Entsexualisierung der Humanreproduktion

 

1  „Ich habe das Recht auf meinen Bauch“

 

Wie man bei den Völkern, Staaten und Kulturkreisen sieht, in denen Mädchen und Frauen gleichberechtigt sind zum männlichen Teil der Gesellschaft und ein hinreichendes Selbstbestimmungsrecht besitzen, wie das z.B. in der Forderung „Ich habe das Recht auf meinen Bauch“ zum Ausdruck kommt, sind geringe Geburtenrate, Mangel an Kindern und Vergreisung die Folge davon, daß die Frauen sehr genau wissen um die erheblichen Einschränkungen, Entbehrungen, Behinderungen der eigenen Karriere, Opfer und Risiken bis hin zur Todesgefahr, die mit Empfängnis, Schwangerschaft und Gebären verbunden sind, und deshalb versuchen die Frauen, die sich das wegen ihrer sozialen Stellung und staatspolitischen Umgebung auch leisten können, diesem allem möglichst aus dem Wege zu gehen. Diese Aussage kann meßtechnisch auf ihre Wahrheit überprüft werden.

 

Wie man bei den Völkern, Staaten und Kulturkreisen sieht, in denen die Mädchen und Frauen unterdrückt werden bis hin zur völligen Rechtlosigkeit und Menschenverachtung, sind die meisten Geburten eine Folge von Verführung minderjähriger Mädchen bis hin zur brutalsten Vergewaltigung von Mädchen und Frauen. Somit gibt es in solchen Gesellschaften nur und nur in Folge

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dieser sehr häufigen sexuellen Übergriffe gegenüber Mädchen und Frauen und

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des Mangels an Möglichkeiten zu Empfängnis und Abtreibung

einen sehr großen Geburtenüberschuß. Die völlige Rechtlosigkeit der Mädchen und Frauen in vielen Regionen Afrikas und Asiens läßt sich ebenfalls nachprüfen.

 

Auf der Basis einer auch irgendwie gearteten Möglichkeit zur harmonischen Synthese von

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Humanität, abendländischen Werten und Gleichberechtigung der Mädchen und Frauen und

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hinreichender Anzahl von Babys

hat man zu fordern:     

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Es ist das hohe Recht des Menschen, nicht durch Vergewaltigung, Mißbrauch, Brutalität ... gezeugt worden zu sein.

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Alle offene und verdeckte, brutale bzw. sanfte Repression der Mädchen und Frauen ist international zu brandmarken und aus allen Humangesellschaften auf der ganzen Erde zu entfernen.

 

Wenn man die Gesellschaftsformen in Afrika und Asien als die eher für den Menschen natürlichen ansieht, dann tendiert der Mensch zu Mißachtung der Frau und damit zur Haremswirtschaft. Von daher erscheinen Einehe, sexuelle Zurückhaltung, eheliche Treue ... dem Menschen als aufgepfropft, seinem innersten Wesen widersprechend. Demzufolge ist die Fortpflanzung der Männer mittels Gewalt, Brutalität, Macht, Repression, Mißbrauch ... die natürliche. Die Fortpflanzung der Männer aber, die das unter Beachtung von Menschenwürde, humanistischen Idealen, Vernunft, Ehre, Sitte, Moral ... tun wollen oder sollen, ist eher unnatürlich und erfolgt nur unter Kulturzwang, ist also dem Mann über Kultur, Tradition, Zivilisation ... aufgepfropft.

 

Wie man auf der Erde beobachten kann, werden vielerorts Mädchen und Frauen sehr repressiv behandelt, als Dienstroboter, Sexsklavinnen und Gebärmaschinen mißbraucht. Die sexuelle Verstümmelung der jungen Mädchen und der ganz weitverbreitete, alltägliche schwerste sexuelle Mißbrauch in Afrika von Kindern, vor allem von Mädchen, ist für die meisten Menschen kaum ein Kavaliersdelikt und auch im Abendland regt sich kaum ein Mensch darüber auf. Man spricht nicht davon, weil das eben dem innersten Charakter und Wesen des Menschen entspricht. Welche Möglichkeiten zur Beendigung dieser Traditionen in Afrika gerade afrikanische Lichtgestalten wie Nelson Mandela und Khofi Annan sehen, kann man daran ermessen, wie oft und intensiv sie sich dagegen wenden.

 

Die Subspecies Mensch (Homo sapiens sapiens) soll vor etwa 130000 Jahren in Nordostafrika (Äthiopien, Eritrea, Omo-Fluß) entstanden sein. Bei ihren Migrationen in die ganze Alte Welt sollen sie sich mit regionalen Populationen bekriegt und vermischt haben, worauf sich außerhalb Afrikas meistens Mischpopulationen herausbildeten. Die Tatsache, daß heute hauptsächlich nur noch Vertreter der o.g. Subspecies Mensch auf der Erde leben, ist dadurch begründet, daß sie besonders aggressiv und intolerant gegenüber Andersartigen ist – ein Umstand, der bei der Diskussion der Widerstände gegen gentechnische Veredelung des Menschen eine sehr große Rolle spielt (s.u.).

 

Die gemäß Humanismus, Aufklärung und dem ganzen abendländischen Denken nach berechtigte Forderung der Frau „Ich habe das Recht auf meinen Bauch“ läuft dem eigentlichen Wesen des Menschen also entgegen, aber wer von sich behaupten will, daß er nach abendländischen Normen denkt und ein vernunftbegabtes Wesen ist, muß sich zur Gleichberechtigung der Frau und zu ihrem Selbstbestimmungsrecht bekennen. Er muß auch dafür sorgen, daß auf der ganzen Erde in allen Humangesellschaften das Prinzip realisiert wird, daß Frauen als den Männern gleichberechtigt anerkannt werden und über sich selber so voll bestimmen können, wie das auch der Mann kann. Insbesondere müssen Mädchen und Frauen davor geschützt werden, als Sexsklavinnen, Haushalts- und Gebärmaschinen ihr ganzes Leben lang mißbraucht zu werden. Wie schon gesagt: Es ist das hohe Recht eines jeden Menschen, ohne Vergewaltigung gezeugt worden zu sein.

 

Geburtenarmut, Kindermangel und Vergreisung menschlicher Gesellschaften, in denen nun versucht wird, Mädchen und Frauen ihre Gleichberechtigung und ihr Selbstbestimmungsrecht zu geben, sind eher der Beweis für die Unmöglichkeit, in den menschlichen Gesellschaften planetenweit die humanistischen, abendländischen Ideale von Gleichberechtigung, Menschenrechten und Selbstbestimmung in die gesellschaftliche Wirklichkeit umzusetzen, denn das führt ganz offensichtlich zum Aussterben und nachfolgerlosen Artentod der Menschheit.

Es ist zu beachten, daß man hier nicht davon sprechen kann, daß man dieses Problem der Fortpflanzung unter voller Achtung der Menschenwürde intellektuell noch nicht gelöst hätte, denn Probleme, persönliche Opfer, Entbehrungen, Risiken und Gefahren ... von Schwangerschaft und Gebären sind faktisch gegeben, im Prinzip nicht behebbar und insgesamt unbestreitbar. Sie können nicht durch eine gute Argumentation wegdiskutiert werden und verschwinden auch nicht bei „geeigneten“ Sichtweisen.

Die Frau drückt sich tatsächlich vor Schwangerschaft und Gebären wegen der höchst unangenehmen und sehr vielen negativen Begleiterscheinungen und Risiken bis hin zur Todesgefahr für sich selber und/oder das Baby.

Man kann das mit dem Militärpflichtdienst für Männer vergleichen, wo sich auch viele Männer vor dem Militärdienst drücken, nicht weil sie ängstlich, böswillig oder eigensüchtig sind, sondern weil sie zu intelligent sind, um nicht die negativen Begleiterscheinungen davon für sich selber zu erkennen.

Es liegt sogar nahe, zu sagen, daß Männer und Frauen, die sich bereitwillig für Schwangerschaft und Geburt bzw. für den Militärdienst entscheiden, das zu unreflektiert tun und sich über die möglichen persönlichen Gefahren für sich selber gar nicht klar sind.  

 

Die Fortpflanzung mittels Gewalt, Brutalität und schwerster Repression gegenüber Mädchen und Frauen ist beim Menschen die natürliche, und wie wir laufend beobachten können, fallen viele Männer auch im Abendland gerne in dieses Verhaltensmuster zurück, was sich in der oftmals praktizierten Verbindung von Sexualität, Brutalität und Kriminalität zeigt. Diese Neigung zur Gewalt wird übrigens auch oft von Mädchen und Frauen gestützt, weil ihnen das als anziehend männlich erscheint. Die Tatsache der Frauenhäuser, wo Frauen vor den gewalttätigen Repressionen ihrer Männer Schutz suchen, darf nicht verdecken, daß das Macho-Gehabe eines Mannes auf viele Mädchen und Frauen sehr anziehend wirkt und der Macho-Typ oft wie der Hahn im Korb ist.

Diese verbreitete Gründung der geschlechtlichen Beziehungen auf Gewalt ist extrem problematisch wegen der zahlreichen Abstufungen, wo die Repression sanfter, humaner und zivilisierter ist und sehr viel schwerer als solche erkennbar ist. Hier befinden wir uns nämlich auch auf dem Tummelplatz von Stammestraditionen und Religionen, die sehr ausführliche Vorgaben für die Praxis der gelebten geschlechtlichen und familiären Beziehungen machen. Der Tenor dabei ist prinzipiell, daß sie versuchen, die Mädchen von Jugend an in ein psychisches Netz einzubinden, in eine Vorstellungswelt, wo sie dem Mann weit untergeordnet sind, ihm dienen müssen und kein Recht haben, für sich Selbstbestimmung zu fordern. Wie man aber ganz genau und oft in Afrika, Asien und sogar im Nahen Osten – also dicht vor unserer Haustür – sieht, werden Mädchen und Frauen, die sich dieser zuerst sanfteren Indoktrination gegenüber als widerspenstig erweisen, auf grausame Weise mißhandelt und sogar getötet. Dann bricht die Bestie im Menschen voll durch.

 

Das allseitige Schweigen der Intellektuellen in Sachen sexueller Verstümmelung und schwerster Unterdrückung der Mädchen und Frauen in Afrika drückt ihre Hoffnungslosigkeit aus, etwas daran ändern zu können, und das deckt sich völlig mit dem Schweigen der Intellektuellen im Abendland zu den wahren Ursachen von Geburtenarmut, Mangel an Kindern und Vergreisung der Gesellschaften, in denen versucht wird, den Frauen eine echte und tatsächliche Gleichberechtigung und Selbstbestimmung zu gewähren.

Diese Gesellschaften mit humaner Behandlung von Mädchen und Frauen sind langfristig

nicht lebensfähig, solange die Fortpflanzung der Menschen daran gebunden ist,

daß die Frau auf natürlichem Wege empfängt, das Kind austrägt und gebärt.

 

Sobald die Humanreproduktion oder Fortpflanzung der Menschen nicht mehr an die Frau gebunden ist, indem man die Austragungs- und Gebärfunktionen auf Supermaschinen der Superzivilisation überträgt, kann man die Frau tatsächlich von ihrer erzwungenen Rolle als Gebärmaschine befreien, ohne Geburtenmangel, Kinderlosigkeit und Vergreisung der Gesellschaft befürchten zu müssen.

Es entfällt dadurch der Hauptgrund für die Repression gegenüber der Frau, da nun der Mann sicher sein kann, seine Kinder auf andere und sogar noch qualitativ sehr viel bessere Weise zu bekommen.

 

Die Humanreproduktion oder Fortpflanzung der Menschen mittels Supermaschinen hat schier unendlich viele Vorteile gegenüber der von der Natur nicht gelösten „natürlichen“ Fortpflanzung, da dieses natürliche Verfahren zu viele Mängel, Beschwerden, Fehler ... sowohl bei dem „Produkt“, dem Baby, als auch beim Humanreproduktionsverfahren selber aufweist.

Man denke nur daran, wie viele Frauen mittelbar in Folge von Schwangerschaft und Geburt sterben. Man kann sogar sagen, daß der Prozeß der natürlichen Fortpflanzung biomechanisch nicht gelöst ist, da z.B. bei der Geburt der Kopf des Babys beim Austreten aus dem Geburtskanal sowohl für die Mutter als auch für das Baby selber eine große Gefahr und Belastung darstellt. In dieser Hinsicht ist es sogar den meisten Frauen zu empfehlen, ihr Baby per Kaiserschnitt zur Welt zu bringen, und das bei jeder Geburt – kaum eine angenehme Erfahrung.

Dabei sind diese biomechanischen Probleme gegenüber dem Mangel im Menschen zu einem hinreichend ethischen Verhalten sogar noch eher vernachlässigbar, denn die ethischen Entgleisungen des Menschen bedrohen alles Leben auf unserer Erde (s.u.).

 

Appell an die Frauen:

Die Forderung „Ich habe das Recht auf meinen Bauch“ muß begleitet werden von dem Bemühen, alternative Möglichkeiten zur Babyproduktion zu benennen und diese auch in der Praxis mit allen Kräften verwirklichen zu helfen.

Entbehrungen, Beschwerden und Risiken bis hin zur Todesgefahr machen Schwangerschaft und Gebären mehr als nur unangenehm, aber solange Austragen und Gebären noch an die Frauen gebunden sind und die Verweigerung von Schwangerschaft und Gebären zum nachfolgerlosen Artentod der Menschheit führen würde, müssen die Menschen alle Kräfte dafür einsetzen, daß die Wissenschaft und Supertechnik entwickelt werden, die den Ausstieg aus der Nutzung der Frau als Gebärmaschine auch in der Praxis ermöglichen.

Die Frauen als besondere Nutznießer beim Übergang auf Supermaschinen bei der Fortpflanzung der Menschen müssen sich ganz besonders dafür einsetzen, daß möglichst schnell die wissenschaftlichen und technischen Grundlagen und Mittel erarbeitet werden, um die Fortpflanzung der Menschen von der Frau unabhängig zu machen. Gerade die Frauen sollten also fordern, daß man möglichst schnell und gewissenhaft die Supermaschinen entwickelt und konstruiert, die sie von der schweren Last und Gefahr bei ihrer Nutzung als Gebärmaschinen befreien. Dafür ist die Forcierung von Stammzellen- und Embryonenforschung, PID, Therapeutischem Klonen bis hin zu ersten Versuchen zur gentechnischen Veredelung des Genoms des Menschen unerläßlich.

 

 

2.  Ethik und Artenwandel - Widerstände gegen die gentechnische Veredelung des Menschen

 

Man muß die Argumente gegen

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gentechnische Veredelung des Menschen und

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vollkommen beherrschte künstlich-technische Konstruktion von beliebigen und vollkommenen Geschöpfen durch den Menschen

in Kenntnis der Evolution der Arten, der Evolutionsmethoden, der Sapientierung des Menschen in den letzten 400000 Jahren und der älteren und neueren Geschichte des Menschen sehr kritisch beleuchten, insbesondere dann, wenn ihnen ein ethisches Mäntelchen umgehängt wird.

Schauen wir uns doch nur einmal um auf unserer Erde: Wo sind die anderen Vertreter von Arten und Unterarten der Gattung Homo ? Es müßte viele von ihnen geben, wenn sie sich nicht untereinander ganz konsequent und zielstrebig bekämpft und gegenseitig fast ausgelöscht hätten – der heutige Mensch war eben der erfolgreichste in diesem Vernichtungskrieg, dem Motor der Sapientierung:

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Ist es nicht so, daß es heute nur deshalb den Homo sapiens sapiens als Hominiden-Subspecies gibt, weil binnen 400000 Jahren alle konkurrierenden Species und Subspecies des sich aus dem Homo erectus entwickelnden Homo sapiens ausgerottet, ausgelöscht, vernichtet, genetisch aufgesaugt ... worden sind ?

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Ist es nicht so, daß das Prinzip der Sapientierung vor allem auf Gewalt und Töten beruht, was übrigens auch schon im Altertum bekannt war und sich z.B. erhielt in:

 

4 Mose 31, (7-11, 17-18): Bei Eroberungen prinzipiell alle Männer, Knaben und Frauen der feindlichen Population töten, gewaltsame Übernahme der unberührten Mädchen und Jungfrauen, alle Wohnungen und besiedelten Orte zerstören und verbrennen.

 

Kann man das noch genauer formulieren ? Kaum !

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Ist es nicht so, daß bei den „ethischen“ Bedenken gegen gentechnische Veredelung des Menschen nur dieser 400000-jährige Krieg der Hominiden gegen Andersartige weitergeführt wird und daß man jetzt nur von Anfang an verhindern will, daß Andersartige - also andere „Menschen“ mit anderem Genom - als Zeitgenossen und Konkurrenten des Homo sapiens sapiens auf der Bühne des Lebens erscheinen ? 

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Ist es nicht so, daß die sogenannten ethischen Bedenken gegen die Konstruktion andersartiger „Menschen“ nur und nur eben diesem Vernichtungstrieb des Homo sapiens entspringen, konkurrierende Arten des Homo sapiens auszulöschen oder am besten noch an ihrer Entstehung zu hindern ? Hat man hier nicht eher den Eindruck, daß der Mensch dabei der Devise folgt: Wir haben die Neandertaler ... ausgerottet, machen das ebenfalls bei der den Menschen begleitenden Species der Tier- und Pflanzenwelt bis hin zu Gorillas, Schimpansen, Orang-Utans und Siamangs, und werden verhindern, daß neue konkurrierende Species wie die „Androiden“ als genveredelte Menschen entstehen werden ? 

 

„Ethische“ Bedenken gegen die Herstellung genveredelter „Menschen“ ? Also, der Mensch und seine Ethik, das ist schon so eine Sache ! Wenn man die „Ethik“ des Menschen und der Sapientierung untersucht, die zum Produkt Mensch führte, so folgt: Die „ethischen“ Bedenken gegen Stammzellen- und Embryonenforschung, PID, Therapeutisches Klonen bis hin zur gentechnischen Veredelung des Menschen und der voll beherrschten Konstruktion ganz neuer, viel höher entwickelter und vollkommener Hominidenarten stehen auf äußerst trügerischem Boden, sehr nahe einem völlig unreflektierten, primitiv-atavistischen Arterhaltungs-, Sozial- und Sexualtrieb.

 

„Ethische Bedenken ... – man sollte sich immer deutlich vor Augen halten, daß es sicher nicht von ungefähr kommt, daß gegenwärtig, im Gegensatz zu den Millionen Jahren der Hominidenentwicklung zuvor, nur und nur noch Vertreter einer Species der Hominiden leben: Der Mensch hat tatsächlich alle konkurrierenden Hominidenarten ausgerottet, einschließlich des Neandertalers, und das setzt er im Tierreich weiter fort bis hin zum geologischen Faunenschnitt. Der Mensch hat den blinden und gefährlichen Trieb, alles Andersartige zu vernichten, und genau dieser Trieb war Ergebnis und Hauptmechanismus der Sapientierung zugleich.

 

„Ethische“ Bedenken gegen die Neukonstruktion von Hominidenarten, selbst wenn diese sehr viel vollkommener sind als die Menschen, sind demzufolge im sehr schlimmen Verdacht, zum größten Teil eine Folge dieses Vernichtungstriebes gegen alles Andersartige zu sein: Man will die neuen Hominidenarten gar nicht erst entstehen lassen.

Wenn also da so ein Mensch mit besorgtem Gesicht und verantwortungsvollem, sittlich hochstehendem Gehabe von seinen ethischen Bedenken gegenüber der Androidisierung des Menschen spricht, so sollte man sich eher den Faustkeil schwingenden und auch benutzenden Homo erectus vorstellen, der das Andersartige auslöschen bzw. gar nicht erst entstehen lassen will.

 

Für die vernünftig und naturwissenschaftlich denkenden Menschen eröffnet sich dem entgegen aber eine tolle, wunderbare Perspektive: Die Menschheit ist die erste Species auf der Erde, die in der Lage ist, ihre eigene Fortpflanzungsmethode uns sich selber zu verändern und sogar noch erheblich zu verbessern, und das in einem ganz winzigen Zeitraum, wenn man das vergleicht mit Wechseln in der Fortpflanzungsmethode zuvor in der Tierwelt:

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Fische leben meistens im Wasser und laichen im Wasser,

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Lurche und Frösche ... laichen zwar auch im Wasser, aber aus dem Laich kommen z.B. Kaulquappen hervor, die eine Metamorphose durchmachen und danach können die Jungen auf dem Land leben wie die erwachsenen Tiere, in der Nähe von Gewässern amphibisch lebend,

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Echsen, Saurier, Reptilien, Vögel ... legen Eier, zur Not auch in den Wüstensand, und die Jungen sind fertige, artgerechte Tiere,

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Kloakentiere legen Eier und säugen die Jungen,

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Säugetiere tragen die Jungen im eigenen Körper aus und gebären die fertigen Jungen.

Wie geht nun diese Entwicklung und Evolution in den Fortpflanzungsmethoden weiter ?

 

Man hat die Entwicklung der Fortpflanzungsverfahren genau so objektiv zu betrachten wie die vielen Verifikationen von Artenwandel, Artenneuentstehung und Artentod zuvor. Bei jedem Wechsel einer Fortpflanzungsmethode kann man übrigens in der Erdgeschichte über die Hunderte von Millionen Jahren erhebliche Faunenschnitte beobachten: Faunenschnitt und Wechsel der Fortpflanzungsmethode sind anscheinend irgendwie korreliert. Das paßt sehr gut mit unserer Zeit zusammen, wo wir einen solchen Faunenschnitt ebenfalls beobachten können, durch das verbrecherische bis schwerstkriminelle Auslöschen der Tier- und Pflanzenwelt durch den Menschen: Seit Jahrhunderten sterben Tier- und Pflanzenarten aus, und zur Gegenwart hin immer schneller. Damit ist auch diese Begleiterscheinung für einen Wechsel in der Fortpflanzungsmethode in unserer Zeit erfüllt.

 

Die Unvollkommenheit der physischen und psychischen Ausstattung des natürlichen Menschen - insbesondere die Veranlagung zum Bösen in allen seinen vielen Schattierungen im Menschen - und viele gravierende Mängel bei Zeugung, Austragung und Geburt des Menschen sind prinzipiell unvereinbar mit der laufenden Zunahme von Komplexität der Gesellschaft und Vernichtungskraft des Menschen durch die Mittel der Superzivilisation. Im Zuge der laufenden Höherentwicklung von Waffen- bis Supertechnik erhält das Böse im Menschen eine immer größere Vernichtungskraft, und mit jedem neuen natürlichen Menschen, der ins Leben tritt, wächst die Gefahr, daß durch das Böse im Menschen alles Leben in diesem Sonnensystem vernichtet wird.

Demgemäß ist es nicht nur unethisch, sondern geradezu ein schweres Verbrechen, das menschliche Genom nicht zu optimieren, wenn man wissenschaftlich und technisch aber dazu in der Lage wäre, denn dann lädt man sich durch die Verweigerung der Herstellung viel besserer „Menschen“ die große Schuld auf, die durch die bösen und verbrecherischen Taten böser und verbrecherischer Menschen bewirkt wird. Der Mensch ist verpflichtet, höheres Leben zu erschaffen, wenn er dazu in der Lage ist, und er muß mit allen Kräften danach streben, in diese Lage zu kommen.

Das ist der Grund für die Schaffung von - auch humanoiden - Vernunftwesen, vorerst nur ausgehend vom Genom der natürlichen Menschen, aber auch für das Todesurteil für den natürlichen Menschen.

 

Die Supermaschinen der Superzivilisation, denen die Fortpflanzung der Menschen übertragen wird , können in einem weiten Bereich operieren, wobei sie

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von dem Genom des natürlichen Menschen ausgehen und ihn verbessern, veredeln und optimieren in Richtung Vernunftwesen, oder

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den Genom des zu erschaffenden Menschen von Grund auf neu konstruieren nach völlig neuartigen Prinzipien, noch nicht einmal von den 23 haploiden Chromosomen ausgehend.

Damit kann der Weg zur schönen, neuen Welt von Alois Huxley beschritten werden.

 

Wenn die Fortpflanzung der Menschen nur noch über Supermaschinen erfolgt, werden die körperinternen Sexual- und Fortpflanzungsorgane überflüssig und fallen bei der Neukonstruktion von humanoiden Vernunftwesen (= Androiden) weg. Der Übergang auf die Fortpflanzung mittels Supermaschinen bringt also automatisch eine Entsexualisierung des Menschen mit sich, weil Errechnung und Konstruktion optimaler Gene nun der Obhut der Supermaschinen anvertraut werden.

Der Ausstieg aus der Nutzung der Frau als Gebärmaschine ist unbedingt und notwendig der Ausstieg aus dem natürlichen Menschen, weil es keinem Wissenschaftler einfallen wird, so etwas Fehlerhaftes und Böses wie den natürlichen Menschen in einer Supermaschine entwickeln zu lassen.

Wenn der genetisch hochoptimierte Embryo in einer künstlich-technischen Plazenta in höchster Vollkommenheit zum vollkommenen, fertigen Androiden-Baby entwickelt wird, leistet man damit die beste Fürsorge für das ganze Leben in unserem Sonnensystem, weil es fortan vor dem entsetzlichen Bösen im natürlichen Menschen bewahrt wird, auch zum großen Nutzen der Nach-, Tier- und Pflanzenwelt.

 

Jeder „Mensch“ hat durch eine 100%-ig beherrschte genetische Veredelung und/oder biomedizinische Verbesserung nur Vorteile, denn mit dem laufenden Fortschritt werden die erzeugten „Menschen“ immer leistungsfähiger und vollkommener. Sie sind dann frei von genetischen Defekten, die bei uns Menschen zu schwersten Krankheiten und Gebrechen führen können, sie sind frei vom Bösen, das bei uns Menschen laufend die größten Katastrophen verursacht, sie sind viel intelligenter, genialer, wissender, schöner ..., sie kennen keine Krankheiten mehr, und irgendwann ist auch der persönliche Tod überwunden.

Die gentechnische Veredelung des Menschen und die Herstellung der Androiden-Babys in Supermaschinen löst alle Probleme der Menschen, zuerst natürlich in der Theodizee, aber auch auf allen sonstigen Gebieten, die uns persönlich oder gesellschaftlich solche Schwierigkeiten machen, wie Krankenkassen- und Rentenprobleme, Arbeitslosenrate, mangelnde Konkurrenzfähigkeit im internationalen Wettbewerb in Forschung, Wissenschaft, Wirtschaft ...

 

Damit hat man eine Begründung für einen der großen Märkte der nahen Zukunft gegeben, und zwar für den Markt um die künstlich-technische Verbesserung des natürlichen Menschen und sein Aufgehen in vermutlich verschiedenen Versionen des Homo sapiens technicus.

 

 

3  Auflösung der Theodizee – Sehnsucht nach dem Paradies

 

Wie sehr haben die Menschen seit Jahrtausenden ersehnt, vom Bösen erlöst zu werden !

Wie sehr haben die Menschen seit Jahrtausenden ersehnt, daß sie nicht mehr von Not, Krankheit, Altersbeschwerden, Krieg ... gepeinigt werden ! 

Wie sehr wütet der natürliche Mensch im Rausch und Wahn seiner bösen Triebe und Empfindungen unter seinesgleichen und in der Tier- und Pflanzenwelt !

Jeder leidlich vernünftige Mensch muß in seinem tiefsten Sehnen erhoffen, daß dieses Wüten des bösartigen Menschen nicht auf alle Zeiten so weiter gehen wird.

 

Das eine Problem der Theodizee kann man durch folgende Fragen beschreiben:

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Warum läßt oder ließ Gott das Böse zu ?

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Warum dürfen Menschen andere Menschen oder Tiere quälen, mißbrauchen, töten ..., ohne daß Gott korrigierend eingreift ?

Mit der gentechnischen Veredelung des Menschen kann dieser Teil der Theodizee aufgehoben werden, der durch das Böse im Menschen verursacht wird.

 

Das andere Problem der Theodizee, das sich mit dem Unheil befaßt, das durch Naturkatastrophen auf die Welt der Lebenden einwirkt, kann nur durch die Entwicklung einer entsprechend hochstehenden und langdauernden Superzivilisation behoben werden, die in der Lage ist,

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die Folgen von Dürre- oder Eiszeiten, Vulkanausbrüchen und Transgressionen zu mildern oder sie ganz zu verhindern,

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auf die Erde einstürzende Himmelskörper abzuwehren,

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das Leben von der Erde, von diesem Sonnensystem ... unabhängig zu machen ...

 

Die Entwicklung des Begriffs der Theodizee konnte nur auf dem Boden eines entsprechenden Götterglaubens stattfinden. Man sieht hier, wie der Mensch tatsächlich in der Lage ist, von seiner Vernunft her sein eigenes Handeln zu beurteilen, aber sich genau davor nach Kräften zu drücken sucht: „Ich war’s nicht, sondern Gott war’s. Der hat das alles zugelassen.“

 

Der Mensch und seine Ethik - das ist schon so eine Sache ! Betrachten wir ein Beispiel:

Unsere heutige Weltordnung beruht zum allergrößten Teil darauf, daß die USA die militärische und wirtschaftliche Ordnungsmacht sind und ihre Macht im laufend zu beobachtenden Sinne ausüben. Im Gegensatz zu den meisten Kritikern an den USA sollte man die USA nicht nur an ihren eigenen sittlich-ethischen Proklamationen und Handlungen messen, sondern auch an denen der anderen Völker und Staaten und insbesondere an denen ihrer Kritiker. In der Tat stehen wir mit den USA als der einzig verbliebenen Super- und Ordnungsmacht in Forschung, Wissenschaft sowie in technischer, politischer und wirtschaftlicher Entwicklung ganz gut da, aber wie dünn die zivilisatorische Decke über dem Barbarentum ist, sieht man z.B. so: Die Europäer entdeckten 1492 n.Chr. wieder mal Amerika, und dieses Mal vergaßen sie es nicht wieder. Die Holländer siedelten zuerst in der Gegend von New York, umgeben von Algonkin-Indianern wie den Wampanoag, Narragansett, Pokanoket, Pequod, Mohikanern, Nantikok, Nipmuk, Penobscot, Pawtuket ... Der Rheinland-Holländer Peter Minuit kaufte 1626 von den Mohikanern für $ 24 und viel Schnaps die Insel Manhattan, und auf ihr erbaute Peter Stoyvesand New Amsterdam, das später von den Engländern erobert wurde und den Namen "New York" erhielt - das New York. Napoleon erhielt übrigens für Louisiana 15 Millionen US$, allerdings nicht von den Indianern, sondern von den gerade sich entwickelnden USA mit 13 Bundesstaaten.

So, und nun verfolgen Sie die aktuelle Politik der USA mit ihren sehr objektspezifischen hehren und sittlichen Forderungen, gehen Sie dann nach New York und sagen Sie der US-Regierung, daß New York auf dem Boden der o.g. Indianerpopulationen steht, demzufolge dies die wahre Heimat dieser Indianer ist und daß die USA New York, Manhattan und am besten ganz Nordamerika räumen sollen !

Machen Sie das aber bitte nicht wirklich, denn unter der Herrschaft anderer wäre das alles noch viel verlogener, gewalttätiger und schlimmer !

Sehen Sie jetzt, was Ethik ist ? Das ist bei den natürlichen Hominiden eine bestimmte Art und Weise, Macht auszuüben. Der Mensch und seine Ethik – das ist schon so eine Sache !

 

Nun, wir werden durch intensive Forschung in Wissenschaften und Hochtechnologie in die Lage kommen, durch eine vollkommen beherrschte genetische Veredelung des Menschen dieses Wüten bösartiger Menschen zu beenden, indem wir nur noch „Menschen“ erschaffen werden, die frei sind von dem Bösen in allen seinen Schattierungen wie Raub- und Mordlust, Tötungstrieb, Grausamkeit, Neid, Haß, Herrschsucht, Egoismus ... sind. Zusätzlich werden noch alle weiteren Veranlagungen zu Krankheiten, Fehlern, Mängeln und Schwächen der natürlichen Menschen behoben.

Das Produkt ist dann ein vollkommenes, humanoides Vernunftwesen, in der SF-Literatur oft als Androide bezeichnet, und dieses Vernunftwesen hat das Böse nicht mehr in sich, so wie das die Menschen in ihren Fiktionen Engeln und Elfen erahnten.

Wir stehen jetzt davor, die wissenschaftlichen und technischen Mittel dafür zu erwerben, daß wir mittels einer vollkommen beherrschten Gentechnik mit vollkommenen Supermaschinen bei 100%-iger Qualitätsgarantie vollkommene humanoide Vernunftwesen herstellen können, und diese werden dann „wir“ sein, während die natürlichen Menschen „die anderen“ sein werden. Heute ist es noch genau anders herum, denn da sind wir „wir“ und die Androiden sind „die anderen“.

Damit werden alle die früheren Träume wahr, daß

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die Menschen himmlische Körper erhalten,

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die Menschen fortan immer in Frieden miteinander leben,

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Not, Krankheit und sogar Alter die Menschen nicht mehr plagen,

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das Reich Gottes auf Erden kommt,

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die Menschen in Engeln oder Elfen aufgehen, frei vom Bösen, ewigjung, rein, unsterblich ...

 

Es ist aus Traditionen, Legenden und Literatur der Menschen seit ältester Zeit einwandfrei zu entnehmen, daß die Menschen oft von der Sehnsucht nach einem Paradies erfaßt werden, einer Sehnsucht, die so stark ist, daß der Mensch es in ein Jenseits außerhalb der realen Welt verlegt, weil es im Diesseits nicht als erreichbar erscheint.

Nun, dieses Paradies kann sehr wohl verwirklicht werden, allerdings nicht mit dem Menschen, der das Böse in sich trägt. Mit Vernunftwesen und einer beliebig hohen Superzivilisation kann man Paradiese erschaffen und auch in der Realität für beliebig große Zeiträume halten. Es ist sehr schön, an der Verwirklichung solcher Paradiese im Diesseits mitzuarbeiten und damit auch von der Tier- und Pflanzenwelt das mörderische Joch zu nehmen, in das die natürlichen Menschen sie gezwungen haben mit dem Ergebnis des nun anscheinend 6. Faunenschnitts in der Erdgeschichte.

 

 

4  Androiden als „unsere“ Politiker

 

Es muß phantastisch für die von ihren Politikern so häufig und so schwer betrogenen Menschen sein, wenn sie endlich solche Politiker haben,

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die nicht irgendwelchen Geldgebern oder Mächtigen nach dem Mund reden,

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die nicht bestechlich sind,

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die für die ihnen anvertrauten Populationen wirklich deren Bestes wollen (und nicht ihr Bestes, also ihr Geld) ...

Wie können wir diesen so heiß ersehnten Zustand erreichen ?

 

Wenn wir Menschen die genetische Veredelung des Menschen vollkommen beherrschen und in der Lage sind, aus dem Menschen mittels genetischer Eingriffe vollkommene Vernunftwesen herzustellen, dann können wir auch manche dieser künstlich-synthetischen Geschöpfe als unsere Politiker einsetzen, wodurch wir endlich erreichen, daß unsere Politiker sind:

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gut ausgebildet und wohlinformiert,

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unbestechlich, unbeeindruckbar und unbeeinflußbar vom Bösen her und

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fähig zum Denken in solchen Zeiträumen, die für ein vernünftiges Denken unerläßlich sind.

Gut ausgebildete, wohlinformierte, gutwillige, intelligente ... Politiker, frei vom Bösen, - können Sie sich das vorstellen ? Die schöne, neue Welt von Alois Huxley – sie wartet auf uns !

 

Es ist zu betonen, daß der Vorschlag, gentechnisch veredelte „Menschen“ als Politiker einzusetzen, nicht einer menschlichen Laune entspringt, einer zeitweiligen Verärgerung über Politiker, die bisher bei uns eben nun natürliche Menschen sind, sondern der sicheren Erkenntnis, daß in der Zukunft das Böse im Menschen und damit auch zwangsläufig im Politiker immer größere Vernichtungskraft erhält, weil die Machtmittel durch die wissenschaftliche und technische Entwicklung immer weiter zunehmen. Ferner wird durch die laufend zunehmende Anzahl der Menschen auf der Erde – wobei alle diese Menschen das Böse in sich haben – der Lebensraum für die begleitende Tier- und Pflanzenwelt immer weiter eingeengt, werden Tier- und Pflanzenarten immer schneller ausgelöscht, werden Ressourcen immer schneller und gründlicher geplündert ...

Es kann nur eine genetische Veredelung des Menschen helfen, und zuerst müssen die gentechnisch veredelten Menschen, frei vom Bösen, als unsere Politiker eingesetzt werden. Stellen Sie sich einen Menschen vor, unbeeindruckbar, unbeeinflußbar und unbestechlich vom Bösen her, und dieser Mensch ist dazu noch gut ausgebildet, wohl informiert, in großen Zeiträumen denkend ... !

Quälen wir uns nicht weiter unnütz herum und ersetzen die Menschen in der Politik durch Androiden !

 

Um dieses schöne Ziel zu erreichen, benötigen wir eine wohl durchdachte Stammzellen- und Embryonenforschung, PID, Therapeutisches Klonen ... in der Anfangsphase. Diese Wissenschaften, Verfahren, Technologien ... sind also nach besten Kräften zu fördern. Je länger wir damit warten, umso länger müssen wir uns mit dummen, egoistischen, oft bösartigen, schlecht informierten ... Politikern zufrieden geben – was überhaupt nicht einzusehen ist.

Weil die Machtmittel in den Händen einzelner Menschen und Gruppen immer größer und vernichtender werden, geht vom natürlichen Menschen mit dem Bösen in sich für alles Leben auf Erde eine immer größere Gefahr aus.

Die Androiden werden das Leben über das ganze Sonnensystem verbreiten, die natürlichen Menschen werden es aber bereits auf der Erde vollständig vernichten.

 

Es muß zu einem Teil der politischen Erkenntnis werden, daß so weit im Leben für den Menschen auch so nah im Umfeld von Artenwandel, Artenneuentstehung und Artentod bedeutet.

Hier steht wie so oft die Prostitution der Hochbegabten und Koryphäen entgegen, die dem Zeitgeist gemäß behaupten, daß der Mensch die Krone der Schöpfung sei, fertig entwickelt, unveränderlich für ewige Zeiten, in seiner Form für ewige Zeiten konstant ... Totaler Blödsinn, aber das bringt Geld !

 

Es ist nun die politische Entwicklung einzuleiten, Projekte zur gentechnischen Veredelung des Menschen als internationale Großforschungsprojekte zu starten, ähnlich wie bei CERN, Airbus 380 und Fusionsreaktor. Es ist z.B. ein rechtsstaatlich völlig unhaltbarer Zustand, daß Gentechniker in Deutschland nach deutschem Recht mit bis zu 5 Jahren Gefängnis bedroht werden, wenn sie z.B. mit ihren englischen Kollegen in England gewisse Projekte auf dem Gebiet von Stammzellen-, Embryonenforschung und PID bearbeiten. Hier hat man zuerst einmal Wissenschaft, Medien und Politik aus der Steinzeit herauszuführen, so daß die Gesetzeslage entsprechend geändert werden kann.

 

Die politischen Parteien müssen sich von dem in die Vergangenheit gerichteten Denken lösen und sich zum Schutz des Lebens zur Förderung der Entwicklungen oder Übergänge

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Mensch → Androide und

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Technische Zivilisation (TZ) → Weltraumgestützte Superzivilisation (WGS)

bekennen und das in ihr politisches Grundsatzprogramm aufnehmen.

Artenwandel, Artenneuentstehung und Artentod bei den Arten und Unterarten der Gattung Homo müssen auch in der Politik als Realitäten anerkannt werden. Das dümmliche Verschließen der Augen vor notwendigen Entwicklungen schadet nur wie eh‘ und je. Das Böse lauert in jedem natürlichen Menschen und kann laufend zu den katastrophalsten Entwicklungen und Zerstörungen führen !

Artenwandel, Artenneuentstehung und Artentod sind Wirklichkeit, die Formenkonstanz der Menschheit ist eine verderbliche und gefährliche Illusion, für den Menschen selber und die begleitende Tier- und Pflanzenwelt. Die Epoche der Menschheit geht vorbei und führt über in das „Reich Gottes“, in dem Androiden mit himmlischen Körpern frei vom Bösen leben, und die Epoche der Menschheit wird als unangenehme bis bedrohliche Erinnerung immer mehr verblassen.   

 

Es ist zu hoffen, daß es nicht zu spät ist, wenn die Wissenschaftler, Journalisten, Politiker ... endlich in der Realität und Wirklichkeit von Artenwandel, Artenneuentstehung und Artentod angekommen sind - lange genug hat es dann ja auch gedauert !

Unsere Nachfahren können irgendwann himmlische Körper haben, im Reich Gottes leben, frei vom Bösen sein, eine tolle Superzivilisation mit tollen Supermaschinen aufbauen, unser und andere Sonnensysteme bevölkern ... Nur das Böse im Menschen muß dafür restlos eliminiert werden.

 

 

5  Supermaschinen der Superzivilisation für die Fortpflanzung

 

Es werden nun die superkomplexen Maschinen oder Supermaschinen der kommenden Superzivilisation für die Humanreproduktion vorgestellt und diskutiert:

-

Genstrukturator: In dieser Supermaschine wird der Genom des gewünschten Geschöpfes errechnet und konstruiert. Der fertige Genom wird an die Biotechplazenta für die Austragung oder Entwicklung zum lebensfähigen Baby übergeben.

-

Biotechplazenta: In dieser Supermaschine wird die Blastula zum fertigen Geschöpf entwickelt und bei Vollendung ausgegeben – das Junge wird geboren und an den Ökoharmonisator übergeben.

-

Ökoharmonisator: Diese Supermaschine errechnet die für das Junge und seine beste Entwicklung optimale Umwelt und garantiert diese dem Baby oder Jungen entsprechenden Lebensbedingungen.

 

Man kann das Fortpflanzungsproblem näher auf der abstrakten Idee des Ökoharmonisators lösen. Der oben gemachten Erklärung nach greift der Ökoharmonisator ab der Baby-Stufe ein, also von der „Geburt“ an. Man kann dieses Prinzip aber schon auf die optimale Entwicklung der Blastula (nach der Befruchtung der Eizelle) anwenden. Dann ist die Biotech-Plazenta praktisch nur ein Abschnitt im Ökoharmonisator. Der Genstrukturator dagegen kann schwerlich in das Ökoharmonisator-Konzept eingebaut werden, da es beliebig viele Verfahren gibt, den Genom für einen Menschen oder ein sonstiges Geschöpf herzustellen und in das Blastula-Stadium zu überführen. Auf einer schon vollkommenen Stufe ist es so, daß man dem Genstrukturator die Augabe erteilt, ein vollkommenes Vernunftwesen zu konzipieren - und irgendwann wirft er den fertigen Genom aus, der zur Blastula entwickelt sofort in die Biotech-Plazenta gebracht wird. Dann haben wir praktisch 2 Hauptkomponenten: Genstrukturator und Ökoharmonisator, wobei der Ökoharmonisator vorerst in 2 Phasen unterteilt werden kann, und zwar in Biotech-Plazenta und postnatale Lebens- und Erziehungsgemeinschaft.

 

Für die tiefer gehende Diskussion der Herstellung von gentechnisch veredelten Menschen durch die Menschen ist die ganze Problematik vom Menschen, von dieser Menschheit, von diesem Sonnensystem ... zu lösen, da das Produkt sich bei weiterer Höherentwicklung sowieso immer mehr von der menschlichen Species und vom menschenbezogenen, „menschlichen“ Denken und Fühlen entfernen wird. Wir haben also diese Phänomene möglichst allgemein zu behandeln, wofür man auf das Denken in geeigneten Kategorien übergehen muß, wie das schon Aristoteles in seinem Buch Politik IV vorgeschlagen hat. 

Wir reden jetzt also nicht mehr vom Menschen, sondern von Intelligenten Wesen (IW), Verbänden von IW (IWV), Arten von IW (IWA), Natürlicher Biologischer Evolution (NBE), Technischen Zivilisationen (TZ), Weltraumgestützten Superzivilisationen (WGS), vollkommenen Vernunftwesen (VIW) ...

Wir machen dann unsere Aussagen für alle Elemente aus diesen Kategorien für beliebige IW, IWV, IWA, TZ ... in beliebigen Sonnensystemen, Galaxien ...

Der Wechsel der Fortpflanzungsmethode von internen Körperorganen auf körperexterne Supermaschinen bringt bei allen IWA zwingend und notwendig einen grundlegenden Wandel der zuerst über NBE entwickelten IW-Form einer IWA (ein solches IW wird als NIW bezeichnet) zu einer höheren VIW-Form mit sich. Die künstlich-technische Herstellung von - meistens - VIW durch IW wird mit IWE abgekürzt. Kandidaten für weitere IWA- und TZ-Entwicklungen wären:

 

Sternbezeichnung

Entfernung (Lj)

Sterntypen

Durchmesser

(Sonne=100%)

Leuchtkraft

(Sonne=100%)

Systemart

Leben auf Planeten wahrscheinlich ?

Sternname

 

 

 

 

 

 

 

 

Alpha Centauri

4,3

G2V, dK1

110%, 50%

130%, 60%

Mehrfachsternsystem

Sicher

 

Alpha Canis Majoris

8,7

A1V, DA5

180%, 0,22%

2300%, 0,2%

Doppelsternsystem

ja

Sirius

Epsilon Eridani

10,8

K2V

90%

33%

Einfach

Sicher

 

61 Cygni

11,1

K5V, K7V

48%, 43%

6,5%, 3.8%

Doppelsternsystem

ja

 

Alpha Canis Minoris

11,3

F5IV

200%

600%

Einfach

ja

Procyon

Epsilon Indi

11,4

K5V

80%

13%

Einfach

Sicher

 

Tau Ceti

11,8

G

90%

45%

Einfach

ja

 

40 Eridani

16,3

K1V, DA, dM4e

90%, 2%, 43%

30%, 0,3%, 0,01%

Dreifachsternsystem

ja

Omicron Eridani

 

Auch das bedeutend weiter entfernte Doppelsternsystem 44 Bootes (dG1 und dG2) kann Leben auf Planeten haben. Auch bei Doppel- und Mehrfachsternsystemen sind stabile Planetenbahnen möglich, wenn die Komponenten (also die Sterne dieses Mehrfachsternsystems) hinreichend weit voneinander entfernt sind. Das ist sicher der Fall, wenn die Komponenten mindestens 1 Milliarde km oder knapp 7 Astronomische Einheiten (AE oder AU) voneinander entfernt sind. Diese Bedingung ist sowohl bei Alpha Centauri als auch 44 Bootes erfüllt.

 

 

6  Genstrukturator - Erzeugung von fertigen Chromosomensätzen für Geschöpfe

 

6.1  Gentechnische Veredelung des Menschen

 

Die künstlich-technische Synthese von Lebewesen – Intelligente Wesen (IW) eingeschlossen - wurde in der Literatur der Science Fiction (SF) nicht nur auf rein biologisch-organische Lebewesen, sondern auch auf bewußt-intelligente Roboter und Cyborgs ausgedehnt. In der SF-Literatur gibt es noch keinen Sprachstandard. Man kann definieren, daß ein mittels vollkommener Gentechnik hergestelltes humanoides VIW als Androide bezeichnet wird. Hier werden unter Androiden solche humanoide VIW verstanden, durch eine vollkommen beherrschte Gentechnik aus dem menschlichen Genom hervorgegangen. Dieser so durch gentechnische Veredelung erzeugte „Mensch“ oder Androide wird auch als Homo sapiens technicus (H.s.t.) bezeichnet. Bei manchen SF-Autoren werden Humanos, Andros oder Androiden als humanoide Cyborgs oder Roboter geführt. Weitere Vorstellungen:

-

Biologische Schaltkreise, auf deren Basis Leben synthetisiert werden können soll.

-

PIM (Program imaged man): Ein innerhalb von einem Großrechner simulierter Mensch, der selber glauben mag, daß er ein Wesen aus Fleisch und Blut und in einer „realen“ Welt sei.

 

Das therapeutische Klonen ist in der gegenwärtigen politischen Diskussion und wissenschaftlichen Entwicklungsphase, aber auch das Klonen von Menschen ist nicht nur für SF-Autoren und SF-Fans, sondern auch für Biochemiker und Molekularbiologen, Gentechniker und Biodesigner ein alter Hut. Die genetische Veredelung des menschlichen Genoms vor und nach der Zeugung ist die nächste Stufe und zwingend notwendig, um Fehler und vor allem das Böse aus der menschlichen Veranlagung zu bringen, weil sonst die menschliche Zivilisation und auch die Menschheit verloren sind.

Es kommt also die Genveredelung in Sicht, vor und nach der Zeugung, vor und außerhalb der Keimbahn, mit Austragen der befruchteten, genveredelten Eizelle vorerst in einer menschlichen Leihmutter und später prinzipiell in einer Biotechplazenta, einer hochkomplexen „Maschine“, in Wahrheit einer Supermaschine der Superzivilisation.

 

Die Herstellung menschlicher Klone oder genveredelter Chromosomensätze für „Menschen“ sind zu befürworten und zu fordern, sobald die wissenschaftlichen und technischen Voraussetzungen für eine 100%-ige Qualitätsgarantie gegeben sind. Was im folgenden Text über die praktischen Arbeiten zu Klonen und Herstellung genveredelter höherer Tiere (Mäuse bereits einbeschließend !) und Menschen gesagt wird, eventuell mit Austragen in einer Biotech-Plazenta, gilt nur und nur unter der Voraussetzung, daß man auch sein Handwerk versteht.

Wir stehen erst einmal vor dem Problem, wie wir das notwendige Wissen erlangen, das für die Konstruktion von Theorien oder von technischen Systemen der Superzivilisation für Klonen, Genveredelung und künstlich-technisches Austragen beliebiger Lebewesen bis hin zu VIW benötigt wird.

Alle IW dürfen „Schöpfer“ spielen, wenn sie wissen, was sie tun, und wenn sie das auch technisch beherrschen. Es ist aber immer unbedingt eine 100%-ige Qualitätsgarantie für die künstlich-technisch erzeugten höheren Lebewesen und besonders die VIW zu fordern. Man muß das auf sich selbst beziehen: Will man selber ein „Mensch“ sein, der als Designerbaby konzipiert wurde, aber bei dem man gepfuscht hat, so daß z.B. sein Gehirn nun nicht verbessert, sondern verschlechtert worden ist ?

 

Alle natürlichen Lebewesen und synthetisch-kybernetischen Organismen (darunter auch Androiden und superkomplexe Rechensysteme) sind realisierte Systeme aus Materie, bestehen also aus Atomen und Molekülen. Diese Verbände von Atomen und Molekülen funktionieren nach rein chemophysikalischen Gesetzen, wodurch ihre höheren geistig-seelischen Leistungen und Regungen, Empfindungen und Vorstellungen erzeugt werden. Über beliebig große Zeiträume hin gesehen ist es sicher, daß irgendwann mit technischen Mitteln solche Systeme besser, leistungsfähiger, schöner und harmonischer geschaffen werden können als über Natürliche Biologische Evolution (NBE).

Die Menschen entstanden über NBE in über 1 Milliarde Jahren aus eukaryontischen Metazoen. Ein vollkommener Genstrukturator entwirft vielleicht irgendwann einmal den Bauplan viel besserer IW binnen Sekunden.

Über die Millionen Jahre mag eine ähnliche Evolution der heutigen Rechensysteme oder Computer mit angeschlossener geeigneter Peripherie durch den Menschen bzw. seine Nachfolger zu „Lebewesen“ auf rein elektromagnetischer Basis führen, möglicherweise auch im Verbund mit organischen Baueinheiten (Moduln) und Bauelementen.

Es werden hier also zwei Extreme sichtbar, und zwar das Lebewesen, das ein reiner Organismus ist, und das Lebewesen, das ein ebenso reines System aus elektromagnetisch operierenden Bauteilen ist. Bei einer Vermengung dieser 2 Bausysteme werden wieder 2 Extreme sichtbar, und zwar ein Organismus, der als „Gehirn“ einen technischen Apparat auf elektromagnetischer Basis hat, und der „Roboter“, der das Gehirn eines höheren Organismus hat (Cyborg).

Das Konzept des Genstrukturators muß diesen Überlegungen gerecht werden.

Hier erfolgt eine Beschreibung für die Synthese neuer Lebewesen auf rein organischer Basis.

 

 

6.2  Vorbereitungen für die Entwicklung der Supermaschine „Genstrukturator“

 

Vor Beginn der für das längerfristige Überleben der Gattung Homo unumgänglichen Genveredelung des Menschen oder Homo sapiens sapiens (H.s.s.) ist zuerst einmal alles aus Versuchen und Theorien über Genmanipulation an Prokaryonten und eukaryontischen Einzellern herauszuholen, was nur möglich ist. Es ist also eine komplette Theorie der genetischen Wandlung beliebiger Einzeller zu erarbeiten und diese ist unablässig in unendlich vielen Variationen und Experimenten zu prüfen und immer wieder nachzubessern. Dann kann man zur Konstruktion von Metazoen übergehen, die tatsächlich nicht nur lebensfähig, sondern prinzipiell viel besser als natürliche Metazoen sind, wobei man in der Anfangsphase von wenigen Hundert Zellen ausgeht und über die Jahrzehnte zu immer komplexeren Organismen übergeht.

 

Das menschliche Erbgut (Genom) besteht aus 3,5 Milliarden Basen in 23 Chromosomenpaaren. Es gibt meistens nur 4 verschiedene Basen, die Aminosäuren Uracyl, Guanin, Thymin und Adenin, die die 4 Buchstaben des Alphabets darstellen, mit dem der Erbcode geschrieben ist. Diese Basen sind entlang der Doppelhelix der DNS, der Desoxyribonukleinsäure, aufgereiht, und hauptsächlich der Buchstabenwert und die Aufeinanderfolge der Buchstaben verschlüsselt die Erbinformation.

Die Chromosomen sind also wie Bücher, die mit 4 Buchstaben geschrieben sind. Sie sind auch wie Turingbänder, deren Information nicht 2-wertig, sondern 4wertig niedergelegt ist. Weitere Informationen der Chromosomen stecken in ihrer geometrischen Struktur.

Das Projekt HUGO zur Entschlüsselung der vollständigen Erbinformation war zwar um 2003 n.Chr. bis zu 99% erfolgt, aber dadurch wußte man von der Zuordnung von Teilen der Chromosomen zu Teilen des biologischen Organismus immer noch fast nichts. An Bakterien- und z.B. Hefepilzkulturen kann man jetzt erst einmal alles Wissenswerte in dieser Richtung herausholen und den notwendigen Maschinenpark für die gentechnische Veredelung schaffen.

 

Danach ist - gestützt auf entsprechende Expertensysteme auf Superrechnern - direkt auf menschliche Stammzellen überzugehen und diese sind ebenso in allen Einzelheiten zu erforschen, wofür man die Blastula nach erfolgter Zeugung in einer Biotechplazenta bis zu etwa 140 Zellen heranreifen läßt.

Bei diesem Entwicklungsstadium sind spätestens alle genetischen Korrekturen durchzuführen, um aus dem Genom der Zellen der Blastula alle erkennbaren genetischen Fehler zu entfernen.

Hat man hier bis zu diesem Entwicklungsstadium alles Wissenswerte erforscht, läßt man die Blastula weiter wachsen und erforscht den sich bildenden Fötus immer weiter bis etwa zum Alter von 3 Monaten. Von dieser Zeit an sollte der Fötus als menschliches Wesen gelten, an dem man nicht mehr herumdoktert, um zu forschen, sondern nur noch, um zu heilen.

Man muß sich also das Ziel setzen, aus der persönlichen Entwicklung des Fötus bis einschließlich zum 3. Monat des Austragens alle Informationen zu erhalten, die für das 100%-ige Verstehen und Optimieren der Entwicklung der Blastula zum vollkommenen Baby notwendig sind.

 

Parallel dazu - siehe SF-Literatur und Forscher - läßt man aus den Stammzellen in einer Biotechplazenta beliebige Organe wachsen, die als Implantate bei Kranken dienen können. Menschliche Organe läßt man künstlich in Nährlösungen aus Zellen des Patienten wachsen.

Es könnte sein, bereits dann schon das Geheimnis der Krankheit Krebs zu ermitteln und sie dadurch endgültig besiegen zu können.

 

 

6.3  Entwicklung und Herstellung von IW durch IW (IWE)

 

Die Schilderung der Androiden - also der verschiedenen Entwicklungsstufen des H.s.t. - ist wie eine Sammlung von Hoffnungen von Huxley und Häckel bis zu rezenten SF-Autoren (Wissenschaftler dürfen sich in Deutschland kaum dazu äußern, weil sie sonst ihren Job verlieren):

-

Man entfernt aus dem Genom des Menschen alles, was erkennbar zu Mängeln beim späteren Geschöpf führen würde, wie Veranlagung zu Diabetes, sonstigen Erbkrankheiten, schlechten Augen ...

-

Dann beginnt das Projekt „Entwicklung von humanoiden Kunstwesen, Übermenschen, Superwesen ...“, von IW ohne das Böse in sich, also von VIW, insbesondere von humanoiden Vernunftwesen möglichst hoher Vollkommenheit. Wenn diese VIW erst erwachsen sind, werden sie sich selber schnell noch viel höher entwickeln.  

Die künstlich-technische Planung, Konstruktion und Herstellung von Vernunftwesen (VIW) ist bei der IWE das eigentliche Ziel.                                                                                                                                

 

 

6.4  Genstrukturator

 

Beim Genstrukturator, bestehend aus einem großen Rechner und einer Generzeugungsanlage, stellt man an der Schaltkonsole des Rechners die gewünschten Daten und Eigenschaften für das zu konstruierende Lebewesen (bis hin zum Vernunftwesen oder VIW) ein.

Der Rechnerteil errechnet dann den benötigten Chromosomensatz und schickt ihn über einen Datenkanal an den Gensyntheseapparat. Um fehlerhafte Eingabewerte für gewünschte Lebewesen und um die Konstruktion von Monstern zu verhindern, ist dem eigentlichen Gensyntheseapparat ein Ethikkontrolleur vorgeschaltet. Sobald der Ethikkontrolleur festgestellt hat, daß der Chromosomensatz in Ordnung ist, beginnt die Synthese des Chromosomensatzes.

Der Rechnerteil sendet die technischen Daten für das geplante, zu erschaffende Geschöpf an den Generzeugungsteil des Genstrukturators zur Herstellung des Genoms. Dieser Generzeugungsteil erschafft den geforderten Chromosomensatz und sendet ihn an die Biotechplazenta zum Austragen (und Nachkorrigieren).

Der Genstrukturator sendet die Eigenschaften des gewünschten Geschöpfes auch an den Ökoharmonisator, der für dieses Lebewesen die optimale Umwelt aus Geschöpfen, technischen Anlagen, Familienverbänden usw. errechnet. Die technischen Daten für diese Geschöpfe sendet er an den Genstrukturator als Konstruktionsvorschläge zurück.

 

Der Genstrukturator kann verschiedene Aufgaben erfüllen:

-

Konstruktion eines vollständigen Chromosomensatzes für ein gewünschtes Geschöpf aus der Angabe der Eigenschaften des gewünschten Geschöpfes an der Schaltkonsole.

-

Verbesserung des vollständig vorliegenden Chromosomensatzes eines Geschöpfes mittels Behebung von Erbfehlern sowie Optimierungen am Genom, um die Leistungsfähigkeit usw. des Geschöpfes zu verbessern.

-

Programmierung des nachgeschalteten Ökoharmonisators, um für das zu erschaffende Geschöpf die optimale Lebensumwelt zu schaffen. 

 

Die Funktionsweise des Genstrukturators ist eine reine Frage von Physik und Hochtechnologie. Ein großes Problem dabei ist, wie oder auf welche Werte Intelligenz, Persönlichkeit, Körperausstattung ... des gewünschten, zu schaffenden IW an der Schaltkonsole oder Bedienungstafel einzustellen sind.

 

 

7  Biotechplazenta - Entwicklung des Chromosomensatzes zum fertigen Baby

 

7.1  Zusammenspiel von Genstrukturator, Biotechplazenta und Ökoharmonisator

 

Ob sich der Fortpflanzungsapparat der IW im Innern ihres Körpers befindet oder außerhalb ihres Körpers in irgendwelchen Fabriken ist abhängig von der Entwicklungsstufe der IW. Sicher ist, daß in körperexternen Supermaschinen die IW-Reproduktion und IW-Fortpflanzung sehr viel besser erfolgen kann als über körperinterne.

 

Der Genstrukturator erzeugt auf Wunsch und nach Plan den VIW-Chromosomensatz und schickt ihn in die Biotechplazenta. Diese hat im wesentlichen die Funktion, aus dem fertigen Chromosomensatz ein lebensfähiges Geschöpf zu entwickeln, womit die Leistungen Austragen und Gebären bei den Säugetieren abgedeckt werden. Die Biotechplazenta verfügt aber auch über die Fähigkeit, aus einem vorliegenden Genom einzelne Organe zu synthetisieren, also z.B. Arme, Beine, Augen, Herz, Milz ...

 

Die Biotechplazenta deckt mindestens die Mutterfunktionen der Säugetiere ab. In den einfachsten Ausbaustufen funktioniert eine Biotechplazenta wie eine Leihmutter: Menschliche Embryos kann man in menschlichen Leihmüttern austragen lassen, in denen sich die Embryos eventuell sehr viel besser entwickeln können als in der natürlichen Mutter, weil die Leihmutter im speziellen Fall nicht raucht, nicht „säuft“, keinen Leichtsinnssport in der Schwangerschaft betreibt usw. Vielleicht kann auch die natürliche Mutter den Fötus nicht richtig ernähren oder später nicht ohne Schäden bei Mutter und Kind gebären. Diese Leihmutter wird bei fortgeschrittener Technologie eine entsprechende „Maschine“ der Superzivilisation sein.

Aufgaben und Leistungen der Biotechplazenta für die Synthese von Lebewesen bis hin zu VIW:

-

Austragen des Fötus und Kontrolle seiner Entwicklung.

-

Höherorganisierung seines Gehirns durch entsprechend strukturierte und dosierte Informationen. Bei der Erziehungs- und Ausbildungsvorplanung können geeignete Leistungen in die Zeit vor der „Geburt“ des Geschöpfes verlegt werden.

-

Vermittlung von Gefühlsinformation wie Zärtlichkeit, Liebe und Geborgenheit, wobei die seelischen Mutter-Kind-Beziehungen bei natürlichen Müttern als Grundlage dienen und höherentwickelt werden,

-

Freigeben des selbständig lebensfähigen Babys und Übernehmen in geeignete Lebensgruppen.

 

Nach seiner „Geburt“ kommt das lebensfähige Tier- oder Menschenbaby in den Wirkungsbereich des Ökoharmonisators, der die optimale Umgebung, Lebensweise, Erziehung usw. errechnet und die dafür notwendige Ausstattung bereitgestellt hat. Das können durchaus Familienverbände sein. Fragen zu Fürsorge und Erziehung im Umfeld von Biotechplazenta und Ökoharmonisator:

-

Wie weit nach der „Freigabe“ des selbständig lebensfähigen Kleinkindes soll noch die Fürsorge der Biotechplazenta reichen ?

-

Wie weit soll die Biotechplazenta bei der Entwicklung des Fötus schon sein Gehirn mit Informationen anfüllen ?

Alle Gedanken, Empfindungen, Gefühle, Triebe ... haben eine „materielle“ Basis, die die Existenz dieser geistig-seelischen Werte erst ermöglicht und sie chemophysikalisch exakt definiert und steuert. Auch die schönste Mutterliebe, der genialste Einfall und das größte Gedächtnis wie der größte Haß und Neid können also durch chemische Substanzen und Prozesse (etwa Hormone), neurologische Reizungen (über elektrische Spannungen und Ströme) und durch Reize aus der Umwelt simuliert und als völlig „wahres“ Gefühl und Ichbewußtsein im Geschöpf konstruiert werden.

Die Vermittlung von bloßen Lehrinhalten kann durch die Konstruktion beliebig aufnahmefähiger Gehirne zeitlich beliebig verkürzt werden. Aber die Organisation des Gehirnes, die erst das Entscheidende zur Intelligenz des Fötus beiträgt, kann nach der „Geburt“ nicht so weitgehend verbessert werden. Durch einen hinreichend vernünftig strukturierten und dosierten Datenstrom (synonym für lebenswichtige Informationen und Gefühle) zum Gehirn des Fötus kann vermutlich die Organisation seines Gehirnes bedeutend verbessert werden.

 

Die Biotechplazenta ist in höheren Ausbaustufen zu allgemeineren Leistungen in der Lage, da sie auch Baueinheiten organischer Lebewesen aus Chromosomensätzen herstellen kann.

Die Herstellung dieser organischen Moduln wie Arme, Beine, Herz ... ist ein gewaltiges Schnittstellenproblem, bei dem der später in Frage kommende einbettende Organismus vollendet simuliert wird. Die Herstellung von einzelnen Organen nach Wunsch in der Biotechplazenta kann sogar schon bald das große Problem der Gegenwart lösen, hinreichend viele und gute Ersatzorgane für Schwerkranke zu erhalten. Dann müssen die Ärzte und Politiker die Leute nicht laufend an den Mangel an Organen erinnern und die Bürger dazu auffordern, immer einen Organspendeausweis mit sich zu tragen

 

 

7.2  Kontrollmechanismen und 100%-ige Qualitätsgarantie

 

Nachdem der Genstrukturator den fertigen Chromosomensatz erstellt hat (für das vollständige Lebewesen oder den organischen Modul), sendet er ihn zur Biotechplazenta, wo durch das Verfahren der laufenden kontrollierten Zellteilung ein Lebewesen (Fötus) entsteht, das bis zum Stadium des eigenständig lebensfähigen Kleinkindes entwickelt wird. Dabei findet eine laufende Prüfung daraufhin statt, ob die resultierenden Eigenschaften des Fötus mit den Berechnungen aus dem fertigen Chromosomensatz übereinstimmen.

Erstellt man nur ein Organ, so gelten ähnliche Kontroll- und Reparaturmechanismen.

Es gibt in den eukaryontischen Zellen von Metazoen Reparatur-Gene, die die Chromosomenstränge auf Mutationen, also auf Veränderungen der Erbinformation, untersuchen und diese z.T. beheben können. Eine ähnliche Kontrolle mit Reparatur geschieht im natürlichen mütterlichen Organismus, der aber dann im Extremfall den Embryo abtötet, wenn er zu viele Mißbildungen hat. Irgendwo muß im Muttertier eine Kenntnis sein, wie der Embryo auszusehen hat. Ebenso gibt es in der Biotechplazenta Kontrollen auf Abweichungen, und überschreiten diese Abweichungen eine bestimmte Toleranzgrenze, wird geprüft, wodurch sie bewirkt werden und es wird versucht, die Abweichungen zu vermindern.

Sind diese Bemühungen erfolglos, wird die Entwicklung des Fötus bis zum Ende des 3. Monats abgebrochen und der ganze Prozeß darauf überprüft, wie die Abweichungen zustande kommen konnten, worauf dann die entsprechenden Erkenntnisse auch an den Genstrukturator gesendet werden.

 

 

8  Ökoharmonisator - Errechnung und Bereitstellung der optimalen Umwelt

 

Der Ökoharmonisator ist Idee, Operationsprinzip, Struktur sowie eine ziemlich große Ansammlung von realisierten Systemen beliebiger Komplexität, wozu auf jeden Fall ein sehr großer Rechner gehört, aber auch Produktionsstätten, automatische Fabriken usw. zur Herstellung der für das Baby benötigten Umwelt und Lebensbedingungen, ferner eventuell auch echte Familienverbände.

Die Idee des Ökoharmonisators beruht darauf, für das von Genstrukturator und Biotechplazenta erschaffene Lebewesen wahrhaftig die optimale Umgebung, Erziehung, Lebensumwelt, Lebensbedingungen ... zu ermitteln, zu erschaffen und zu garantieren, also alles hauptsächlich zum Wohl des Nachwuchses. Zu dieser Idee gehört, daß man sich vor der Erschaffung eines Geschöpfes genau überlegt, wie die optimale Aufzucht und Lebensumwelt des Nachwuchses aussehen und garantiert werden soll. Bei der Aufzucht des IW-Nachwuchses sind Lebensbedingungen, Ernährung, Kleidung, medizinische Versorgung, Ausbildung, Erziehung ... so sorgfältig zu gewährleisten, daß aus IW alles „herausgeholt“ werden kann, was an höheren Begabungen in ihnen steckt. Das ist eine wesentliche Aufgabe des Ökoharmonisators.

Der Ökoharmonisator hat aus Konstruktionsmerkmalen, Bauplan, Aufgaben und Eigenschaften des gewünschten Geschöpfes dessen optimale personale und apersonale Umwelt zu errechnen und bereit zu stellen. Hier arbeitet er mit dem Genstrukturator schon ab dem Moment zusammen, wo bei diesem an der Schaltkonsole die Eigenschaften des gewünschten Geschöpfes eingegeben werden. Diese vom rechentechnischen Standpunkt sehr leistungsfähige Anlage ermittelt die Umgebung, in der das zu konstruierende oder gerade neu konstruierte Geschöpf bis hin zum VIW den höchsten Leistungsgrad aufbringt - über beliebig große Zeiträume betrachtet -, und sie veranlaßt deren Konstruktion, so daß die notwendigen Umgebungen und Lebensgruppen vorhanden sind, wenn das erschaffene Baby aus der Biotechplazenta in die Lebensgruppen überführt werden sollen.

Die Daten für den apersonalen Teil der Umwelt sendet der Ökoharmonisator an eine entsprechende Einrichtung weiter, die die gewünschten technischen Anlagen usw. erzeugt.

Der Ökoharmonisator errechnet auch die Eigenschaften der Geschöpfe der optimalen lebendigen Umwelt und schickt sie an den Genstrukturator, der die Chromosomensätze dafür erzeugt, z.B. für andere IW, „Tiere“, „Pflanzen“ usw. Er errechnet Aufbau und Funktion von Lebensgruppen für die Aufnahme des Babys, also Familien, beliebig große Gemeinschaften aus unterschiedlichsten Geschöpfen. Die Aufgaben des Ökoharmonisators umfassen auch das Erkennen und Lösen von Problemen in Lebensgruppen beliebiger Größe vor ihrer Realisierung und während ihres Betriebs (Ablaufs, Lebens). Wichtige Funktionen liegen in Politik, Soziologie, Justiz usw.

Der Ökoharmonisator ist also verantwortlich für die optimalen soziologischen, wirtschaftlichen, psychologischen usw. Voraussetzungen und Strukturen bei den Lebensgruppen beliebiger Größe.

Auf der Entwicklungsstufe des NIW-Zoikums (bei der Menschheit ist dies die gegenwärtige Epoche, das Anthropozoikum, das dann vom Kyberzoikum oder VIW-Zoikum abgelöst wird) ist der Ökoharmonisator häufig die natürliche Familie. Darum ist es zweckmäßig, frühzeitig mit der Optimierung der „IW-Zucht“ zu beginnen, verbunden mit einer Anpassung von Leitbegriffen und Lebenszielsetzungen an die Evolution im größten Maßstab. Aber das abstrakte System, das als Ökoharmonisator bezeichnet wird, soll Lebensbedingungen, Ausbildung, Lebenszielsetzungen ... der jungen IW optimieren, ganz gleich, ob diese IW schon VIW sind oder NIW (IW einer über NBE entstandenen IWA).

Man kann aber auch einmal von der VIW-Ausbildung ... ausgehen und paßt die dann allmählich beim Übergang von der VIW-TZ zur NIW-TZ an die speziellen Eigenschaften der speziellen NIW in ihrer NIW-TZ an. Das kann dann zu weiten Teilen ohne speziellen Bezug auf NIW geschehen.

 

 

9  Geistigkeit und Molekularbiologie

 

9.1  Ich, Bewußtsein und Persönlichkeit

 

In seinen späteren Forschungsjahren wandte sich Francis Crick – zusammen mit James Watson enträtselte er 1953 das Geheimnis der Träger der Erbinformation und des Mechanismus der Vererbung) – immer mehr dem Phänomen Bewußtsein zu. Ist das Prinzip der Erbinformation klar geworden, so hat man bei der Synthese von künstlichen „Menschen“ oder allgemein IW das übergroße Problem, wie das Bewußtsein in den Erbanlagen lokalisiert bzw. „gefunden“ werden kann.

Der eigentliche Reiz und Nutzen der Gentechnologie ist die Aussicht, die psychischen, geistigen, intellektuellen, charakterlichen ... Eigenschaften des Menschen zu verbessern.

Dann muß man aber auch wissen, wie die Psyche in die Gene geschrieben ist.

Eine nicht unbeträchtliche Hoffnung bekommt man daher, daß die Natur hier ein Prinzip wiederholt, was sie bei den so überaus wichtigen Proteinen (Enzymen, Fermenten, Eiweiß) schon realisiert hat: Die in den Ribosomen (gemäß der mRNS und tRNS vorgegebenen Informationen) synthetisierten linearen Polypeptidketten falten sich in schlichter Befolgung von Naturgesetzen der Physik und Chemie zur eindeutigen 3D Konfiguration des betreffenden Proteins. Die 3D Konfiguration der Proteine ergibt sich ganz automatisch, nachdem erst einmal hinreichend lange Polypeptidketten synthetisiert worden sind. Die Polypeptidkette kann gar nicht anders, genauso wie auch eine Kugel ohne Einwirkung anderer Kräfte unter dem Einfluß der Schwerkraft nur einen Hügel hinabrollen kann.

Augustinus von Tagaste meinte in seinen „Bekenntnissen“, daß das Bewußtsein das Gedächtnis vom Gedächtnis vom Gedächtnis ... sei. So etwas bezeichnet man als rekursiven Prozeß. Auch das tendiert in die Richtung, daß das Bewußtsein ein wesentlicher Effekt der Komplexität ist.

Ist das der Fall, und das ist sogar ziemlich wahrscheinlich, dann ist das Bewußtsein hauptsächlich ein Dreckeffekt hinreichend komplexer Strukturen bei hinreichender Organisation und Eignung der Bauelemente. Das macht es gleichermaßen möglich, daß sich auf Siliziumbasis

-

ebenfalls Bewußtsein ausbilden kann oder

-

eben prinzipiell nicht, weil diese Bauelemente immer dafür ungeeignet sind.

 

Wir sind heute vom Verstehen unseres eigenen Gehirns und vom Zustandekommen von Bewußtsein, Ich und Persönlichkeit noch sehr weit entfernt. Wie die komplexe Geistigkeit des Menschen genau entsteht und bewirkt wird, wie sie technisch oder biomechanisch ... funktioniert, wissen wir noch nicht. Wir sind vor allem noch sehr, sehr weit entfernt davon, Teile oder Elemente unserer Geistigkeit auf dem Genom des Menschen zu lokalisieren.

 

Man muß pragmatisches und spekulatives Denken gut miteinander kombinieren. Eigentlich ist alles Spekulation - absolutes Wissen im Sinne absoluter Wahrheit gibt es gar nicht. Gehirn und Universum sind gekoppelte Größen, was in der Literatur in extremalen Formulierungen festgehalten worden ist:

-

Das (menschliche) Gehirn erzeugt Raum und Zeit.

-

Das Gehirn erzeugt unser Universum.

Also, das Gehirn kann sich selber als Forschungsobjekt, Spielzeug, Forschungsinstrument, Biologische DV-Anlage, eigene Welt ... betrachten, verstehen oder verwenden.

 

Wesentlich ist, mit welchen Modellen das Gehirn sich selber oder den ganzen Menschen versteht:

-

Man kann sagen, daß der Mensch eine Einheit ist - man ist eins oder „Ich bin eins“.

-

Man kann aber auch sagen, daß der Mensch sich in ein Gehirn und den Rumpf-/Restkörper zerlegen läßt - man ist zwei oder „Ich bin zwei“.

-

Man kann auch das Gehirn selber aufspalten in Überich, Ich und Unterich gemäß dem Modell von I. Kant.

-

Man kann auch Unterich und Rumpfkörper zusammenfassen als eine Einheit, dazu kommt das Ich (= Normalbewußtsein, Persönlichkeit) als 2. Einheit und das Überich als 3. Einheit. Damit ist der Mensch ein Symbiosewesen aus Tier, menschlicher Persönlichkeit und Genie - man ist drei oder „Ich bin Drei“.

-

Man kann sich beliebig viele dieser Modelle basteln, die aber meistens an der eigentlichen evolutionären Entwicklung weit vorbeigehen.

 

Wollen Sie mal das geistige Werkzeug „Man ist drei“ in der Zusammensetzung Tier, Normalpersönlichkeit und Genie bei ihrer eigenen Person austesten ?

Die physische Oberfläche Ihres Ichs ist dann nicht die Haut ihres Körpers - die normale Oberfläche von uns -, und sie ist auch nicht die Oberfläche unseres Gehirns, sondern die Oberfläche unseres Ich ist dann z.T. eine Grenzfläche im Gehirn zwischen verschiedenen Gehirnteilen, die das Ichzentrum und die normale Persönlichkeit definieren.

 

Das Selbstverständnis von uns selber als IW vermag uns zwar das persönliche Leben sehr zu erleichtern - und dafür ist es wohl auch entwickelt worden als bioevolutionäre Größe -, aber es läßt den Geist des Menschen sehr abstumpfen und vermindert seine Lebenszielsetzungen fast beliebig weit. Wir leben zwar in einem Meer von Nichtwissen, aber wir benötigen eine optimale Sinnschöpfung für Realität, Leben und Zivilisation:

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Optimal für die Entwicklung des Maschinenparks der Superzivilisation, damit Leben und Zivilisation möglichst große zeitliche Distanzen zurücklegen bei größter Harmonie des Zusammenlebens und größter Wirkung in der Ewigkeit.

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Optimal für das Ganze, das noch sein wird, wenn wir als Personen, die Menschheit und ihre TZ, unser Sonnensystem, unsere Galaxis ... im Abgrund der gigantischen Zeiträume verschwunden sind.

 

 

9.2  Psyche, Intellekt und Banalität des Genialen

 

Die Psyche des Menschen ist nicht einseitig, schlicht und uniform, sondern vielseitig. Normalität und Einfalt werden nur von außen her erzwungen - Verhaltensdruck in der Herde. Durch mangelhafte Ausbildung, Erziehung, Lebensweise ... im Kindesalter erreichen die Menschen nur einen kleinen Teil des Intellekts,  der für sie nach ihrer Veranlagung her prinzipiell möglich wäre.

Die Banalität des Genialen drückt sich z.B. dadurch aus, daß

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jeder Mensch die Anlagen zum Genialen in sich trägt, und meistens ist es der personalen Umwelt zu „verdanken“, daß sie sich nicht entwickelt,

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die guten Gedanken und Ideen „Einfälle“, „Geistesblitze“, „göttliche Eingebungen“ ... sind, für die der Mensch, der sie „empfängt“, im Prinzip genauso wenig kann wie für die geniale Leistung anderer - wenn man sich auf die Persönlichkeit, das Ich, das Wachbewußtsein ... bezieht,

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Doktorarbeiten höchster Qualität oftmals im Schlaf oder Schwimmbad gelöst bzw. „empfangen“ worden sind,

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man im Schlaf und Traum Texte in absoluter Klarheit über viele Seiten hinweg „lesen“ kann - und hat sie niemals im Wachbewußtsein geschrieben und kein Mensch hat sie je geschrieben.

Das alles erklärt sich durch das Vielzentrenmodell des Gehirns, mit Unterich, Ich und Überich, sehr weithin der Interpretation von Immanuel Kant folgend, aber ausgedrückt in Termen der Kybernetik von Norbert Wiener. Die Superprozessoren und Superassoziationsspeicher des Überichs sind meistens nicht direkt ansprechbar vom Ich oder Wachbewußtsein her, aber sie arbeiten selbständig für sich und geben ihre Rechenergebnisse irgendwann sporadisch ins Wachbewußtsein ab, gefragt oder ungefragt. Dieses Überich als Summe der regional eng begrenzten und im Gehirn verteilten Hochleistungsrechnerknoten schiebt im Schlaf oder Wachen seine Ergebnisse in das Wachbewußtsein - das sind unsere Ideen. So kann man nach dem Aufwachen sich an einen Traum erinnern, in dem man (im Traum !) selber einen Text bester Güte geschrieben hat, und braucht diesen Text einfach nur aus der Erinnerung niederzuschreiben.

 

Die Formulierung Banalität des Genialen ist sicher leicht mißverständlich. Jeder Mensch, der ein unverkrampftes Verhältnis zu Forschung, Wissenschaft und guter Ausbildung hat, wird Genialität, hohe geistige schöpferische Kraft usw. als sehr schöne Merkmale von beliebigen IW ansehen.

Es ist aber so, daß die geistige Leistung, die für einen frühen Homo erectus vor 1,4 Millionen Jahren genial war, für einen späten Homo erectus eher selbstverständlich bis eben banal gewesen ist.

Man kann sich auch aus der SF gute Beispiele vornehmen: Wenn Mausbiber Gucky in der SF-Serie „Perry Rhodan“ gerne teleportiert, telepathisch espert oder telekinetisch arbeitet - falls er nicht gerade Mohrrüben ißt -, oder wenn Captain Kirk in der Weltraumfilmserie „StarTrek“ seine Leute schnell zu sich in das Raumschiff beamt, weil sie irgendwo in Gefahr geraten sind, dann ziehen diese Gestalten sowie die betreffenden Geschichten ihren Heroismus oder was sonst auch immer fast ausschließlich aus der nahezu vorgegebenen Einmaligkeit ihrer Fähigkeiten.

Mit anderen Worten: Könnte jeder teleportieren ... oder sich beamen lassen wohin auch immer, wäre das banal ! Die Banalität des epochal-regional Exquisiten läßt sich auch sehr schon bei technischen Geräten darlegen:

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Das Handy war um 1995 noch Statussymbol und kennzeichnete eher schon einen Auserwählten der Gesellschaft, aber heute kostet ein Handy fast nichts: das ist die Banalität des einstmals höchstrangigen Statussymbols. Wenn es jeder hat oder zumindest leicht kriegen kann, ist der Reiz vorbei.

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Noch vor 200 Jahren wäre einer, der ein Radio besessen hätte, auf unserer Erde entweder als Gott verehrt oder als Zauberer verbrannt oder als Geisteskranker weggesperrt worden. Heute ist der Besitz nicht nur von einem Radio, sondern von mehreren Radios höchster Güte nahezu jedem leicht möglich und damit entsetzlich banal.

Das meinte Arthur C. Clarke damit, als er meinte, daß Leistungen einer Superzivilisation für IW auf niederer Kulturstufe von Magie oder Zauberei nicht zu unterscheiden sind. Eine primitive Form

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der Teleportation ist z.B. die Reise in einem Flugzeug,

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der Telekinese z.B. die Verwendung eines funkgesteuerten Roboters und

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der Telepathie z.B. die Verwendung von Radio, Telephon, Fernseher und Internet.

 

Mit dem Fortschritt der Technischen Zivilisation (TZ) zur Weltraumgestützten Superzivilisation (WGS) werden die Techniken zur

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räumlichen „Versetzung“ des eigenen Körpers,

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von einem selber gesteuerten Fernwirkung und

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Kommunikation von IW

immer besser, schneller und ausgefeilter.

Irgendwann ist es ganz selbstverständlich, daß die IW „Chips“ usw. im Kopf haben, mit deren Hilfe sie komplizierteste und mächtigste Maschinen der Supertechnik ansteuern können, wodurch das dann möglich wird, was heute SF-Autoren als Teleportation, -kinese und -pathie bezeichnen.

Ähnlich bewundern wir geistig schöpferische, hochintelligente, gut ausgebildete ... Menschen, aber diese wären eine Alltagserscheinung und damit völlig banal, wenn wir in einer VIW-Gesellschaft leben würden. Genialität ist eigentlich selbstverständlich - für ein vernunftbegabtes Geschöpf. Sie zu fördern und zu nutzen ist für jedes vernünftige IW absolutes Muß.

Schöpferische geistige Kraft und Betätigung sind in einer VIW-TZ total selbstverständlich. Die Vernunft macht offensichtlich, daß ein IW sich eigentlich nur so betätigen und verhalten kann. So ist das hier mit der Banalität des Genialen gemeint. Auf dem Entwicklungsweg Mensch → VIW oder TZ → WGS werden wir das genau beobachten können.

 

 

10  Staatskybernetik - Berechenbarkeit politischer, sozialer ... Entwicklungen

 

Es erscheint als fraglich, ob wir Menschen als Vertreter der Kategorie NIW eine Rechenanlage bauen können, die in vernünftigen Zeiten alles das berechnen kann, was Leben, Handeln, Wollen, Bedürfnisse usw. der IW in beliebigen Umgebungen betrifft.

Die Berechenbarkeit politischer, sozialer oder psychischer Probleme ist prinzipiell fraglich, denn z.B.

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die geistige Komponente der IW,

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die Genialität der Individuen,

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die prinzipielle Neuentwicklung höherwertiger Strukturen, die nicht vorhersehbar waren, und

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die wirkliche Struktur der Realität

lassen sich kaum jemals von NIW total erfassen, vorhersagen, berechnen usw.

Politik und Soziologie befassen sich mit Gruppen, unter deren Elementen auch IW vorkommen. Eine Rechenanlage, die die Politik und Soziologie von IW bearbeitet, muß mit der geistigen Entwicklung der IW mitwachsen. Kann eine datenverarbeitende Struktur errechnen, welche Entwicklungen bei IW, IWV ... prinzipiell möglich sind, in Sicht auf beliebig große Zeiträume ?

Es ist sicher so, daß der Ökoharmonisator seine eigene Struktur der geistigen Entwicklung seiner IWA und TZ laufend anpassen muß. Er muß ferner nach einer laufend neu angepaßten und korrigierten Theorie der IW, IWV, IWA, TZ, Universen ... die soziologischen, politischen, juristischen, psychologischen und medizinisch-elektronischen Probleme usw. neu überarbeiten und zu lösen suchen.

Es spielt dabei prinzipiell keine Rolle, ob die IW humanoid sind.

 

Diese Überlegungen müssen zusammen mit Staatswissenschaft und leistungsfähigen Staatstheorien weiter ausgearbeitet werden. Staaten sind diskontinuierliche „Räume“ über Mengen aus diskreten Objekten, deren Elemente auch vollkommene synthetisch-kybernetische IW (VIW) als Träger der WGS-Entwicklung sein können oder auch die über NBE entstandenen Geschöpfe, die den Intelligenzen und Superintelligenzen zum Schutz und zur bleibenden Erhaltung und Fürsorge anvertraut sind. .

 

An dieser Stelle kann man Vorstellungen der Staatsmedizin und Staatstheorie der Aionik in den bisherigen vorläufigen Form bereits verwenden. Die Basis dafür ist, daß man Organismen n-ter Stufe zu mathematischen Mannigfaltigkeiten und Räumen in Beziehung setzt. Die Metrik eines Raumes wird mit der Ethik über „Raumelementen“ (also Zellen, Menschen, Gruppen, ...) in Beziehung gesetzt, die Physik in Räumen mit politischen und soziologischen Strukturen/Problemen in Organismen 2. Stufe (das sind Verbände von Metazoen, z.B. IWV oder Staaten).

Eine leistungsfähige Staatstheorie wird die den Staat aufbauenden bzw. bildenden IW und sonstigen Geschöpfe so optimal in Sicht auf beliebig große Zeiträume und höchste Wirkung einsetzen, wie das etwa mit den Wassermolekülen einer Seifenblase der Fall ist. Weitere Leitideen sind der Rechnende Raum von Konrad Zuse sowie die Erstellung einer Staatstheorie im Range einer Alles Umfassenden Theorie (AUT), die Automatentheorie usw. als Basisstrukturen enthält.

 

In der Staatswissenschaft gilt für die Entwicklung von Staatstheorien der Ansatz, daß man von einer TZ von VIW ausgeht, also von IW ohne das Böse in sich, und für diese die optimale staatliche Ordnung errechnet, die natürlich auch hier abhängig ist von gewissen Parametern, etwa von der Intelligenz der VIW, ihrer körperlichen und geistigen Ausstattung, dem aktuellen Stand der TZ oder WGS.

Von dieser WGS der VIW (auch Androiden) ausgehend verschlechtert man nun in den theoretischen Modellen die Eigenschaften der vollkommenen Androiden fortlaufend, bis aus ihnen Menschen geworden sind, und zwar mit dem Bösen in sich.

 

Mit dem Bösen im Menschen hat man sich aber nicht abzufinden, sondern es gentechnisch möglichst rasch aus dem Genom des Menschen zu entfernen. Gegenüber dem Bösen gibt es keine Toleranz. Die Menschen sind glücklicherweise dem Bösen in sich nicht auf ewige Zeiten ausgeliefert, da sie das Himmelslicht der Vernunft besitzen. In diesem Sinne kann man das Gesetz von Artenwandel, Artenneuentstehung und Artentod benutzen wie einen Schraubenzieher bei der Reparatur einer Uhr.