schützen, daß der Entwicklungsschritt zu Superintelligenzen, die die Ewigkeit bestehen können, geleistet wird. Der Wert des Lebens ist voll zu begreifen, um die Verpflichtung zu Bewahrung, Schutz, Sicherung, Höherentwicklung und Verbreitung von höherwertiger Realität, Leben, Vernunft und Zivilisation zu erkennen.

 

 

1.4.7  Ähnlichkeiten zwischen Galaxien im Universum und Organellen in der Zelle

 

In gewisser Weise kann man Galaxien im Universen den Charakter von Organellen zuweisen, wie ihn die entsprechenden Makrosysteme in Zellen haben. Man kann ferner Galaxien mit Zellen vergleichen, und auch einzelne Sterne oder Sonnensysteme. Auf der Stufe der Sterne findet man das Prinzip der Umweltformung wieder. Sterne regen die Bildung anderer Sterne an, wie durch den Ausbruch einer Supernova, die das interstellare und auch das intergalaktische Medium nicht nur durch Schockwellen in Bewegung bringt und Dichtezonen für neue Sternbildungen erzeugt, sondern auch seine chemische Zusammensetzung verändert, so daß Sterne der 2. Generation Planetensysteme entwickeln (aus der eingefangenen Asche längst erloschener früherer Sterne). Heiße O- und B-Sterne vermögen z.B. infolge ihrer sehr starken Strahlung benachbarte Gas- und Staubwolken bei geeigneten Bedingungen zu verdichten, so daß die kritische Dichte für die Ausbildung von Protosternen erreicht wird (zu beobachten in den sogenannten "Elefantenrüsseln" wie dem Trifid- oder Orionnebel).

Es gilt also: Zellen schaffen Zellen, Sterne schaffen Sterne.

Induzieren Galaxien die Entstehung neuer Galaxien, Universen die Entstehung neuer Universen ?

Im Sinne konkurrierender Realitätsmodelle und Weltsysteme (also unter Anerkennung der Unsicherheit des gegenwärtigen Wissens und der möglichen Interpretationsversuche des Realen) kann man eine Evolution der Universen annehmen, so wie wir eine Evolution der Organismen auf der Erde vorgefunden haben und uns noch in ihr befinden. Auf jeden Fall ist es sehr aufschlußreich, Prinzipien der Biochemie und der Evolution der Biomoleküle, Zellen und Organismen in der Welt der Galaxien und Universen wiederzufinden bzw. dieses zu versuchen. Bei den biologischen Systemen gilt:

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Alle instruierten (biologischen) Proteine bestehen nur aus linkshändigen Alpha-Aminosäuren (vom L-Typ) und besitzen nur linksgewendelte Strukturen.

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Alle biologischen Nukleinsäuren verwenden nur rechtshändige Monomere, die rechts- oder linksgängige (rechts- oder linksgewendelte) Doppelspiralen (Doppelhelices) aufbauen können.

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Alle heutigen Lebensformen besitzen nur rechtsdrehende Nukleinsäuren vom Typ der Alpha-Helix.

Eine wesentliche Parallele gibt es in dem Prinzip, daß die Galaxien des Universums aus Materie bestehen, obwohl sie auch aus Antimaterie bestehen könnten (wenn man einmal die GVTs und AUTs nicht berücksichtigt, die gerade das verneinen), und in dem Prinzip der Bevorzugung einer Händigkeit bei den Proteinen und Nukleinsäuren: Die Asymmetrie ist in Physik und Molekularbiologie ganz offensichtlich.

 

 

1.4.8  Materie, Leben, Höherentwicklungen und deren Berechenbarkeit

 

Das Phänomen der biochemischen, lebenden Fabriken, das sich besonders in den so leistungsfähigen sauerstoffatmenden Eukaryonten manifestiert, die dem Volumen nach bis zu 10000-mal größer werden als Prokaryonten wie Bakterien, zeigt die Bedeutung des folgenden Problems: Gegeben sei eine beliebig große und beliebig zusammengesetzte Staub- und Gaswolke in hinreichender Entfernung zu anderen Objekten, die störend wirken könnten. Gesucht ist dann nach allen möglichen Entwicklungen und Realitäten, die sich aus dieser Gas- und Staubwolke entwickeln können, wobei dieser Kalkül alle möglichen chemischen Zusammensetzungen der Gas- und Staubwolke als auch alle ihre Verteilungsformen, Größen, Massen, Energieinhalte, physikalischen Wertschöpfungen, Neuentwicklungen und Systeme, psychischen Wertschöpfungen und Systeme und noch höhere Phänomene usw. umfaßt. Die Kalkulationen sollen bei Betrachtung beliebig großer Zeiträume ihre Gültigkeit behalten. Könnte ein solcher Kalkül die Entwicklung von Eukaryonten vorhersagen ? Ist die Entwicklung von Leben, Vernunft, Zivilisation, ... aus hinreichend großen Gas- und Staubwolken berechenbar ? Es ist sofort ersichtlich, daß nicht nur dem Phänomen so leistungsfähiger biochemischer, lebendiger Fabriken gründlich Beachtung zu schenken ist, sondern auch den Verbänden aus diesen lebenden Fabriken, wie sie durch die Organismen in Form von Tieren, Pflanzen und Menschen auch auf dieser Erde in der Hauptphase der biologischen Evolution realisiert wurden. Die Entwicklung der höheren psychischen Funktionen wie Vernunft, Hoffnung, Trauer, Lebenslust, Forscherdrang, Schaffensdrang usw. ist besonders in der Richtung zu untersuchen, welche Höherentwicklungen im Verlauf der weiteren biologischen Evolution auf dem psychischen oder auf sonstigen Gebieten zu erwarten sind. Konnte man z.B. bei gründlicher Kenntnis der Eukaryonten darauf kommen, daß Verbände aus ihnen zu vernünftigem Handeln, zum Bau von Großraketen, Robotern, Weltraumstationen, automatischen Fabriken usw. fähig sein würden ? Kann überhaupt die mögliche biologische Realität einer fernen Zukunft auch nur im Ansatz berechnet werden ? Das Studium der Biochemie erweist sich als überaus wichtig dafür, zu lernen, wie die Natur Realität, Leben und Intelligenz "macht", ebenso wie das Studium der Astrophysik (Entwicklung von Galaxien, Sternen und Sonnensystemen) sowie der Atom- und Kernphysik lehrt, wie man Realität, Metrik und Physik macht. Hier befinden wir uns auf dem Gebiet der Realitätsforschung, die die Entwicklung von "Welten" als Entwicklung "kleiner", für begrenzte Zeiträume weithin abgeschlossener Bereiche beschreibt, aber dann bei Sicht auf sehr viel größere Zeiträume dann doch die Frage danach stellt, wie diese "Welten" aufeinander wirken, wie sie wechsel- und zusammenwirken, ob sie altern und wenn ja, was nach Altern und Verfall der einzelnen Welten an höheren Werten aus ihnen in andere, noch lebensfähigere Welten gerettet werden kann. Das gilt für Planeten, Sonnensysteme, Galaxien, Universen, ...

 

 

1.4.9  Zur Auswahl und Konstruktion von Weltsystemen

 

Zuerst ist einmal festzustellen, daß wir die Realität nicht so über unsere Sinne übermittelt bekommen, wie sie wirklich ist. Sehr deutlich wurde das der Forschergeneration z.Z. von Werner Heisenberg um 1920 klar, als die Struktur der Atome im Brennpunkt des Interesses lag. Schon Platon war klar gewesen, daß sich geometrische Eigenschaften der Atome - seien dies nun Dreiecke, Kugeln usw. - als Eigenschaften wie Geruch oder Geschmack manifestieren könnten. Diese Ansicht von ihm war sehr spekulativ, wie die Vermutung von Aristarchos von Samos im 3. Jahrhundert v.Chr., daß das heliozentrische Weltbild realisiert ist. Ähnlich spekulativ war über zweitausend Jahre später die Vermutung, daß der "leere" Raum aus realen Raumelementen (RE) aufgebaut ist. Schon Jahrhunderte früher waren den Menschen Zweifel gekommen, ob die Welt wirklich so ist, wie die Sinne und das Wirklichkeitsverständnis dies nahelegen. Immanuel Kant half sich in der Frage nach der Natur des physikalischen Raumes mit der Hypothese, daß der Raum eben von vornherein - a priori gegeben ist. Das war im 18. Jahrhundert. Aber es ist natürlich so, daß mit einer solchen Haltung eine tiefer gehende Forschung über die Natur des "leeren" Raumes nicht gefördert wird. Die hoch organisierte Natur war von Johannes Kepler mit seinen 3 Planetengesetzen und von Galileo Galilei durch seine Himmelsbeobachtungen und die Begründung der Klassischen Physik in der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts aufgedeckt worden. Isaac Newton zeigte 1687 in seinem bahnbrechenden Werk die weitgehende Gültigkeit von Naturgesetzen (Naturprinzipien). Ähnliches leisteten die vielen Naturforscher nach ihm. Es war Carl Friedrich Gauß, der zum ersten Mal die Frage nach der Natur unseres Raumes stellte und auch eine nichteuklidische Geometrie des physikalischen Raumes für möglich hielt. In dieser Richtung ging Bernhard Riemann wenige Jahre danach noch etwas weiter, indem er postulierte, daß sich die physikalischen Gesetze, die Naturgesetze, aus der Struktur und Metrik des Physikalischen Raumes ableiten lassen. In dieser Richtung folgten ihm noch andere Forscher oder fanden diesen Weg selbständig heraus wie Clifford. Cayley schuf ein Konzept nD Räume. Ein erstes geschlossenes mathematisches Modell in dieser Richtung publizierte Albert Einstein 1916 mit der "Allgemeinen Relativitätstheorie" (ART). Hier ging er von einer Raum-Zeit-Kopplung aus, bei der den 4 Koordinaten keine unmittelbare physikalische Bedeutung zukam. Diese Kopplung umfaßte abgewandelt die 3 Raumkoordinaten und die Zeitkoordinate. Diese Theorie wurde schon 1 Jahr später als Basis für die Konstruktion von Weltmodellen genommen, von Einstein selber (statisches Universum) und von W. de Sitter (expandierendes, masseloses Universum). Weitere Versuche schlossen sich an, u.a. durch Alexander Friedmann, Georges Lemaitre und Hermann Weyl. Der Letztere formulierte in seinem Buch "Raum, Zeit und Materie" die Ansicht, daß praktisch jeder Teilchen-"Transport" sich auf einen Energietransport zurückführen läßt, ähnlich wie Wasserwellen auf einem See. So, wie nach einem Steinwurf in einen See sich die Wellen ausbreiten und eine echte Bewegung des Wassers von der Einschlagstelle des Steines vortäuschen, so täuscht die "Bewegung" von Partikeln einen richtigen Materietransport vor. In der Praxis bedeutet das dann, daß sich das Partikel zwar nach wie vor bewegt, daß es aber ein Energiepaket ist, daß auf seiner Bahn nacheinander andere Raumelemente anregt, was dann wie ein Materietransport erscheint. Das gilt dann natürlich für jede Form von Materie, so daß auch die Bewegung von Himmelskörpern oder Tieren kein echter Materietransport durch den physikalischen Raum ist, sondern nur die Fortbewegung einer Unzahl diskreter Energiepakete, der Elementarteilchen, die die Atome und Moleküle aufbauen, die wiederum die Himmelskörper und die Tiere "aufbauen". Gehe ich in einem Zimmer auf und ab, so bewege ich mich nicht als Materieballung durch den Raum, sondern nacheinander werden andere Bereiche von Raumelementen erfaßt, die die Träger der Energiepakete sind, die die Elementarteilchen unseres Körpers bilden. Für Jahrhunderte fanden die Arbeiten von Gauß, Riemann und Weyl nicht ihre Würdigung, da man - beeindruckt durch die riesigen Erfolge der ART in der Berechnung geometrodynamischer Prozesse und gravitativer Erscheinungen davon ausging, daß die ART auch den Schlüssel für die Erstellung von Weltmodellen liefern muß. So sehr man sich laufend versichern konnte, daß die ART die lokalen geometrodynamischen Prozesse mit ihren Raum-Zeit-Modellen in hervorragender Weise lösen konnte, so sehr lief man bei ihrer Anwendung auf die "Welt als Ganzes" fehl. Uns heute ist es natürlich völlig klar, daß die so hochorganisierte Struktur unseres Universums, wie sie durch die Naturgesetze, besonders auch die ART, erwiesen ist, nicht plötzlich "da" sein kann, sondern sich erst langsam entwickeln muß, wie jede andere realisierte Struktur auch. Übrigens hat diese Vermutung auch der Evolution der Eigenschaften der anorganischen Welt zuerst Ernst Haeckel um 1900 publiziert. So lief eine ganze Anzahl von Forschergenerationen gründlich in die Irre, als sie versuchten, allein mit Hilfe der ART die Entstehung des Universums zu enträtseln. Ich will kurz darlegen, warum das prinzipiell nicht geht. Die auf der ART aufbauenden Weltmodelle kannten von ihrem Prinzip her kein Außen für unser Universum, weder dimensional, räumlich noch zeitlich. Die "Welt", also hier im Sinne der globalen Realität zu verstehen, war unser Universum. Für die Darstellung der Entstehung des Universums ist aber ein solches Außen notwendig, und zwar dimensional-räumlich und auch zeitlich. Bei der folgenden Darstellung gehe ich auf die Vorstellungen einer periodisch expandierenden und zusammenstürzenden Welt (was man in gewisser Weise schon in der Stoa der Hellenen im 3. Jahrhundert v.Chr. vermutete) oder auf ein Universum, das "von Anfang an in dieser Form besteht und immer so weiter bestehen wird", gar nicht ein, weil sie vom geistigen Ansatz her für die Vorstellung einer Weltentstehung keinen Spielraum lassen und ganz undiskutabel sind. Darum widme ich mich ganz dem Sorgenkind der Kosmologen des 20. Jahrhunderts, ihrem "Singulären Punkt" und dem "Urknall". Wie sehr taten sich diese Leute daran schwer, hinreichend vernünftige Vorstellungen zu entwickeln und liefen doch fast samt und sonders in die Irre, weil sie immer von der ART ausgingen und diese so anwandten, daß sie ein dimensionales, räumliches und zeitliches Außen ausschlossen. Ferner waren die Vorstellungen der Raum-Zeit-Kopplung anschaulich kaum darstellbar. So kam es, daß die Kosmologen meistens von einer Expansion nach dem Urknall in einen bereits vorhandenen Raum ausgingen, den es aber nach ihrem Ansatz her gar nicht gab. Auf diesen Fehler wurde schon zu Ende des 20. Jahrhunderts hingewiesen, aber das geriet wieder in Vergessenheit. Die allgemein anerkannte Ansicht war: Da ist ein "Singulärer Punkt". Woher ? Weiß ich nicht. Worinnen ? Weiß ich nicht. Wann ? Weiß ich nicht. Dieser singuläre Punkt hat eine enorme Masse, nämlich die ganze Masse des zukünftigen aus ihm sich entwickelnden Universums, und hat eine winzige Ausdehnung, also fast ein Punkt. Jetzt kommt der Urknall. Wohinein "knallt" es ? Da gibt es kein Außen für diesen singulären Punkt, denn alle Realität ist in ihm enthalten ! Und nun kommt das Amüsante: Obwohl die Kosmologen von der Raum-Zeit-Union ausgingen, dachten nun nicht wenige, daß der Urknall sich wie bei einer explodierenden Granate abgespielt hat, wo anstatt der Granatsplitter dann entstehende Galaxien auseinanderfliegen. Das war aber natürlich totaler Unsinn, denn nach der Vorstellung der ART mußte man sich den Vorgang 4-dimensional vorstellen, etwa wie bei einem Luftballon, den man langsam aufbläst und wo sich die Gummihaut langsam ausdehnt - dem neu entstehenden Raum beim expandierenden Universum entsprechend. Dabei ist aber zu beachten, daß die 4 Koordinaten in der ART nicht direkt den 3 Raumkoordinaten und der Zeitkoordinate entsprechen. Die Geschwindigkeit, mit der hier die Galaxien auseinanderfliegen, ist aber auch in dem ART-Modell keine kinematische Geschwindigkeit, sondern eine metrische, die rein durch die Weltexpansion gegeben ist. In unserem heutigen Kosmosmodell ist der "Urknall" der Beginn der Expansion einer "kleinen" 3-dimensionalen Fläche 2. Ordnung (Quadrik) im einbettenden 4-R. Die von der ART ausgehenden Weltmodelle mußten scheitern, weil sie ein dimensionales, zeitliches und räumliches Außen (d,t,r-Umgebung) ausschlossen. Der weitere Werdegang ist bekannt: Die Unmöglichkeit, von der ART ausgehend Herkunft, Entstehung und Struktur des Universums im Ganzen zu erklären, führte allmählich dazu, daß man davon im 3. Jahrtausend allmählich abließ. Inzwischen war ein neuer Zweig entstanden, den man Realitätsforschung bezeichnete. Hier wurde zwischen der Realität im Globalen und der Realität eines Universums (als Teilbereich der Realität) unterschieden. Nach dieser Theorie umfaßte das Universum nicht die gesamte Realität, sondern war nur ein winziger Teilbereich von ihr. Ein Universum entstand als physikalische Größe in einem physikalisch existierenden einbettenden höherdimensionalen Raum und entwickelte sich in ihm "ganz normal", wie jede abgeschlossene realisierte Form in einer Evolution. Diese Vorstellung setzte eine dimensionale Schachtelung physikalischer Räume voraus und lieferte damit die Möglichkeit zu einem d,t,r-Außen. Nach diesem Modell entwickelten sich in einem unendlich dimensionalen, unendlich ausgedehnten und ewigen Chaos Gebilde beliebiger Dimension m, die aus dem Chaos herauswuchsen, eine Entwicklungszeit hatten und wieder vergingen. Ein solches Gebilde hieß dann ein Kosmos der Dimension m oder m-Kosmos (Km,1). Der Organisationsgrad dieser Gebilde entschied über ihr Verweilen als realisierte Form. Manche Km,1  lebten "lange", andere verfielen sofort wieder. Existierte ein Km,1  hinreichend lange, konnten sich in ihm Unterräume beliebiger Dimension n < m bilden, aber natürlich mit n > 0. Beim Übergang zu einem Unterraum wurde der Organisationsgrad des neuen Raumes höher als der des einbettenden, und der Unterraum war immer in seiner Körnigkeit gröber als der einbettende Raum. Dieses dynamisch sich entwickelnde System kann man sich ganz anschaulich vorstellen. Irgendein solcher Kosmos, wir nennen ihm Heimkosmos, mit einer Dimensionszahl von m > 4, war dann der Ort, wo sich in einem seiner Unterräume unser All entwickelte, als eines von vielen. Dabei wird die Form der Universen nicht nur durch ihre Mikrostruktur, sondern auch durch die Art der äußeren Kräfte bestimmt, die mindestens vom einbettenden Raum her auf das "Kinduniversum" einwirken, wodurch es ja erst expandiert. Die Form der Universen muß also nicht unbedingt eine Kugeloberfläche sein, sondern es können irgendwelche geschlossenen Formen sein, wobei man noch nicht einmal eine geometrische Regelmäßigkeit annehmen muß. Es liegt aber natürlich nahe, anzunehmen, daß die regelmäßigen Räume am stabilsten sind und eine physikalisch geeignete Metrik zur Entwicklung eines komplexen "Innenlebens" wie in unserem Universum haben, so daß wir durchaus annehmen können, daß die Form einer Kugeloberfläche für unser All trotz allem nicht ganz so falsch sein muß. Für die weiteren Vorstellungen gelten dann die Ansichten von: Riemann: Die Metrik der Räume definiert ihre Naturgesetze. Weyl: Jeder "Materietransport" ist nur scheinbar und in Wirklichkeit ein Energietransport in einer strukturierten Menge von diskreten Raumelementen (RE). Auch Einstein vertrat eine ähnliche Ansicht wie Weyl: Materie wird durch Kraftfelder im Raum dargestellt, unterscheidet sich also nur in einigen Charakteristiken vom "leeren" Raum. Für die hinreichende Stabilität für Universen, und dafür, daß sie ein komplexes Innenleben wie unser Universum entwickeln können, muß gefordert werden:

1.

Die Metrik des betreffenden Universums muß geeignet sein.

2.

Die Wechselwirkungen des entstehenden Universums mit dem einbettenden Raum, parallelen Universen oder höherdimensionalen einbettenden Räumen muß hinreichend klein und von einer gewissen Art sein. Waren diese Bedingungen erfüllt, konnte das Universum sich so weit und für so lange entfalten, daß es Galaxien, Sterne, Sonnensysteme und Planeten oder Vergleichbares entwickelte - natürlich mit der Möglichkeit zu anderen Naturkonstanten und anderen physikalischen Gesetzen -, so daß daraus sich IWA und TZ entwickeln konnten. Diese IW hatten sich dann über ihre Vernunft so hoch zu entwickeln und zu qualifizieren, daß sie sich erst zu Vernunftwesen (VIW) entwickelten und dann zu VIW mit kosmischer Wirkungskraft (KIW), die zur Verbesserung oder Neuschöpfung nach Plan von Universen und höherer Gebilde in der Lage waren. Das entspricht auch etwa unserer heutigen Realitätsvorstellung. Wir befinden uns heute auf der Stufe der VIW, die gerade erst mit den ersten interstellaren Flügen und Besiedlungen von Sonnensystemen angefangen haben. Von einer kosmischen Wirkungskraft sind wir noch sehr weit entfernt.

 

 

1.4.10  Realitätsforschung

 

Martin Heidegger hat um 1950 die folgende Frage gestellt: "Warum ist überhaupt Sein und nicht vielmehr Nichts ?" Genau hier haben wir anzusetzen. Es ist tatsächlich das Wunder, daß es das Reale an sich überhaupt gibt. In der Mathematik ist die Schaffung von Räumen ganz einfach: Erinnern wir uns an die 5 Peano-Gesetze, die die natürlichen Zahlen definieren. Wir stellen einfach einige Forderungen, und schon haben wir einen Zahlenraum. In der Realität geht das so nicht, denn da müssen die Punkte, die den Zahlen entsprechen, als Raumelemente (RE) realisiert sein, und die Wohlordnung der Zahlenmenge wird durch die Metrik des physikalischen Raumes ersetzt, die auch nicht von irgendwoher kommt und plötzlich da ist, sondern ebenfalls erst über irgendwelche physikalischen Prozesse realisiert und verankert werden muß. Natürlich haben wir schon längst den Stand überwunden, wo wir an vorstellbare Raumelemente, also echte Punkte, glauben. Wesentlich ist nur: Alle Räume zeigen bei beliebiger "Vergrößerung" eine körnige Struktur, weil sonst ihre Realisierung nicht möglich ist, und die sie aufbauenden Raumelemente sind diskret. Ob das nun richtige vorstellbare Raumelemente, Prozesse, Ereignisse usw. im einbettenden (n+1)-R sind, ist erst einmal nebensächlich. In der Newton'schen Physik denken wir uns einen Massenpunkt und lassen ihn in der Kinematik eine Linie entlangfliegen. In der Realität muß erst einmal der Raum geschaffen werden, entlang dessen RE-Bereichen sich das Energiepaket, das dem Massenpunkt entspricht, langsam fortpflanzen kann, seiner "Geschwindigkeit" entsprechend. Alle realisierten Räume haben eine körnige Struktur und entwickeln sich mit Hilfe von Naturgesetzen. Aber woraus entwickeln sich die m-Kosmoi, die hier den Realitätsrahmen für die n-d Raumentwicklungen abgeben, mit m < n < 0 ? Zuerst ist einmal etwas über Zielsetzung und Vorgehensweise zu sagen. Fragten die natürlichen Menschen nach ihrem persönlichen Lebenssinn oder nach den Aufgaben der Menschheit auf der Erde, so fragen wir nach den kosmischen Funktionen von IW, IWA, TZ, Universen und Kosmoi. Auf die speziellen Eigenschaften und Eigenheiten irgendwelcher IW, IWA usw. gehen wir gar nicht ein. Interessant ist nur das, was die Klasseneigenschaften ausmacht, nicht das, was dann oder dort als spezieller Weg zu ihrer Realisierung genommen wurde. Das eröffnet und bestimmt eine ganz andere Sichtweise. Dadurch ist der Weg zur Definition von Kosmischen Entwicklungsprinzipien (KEP) offen, die für alle diese Klassen von Ereignissen, Formen oder Entwicklungen gültig sind, in welchem Kosmos, Universum usw. auch immer. Nun kommen wir zur Vorgehensweise. Zuerst einmal nehmen wir an, daß über die gesamte Realität eine echte Evolution gelegt ist, die bei Projektion auf beliebig große Zeiträume eine Evolution von einfacheren Formen zu höheren Formen beinhaltet, wobei die einzelnen realisierten Formen oder Formenklassen wieder aussterben können, aber die globale Entwicklung immer zu höherentwickelteren Formen führt. Ferner gehen wir davon aus, daß die Evolution anorganischer, organischer oder geistiger Größen prinzipiell immer ähnlichen Entwicklungsprinzipien folgt, die aber auf anderen und höheren Stufen wirkend, laufend ihre Bedeutung wandeln und auch komplexer werden. Wie wir inzwischen wissen, ist der gute Erfolg eines Modells bei der Darstellung oder Vorausberechnung irgendwelcher Phänomene keine Garantie dafür, daß dieses Modell realitätsüberdeckend ist. Ich weise hier auf das geozentrische Weltbild, das Bohr'sche Atommodell oder die Verwendung der komplexen Zahlenebene für die Beschreibung von elektrischen Strömen hin. Modelle können durchaus Teilbereiche von Phänomenen gut abdecken und bei anderen Teilbereichen versagen. Auch können Modelle "richtig" sein innerhalb gewisser Fehlergrenzen, aber wenn man zu kleineren Fehlergrenzen gelangt, kann sich ihre Fehlerhaftigkeit erweisen - als prinzipielles Hindernis dafür, daß man in dieser Richtung nicht weitergehen kann. Der Übergang vom geozentrischen zum heliozentrischen Weltbild ist dafür ein Beispiel. Die Weltmodelle und Modelle über beliebige Phänomene muß man leicht und locker handhaben und darf nicht seine Seligkeit an sie hängen, wie das die natürlichen Menschen oft in grimmiger Verbissenheit taten. Das haben sie deutlich nicht nur in ihren Glaubens- und Religionskriegen zum Ausdruck gebracht, sondern überall in ihrem Lebensalltag. Wir handhaben die Modelle wie Fallunterscheidungen. Ich habe eben deshalb so betont, daß wir annehmen oder von etwas ausgehen, weil wir auch den Fall abdecken, daß unsere Modelle reine Wertschöpfungen unseres Geistes sind und die objektive Realität ganz sinnlos ist. Dann definieren wir eben über diese objektiv sinnlose Welt unsere sinnvollen Modelle und zwingen die Realität, unseren geistigen Vorgaben zu folgen. So machen wir aus einer objektiv sinnlosen Welt eine subjektiv sinnvolle. Die Projektion aller Prozesse, Formen oder Ereignisse vor den Hintergrund der Ewigkeit (PPM) ist ein geradezu ideales Verfahren, um geistig inferiore Systeme zu eliminieren. Dieses Verfahren ist die Ultima Ratio, der intellektuelle Overkill für alle Wahnsysteme, seien sie nun personell singulär oder kollektiv. Es ist tatsächlich so, daß die Betrachtung beliebig großer Zeiträume die Fußangeln und geistigen Fallen offenlegt, in denen sich die natürlichen Menschen so leicht verstrickten - und oft auch gerne verstrickten, weil sie eben darin ihren Bedürfnissen folgten. Ich stelle jetzt einmal provokativ folgende Frage: "Wie muß die Realität, das Ewige Werden, die Wirklichkeit, das "Sein" usw. beschaffen sein, damit es langfristig für die Entwicklungen von IW, IWA, TZ und Universen einen "Sinn" hergibt ?" Dabei beziehe ich mich natürlich auf die Sicht von einem IW her, und zwar ganz bewußt und explizit. Warum ich das überhaupt mache ? Weil die IW, IWA, ... Entwicklungen dieser Realität sind und auf das Wirken irgendwelcher Realitätsformungsprinzipien zurückgehen. Wenn wir also als IW nach dem Sinn dieser Entwicklungen fragen, dann nur deshalb, weil das im Rahmen der Realität von seinem inneren Wesen her so möglich sein kann. Wir selber sind ja ebenfalls ein Spiegelbild der Realität und stehen keineswegs außerhalb der Realität. Unser Geist steht nicht der Natur gegenüber, sondern wurde in der Natur entwickelt und ist ein Phänomen der Natur. Die Evolutionsprinzipien, Naturgesetze und Zufälle, die unseren Geist schufen, sind vielleicht dieselben, die schon viel früher - wenn auch auf anderer Stufe, im anderen Umfeld usw - Realitätsformen wie Universen, Kosmoi oder viel tieferliegende Strukturen in der Realität formten. Auch andere Fragen kann man stellen, um dieses Problem anzugehen: "Wie wird Realität gemacht ?" Oder: "Wie entwickelt sich die Realität von ihren frühesten Anfängen und einfachsten Stufen her ?" Oder: "Wie kam das Reale überhaupt "in die Realität" ?" Oder: "Wann wurde zum ersten Mal etwas real ?" Untersuche ich diese Fragen auch nur oberflächlich, weisen sie sofort die archaische und für die Wirklichkeitserkenntnis völlig untaugliche Haltung vieler natürlicher Menschen gegenüber solchen tieferen Fragen auf, wie sich das in der Menschen-, Epochen-, Traditions- und Triebbezogenheit offenbarte und mit Geisteshaltungen wie: "Nach mir die Sintflut.", "Neapel sehen und sterben.", "Lieber 5 Jahre weniger leben und dafür dufte geraucht.", "Wir leben für Gott, Jenseits, Jüngstes Gericht, Leben nach dem Tode, Paradies usw.", "Wir leben für den real existierenden Sozialismus und seine Weiterentwicklung.", "Die Partei (oder das Lehramt) hat immer recht.", "Wir leben für die Traditions- und/oder Trieberfüllung.". Diese Bezogenheit auf einzelne Eigenschaften, die im Verlaufe der Evolution von den Tieren zum Menschen ganz zufällig entstanden und die kosmischen Aufgaben der IW überhaupt nicht berühren, füllte zum großen Teil das ganze Wunschspektrum der natürlichen Menschen aus. Das andere Extrem bei dieser Betrachtung, der Gegenpol zur menschenbezogenen Haltung, lautet etwa so: "Was interessiert mich, in welchem Kosmos oder Universum, in welcher Galaoder in welchem Sonnensystem, in welcher Epoche oder Naturumgebung ich lebe ? Was interessiert, in welcher speziellen körperlichen Ausstattung ich als IW realisiert bin, welche Traditionen und Vorstellungen in meiner personalen Umwelt sind ? Ich will die ganz allgemeinen Evolutionsprinzipien für diese Erscheinungen ableiten, wobei ich nach Möglichkeit von den Eigenschaften der speziellen Realisierungen bei den entwickelten Formen und Formenklassen ganz absehe." Zuerst einmal ist festzustellen, daß unsere heutige Epoche einmal nicht nur für Jahrtausende und Jahrmillionen vorbei ist, sondern für Jahrmilliarden und noch mehr. Ferner wird dieses unsere Universum irgendwann wieder verfallen, und dann ist es Aufgabe seiner höchsten Entwicklungsformen, die höchstentwickelten Werte in andere Universen oder noch bestehende Realitätsbereiche hinüberzuretten, als Original, Kopie oder zumindest als Aufbauplan oder Bauanleitung."

 

 

1.4.11  Forderungen an Realitätsvorstellungen und Weltmodelle

 

ART

Allgemeine Relativitätstheorie

GVT

Große Vereinheitlichte Theorien

AUT

Alles umfassende Theorie 

 

Es laufen über das tiefere Wesen von Natur und deren Gesetzmäßigkeit sehr verschiedene Meinungen um:

-

Die Naturgesetze gibt es tatsächlich. Sie lassen sich durch die Verfahren von Versuch und Irrtum, Probieren, Spekulieren, reines Denken, Raten usw. finden.

-

Die Naturgesetze sind lediglich eine reine Erfindung des menschlichen Geistes und haben in der Natur nichts Entsprechendes.

-

Hinter aller Kompliziertheit und Vielheit der Welt steckt ein einfaches Naturgesetz, das durch einige mathematische Gleichungen dargestellt werden kann. Dieses Naturgesetz erklärt Ursprung, Physik und Schicksal des Universums. Alle anderen physikalischen Gesetze sind von ihm ableitbar:

 

-

Dieses Naturgesetz ist aber vom Menschen prinzipiell nicht verstehbar.

 

-

Es wird noch Jahrtausende dauern, bis die Menschen dieses Gesetz erkannt und verstanden haben.

 

-

Es ist z.Z. noch nicht verstehbar, weil Mathematik und Meßtechnik noch zu gering entwickelt sind, aber das kann schon in Jahrzehnten der Fall sein.

-

Bei der weiteren Forschung trifft man in alle Ewigkeit auf eine unendliche Folge und Regression von Gesetzen. Man kann sich das im Beispiel veranschaulichen, indem man unser Universum - geistig - in ein reales System dimensional geschachtelter Räume (einen vieldimensionalen Schaum) einbettet, wobei die Physik innerhalb der Universen bzw. Räume durch ihre jeweiligen einbettenden Räume entsteht. Dann kann man bis dahin kommen, daß man die Physik unseres Universums so leidlich verstanden hat, aber die Physik der dimensional übergeordneten und einbettenden Räume ist damit immer noch nicht erkannt.

-

Das Grundkonzept vom physikalischen Gesetz hat irgendwann ein Ende, wenn

 

-

man die Zeit vor der Entstehung und nach dem Verschwinden unseres Universums betrachtet oder

 

-

man die heute bekannten Naturgesetze immer genauer auf ihre tiefsten Ursprünge hin untersucht.

-

Das Universum ist reine Einbildung des Menschen und wird als scheinbare Realität erst in seinem Gehirn als Illusion erzeugt. Diese Ansicht wurde schon vor Jahrhunderten als Idealismus bzw. Solipsismus vertreten. Eine Spielart davon: der menschliche Geist ist nicht Teil der Natur.

-

Der menschliche Geist ist Teil der Natur mit mechanistischem Weltbild. Die Auseinandersetzungen um Idealismus und Mechanismus waren wesentlich an der Spaltung der politischen Landschaft in Ost und West bis 1989 beteiligt.

 

Es trifft sicher zu, daß nicht erst seit Archimedes von Syrakus menschliche Genies in die Grundprinzipien gedanklicher (mathematischer) oder technisch physikalischer Gesetze eindringen wollten und das auch - bezogen auf ihre Epoche und ihren Kenntnisstand - in bewunderungswürdiger Weise erreichten. Jedoch sind die meisten Leistungen und Werke solcher Menschen nicht überliefert worden, weil ihre Zeit noch nicht reif dafür war. Ihre Wahrheiten gingen im Abgrund der Jahrtausende verloren. Nach Einsetzen einer hinreichenden Überlieferung waren es besonders die Philosophen des antiken Hellas, die das tiefere Wesen von Denken und Realität erforschen wollten. Über viele Umwege wurden davon Denker im Abendland dazu  inspiriert, die Gesetze der Himmelsbewegungen, Himmelskörper und der Physik zu erforschen. Hier sind Kopernikus, Kepler, Galilei und Newton wichtige Marksteine gewesen.

Bereits im 19. Jahrhundert beschäftigten sich Menschen mit einer einheitlichen Feldtheorie. Faraday und Maxwell sind hier die Marksteine. Im 20. Jahrhundert war es vor allem Albert Einstein, der neue und fruchtbare Konzepte in die Physik einbrachte und das Konzept der Einheitlichen Feldtheorie im weiteren Sinne schon ab 1905 verfolgte, als er begann, die Spezielle Relativitätstheorie auf beschleunigte Bezugssysteme zu verallgemeinern. Extensiv verfolgte er die Entwicklung einer Einheitlichen Feldtheorie ab 1916. Einen ersten Versuch publizierte er 1929 zu seinem 50. Geburtstag. Diese Arbeit umfaßte Gravitationskraft und Elektrodynamik, da nur diese beiden Kräfte 1916 bekannt gewesen waren.

Die Entwicklung der ART gilt als wichtiges Beispiel dafür, durch reines Denken und Spekulieren in mathematischer Sprache ein umfassenderes Gesetz zu finden, aus dem man Vorhersagen über reale Prozesse ableiten kann, und über deren Messung im Experiment man die Theorie bestätigen oder widerlegen kann. Die Tests für die ART waren:

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Periheldrehung von Merkur mit 43" pro Jahrhundert, 

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größere Ablenkung vom Licht der Sterne durch Schwerefelder, als Newton angab, 

-

langsamerer Zeitverlauf in Schwerefeldern, in Abhängigkeit von ihrer Stärke.

Im Laufe der Jahrzehnte konnte man allmählich diese Tests ausführen und die ART bestätigen. Man übersah dabei, daß damit aber die Vierdimensionalität und Kontinuität unseres physikalischen Raumes nicht bewiesen war.

Theodor Kaluza versuchte 1921 den Weg über eine neue 5. Dimension. Ähnlich wie sein Vorgänger Aristarchos von Samos im Falle des heliozentrischen Weltbildes vermochte er die herrschende Lehrmeinung nicht zu stürzen.

Für die Ansätze von Einstein zur Schaffung einer Einheitlichen Feldtheorie war die Zeit reif gewesen, für den Ansatz von Kaluza mit seinem Konzept höherdimensionaler Räume nicht. Das änderte sich erst ab 1970.

Ab 1970 machte die Entwicklung der Einheitlichen Feldtheorien einen gewaltigen Sprung vorwärts. Dabei stieß man in die Zeit vor der ersten Nanosekunde unseres Universums und zu Energien vor, die viele Zehnerpotenzen oberhalb des heute Meßbaren liegen. Die Entwicklung ist noch völlig offen, ob die

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Superstringtheorie (Michael Green, John Schwarz u.a.), 

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Supergravitation (Stephen Hawking u.a.), 

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Twistortheorie (Roger Penrose), 

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erweiterte Kaluza-Klein-Theorie oder

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irgendeine andere Theorie, von der man heute noch nichts weiß,

das Rennen gewinnt. War man wegen Einsteins Ansichten noch bis 1970 der Meinung gewesen, daß unser Universum eine 4-dimensionale kontinuierliche Realität darstellt und al le Realität umfaßt, geht man heute oft von einer mehr als 4-dimensionalen globalen Realität aus, in der unser Universum eine dynamische Entwicklung mit Entstehung, Blütezeit und Verfall (?) durchmacht. Darüber hinaus haben viele neue Ansätze zur Beschreibung des Realen einen nichtkontinuierlichen Charakter, gehen also von einer körnigen Mikrostruktur des Realen aus.

Zu den Arbeiten der wirklich großen Denker und der Meinungen ihrer Nachfolger darüber (wie z.B. die Aussagen: die Realität ist ein 4-dimensionales Kontinuum, die ART kann nicht weiter verallgemeinert werden, ...) ist fest zustellen: Es ist schön, daß es Fortschritt und immer wieder neue Theorien gibt, aber ist es bei Sicht auf Jahrtausende nicht ziemlich unsinnig, jedes neue geistige System als das endgültige, allein selig machende System anzusehen ?  Muß man jede neue Theorie über das Universum usw. als den endlich erschienenen Messias feiern und diese Theorie in die Köpfe der Nachfahren als endgültige, letzte Wahrheit hämmern ? Dabei leisten die bisherigen naturwissenschaftlichen Modelle noch nicht ein mal im Ansatz, eine vernünftige Antwort auf die Frage nach der Rolle von IW in der zeitlich weiträumigen Evolution zu geben. Es ist sogar so, daß sie diese dringendste aller Fragen gar nicht sehen. Zu stark sind noch in unserer Zeit Macht und Einfluß überalterter Religionen und Ideologien. Weiter ist zu berücksichtigen, daß in naturwissenschaftlicher Hinsicht auch nicht das geleistet wird, was zu verlangen ist, nämlich eine stichhaltige Quantentheorie der Gravitation. Darum ist es notwendig, für die Erfüllung ethischer Grundforderungen einen anderen Weg zu wählen und zu versuchen, Realitätsvorstellungen und Weltmodelle zu entwickeln, die gleichermaßen naturwissenschaftlichen und ethischen Forderungen genügen. Die in diesem Buch u.a. aufgeführte Kosmophysik wurde bis 1985 explizit für eine Harmonisierung (Vereinheitlichung) von Physik und Ethik entwickelt und publiziert. Dadurch sollte die Entwicklung geistiger Systeme ermöglicht wer den, die die älteren, total überalterten Systeme ersetzen sollten. GVTs und AUTs mit multidimensionalen Grundlagen - wie Superstringtheorie und Supergravitation - haben von der naturwissenschaftlichen Seite her das Tor zu vieldimensionalen Realitätsvorstellungen und Weltsystemen aufgestoßen.

 

Naturwissenschaftliche und ethische Forderungen

Es ist nun an der Zeit, sittliche Forderungen einzubringen zur Schaffung einer vieldimensionalen Theorie über die Rolle von Leben, Vernunft und Zivilisation in einer zeitlich beliebig langfristigen Realität. Ein wichtiges Ziel ist die Entwicklung von geistigen Systemen, die

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die Rolle von IWA und TZ in unserem Universum und in der globalen Realität in einem vernünftigen Sinn definieren, 

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als Human-Software den Menschen ein vernünftiges Modell für Realität, Leben, Vernunft und Zivilisation liefern bei Sicht auf beliebig große Zeit räume und

-

als Sinn-Software dem Menschen einen ihm entsprechenden, vernünftigen Lebenssinn geben.

 

Es ist klar, daß diese Zielsetzung fundamental mit den herrschenden geistigen Zeitströmungen kollidieren muß. Es ist hier festzustellen, daß die bisherigen Ansätze zu einer Theorie über alles (AUT) nur die 4 Grundkräfte betrachten, während die Phänomene Realität an sich, Vernunft, Zivilisation, Lebenssinn usw. ganz unberücksichtigt bleiben. Die Kosmophysik mit ihrem Konzept dimensional geschachtelter, dynamisch veränderlicher Räume in einem hochdimensionalen Gebilde, dem Kosmos, soll den Rahmen für eine AUT im bisherigen Sinne wie etwa die Kaluza-Klein-Theorie als auch eine Vereinheitlichung von Physik und Ethik für eine vernünftige Sinnschöpfung für beliebige IW in Zeit und Raum ermöglichen.

 

Die Richtung der weiteren AUT-Entwicklung ist schwer abzuschätzen. Aus dem bisherigen Verlauf kann man sagen:

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Das Konzept der Realität wird vermutlich ähnlich gewandelt werden wie bei der Entwicklung der Quantentheorie. Hinweise dafür:

 

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Wandlung des Dimensionsbegriffs, Tendenz zur Gleichbehandlung von Raumdimensionen mit anderen Freiheitsgraden.

 

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Möglichkeit zu gebrochenen Dimensionen realisierter Räume, da man gewisse Verwandtschaften zwischen den Fraktalen von Benoit Mandelbrot und modernen AUTs gefunden hat.

 

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Abhängigkeit physikalischer Größen wie Masse und Ladung von der Entfernung, aus der sie im Experiment bei einem Elementarteilchen gemessen werden.

 

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Nichtlokalität von Quantenbeziehungen, die überhaupt nicht in das klassische Schema von Ursache und Wirkung (Kausalitätsprinzip) eingeordnet werden kann.

 

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Relativistische Quantenfeldtheorien mit immer komplizierteren, abstrakteren Symmetrien, vielleicht Weiterentwicklungen der Supersymmetrie, werden benötigt.

 

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Die Anzahl der unabhängigen Parameter - Naturkonstanten - wird laufend verringert. Es ist jedoch nicht wahrscheinlich, daß die "wahre" AUT keine willkürlichen Parameter enthalten wird, denn man muß davon ausgehen, daß diese AUT für viele Universen gültig ist, die aber unterschiedliche Werte für Metrik, Struktur, Form, Ausdehnung und innere Physik haben.

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Unser Universum ist ein geschlossenes physikalisches Gebilde mit einheitlicher Physik und Metrik nach dem Vorbild - aber nicht notwendigerweise in der Art - einer FRW-Kosmologie. Es ist isotrop und homogen und ging aus einem einheitlichen Schöpfungsakt hervor.

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Die Erweiterung des Realitätsbildes auf einen vieldimensionalen Schaum von dimensional geschachtelten Universen wird unumgänglich sein. Nur aus Realitäten können neue Realitäten entstehen. Das Konzept von der Schöpfung unseres Universums aus dem (völlig unzureichend definierten) Nichts ist totgeboren, da im Nichts keine Strukturen und Gesetze existieren, die ihm sagen, wann und wie es jetzt ein Universum erschaffen soll. Auch wenn man eine noch so schöne Formel entwickelt, sie wird von sich aus kein Universum erschaffen können. Dazu braucht es vorhandene Realitäten,  und genau dafür braucht man das Konzept der dimensional geschachtelten,  dynamisch veränderlichen Räume, wie es mathematisch schon von Richard Gott in Princeton und Andrei Linde in Moskau seit 1980 publiziert wurde.

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Eine AUT für unser Universum, die seine Urkraft, Entstehung, tiefere Physik usw. richtig beschreibt, kann nur in Ausdrücken der Physik des einbettenden Raumes - des Meta-Universums oder Superraums - korrekt beschrieben werden. Dafür muß man aber erst die Physik des einbettenden Raumes im hin reichenden Ausmaß kennen.

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Das Konzept der AUT muß auf eine Vereinheitlichung von Physik und Ethik erweitert werden, weil sonst die menschliche Gemeinschaft und Zivilisation keine vernünftige Basis hat und deshalb keine hinreichend große zeitliche Durchdringungskraft besitzen wird.

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Man darf mathematische Hilfsmittel nicht mit Strukturen in der Realität ohne kritische Prüfung gleichsetzen. Das gilt vor allem für

 

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gebrochene Dimensionen (Fraktale) und

 

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Räume mit komplexen Koordinaten (Twistoren).

Auf jeden Fall ist zu erkennen, daß man Sitte, Moral und höhere Ethik nur dann wirklich vernünftig formulieren und begründen kann, wenn man sie auf eine gut durchdachte Realitätsforschung gründet. Es ist fraglich, ob diese Statuten für den H.s.s. bei seiner Veranlagung eingehalten werden können - was ebenfalls im Rahmen einer auf beliebige IW, IWA, TZ, Universen ... verallgemeinerten Theorie behandelt werden muß. Es kann sein, daß irgendwo in den Weiten von Zeit und Raum IWA entstehen, deren Veranlagung für ihre vermutlichen Aufgaben nicht ausreicht.

Dann bleibt als Ausweg, künstliche VIW zu schaffen, die in der Lage sind,  diese Aufgaben wahrzunehmen und zu realisieren. Tatsächlich sind die Schwierigkeiten des Überganges Triebsteuerung → Vernunftsteuerung sehr groß und mit großen Risiken behaftet. Meistens ist nur der Weg gangbar, daß man bei der Ausbildung und im täglichen Leben ein Spektrum an verschiedenen Lehrmeinungen, Religionen, Ideologien, Weltanschauungen, Weltsystemen, Kosmologien ... anbietet und es den einzelnen Menschen überließ, welchen geistigen Strömungen sie folgen wollen. Das ist das Prinzip der konkurrierenden Weltsysteme, das aber nur dort verwendet werden kann, wo man zwischen unsinnigen und vernünftigen Vorstellungen und Modellen gut zu unterscheiden vermag.

In einer der Entwicklung der Menschheit und ihrer Zivilisation übergeordneten Theorie müssen Schicksal, Entwicklung und Wirkung beliebiger IWA und TZ in beliebigen Universen nach statistischen Aspekten betrachtet werden: Von 1000 Bewerbern (Universen oder IWA/TZ) führen vielleicht drei zu höheren und bleibenden realisierten Formen ...

 

 

1.4.12  Leben in der Ewigkeit - die Ewigkeit als Heimat

- irgendwann im Strom der Zeit

 

Irgendwann und irgendwo im Zeitenstrom der Ewigkeit lebt unsere heutige Menschheit in unserem Universum. Wir müssen nun annehmen, daß in einer gigantischen Anzahl von Iterationen dasselbe vor unserer Menschheit, gleichzeitig mit ihr oder nach ihr im Ewigen Werden geschah, geschieht bzw. noch geschehen wird, daß aber dennoch eine langfristige Evolution darüberliegt. Irgendwann und irgendwo im Zeitenstrom der Ewigkeit leben wir. Die Herausforderung der Ewigkeit zu erkennen bedeutet dabei noch lange nicht, sie auch tatsächlich annehmen und bewältigen zu können.

Wieviele IWA- und TZ-Entwicklungen in den Weiten der Ewigkeit werden wohl mitsamt ihren Nachfolgern, Werken und Wirkungen wieder wirkungslos verschwinden !

Wieviele IWA- und TZ-Entwicklungen mögen niemals den Stand erreichen, die Herausforderung der Ewigkeit überhaupt zu erkennen !

Wieviele IWA- und TZ-Entwicklungen mögen zwar die Herausforderung der Ewigkeit erkennen, können sie aber nicht bewältigen und verschwinden trotzdem irgendwann völlig wirkungslos !

 

Unter diesem Aspekt hat man Schicksal, Entwicklung und Wirkung von IW, IWV, IWA, TZ, Universen, ... zu sehen. Dabei wird ein ganz fundamentaler Fehler vieler Religionen erkennbar, die ihre Verheißung der Lebenserfüllung und "Glückseligkeit" auf der rein persönlichen, ichbezogenen Basis sehen : Das Individuum gehorcht den Geboten Gottes, um selber in den Himmel zu kommen, um selber die ewige Seligkeit zu erhalten. Diese personenbezogene Einstellung wurde schon von Charles Darwin hart kritisiert. Er fand diese Seite des Religiösen abscheulich.

Viel richtiger ist es, die Gebote Gottes zu befolgen, damit die Menschheit ihren Weg durch die Ewigkeit in optimaler Weise findet. Diese Sicht ist etwas in der Thora erkannt, die die Seligkeit nicht in einem ewigen Leben der Personen nach ihrem persönlichen "Tod" in einem Paradies sieht, sondern in zahlreichen Nachkommen, "denen es gut geht" (die Anhänger dieser Glaubensrichtung bei den Israeliten heißen Saduzäer).

Angesichts der zeitlichen Weiträumigkeit der Evolution muß der Mensch sich selbst aus dem Zentrum seines Denkens herausnehmen und für die Menschheit und ihre optimale Einordnung in der Ewigkeit leben. Die Gegenwartsorientierung mit Ichbezogenheit muß einer Ewigkeitsorientierung weichen. Das Christentum muß in mancher Beziehung der Thora mehr angepaßt werden, wie auch die Thora in Richtung der Evolution überarbeitet werden muß. Hier muß also die Grundhaltung und Lebenserwartung des Menschen von Grund auf gewandelt und dem Fortbestehen der Menschheit, ihrer Nachfolger, Werke und Wirkungen in der Ewigkeit angepaßt werden. Die Tatsache, daß schon Jahrmilliarden vergangen sind, berührt den rezenten Menschen weniger, als daß noch Jahrzehnte kommen. Aber es kommen nicht nur noch Jahrzehnte, sondern Jahrtausende, Jahrmillionen, Jahrmilliarden und eine ganze Ewigkeit. Der Mensch muß nun lernen, diesen Blick in die Ewigkeit genauso nüchtern und mit Vernunft zu tun, wie er Sternmodelle oder Wirtschaftssysteme berechnet. Den Zeitenstrom muß man durch Ereignisse und Zeitabschnitte markieren und in Phasen/Bereiche aufzulösen suchen, wodurch das Denken in großen Zeiträumen zu operablen Begriffen und Vorstellungen führt. Solange man keine Vorstellung hat, was in Milliarden Erdjahren alles geschehen kann, sagen sie einem überhaupt nichts. Wenn man aber die Evolution des Lebens auf der Erde verfolgt oder die Entwicklung von Sternen und Galaxien, so erhält man eine Ahnung von dem, was in solchen Zeiträumen alles geschehen kann. Sie werden dann zu operablen Begriffen. Das erzwingt die Annahme, daß die Realität viel größer und vielfältiger ist, als wir uns gegenwärtig ausmalen können, und das erzwingt den Übergang zu einer enormen geistigen Freiheit, vieles von dem als variabel und häufig anzusehen, was uns auf den ersten Blick als formenkonstant bis in alle Ewigkeit und singulär erscheint. Gefordert ist dann die Unabhängigkeit der Vorstellungen und des Denkens, des Strebens und Handelns, des Wollens und Wünschens von

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der räumlichen Umgebung (Raum, Ort, Region), die man immer größere Aus maße annehmen läßt,

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der zeitlichen Umgebung (Epoche, Zeitpunkt, Dauer), die man immer größere Werte annehmen läßt,

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der Metrik und Physik unseres Universums mit den uns bekannten und vertraut erscheinenden physikalischen Realitäten,

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der eigenen körperlichen, geistigen und psychischen Veranlagung und Erscheinungsform in jeder Weise und

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den physikalischen, biologischen, psychischen, technischen, kulturellen und sonstigen Erscheinungen und Gesetzen unserer eigenen Welt, wie groß oder klein wir diese auch selber ansetzen.

 

Keine Form von IW oder TZ ist ewig und ihre Evolution ist nie beendet. Ebensowenig sind die temporär existierenden Formen von Sonnensystemen, Galaxien oder Universen ewig oder ihre Evolution abgeschlossen. Die eigentlichen Probleme liegen in der Wandlung der Arten und der physikalischen Gegebenheiten über kosmologische Zeiträume hinweg. Zu ihrer Lösung sind Religionen und Ideologien wegen ihrer extremen Bezogenheit auf die spezielle IW-Erscheinungsform sowie auf Epoche, Region, Triebe und Traditionen völlig unbrauchbar.

 

Prinzipiell könnte folgendes möglich sein :

1.

Die Realität (Wirklichkeit) ist ein Zufallsergebnis sehr verschiedener Realisierungsströmungen, die mehr zufällig als gesetzmäßig wirken und wo die Realitäten, auf die die Gesetze wirken, zu schnell wieder nach ihrer Entstehung verschwinden, als daß sich höhere Wertschöpfungen anreichern könnten.

2.

Die Entwicklung von IW, IWA, TZ, Universen, ... ist so ein Zufallsergebnis, das ganz bedeutungslos für das Ewige Werden ist. In diesem Fall können die IW, IWA und TZ prinzipiell nichts Vernünftiges tun, weil es für sie keine Chance gibt, langfristig und wesenhaft auf die globale Realität zu wirken.

Diese beiden Möglichkeiten sehen wir uns sehr interessiert an und legen sie dann beiseite. Wohlgemerkt, es sind Möglichkeiten, aber wie alles Reale nie für IW beweisbar oder zu widerlegen. Wir setzen im Rahmen einer rein sittlich getragenen Aktion fest, daß den Entwicklungen von IW, IWV, IWA, TZ, Universen, ... prinzipiell ein objektivierbarer, vernünftiger Sinn bei Sicht auf beliebig lange Zeiträume zukommen kann und daß es zu einem großen Teil von der sittlichen, geistigen und technischen Kraft der IW abhängt, ob sie diesen Sinn realisieren. Dabei ist enthalten, daß über die Realität in ihrer Gesamtheit eine Evolution gelegt ist, in die die IWA und TZ wesentlich eingreifen können.

Das wird durch die Vorstellung geleistet, daß das Chaos den Realitätsrahmen für die Ewigkeit (das Ewige Werden) definiert, und in diesem Chaos entstehen weithin abgeschlossene Realitätsbereiche höherer Ordnung beliebiger Dimension m, die Kosmen, die eine bestimmte Entwicklungs- und Blütezeit haben und wieder verfallen. In diesen Kosmoi entwickeln sich n-d Unterräume beliebiger Dimension n mit m > n > 0, die bei Vorhandensein geeigneter physikalischer Realitäten als Universen und mit der Entwicklungsfähigkeit von IWA und TZ als Welten bezeichnet werden.

Die Voraussetzung, daß die Entwicklung von Universen und IWA sinnvoll sein kann, ist das Nichtverschwinden ihrer Wirkungen auch bei Projektion auf beliebig große Zeiträume. Da sonst die IWA und TZ beim Untergang ihres Universums prinzipiell nachfolger- und wirkungslos verschwinden müßten, müssen sie bei obiger Voraussetzung prinzipiell in der Lage sein, bei entsprechendem Einsatz ihrer Fähigkeiten und Entwicklung einer Supertechnik die jeweils höchsten Wertschöpfungen ihres Universums in andere, geeignete Universen zu exportieren und vor dem Untergang zu retten. Eine Beschränkung der Universen auf 3 Raumdimensionen ist dabei sehr unwahrscheinlich: Das Chaos ist zwar unendlich bzgl. Dimensionalität, räumlicher und zeitlicher Ausdehnung, aber die in ihm entwickelten realisierten Formen sind alle endlich bzgl. Dimensionalität, räumlicher und zeitlicher Ausdehnung. Der Realitätsrahmen ist dabei so weit, daß es einmalige Entwicklungen im Ewigen Werden nicht gibt, wodurch konvergenten Entwicklungen realisierter Formen eine große Rolle zukommt alle realisierten Formen unter statistische Gesetze fallen.

Generell gilt, daß bei den Entwicklungen von IW, IWA, TZ, Universen, Kosmen ... gilt, daß die Entwicklung IWA und TZ im evolutionsbestimmenden Ausmaß mit der Entwicklung von Universen, Kosmen verknüpft sind. Die in unserem Universum geltenden physikalischen Gesetze können also zu erheblichen Teilen auch in anderen Universen gelten, wobei man generell annehmen kann, daß die Zielsetzung von Bernhard Riemann richtig war, als er versuchte, die physikalischen Gesetze aus den metrischen Eigenschaften unseres physikalischen Raumes abzuleiten. Die Realität folgt gewissen Ordnungstendenzen. Die physikalische Realität, die Elektrodynamik und Gravitation bewirkt, ist dieselbe, die die Entwicklung von IW mit Trieben und Wünschen bewirkt. Wichtig ist, daß die IW, IWA und TZ nicht als unveränderliche Größen hingenommen werden, sondern daß die Höherentwicklung in Richtung Vernunftwesen unumgänglich ist.

 

Anforderungen an eine Theorie des Realisierbaren und Realisierten:

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Realisierungsmechanismen, besonders für reale oder realisierbare Räume

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Realitätsmodelle und Weltmodelle

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Entstehung von Universen

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Kosmen, Unterräume und Universen

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Der Raum zwischen den Universen

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Wechselwirkungen zwischen Universen und dem einbettenden Raum oder zwischen verschiedenen Universen (möglicherweise auch zwischen Universen unterschiedlicher Dimensionszahl)

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Generell Wechselwirkungen zwischen einem Rn,1  und dem ihm einbettenden Raum bzw. zwischen einem Rn,1 und einem Rk,1.

 

Es ist nach Prozessen zu suchen, die nicht durch intrauniversare Naturgesetze erklärt werden

und auf Wechselwirkungen zwischen dem Universum und dem einbettenden Raum

zurückgeführt werden können.

 

 

1.5  Geschichte der Aionik

 

1.5.1  Die Aionik als Wissenschaft vom Ewigen in ihrer ersten Form bis 1984

 

Der nachfolgende Text ist dem Anfang des ersten Buchs der AIONIK-Reihe von 1985 entnommen. Er ist unvollständig, um Text zu sparen. Die Wurzeln der Aionik sind vor allem im Studium der Physik und SF-Literatur zu suchen. Zwischen Spiel, Forschung, aktivem Leben, Wissenschaft, Religion, Philosophie und SF wird fast nicht unterschieden. Am wichtigsten ist die Axiomatik der Aionik und ihre Gründung auf Ansicht, nicht auf Formeln. Das stützte sich auf die Ansicht, daß die globale Realität zu komplex ist, um heute bereits in mathematischer Form beschrieben werden zu können. Aus dieser Axiomatik wurde die Kosmophysik entwickelt. Die Entwicklung der Aionik erfolgte etwa ab 1970, das Wort Aionik „empfing“ der Autor 1974 in Freiburg/Brsg - erklärt und formuliert im Cyborg-Modell „Man ist Drei“. 

Es werden unter dem in der Vorrede genannten Aspekt der Projektion der Prozesse und Formen vor den Hintergrund sehr großer Zeiträume 10 Probleme bzw. Forderungen an Weltmodelle kurz dargestellt, die im wesentlichen eine Abgrenzung gegen die gegenwärtig herrschende Auffassung für den besten Weg zur Konstruktion von Weltmodellen sein sollen und die den hier vorgeschlagenen Weg detaillierter darstellen.

 

 

1.5.2  Prinzipielle Forderung:

 

In den Weltmodellen und den Theorien über Intelligente Wesen darf nichts enthalten sein, das in irgendeiner Weise auszeichnet oder als zeitlich konstant erklärt:

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Unser All als Raum,

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unser Sonnensystem als Ort,

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die Zeit der Menschen als Epoche,

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die Entwicklung und heutige Form des Menschen,

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den Menschen oder die Menschheit selbst.

Dies sind grundlegende Prinzipien, die unbedingt erfüllt sein müssen. Sie sind eine Fortschreibung des Wesenszuges der Entwicklung der Naturwissenschaften, daß der Mensch immer weiter von dem Mittelpunkt der Weltmodelle fortgerückt wird und daß die räumlich-zeitliche Ausdehnung der Weltmodelle laufend erheblich erweitert werden muß. Man kann geradezu sagen, daß die meisten grundlegenden naturwissenschaftlichen Entdeckungen folgendes notwendig zur Folge hatten:

1.

Ein Fortrücken des Menschen aus dem Zentrum des Weltmodells. Eine Vergrößerung der zeitlich-räumlichen Ausdehnung der beschriebenen Welt. In den meisten philosophischen, erkenntnistheoretischen oder Weltsystemen wird gegen diese Forderung verstoßen, weil sie zu anthropozentrisch sind.

2.

Für die Erlangung immer besserer Weltmodelle muß immer mehr von der menschlichen Form abstrahiert werden. Jedes Eingehen auf den menschlichen Narzißmus für die spezielle Person oder dafür, der menschlichen Art anzugehören oder für die Menschheit selbst, ist falsch. Der Mensch ist in einer speziellen Form als Intelligentes Wesen (IW) realisiert und er hat sehr viele Fehler. Unsere Weltmodelle müssen wir so bauen, daß diese Fehler des Menschen möglichst wenig zum Einfluß kommen. Am besten ist es, die Weltmodelle möglichst unabhängig vom Menschen oder von der Menschheit zu halten. Die Weltmodelle müssen für die Zeiten gelten, zu denen es noch keine Menschen gab, und für die Zeiten, in denen es keine Menschen mehr geben wird. Die Epoche der Menschheit bleibt über beliebig große Zeit räume immer nur sehr klein, so daß die Weltmodelle hauptsächlich für Zeiten gelten sollen, in denen es keine Menschen gibt.

3.

Es ist falsch, als sicher anzunehmen, daß die menschliche Form nach einer natürlichen biologischen Entwicklungszeit von etwa 4 bis 2 Millionen Jahren aus Tierformen in unserer Zeit endgültig fertig ist und sich über noch so große Zeit räume nicht mehr ändert. Jedes Festhalten oder Orientieren an der menschlichen Form ist falsch, da gemäß der bisherigen Evolution von Tieren und Pflanzen zuerst angenommen werden muß, daß sie vermutlich nur ein Übergangsstadium zu höheren Formen ist, wobei sicher berücksichtigt werden muß, daß sich Evolutionsprinzipien wandeln können.

4.

Für die Beurteilung oder Entwicklung von Weltmodellen soll man nicht nur in Jahren oder in Milliarden Jahren denken, sondern auch in Entwicklungsphasen. Bei Ausdehnungen von Milliarden Jahren oder Milliarden Lichtjahren wird man etwas von der Größe dieser Werte geblendet. Es ist aber für die Forschung nicht immer so wichtig, ob die Zeit der Trilobiten 450 oder 45 Millionen Jahre zurück liegt, oder ob die Quasare 10 Milliarden Lichtjahre (Lj) oder 1 Milliarde Lj entfernt sind. Viel wichtiger sind die Entwicklungsschritte oder das Feststellen der einzelnen Stufen:

 

Trilobiten - Echsen - Säugetiere, oder

 

Sonnensysteme - Galaxien - Quasare.

 

Es ist zu sehr am persönlichen Leben des Menschen orientiert, wenn man das All räumlich und zeitlich als riesig groß annimmt und es mit Maßen mißt, die mehr oder weniger am Menschen oder am persönlichen Leben des Menschen orientiert sind.

5.

Bei der Betrachtung sehr großer Zeiträume erscheint eine Einmaligkeit bei der Entwicklung unseres Alls oder bei der Entwicklung der Menschheit als sehr unwahrscheinlich, da es ein Naturprinzip ist, sehr viele Versuche für die Lösung desselben Problems durchzuführen. Wenn die Natürliche Biologische Evolution (NBE) zu NIW (IW, durch NBE entwickelt) auch von sehr vielen und sehr unwahrscheinlichen Zufällen abhängt, so wird sie dennoch über die großen Zeiträume und die vielen Versuche möglich. Dem Zufall kommt eine eigenständige reale bildende Entwicklungskraft dabei zu.

6.

Es ist das Ziel, Schicksal und Wirkung Intelligenter Wesen über größte Zeiträume zu erforschen und ihre eventuelle Verbindung mit der Entwicklung des Universums herauszufinden. Wenn die Menschen und alle sonstigen Intelligenten Wesen (IW) zwangsläufig wieder aussterben müßten, ohne daß sie die Möglichkeit gehabt hätten, wesentliche Wirkungen auf die Welt ausüben zu können, wäre tatsächlich alles Streben, Hoffen, Denken und Handeln der IW eitel, unnütz und total sinnlos. Dann wäre es so, daß der Lebenssinn und die Ethik der IW niemals eine rationale und naturwissenschaftliche Stütze oder Begründung bekommen könnte und Ethik und Naturwissenschaften wären wirklich ganz getrennte Bereiche und eine eigene Schöpfung der IW, bis die jeweilige Art von IW aus gestorben und völlig wirkungslos wieder verschwunden ist. Wir wissen nicht, ob Arten von IW (IWA) und Technische Zivilisationen (TZ) als Schöpfungen der IW notwendig und faktisch wirkungslos für das Ewige Werden wieder verschwinden müssen.

 

Da die rationale und naturwissenschaftlich gestützte Konstruktion einer Höheren Ethik aber davon ausgehen muß, daß die IWA nicht prinzipiell wieder wirkungslos verschwinden müssen, nehmen wir hier an - solange, bis vernunftmäßige Gründe oder Tatsachen dagegen sprechen -, daß die IWA und TZ die prinzipielle Möglichkeit haben, Wirkungen auszuüben, die auch lange nach ihrem Verschwinden wesentlich für die weitere Evolution bleiben.

 

Es erscheint die Entwicklung von Intelligenten Wesen in der Evolution als zu fundamental, als daß man davon ausgehen muß, daß jede Art von Intelligenten Wesen nach ihrer Entstehung irgendwann wieder wirkungslos für die weitere Evolution verschwinden muß. Um die Wirkung von Intelligenten Wesen nicht notwendig mit ihrem Aussterben ebenfalls verschwinden zu lassen, wurde axiomatisch die Entwicklung von Intelligenten Wesen mit der Entwicklung des Universums verknüpft. Um die Einmaligkeit in der Entwicklung der Menschheit, der Erde und unseres Alls aufzuheben, wurden sie axiomatisch als spezielle Fälle von vielen ähnlichen Entwicklungen in Zeit und Raum angesetzt. Diese Annahmen lassen recht tiefgehende Folgerungen zu, die nicht nur die Entwicklung von IWA und TZ, sondern auch die Entwicklung von Alls, ihre Struktur und damit die Physik betreffen.

7.

Es erscheint die Vorstellung der Schöpfung aus dem Nichts als extrem unwahrscheinlich. Darum wurde axiomatisch die Vorstellung von einem unendlichen Chaos eingeführt, aus dem im Laufe der Zeit Gebilde oder realisierte Formen - Inseln Höherer Ordnung (IHO) hervorwachsen, die eine Blütezeit haben und dann wieder vergehen, was auch für unser All gilt. Es ist dabei für die Formen möglich, Wirkungen auszuüben, die nach dem Verschwinden der Formen noch für einige Zeit weiterbestehen können und dann in einer Kette von Wirkungen aufgehen, die prinzipiell endlos sein kann. Die Unendlichkeit des Chaos bzgl. Zeit, Dimensionalität und Raum erscheint als notwendige Forderung, um einen akzeptablen "Sinn" für die Entstehung und das Wirken von IWA und TZ zu erhalten. Über unser All, das als Abgeschlossenes Ökologisches System (AÖS) annähernd vorausgesetzt werden kann, gibt es Theorien über einen möglichen Wärmetod des Weltalls oder ein sich eventuell bildendes riesiges Schwarzes Loch, das alle Materie unseres Alls aufsaugen wird. Eine solche Entwicklung müssen wir für unsere Gesamt-Welt ausschließen, da sie das zwangsläufige wirkungslose Verschwinden aller IWA und TZ bedeuten würde. Es muß die Möglichkeit zugelassen werden, daß Abschnitte der Gesamt-Welt, "Unter-Welten" wie unser All, wieder verschwinden können oder einer langen Erstarrung und Vergreisung anheimfallen, bis sie von außen wieder aufgelöst werden, aber für die Gesamt-Welt darf dies auf keinen Fall gelten.

Diese Unendlichkeit des Chaos sichert dem Ewigen Werden die ewige Jugendlichkeit, ohne die irgendwann die Evolution erstarren und vergreisen würde.

 

 

1.5.3  Wahl einer axiomatischen Methode für die Entwicklung von Weltmodellen aus erkenntnistheoretischen Gründen

 

Gleichgültig, wie wir selbst unser Wissen einschätzen, es schwebt immer - irgendwie von Axiomen getragen - über der bodenlosen Tiefe der Unwissenheit. Axiome sind keine Dogmen, aber wenn Menschen ihr Seelenheil an sie binden und gegen rationale Kritik unempfänglich werden, dann werden sie zu Dogmen. Naturwissenschaft und Technik bringen in ihrem Fortschritt neue Aspekte und ganz neue Erkenntnisse, die die alten Vorstellungen reformbedürftig machen. Wer dies nicht einsehen und erkennen kann, der baut auf einer Dogmatik und nicht auf einer Axiomatik auf, und es ist wohl offensichtlich, daß eine Dogmatik kaum zu einer tieferen Einsicht in die größeren Zusammenhänge in der Natur führen kann. Axiome sind grundlegende Postulate, die man laufend auf ihre Zweckmäßigkeit überprüft und gegebenenfalls sofort den neuen Erkenntnissen anpaßt.

Auf jeden Fall ist eine axiomatisch fundierte Naturbeschreibung viel entwicklungsfähiger als rein beschreibende Naturbeschreibungen, weil die Zuverlässigkeit unserer Wahrnehmungen eine wirkliche Naturbeschreibung nicht gewährleistet.

Wenn wir die Natur beschreiben, wie wir sie zu sehen glauben, beschreiben wir nur unsere Eindrücke von der Natur, aber nicht die Natur. Wir suchen also Theorien über unsere Kenntnis von den Phänomenen und nicht über die Phänomene (Heisenberg), und das auch dann, wenn wir glauben, Theorien über die Phänomene selbst zu entwickeln.

Bei der axiomatischen Methode der Naturbeschreibung packt man die grundlegendsten bekannten Züge der Realität in ein Axiomensystem, und fügt dann in weiteren Axiomen die Annahmen bei, die sich als unbedingt notwendig erweisen, jeweils vom Stand des Wissens der Epoche und des Beobachters her. Diese Axiome sind dann die Pfeiler, die wir in den Untergrund der Unwissenheit rammen. Aus diesen Gründen wird hier die axiomatische Methode zur Konstruktion des neuen Weltsystems benutzt.

Die Erfolge der Qantenmechanik legten den Versuch nahe, einige ihrer wesentlichen erkenntnistheoretischen Sätze zu verwenden. Das erhaltene Modell ist zwar spekulativ, aber die zu Grunde gelegte Axiomatik brachte das Gewünschte: Sie deckt sehr große Bereiche der "Wirklichkeit" ab, ist in sich widerspruchsfrei, zeigt neue größere Zusammenhänge bei scheinbar ganz getrennten Erscheinungen und führt so zum Erkennen neuer Naturgesetze.

 

Es war notwendig, eine geeignete Terminologie einzuführen und Begriffe der Umgangssprache für die Anwendung hier zu definieren. Auch einen Namen mußte dieses Modell bzw. dieser neue Wissenschaftszweig bekommen und es wurde der Name "Aionik" gewählt, in dem die griechischen Wurzeln aion für Zeitalter und ikon(os) für Bild stehen.

Die erkenntnistheoretischen Sätze der Quantenmechanik dringen sehr tief in unsere fundamentalsten Begriffe von Verstehen, Anwendbarkeit der Klassischen Physik, Prinzip von Ursache und Wirkung, Zufall und objektiver Wirklichkeit vor.

Max Planck begann damit 1900 mit seinem Prinzip von der kleinsten Wirkung und der Einführung der Quantelung bei der Strahlung, Bohr benutzte 1913 erstmalig dieses Prinzip, um den Atombau und die Emission und Absorption von Licht durch das Atom zu erklären. Bohr und Einstein führten über mehr als 30 Jahre eine Kontroverse wegen der Quantenmechanik aus erkenntnistheoretischer Sicht, die nie sachlich beendet wurde. Dabei fand noch Bohr eine sehr wesentliche Stütze in Heisenberg, aber es wurden weder Bohr noch Heisenberg darüber glücklich, weil Einstein seine Vorbehalte gegenüber dem endgültigen Charakter der Quantenmechanik nicht aufgab. Diese Kontroverse bezog sich fast ausschließlich auf die erkenntnistheoretische Seite der Quantenmechanik.

Es stellten Poincare und Einstein die These auf, daß von der Erfahrung kein zwangsläufiger Weg zur Theorie führt und daß die Begriffsbildungen und Naturgesetze in der Physik freie Schöpfungen des menschlichen Geistes sind.

Einstein war sicher in seinem Glauben an eine objektive Wirklichkeit und an die reale Welt außerhalb des Menschen, die unabhängig vom Menschen ist. Bohr und Heisenberg zogen die Existenz einer objektiven Wirklichkeit immer mehr in Zweifel und besonders den Begriff der objektiven Wirklichkeit.

 

Das Ziel der Klassischen Physik war die Beschreibung der Phänomene nach Raum und Zeit gewesen. Die Quantenmechanik beschreibt die Möglichkeit der Entwicklung. Sie gibt z.B. die Wahrscheinlichkeit für die verschiedenen Zerfallskanäle bei Kernreaktionen an. Die Quantenmechanik beschreibt innerhalb gewisser Grenzen unsere Kenntnis von der Welt optimal, sie gibt aber keine Auskunft über das "tatsächliche" Raum-Zeit-Geschehen (Bohr).

Bei der Entwicklung der Quantenmechanik erwies es sich als sehr erfolgreich, bei den paradoxen Erscheinungen eine komplementäre Betrachtungsweise zu wählen und das Paradox zum Postulat zu machen. Als z.B. Bohr 1913 sein neues - auf der Quantentheorie aufbauendes Atommodell vorstellte, hatte er das Paradox gehabt, daß die Elektronen sich um den Kern bewegen müssen, daß sie aber - in Gegensatz zu der Maxwell'schen Theorie - dabei keine Strahlung aussenden. Er half sich durch das Postulat, daß die sich um den Kern bewegenden Elektronen im Gegensatz zur Klassischen Theorie eben nicht Strahlung aussenden müssen.

 

Ein anderes Mal wurde diese axiomatische Methode gewählt, als Heisenberg 1927 vor dem Problem stand, weshalb die Materie-Wellengruppen (die de-Broglie Materiewellen von 1924, ausgebaut 1926 von Schrödinger zur Wellenmechanik) mit der Zeit nicht einfach auseinanderlaufen (Dispersion). Dies führte ihn zur Aufstellung der Unbestimmtheitsrelationen.

 

Ähnlich paradoxe Erscheinungen haben wir bei

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den Menschen - durch Natürliche Biologische Evolution (NBE) entstandene IW (NIW) – und

-

der Menschheit als einer Art von IW (IWA) und der von den IWA entwickelten Technischen Zivilisationen (TZ).

Wenn man die Entwicklung von NIW im Rahmen einer NBE betrachtet, und wenn man aus vernunftschonenden Gründen die Versuche der Religionen und Ideologien, für die IW einen Lebenssinn zu finden, ablehnt, dann steht man vor dem Paradox, daß hier in der Evolution recht hohe Werte mit viel Zeitaufwand und Akribie geschaffen werden, die dann in unermeßlicher Gleichgültigkeit, Zwangsläufigkeit und Hoffnungslosigkeit wieder verschwinden müssen, nämlich die IWA, ihre Werke und ihre TZ.

Dieses Paradox(on) macht man zur Basis und schafft ein Postulat, das eine solche notwendige Schicksalsbestimmung der IWA und TZ verhindert, und zwar wird die Entwicklung von IWA und TZ dabei mit der Entwicklung des Alls und der Welt im größten Maßstab verknüpft, wobei die IWA die prinzipielle Möglichkeit eingeräumt bekommen, wesentliche Wirkungen auf die Evolution über größte Zeiträume ausüben zu können, für Zeiträume, in denen die IWA selbst und ihre TZ schon längst verschwunden sind.

 

In diesem Sinne wurde eine Erweiterung der Physik auf die Entwicklung und Wirkung von Intelligenten Wesen über sehr große Zeiträume durchgeführt, wobei sich Zusammenhänge zwischen Physik und Ethik zeigten. Die Ergebnisse können kurz so vorgestellt werden:

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Ein Modell für die dimensionale, zeitliche und räumliche Außenwelt von unserem All.

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Ein Modell für unsere Gesamt-Welt und für die Entstehung der Elementarteilchen.

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Eine Theorie über Schicksal und Wirkung beliebiger Intelligenter Wesen über sehr große Zeiträume.

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Eine Sinngebung für das Wirken von Intelligenten Wesen durch eine (axiomatisch festgelegte) Verknüpfung der Entwicklung des Universums mit dem Wirken von Intelligenten Wesen.

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Die Ableitung eines Ethischen Systems und die Verbindung von Physik und Ethik aus einer Theorie über die Evolution anorganischer und organischer Formen in der Ewigkeit.

 

 

1.5.4  Ableitung der Axiomatik der Aionik

 

Der Weg von der Erfahrung zur Theorie erscheint oftmals zwangsläufig (Kepler, Galilei, Newton, Heisenberg). Heisenberg schrieb, daß in der stürmischen Zeit der Erforschung der Atomhülle man die richtigen mathematischen Zusammenhänge durch einfaches Raten manchmal finden konnte. Poincare und Einstein waren der Meinung, daß von der Erfahrung kein direkter Weg zur Theorie führt, sondern daß die "richtige" Theorie durch Spekulation, Intuition, Probieren und Axiomatik gefunden wird. Nach ihnen sind die Begriffsbildungen der modernen Physik freie Schöpfungen des menschlichen Geistes. Der Begriff der Naturgesetzlichkeit ist in der Physik von sehr großer Bedeutung. Heisenberg sprach dann von Naturgesetzen, wenn eine einfache Axiomatik ganz weite Zusammenhänge in der Natur erklärt und abdeckt. Einstein schuf mit viel Spekulation und Intuition das schöne, abgeschlossene und anscheinend auch recht wirklichkeitsnahe Gebäude der Allgemeinen Relativitätstheorie. Unser erkenntnistheoretisches Problem liegt darin, daß uns nicht klar ist, ob er ihr Schöpfer oder ihr Entdecker war. Dasselbe gilt für das erste quantentheoretische Atommodell von Bohr oder die Quantenmechanik von Heisenberg. Einstein erschien es als unbegreiflich, daß der menschliche Verstand die Natur begreifen kann, wie das mit der Klassischen Physik Newtons oder der Quantentheorie von Planck und Bohr gezeigt worden war. Heisenberg erklärte die Begreifbarkeit der Natur durch den Menschen dadurch, daß Mensch und Natur nach denselben ordnenden und entwickelnden Tendenzen oder Gesetzen entwickelt wurden. Bohr und sein zeitweiliger Schüler Heisenberg warfen die tiefgründigsten Fragen über die Begriffe von Verstehen und Wirklichkeit, Erkennen und Realität auf. Man ist versucht, gemäß der Denkweise der Klassischen Physik anzunehmen, daß man nur die "richtigen" Antworten auf diese Fragen wissen müßte, wenn wir die Welt im Großen und Kleinen "richtig verstehen" wollten. Aber die über 30-jährige Kontroverse zwischen Bohr und Einstein über die grundlegendsten erkenntnistheoretischen Fragen, die Beide bewußt empfanden und in ihrer Tragweite voll einschätzten, läßt erhebliche Zweifel an der Zwangsläufigkeit der Ergebnisse in der naturwissenschaftlichen Forschung, der Forschungsmethoden und vor allem an unserem Wirklichkeitsverständnis aufkommen, was Heisenberg schon während dieser Kontroverse empfand. Die Trennung in den grundlegenden Anschauungen ihrer Erkenntnistheorie ist das moderne Schisma der Naturforschung, und es drängt sich die Vermutung auf, daß dieses Schisma gar nicht so sehr von Menschen verursacht wird, sondern daß es ein der Natur eigentümlicher Wesenszug ist: Die Natur ist nicht aus einem Wurf und aus einer einheitlichen Schöpfung. Die Natur ist gewachsen und nicht plötzlich geschaffen, weder durch einen plötzlichen personalen oder apersonalen Schöpfungsakt noch durch einen Urknall, der ja gemäß der gegenwärtig herrschenden Vorstellung in Form einer Creatio ex Nihilo die Welt plötzlich in ihrer ganzen totalen Realität entstehen ließ. Die Entwicklung der Quantenmechanik legte dieses Schisma offen. Die Newtonsche Mechanik und die Quantenmechanik sind nicht nur verschiedene Theoriekomplexe, sondern sie beschreiben auch die Naturvorgänge in sehr unterschiedlicher Weise, geradezu als ob sie verschiedene Welten beschreiben würden. Ihre Gültigkeit in ihrem jeweiligen Sinn und Anwendungsbereich ist so gut erwiesen wie dies heute für uns nur der Fall sein kann. Von Verfechtern der Quantenmechanik wird aber nicht selten behauptet, daß die Quantenmechanik die Newtonsche Mechanik als Sonder- bzw. Grenzfall einschließt. Im mathematischen Sinne lassen sich dafür Hinweise finden, denn wenn das Planck'sche Wirkungsquantum h gegenüber den anderen verwendeten Größen so klein wird, daß sein rechnerischer Einfluß in Formeln praktisch verschwindet, ergeben sich oftmals Terme, die der Newtonschen Mechanik angehören, ebenso wie das bei relativistischen Termen der Fall ist, wenn man Relativgeschwindigkeiten v betrachtet, die viel kleiner als die Lichtgeschwindigkeit c sind (v << c). Erkenntnistheoretische Überlegungen lassen aber die Ansicht, daß die Newtonsche Mechanik ein Sonder- bzw. Grenzfall der heutigen Quantenmechanik ist, als fraglich erscheinen, denn:

1.

Das Prinzip von Ursache und Wirkung, die tragende Säule der Newtonschen Mechanik (und der Philosophie Kants), gilt nicht mehr uneingeschränkt in der Quantenmechanik.

 

Im Bereich der subatomaren Größen, bei Elementarteilchen-Reaktionen, sind die Begriffe früher und später nicht mehr im klassischen Sinne anwendbar. Dasselbe gilt für Längenangaben unterhalb von 10 -13 cm, der Elementarlänge (Durchmesser des Protons).

 

Früher und später sind dabei in eigenartiger Weise verschmiert. Aber mit den Begriffen früher und später definieren wir das Prinzip von Ursache und Wirkung.

2.

Der Zufall spielt bei den Naturvorgängen eine wesentliche Rolle. Dabei ist hier ein echter Zufall gemeint und nicht ein solcher, der nur dadurch als Zufall erscheint, weil wir Menschen nicht alle physikalischen Größen in einem abgeschlossenen System gekannt haben, die nach der Newtonschen Mechanik notwendig sind, um die Naturvorgänge in diesem System vollständig zu beschreiben und vor auszusagen. Der statistische Charakter der Quantenmechanik, der einen solchen echten Zufall als wesentliches Element enthält, war einer der wesentlichen Gründe für Einstein, weshalb er sie nur als vorläufige Theorie ansehen konnte. Ebenso waren Max Planck, Max von Laue und Schrödinger nicht davon überzeugt, daß die Quantenmechanik eine vollständige und endgültige Beschreibung der atomaren Vorgänge liefert.

3.

Nach wie vor können wir nur in den Termen und Vorstellungen der Klassischen Physik Experimente anordnen, durchführen und ihre Ergebnisse anschaulich machen und anschaulich verstehen, aber die Quantenmechanik führt zu einem viel tieferen Verständnis bei den Naturvorgängen, wobei aber die Anschaulichkeit verlorengeht. Es gibt keine Möglichkeit, die Modelle und Aussagen der Quantenmechanik durch ein geschlossenes Bild der Klassischen Mechanik anschaulich zu verstehen, sondern man kann nur stück- und ausschnittweise quantenmechanische Modelle, Effekte oder Aussagen bildweise anschaulich verstehen und interpretieren, wobei aber der Blick für den gesamten Vorgang und Zusammenhang verlorengeht, weil eben dort die Anschauung versagt.

4.

Realität und Wirklichkeit, Verstehen und Erkennen werden fraglich, wenn sich so fundamentale Vorstellungen, mit denen wir in der Klassischen Physik und im Alltag laufend operieren, als nicht all gemein gültig erweisen. Aus den theoretischen Begründungen der Quantenmechanik durch ihre Schöpfer, aus Gedankenexperimenten und aus Experimenten folgt, daß erhebliche Zweifel gegenüber dem Begriff der objektiven Wirklichkeit angebracht sind. Damit ist auch die objektive Wirklichkeit selbst in Zweifel gezogen, denn wir sind nicht in der Lage, anzugeben, was wir unter wirklich und real verstehen wollen. Einstein war überzeugt, daß es eine objektive Wirklichkeit gibt. Diese Annahme war das Fundament der Klassischen Physik. Bohr und Heisenberg zogen diesen Begriff und sie selbst immer mehr in Zweifel.

5.

Es leistet die heutige (1985) Quantenmechanik (QM) noch nicht:

 

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Eine Erklärung für die Art und Weise der Elementarteilchen (ET) und ihrer Resonanzen, z.B. warum das Proton 1836 mal schwerer als das Elektron ist.

 

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Die volle Einbeziehung der Speziellen und der Allgemeinen Relativitätstheorie.

 

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Eine Erklärung für die verschiedenen Wechselwirkungsarten und Kraftfelder und ihrer Austauschkräfte oder -teilchen für:

 

 

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Gravitation

 

 

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Elektrodynamik

 

 

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Schwache Wechselwirkung, beteiligt z.B. beim ß-Zerfall

 

 

-

Starke Wechselwirkung, beteiligt z.B. beim Aufbau (Zusammenhalt) des Atomkerns.

Die Weltformel von Heisenberg war ein Schritt in die Richtung, die QM in Richtung einer Einheitlichen oder Elementaren Feldtheorie (EF) zu entwickeln, mit der die Struktur unseres Raumes und die Struktur der ET erklärt werden sollte. Auf diesem Gebiet arbeitete auch Einstein, wobei er aber versuchte, von der Allgemeinen Relativitätstheorie herkommend eine Einheitliche Feldtheorie zu schaffen. Bisher ist das Ziel aber nicht erreicht, und solange das nicht der Fall ist, kann man auch nicht sagen, daß die Newtonsche Physik auch nach ihren erkenntnistheoretischen Grundlagen ein Grenzfall der QM ist. Nach wie vor sind also die Zweifel in dieser Richtung rein erkenntnistheoretischer Art. Für die hier gewählte Axiomatik wird folgendes angenommen: Mögen auch die Begriffsbildungen und Theorien des Menschen freie Schöpfungen des menschlichen Geistes sein und mögen wir gegenüber der Wirklichkeit noch so große Zweifel haben, so können wir doch sicher sein, daß in der Welt "da draußen", also außerhalb von uns, sich et was abspielt, das in uns dann entsprechende Eindrücke erzeugt, und so fern von der Wirklichkeit liegen diese Eindrücke auch wieder nicht, daß wir nicht mit Sicherheit davon ausgehen können, daß z.B. eine Evolution der Tiere von primitiven Tieren zu höherstehenderen Tieren auf der Erde über Hunderte von Millionen Jahren stattgefunden hat und noch stattfindet, und daß wir Menschen die Entwicklungsmechanismen und die biochemischen Prozesse immer besser verstehen (aufbauend auf dem Werk von Charles Darwin, "On the Origin of species by means of Natural Selection", 1859, das von Ernst Häckel auf die Evolution der anorganischen Formen und das Weltall ausgedehnt wurde mit seinem Buch "Natürliche Schöpfungsgeschichte" von 1868, und "The Descent of Man" von Charles Darwin von 1871). Wir irren zwar und haben gewiß viele Fehler bei unseren Wahrnehmungen und Weltmodellen, aber sie sind nicht in allem und jedem falsch. Wir haben die Fähigkeit, unsere Wahrnehmungen immer wirklichkeitsnäher zu interpretieren und immer wirklichkeitsnähere Weltmodelle auf zustellen, auch wenn wir mit dem Begriff der Wirklichkeit auf Kriegs fuß leben. Dies ist die Aufgabe der Physik im Sinne Galileis (Galileo Galilei, "Discorsi e dimostrazioni mathematiche intorno a due nuove scienze attenenti alla meccanica", 1636,), der die Physik als Wissenschaft mit seinem 2. Philosophischen Hauptwerk einführte und begründete.

Heute versucht man dasselbe Ziel zu erreichen über Supergravitation und Superstringtheorien, seit 1995 vereinigt in der M-Theorie, und es wird sicher nicht bei diesen Vorstellungen bleiben.

 

Es zeigen sich einige antagonistische Paare in den erkenntnistheoretischen Vorstellungen:

1.

Es gibt eine objektive Wirklichkeit außerhalb von uns. Es sind Zweifel gegenüber dem Begriff der Wirklichkeit angebracht, und damit auch gegenüber der Wirklichkeit selbst, weil wir dabei eine falsche Begriffsbildung und Vorstellung haben.

2.

Mit unseren naturwissenschaftlichen Theorien beschreiben wir die Wirklichkeit. Mit unseren naturwissenschaftlichen Theorien beschreiben wir unsere Kenntnis von der Wirklichkeit.

3.

Die Naturgesetze findet man zwangsläufig durch Experimentieren und Nachdenken oder auch manchmal durch einfaches Raten. Die Naturgesetze sind freie Schöpfungen des menschlichen Geistes und es führt kein direkter Weg von der Erfahrung zur Theorie.

4.

Das Experiment läuft unabhängig vom Menschen und von seinen Gedanken ab. Die Beobachtung und die Vorstellungen des Menschen beeinflussen die Messung und das Meßergebnis (die Interpretation davon). Einstein hatte mit seiner Ansicht große Erfolge, und dies hatten auch Bohr und Heisenberg mit ihrer entgegengesetzten Auffassung.

 

Wir müssen in folgenden Punkten der menschlichen Veranlagung Rechnung tragen:

1.

Anschaulich können wir nur in den Termen der Klassischen Physik denken.

2.

Wir sind gezwungen, mit der Vorstellung einer objektiven Wirklichkeit in einem gewissen Sinne zu operieren. Dabei müssen wir aber immer gewärtig sein, daß mit dem anschaulichen Denken kein geschlossenes Modell der Wirklichkeit möglich ist, weil sich die Natur ihrem tieferen Wesen nach einer anschaulichen Beschreibung entzieht, und daß erhebliche Zweifel gegenüber der Wirklichkeit angebracht sind. Dies erfordert ein vorsichtiges Taktieren mit Begriffen und Größen, von denen man weiß, daß sie nicht beliebig genau bestimm- und denkbar sind. Bei der Forschung wird man so vorgehen müssen, daß man zuerst von der Vorstellung einer objektiven Wirklichkeit ausgeht, die man durch Messen und Denken zu erfassen sucht, und daß man dann allmählich den Begriff der Wirklichkeit aufweicht und die willkürlich gesetzte Entkopplung

 

-

Mensch-Umwelt bzw.

 

-

Mensch-Experiment

 

aufhebt. In Form von Verneinungen können wir dann feststellen: Es ist falsch zu sagen, daß es keine Wirklichkeit gibt, daß das Geschehen um uns nur Einbildung ist, daß das Bewußtsein des Menschen das Sein bestimmt und daß die Welt für den Menschen geschaffen wurde bzw. für ihn da ist. Es ist aber auch falsch zu sagen, daß unsere sinnliche Wahrnehmung "richtig" ist, daß die Welt ganz unabhängig vom Menschen ist, daß der Ausgang von Experimenten ganz unabhängig vom Menschen ist, daß Mensch und Umwelt ganz entkoppelt werden können und daß unsere Begriffe naturgegeben sind. Für das Auffinden von Naturgesetzen mögen Zwangsläufigkeit und Denknotwendigkeit beteiligt sein, wie auch das Gegenteil, daß sie freie Schöpfungen des menschlichen Geistes sind. Auf jeden Fall zeichnet sich hier die Möglichkeit ab, daß der Mensch durch Axiomatik und Weltmodelle die Wirklichkeit in die Richtung der gewünschten Struktur und Form führen kann. Indem der Mensch die Wirklichkeit definiert, formt er sie in diese Richtung: Die Realität ist anscheinend nicht ganz so real, wie wir annehmen. Je geeigneter der Mensch seine Definitionen und Strukturvorstellungen, Weltmodelle und Zielsetzungen wählt, um so größeren Einfluß wird er auf die Entwicklung der Wirklichkeit haben, die sich über die unendlichen zeitlichen Weiten der Ewigkeit erstreckt. Der Mensch und die Menschheit in der Ewigkeit, im Ewigen Werden, hier an dieser Stelle wird klar erkennbar, wie lästig und unbefriedigend die Vorstellung von einer einzigartigen Menschheit in einer ewigen Evolution ist, da sie ein starkes metaphysisches Element zwingend in jedes Weltmodell einbringt. Wir können nur mit Naturgesetzlichkeit und vielfachen ähnlichen Entwicklungen logisch operieren. Darum beginnen wir nun den Versuch, uns nicht mehr auf den Menschen speziell zu beziehen sondern auf irgendwelche Intelligente Wesen, die in unserem All entwickelt wurden oder noch werden. Allmählich wird dann auch noch die räumliche Beschränkung auf unser All fallen. Es ist Metaphysik oder Religion, Ideologie oder auch einfach Artennarzißmus, nach der besonderen Bestimmung der Menschheit zu fragen, nach ihrer Aufgabe, Funktion und erwünschten Wirkung. Es ist aber vernünftig, nach Aufgabe, Funktion und zweckmäßigster Lebensweise und Wirkung von Intelligenten Wesen (IW) über sehr große Zeiträume zu fragen. Damit ist ein Ansatz für die Lösung des Problems von Schicksal und Wirkung Intelligenter Wesen in der Ewigkeit gegeben. Das genannte Schisma der Modernen Physik wird nicht nur für Menschen gelten sondern für alle IW, aber mit unterschiedlicher Intensität, je nach ihrer Intelligenz und Technik. Nach dem Prinzip der Komplementarität von Bohr erscheint dieses Schisma als eine höhere Einsicht in das tiefere Wesen der Naturerscheinungen, so wie der Dualismus von Teilchen- und Wellencharakter bei Licht und Materie. Mit guter Wahrscheinlichkeit können wir annehmen, daß dieser Dualismus und dieses Schisma unabhängig vom Menschen existieren, d.h. daß in der Wirklichkeit eben solche Strukturen bzw. Amorphismen vorliegen. Die Frage danach, ob der Mensch prinzipiell in der Lage ist, eine sehr viel tiefer gehende Naturbeschreibung zu finden, die dieses Schisma überwindet, setzt eine entsprechende Organisation in der Natur voraus. Da die Natur offensichtlich funktioniert, muß sie es also - falls das Schisma wirklich existiert - gut überwunden haben. Dies zeigt wieder, wie behindernd es ist, wenn man sich auf die Intelligenz, die Sinneswahrnehmungen, die Denkart und die Intuition des Menschen versteift, wenn man an die menschliche Form geistig oder sonstwie gebunden ist und wenn man die Art und Weise des menschlichen Erkennens und Verstehens, Wollens und Wünschens als selbstverständlich, bindend und einmalig ansieht. Ein weiteres Hemmnis für die Erlangung besserer Weltmodelle ist, daß die Weiten an Raum und Zeit, an Dimensionalität der Natur und an Intelligenz der IW meistens weit unterschätzt werden.

Dies bewirkt, daß die auf diese Weise geschaffenen Weltmodelle für IW keinen Lebenssinn und keine Verbindung zur Ethik aufweisen. Hier wird angenommen: Über Raum und Zeit verteilt entwickeln sich viele Arten von IW und von Alls (universe). Ein Synonym für All ist Universum. Der Mensch ist ein Spezialfall von IW in einem speziellen All. Die erkenntnistheoretischen Fragen müssen dann so formuliert werden, daß sie für möglichst viele IW und Universen gelten. Dabei sollen sie nicht nur ihren Sinn behalten, sondern es soll möglichst auf höherer Ebene ihr Sinn vertieft werden. Damit kann auch der Formwandel, der auf den Menschen zukommt, schon vorher geistig verarbeitet und genutzt werden, da der Versuch zur Lösung von der menschlichen Form eine größere geistige Freiheit und Beweglichkeit mitbringt und es gestattet, die erkenntnistheoretischen Fragen mit größerer Tiefgründigkeit anzugehen. Eine der vorherigen Fragen lautet z.B. jetzt: Sind irgendwelche IW bei beliebig hoher Intelligenz, Ethik, Naturwissenschaft und Erkenntnis, Technik und Technischer Zivilisation prinzipiell in der Lage, die Natur, die ewige Evolution oder das Ewige Werden wahrhaftig in ihrer vollen Tiefe zu verstehen ? Diese Frage ist eine der wesentlichsten, die IW sich im Ewigen Wer den fragen können. Man kann sie durch pauschale Quasi-Überlegungen zu beantworten vor geben, man kann sie durch Intuition und Spekulation zu beantworten suchen, und man kann sie als dauernde Triebfeder des Forschens sich vor Augen halten und nach ihrer Beantwortung suchen. Das letztere geschieht hier, wobei allerdings eine Vermutung der Art existiert, daß diese Frage verneint werden muß. Es geht nicht, die Methode des Vor-Sich-Herschiebens der wesentlichsten Fragen allzu oft anzuwenden. Da andererseits zur Beantwortung der wirklich interessanten Fragen meistens unser Erkenntnisstand zu niedrig ist, müssen wir die Beantwortung durch Annahmen ersetzen, die wir durch gute Überlegungen, Intuition und Spekulation erhalten, solange bis wir zu ihrer wirklichen Beantwortung fähig sind. Dabei können und müssen die grundlegenden Annahmen laufend daraufhin überprüft werden, ob nicht Teile von ihnen durch inzwischen gewonnenes besseres Wissen ersetzt werden müssen. Dabei nennen wir die grundlegenden Annahmen unsere Axiome und nennen diese Methode die axiomatische Methode, und die grundlegenden Axiome heißen zusammen die Axiomatik. Inmitten eines Ozeans von Unwissenheit schafft man sich so ein Gerüst aus Axiomen - über Erfahrung, Überlegung, Intuition, Spekulation und baut daraus sein Weltbild auf, wobei man sicher weiß, daß jeder zeit auf Grund besserer Einsicht in die tieferen Zusammenhänge Axiome geändert, herausgenommen oder hinzugefügt werden müssen.

Wie wählt man nun die geeignete Axiomatik ?

Wie finden wir die grundlegenden Annahmen, die als Basissätze für eine möglichst gute Axiomatik für die Naturbeschreibung gelten können ?

Die hier verwendete Axiomatik stützt sich auf die Moderne Physik und auf intuitive Annahmen. Zur Verankerung der Axiomatik werden im folgenden Text Zitate von folgenden Forschern aufgeführt: Max Planck, Begründer der Quantentheorie (1900) Niels Bohr, Begründer des ersten quantentheoretischen Atommodells (1913) Albert Einstein, Begründer des ersten mathematisch formulierten Weltmodells (1917), Werner Heisenberg, Begründer der Quantenmechanik (1925). Die Zitate zeigen, wie unsicher der Boden ist, auf dem wir unser Wissen über die Natur gründen, und daß mit ganz unterschiedlichen erkenntnistheoretischen Annahmen und Anschauungen Menschen zu sehr tiefen Wahrheiten vorstoßen können, wobei diese Wahrheiten sogar identisch sein können, wie die Entwicklung von Matrizenmechanik und Wellenmechanik zeigte. Es muß noch hinzugefügt werden, daß Lenin mit großer Intensität die Frage behandelt hat, ob es eine objektive Wahrheit gibt und daß mit großem Nachdruck gefordert werden muß, die Auseinandersetzung mit Lenin unter dem Aspekt des inzwischen neu gewonnenen Wissens vernünftig durchzuführen. Sie könnte dazu verhelfen, westliche und östliche Staaten wieder näher zusammenzubringen - wenn ihren jeweiligen Macht haben wirklich daran gelegen ist.

 

Zur Kennzeichnung des Literaturnachweises: Zuerst erfolgt die Angabe der Buchnr., dann die Seitennr.: 2S36 heißt: Zitat aus dem Buch Nr. 2 über Max Planck (von Armin Hermann) auf Seite 36.

 

Zitate von Max Planck (1858-1947)

 

1.

Max Planck Vorträge und Reden Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig 1958

2.

Armin Hermann Max Planck Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Hamburg 1973

3.

Hermann Kretzschmar Max Planck als Philosoph Ernst Reinhardt Verlag, München 1967

 

Was bedeutet uns im Grunde das, was wir das physikalische Weltbild nennen ? Ist dasselbe lediglich eine zweckmäßige, aber im Grunde willkürliche Schöpfung unseres Geistes, oder finden wir uns zu der gegenteiligen Auffassung getrieben, daß es reale, von uns ganz unabhängige Naturvorgänge widerspiegelt ? 1S7

Die Signatur der ganzen bisherigen Entwicklung der theoretischen Physik ist eine Vereinheitlichung ihres Systems, welche erzielt ist durch eine gewisse Emanzipierung von den anthropomorphen Elementen, speziell den spezifischen Sinnesempfindungen. Bedenkt man nun andererseits, daß doch die Empfindungen anerkannter maßen den Ausgangspunkt aller physikalischen Forschung bilden, so muß diese bewußte Abkehr von den Grundvoraussetzungen immerhin erstaunlich, ja paradox erscheinen. 1S9

Heute sprechen wir das Energieprinzip ganz ohne Bezugnahme auf menschliche oder technische Gesichtspunkte aus. 1S7

In dieser strenggenommen unbeweisbaren, aber mit elementarer Gewalt sich aufdrängenden Verallgemeinerung liegt die oben besprochene Emanzipation von den anthropomorphen Elementen. 1S7

Welches ist denn nun das eigentümliche Moment, welches trotz dieser offenbaren Nachteile dem zukünftigen Weltbild dennoch einen so entscheidenden Vorteil verschafft, daß es sich gegen alle früheren durchsetzen kann ? - Es ist nichts anderes als die Einheit des Weltbildes. 1S23

Dürfen wir vernünftigerweise behaupten, daß das Prinzip der Erhaltung der Energie in der Natur schon gegolten hat, als noch kein Mensch da rüber nachdenken konnte, oder daß die Himmelskörper sich auch dann noch nach dem Gravitationsgesetz bewegen werden, wenn unsere Erde mit allen ihren Bewohnern in Trümmer gegangen ist ? Wenn ich im Hinblick auf alles Bisherige diese Frage mit Ja beantworte ... 1S25

Worauf es hier einzig und allein ankommt, ist die Anerkennung eines solchen festen, wenn auch niemals ganz zu erreichenden Zieles, und dieses Ziel ist - nicht die vollständige Anpassung unserer Gedanken an unsere Empfindungen, sondern - die vollständige Loslösung des physikalischen Weltbildes von der Individualität des bildenden Geistes. 1S27

Der Maßstab für die Bewertung einer neuen physikalischen Hypothese liegt nicht in ihrer Anschaulichkeit, sondern in ihrer Leistungsfähigkeit. Hat die Hypothese sich einmal als fruchtbar bewährt, so gewöhnt man sich an sie, und dann stellt sich nach und nach eine gewisse Anschaulichkeit ganz von selber ein. 1S41

Setzen wir einmal den Fall voraus, es sei ein physikalisches Weltbild gefunden worden, das allen zu machenden Ansprüchen genügt, das also alle empirisch gefundenen Naturgesetze vollkommen genau darzustellen vermag. Dann wird die Behauptung, daß jenes Bild der "wirklichen" Natur auch nur einigermaßen ähnlich sei, auf keinerlei Weise bewiesen werden können. Aber dieser Satz hat auch eine Kehrseite, die gemeiniglich viel zu wenig betont wird: Genau ebenso wird die noch weit kühnere Behauptung, daß das vorausgesetzte Weltbild die wirkliche Natur in allen Punkten ohne Ausnahme absolut getreu wiedergibt, auf keinerlei Weise zu widerlegen sein. Denn um einen solchen Widerlegungsbeweis auch nur anzutreten, müßte man von der wirklichen Natur irgend etwas mit Sicherheit aussagen können, was doch anerkanntermaßen gänzlich aus geschlossen ist. 1S74

 

Zitate von Albert Einstein (1879-1955)

 

11.

Albert Einstein „Mein Weltbild“ Büchergilde Gutenberg, Frankfurt 1955

12.

Johannes Wickert „Albert Einstein“ Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, 1972

13.

P.A. Schilpp „Albert Einstein“ W. Kohlhammer Verlag 1955

14.

Philipp Frank „Einstein“ Paul List Verlag, München 1949

 

Höchste Aufgabe des Physikers ist das Aufsuchen jener allgemeinsten elementaren Gesetze, aus denen durch reine Deduktion das Weltbild zu gewinnen ist. Zu diesen elementaren Gesetzen führt kein logischer Weg, sondern nur die auf Einfühlung in die Erfahrung sich stützende Intuition. Keiner, der sich in den Gegenstand wirklich vertieft hat, wird leugnen, daß die Welt der Wahrnehmungen das theoretische System praktisch eindeutig bestimmt, trotzdem kein logischer Weg von den Wahrnehmungen zu den Grundsätzen der Theorie führt. Dies ist es, was Leibniz so glücklich als "prästabilierte Harmonie" bezeichnete. 11S139

Da gab es draußen diese große Welt, die unabhängig von uns Menschen da ist und vor uns steht wie ein großes, ewiges Rätsel, wenigstens teilweise zugänglich unserem Schauen und Denken. Das gedankliche Erfassen dieser außerpersönlichen Welt im Rahmen der uns gebotenen Möglichkeiten schwebte mir halb bewußt, halb unbewußt als höchstes Ziel vor. 13S2

Die Physik beschäftigt sich mit dem, was die Natur ist. Die Physik ist die Beschreibung der Phänomene in Raum und Zeit. Sie ist die Beschreibung der Wirklichkeit, die sich ganz unabhängig vom Menschen abspielt. Das Ziel der Physik ist die komplette Beschreibung einer realen Situation nach Zeit und Raum unabhängig von der Beobachtung und Bestätigung durch den Menschen. Physik ist der Versuch, die Wirklichkeit begrifflich zu erfassen. 13S384

Die Realität ist primär, was Menschen sagen oder entdecken, sekundär. Die Physik ist eine Bemühung, das Seiende als etwas begrifflich zu erfassen, was unabhängig vom Wahrgenommen-Werden gedacht wird. 13S31

Es gibt keine Unbestimmtheit und keinen tatsächlichen Zufall. Ich bin sogar fest davon überzeugt, daß der grundsätzlich statistische Charakter der gegenwärtigen (1949) Quantentheorie einfach dem Umstande zuzuschreiben ist, daß diese mit einer unvollständigen Beschreibung der physikalischen Systeme operiert. 13S494

Die Quantenmechanik liefert keine vollständige Beschreibung der physikalischen Wirklichkeit. 13S142

Ich glaube noch an die Möglichkeit eines Modells der Wirklichkeit, das heißt einer Theorie, die die Dinge selbst und nicht nur die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens darstellt. 11S151

Gott würfelt nicht. 14S112

Das Geschehen ist determiniert. In Wirklichkeit ist die Einfachheit der Naturgesetze auch ein objektives Faktum. Erst die Theorie entscheidet darüber, was man beobachten kann. 14S95

Eine Theorie kann an der Erfahrung geprüft werden, aber es gibt keinen Weg von der Erfahrung zur Aufstellung der Theorie. 13S33

Wir stellen die Sinneseindrücke dar als bedingt durch einen "objektiven und subjektiven" Faktor. 13S500

Wenn es nun wahr ist, daß die axiomatische Grundlage der theoretischen Physik nicht aus der Erfahrung erschlossen, sondern frei erfunden werden muß, dürfen wir dann überhaupt hoffen, den richtigen Weg zu finden ? Noch mehr: Existiert dieser richtige Weg nicht nur in unserer Illusion ? Dürfen wir überhaupt hoffen, von der Erfahrung sicher geleitet zu werden, wenn es Theorien gibt, wie die klassische Mechanik, die der Erfahrung weitgehend gerecht werden, ohne die Sache in der Tiefe zu erfassen ? Hierauf antworte ich mit aller Zuversicht, daß es den richtigen Weg nach meiner Meinung gibt und daß wir ihn auch zu finden vermögen. Nach unserer bisherigen Erfahrung sind wir nämlich zum Vertrauen berechtigt, daß die Natur die Realisierung des mathematisch denkbar Einfachsten ist. Durch rein mathematische Konstruktion vermögen wir nach meiner Überzeugung diejenigen Begriffe und diejenige gesetzliche Verknüpfung zwischen ihnen zu finden, die den Schlüssel für das Verstehen der Naturerscheinungen liefern. Die brauchbaren mathematischen Begriffe können durch Erfahrung wohl nahegelegt, aber keinesfalls aus ihr abgeleitet werden. Erfahrung bleibt natürlich das einzige Kriterium der Brauchbarkeit einer mathematischen Konstruktion für die Physik. Das eigentlich schöpferische Prinzip liegt aber in der Mathematik. In einem gewissen Sinn halte ich es also für wahr, daß dem reinen Denken das Erfassen des Wirklichen möglich sei, wie es die Alten geträumt haben. Um dieses Vertrauen zu rechtfertigen, muß ich mich notwendig mathematischer Begriffe bedienen.

Die physikalische Welt wird dargestellt durch ein vierdimensionales Kontinuum. Nehme ich in diesem eine Riemannsche Metrik an und frage nach den einfachsten Gesetzen, denen eine solche Metrik genügen kann, so gelange ich zu der relativistischen Gravitationstheorie des leeren Raumes. Nehme ich in diesem Raume ein Vektorfeld an, beziehungsweise das aus demselben abzuleitende antisymmetrische Tensorfeld und frage nach den einfachsten Gesetzen, denen ein solches Feld genügen kann, so komme ich auf die Maxwellschen Gleichungen des leeren Raumes. 11S148/ 149

Man denke etwa an ein Koordinatensystem, das relativ zu einem Inertialsystem im Sinne Newtons in gleichförmiger Rotation begriffen ist. Die relativ zu diesem System auftretenden Zentrifugalkräfte müssen im Sinne von Newtons Lehre als Wirkungen der Trägheit aufgefaßt werden. Diese Zentrifugalkräfte sind aber genau wie die Schwerkräfte proportional der Masse der Körper. Sollte es da nicht möglich sein, das Koordinatensystem als ruhend und die Zentrifugalkräfte als Gravitationskräfte aufzufassen ? 11S165

In der Allgemeinen Relativitätstheorie spielt die Lehre von Raum und Zeit, die Kinematik, nicht mehr die Rolle eines von der übrigen Physik unabhängigen Fundamentes. Das geometrische Verhalten der Körper und der Gang der Uhren hängt vielmehr von Gravitationsfeldern ab, die selbst wieder von der Materie erzeugt werden. 11S166

Der Hauptreiz der Theorie liegt in ihrer logischen Geschlossenheit. Wenn eine einzige aus ihr geschlossene Konsequenz sich als unzutreffend erweist, muß sie verlassen werden; eine Modifikation erscheint ohne Zerstörung des ganzen Gebäudes unmöglich. 11S166/167

Die Allgemeine Relativitätstheorie lehrt, daß die Trägheit eines bestimmten Körpers desto größer ist, je mehr ponderable Massen sich in seiner Nähe befinden; es erscheint demnach überhaupt naheliegend, die gesamte Trägheitswirkung eines Körpers auf Wechselwirkung zwischen ihm und den übrigen Körpern der Welt zurückzuführen, wie ja auch die Schwere seit Newton vollständig auf Wechselwirkung zwischen den Körpern zurückgeführt wird. Es läßt sich aus den Gleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie ableiten, daß diese restlose Zurückführung der Trägheit auf Wechselwirkung zwischen den Massen - wie sie z.B. Ernst Mach gefordert hat - nur dann möglich ist, wenn die Welt räumlich endlich ist. 11S160

Die H-Bombe erscheint am Horizont der Öffentlichkeit als wahrscheinlich erreichbares Ziel. Ist sie erfolgreich, so bringt sie die radioaktive Verseuchung der Atmosphäre und damit die Vernichtung alles Lebendigen auf der Erde in den Bereich des technisch Möglichen. Das Gespenstische dieser Entwicklung liegt in ihrer scheinbaren Zwangsläufigkeit. Als Ende winkt immer deutlicher die allgemeine Vernichtung. 11S95

Nur das einzelne Individuum kann denken und dadurch für die Gesellschaft neue Werte schaffen, ja, selbst neue moralische Normen aufstellen, nach welchen sich das Leben der Gemeinschaft vollzieht. 11S 12

Wenige sind imstande, von den Vorurteilen der Umgebung abweichende Meinungen gelassen auszusprechen; die meisten sind sogar unfähig, überhaupt zu solchen Meinungen zu gelangen. 11S133 Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde sein zu können, muß man vor allem ein Schaf sein. 11S133

Wer es unternimmt, auf dem Gebiet der Wahrheit und der Erkenntnis als Autorität aufzutreten, scheitert am Gelächter der Götter. 11S133

Das Individuum fühlt die Nichtigkeit menschlicher Wünsche und Ziele und die Erhabenheit und wunderbare Ordnung, welche sich in der Natur sowie in der Welt der Gedanken offenbart. Es empfindet das individuelle Dasein als eine Art Gefängnis und will die Gesamtheit des Seienden als ein Einheitliches und Sinnvolles er leben. Die religiösen Genies aller Zeiten waren durch diese kosmische Religiosität ausgezeichnet, die keine Dogmen und keinen Gott kennt, der nach dem Bilde des Menschen gedacht wäre. 11S18 ... Andererseits behaupte ich, daß die kosmische Religiosität die stärkste und edelste Triebfeder wissenschaftlicher Forschung ist. Nur wer die ungeheuren Anstrengungen und vor allem die Hingabe ermessen kann, ohne welche bahnbrechende wissenschaftliche Gedankenschöpfungen nicht zustande kommen können, vermag die Stärke des Gefühls zu ermessen, aus dem allein solche dem unmittelbar praktischen Leben ab gewandte Arbeit erwachsen kann. Welch ein tiefer Glaube an die Vernunft des Weltenbaues und welche Sehnsucht nach dem Begreifen, wenn auch nur eines geringen Abglanzes der in dieser Welt geoffenbarten Vernunft mußte in Kepler und Newton lebendig sein, daß sie den Mechanismus der Himmelsmechanik in der einsamen Arbeit vieler Jahre entwirren konnten ! 11S20

Einen Gott, der die Objekte seines Schaffens belohnt und bestraft, der überhaupt einen Willen hat nach Art desjenigen, den wir an uns selbst erleben, kann ich mir nicht einbilden. Auch ein Individuum, das seinen körperlichen Tod überdauert, mag und kann ich mir nicht denken; mögen schwache Seelen aus Angst oder lächerlichem Egoismus solche Gedanken nähren. Mir genügt das Mysterium der Ewigkeit des Lebens und das Bewußtsein und die Ahnung von dem wunderbaren Bau des Seienden, sowie das ergebene Streben nach dem Begreifen eines noch so winzigen Teiles der in der Natur sich manifestierenden Vernunft. 11S10

Bejahung des Lebens aller Geschöpfe. Leben des Individuums hat nur Sinn im Dienst der Verschönerung und Veredlung des Lebens alles Lebendigen. Leben ist heilig, d.h. der höchste Wert, von dem alle Wertungen ab hängen. 11S113

Veredelung der menschlichen Gemeinschaft - Heiligung des Lebens im überpersönlichen Sinn. 11S114

Wenn man das Judentum der Propheten und das Christentum, wie es Jesus Christus gelehrt hat, von allen Zutaten der Späteren, insbesondere der Priester, loslöst, so bleibt eine Lehre übrig, die die Menschheit von allen sozialen Krankheiten zu heilen imstande wäre.

Dem wohlmeinenden Menschen erwächst die Pflicht, in seinem Kreis unentwegt zu versuchen, diese Lehre der reinen Menschlichkeit lebendig zu machen, so gut er es vermag. Wenn er dies ehrlich versucht, ohne von den Zeitgenossen verstoßen und vernichtet zu werden, so darf er sich und seine Gemeinschaft glücklich preisen. 11S115

 

Zitate von Niels Bohr: (1885-1962)

 

21.

Ruth Moore Niels Bohr - Leben und Werk Paul List Verlag, München 1970

 

Es ist falsch, zu glauben, die Aufgabe der Physik wäre es, herauszufinden, was die Natur ist. Die Physik beschäftigt sich mit dem, was wir über die Natur aussagen können. 21S384

Die Physik ist keine Beschreibung der Phänomene in Raum und Zeit, sondern sie sagt nur das aus, was wir über die Natur wissen können. Auch das Wort Wirklichkeit ist eben nur ein Wort, das wir lernen müssen korrekt anzuwenden. 21S384

Die Wichtigkeit und Tragweite unserer Sprache für unsere Erkenntnis ist sehr groß, aber sie verhindert eine saubere Trennung in Subjekt und Objekt. Das Entscheidende ist die Unmöglichkeit einer scharfen Trennung zwischen dem Verhalten atomischer Objekte und der Wechselwirkung mit den Meßinstrumenten, die zur Bestimmung der Bedingungen dienen, unter denen die Phänomene auftreten. 21S158, 13S122

Die Trennung zwischen Objekt (Atom) und Subjekt (Meßinstrument) ist nicht in beliebiger Schärfe möglich. In der Atomphysik werden wir lernen, was Verstehen heißt. 31S64

Hier kann eine Theorie gar nicht erklären wie in der Klassischen Physik. 31S62 Jede Beobachtung seines Verhaltens im Atom ist von einer Zustandsänderung des Atoms begleitet. 21S155

Es gilt im atomaren Bereich die Unschärferelation.

Die Quantenmechanik formuliert die Naturgesetze vollständig, sie schöpft alle Möglichkeiten für eine Erklärung beobachtbarer Größen aus.

(Zum Begriff der Komplementarität:) Das Gegenteil einer richtigen Behauptung ist eine falsche Behauptung, aber das Gegenteil einer tiefen Wahrheit kann wieder eine tiefe Wahrheit sein. 31S143

Die Geschichte der Physik zeigt demnach, wie die Erforschung immer weiterer Gebiete der Erfahrung durch das Aufdecken unerwarteter Beschränkungen unserer gewohnten Vorstellungen neue Wege zur Wiederherstellung der logischen Ordnung weist. Wie wir nun zeigen werden, erinnert uns die in der Entwicklung der Atomphysik enthaltene erkenntnistheoretische Lehre an ähnliche Situationen in der Beschreibung und im Verständnis von Erfahrungen, die weit jenseits der Grenzen der Physik liegen. 21S386

Mir ist die Vorstellung eines persönlichen Gottes fremd. 31S123

 

Zitate von Werner Heisenberg (1901-1976)

 

31.

Werner Heisenberg „Der Teil und das Ganze“ R. Piper & Co Verlag, München 1969

32.

Werner Heisenberg „Schritte über Grenzen“ R.Piper & Co. Verlag, München 1971

 

Es sind Zweifel gegenüber der Wahrheit der sinnlichen Wahrnehmung an gebracht. 31S15

Es ist die Frage, was wirklich oder real bedeuten soll. 31S27

Sprechen und Denken werden unsicher, wenn wir so grundlegende Begriffe ändern wie Raum, Zeit und Kausalität. 31S48

Die Fragen nach den Ursachen können immer weiter geführt werden. 31S52

Die Struktur von Raum-Zeit und die Gültigkeit der Kausalgesetze sind fraglich. 31S34

Der Begriff "Verstehen" ist in der modernen Physik sehr viel anders als in der Klassischen Physik. 31S45

Hier kann eine Theorie gar nicht erklären wie in der Klassischen Physik (so auch Bohr). 31S64

Die Positivisten meinen, daß Vorausberechnenkönnen gleich Verstehen ist, was aber nicht zutrifft, wie man sich an der Geschichte des ptolemaischen und kopernikanischen Weltbildes klarmachen kann. 31S50

Es gibt eine Skala zwischen Ganz-wenig-Verstehen und Fast-alles-Verstehen. Für die Positivisten gibt es keinen qualitativen Unterschied zwischen Vorausberechnenkönnen und Verstehen. 31S280 Die zentrale Ordnung ist oder bewirkt, daß Chaotisches sich immer wieder in Geordnetes verwandelt. 31S292

Die gleichen ordnenden Tendenzen, die die Natur formen, sind in dem menschlichen Geist wirksam, da sie ihn erschufen. 31S17

Daher kommt die Begreifbarkeit der Welt durch den Menschen. 31S17

Die Zahlenmystik der alten Pythagoräer und die Harmonien Keplers findet man beim Atom, wenn auch nicht im Aufbau des Sonnensystems. 31S55

Man konnte gelegentlich die richtige mathematische Formulierung der Einzelheiten einfach erraten. 31S86

Der Schnitt zwischen Subjekt und Objekt ist willkürlich. 31S280 Atome verhalten sich ganz anders als klassische Dinge. Die Materie hat körnige Struktur. 31S26

Wenn man bis zu den Atomen hinabsteigt, existiert eine objektive Welt in Raum und Zeit gar nicht. 31S115

Atome sind keine Dinge oder Gegenstände. 31S171 Das Elektron ist kein Ding im klassischen Sinn (auch Bohr). 31S64 Das Elektron hat eine sichtbare Bahn in der Nebelkammer, aber wohl kaum eine richtige Bahn im Atom. Niels Bohr hat mit seinen Elektronenbahnen in irgendeinem Sinne recht; aber wir wissen eben noch nicht in welchem Sinne. 31S57 Man wird Atome nicht sehen können, denn bei ihnen treten Vorstellung und Ding nicht mehr auseinander wie bei klassischen Objekten. 31S26 Aber es gibt sie dennoch (Gegen Ernst Mach). 31S54 Wenn von einem Naturbild der exakten Naturwissenschaften in unserer Zeit (1953) gesprochen werden kann, so handelt es sich also eigentlich nicht mehr um ein Bild der Natur, sondern um ein Bild unserer Beziehungen zur Natur. 32S125 Nicht mehr die objektiven Ereignisse, sondern die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten gewisser Ereignisse können in mathematischen Formeln festgelegt werden. Nicht mehr das faktische Geschehen selbst, sondern die Möglichkeit zum Geschehen ist strengen Naturgesetzen unterworfen. 32S29 Ich verstand zum erstenmal (1922), daß Bohr seiner eigenen Theorie viel skeptischer gegenüberstand als manche andere Physiker jener Zeit, z.B. Sommerfeld, und daß die Kenntnis der Zusammenhänge für ihn nicht aus einer mathematischen Analyse der zu Grunde gelegten Annahmen entsprang, sondern aus einer intensiven Beschäftigung mit den Phänomenen, die es ihm ermöglichte, die Zusammenhänge mehr intuitiv zu er fühlen als abzuleiten. So also entsteht Naturerkenntnis, und erst im zweiten Schritt kann es gelingen, das Erkannte mathematisch zu präzisieren und der vollen rationalen Analyse zugänglich zu machen. Bohr war primär Philosoph, nicht Physiker; aber er wußte, daß in unserer Zeit Naturphilosophie nur dann Kraft besitzt, wenn sie sich dem unerbittlichen Richtigkeitskriterium des Experiments in allen Einzelheiten unterwirft. 32S53

Denn obwohl Bohr sicher ein besonders rücksichtsvoller und entgegen kommender Mensch war, so konnte er doch in einer solchen Diskussion, bei der es um die ihm wichtigsten Erkenntnisprobleme ging, mit Fanatismus und mit einer fast erschreckenden Unerbittlichkeit auf letzte Klarheit in allen Argumenten dringen. 32S64

Vielleicht war ich um jene Zeit (1925) schon in etwas höherem Maße als Bohr bereit, mich von den anschaulichen Bildern zu lösen und den Schritt in die mathematische Abstraktion zu tun. Jedenfalls spürte ich in den Formeln, die ich zusammen mit Kramers ausgearbeitet hatte, eine Mathematik am Werke, die gewissermaßen entfernt von den physikalischen Vorstellungen schon von selbst funktionierte. Von dieser Mathematik ging für mich eine magische Anziehungskraft aus, und ich war fasziniert von der Vorstellung, daß hier vielleicht die ersten Fäden eines riesigen Netzes von tiefliegenden Zusammen hängen sichtbar geworden seien. 32S57

Der Begriff der "abgeschlossenen wissenschaftlichen Theorie" stammt in dieser Form erst aus der Quantenmechanik. Wir kennen in der heutigen Physik im wesentlichen vier große Disziplinen, die wir in diesem Sinne als abgeschlossene Theorien betrachten können: neben der Newtonschen Mechanik die Maxwellsche Theorie mit der speziellen Relativitätstheorie, dann Wärmelehre und statistische Mechanik und schließlich die (unrelativistische) Quantenmechanik mit Atomphysik und Chemie. 32S90

Was ist dann schließlich der Wahrheitsgehalt einer abgeschlossenen Theorie ? Man kann das bisher Gesagte in folgenden Sätzen zusammen fassen:

a) Die abgeschlossene Theorie gilt für alle Zeiten; wo immer Erfahrungen mit den Begriffen dieser Theorie beschrieben werden können, und sei es in der fernsten Zukunft, immer werden die Gesetze dieser Theorie sich als richtig erweisen.

b) Die abgeschlossene Theorie enthält keine völlig sichere Aussage über die Welt der Erfahrungen. Denn wie weit man mit den Begriffen dieser Theorie die Erscheinungen greifen kann, bleibt im strengen Sinne unsicher und einfach eine Frage des Erfolgs.

c) Trotz dieser Unsicherheit bleibt die geschlossene Theorie ein Teil unserer naturwissenschaftlichen Sprache und bildet daher einen integrierenden Bestandteil unseres jeweiligen Verständnisses der Welt. 32S93

Von der Einfachheit und Schönheit des mathematischen Schemas, das uns hier von der Natur suggeriert worden ist, geht eine ganz große Überzeugungskraft aus. 31S99

Die vier genannten abgeschlossenen Gebiete der Physik haben eine sehr einfache Axiomatik, die ganz weite Zusammenhänge darstellt. Erst bei einer solchen Axiomatik kann man von Naturgesetzen reden. Sie zeigt einen Zusammenhang in der Natur, der ohne den Menschen existiert und auch nicht von ihm gemacht wurde. Die einfachen Naturgesetze bestehen unabhängig vom Menschen. Es wird immer wieder junge Menschen geben, die auch über die großen Zusammenhänge nachdenken, ... und dann kommt es ja nicht darauf an, wie viele es sind. 31S333

 

Das sind einige Ansichten von Menschen, die durch ihre Forschertätigkeit und ihren Lebenswandel die Ernsthaftigkeit ihres Suchens nach den großen und tiefen Zusammenhängen in der Natur und ihre charakterliche Lauterkeit bewiesen haben.

Weitere Vorbilder waren z.B. Leonardo da Vinci und Johannes Kepler, deren Ansichten ebenfalls der Aionik zu Grunde gelegt wurden.

Jede Generation muß auf dem Werk ihrer Vorgänger aufbauen. Isaac Newton: "Ich sah deshalb weiter als die anderen Menschen, weil ich auf den Schultern von Riesen stand." Es ist nun die Aufgabe, auf den Gedanken dieser zuverlässigsten Denker aufzubauen und ein Weltsystem zu konstruieren, das die Entwicklung von IWA und TZ über große Zeiträume einbeschließt. Diese Zitate zeigen, wie kritisch und vor allem selbstkritisch man bei der Aufstellung der grundlegenden Annahmen und Ansichten und bei der Ableitung von Weltmodellen und der Vorhersage bedeutender zukünftiger Ereignisse sein muß, und daß Begriffe und Vorstellungen, die vom Denken in der Klassischen Physik oder auch vom Alltag her als völlig klar, evident und scharf faßbar scheinen, sich bei einer tieferen Betrachtung in einen undurchdringlichen Nebel hüllen.

Die Zitate zeigen die großen Unterschiede in den erkenntnistheoretischen Auffassungen von Einstein und Bohr. Dies zeigt, daß man mit sehr unterschiedlichen Annahmen zu bedeuten den Einsichten in die tieferen Zusammenhänge der Natur vorstoßen kann. Diese Erkenntnis führte Niels Bohr 1927 zur Formulierung seines Prinzips von der Komplementarität.

Die Axiomatik stützt sich ferner auf die Arbeiten, Überlegungen und das Wirken Albert Schweitzers, der entscheidend dazu beitrug, den Begriff der Ethik zu präzisieren. Die Ethik der hier zitierten großen Naturwissenschaftler war beispielhaft, aber sie wurde zum großen Teil von einem überragenden Intellekt getragen, der die Tendenz hatte, sich von den Problemen der Menschen wegzuwenden und sich rein der Erforschung der Natur zu widmen, was aber nicht verhinderte, daß sie in den Leiden der beiden Weltkriege nach besten Kräften versuchten, die Not der Menschen zu lindern, wo sie es vermochten. Max Planck, der in seiner Ethik sehr stark vom Kantianismus beeinflußt war, hatte besonders zur Zeit der Nazi-Herrschaft seine innere Größe sehr nötig, da er als Nachfolger von Adolf von Harnack von 1930 bis 1937 Präsident der Kaiser Wilhelm-Gesellschaft war und ihr allmähliches Abwürgen durch die Gefolgsleute Adolf Hitlers miterleben mußte und es nicht verhindern konnte. Insoweit war für diese großen Denker ihre wissenschaftliche Forschertätigkeit eine Fluchtburg. Aber Albert Schweitzer wandte sich den Menschen zu und wollte am praktischen Beispiel durch Leben und Wirken, Forschen und Lehren die beste Ethik für die Menschen entwickeln und sie auch praktizieren.

Albert Schweitzer wollte am Leiden der Menschen teilhaben und es möglichst unmittelbar lindern. So studierte er nach seiner theologischen Ausbildung Medizin und half dort, wo die menschliche Not am unmittelbarsten war, im Urwald Afrikas, wo er in Lambarene sein Lazarett auf baute. Dort - zusammen mit seiner geliebten Orgel und seinen Büchern - schuf er neben seiner intensiven ärztlichen Tätigkeit nach einer analytischen Betrachtung über den Verfall von Kultur und Moral im Abendland die Grundlagen einer neuen ethischen Philosophie, der Lehre von der Ehrfurcht vor dem Leben (1923).

Weil die Menschen in den erhabenen Dingen oftmals so vergeßlich sind, gerät das Gedankengut von Albert Schweitzer, das sich gut mit zur Lösung der anstehenden ethischen und Überlebensprobleme der Menschheit verwenden ließe, immer mehr in Vergessenheit. Das Studium seiner Bücher ist das beste Studium der Ethik.

Albert Schweitzer baute auf dem jüdisch-christlichen Gedankengut auf, dessen wesentliche Quelle die 5 Bücher Mose (Thora, Pentateuch) und die Bergpredigt von Jesus Christus sind. Um den Begriff des Ethischen möglichst klar zu erfassen, wurden die folgenden Werke Albert Schweitzers benutzt:

-

„Kultur und Ethik“ (mit Einschluß von: Verfall und Wiederaufbau der Kultur), Verlag C.H. Beck, München 1960 (1923)

-

„Die Lehre von der Ehrfurcht vor dem Leben“, Verlag C.H. Beck, München 1966 (1923)

-

„Aus meinem Leben und Denken“, Felix Meiner Verlag, Hamburg (Leipzig 1931)

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„Aus meiner Kindheit und Jugendzeit“, Biederstein Verlag, München 1947 (1924)

Die Formulierung der erkenntnistheoretischen Fragen und die Wahl der Axiome wurde weiterhin durch das Buch "Materialismus und Empiriokritizismus" von Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin) von 1909 (1920) beeinflußt. Damit sind die wesentlichen Quellen für die hier benutzte Axiomatik dargelegt. Es war das wesentliche Problem, die grundlegenden Annahmen aus dem Bereich der Modernen Physik herauszufinden und durch weitere wesentliche Annahmen zu erweitern. Dabei bleibt nur der Weg, sich so umfassend wie möglich zu informieren, nachzuprüfen und nachzudenken, zeitlich sehr weiträumig zu planen und ansonsten auf die Intuition zu hoffen, bei der der menschliche Geist in Resonanz mit dem Ewigen Werden kommen kann und die Annahmen aufspürt, die die Axiomatik ergänzen. Ein Beweis für diese Axiome in irgendeiner Form kann nicht geliefert werden, sondern sie können nur plausibel gemacht werden. Aber die Axiomatik muß den erkenntnistheoretischen Forderungen genügen:

-

Innere Schönheit und Vollkommenheit

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Äußere Bewährung und Harmonie mit der "gesicherten" Erfahrung

-

Aufdecken von größeren Zusammenhängen in der Natur, von neuen bedeutenden Naturgesetzen.

 

 

1.5.5  Die Axiomatik der Aionik

 

1.

Intelligente Wesen (IW) können die Natur ( = Ewiges Werden ) in großen Teilen begreifen, da die Mechanismen und Gesetze, die die Naturerscheinungen schufen, ähnlich denen waren, die die IW schufen, wobei die folgenden Entwicklungsaxiome für das Ewige Werden gelten:

1.0

Es gibt keine Schöpfung aus dem Nichts. Jede Entwicklung oder Schöpfung von neuen realisierten Formen setzt auf vorhandenen oder dafür zu realisierenden Formen aus vorhandenen realisierten Formen auf. Es gibt keine realisierte Form mit "nichts drum". Keine realisierte Form kann an das Nichts angrenzen. Es grenzen nur Gebiete mit unterschiedlicher Organisation oder mit unterschiedlich hoher Organisationsstufe aneinander.

1.1

Das Chaos, der reale Rahmen für das Ewige Werden, ist unendlich in Bezug auf Zeit, Dimensionalität und "räumlicher" Ausdehnung. Es liefert den Untergrund an beliebig niedrig organisierten Formen, aus denen dann die höher organisierten allmählich entstehen.

1.2

Keine realisierte Form oder IHO ist von ewiger Dauer oder unendlicher Ausdehnung oder unendlicher Dimensionalität. Dasselbe gilt für Formenklassen (Arten von Formen) und für Verbände von Formen.

1.3

Die größten und höchst entwickelten realisierten Formen oder IHO sind die Kosmoi, die sich aus dem Chaos entwickeln und viele Unterräume und Universen niederer Dimension enthalten können. Der höchstdimensionale Raum eines Kosmos ist dabei am nächsten dem Chaos verwandt, da er primär aus dem Chaos entsteht und seine Raumelemente und seine Struktur am einfachsten sind und noch stark die Züge des Chaos und seines Untergrundes an IHO haben. Die Höhe der Entwicklung und die Höhe der Entwicklungsstufen der Räume, ihrer Raumelemente und Elementarteilchen, allgemein ihrer physikalischen Erscheinungen und mathematischen Ordnung, nimmt mit kleiner werdender Dimensionszahl zu.

1.4

Es gibt im Ewigen Werden keine einzigartigen, einmaligen oder singulären realisierten Formen oder Erscheinungen. Die Natur macht für die Lösung desselben Problems immer sehr viele Versuche.

1.5

Es gibt in der Natur Entwicklungsprinzipien, die einige Zeit in einem Abgeschlossenen Ökologischen System (AÖS) im großen Maßstab gelten können und auch über das AÖS hinausgreifen können.

1.6

Entwicklungsprinzipien können sich wandeln, sie wiederholen sich aber auch oft auf einer höheren Stufe (Basis für Analogieschlüsse innerhalb bestimmter Grenzen).

1.7

Die Naturerscheinungen ergeben sich aus dem Wirken von Naturgesetzen und echtem Zufall.

1.8

Dem echten Zufall kommt in der Evolution eine eigenständige starke reale bildende Entwicklungskraft zu.

1.9

Das Ewige Werden (die Gesamt-Welt) kann nicht erstarren, vergreisen, verfallen oder vergehen, sondern nur begrenzte und endliche Abschnitte davon (realisierte Formen), die dann nach endlicher Zeit von außen wieder aufgelöst werden bzw. ganz verschwinden. Es hat eine ewige Entwicklungsfähigkeit, Werdens-, Bildungs- und Schöpfungskraft (Jugendlichkeit).

1.10

Das Ewige Werden hat das Streben zur Höheren Ethik in den Entwicklungen über sehr große Zeiträume tief verankert, ebenso das Streben zum Wahren, Schönen und Guten und zur höheren Vernunft.

2.

Die Naturerscheinungen und das Naturgeschehen stellen die Realität und Wirklichkeit dar, die außerhalb der Vorstellung der IW existiert, und es gab sie schon vor Milliarden Jahren, als es noch längst keine Menschen gab, und es wird sie noch geben, wenn es in Jahrmilliarden längst keine Menschen mehr geben wird.

3.

Die Sinne und Meßinstrumente verzerren und selektieren bei der Informationsaufnahme und bei den Experimenten, und die Methoden der Informationsverarbeitung sowie die Theorien bestimmen weithin die Auslegung der Beobachtung. Der Meßvorgang wählt aus dem Ewigen Werden das aus, was mit ihm in Resonanz liegt, und das übrige wird sehr verzerrt oder bleibt verborgen. Die Beobachtung und die Vorstellungen des Beobachters beeinflussen das Experiment und sein Ergebnis.

4.

Die Naturerscheinungen wurden im Laufe einer zeitlich sehr weiträumigen Evolution entwickelt, was für die anorganischen und die organischen gilt. Die Entwicklung der anorganischen Formen findet über sehr viel größere Zeiträume statt als die organische. Beide Entwicklungen finden auch weiterhin statt. Die globale Entwicklung oder Evolution hat zeitlich weder Anfang noch Ende.

5.

So wie das menschliche Gehirn in der Evolution sehr unterschiedlich funktionierende Gehirnabschnitte (Hirnzentren) erhielt, so erbrachte die anorganische Evolution ganz unterschiedlich aufgebaute und funktionierende Weltteile. Deshalb manifestiert sich die Natur in vielen Stufen, von denen viele uns noch nicht bzw. prinzipiell nicht erkennbar sind, und des halb ist das Wesen der Natur nicht aus einem Wurf oder aus einer einheitlichen Schöpfung.

6.

Es gibt, gab und wird viele Arten von IW in unserem All geben. Es gibt, gab und wird viele Alls oder Universen mit IW geben. Die Menschheit ist ein Spezialfall einer Art von IW und unser All ist ein Spezialfall eines Universums.

7.

Die erkenntnistheoretischen Probleme gelten für alle IW in allen Universen recht ähnlich, aber Intelligenz, Ethik, Macht und Technik haben einen großen Einfluß auf die Weltmodelle und die Zielsetzungen der IW.

8.

Aus der Stammesentwicklung der IW können die IW Veranlagungen haben, die ihnen die Nutzung ihrer Intelligenz erschwert, wie z.B. beim Menschen der Psychische Zwang und die sein ethisches Verhalten negativ beeinflussenden Triebe.

9.

Mit wachsender Vernunft können IW die Natur immer besser erfassen und es gleichen sich ihre Denkweisen, Weltmodelle und Ethischen Systeme immer mehr einander und einem optimalen System an, das sich der "Wirklichkeit" immer mehr annähert und sie gleichzeitig immer stärker formt.

10.

Von einer gewissen Stufe ihrer Technischen Zivilisation (TZ) an können IW auf künstlich-technischem Wege ihre eigene Körperform verbessern bzw. ganz neue Arten von IW schaffen, die intellektuell, ethisch und wirkungsmäßig ihren Erbauern langfristig weit überlegen sind.

11.

Von einer gewissen Stufe der TZ an können IW konstruiert werden, die bzgl. des Raumes, in dem sie leben, recht vollkommen und optimiert sind, und die die Fähigkeit erwerben, in den ihr Universum einbettenden Raum vorzustoßen durch Annahme geeigneter höherer Formen.

12.

Von einer gewissen Stufe der TZ an können die IW Alls und die ein gebetteten bzw. einbettenden Räume verbessern oder neue schaffen in verbesserter Form, so daß die Entwicklung der Universen und der Kosmoi im größten Maßstab mit der Entwicklung von IW verknüpft sein kann.

13.

Die Aufgabe der IW oder der "Sinn" ihrer Entwicklung über sehr große Zeiträume gesehen ist, eine so hohe TZ und so hoch entwickelte Formen für sich selbst zu schaffen, daß - ausgehend von den IW und TZ in den Unterräumen mit niederer Dimensionszahl (aber nicht kleiner als 3) eines Kosmos - immer höher dimensionale Unterräume des Kosmos eine stabilere, entwicklungsfähigere und ordnungsmäßig höhere Struktur bekommen bzw. neue Kosmoi mit höher organisierter Struktur und Physik in ihren Räumen zu schaffen.

 

 

1.5.6  Erläuterungen zu den Axiomen

 

Die Axiome einer Axiomatik sollen vollständig, unabhängig und widerspruchsfrei sein, aber dies ist nur bei Systemen mit mathematischer oder sonstwie nicht realitätsbezogener Art möglich bzw. auch schon dort recht schwierig. Bei Systemen, die Modelle für Bereiche der Natur sein sollen, ist es oft nicht möglich, einen entsprechenden Beweis zu führen, sondern man muß dann mit den schon vorher genannten Kriterien arbeiten, mit einer logischen Querprüfung der Axiome und Folgerungen gegeneinander sowie mit dem Vergleich der Modellaussagen mit experimentellen Ergebnissen und der allgemeinen naturwissenschaftlich gesicherten Erfahrung. Bei Modellaussagen für eine fernere Zukunft ist auch der letztere Weg nicht gangbar. Ferner lassen sich weder die in den Axiomen explizit formulierten oder implizit darin enthaltenen Annahmen beliebig genau formulieren oder begründen, denn die natürlichen Sprachen führen dabei zum infiniten Regress, wobei wir irgendwann in einen Kreis von Tautologien kommen, in dem wir einen unklar definierten und unverstandenen Sachverhalt durch einen anderen unklar definierten und unverstandenen Sachverhalt ersetzen. Unsere menschliche Erscheinungsform spielt zwar dabei nicht unerheblich mit herein, aber prinzipiell sind diese Mängel unabhängig davon, daß wir eine menschliche Form haben, und sie entstehen nur dadurch, daß wir IW sind, die Weltmodelle entwerfen. IW mit ausreichender Intelligenz und Ethik (Vernunft) und ausreichen der Freiheit von psychischen oder sonstigen Zwängen, so daß sie ihre Vernunft auch entfalten können, beginnen allein durch ihre Vernunft begründet, Weltmodelle zu entwerfen, und nach dem zu fragen, was sie als IW im Ewigen Werden "Sinnvolles" tun können, woher sie kommen, wie sie entwickelt wurden, wohin sie gehen und was ihr Schicksal und ihre eventuelle Wirkung ist bzw. sein kann. Dabei liegt die Frage nach einer eventuellen Aufgabe oder Funktion kosmologischer Dimension recht nahe, da anscheinend nur daher ein wirklich rational akzeptabler Sinn kommen kann.

 

Der Mechanismus, der das Fragen der IW bewirkt, läuft - bei entsprechender Intelligenz und psychisch/physischer Freiheit - wohl immer nach folgendem Schema ab:

Das IW erkennt sich selbst als Person und sieht sich in eine Umwelt eingebettet (Axiom Nr. 2 der Axiomatik der Aionik = 2-A).

Es erkennt sein eigenes Wünschen und Können, und es erkennt die nähere und fernere Umwelt, wobei die Rolle von Zufall und Gesetzmäßigkeit in der eigenen Person und in der Umwelt erkannt wird (1-A, 3-A).

Von da ab ist es das Problem, die richtige Beziehung zwischen der eigenen Person und der Umwelt zu finden, und die eigene Person mit ihrem Wirken optimal in das Ganze einzuordnen. Hinzu kommt die Kenntnis vom eigenen zwangsläufig irgendwann eintretenden Tod, der die Beziehung zwischen der eigenen Person und der Umwelt dahingehend klärt, daß die eigene Person an sich keine Bedeutung in der Ewigkeit hat, sondern daß nur ihrem Wirken Bedeutung zu kommen kann, und daß ihre eigene Beurteilung von dieser Möglichkeit her durchgeführt werden muß, d.h. daß das IW unbedingt und auf jeden Fall versuchen muß, so zu leben und zu wirken, daß sein Leben und Wirken optimal für die Ewige Evolution ist und daß sonst nichts anderes von Interesse ist (7-A, 9-A).

Unter diesem Aspekt hat dann das IW zu versuchen, das Beste aus seiner speziellen Realisierung als IW, also aus seiner spezifischen Veranlagung und Körperform, herauszuholen, und sich selbst, seine Bedürfnisse und Lebensnotwendigkeiten so genügend stark zu wichten, daß es sich auch optimal entfalten kann. Die Kenntnis vom eigenen Tod und von der eigenen Unzulänglichkeit und das Bewußtsein des eigenen Lebens und Empfindens beißen einander. Dies kann dahin führen, daß das IW dieser Erkenntnis ausweicht und in einer Schein- und Wahnwelt Zuflucht sucht (8-A).

Das ist bei den Menschen schon seit vielen Jahrtausenden sehr oft der Fall. Eine Weiter- und Höherentwicklung der IW einer bestimmten Evolutionsphase kann eventuell für immer verhindert werden, wenn die IW genügend stark in Wahnsystemen, Traditionen, psychischen oder physischen Gefängnissen gefangen sind. Denn nicht nur IW müssen sterben, sondern auch Arten von IW (IWA). IW haben also keineswegs beliebig lange zu ihrer Entfaltung Zeit. Werden sie zu lange gefangen gehalten, sterben sie durch Selbstvernichtung, Vernichtung ihrer lebensspendenden Umwelt, durch Katastrophen astrophysikalischer Art oder sie wandeln sich allmählich genetisch zu einer anderen Art von IW, die besser, aber auch schlechter befähigt sein kann. Die Möglichkeit zur Weiter- und Höherentwicklung der IW ist eine wesentliche Stütze der Aionik (10-A).

Die Entwicklung einer Art von IW (IWA) verläuft dann richtig, wenn sie auf dieselbe Weise verschwindet, wie sie gekommen ist, nämlich durch Höherentwicklung. Damit diese Entwicklung der IW auch einen Sinn hergibt, ist eine andere wesentliche Stütze der Aionik, daß die Entwicklung der Universen mit der Entwicklung der IW stark verknüpft ist (12-A).

 

Wenn IW eine Technische Zivilisation (TZ) entwickelt haben, geht von der TZ ein starker Impuls zu ihrer Weiterentwicklung aus. Wenn sich die IW aber nicht auch wandeln, wird ihnen irgendwann ihre TZ über den Kopf steigen und sie gehen an ihr zugrunde. An dieser Feststellung kann gar kein Zweifel sein, denn an der gegenwärtigen technischen und ethischen Entwicklung der Menschheit können wir das ganz genau bestätigt finden, woraus notwendig folgt: Die laufende Höherentwicklung der TZ erzwingt eine Höherentwicklung ihrer IW, die sie geschaffen haben. Diese Höherentwicklung ist sowohl von geistig-ethischer als auch von körperlicher Art. Sicher hat die heutige Menschheit noch längst nicht die ethische Reife erlangt, zu der sie von ihrer körperlichen Veranlagung her fähig ist. Das macht es ja auch erst sinnvoll, ein Buch über Ethik zu schreiben oder ein neues Weltsystem abzuleiten, das den Menschen helfen soll, sich in den großen Zeiträumen der Ewigkeit besser zurecht zu finden, damit in der Entwicklung der Menschheit nicht Chancen verpaßt werden, die in ihr prinzipiell enthalten sind. Aber genau so sicher ist es, daß die Veranlagung zur Triebhaftigkeit im negativen Sinne und der Psychische Zwang im Menschen ihn prinzipiell über eine bestimmte Stufe der ethischen Größe nicht mehr höher gelangen lassen. Er kann einfach nicht, auch wenn er will, weil die primitiveren Motivations-, Steuerungs- und Wertungssysteme (MSW) in ihm ihn zum unethischen Handeln zwingen. Von einer gewissen Stufe der TZ-Entwicklung an gefährdet jeder weitere Machtzuwachs nur den Menschen als Individuum und als Art selbst. Die körperliche Wandlung ist also ganz zwingend notwendig. Die Wandlung der IW kann durch genetische Manipulation an den bestehenden IW geschehen, oder durch Anbau elektronischer oder biologischer oder sonstwelcher Prothesen, oder durch eine künstlich-technische Neuschöpfung von IW auf genetisch-biologischer oder elektronisch-mechanischer Basis bzw. einer Verbindung davon. Die Weiterentwicklung der TZ wird überhaupt erst dann kosmologisch interessant, wenn die Versuche zur Konstruktion von besseren IW begonnen haben. Vernunft und Freiheit der IW und die TZ müssen genügend hoch entwickelt sein, damit die Konstruktion von IW gelingt, die besser als ihre Schöpfer sind. Diese neuen IW werden dann die Entwicklung der TZ und der IW noch schneller und besser durchführen. Würde es so sein, daß die beliebig hoch entwickelten IW mit ihrer Super-TZ niemals einen Einfluß auf kosmologische Entwicklungen bekommen könnten, wären sie praktisch nur zur Verzierung da, was hier ausgeschlossen wird.

Es kann deshalb formuliert werden:

Weil jede Evolutionsphase mit IW und jede TZ zwangsläufig in kosmologisch recht kurzen Zeiten nach der Entwicklung der TZ mit dem Verschwinden und der Wirkungslosigkeit der IW sonst enden würde, wird festgelegt, daß die Höherentwicklung der IW parallel mit der ihrer TZ erfolgen kann und muß (10-A).

Weil jede so entwickelte TZ selbst bei noch so hoher Supertechnik und hoch entwickelten IW sonst nur eine Verzierung und wirkungslos bleiben würde, wird festgelegt, daß das Schicksal der IW mit dem der Universen verknüpft ist und daß die IW bei sehr hohem Entwicklungsstand bzgl. Intelligenz, Ethik und Technik wesentlich die Weiterentwicklung der Universen bestimmen können, d.h., daß die Entwicklung der Universen ohne das Wirken der IW gar nicht in dem prinzipiell möglichen Ausmaß stattfinden kann (12-A).

Weil über sehr große Zeiträume gesehen auch Universen entstehen und vergehen, und weil das Streben nach der Höheren Ethik der IW nur dann langfristig machbar und erfolgreich ist, wenn es im Ewigen Werden selbst tief verwurzelt ist, setzen wir fest, daß das Ewige Werden dieses Streben nach der Höheren Ethik hat, was wir später mit Natürlicher Ethik bezeichnen, da das Streben nach der Höheren Ethik aus Gründen einer klaren Terminologie den IW als speziellen Erscheinungen im Ewigen Werden zugeschrieben wird. Die Höhere Ethik wird dann als eine Mischung aus Spezialfall der Natürlichen Ethik und ihrer Weiterentwicklung aufgefaßt. Das Ewige Werden hat also das Streben nach dem Schönen, Wahren und Guten, über sehr große Zeiträume gesehen (1.10-A). Was für uns Menschen Zukunft sein mag, kann für andere IW schon Vergangenheit sein, die Jahrmilliarden zurückliegt (6-A).

Menschen haben einen recht großen Arterhaltungstrieb, und mögen sie sich auch mit großen Massenvernichtungsmitteln rüsten, so haben sie doch eine recht große Hemmung, sie anzuwenden (8-A), was zeigt, daß Triebe nicht allein dadurch schädlich, hinderlich oder "schlecht" sind, weil sie überhaupt da sind.

 

Dieser Arterhaltungstrieb gerät sehr stark mit der Theorie vom notwendig herbeizuführenden Formwandel der Menschen in Konflikt, wobei sich zeigt, daß Triebe hinderlich und problematisch sein können.

Wir Menschen stehen heute vor dem Tor zur genetischen Verbesserung des Menschen oder zur Konstruktion von IW auf ganz künstlichem Wege. Wenn wir durch dieses Tor gehen, wird mit Sicherheit die heutige Form des Menschen irgendwann verschwinden und durch eine bessere ersetzt.

Aber dieser tiefgreifende Formwandel des Menschen ist notwendig, um die IW dieser Evolutionsphase lange genug leben und wirken zu lassen, damit sie zu höchster Entfaltung und Wirkung kommen, damit sie die Aufgabe und Funktion der IW in der Ewigkeit herausfinden und erfüllen. Der Formwandel der Menschen bedeutet einen Artenwandel, wie er so häufig in unserer Evolution schon auftrat, der aber nun künstlich technisch gelenkt und durchgeführt wird. Er bringt mit Sicherheit irgendwann das Verschwinden der Menschenform, aber ohne ihn käme es mit Sicherheit zum Artentod der Menschheit, wobei die Menschheit vollkommen wirkungslos und sinnlos gelebt hätte. Trifft dies alles zu, hat die Natur eine beachtliche Determiniertheit in ihrer globalen Entwicklung. Mag die Wahl der Zwischenstufen auch offen sein, so hat doch das Endprodukt ganz bestimmte Eigenschaften, weil es sonst als Schlüsselgröße für die Entwicklung oder Erreichung der nächsten Stufe nicht verwendbar ist. Das würde bedeuten, daß IW durch ihr Eingreifen nur die Entwicklungsgeschwindigkeit ändern können, aber auch langfristig nicht die Entwicklungsrichtung, denn diese ist offenbar - vorherbestimmt.

Damit hätte die Entwicklung global einen sehr stark determinierten Charakter, was in den grundlegendsten Wesenheiten des Ewigen Werdens liegen muß und in der Art und Weise, wie Realität überhaupt entsteht. Die durch den "Streit" zwischen Einstein und Bohr/Heisenberg nahegelegte Indeterminiertheit der Forschungsmethoden und der erkenntnistheoretischen Interpretation der Forschungsergebnisse steht damit der Determiniertheit zeitlich sehr weiträumiger Prozesse gegenüber.

 

 

1.5.7  Aionik und Kosmophysik als Versuch zu einer Physik des Ewigen

 

rezent

Zeit um 2000 n.Chr.

PPE

Projektion aller Ereignisse, Formen und Prozesse vor den Hintergrund der Ewigkeit - Denken in beliebig großen Zeiträumen

 

Die Forderung nach einer hinreichenden sittlichen Komponente in Realitätsvorstellungen und Weltmodellen führt zu der Annahme, daß sich die Realität nicht nur so verhält, als ob ein Weltsystem realisiert wäre, das den auf der Allgemeinen Relativitätstheorie aufbauenden Kosmologien sehr ähnlich ist - in bezug auf den gegenwärtigen Stand der naturwissenschaftlichen Forschung ! -, sondern auch komplementär dazu die Realitätsvorstellung, die auf dimensional geschachtelten, dynamisch veränderlichen Räumen aufbaut und mit Kosmophysik bezeichnet wurde. Diese Erweiterung der rezenten Weltvorstellung war notwendig, um durch definitive, bewußte Sinnschöpfung den Entwicklungen von Realität, Leben, IW, IWV, IWA, TZ, Universen ... einen objektivierten,  vernünftigen Sinn zuordnen zu können, der dies auch bei Betrachtung beliebig langer Zeiträume bleibt.

Wir beachten wieder, daß wir die Natur zu interpretieren haben, weil wir eine Natur und Realität haben, die uns oft und gerne etwas vorgaukelt. Die Natur verhält sich einmal so, das andere Mal so. Zur hinreichenden Erklärung muß man auf konkurrierende Weltmodelle mit einander ergänzenden Aussagen zurück greifen, man hat also mit Dualismus oder sogar Pluralismus von Erscheinungsformen und Theorien zu operieren. Es ist wichtig, zu erkennen, daß eine Physik des Ewigen unbedingt die Entwicklung einer Synthetischen Physik erfordert.

Das Ziel der Analytischen Physik, die Natur zu erforschen, reicht nicht aus,  um zu erkennen, welche Aufgaben und Funktionen IWA und TZ haben und wie diese zu realisieren sind.

Das Ziel der Kritischen Physik, das eigene Wissen über die Natur möglichst vernünftig zu beschreiben, auch wenn es das Ziel der Klassischen Physik nicht erreicht, die Natur nach Raum und Zeit zu beschreiben, reicht ebenfalls für die bewußte Sinnschöpfung nicht aus. Die Kritische Physik wurde im Umfeld der Entwicklung der Atom-, Wellen- und Quantenhypothesen ab 1900 n.Chr. entwickelt. Die ab 1927 entwickelte QM (QM) war das auf diesem Boden zuerst errichtete theoretische Gebäude.

Nur die Konzeption der Synthetischen Physik ist in der Lage, die Phänomene Realität und IWA/TZ auf einen Nenner zu bringen, wenn auch vorerst nur mit Hilfe konkurrierender Weltmodelle. Denn die Synthetische Physik wurde bewußt geplant so konstruiert, daß sie über eine postulierte Ankopplung der Entwicklungen von IWA und TZ mit der von Universen eine objektivierte Sinngebung leisten kann. Dafür mußte der Realitätsrahmen so erweitert werden, daß unser Raum nur noch als winziger Teil der Realität gelten kann, dimensional, räumlich und zeitlich eng begrenzt, mit einem unbegrenzten Außen. In dieser Vorstellung ist unser physikalischer, nichteuklidischer 3-d Raum winziger gegen über seinem Außen als ein Sandkorn am Meeresstrand.

Eine Physik des Ewigen steht also nicht so sehr vor dem Problem, ob es diese Ewigkeit überhaupt gibt, denn die ewige Evolution wurde ja zum Zwecke der Sinnschöpfung erst gewissermaßen durch Postulat eingeführt, sondern davor,  wie die Ewigkeit in physikalisch sinnvolle Einzelprozesse und definite realisierte Formen endlicher Dauer aufzulösen ist. Um zeitliche Realitätsinseln zu vermeiden - Entwicklungen von IWA und TZ wären in zeitlichen Realitätsinseln  absolut sinnlos -, muß die prinzipielle Möglichkeit zu unendlich langen Wirkungsketten gefordert werden, die die verschiedenen Prozesse und realisierten Formen wirkungsmäßig verbinden und auf diese Weise erst die Evolution über beliebig große Zeiträume zulassen. Weltmodelle haben alle Erscheinungen der Natur voll zu berücksichtigen, also auch das Geistige, auch die Entwicklungen von IWA und TZ. Leisten sie das nicht, sind sie eben nur eingeschränkt gültig und verwendbar.

Ein Weltmodell, das keinen Platz für sittlich-ethische Fragen und Probleme bietet - die aber im Zusammenhang mit den Phänomenen Leben, IWA und TZ unbedingt entstehen, ist im eigentlichen Sinn gar kein Weltmodell, da es nicht alle Erscheinungen des Realen berücksichtigt und zu interpretieren vermag. Es ist dann nur eine Weltmodellkomponente, ein Weltmodelltorso. Man kann ja schließlich nicht Probleme dadurch lösen, indem man sie gar nicht beachtet, leugnet oder beiseite schiebt.

 

 

1.5.8  Die Informationsmatrix - Auf dem Weg zu "HRD II"

 

Wissen benötigt Ordnung,

Daten müssen Theorien genügen,

Erkenntnis muß Sinn machen.

 

Es wird hier ein Verfahren zur Neuordnung unseres gegenwärtigen Wissens vorgestellt, das Mathematik, Naturwissenschaften, Entwicklungsgeschichte der Lebewesen einschließlich des Menschen und ethischer Vorstellungen umfaßt mit dem Ziel, eine Neugründung und Neuformulierung von Sitte, Moral, Lebenssinn und höherer Ethik auf der Basis einer Vereinheitlichung (Harmonisierung) von Physik und Ethik zu erreichen.

Besonders die Fortschritte in Hochenergiephysik, Kosmologie, Vereinheitlichungstheorien, Biochemie, Molekularbiologie, Paläontologie, Paläoanthropologie und Vorgeschichte ermutigen dazu, die Konstruktion neuer, bedeutend leistungsfähigerer geistiger Systeme zu erreichen unter Einbeziehung einer Vereinheitlichung von Physik und Ethik. Wichtig ist die Struktur der Informationsdarstellung:

1.

Die horizontale Information umfaßt die Versuche zu Alles Umfassenden Theorien (AUTs). Eine AUT im eigentlichen Sinne ist eine vereinheitlichte Darstellung der 4 Wechselwirkungskräfte. Unter Vorbehalt kann man den Begriff der AUT im Sinne umfassender Realitätsvorstellungen erweitern. Diese AUTs gelten als miteinander konkurrierende, einander ergänzende Realitätsvorstellungen und Weltsysteme. Sie stehen gleichberechtigt neben einander.

2.

Die vertikale Information umfaßt die Modulbibliothek, in der in Moduln oder Lerneinheiten hinreichend abgeschlossene Wissensbereiche unter Berücksichtigung geschichtlicher und naturgeschichtlicher Reihenfolgen dar gestellt werden. Das Ganze hat die Gestalt einer Matrix mit so vielen Spalten, wie es AUTs gibt, und so vielen Zeilen, wie es Wissenschaften (Disziplinen, Kategorien) gibt. Jede Spalte beginnt mit einer bestimmten AUT, senkrecht nach unten folgen die Wissenschaften.

In einem anderen Bild ist die AUT ein Hauptprogramm, das auf viele Unterprogramme (die Module oder Lerneinheiten für die verschiedenen Wissenschaften) zugreift.

Die durch diese Module gebildete Modulbibliothek umfaßt den Wissensschatz aus der Sicht dieser betreffenden AUT in einer möglichst (natur)historischen Abfolge, möglichst modular.

Es folgen weiter unten weitere Erläuterungen zur Modulbibliothek.

 

Alles Umfassende Theorien (AUTs), die zum großen Teil die vorderste Front der Forschung in der Physik bestimmen:

- AUT-1:

Wellenfunktion des Universums und Quantenkosmologie

- AUT-2:

Supergravitation in 4 und 11 Dimensionen

- AUT-3:

Erweiterte Kaluza-Klein-Theorie in 11 Dimensionen

- AUT-4:

Superstringtheorie in 2, 4, 10 und/oder 26 Dimensionen

- AUT-5:

Twistoren im 3- oder 4-dimensionalen komplexen Twistorraum

- AUT-6:

Vieldimensionaler Schaum, Kosmophysik (Physik nD Räume  eines mD Kosmos), multidimensionale Weltsysteme.

An jede AUT hat man sich die gesamte Modulbibliothek (aufgereiht wie auf einer Perlenschnur) angehängt zu denken. Daraus ergibt sich eine Matrix mit 6 Spalten (für die 6 AUTs) und 21 Zeilen (für die 21 Moduln). Bei interpretierten Meßdaten innerhalb der Moduln müßte die Darstellung entsprechend der AUT erfolgen, in deren Spalte (Modulbibliothek) der betreffende Modul steht. Im strengen Sinn ist jede Darstellung von Meßdaten interpretiert, aber es würde viel zu viel Platz benötigen, um die Modulbibliothek wirklich AUT-spezifisch frisiert darzustellen.

Diese durch n AUTs und m AUT-spezifische Module (Wissenschaften) gebildete Matrix wird hier InterpretationsMatrix genannt, gemäß der Formulierung von A. Einstein, daß die Theorie bestimmt, was man mißt. Gemäß N. Bohr und W. Heisenberg muß man sagen, daß diese Interpretationsmatrix nicht die Natur oder Wirklichkeit beschreibt, sondern das, was wir von ihr "wissen".

 

Falls die Realität so beschaffen ist, daß es eine einzige, letztliche AUT gibt, in der auch die Vereinheitlichung von Physik und Ethik gegeben ist, kann man so strukturieren:

Die Modulbibliotheken enthalten jeweils 24 Moduln (z.Z.) für das jeweilige Wissen einer Epoche unter Berücksichtigung historischer Abfolgen. Die Module der Modulbibliothek (für die hier nur eine einzige Version vorgestellt wird, die für alle AUTs als hinreichend stimmig angenommen wird) können in weitere Untermodule und noch kleinere Untereinheiten aufgeteilt werden.

Z.B. könnten an Modul S (Anthropische Kosmologie ...) die derzeitigen Religionen als Untereinheiten angebunden werden. Aber bedeutend besser ist die Ergänzung durch naturwissenschaftliche Versuche zu

-

Realitätsvorstellungen und Weltsystemen,

-

Sinnzuweisungen für Realität, Leben und Zivilisation bei Sicht auf beliebig große Zeiträume und

-

objektivierter Zukunfts- und Zivilisationsforschung.

Später einmal muß jede AUT sowohl die gesamte Physik als auch die gesamte geistig-sittliche Sphäre erklären können. Die AUTs sind erst dann vollendet, wenn sie auch eine Vereinheitlichung von Physik und Ethik leisten. Man kann schließlich nicht ein Modell als AUT bezeichnen, das über Leben und Technische Zivilisationen nichts auszusagen vermag. Ethik ist für eine Zivilisation genauso wichtig und real wie die 4 Grundkräfte für ein funktionierendes Atom bzw. Universum.

 

Zur werdenden AUT Kosmophysik für die Vereinheitlichung von Physik und Ethik:

Die hauptsächlich universumexterne Kosmophysik wurde vom Autor bis 1985 entwickelt und sieht alles unter dem Aspekt eines mD Kosmos (es können mehrere solche Kosmen im Chaos existieren, aus dem sie hervorwachsen, eine Blütezeit haben und irgendwann wieder zerfallen), in dem sich viele Unterräume mit beliebiger Dimension n mit m > n > 0 entwickeln können, mit sehr unterschiedlicher Struktur, Metrik, Form, dynamischer Entwicklung, innerer Physik und Entwicklungsfähigkeit.

Das geschah mit dem Ziel, eine Theorie über die Entwicklungen von Arten von Intelligenten Wesen und ihren Technischen Zivilisationen zu entwickeln.

Es gibt noch keine anerkannte Wissenschaft für eine Vereinheitlichung von Physik und Ethik, aber dieses Gebiet, das zuerst rein von alter bis neuer SF bearbeitet worden ist, wurde allmählich auch für Forscher interessant, die eine Einbettung unseres Universums in einen höherdimensionalen Raum erwogen und erwägen (multidimensionale Weltmodelle).

Das multidimensionale Konzept hatte Vorläufer ab 1980 in den Modellen von Richard Gott und Andrei Linde (Meta-Universum, einbettender De Sitter-Raum) und von John A. Wheeler (Superraum). Das Konzept vom vieldimensionalen Schaum (Gribbin/Rees: "Ein Universum nach Mass", 1991) besitzt große Ähnlichkeit mit einigen Zügen des Kosmos-Modells der Kosmophysik.

 

Es gilt zu allen Zeiten die Aufgabe zu lösen, das gegenwärtige Wissen beliebiger Epochen in einer leicht übersichtlichen, nach höheren Aspekten geordneten Weise und Form darzustellen, wobei sich die höhere Ordnung durch neue Ideen und gute Organisation manifestiert.

Zuerst ist eine Darstellung des Wissens in kleinen Moduln - Lerneinheiten gesucht, die in ihrer Reihenfolge dem Evolutionsprozeß von Realität, Leben, Vernunft und Zivilisation angemessen ist.

Das bedeutet, daß ein solches Buch eine Modulbibliothek enthalten muß. Ferner ist die Leitidee der höheren Ordnung anzugeben. Diese Leitidee ist in jeder AUT verschieden. Wichtig ist, daß der Wissensstoff seine eigene Entwicklungs- und Forschungsgeschichte enthält und eine (natur)historische Ordnung erkennen läßt. Denn es ist nicht nur wichtig, wie das gegenwärtige Wissen beschaffen ist, sondern auch, wie es errungen wurde.

Ebenso ist wichtig, wie sich die Realität entwickelte, die uns als mit Sinnen erkennbares Sein bewußt wird oder die Illusion vom Sein in unserem Gehirn erzeugt (das Universum eingeschlossen). Die Entwicklung der Quantentheorien und insbesondere der Quantenmechanik ab 1925 stürzte die Physik in eine Krise, von der sie sich bis heute nicht erholt hat und wo die Frage berechtigt ist, ob sie überhaupt in dem üblichen menschlichen Sinne behoben werden kann.

Die Physik Galileis und Newtons hat einen gewaltigen Knacks bekommen, der nur noch mehr den Zwang zum laufenden Lernen und Nachdenken erhöht. Die Notwendigkeit zum Wiegen und Messen bleibt weiterhin, aber man weiß nun, daß beim Übergang zu sehr kleinen oder sehr großen Ausmaßen die Aussage eines Experiments seine Bedeutung in einem Sinne wandelt, wie wir das heute noch nicht verstehen.

 

Zur Modulbibliothek in den Bänden AIONIK VI und VII: Sie enthält z.Z. in 24 Moduln die für Weltmodelle relevante Information und kann natürlich nach Bedarf geändert werden. Auswahl und Formulierung der Module (Lerneinheiten) erfolgten nach ihrem Nutzen für eine Harmonisierung von Physik und Ethik mit dem Ziel der Ableitung eines objektivierten Sinns für Realität, Leben, Vernunft und Zivilisation. Die Untertitel mit "Schnittstelle für ... Dienst am ..." sollen Schnittstellen für Versuche zur Vereinheitlichung von Physik und Ethik markieren sowie bestimmte sittliche Forderungen festlegen und begründen.