Artenwandel, Artenneuentstehung und Artentod III

 

Androidisierung als Weiterführung der Sapientierung

 

1  Sapientierung als Teil der Androidisierung ?

 

1.1  Der Homo erectus im „modernen“ Menschen

 

Es ist sicher nicht nur Spitzfindigkeit, ob man die zwangsläufige und notwendige Androidisierung der letzten natürlichen Hominiden schon in der nächsten Zukunft als konsequente Weiterführung der Sapientierung einstuft oder die Sapientierung als Teil der Androidisierung des Homo erectus ansieht.

Es gibt da erhebliche Unterschiede der Sichtweisen:

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Die Sapientierung des Homo erectus erfolgte über die Methoden der Natürlichen Biologischen Evolution (NBE) ganz im Sinne von Charles Darwin. Die nachfolgende Androidisierung der letzten natürlichen Hominiden, der Menschen, erfolgt nicht durch NBE, sondern durch den Menschen selber, indem er die Herstellung seiner eigenen Nachkommen von hoch entwickelten Supermaschinen der Superzivilisation durchführen läßt. Allgemein wird dieses Verfahren, wo beliebige Intelligente Wesen (IW) ihre Nachfolger-IW künstlich-technisch herstellen, als IWE bezeichnet, ganz unabhängig von der handelnden Species von IW (IWA) und dem betreffenden Sonnensystem.

 

Die Androidisierung ist dann ein im Universum alltäglicher Prozeß der IWE, der sich an die Phase anschließt, wo mittels NBE eine IWA bis zur TZ-Stufe entwickelt worden ist.

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 Stuft man aber die Sapientierung als Teil der Androidisierung ein, so muß man eine Evolutionsidee und einen Evolutionsmechanismus finden können, unter dem NBE und IWE vereinigt werden können. Das wird dann ziemlich philosophisch, denn dann ordnet man hier irgendwem oder irgendetwas eine Weitsicht zu, die einer teleologischen Betrachtung recht ähnlich ist. Beispiel: Wenn „Gott“ vor 64,5 Millionen Jahren beschlossen hat, aus den am Ende der Kreidezeit lebenden Hörnchenartigen (auch Primaten) mittels NBE und dann IWE sich echte und vollkommene Vernunftwesen (VIW) entwickeln zu lassen, dann kann man diese Formulierung verwenden: Die Sapientierung ist Teil der Androidisierung. Die Konsequenzen davon dürften wohl zumindest in Hinsicht Res religiösen offensichtlich sein.

 

Wenn die Entwicklung von IWA mittels NBE in vielen Sonnensystemen stattfindet, also häufig ist,

wenn schon Milliarden Jahre vor der Menschheit andere IWA viel früher entwickelt worden sind,

- wenn in unserem Universum die Möglichkeit für IWA besteht, mittels ihrer Technischen Zivilisation (TZ) zu einer solchen Höhe der Superzivilisation mit ihren Supermaschinen zu gelangen, daß sie sich selber über solche Zeiträume in der Realität halten und auch weiter entwickeln können zu immer höheren Formen,

dann hat es vor der Entwicklung der Menschheit zwangsläufig andere IWA gegeben, die eine solche Höhe einer Weltraumgestützten Superzivilisation (WGS) erreicht haben, daß die Träger dieser WGS, die IW, auf der Stufe der Superintelligenzen stehen und den Menschen durch ihre Fähigkeiten und Handlungen wie Götter erscheinen würden. Weil Superintelligenzen und „Götter“ nicht zwangsläufig mit Untergang, Vernichtung, Zerstörung, Verfall ... ihres eigenen Universums mit zugrunde gehen können, muß es also viele andere Universen geben, in denen ähnliche Entwicklungen stattfinden, und in die „die Götter“ flüchten können ... Kosmophysik und Aionik.

Die Menschheit mag durch durch göttliches Walten mit entstanden zu sein, aber der wesentliche Fehler der Religionen ist der, daß sie den Göttern meistens zu viele menschliche Eigenschaften und sogar auch Schwächen zusprechen.

Superintelligenzen denken und handeln nicht wie Menschen. Superintelligenzen denken und handeln wie Superintelligenzen, und vor dieser Stufe steht, vom Menschen her gesehen, die Stufe des Übermenschen, also der Androiden, Engel, Elfen ..., der vollkommenen humanoiden Vernunftwesen, frei vom Bösen.

Gott denkt und handelt nicht menschlich, nicht wie ein Mensch. Auch unsere Nachkommen, die Androiden, werden nicht wie Menschen denken und handeln. Vor allem werden sie nicht sich selber untereinander bekriegen, nicht die begleitende Tier- und Pflanzenwelt auslöschen, denn sie sind frei vom Bösen, sondern sie werden den Weltraum erforschen und sich über ihn ausbreiten.

Dem Menschen bleibt wegen des Bösen in ihm der Weltraum verschlossen. Wie so viele Journalisten im 20. Jahrhundert schrieben: „Der Mensch gehört auf die Erde und nicht in den Weltraum.“ Der Mensch ist ganz einfach nicht weltraumtauglich, wegen des Bösen in ihm.

 

Heute, zu Ende des Anthropozoikums, das vielleicht vor 100000 Jahren begann, können wir feststellen, daß das Böse im Menschen in seinen Genen verankert ist, es ist ein Teil des menschlichen Wesens, ein Teil der menschlichen Veranlagung, und diese ist sehr eng mit dem Gehirn korreliert. Vor vielleicht 130000 Jahren waren gleichzeitig Mensch und Urmensch entstanden, konkurrierende Unterarten des Homo sapiens, der wohl letzten Vertreter der Gattung Homo schon damals. Es gab noch vor 40000 Jahren Urmensch und Mensch,

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H.s. neanderthalensis und

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H.s. sapiens.

Sie wurden vielleicht von der Natur "ausgetestet" und - im Fall des Menschen – dauert das noch bis heute an.

Zu den schwersten Prüfungen wird gehören, daß der Mensch sein eigenes Gehirn so weit verstehen lernt, das er es genetisch verbessern und vom Bösen befreien, geradezu reinigen kann.

 

Das menschliche Gehirn mit seinen Leistungen und möglichen Weiterentwicklungen, die über die heutigen humanoiden Formen hinausführen können, kann man vielleicht besser verstehen, wenn man danach fragt, was Gott oder die die Natur eigentlich mit der Entwicklung der Hominiden erreichen "wollte" bzw. könnte, und ob es tatsächlich bleibende - also konvergente Endformen - der Hominiden- und ganz allgemein IW-Evolution gibt.

Wir Menschen - die heutigen herrschenden Hominidenformen - haben im günstigen Fall noch Millionen Jahre an weiterer Evolution vor uns - im Prinzip.

Was ist aber in 10, 20 oder 100 Milliarden Jahren ?

100000 oder 200000 Jahre Menschheit und dann Schluß ?

Sind nicht auch 200000 Jahre Menschheit in 30 Milliarden Jahren Evolution unseres Sonnensystems so winzig wenig, daß wir eine solche kurze Zeitspanne für die Dauer von Menschheit und menschlicher Zivilisation ausschließen müssen ?

Wie packen wir es aber an, um die Hominiden-Evolution vernünftig weiter zu führen und die ganze Sache um die lebendige Schöpfung im wahren Sinne ewig zu machen ?

 

 

1.2  Hirnforschung

 

Große Probleme:

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Codierung von Information und Datenfluß im Gehirn

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Komplexität des Gehirns

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Erzeugung von Bewußtsein

 

Wenn sich die Organisation des Gehirns des späten Homo erectus nur wenig von der des Gehirns des heutigen Menschen unterschied, würde das bedeuten, daß der H. erectus sprechen konnte. Aber sicher war es um 10% bis 20% kleiner. Forscher nehmen an, daß sie aus den Abdrücken der Gehirnwindungen innerhalb der Schädelkapsel beim Australopithecus afarensis (siehe das Buch von Johanson "LUCY") entnehmen können, daß sich sein Gehirn schon recht erheblich von dem Schimpansengehirn unterschied.

 

Den Hominidenzweig unterscheiden mehrere gewichtige Eigenheiten vom Stamm der älteren Pongiden, wozu gehören:

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46 Chromosomen anstelle von 48 (vor 8 Millionen Jahren ?),

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aufrechter Gang (vor 5 Millionen Jahren ?),

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deutlich höhere Gehirnorganisation als beim Schimpansen, schon vor 4 Millionen Jahren beim A. afarensis mit 400 ccm Gehirn, der wie ein aufrecht gehender Schimpanse aussah.

 

Das wesentlichste Produkt der Evolution der Hominiden ist ihr Gehirn; denn einen aufrechten Gang besaßen auch viele Saurier, und zwar für über 100 Millionen Jahre.

Die Struktur- und Funktionsanalyse des Gehirns, Zentralnervensystems und Autonomen Nervensystems am lebenden Objekt kann man nur bei den Menschen und Menschenaffen durchführen. Das muß genügen für eine Diskussion der Gehirne der früheren Hominiden.

Vom Genom des Menschen unterscheidet sich der Genom des Schimpansen nur zu 1% bis 3%.

Es ist dann wohl anzunehmen, daß der späte Homo erectus ähnlich fühlte und dachte wie ein heutiger Mensch - wenn auch wie ein recht schlichter Mensch. Ein Homo erectus hätte für den heutigen Menschen ein Jagdgefährte sein können, mit dem man Jagdvorhaben und Herstellung von Steinzeitwaffen richtig besprechen konnte, sehr wahrscheinlich sogar mittels einer akustischen Sprache.

Das ist wichtig, um die naturhistorische Dimension des heutigen Menschen richtig zu begreifen: Lebewesen unserer Art oder Hominiden, die uns recht ähnlich waren, leben schon seit über 200000 Jahren auf der Erde, und damit schon viele Jahrzehntausende vor dem Anthropozoikum. Viele unserer Gedanken und Gefühle unterscheiden sich kaum von denen des H. erectus vor 200000 Jahren.

 

Hirnforschung ist ein Teil der Erkenntnistheorie. Wenn der Mensch sein Gehirn untersucht, untersucht er das Organ, was ihm die Untersuchung ermöglicht. Das Gehirn, das Bilder von der Umwelt in sich erzeugt, untersucht die Mechanismen, die das Entwerfen von Bildern in ihm selbst ermöglichen.

An den Anfang einer solchen Untersuchung kann man den scherzhaften Ausspruch Albert Einsteins stellen, daß der gesunde Menschenverstand aus all den Vorurteilen besteht, die sich im Menschen bis zu seinem 18. Lebensjahr angesammelt haben.

Im Sinne von Bohr und Heisenberg wird Erkennen auch hier einen Verzicht auf schöne Illusionen bedeuten, was allerdings nicht ausschließt, daß die sich herausschälenden "Wahrheiten" noch viel schöner als die schönen Illusionen sein können - man muß auch skeptisch gegenüber der Skepsis sein.

Besonders wichtig ist für uns die Erkenntnis, daß Willen, Wünsche, Gefühle und Gedanken letzten Endes aus neuronalen Strömen oder Prozessen oder durch Aktivitäten Neurosekretorischer Drüsen bestehen, die durch psychologische Taktik oder Pharmaka beeinflußbar sind.

Die Struktur- und Funktionsanalyse von Gehirn, Zentral- und Autonomen Nervensystem ist auf jeden Fall an den Anfang jeder Erkenntnistheorie und Philosophie zu stellen. Aus durchsichtigen Gründen wird sie meistens gemieden, weil die Religions-, Partei-, Wirtschafts- und Regierungsbonzen die zwingend mit einer guten Hirnforschung einhergehende Aufklärung der Menschen fürchten.

Wer wird schon den Stuß von Seele, Leben nach dem Tode, Jenseits, Kirchen- oder Parteigläubigkeit, Absolutheitsanspruch von Kirche oder Partei usw. glauben, wenn er im hinreichenden Ausmaß über das aktuelle Wissen über das Gehirn verfügt ?

 

 

1.3  Geschichte der Hirnforschung

 

Wenden wir uns zuerst der Geschichte der Hirnforschung zu. Wieder haben sich die alten Hellenen von allen Völkern zuerst über den Vorgang der Erzeugung von Sinneneindrücken Gedanken gemacht.

Um 495 v.Chr. stellte Empedokles von Akragas die These auf, daß von der Außenwelt Körperchen (atomoi) auf die Hautsinne (poroi) fallen und in uns das Sinnerleben vermitteln. Demgemäß mußte auch das Licht eine endliche Geschwindigkeit haben.

Die Hellenen dachten sich z.T. den Sitz der Vernunft in der Nähe des Zwerchfells in der Brust des Menschen, aber nicht im Kopf, und andere Hellenen wie Pythagoras (der Name bedeutet: Wortführer der Pythia im Orakel zu Delphoi; er hatte um 530 v,Chr. eine Schule in Kroton gegründet) nahmen das Gehirn als Sitz der Vernunft an.

 

Die ersten meßtechnischen Versuche mit dem menschlichen Gehirn machte man erst um 1870. Man stellte damals die elektrischen Potentialschwankungen an der Großhirnrinde fest. Daraus entwickelte sich die Elektroenzephalographie.

Das größte Glücksgefühl und der größte Schmerz werden durch neuronale Ströme oder Hormone bewirkt, auch Freude, Trauer, Unternehmungslust und Langeweile und alle sonstigen höheren oder niederen psychischen Aktivitäten von Mensch und Tier.

Ein großer Fehler wäre, zu sagen, daß sie "nur" dadurch bewirkt werden.

Wir alle, einschließlich unser Sonnensystem, sind "nur" Derivate kosmischer Gas- und Staubwolken !

 

Von 1928 bis 1935 wurden die elektrischen Potentialschwankungen an der Großhirnrinde von Berger genau untersucht. Aber ebenso wie die Arbeiten von Pawlow stießen seine Meldungen auf große Skepsis.

1929 stellte Golla die Hypothese auf, daß die Hirnwellen diagnostischen Wert besitzen.

Von 1935 bis 1940 wurden durch die Arbeiten von Adrian und Matthew die von Berger bestätigt.

Es wurde die Technik für die Aufnahme der Elektroenzephalogramme (EEG) verfeinert.

1945 gab es allein in England schon 50 Labors, die sich mit EEGs beschäftigten.

Inzwischen konnte über diese Arbeiten etwas über das Wesen der Epilepsie erfahren werden. Versuchspersonen konnten durch gewisse Reizfolgen in epileptische Zustände versetzt werden. Man unterscheidet 4 verschiedene Wellenarten bei den Hirnwellen, die heute Bergerwellen heißen. Sie werden den Aktivitäten unterschiedlicher Hirnteile zugeordnet, und die Bergerwellen zeigten eine starke Abhängigkeit von der Aktivität der entsprechenden Hirnteile. Über die Bergerwellen konnte man 3 grundsätzliche Klassen von Menschen entdecken, die Probleme ganz unterschiedlich erkennen und zu lösen suchen.

 

 

1.4  Das menschliche Gehirn

 

Das Gehirn des erwachsenen Mannes wiegt im Durchschnitt 1375 g, aber entscheidend ist nicht so sehr die Größe des Gehirns als vielmehr der Grad seiner Organisation und seines funktionalen Zustandes. Das Gehirn ist ein lebendes biologisches System, das

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sicher nicht optimal arbeitet und

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sich selber im Laufe des persönlichen Lebens z.B. mit Kalkablagerungen verdreckt, die dann zu Funktionsstörungen, d.h. geistigen Störungen, führen können.

Eine mögliche Folge ist die senile Demenz. Würde es gelingen, durch Spülungen o. ä. die Kalkablagerungen im Gehirn abzubauen oder von Anfang an zu verhindern, gäbe es zumindest keine "verkalkten Alten" mehr.

Das Gehirn des Menschen hat etwa 10 bis 20 Milliarden Neuronen, die in der grauen Rindenschicht sitzen bzw. zu einem geringen Anteil in Rechnerkernen (Ganglienknoten), die der weißen Masse eingelagert sind.

Die Neuronen sind durch die Nervenfasern, die Dendriten verbunden, die in ihrer riesigen Anzahl die weiße Masse des Gehirns bilden.

Die Physiologie beschäftigt sich mit Aufbau und Funktionen der Zellen und ihres Zusammenspiels.

Biochemische Untersuchungen haben in den letzten Jahrzehnten viele funktionale Prozesse im Zusammenhang mit dem Geistigen analysiert. Der Energiestoffwechsel des Gehirns wird über den Abbau von Glykogen in den Gliazellen durchgeführt, der durch den normalen Blutkreislauf zu ihnen hin transportiert wird (Blut-Hirn-Schranke).

Das typische Aussehen des Gehirns kommt daher, daß die Hirnrinde, die die Neuronen enthält, nicht dicker als 7 mm werden kann, weil sie sonst ihre Funktion verliert, und so vergrößerte die Natur die Hirnrinde über ihre Furchung. Dadurch bekommt die Großhirnrinde (Neokortex) etwa eine Oberfläche von O,25 qm.

Die Hirnrinde setzt sich aus 7 Schichten zusammen. Man kann über die Analyse der Verteilung dieser 7 Schichten etwa 200 verschiedene Rindenfelder ausmachen.

Das Gehirn besteht aus einer Anzahl verschiedener Zentren und weist in vielen Bereichen eine Rechts-Links-Symmetrie auf.

Das Großhirn zeigt eine deutliche Zweiteilung. Die linke Gehirnhälfte steuert die rechte Körperseite, die rechte Gehirnhälfte die linke Körperseite, was durch eine Überkreuzung der entsprechenden Nervenbahnen bewirkt wird. Die linke und rechte Großhirnhälfte können bei einem Menschen recht unterschiedlich entwickelt sein.

Es herrscht heute die Auffassung vor, daß die Hirnhälften auch eine gewisse Spezialisierung aufweisen. Da die Menschen Rechts- oder Linkshändigkeit besitzen können, kann man die Kennzeichnung darauf beziehen. Ein Modell ist, daß der Rechtshänder in der linken Großhirnhälfte denkt, und er fühlt mehr auf der anderen Hälfte, wobei aber zu beachten ist, daß das Zwischenhirn mit Thalamus und Hypothalamus Empfinden und Fühlen in der Hauptsache bewirken.

Das Gefühl wird uns aber erst im Großhirn bewußt.

 

Das Gehirn des Menschen besteht aus:

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Großhirn, Sitz von Vernunft und Verstand sowie der willkürlichen motorischen Steuerung, des bewußten Empfindens und Willens.

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Zwischenhirn mit Thalamus und Hypothalamus, in dem Reize aus dem Körper umgesetzt werden und auf Rindenfelder im Großhirn projiziert werden. Es ist Sitz der Triebe und der Gefühlssteuerung.

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Mittelhirn, Rautenhirn und Hinterhirn. Sie enthalten Rechnerknoten (Ganglienknoten) zur Steuerung wichtiger Körperfunktionen.

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Kleinhirn, das die motorische Feinsteuerung leistet.

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Rautenhirn und Nachhirn dienen zur Steuerung elementarer Körperfunktionen und als Übergang zum Rückenmark (Medulla oblongata).

Zusammen mit dem Rückenmark bildet das Gehirn das Zentralnervensystem, von dem das Periphere Nervensystem abzweigt.

Das Vegetative oder Autonome Nervensystem (Eingeweide-Nervensystem) ist ein weiteres selbständiges Nervensystem zur Steuerung hauptsächlich von Eingeweidefunktionen wie Verdauung. Dazu gehören die endokrinen Drüsen: Hypophyse, Schilddrüse, Epithelkörperchen, Thymus (Bries), Nebennieren und Paraganglien, Inselorgan, Endokriner Anteil der Keimdrüsen und die Epiphyse (Zirbeldrüse).

Die Wirkung von Stoffwechselstörungen im Körperhaushalt oder von endokrinen Drüsen kann fatal für den Menschen sein: Eine winzige Menge an zuwenig produziertem Thyroxin in der Schilddrüse kann bewirken, daß der Mensch in seiner geistigen Entwicklung schwerstens gehemmt wird.

Weiteres siehe in modernen Lehrbüchern über Hirnforschung.

 

 

1.5  Unmittelbare Folgerungen aus der Hirnforschung

 

Die DNS der 46 diploiden Chromosomen des Menschen definieren zwar seine Art (Spezies), aber sein Gehirn ist das entscheidende Kennzeichen des Menschen.

Nicht nur die Gehirnorganisation schwankt von Mensch zu Mensch, sondern auch das Gehirngewicht (mindestens in den Grenzen von 1000 bis 1800 ccm beim Erwachsenen).

Wie schwer muß es da sein, für alle Menschen gleich verbindliche Realitätsvorstellungen, Weltmodelle, Lebensziele, Motivations-, Steuerungs- und Wertungssysteme usw. aufzustellen !

Aber es wird noch schwerer. Wie Ernst Haeckel festgestellt hat, macht der Embryo des Menschen sehr weite Teile der Stammesentwicklung der Metazoen durch (Biogenetisches Grundgesetz).

Der Embryo des Menschen ist garantiert ein nichtmenschliches Wesen. Je jünger er ist, umso mehr ähnelt er irgendeiner Tierart aus immer fernerer Vergangenheit.

Aber auch Säugling, Baby, Kleinkind und auch noch ältere Kinder sind im engeren Sinne keine Menschen, denn ihr Gehirn ist nichtmenschlich klein und unterentwickelt.

In geringer Ähnlichkeit machen die Kinder vom jüngsten bis zum ältesten Stadium Frühformen der Hominiden durch.

Das Gehirn des "Menschen" ist im Alter von 14 Jahren (im Mittel) ausgereift - von da an ist er ein echter Mensch. Genau genommen macht der Säugling der Menschen verschiedene Artzustände durch, und bei jedem Entwicklungssprung zu einer höheren Hominidenart wird er menschenähnlicher.

Erst im Alter von 14 Jahren ist er ein Mensch.

Es ist falsch, vom Kind (einem im strengen Sinne nichtmenschlichen Wesen !) die Lebensart und Denkweise abverlangen zu wollen wie von Erwachsenen.

 

Ferner gibt es beim Menschen die beiden Geschlechter, was erneut die Erstellung einer verbindlichen Human-Software erschwert. Männer denken und fühlen anders als Frauen. Unterschiedlich alte Menschen denken und fühlen verschieden, und schließlich sind die Menschen auch noch durch unterschiedliche Abstammung, Erziehung, Lebensweise, Ausbildung usw. vom Elternhaus her unterschiedlich geprägt.

Weiterhin zeigt die Hirnforschung, daß der Mensch seiner Veranlagung nach ein intelligentes Tier ist, ein Tier mit der zeitweiligen Fähigkeit zum scharfsinnigen, logischen, konzeptionellen, planenden, schöpferischen und meditativen Denken. Zeitweilig vermag er sich von Trieben und Traditionen zu lösen, am vollkommensten in seinen Genies.

Die Spezies Mensch ist leistungsfähig genug, um durch rein statistische Verteilung der Erbanlagen Vernunftwesen hervorzubringen, wie etwa Archimedes von Syrakus. Für eine weitere Behandlung wird auf die Genieforschung verwiesen.

Eine Folgerung aus der Hirnforschung ist, daß die Menschen verschieden sein können, weil ihre Gehirne verschieden sind, und so mag der eine Mensch gerne glauben wollen, der andere kann nicht glauben, der eine mag gerne emotional handeln, der andere kann gar nicht emotional handeln ...

Politische, wirtschaftliche, soziale, kulturelle ... Systeme können nur dann für alle Menschen gelten, wenn sie sich auf das beschränken, worin die Menschen tatsächlich alle gleich sind.

Der eine Mensch kann mit Freiheit, Offenheit, Vielfalt ... nichts anfangen, für den anderen bedeuten sie die Welt. Man kann versuchen, den größten gemeinsamen Nenner herauszufinden, indem man den Menschen die beste Ausbildung und die besten Lebens- und Arbeitsbedingungen gibt, aber das wird durch das Böse im Menschen verhindert.

Das Böse im Menschen wird immer den Menschen dazu bringen, daß er alles mißbraucht, Maschinen und Supermaschinen, politische und wirtschaftliche Systeme, politische und wirtschaftliche Macht, Knebelung oder Freiheit der Medien ... – ganz egal.

Durch das Böse im Menschen ist die menschliche Species eine potentielle kosmische Totgeburt, und nur durch eine hinreichende Wandlung des Menschen zu einem höheren, vollkommenen Vernunftwesen kann verhindert werden, daß diese Totgeburt faktisch wird..

 

 

1.6  Kybernetik und Wienersches Prinzip –

Spekulationen zur Superzivilisation

 

Das Wienersche Prinzip von 1948: Man wird Maschinen bauen können, die mindestens das können, was die Menschen können. Vielleicht wird dieses Prinzip die Zukunft der Menschheit bestimmen.

Die Kybernetik wurde von Norbert Wiener (1894-1964) in seinem Buch "Cybernetics" von 1948 als wissenschaftliche Disziplin gegründet. Wiener war ein sogenanntes Wunderkind gewesen mit großen mathematischen Fähigkeiten. Er entwickelte die Vorstellung zur Kybernetik aus seiner Forschungstätigkeit in der Fernsteuerungstechnik, wo das Problem bestand, Abweichungen eines Flugkörpers von der Sollflugbahn automatisch durch eine Nachregelung korrigieren zu lassen.

Wiener definierte die Kybernetik als die Wissenschaft von der Steuerung und dem Nachrichtenverkehr in Menschen und Maschinen oder als die Wissenschaft von den Verhaltensweisen von Maschinen und Organismen.

Er verallgemeinerte die Kybernetik dahin, daß sie das Verhalten von beliebigen informationsverarbeitenden (realisierten) Strukturen beschreibt, wobei diese Strukturen Organismen oder Maschinen sein können.

Wiener schuf also die theoretischen Voraussetzungen dafür, daß die trennende geistige Wand zwischen dem Menschen und beliebig hochkomplexen informationsverarbeitenden realisierten Strukturen fiel. Er zog damit auch die Konsequenzen aus der geistigen Strömung, die durch Turing mit seinen Arbeiten über Endliche Automaten 1938 vorbereitet worden war, durch John von Neumann mit seinen Arbeiten über Rechenmaschinen und beliebige Automaten 1948 und durch Claude Shannon und Weaver um dieselbe Zeit in der Informationstheorie.

Die eigentlichen Gebiete der Kybernetik waren die Regelungstechnik und die Informationstheorie, aber bald schon wurde sie über den Wienerschen Ansatz auf die Hirnphysiologie und die Hirnforschung allgemein angewendet. Damit wurde die trennende geistige Wand zwischen Geisteswissenschaften und Naturwissenschaften eingerissen.

C.E. Shannon formulierte Teilprobleme bei der Realisierung von Maschinen in der Qualität von Menschen in Form von mathematischen oder technischen Fragen 1953, in dem Jahr, in dem Francis Crick und James Watson das Geheimnis von Erbanalgen, Vererbung, DNS und Doppelhelix ... lösten.

Verschiedene Forscher versuchten mit einfachen technischen Konstruktionen, diese und weitere Fragen lösen zu helfen:

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Homöostat von Ashby

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Schildkröte von Grey Walter

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Maus von Claude Shannon.

Über die Erforschung von Regelkreisen in immer komplexerer Ausführung wollte man die Grenze zwischen Nichtleben und Leben faßbar machen. Man zog Vergleiche mit der Physiologie von Organismen.

Pawlow hatte 1928 bei Experimenten mit Hunden den Aufbau Bedingter Reflexe untersucht. Eine Frage war, wie man Automaten bauen kann, die lernen können, wobei dieses Lernen auch im Aufbauen Bedingter Reflexe bestehen konnte.

 

Der Enthusiasmus in der Kybernetik auf diesem Gebiet ist inzwischen abgeklungen. Leistungsfähigkeit und Komplexität des menschlichen Gehirnes erwiesen sich als so gewaltig, daß das menschliche Gehirn vorerst nicht erforschbar oder simulierbar war. Die Kybernetik leistete aber eine wichtige Vorarbeit dafür, daß mit ausgefeilten psychologischen Methoden und Pharmaka der Mensch immer besser verstehbar und manipulierbar wurde.

 

Wenn man sich genügend lange mit Kybernetik und Hirnforschung beschäftigt hat, schwinden immer mehr die Zweifel an einer einheitlichen Wurzel der Informationsverarbeitung bei Mensch und Maschine. Tatsächlich nimmt die Beschäftigung mit den Krankheiten des Gehirns oder mit Gehirnverletzungen die letzten Zweifel daran, weil durch den Ausfall wichtiger Hirnteile der Mensch aufhört, zu den für den Menschen typischen höheren geistigen Regungen und Aktivitäten fähig zu sein.

Damit kann man die Wienersche These als gültig hinnehmen, daß zwischen beliebig hochkomplexen informationsverarbeitenden Maschinen und dem Menschen kein prinzipieller Unterschied besteht.

Wiener war auch der Meinung, daß der Mensch eines Tages in der Lage sein würde, Maschinen zu bauen, die mindestens geistig so leistungsfähig sind wie der Mensch.

Diese wichtige Erkenntnis wird durch die falschen Vorstellungen des durchschnittlichen Menschen von einer Maschine getrübt, denn man denkt dann an eine primitive Maschine und nicht an eine Supermaschinen der Superzivilisation.

Ohne eine gründliche Aufwertung des Begriffs Maschine besteht die Gefahr, daß man den Menschen mit einem solchen Ausspruch auf das Niveau einer primitiven Maschine stellt, während Wiener in Wahrheit hochkomplexe Maschinen – Supermaschinen - meinte, die dann natürlich genau so höhere geistige Aktivitäten haben wie der Mensch und somit mit den primitiven Maschinen unserer TZ-Stufe nicht verglichen werden können.

Es ist also besser, wenn man direkt von Intelligenten Wesen (mit Bewußtsein) und Intelligenten Formen (ohne Bewußtsein wie Roboter) spricht.

Es kann somit festgestellt werden: Das menschliche Gehirn funktioniert wie eine hochkomplexe informationsverarbeitende Supermaschine bzw. stellt eine solche dar.

Da es die bekannten höheren psychischen Aktivitäten aufweist, ist bewiesen, daß Supermaschinen diese besitzen können.

Irgendwann werden Menschen oder ihre Nachfolger durch ihre Supertechnik dazu fähig, Maschinen von der geistigen Qualität von Menschen herzustellen.

Es ist sicher, daß über die Genmanipulation das gemacht werden kann.

Es ist möglich, daß dies über Weiterentwicklungen der heutigen Computer, Computernetze und Roboter geschehen kann.

Der Weg zur zeitlich langlebigen Superzivilisation erfordert und bringt mehr als intelligente Maschinen.

Computer, Roboter, robotergesteuerte Produktion, rechnergesteuerte Ausbildung, Verwaltung, Verkehrsregelung usw. sind wichtige technische Merkmale einer Superzivilisation.

 

Während nun die kybernetischen Maschinen und die technischen Machtmittel der sich entwickelnden Superzivilisation zu immer höherer Vollkommenheit und Mächtigkeit entwickelt werden, bleibt bisher der Mensch nach seiner Veranlagung gleich und läuft als Homo sapiens sapiens aus der Zeit vor mindestens 37000 Jahren mit dem erweiterten Gehirn des Homo erectus und oftmals noch mit deutlichen Kennzeichen seiner Software herum.

Das geht gewiß nicht lange gut, denn die laufend mächtiger werdenden Vernichtungswaffen in den Händen weniger Menschen erhöhen dadurch das Zivilisationsrisiko zu stark.

Wie kann man dieses Problem lösen ?

Wie sichern wir angesichts der Bestialität im Homo sapiens sapiens die Evolution von Leben, Vernunft, Technik und Zivilisation im Sonnensystem ab ?

Eine optimale Human-Software erscheint als unbedingt notwendig, aber sie ist wegen des Bösen im Menschen ebenfalls nicht hinreichend.

Die vom Menschen hergestellten vollkommenen Vernunftwesen (VIW) könnten prinzipiell mit ihrer Vernunft, Wissenschaft, Technik und sittlichen Kraft die lebensvernichtenden Prozesse und Wandlungen in der Natur überwinden, auch bei Sicht auf größte Zeiträume.

Das ist eine frohe Botschaft. Sie bedeutet die prinzipielle Unsterblichkeit des Lebens durch die Vernunft.

 

Schnittstelle zum Ethischen: Dienst am Menschen

 

Eingeschränktes Gastrecht in der Evolution - großes Risiko der Evolution

 

IW

Intelligentes Wesen

IWA

Art von IW

TZ

Technische Zivilisation

NBE

Natürliche biologische Evolution

IWE

Herstellung von IW (meistens VIW) durch IW

 

Paläontologie, Paläoanthropologie und Hirnforschung zeigen die ungeheure Wertschöpfung, die mit der Entwicklung Intelligenter Wesen (IW) wie dem Menschen in einer Evolution über gut 4 Milliarden Jahre in unserem Sonnensystem geleistet wurde.

Das Gehirn des Menschen ist ein Wunderwerk, das in der weiteren Evolution mit allen Kräften abzusichern ist. Trotz der immer drohenden Degeneration der kulturellen Entwicklung der Menschheit wegen des noch immer in ihm vorhandenen Bösen (also seiner negativen archaischen Gefühle und Triebe wie Mord- und Raublust, Herrschsucht, Neid, Haß, Gier, Mordlust, Grausamkeit usw.) und trotz der seit 1970 drohenden Selbstvernichtung der Menschheit durch ABC-Waffen ist nicht der Mensch der größte Feind des Menschen, sondern die Natur wegen ihrer laufenden Wandlungen physikalischer Gegebenheiten, am krassesten erkennbar bei kataklysmischen Prozessen von Sternen oder an himmelsmechanischen Prozessen wie Ablenkungen von Asteroiden aus stabilen Bahnen, so daß sie mit der Erde kollidieren.

Technik und Naturwissenschaften brachten bis heute Kenntnisse mit sich, die zur Bestätigung der Vorstellung vom eingeschränkten Gastrecht der IW führten, nämlich das Wissen um die zeitliche Begrenztheit der physikalischen Prozesse und Gegebenheiten, die das Leben auf der Erde oder im Sonnensystem entstehen und sich entwickeln ließen.

Die mindestens 5 Massensterben auf der Erde seit der Varanger-Eiszeit vor 700 Millionen Jahren geben eine deutliche Warnung ab, daß die Natur keineswegs wie eine liebevolle Mutter zu ihren Geschöpfen ist. Die Natur erschafft in Millionen und Milliarden Jahren herrliche Werke in unermeßlicher Vielfalt und Schönheit, und läßt diese aber irgendwann auch wieder mit unermeßlicher Grausamkeit und Gleichgültigkeit verschwinden.

So wird unsere Sonne, die Spenderin von Licht und Wärme in der Evolution des Lebens auf der Erde seit über 4 Milliarden Jahren, im Verlauf ihrer astrophysikalischen Entwicklung in 800 Millionen Jahren so heiß geworden sein, daß die Oberflächengewässer der Erde verstärkt zu verdampfen beginnen, und in 1,5 Milliarden Jahren werden auf der Erde alle Oberflächengewässer verdampft sein. Dann ist unsere Erde insgesamt so, wie viele Teile der Sahara heute sind: eine lebensfeindliche, öde und überhitzte Stein-, Staub-, Sand- und Geröllwüste. Es ist dabei ganz gleichgültig, ob das in 1,5 Milliarden Jahren, morgen oder in 20 Milliarden Jahren der Fall sein wird.

Wo immer in den Weiten von Zeit und Raum Leben entsteht, muß es versuchen, sich über beliebig große Zeiträume in der Realität zu halten, trotz des Untergangs von Sonnensystemen, Universen, ...

Leben kann aber nur dort einen vernünftigen Sinn haben und erfüllen, wenn es Leistungen und Werke erbringt, die die Ewigkeit bestehen.

Die Kenntnis, daß 20 Milliarden Jahre genauso ein begrenzter Zeitraum sind wie 20 Minuten, bringt die Forderung mit sich, das eingeschränkte Gastrecht auf der Erde als Warnung zu nehmen und sich dafür einzusetzen, daß die Menschen bzw. ihre Nachfolger-IW ein zeitlich uneingeschränktes Gastrecht in der Realität bekommen.

Da das Leben und die Gesamtheit der Lebensformen auf der Erde das Schiff darstellen, auf dem wir durch die Ewigkeit gleiten, ist die lebendige Schöpfung in ihrer Reichhaltigkeit, Fülle und Vielfalt mit allen Kräften zu bewahren, zu schützen, höher zu entwickeln und zu verbreiten.

 

Es ist klar, daß ab dieser Stelle das verwendete Weltmodell voll zum Tragen kommt und über die weitere Entwicklung einer IWA entscheiden kann. Die zentralen geistigen Systeme einer IWA können über längere Zeiträume hin ihre Entwicklung und Wirkung bestimmen.

Sind die zentralen geistigen Systeme über zu lange Zeiträume hin zu falsch, kann die IWA an sich selber oder etwa wegen kataklysmischer Prozesse ihres Heimatgestirns scheitern.

Die verwendete zentrale geistige Software der IWA birgt als ein großes Entwicklungsrisiko. Dieses unverkennbare erhebliche Risiko der Evolution von IWA aus eukaryontischen Organismen mit Billionen von Zellen beim Übergang von der Triebsteuerung zur Vernunftsteuerung gilt allgemein für alle Realisierungen von über NBE entwickelten IWA.

Die Ursache dafür liegt nicht in der speziellen Art der Evolution

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der biologischen Makromoleküle zu Prokaryonten,

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der Prokaryonten zu Eukaryonten und

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der Eukaryontischen Metazoen zu eukaryontischen Organismen mit Billionen eukaryontischer Zellen und zu IW,

sondern ist durch den Übergang Triebsteuerung Vernunftsteuerung selber gegeben.

Dieses Risiko ergibt sich aus der NBE und nicht aus den Biomolekülen, Pro- oder Eukaryonten.

Es ist vergleichbar mit dem Risiko, ob aus einer hinreichend großen und für die Bildung von Sternen und Planeten passend zusammengesetzten Gas- und Staubwolke irgendwo in einer Galaxis Sonnensysteme entstehen, die so geeignet sind, daß sich auf ihren Planeten Leben, IWA und TZ entwickeln können. Auch in diesem Fall liegt es nicht an den Atomen oder Molekülen, sondern an den Mechanismen, die zur Kontraktion und zur Bildung von Protosternen und Planeten führen.

Sowohl bei der Kontraktion der Gas- und Staubwolke zu Sternen und Sonnensystemen als auch bei der Auslese der geeignetsten Mutanten in der NBE sind so viele Zufallswerte im Spiel, daß sich unter dem Strich ein großes Entwicklungsrisiko ergibt.

 

Das ist eben einer der gewichtigen Unterschiede zum planvollen und vernünftigen Handeln von IW.

Vorstellungen über ein eingeschränktes Gastrecht in der Welt gab es schon in der Antike:

Die Vorstellung von der Götterdämmerung mit Weltenbrand und Versinken der Erde mochte nicht nur für die Germanen typisch gewesen sein, sondern für viele Völker Europas am Südrand der nordischen Gletscher schon 20000 Jahre früher.

Die apokalyptischen Vorstellungen der Bibel wurden um 1000 v.Chr. schriftlich fixiert, waren damit aber sicher viel älter, weil eine lange mündliche Überlieferung davor angenommen werden muß.

Noch früher erkannten die Menschen, daß sie nicht in erster Linie als Individuen, sondern als Mitglieder ihres Stammes lebten.

Diese Vorstellung, und die daraus sich ergebenden Verpflichtungen, kann schon bei intelligenteren Tieren wie Elefanten nachgewiesen werden, wenn sich Tiere opfern, um ihren "Stamm", ihre Herde oder ihr Rudel, zu retten.

Bei vielen Naturvölkern galt das harte und strenge Gebot, daß die Interessen des Stammes denen des Individuums weit vorangehen.

 

Wollen wir Menschen uns ein bleibendes Gastrecht in der zeitlich weiträumigen Evolution erringen, haben wir uns zuerst um die Entwicklung der optimalen zentralen geistigen Systeme (Human-Software) und die Sicherung der wirtschaftlichen Grundlagen in Sicht auf hinreichend lange Zeiträume zu kümmern. Dazu gehört das unbedingte Bekenntnis zur lebendigen Schöpfung, der wir entstammen und die wir auf unserem weiteren Weg mitzunehmen haben.

Der Erwerb eines bleibenden Gastrechts für die Menschen und ihre Nachfolger in der Evolution erfordert die Einführung eines abgestuften Bürgerrechts für alle Lebensformen in unserem Sonnensystem:

Bürger 1. Ordnung:

Menschen

Bürger 2. Ordnung:

Tiere

Bürger 3. Ordnung:

Pflanzen

Bürger 4. Ordnung:

Einzeller und einfache Vielzeller

Um die Menschheit und ihre Nachfolger in der Ewigkeit zu halten, ist die Entwicklung hinreichend guter zentraler geistiger Systeme eine der wichtigsten Voraussetzungen. Mithin der wichtigste Dienst am Menschen ist der, ihm zu der geistlich-geistigen Hygiene zu verhelfen, die ihn befähigt, seine schöpferischen, naturwissenschaftlichen und technischen Fähigkeit einzusetzen und damit die Grundlagen der Superzivilisation zu entwickeln, mit der den vernichtenden Mächten der Natur auch bei Sicht auf beliebig große Zeiträume die Stirn geboten werden kann.

Es ist somit auch klar, daß Tier-, Pflanzen- und Umweltschutz unbedingt notwendig dafür sind, daß die Menschen ihre sittlichen Fähigkeiten entwickeln, um untereinander ein hinreichend sittlich garantiertes Zusammenleben und ein möglichst langzeitliches Wirken zu garantieren. Massentierhaltung, Tierversuche, Tiertransporte usw. sind schärfstens auf sittliche Zulässigkeit zu überprüfen. Die beteiligten Menschen sind auf ihre charakterliche Eignung zu überprüfen. Tierversuche müssen in ihrer dringlichen Notwendigkeit vorher bewiesen werden und dürfen dann nur von solchen Personen durchgeführt werden, die wissenschaftlich und sittlich gleichermaßen dazu befähigt sind. Die Grenzen zwischen Mensch und höherem Tier sind so minimal, daß Menschen, die mit Tieren grausame Versuche usw. machen, auch schnell dazu bereit sind, diese mit Menschen zu machen.

Interessant ist auch die Verbindung zwischen Mißachtung der Menschenrechte und Propagierung von Tierversuchen einzelner Staaten.

Die Loyalität gegenüber der menschlichen Species hört da auf, wo der Mensch zur Bestie wird. Dann entscheidet man sich nicht zwischen Menschen und Eigeninteresse, sondern zwischen allumfassendem Tod und einem Sonnensystem voll von reichhaltigem Leben in der Zukunft.

 

 

1.7  Ein wichtiger Dienst am Menschen:

Entwicklung der optimalen Human-Software

 

Die praktische Verpflichtung für jedes denkende Geschöpf umfaßt:

-

Entwicklung von hinreichend leistungsfähigen und wirklichkeitsnahen Realitätsvorstellungen und Weltmodellen, zusammen mit Theorien über Entwicklung, Schicksal und Wirkung beliebiger IW, IWV, IWA, TZ, Universen, ... in der globalen Evolution bei Sicht auf beliebig große Zeiträume.

-

Möglichst weitgehende Harmonisierung dieser Realitätsvorstellungen und Theorien mit dem jeweils zu einer Epoche aktuellen naturwissenschaftlichen Wissen, aber auch sorgfältige Berücksichtigung der Tatsache, daß schon so viele Weltmodelle falsch waren und deshalb möglichst keine irreversiblen Schäden durch spinnerte Theorien und Geisteshaltungen verursacht werden dürfen. Da die lebendige Schöpfung das Schiff ist, auf dem wir durch die Abgründe der Zeiten treiben, muß die lebendige Schöpfung, das Leben und die Gesamtheit der Lebensformen Gegenstand unserer unbedingten und unmittelbaren Fürsorge sein. Es wäre sträflicher Leichtsinn, wegen einer heute als grandios erscheinenden Theorie die lebendige Schöpfung zu verachten oder auch nur zu vernachlässigen, denn jede dieser "grandiosen" Theorien kann objektiv bzw. von einer noch viel höheren Warte her gesehen Quatsch sein.

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Entwicklung und Befolgung einer ausreichenden Höheren Ethik, um das Optimale zu tun, das IW in der globalen Realität (= Ewigkeit) tun können. Sie ist z.T. gestützt auf die o.g. Theorie, aber auch gestützt auf die Forderung nach Schutz, Sicherung, Bewahrung, Höherentwicklung und Verbreitung von Leben und Zivilisation in Sicht auf beliebig große Zeiträume.

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Entwicklung der Technischen Zivilisation mit ihrer Supertechnik, Vollendung der IW und ihrer Ausbildung, Zielsetzung und Lebensweise.

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Verbesserung der physikalischen Realitäten, im wörtlichen Sinne der Weltverbesserung, in Sicht auf beliebig große Zeiträume. Die mit der Entwicklung von Vernunft, Wissenschaften, Technik und Ethik sich ergebende Hoffnung lautet, daß der Mensch der gleichgültig Leben erschaffenden und vernichtenden Natur die Supermaschinen entgegenhält und die lebendige Schöpfung über beliebig große Zeiträume erhalten, schützen, sichern, höher entwickeln und verbreiten kann.

Die frohe Botschaft lautet, daß das einmal entstandene Leben nicht wieder zwanglos verschwinden muß, sondern die Möglichkeit hat, sich so hoch zu entwickeln, daß es seine Lebensgrundlagen der Natur gegenüber mit Geist und Gewalt bewahren kann.

Die Menschen müssen erkennen: Die kataklysmischen oder langwierigen lebenvernichtenden Prozesse und Wandlungen der physikalischen Gegebenheiten auf der Erde und im Sonnensystem sind die Hauptfeinde des Menschen, und nicht die anderen Menschen oder gar Tiere und Pflanzen.

Unsere Sinnerfüllung in Sicht auf beliebig große Zeiträume hängt davon ab, ob die Menschen langfristig erfolgreich zu Hütern des Lebens werden.

Es ist allerdings sicher: Auch die beste Human-Software vermag nicht, das Böse im Menschen auf Dauer zu bändigen. Erst wenn das Böse aus dem Menschen entfernt worden ist, haben die so hergestellten künstlich-technischen Nachfolger der Menschen, die Androiden, die Möglichkeit, sich auf ewig in der Realität zu halten und ewige Paradiese zu erschaffen.

 

 

1.8  Der wichtigste Dienst am Menschen und dem Leben allgemein:

Konstruktion der Vernunftwesen (VIW) und Übergang vom Menschen zum VIW

 

Bei Sicht auf beliebig große Zeiträume zeigt sich, daß die Konstruktion der VIW durch den Menschen zwingend notwendig ist, denn mit einer laufenden Weiterentwicklung technischer Machtmittel in den Händen konventioneller Menschen wird die Menschheit sich ganz sicher irgendwann vollständig selbst vernichten, so daß sie nachfolger- und wirkungslos in den Abgründen der Ewigkeit verschwindet.

Der Mangel des durchschnittlichen Menschen, eine Höhere Ethik zu entwickeln, zu erkennen und zu befolgen, und sein Psychischer Zwang, das Böse tun zu müssen, auch wenn er das Bessere sieht, sind prinzipiell unvereinbar mit der laufenden Weiterentwicklung technischer Machtmittel.

 

Wann diese Neukonstruktion der VIW beginnen kann, ist eine andere Sache.

Es ist klar, daß die Herstellung von IW durch IW mittels Supermaschinen (IWE) erst versucht werden darf, wenn die betreffenden IW über eine recht vollkommene Molekularbiologie und Genchirurgie verfügen. Wann das im speziellen Fall der Menschen möglich sein wird, wissen wir natürlich nicht.

 

Machen wir uns eine Vorstellung von der psychischen Ausstattung von Vernunftwesen (VIW).

Der Lebenssinn der über NBE entstandenen Menschen - wie sie ihn individuell als Lebenssinn für ihr persönliches Leben empfinden - ergibt sich zum weitaus größten Teil aus Trieben und Empfindungen, wie man sie dem Homo erectus schon vor etlichen Jahrhunderttausenden wahrscheinlich zusprechen muß: Unternehmungslust, Neugier, Sportlichkeit, Abenteurer- und Entdeckertum, Sozial- und Herdentrieb, Überlebenswillen, ... sowie Gier nach Macht, Reichtum und Ansehen, blinde Trieberfüllung, Haß, Neid, Sadismus, Grausamkeit, .... Vieles davon ist in derselben Form beim Tier zu finden. Der Mensch ist tatsächlich ein intelligentes Tier und kein Vernunftwesen, aber er kann zur Vernunft fähig sein.

Um den Menschen zu einem triebunabhängigen, von inneren Störungen freien und viel vollkommeneren Wesen, zu einem Vernunftwesen (VIW) höherer Art zu machen, muß er vom Bösen genetisch befreit werden.

Wer diese Fragen und Probleme nicht frei von Vorurteilen und Trieben diskutieren und bei zeitlich möglichst langfristiger Sicht nicht die notwendigen Schlüsse ziehen kann, handelt in dieser Hinsicht genau so triebhaft wie irgendein Affe sonst auf seinem Baum und so verantwortungslos wie sonst ein Mensch, der in den Tag hineinlebt und nicht über seinen Tellerrand und seine Nase hinaussehen kann, weil ihm ein voller Bauch als bedeutend wichtiger erscheint.

Hier ist eine Sicht und positive Wirkung in Jahrmillionen und Jahrmilliarden gesucht und gewünscht, und nicht die gegenwarts-, trieb-, traditions-, epoche- und regionbezogene Litanei derer, die unter dem Anspruch der Vernunft und oft unter Anwendung von Brachialgewalt überalterte Vorstellungen als verpflichtend einfordern.

Der Homo erectus ist nicht nachfolgerlos verschwunden, sondern lebt in großen Teilen in uns heutigen Menschen fort. In unserem Gefühls- und Triebspektrum sind Gefühle und Triebe, die nur durch einen unbarmherzigen Auslese krieg über viele Jahrhunderttausende in die Psyche der späteren Hominiden gelangt sein können.

 

Sie können sich von diesen Gefühlen und Trieben selber überzeugen, aber auch für uns heutige Menschen kann das gefährlich sein. Machen Sie eine nächtliche Radtour durch Wälder und Felder, Dörfer und Städte, und zwar allein und ohne jede waffentechnische Ausrüstung. Wenn dann um 2 Uhr morgens im nächtlichen Mondenschein ein menschlicher Schlagschatten auf Ihren Weg fällt oder wenn sich im Gesträuch die schwarze Gestalt eines aufrecht stehenden Menschen abzeichnet, empfinden Sie unmittelbar eine tödliche Bedrohung. Selbst heute noch, nachdem der Homo erectus in Deutschland seit 200000 Jahren und in Australien seit 15000 Jahren ausgestorben ist, ist die tödliche Gefahr, die von der im Dunkel lauernden menschlichen Gestalt ausgeht, nicht überwunden. So kann es durchaus sein, daß dieses Erlebnis Ihr letztes in Ihrem Leben gewesen ist. Die unerwartet im Dunkel auftauchende aufrechte menschliche Gestalt - und sie gibt es seit frühestens 5 Millionen Jahren - ist im Verlauf der evolutionären Entwicklung der Australopithecinen und frühen Homo-Arten zum Sinnbild des Bösen und von Furcht und Schrecken geworden. Es ist im rezenten Homo sapiens sapiens immer noch voll aktiv und erfüllt voll seine Funktion - wir sind in Dunkelheit vorsichtig und vermeiden nach Möglichkeit, o.g. Ausflüge im Dunkeln (allein, ohne Waffen, ohne jeden Schutz) durchzuführen. Neid und Haß in der menschlichen Psyche hatten einstmals dieselbe Berechtigung, wie heute noch das vorsichtige Verhalten in Dunkelheit.

 

Diese Gefühle wurden nicht den Hominiden aufgepfropft, sondern ohne sie wäre die Entwicklung vom eozänen Halbaffen zum Homo sapiens sapiens fehlgeschlagen. Dasselbe gilt für die Grausamkeit: Hätte der Homo erectus-Vater zu große Hemmungen gehabt, in das todwunde Großwild immer wieder seinen armseligen Speer oder was sonst auch immer zu stoßen, er hätte seine Frau(en) und Kinder nicht ernähren können - und es hätte den Homo sapiens sapiens nie gegeben.

Erst die Errungenschaften neolithischer Bauern ab 8800 v.Chr. im Vorderen Orient befreiten über die Jahrtausende den Menschen immer mehr davon, seine Nahrung hauptsächlich durch Töten von Tieren - oder menschlichen Feinden - zu erwerben.

 

Mord- und Raublust, Herrschsucht, Angst, Neid, Haß, Grausamkeit usw. sind also evolutionär "gut". Sie sind nur sittlich schlecht, weil sie das entsprechende Empfinden und Verhalten in die Gemeinschaft Intelligenter Wesen bringen, die auf dem Wege zu einer ethisch und technisch höherstehenden Superzivilisation sind.

Der Übergang von einer archaischen Jägerhorde in eine sittlich und technisch hochstehende TZ erfordert eine gründliche Revision des Verhaltens, Wollens und Strebens der betreffenden IW.

Die Triebsteuerung und das Verharren in faktisch überalterten Traditionen sind durch Vernunftsteuerung, lebenslanges Lernen, sittlich und ethisch hochstehende Gebote, Denken in möglichst großen Zeiträumen usw. zu ersetzen. Das gilt für jede IWA, die sich auf dem Weg zu einer höherstehenderen TZ befindet.

Ein Grund, der schon diese umfangreiche Verhaltensänderung allein zwingend macht, ist die zunehmende Vernichtungskraft in den Händen kleiner Menschengruppen, die durch die laufend mächtiger werden technischen Mittel der sich entwickelnden Superzivilisation erreichbar werden. Es ist absurd und artentödlich, mit ABC-Waffen genauso umzugehen wie mit Faustkeil und Eschenspeer.

 

Bevor hier weitere Überlegungen in bezug auf die immer dringender werdende Wandlung der natürlichen Hominiden auf dem Wege zur Superzivilisation angestellt werden, soll noch etwas zu Empfindungen, Gefühlen und Trieben selber gesagt werden. Allgemein kann man zwischen Empfindungen, Gefühlen und Trieben unterscheiden, ebenso wie man zwischen Gedanken, Vorstellungen, Wissen und Denken gut unterscheiden kann. Bei ihrer Analyse sollte man schon einmal ihre mögliche Verbesserung und Übertragbarkeit in vollkommenere Vernunftwesen (VIW) vorsichtig erwägen.

Empfindungen sind in ihrer primären Form ästhetisch und sittlich neutral: Wenn Lichtquanten mit der Wellenlänge von 0,0006 mm in genügender Anzahl in das menschliche Auge gelangen, haben die meisten Menschen die Empfindung der roten Farbe. Diese Art von Empfindungen, die zur besseren Analyse und Strukturerkennung von Umweltprozessen dienen, werden sicher nicht nur bleiben können, sondern auch noch sehr viel weiter vervollkommnet werden.

Wenn dem Menschen ein Stein von 1 kg auf den Fuß fällt, hat er die Empfindung des Schmerzes. Schmerz ist eine Meldung, daß etwas beim eigenen Körper nicht in Ordnung ist. Solange er diese Funktion gut ausführt und nicht die Ausführung der übrigen Funktionen des VIW stört, kann er sicher bleiben.

Gefühle führen in ihrer Entwicklungsstufe über Empfindungen hinaus: Freude und Leid, Lebenslust und Trauer sind dem klassischen Menschen wohlbekannt.

 

Kann man sich vorstellen, ohne sie als VIW sinnvoller zu leben ? Die höheren Gefühle, Regungen und Antriebe im heutigen Menschen verschönern in einem ganz erheblichen Ausmaß das Dasein des Menschen und es erscheint als unsinnig, sie künstlichen IW-Schöpfungen vorzuenthalten.

Die Funktionen von Freude, Lebenslust, Hoffnung und Tatendrang sind intuitiv beurteilt positiv, bei Leid und Trauer, Entsetzen und Niedergeschlagenheit, Angst und Furcht gibt es da schon Probleme. Triebe sind endogen verankerte Befehle zu bestimmten Handlungen.

Am bekanntesten ist der Fortpflanzungstrieb. Triebe und Bedürfnisse wie Essen, Trinken und Schlafen überschneiden sich, können aber nicht als Synonyme angesehen werden. Der Begriff vom Bedürfnis ist allgemeiner.

Ein Trieb kann innerlich empfunden werden, aber erst der psychische Zwang zu seiner Ausführung macht ihn psychisch verpflichtend. Nicht nur die Hominiden haben vielerlei Triebhemmungen, über die die Psyche zu einem sehr komplizierten Netzwerk auf mehreren Ebenen von Intelligenz und Bewußtsein wird.

 

Man kann und muß also am natürlichen Menschen viel ändern, um ihn zu einem IW zu machen, dem man sehr viel höhere Machtmittel als heute anvertrauen kann und das beliebig große Zeiträume bei optimaler Wirkung auf die globale Realität zurückzulegen vermag, aber es ist bei der Änderung des Menschen sehr große Vorsicht geboten. Dies ist ein Projekt der Jahrtausende und nicht der Jahrzehnte.

 

Schon heute sind drei prinzipiell verschiedene Wege sichtbar zur Konstruktion von VIW:

1.

Biomedizinische Technik

2.

Computer, Computernetze und Roboter

3.

Genmanipulation.

Es können im Laufe der weiteren Entwicklung neue prinzipielle Möglichkeiten zur Konstruktion von VIW hinzukommen. Es ist z.B. noch die Frage, ob man die Entwicklung biologischer Schaltkreise auch über Biomedizinische Technik oder Genmanipulation realisieren kann. Wahrscheinlich ist, daß über Kombinationen dieser drei Möglichkeiten die ersten Erfolge erreicht werden.

Die Biomedizinische Technik ist zu Beginn der leichteste Weg. Gebrechen der Menschen wie schlechte Augen, ein fehlendes Bein oder eine fehlende Hand lassen sich durch Prothesen immer besser auskorrigieren.

Die vorerst hauptsächlich in der Körperperipherie stattfindenden Eingriffe und Ein-/Anbauten von Prothesen werden sich im Laufe der Zeit immer mehr zum Gehirn verlagern lassen. Gehirnoperationen wurden schon in der Steinzeit in Europa ausgeführt, aber nun bietet es sich an, Eingriffe am Gehirn vorzunehmen, die die Psyche des Menschen gezielt verändern bzw. seine Fähigkeiten in Ethik und Intelligenz durch Einbau kleiner künstlicher Rechner verbessern.

Am sinnvollsten wäre zuerst einmal, die materielle Grundlage zum Psychischen Zwang im Gehirn zu beseitigen. Wenn der Mensch das Böse nicht mehr tun muß, sind die Chancen bedeutend höher, daß er Sinn für das Gute bekommt und ihm folgen kann.

 

Computer, Computernetze und Roboter sind möglicherweise die Vorläufer von zukünftigen IW, die nichtbiologischer Art sind. Die Fähigkeit zur Konstruktion von VIW über diese Technologie wird aber wohl erst in Jahrtausenden erworben werden. Noch ist es wahrscheinlicher, daß durch zufällige Forschungen und Entwicklungen auf diesem Gebiet Intelligente Formen (IF, ohne eigenes Bewußtsein) oder Intelligente Wesen (IW, mit eigenem Bewußtsein) entstehen.

Von den Computernetzen geht die prinzipielle Gefahr aus, daß Intelligente Formen entstehen, ohne daß das von ihren Erbauern gemerkt wird. Durch die Hinzunahme von immer mehr Rechnern und Datenspeichern, Verbundleitungen und Geräteansteuerungen besteht die Möglichkeit, daß die Gesamtheit des Netzes durch Zufall zu einer IF mit eigenem Willen wird, was ganz unvorhersehbare Folgen haben kann. Das mag eine Komplexität erfordern, die erst in Jahrhunderten erreicht wird. SF-Autoren haben diesen Vorfall schon reichlich als Thema und Leitidee von Zukunftsromanen genommen.

 

Die Genmanipulation am menschlichen Genom ist der einfachste Weg zur Konstruktion von VIW, und er könnte schon recht bald vorbereitet werden, und zwar durch eine weitläufige und gründliche Kartierung der menschlichen Gene und die Erarbeitung vollkommen beherrschter Genmanipulationstechniken. Nicht nur läßt sich z.B. so die Neigung zu Zuckerkrankheit oder schlechten Augen genetisch beheben, sondern auch die Neigung zum Psychischen Zwang und zum Bösen.

 

Die biochemischen und mikrobiologischen Grundlagen zur künstlichen Konstruktion von Vernunftwesen (VIW) - etwa Humanoiden ohne die Fehler der natürlichen Hominiden - liegen aber z.Z. noch nicht vor, und dieser Schritt erscheint als so gravierend, daß er nur im erwiesenen Vollbesitz einer vollkommen beherrschten Genmanipulation und Genchirurgie beschritten werden darf.

 

Da die VIW durch genetische Manipulation entstehen werden, besteht die Wahl zwischen Austragenlassen der befruchteten Eizelle in Leihmüttern oder in einer perfekten technischen Plazenta.

Wie das Phänomen pränataler Erinnerungen zeigt, ist der Fötus nicht nur durch Versorgungsleitungen mit dem Organismus der Mutter verbunden, sondern auch durch Nervenbahnen, die Empfindungen und Gefühle zumindest auf dem Wege von Mutter zum Fötus übertragen. Auch solche Vorgänge müßten von der künstlichen Plazenta geleistet werden.

Die künstliche Plazenta – Biotechplazenta - wäre also keine stumpfsinnige Maschine, sondern eine zur Geistigkeit und Empfindungsfähigkeit fähige Supermaschine. Sie wäre eine im Sinne von N. Wiener fortgeschrittene Maschine, keine Maschine der heutigen Umgangssprache.

 

Aufzucht und Erziehung der VIW von dem Neugeborenenstadium ab sollte in Kleingruppen mit Familiencharakter erfolgen, die eine genau geplante und gewollte Familienfunktion haben.

Verschiedene Erscheinungsformen und "Geschlechter" der VIW: Zeugung und Fortpflanzung sind hochkomplexe Vorgänge, die eine ausgefeilte Technik voraussetzen. Es erscheint als naheliegend, daß in den ersten Jahrtausenden der künstlichen VIW-Herstellung Zeugung und Fortpflanzung mit höherer Effizienz in separaten Großanlagen erfolgen, da diese rein von Masse und Volumen her nicht in ein VIW hineinpassen. Jahrmillionen später sollte das aber leicht beherrschbar sein, so daß also die vollkommenen VIW sicher über die Technik und Leistungsfähigkeit verfügen, durch vollkommene Zeugung (Konstruktion optimaler VIW-Gene) und Fortpflanzung (Austragen in Plazenta) in rein körpereigenen Anlagen optimalen VIW-Nachwuchs zu erzeugen.

 

Der Lebenssinn der VIW ergibt sich aus der Sicht auf beliebig große Zeiträume und ist derselbe wie für jedes denkende Geschöpf. Bösartige Triebe usw. und den Psychischen Zwang dürfen VIW natürlich nicht haben. Aber das Gefühlsleben des Menschen z.B. ist ja nicht insgesamt verwerflich, sondern es sind dies einzelne Triebe und Gefühle in einem großen Trieb- und Gefühlsspektrum.

Werden VIW  Triebe, Empfindungen und Gefühle haben ?

Wegen der wohl ewigen Unsicherheit rationaler Realitätsvorstellungen und Weltmodelle erscheint es durchaus als vernünftig, daß den VIW eine tiefe Zuneigung, Liebe und Fürsorge für das Leben, die lebendige Schöpfung und die Gesamtheit der Lebensformen eingegeben wird.

Triebe des Menschen wie Fortpflanzungstrieb, Sozialtrieb usw. dürfen die VIW nicht mehr haben, da es ja das Wesen des Triebes ist, über den Psychischen Zwang die Handlung zu bestimmen. Dann würde also durch Triebe die Vernunft der Androiden überstimmt – aber dann wären das keine Androiden mehr.

Die VIW werden sicher Empfindungen und Gefühle haben, und zwar auf sehr viel höher entwickelterer Stufe als beim heutigen Menschen. Ein VIW ohne die Fähigkeit zu Freude, Lebenslust, Fürsorglichkeit, Vorsicht, Hoffnung und Unternehmungslust erscheit als unheimlich und abstoßend.

Man möchte vorsichtig sagen, daß ihre Konstruktion sittlich nicht wünschbar ist. Auch Abenteurer-, Forscher-, Erfinder-, Entdecker- und Denkertum gehören in die charakterlich-geistige Ausstattung der VIW.

Die Entwicklungsrichtung ist somit klar: Aus dem Menschen müssen Psychischer Zwang und Triebe entfernt werden. Die veranlagungsmäßige Basis für Empfindungen und Gefühle kann bleiben, die Veranlagungen zu höheren Gefühlen, Regungen und Antrieben kann sicher noch genetisch vervollkommnet werden.

Ein solches VIW, frei vom Bösen, kann dann über sehr große Machtmittel verfügen, ohne sie aus Psychischem Zwang zum Bösen mißbrauchen zu müssen.

Eine sehr hohe Intelligenz und Supertechnik muß den VIW eigen sein und ihre laufende Höherentwicklung ermöglichen. Weil sie frei vom Bösen sind, werden sie ihre so großen Machtmittel nicht wissentlich falsch, unethisch, unsittlich ... einsetzen.

Allerdings reicht es in Sicht auf beliebig große Zeiträume nicht, daß die Vertreter einer IWA und TZ frei vom Bösen sind, denn ein auf die Heimatwelt zu rasender Komet oder eine explodierende Sonne fragen nicht danach, ob die besiedelten Welten auf ihrem Weg oder in ihrer Nähe gut sind oder böse. Um die vernichtenden Naturgewalten wirklich langfristig zu bändigen, bedarf es einer immer weiteren Steigerung der Machtmittel der Superzivilisation und der Intelligenz der betreffenden IW.

 

 

1.9  Zeitabgestufte Wandlung der Hominiden in der näheren Zukunft

 

Das triebhaft nicht Denkbare rational denkbar machen.

Noch heute wird eine vernünftige Diskussion über mögliche Verbesserungen an der menschlichen Soft- und Hardware oft unmöglich gemacht, wobei dieses meistens rein triebhaft-emotional und traditionsverhaftet bedingt ist, aber als wissenschaftlich, sittlich und vernünftig abgestützt hingestellt wird.

Ein gutes Beispiel dafür ist die mit viel Beifall bedachte Aussage eines Nobelpreisträgers, daß die heutige Form des Menschen in alle Zukunft fertig und konstant sei.

Man kann hier feststellen, daß - wie man auch am Beispiel des Piltdown-Schwindels, des Schwindels um Seele, Leben nach dem Tode usw. und vieler Weltmodelle sehen kann - der in einem gewissen wissenschaftlichen Bereich beste Wissenschaftler in anderen Bereichen nicht unbedingt zuverlässig sein muß. Das ist ein wichtiger Grund dafür, auf das Urteil von Koryphäen nicht unbedingt zu vertrauen und prinzipiell autoritätsungläubig zu sein.

Wenn man eine objektivierte Diskussion über gentechnische Veredelung des natürlichen Menschen beginnen will, kommt ein ganzes Heer von Sozialarbeitern, Politikern, Klerikalen, Wissenschaftlern ... angelaufen, das Zeter und Mordio wegen dieser ungeheuerlichen Blasphemie schreit: Gott habe den Menschen so und so erschaffen, und es hieße, sich gegen Gott aufzulehnen, wenn man den Menschen hardwaremäßig veredeln wollte und so weiter.

Aus wissenschaftlicher und vernünftiger Sicht ist dieser Widerstand gegen eine gentechnische Veredelung des Menschen triebhaft-traditionsverhaftet und ein Kennzeichen Ewiggestriger, aber diese Menschen beherrschen heute noch mit diesem infantilen Geschrei die Szene.

 

Allein schon die objektivierte Diskussion über die Herstellung von synthetischen Menschen

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aus dem menschlichen Erbgut abgeleitet und möglichst weit veredelt - gilt als schwerer Frevel.

SF-Autoren haben u.a. die "Androiden" erfunden, mit denen öfters genveredelte Menschen bezeichnet wurden. Die Vorstellung der veredelten Menschen und vollkommeneren Vernunftwesen überlagert sich stark mit der Vorstellung von

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den Elfen in der germanischen Mythologie und

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den Engeln im jüdisch-christlichen und arabisch-mohammedanischen Umfeld.

Es gilt grob die Relation Humanoide Vernunftwesen = Androiden = Engel = Elfen.

 

Ethische Bedenken gegen die VIW-Konstruktion !

Gegen die Konstruktion von Androiden (VIW, Elfen, Engeln ...) sprechen überhaupt keine ethischen Gründe. Die Ethik befaßt sich nicht mit der Konstruktion von Kernkraftwerken, Weltraumraketen, Robotern oder Androiden, sondern nur mit allen den Belangen, die das Verhalten von IW in ihrer zeitlich-räumlichen Gemeinschaft und Umgebung untereinander und gegenüber den Vertretern der begleitenden lebendigen Schöpfung, der Tier- und Pflanzenwelt, betreffen.

Die größte Aufgabe und Verpflichtung der höheren Ethik ist die Schaffung hinreichender sittlicher Vorstellungen und Gebote, die das Zusammenleben von IW in ihrer Gemeinschaft ethisch erträglich machen und langfristig optimieren, so daß man ewige Paradiese größter räumlicher und zeitlicher Ausdehnung, Harmonie und Wirkung erschaffen kann.

Die Einführung hochkomplexer geistiger und technischer Neuerungen kann also ethisch nur gestützt, aber nicht diskreditiert werden. Denn eine bessere Soft- und Hardware des Menschen und eine höhere Technologie vergrößern die Hoffnungen und Möglichkeiten der Menschen, in möglichst großen Zeiträumen möglichst große (und positive) Wirkungen auszuüben, was gerade ein wesentliches Ziel der höheren Ethik ist.

 

Die Einführung technischer Neuerungen kann verfrüht sein, weil man sie noch nicht hinreichend beherrscht:

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Der Reaktorbrand beim Großkernkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine hat gezeigt, daß man eine unausgereifte Technik verwendete.

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Der Bau des Assuan-Staudamms in Ägypten sollte weitreichende Bewässerungsprojekte ermöglichen. Unvorhergesehene Schäden waren nicht kalkulierte Belastungen des Untergrundes und die Verbreitung der Bilharziose. Die Überflutung antiker ägyptischer Bau- und Kunstwerke war übrigens einkalkuliert. und wurde für mehr Nahrungsmittelerzeugung akzeptiert.

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Die Verwendung von Düngemitteln auf chemischer Basis hat zur weitreichenden Verseuchung von großen Grundwasservorräten geführt. Eigentlich wollte man nur die Ernte verbessern.

 

Man kann viele, viele solcher ganz ähnlich gelagerter Fälle anführen: Hochrangigste Wissenschaftler, Wirtschaftsbosse, Politiker usw. planen Großprojekte unter Ausnutzung der aktuellen technischen Mittel und erreichen oft auch ihr Ziel - aber das Wunder der Technik hat etliche unerwünschte, wenn nicht gefährliche Folgeerscheinungen. Genau das ist ganz selbstverständlich beim Basteln an der menschlichen Soft- und Hardware zu verhindern.

Im Fall der Human-Software könnten wir schon heute vieles leisten, aber hier sind die Wissenschaftler noch zu ängstlich, träge, rückwärts gewandt ...

Bei der genetischen Veranlagung des Menschen sind wir noch längst nicht so weit, geplante Änderungen am genetischen Erbgut anzubringen und ihre Folgen übersehbar zu machen.

Man muß aber die Forschung dafür forcieren.

Die Fortpflanzung der Menschen ist auf das Gebiet von Fallunterscheidungen, kalkulierbarer Planung und Konstruktion zu verbringen. Wegen der prinzipiellen Fehlermöglichkeiten bei der Konstruktion der Gene neuer IW und bei ihrer Austragung in Mensch oder Maschine entstehen große Kontrollverpflichtungen, die man deshalb als Ethikkontrolleure bezeichnen kann, weil man verhindern muß, daß fehlerhafte Geschöpfe entstehen, die gegenüber anderen Geschöpfen einen Vernichtungstrieb haben.

 

Die Tatsache allein, daß man Androiden erschaffen will, ist ethisch neutral. Ethisch fraglich ist, wie gut man das überhaupt machen kann und ob man über die dafür notwendige Technik verfügt. Es gilt die ethische Verpflichtung, IW-Konstruktionen so durchzuführen, daß die Embryonen, Babies und Kleinkinder eine optimale Entwicklung durchlaufen und optimal wirken können als Erwachsene, bei Sicht auf größte Zeiträume.

Gedankenbeispiel: Gegeben sei eine Autofabrik. Die unfertigen Autos (Auto-Embryos) werden von Arbeitern und Robotern zu fertigen Autos gebaut, Schritt um Schritt. Kein Arbeiter darf plötzlich einen Hammer nehmen und auf die Auto-Embryos losprügeln oder sie gar zerstören.

Die Tatsache, daß bei den bisherigen Hominiden die Fortpflanzungsapparate eingebaut sind, muß keineswegs bedeuten, daß das auch in Zukunft so bleiben muß.

 

Die sexuelle Manie und Besoffenheit kann man gar nicht genug anprangern, ebenso die meisten Regeln, Verhaltensweisen und Vorgänge im sexuellen Bereich.

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Warum soll man in Diskotheken rennen, nur um die potentielle zukünftige Mutter seiner eigenen zukünftigen Kinder oder den potentiellen zukünftigen Vater seiner eigenen zukünftigen Kinder kennenzulernen ? An Orten wie Diskotheken nähert man sich Orten und Ereignissen im Umfeld von unkontrollierbarer Gewalt (Schlägereien) und Verbrechen (neue Bekannte, die nur leider Ganoven sind; man erhält ungewünscht LSD in seinem Orangensaft usw.), was kaum einem vernünftigen Menschen zuzumuten ist.

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Warum muß man seine Kinder in Schulen schicken, ohne vorher den Lehrplan zumindest mitgestalten zu können ? Wieviel Quatsch wird von Podesten und Kanzeln gepredigt, ohne daß sich Kinder dagegen auflehnen dürfen oder können ? Wer haftet eigentlich für den Unfug, wenn Lehrer mit Überzeugung die Vierdimensionalität der globalen Realität, die Gegenwartsorientierung im sogenannten Geschichtsunterricht, die Existenz von Seele und Jenseits und ähnliche Parolen verkünden ? Wenn dann die Kinder, auf diese Lehren vertrauend, im Leben für ihre Person und bei ihrem Dienst an der Gemeinschaft versagen, wer haftet dann ?

Gerade in unserer Epoche sind diese Parolen aktuell, und dabei würden wir Menschen viel vernünftiger ausgebildete Kinder benötigen, um die optimale Human-, IW-, VIW-Software ... für die späteren Jahrtausende zu entwickeln.

Wir haben viele soziale Mißstände, die heute schon behoben werden könnten, wenn man das Gebiet von Sexualität, Fortpflanzung, Familie usw. einmal ganz vernünftig angehen würde.

Warum schafft es der Homo sapiens sapiens eigentlich nicht, sein sexuellen Leben ohne die Nähe zu Gewalt und Kriminalität zu steuern ? Weil er ein verkappter Homo erectuis ist !

Man braucht doch die Sexualität des Menschen nur in ein vernünftig gesteuertes Umfeld zu bringen !

Ein ähnlicher Zirkus wird um die Befriedigung des Geistlichkeitstriebes veranstaltet. Die Anbetung eines höchsten Wesens und Schöpfers in einem angemessenen Bauwerk und in angemessener Weise - schön und gut. Keiner von uns weiß, ob es höhere göttliche schöpferische Mächte gibt oder nicht. Man kann nur feststellen, daß sie mit Sicherheit nicht im Sinne von uns Menschen operieren und ihre Schöpfung lenken - siehe die gewaltigen Zerstörungen an Leben und sonstigen Schöpfungen auf der Erde schon lange vor der Zeit der Hominiden. Es kann solche göttlichen Mächte also geben, und man kann sie in angemessener Weise verehren und anbeten, aber das heißt nicht, daß man alles hinnehmen muß, was in Kirchen, Tempeln, Moscheen usw. aller Religionen darüber gesagt wird.

 

Gebärpflicht, Gebärmaschine, Gefahren von Schwangerschaft und Geburt ... Viele Frauen haben Angst vor Schwangerschaft und Geburt - und diese Angst ist begründet.

Frauen, die von ihrem Körperbau her gut austragen und gebären können, wären oft als Leihmutter viel besser als Frauen, bei denen das alles Schwierigkeiten macht.

Leihmutter sollte ein Job sein, gut bezahlt und „normal“. Nur weil so viele Ewiggestrige Zeter und Mordio schreien, müssen viele Frauen an Kindbettfieber u.a. an den Folgen einer Geburt sterben. Aber:

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Muß ich die Wohnung, in der ich leben und arbeiten will, selber bauen ?

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Muß ich mein Getreide selber anpflanzen und meinen Fruchtsaft selber herstellen ?

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Warum müssen Frauen ihre auf natürlichem Wege befruchteten Eizellen selber austragen ?

Viele Frauen sind dazu wegen früherer Krankheiten oder angeborener Mängel nicht in der Lage.

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Warum muß die Befruchtung der Eizelle überhaupt auf natürlichem Wege erfolgen ?

Für viele Kinder ist es falsch, wenn sie von ihrer natürlichen Mutter ausgetragen werden, weil diese den Embryo nur unvollständig ernähren und nicht komplikationslos austragen und gebären kann. Die Folge sind Schäden an Fötus und Baby.

Wäre man so aufgeschlossen, das Austragen solcher Eizellen und Embryos Leihmüttern zu überlassen, die einen ehrbaren Beruf ausüben würden wie Hebammen oder Kinderschwestern, würden viele Todesfälle im Kindbett(fieber) nicht mehr vorkommen.

 

Die Einführung des Berufs Leihmutter würde auch die Forschung an genetisch veredelten befruchteten Eizellen und Embryonen sehr erleichtern und die Zeit bis zur Konstruktion von Androiden verkürzen. Man kann folgendes Gedankenbeispiel konstruieren und auf Fehler in ethischer und langfristiger Sicht abklopfen: Jede(r) Bürger(in) kann in ein spezielles Kaufhaus gehen und sich dort ausführliche Beschreibungen von dem möglichen zukünftigen Vater oder der möglichen zukünftigen Mutter seiner eigenen zukünftigen Kinder geben lassen und wählt dann eine(n) aus. Dieses Kaufhaus ist eine kombinierte Eizellen-/Samenbank, in die jede(r) Samen bzw. Eizellen abliefern kann. Gegen eine Samen- und Eizellenmafia sind vorher entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Die Befruchtung der Eizelle erfolgt dann nach Wunsch (genauer noch zu spezifizieren). Für jede Befruchtung erhält der Mensch einen Eintrag in seinen normalen Paß. Die Aufzucht und Erziehung der Kinder erfolgt dann bei den "Vätern" oder "Müttern" oder in hinreichend strukturierten Kleingruppen, die der Veranlagung der Kinder als auch ihrer schließlichen Bestimmung als Weltenschöpfer gleichermaßen gerecht werden müssen.

Wenn im Laufe der Zeit die Fortschritte in Molekularbiologie und Genchirurgie hinreichend sind, kann man Samen- und Eizellen tunen, technisch aufbohren oder sonstwie verbessern und veredeln.

Damit hätte man einen nahtlosen Übergang zur VIW-Produktion, also zu fortgeschrittenen IWE.

Die trieb- und gefühlsmäßige sexuelle Veranlagung des Homo erectus vor Jahrhunderttausenden war nicht anders als die des Homo sapiens sapiens unserer Tage. Schon in wenigen Jahrhunderten mag das nicht mehr so sein.

 

 

2  Der aktuelle Stand der Aionik

 

Die Geistigkeit der Menschheit ist IWA-neutral – d.h. hier vor allem nicht menschenspezifisch - zu organisieren und auf die notwendige, permanente Höherentwicklung von Menschen, Kultur, Technik, Maschinen ... auszurichten. Die geistige und physische Struktur und Substanz der Menschheit  muß ausgerichtet werden auf die kosmologischen Aufgaben und Funktionen, die für jede IWA und TZ in allen Sonnensystemen, Galaxien, Galaxienhaufen, ..., Universen ... gelten. Damit wird auch die Begründung für die Entwicklung der Supermaschinen, Superzivilisation, Supertechnik ... gegeben, die durchzuführen ist, auch wenn damit der Übergang der Menschheit in höhere Arten von IW verbunden ist. Daraus ergeben sich dann die Zielsetzungen beliebiger IW, IWV, IWA, und damit auch für die Menschheit.

1.

Realitätsvorstellungen und Weltsysteme

2.

Kosmophysik mit top-down-Zerlegung

3.

Kosmophysik mit bottom-up-Aufbau

4.

Kosmogonie und Sinnschöpfung

5.

Staatswissenschaft und Staatstheorien

6.

Gebot der Paradiesschöpfung und -erhaltung

7.

Aionik-Partei APx, Parteiprogramm, Regierungs- und Oppositionsarbeit

8.

Begründung und Förderung von IWE

9.

Wechsel der Fortpflanzungsmethode für den Übergang NIW VIW

10.

Supermaschinen als „Maß aller Dinge und Erkenntnis“  

 

 

1. Realitätsvorstellungen und Weltsysteme

 

Von Natur, Realität, Wirklichkeit ... hat man eine solche Vorstellung zu Grunde zu legen, die ihre mögliche, volle Reichhaltigkeit, Fülle, Vielfältigkeit, Entwicklungshöhe, Größe, Komplexität, Dynamik, Wirkungsmöglichkeit ... umfassen kann und nicht schon von vornherein von höherer Erkenntnis und wesentlichen Wirkungen ausschließt. Man ist bisher bei den Weltsystemen wegen ihrer von Beginn an zu gering eingestuften Größe immer wieder auf die Nase gefallen:

-

Die Erde ist eine Scheibe, vom Urozean umflossen, mit einer Lufthalbkugel über sich, und das alles befindet sich in einem unendlichen Ozean.

-

Geozentrische Weltsysteme mit der Erde als Mittelpunkt und dem Glauben, daß die Welt besteht aus den Himmelskörpern Erde, Mond, Venus, Mars, Jupiter und Saturm, und darum herum ist die Fixsternsphäre.

-

Das kopernikanische heliozentrische Weltsystem war zwar ein großer Fortschritt, mit der Sonne im Zentrum, aber bei ihm bewegten sich die Planeten auf Kreisbahnen um die Sonne und darum herum war die Fixsternsphäre.

-

Ein Hoch auf die Meßtechnik: Sowohl Johannes Kepler mit seiner über Jahrzehnte gehenden Ausmessung der Planetenpositionen und Errechnung der Planetenbahnen um die Sonne zu Ellipsen mit den 3 Keplerschen Gesetzen als auch Galileo Galilei mit seiner auf Experimente gegründeten Physik haben grundlegende Erkenntnisse errungen und vermittelt, die noch heute gültig sind und Isaac Newton dazu befähigten, das Gravitationsgesetz abzuleiten. Kepler publizierte seine Ergebnisse in etlichen Bänden bis 1617, Galilei seine Physik bis 1633 und Newton seine „Principia“ 1687. In diesem Zeitraum war eine vollständig neue Weltsicht entstanden, die klassische Physik.

 

Der 3D Raum von Isaac Newton, euklidisch und unendlich ausgedehnt, war zwar ein großer Fortschritt, aber wie der Zeitverlauf ein rein mathematisch nützliches Konstrukt. Auch seine Vorstellung, daß die Welt eine unendliche Ansammlung von Sternen enthält, erwies sich als falsch. 

-

Nachdenklich stimmt, daß sich von Carl Friedrich Gauß über Bernhard Riemann bis Willam Kingdom Clifford die Vorstellung gekrümmter, realer Räume entwickelte mit der Option, daß die Physik ein Effekt der Geometrie des Raumes ist, eingeschlossen die Gravitation.

-

Nachdenklich stimmt, daß Albert Einstein nach der Entwicklung der Allgemeinen Relativitätstheorie und der Darstellung der Gravitation als Effekt der Krümmung der Raumzeit sein endliches, statisches und kugelförmiges Universum entwickelte.

-

Die FRW-Kosmologien berücksichtigten zwar die Raumexpansion, brachten aber in der Folge die katastrophale Weltsicht mit sich, daß unser Universum alle Realität enthält, zugleich mit unserem Universum aller Raum und alle Zeit entstanden, daß unser Universum aus dem Nichts entstand und nach dem möglichen Kollaps wieder ins Nichts zurückfällt, daß unser Universum einzig ist und singulär ist ...

 

Für die FRW-Kosmologien hatte unser Universum weder ein dimensional-räumliches noch ein zeitliches Außen. Die 4D Raumzeitwelt dieses Typs war eine Welt, die auf jeden Fall zu Untergang und Sinnlosigkeit verdammt war, gleichgültig, ob sie nun ewig expandierte oder im Kollaps im Nichts verging oder oszillierte.

 

Also waren es nicht die Wissenschaftler, Gelehrten, Kosmologen ..., die den Gordischen Knoten durchschlugen, sondern phantasievolle SF-Autoren im Zeitraum von 1955 bis 1970, die mit ihren Vorstellungen von vielen Universen, Hyperraum, Pararaum, vielen IWA und TZ allein schon in unserer Galaxis die Kosmologie der nachfolgenden Jahrzehnte vorwegnahmen.

Wir werden uns darum vornehmen, nicht mehr blind an Weltmodelle zu glauben, die unter dem Siegel „von höchster Wissenschaft bewiesen“ in Umlauf gebracht und den Leuten aufgezwungen werden. Die wissenschaftliche Kosmologie hat ihren Anspruch verspielt, in der Kosmologie die Nase vorn zu haben – die haben die SF-Autoren vorn.

Wenn also wieder einmal ein Weltmodell als von höchster Wissenschaft bewiesen, als wahrhaft gültig und ultimat hingestellt wird, ließt man in SF-Büchern und SF-Heftchen nach, was die SF-Autoren für bessere Vorstellungen haben.

 

Man steht also nicht vor der Frage, wie die Welt aussieht oder beschaffen ist, sondern wie man die Randbedingungen und zu Grunde liegenden Vorstellungen von vornherein so weit faßt, daß nicht durch neue Entdeckungen und Forschungen wieder mal gezeigt wird, daß der Ansatz zu kurz gegriffen ist. Durch die objektiv erbrachten großartigen schöpferischen Leistungen der SF-Autoren von 1955 bis 1970 ist das Selbstverständnis und Selbstbewußtsein dieser Gruppe so gewachsen, daß auch das dringlichste Anliegen in der SF-Literatur, das sinnvolle Leben in den „blühenden Landschaften“ so vieler bewohnter Welten allein schon in unserem Universum ebenfalls als Faktum genommen wird.

Es ist notwendig, die Sinnschöpfung mit der Kosmogonie zu verweben, die Evolution der Universen, Hyperräume ... mit der Evolution von IWA und TZ zu verbinden, was in folgender Weise geschieht: Es wird als möglich erachtet, daß die am höchsten entwickelten IWA und TZ mit Superintelligenten, Supermaschinen, Supertechnik, Superzivilisation ... prinzipiell in die Lage kommen und dazu fähig werden, bewußt nach Plan sinnvoll und wirkungsvoll in die Evolution der Universen, Hyperräume ... einzugreifen. Das ist die Grundlage der IWA- und TZ-Theorie, die als Grundlage einer jeden Staatswissenschaft gelten muß.

 

Aus der Vorstellung heraus, daß man nicht wieder wegen zu tief angesetzter Randbedingungen für Sein und Werden auf die Nase fallen will, gründet man die Natur auf das Unendliche, und in dimensional-räumlicher, zeitlicher, dynamischer, entwicklungsmäßiger ... Hinsicht.

Die Beschränkung auf das Endliche hat in der Kosmologie jede Menge Fehler und falsche Weltmodelle beschert, also gründen wir nun alles auf das Unendliche.

Unser Realitätsrahmen ist ein Konstrukt wie bei Newton, aber er soll unserem Willen nach Eigenschaften haben, die der Fülle und Reichhaltigkeit der Natur entsprechen. Das vorrangige Ziel ist dabei nicht, die Natur ihrem Wesen nach zu verstehen, sondern die grundlegenden Annahmen über das Reale so weit zu fassen, daß man die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse darein einbauen kann, ohn daß man immer wieder alles umstoßen und von Grund auf neu bauen muß. Der Test auf die kosmologischen Modelle wird schwerpunktmäßig von Experiment und Theorie auf Supermaschinen und ihre Wirkung verlagert. Zwangsläufig ist das Mißtrauen gegenüber Theorien und ihren Aussagen so gewachsen, daß man sich besser auf etwas zurückziehen sollte, was man "a„fassen“ kann, und das sind Supermaschinen, mit denen man im weitläufigsten Ausmaß die Natur erforschen und neue Realität erschaffen kann. Das Desaster in der Kosmologie kann man so beschreiben: Während Ingenieure dabei sind, einen Dimensionstransmitter (Bezeichnung aus der SF-Serie „Perry Rhodan“) als Brücke oder Reisemöglichkeit zwischen verschiedenen Universen zu bauen und schon erfolgreich zu testen, sind die Kosmologen noch dabei, die Unmöglichkeit dieser Supermaschinen zu beweisen.

Die Kosmophysik entstand also aus dem Vertrauensverlust gegenüber der wissenschaftlichen Kosmologie und den Erfolgen der Spekulationen in der SF-Literatur, was die Eigenschaften von Kosmophysik und Chaos definiert:

 

Wir wählen als Realitätsrahmen einen unendlichdimensionalen, räumlich und zeitlich auch in mehrfacher Hinsicht unendlich ausgedehnten Untergrund, hochdynamisch und amorph, vor allem ewig jung und nie vergreisend, worin aber dennoch globale evolutionäre Entwicklungen möglich sind. Dies ist der Tradition nach das Chaos.

In diesem Chaos wachsen mD Gebilde mit m > 0 heran, erleben eine Blütezeit und verfallen wieder, wobei aber in und bei ihnen entwickelte Wertschöpfungen durch günstige Effekte weiter gegeben werden können. Diese höchstdimensionalen Gebilde mit weithin geschlossener Struktur heißen mD Kosmen und sie sind die Bürger der globalen, ewigen und unendlichdimensionalen Realität.

Die m-Kosmen sind in der Regel multidimensional und dimensional tief geschachtelt, d.h. sie können zahlreiche nD Unterräume mit m > n > 0 haben, und alle diese Größen wie m-Kosmen und ihre Unterräume machen eine dynamische Entwicklung durch, wobei die prinzipielle Möglichkeit gegeben ist, daß unter günstigen Umständen die am höchsten entwickelten Wertschöpfungen nicht zwangsläufig mit Verfall und Vernichtung ihrer Heimatwelt mit zugrunde gehen müssen, sondern Eingang in das allgemeine Werden und Vergehen der m-Kosmen finden.

Wählt man die Schreibweise Km,1, so setzt man bei der Bezeichnung m-Kosmos oder mD Kosmos automatisch eine Dimension hinzu, weshalb zur Vermeidung von Mißverständnissen die Bezeichnung Km,1 verwendet werden sollte. Das hat den Vorteil mit einer Bezeichnung wie Km,2 zu kennzeichnen, daß man mit 2 Zeitachsen operiert. Mit dem m werden jetzt also nur noch Raumdimensionen gekennzeichnet. Die Km,1 wachsen als dynamische, dimensional tief geschachtelte Gebilde hervor, durchleben eine Blütezeit und verfallen wieder. Im Regelfall enthalten also die Km,1 eine große Anzahl von Unterräumen vom Typ Rn,1 mit m > n > 0, und alle Unterräume können im Prinzip wieder Unterräume haben, solange ihre Dimensionszahl n nicht zu klein ist. Das ergibt dann die Sequenz der dimensionalen Schachtelung

Km,1 c Rm-1,1 c Rm-2,1 c Rm-3,1 c ... c R5,1 c R4,1 c R3,1

In der SF-Literatur haben sich dabei eingebürgert:

-

R5,1 steht für Pararaum,

-

R4,1 für Hyperraum und

-

R3,1 für Universum.

Damit kann ein Km,1 viele Pararäume, Hyperräume und Universen haben, und jeder Pararaum kann viele Hyperräume enthalten, und jeder dieser Hyperräume kann viele Universen enthalten.

 

In der ursprünglichen Version bis 1984 wurde hauptsächlich mit einer Zeitachse t operiert und für m „große“ Dimensionen eingesetzt. Was die Forschung aber seit 1975 mit ihren „kleinen“ Dimensionen erbracht hat, muß natürlich berücksichtigt werden. Weiterhin muß man gebrochene Dimensionen ... usw. berücksichtiger, ferner auch mehrere Zeitachsen.

Wenn man das berücksichtigt, sollte man auf eine andere Schreibweise umsteigen, wobei das bisher verwendete m aufgeteilt und uminterpretiert wird. Ein Kosmos Km,k,g,s ist ein dynamisches Gebilde im Chaos mit

-

m für die Anzahl seiner großen Dimensionen,

-

k für die Anzahl seiner kleinen Dimensionen,

-

g für die Anzahl seiner gebrochenen Dimensionen,

-

s für die Anzahl seiner Zeitdimensionen,

und es ist klar, daß man diesen Ansatz noch weiter erweitern und verfeinern muß um der Natur näher zu kommen.

 

Ferner besteht die Möglichkeit der Entartung in einem Km,1 in vielerlei Weise, darunter auch in der, daß die o.g. Sequenz

Km,1 c Rm-1,1 c Rm-2,1 c Rm-3,1 c ... c R5,1 c R4,1 c R3,1

gar nicht die Regel sein muß, d.h. daß z.B. ein Pararaum gar keinen Hyperraum enthält, sondern nur viele Universen.

Die Km,1 machen eine dynamische Entwicklung durch mit Entstehung, Blütezeit und Verfall, und ebenso alle ihre Unterräume vom Typ Rn,1 mit m > n > 0, und für alle diese Entitäten gilt, daß die in ihnen entwickelten höheren Wertschöpfungen zumindest z.T. und unter günstigsten Umständen auf Entstehung, Struktur und Entwicklung Einfluß nahmen können. Reproduktion und Weitergabe von errungenen Eigenschaften sind also im Prinzip möglich, wenn auch nur unter günstigsten Umständen.

Die Entwicklung der Km,1 mit allem Drum und Dran ist das Gebiet der Kosmophysik, die sich damit am wenigsten mit den Abläufen innerhalb eines Universums beschäftigt. 

 

Baummodell:

Es ist sehr zweckmäßig, sich Veranschaulichungen zu erarbeiten, und dafür ist besonders das Baummodell gut, angewendet auf die vereinfachte Version Km,1:

Der Baum steht für den Km,1 und der wurzelt in der Erde, die das Chaos repräsentiert. Der Stamm des Baumes ist der höchstdimensionale Raum des Km,1, also der Rm,1, die nächst abzweigenden starken Äste sind die Unterräume vom Typ Rm-1,1, die von diesen starken Ästen abzweigenden Äste die Unterräume vom Typ Rm-2,1 und so fort, und die Blätter entsprechen den Unterräumen vom Typ R3, 1, also den Universen. Die kleinsten Zweige, an denen die Blätter sitzen, entsprechen den Unterräumen vom Typ R4,1, also den Hyperräumen, die nachfolgenden, zu stärkeren Ästen hinführenden Zweige den Unterräume vom Typ R5,1 ...

Ein Dimensionstransmitter kann in der einfachsten Form eine Verbindung zwischen 2 Universen im selben Hyperraum, also zwischen 2 Blättern am selben Zweig sein, in der komplexesten Form ist er eine Verbindung durch das Chaos zwischen den Universen verschiedener Km,1, also zwischen den Blättern verschiedener Bäume.

 

Die Quintessenz aus Realitätsrahmen Chaos, Kosmophysik und IWA- und TZ-Theorie ist das Ziel einer jeden IWA und TZ in jedem x-beliebigen Universum, Hyperraum ..., zu einer so gewaltigen Entwicklungsstufe zu gelangen, daß der Bau möglichst leistungsstarker Supermaschinen und Superintelligenzen auf der Basis einer gewaltigen Supertechnik und Superzivilisation möglich wird, so daß eine gezielte Einflußnahme auf die Evolution der Universen, Hyperräume, Pararäume, ..., Km,1 ... erreicht wird.

 

Zu betonen ist noch:

-

Die SF-Literatur ist selbstverständlich voll von phantastischen Geschichten, die in unserem Universum niemals real sein oder werden könnten – eventuell aber in vielen anderen Universen.

 

Alle SF-Spekulationen sind mit dem astrophysikalischen und kosmologischem Wissen quer zu prüfen. Wer spekuliert, muß einen hinreichenden Einblick in die Wissenschaft und aktuelle Forschung haben.

-

Die meisten populärwissenschaftlichen Bücher von Stephen W. Hawking und Martin Rees nehmen Bezug auf „Ockhams Rasiermesser“, ein Paradigma des Wilhelm von Ockham mit dem Inhalt, daß man mit möglichst wenig auskommen soll.

 

Dem ganz konträr gegenüber steht natürlich das Paradigma, auf das die Aionik gegründet ist, nämlich sich auf das Unendliche zu beziehen, um zu verhindern, daß man nicht bei jeder kleinen neuen Entdeckung wieder auf die Nase fällt, weil der Realitätsrahmen als zu klein gewählt worden ist.

 

Das ist natürlich das Ende von „Ockhams Rasiermesser“.

 

 

2. Kosmophysik mit top-down-Zerlegung

 

Man geht in diesem Fall von „ganz oben“ aus, also vom unendlichdimensionalen, in Raum und Zeit unendlich ausgedehnten, hochdynamischen und amorphen Chaos aus, in dem die Km,1 entstehen, eine Blütezeit durchmachen und wieder verfallen, und dann hangelt man sich durch die Unterräume dieser Gebilde quer durch die Dimensionen bis zu den Universen hinunter. Dann prüft man u.a. nach, wie die Umgebung auf die Universen einwirkt und umgekehrt.

Das entspricht dem Einschwingen aus dem Unendlichen.

 

 

3. Kosmophysik mit bottom-up-Aufbau

 

Man geht in diesem Fall von „ganz unten“ aus, also von den Universen oder den Blättern am Baum, und hangelt sich dann quer durch die Dimensionen und Unterräume hoch bis zum einbettenden Km,1  und dann in das unendlichdimensionale, in Raum und Zeit unendlich ausgedehnte, hochdynamische und amorphe Chaos, in dem die Km,1 entstehen, eine Blütezeit durchmachen und wieder verfallen.  Dann prüft man u.a. nach, wie die Umgebung auf die Universen einwirkt und umgekehrt.

Das entspricht dem Einschwingen in das Unendliche.

 

 

4. Kosmogonie und Sinnschöpfung

 

Die Verankerung wurde in Punkt 1 in Form der IWA- und TZ-Theorie gegeben, und hier erfolgt nun die Darstellung der am besten geeigneten Kategorien.

IW

Intelligente(s) Wesen wie der Mensch

IWV

Verband oder Verbände von IW wie ein Staat

TZ

Technische Zivilisation(en)

IWA

Art(en) oder Species wie die Menschheit

NBE

Natürliche Biologische Evolution(en)

NIW

IW, dessen IWA durch NBE entwickelt worden ist

NIW-TZ

TZ, deren Träger NIW sind

NIW-Zoikum

Kulturepoche oder Herrschaftszeit einer über NBE entwickelten IWA

VIW

Vollkommene Vernunftwesen

Androiden

humanoide VIW, durch eine vollkommen beherrschte Gentechnik aus dem Genom des Menschen konstruiert

Roboter

bewußt-intelligente Maschinen einer Superzivilisation, mit einem elektrotechnisch funktionierenden „Gehirn“

Kyborgs

IW-Synthesewesen mit einem biologischen Gehirn und einem Körper, der wenig oder viel elektrotechnische und mechanische Teile und Organe enthält.

WGS

Weltraumgestützte Superzivilisation(en), einem mit Hilfe von Supermaschinen und Supertechnik erschlossenen Sonnensystem bis hin zu Sternenreichen im SF-Sinne

IWE

Entwicklung und Konstruktion von IW durch IW

VIW-TZ

TZ, deren Träger VIW sind

VIW-Zoikum

Kulturepoche oder Herrschaftszeit einer über IWE entwickelten IWA von VIW

WGS

Universumgestützte Superzivilisation

KIW

VIW bis hin zur Stufe von Superintelligenzen mit kosmischer Wirkungsfähigkeit

KIW-TZ

TZ, deren Träger KIW sind

KIW-Zoikum

Kulturepoche oder Herrschaftszeit einer über IWE entwickelten IWA von KIW, in einem Universum oder Teilgebiet des einbettenden Hyperraums

KGS

Kosmosgestützte Superzivilisation, wie Kosmozivilisation

 

 

Kosmozivilisation

KIW-TZ quer über die Dimensionen hinweg, kann mehrere Universen, Hyperräume, Pararäume ... umfassen

Anthropozoikum

NIW-Zoikum der Menschheit

Kyberzoikum

VIW-Zoikum

Theozoikum

KIW-Zoikum

 

Die Namen der Kategorien - also die Kurzbezeichnungen in Großbuchstaben - sind dieselben wie die Elementnamen, und zwar in Einzahl und Mehrzahl, weil es sprachlich und schriftlich kürzer und übersichtlicher ist. An Stelle von IWs, TZs, VIWs, KIWs ... wird also geschrieben IW, TZ, VIW, KIW ...

Im Sinne von „Für alle IWs gilt ...“ wird geschrieben „Für alle IW gilt ...“, wobei die Idee, ist das das als Abkürzung gilt „Für alle Elemente aus der Menge IW gilt ...“

 

Die in Punkt 1 begründete IWA- und TZ-Theorie kann man dann auch so formulieren:

-

... NIW VIW Superintelligenzen KIW ...

-

... NIW-TZ VIW-TZ KIW-TZ ...

-

... TZ WGS UGS KGS ...

-

... NIW-Zoikum VIW-Zoikum KIW-Zoikum ...

Gemäß der IWA- und TZ-Theorie von Punkt 1 gilt als oberstes Ziel, daß sich eine irgendwo entwickelte IWA und TZ möglichst rasch und auf sicherem Wege zur Stufe von WGS, Supertechnik, Supermaschinen, Superintelligenzen, KIW, KIW-Zoikum ... entwickelt, so daß sie nach Plan möglichst schnell, umfassend und wirkungsvoll in die Evolution der Universen, Hyperräume, Pararäume, ..., m-Kosmen Einfluß nehmen

Diese sich aus der IWA- und TZ-Theorie ergebende Regel ist die Grundlage einer jeden Sinnschöpfung, Sinngebung und Staatswissenschaft. .

 

 

5. Staatswissenschaft und Staatstheorien

 

Die IWA- und TZ-Theorie ist Grundlage der Staatswissenschaft und einer jeden Staatstheorie.

Die Staatswissenschaft muß allgemein gehalten werden und in den Kategorien IW, IWV, IWA, TZ ... operieren, wobei ganz zuletzt für arten- und kulturspezifische Anpassungen auf den Menschen, diese Menschheit und ihre TZ sowie die Erde und dieses Sonnensystem Bezug genommen wird.

Die Staatswissenschaft muß universumunabhängig orientiert sein, da es wahrscheinlich ist, daß bei der Vielzahl der sehr ähnlich bis sehr verschiedenen Universen es viele Universen gibt, die zwar zur Entwicklung und Hervorbringung von Leben und Zivilisation geeignet sind, bei denen aber auch für die höchstmöglichen IW-Entwicklungsformen keine Möglichkeit besteht, sich von der Stufe der Superintelligenz und Superzivilisation zu KIW und Kosmozivilisation zu entwickeln, weil dafür die Physik und Metrik des betreffenden Universums ungeeignet ist. In diesem Fall ist tatsächlich für jede Lebensform und Intelligenz in einem solchen Universum das Leben und Wirken ohne objektiven Sinn, weil letztlich alle Wertschöpfungen mit dem Zerfall dieses Universums gänzlich mit vernichtet werden - wenn keine KIW von außen her in dieses Universum für die Bewahrung der höchsten Wertschöpfungen gezielt eingreifen. Es geht also um den allgemeinen Fall, den die IWA- und TZ-Theorie zuläßt, daß unter günstigsten Umständen in geeigneten Universen die Entwicklung von NIW über VIW zu KIW möglich ist, die dann die in ihrem Heimatuniversum am höchsten entwickelten Wertschöpfungen in andere, geeignete Universen hinüberretten und den Schritt zur Kosmozivilisation leisten können. Diese KIW können im besten Fall auch die Physik, Metrik, Naturkonstanten, Entwicklungsfähigkeit, Expansionsart ... ihres Heimatuniversums nach Plan und Gutdünken ändern, so daß dieses Universum bedeutend älter und fruchtbarer werden kann, und auch noch viel höhere Wertschöpfungen hervorbringen kann.

Die Staatstheorien definieren die Regierungsform und das Netzwerk der Gesetze und Regeln in einem beliebigen IWV beliebiger IW beliebiger IWA, wobei wesentlich ist, daß Staaten Transformationssysteme für die Höherentwicklung von NIW über VIW zu KIW sind.

Man kann also auf der Basis von Diktatur, Oligarchie, Absolutismus, Demokratie ... Staatsmodelle entwerfen für beliebige IW auf beliebiger TZ-Stufe.

Bei Staatstheorien für NIW ist speziell zu beachten, daß NIW noch sehr fehlerbehaftet von der NBE her sein können und daß diesen Mängeln und Fehlern erheblich Rechnung getragen werden muß.

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IW mögen noch so intelligent sein, aber wenn sie über keine geeigneten Sinne und Effektoren verfügen, oder wenn sie in einem ungünstigen Medium leben wie Wasser, mögen sie nie zur Entwicklung einer TZ kommen, mit deren Hilfe sie sich gentechnisch optimieren könnten.

-

IW mögen noch so intelligent sein, aber wenn sie das Böse in sich tragen, in unsinnigen Wahnsystemen leben, dumme Traditionen und Gedankenblockaden haben, mögen sie nie dazu kommen, die von ihnen entwickelte TZ zur eigenen gentechnisch durchgeführten Optimierung einzusetzen.

Wichtig ist, daß man den geistigen Rahmen der IW so weit ansetzt, daß ihre IWA und TZ den Entwicklungsprozeß zu KIW und Kosmozivilisation leisten wird.     

 

 

6. Gebot der Paradiesschöpfung und -erhaltung

 

Das Paradies ist eine der schönsten Fiktionen und eine der sehr wenigen, wo man nicht nach dem Sinn fragt. Ein Paradies ist für sich selber Sinn genug.

In einem Paradies leben möglichst viele Arten von Tieren und Pflanzen zusammen bei möglichst großer Individuenzahl, und den Schutz dafür geben die VIW, KIW ..., die sich für dieses Paradies verantwortlich fühlen. Alle VIW beliebiger Entwicklungshöhe – also von Androiden bis zu Superintelligenzen und darüber hinaus – streben dahin, in der globalen Realität so viele, schöne, fruchtbare, reichhaltige und sichere Paradiese einzurichten und für die Ewigkeit zu bewahren wie nur möglich. In diesen Paradiesen soll das Leben nicht nur möglichst reichhaltig und schön sein bzw. verlaufen, sondern auch möglichst harmonisch – bei den vernunftbegabten Bewohnern – und mit höchstmöglicher Wirkung in der Ewigkeit.

NIW mit dem Bösen in sich sind prinzipiell nicht in der Lage, auf längere Zeit in einem Paradies zu leben, weil diese NIW ohne äußeren Anlaß das Böse in sich generieren und jedes Paradies aus niederen Beweggründen heraus zerstören.

Speziell in der Geschichte der Menschheit kann man das sehr gut und sehr häufig bestätigt finden.

 

Jede Staatstheorie hat also neben der Transformation IW KIW auch die Aufgabe der Paradiesschöpfung und –erhaltung. Daraus folgt, daß auf jeder Welt die NIW begleitende lebendige Schöpfung erhalten und geschützt werden muß. Dafür ist unerläßlich, gezielt und bewußt die Ressourcen zu bewahren, auf die sich die Tiere und Pflanzen stützen.

Die Entwicklung der Superzivilisation geht also mit der Paradiesformung und –erhaltung einher.

Die Staatstheorien müssen also dem Bestreben folgen,

Wenn der Übergang von NIW zu VIW erreicht worden ist, ist aus der NIW-TZ eine VIW-TZ oder WGS geworden, die prinzipiell als Paradies organisiert wird. Jede Superzivilisation von VIW hat als optimale Realisierungsform die Struktur eines Paradieses. Damit werden Superzivilisation und Paradies zu synonymen Entitäten.

 

 

7. Aionik-Partei APx, Parteiprogramm, Regierungs- und Oppositionsarbeit

 

Wenn auf irgendeinem Planeten in irgendeinem Sonnensystem in irgendeiner Galaxis ... eine IWA über NBE entstanden ist, die dann in Folge eine hinreichend hohe TZ entwickelt hat, müssen diese NIW mit allen Anstrengungen versuchen, durch eine vollkommen beherrschte Gentechnik die Fehler, Mängel, Unzulänglichkeiten und besonders das Böse in sich zu entfernen und sich aus NIW zu VIW zu entwickeln. Das ist praktisch die wichtigste Aufgabe der NIW auf hinreichend hoher TZ-Stufe überhaupt. Sind dann aus den NIW vollkommene Vernunftwesen, also VIW, geworden, steht der Weg zur Errichtung von Supermaschinen beliebiger Mächtigkeit, Superzivilisation und Paradiesen offen.

Das definiert die Grundlage der auf die Aionik gestützten politischen Betätigung, und darum auch des Parteiprogramms der auf die Aionik und ihre Ziele gestützten politischen Parteien.

Die IWA- und TZ-Theorie der Kosmophysik wird unmittelbar umgesetzt in politische Zielsetzung, und dazu gehört vor allem die Förderung von Biochemie, Molekulrabiologie, Gentechnik, Genchirurgie ... mit allen erdenklichen Mitteln.

Das Parteiprogramm der APx-Parteien (Aionik Partei für den Staat x) gilt für jede IWA und TZ in jedem Sonnensystem, ..., Universum ...

Das Streben nach Entwicklung der Superzivilisation und Paradiesformung geht mit Artenwandel, Artenneuentstehung und Artentod der betreffenden NIW einher. Das muß ganz klar sein.

Die wichtigste politische Aufgabe hier auf der Erde ist also, eine so vollkommene Gentechnik zu entwickeln, daß man aus dem menschlichen Genom Androiden herstellen kann, die dann die Führung der weiteren Evolution zu höheren Formen in unserem Sonnensystem übernehmen.

Die Menschen sind nur flüchtige Gäste auf der Erde, und ebenfalls ihre ganze Species. 

 

 

8. Begründung und Förderung von IWE

 

Die Entwicklung und Konstruktion von IW durch IW ist IWE, aber das eigentliche Ziel ist die Entwicklung und Konstruktion von VIW. Über NBE werden selten VIW erschaffen, und vor allem keine IWA von VIW. Die Evolution ohne den gewußt-geplanten korrigierenden Eingriff hinreichend hoch entwickelter Intelligenzen hat ihre Grenzen beim Hervorbringen immer höher entwickelter, leistungsfähiger, schöner, mächtiger ... IW. Nur der Eingriff durch entsprechend hoch entwickelte IW kann die IW-Entwicklung in vernünftigen Zeiten zu immer größeren Höhen und Wirkungen führen.

Die Lösung der Theodizee ist, daß man in der eigenen Welt das Böse dadurch in den Griff bekommt und schließlich eliminiert, indem man es aus den NIW dieser Welt gentechnisch entfernt und aus NIW vollkommene Vernunftwesen macht. Dann gibt es in dieser Welt die Herrschaft oder auch nur Auswirkung des Bösen nicht mehr.

Um aber den vernichtenden Naturgewalten auf Dauer zu trotzen, müssen sich diese VIW selber zu Superintelligenzen und darüber hinaus entwickeln, weil im Verlauf immer größerer Zeiträume immer gewaltigere Katastrophen mit immer schlimmeren und lebensfeindlicheren Wirkungen auftreten. Letztlich können sich gegen diese Unbilden und Gefahren nur KIW durch Bau einer Kosmozivilisation schützen.

 

 Über NBE werden also keine IWA aus VIW, KIW ... erschaffen, wohl aber einzelne VIW, die das sind auf dem Effekt der Streuung der Veranlagung und persönlichen Entwicklungsbedingungen. NIW können im besten Fall also Fast-VIW-Stufe erreichen, und genau das kann die IWE sehr erleichtern und anleiten.

In der Hauptmenge sind aber die im Verlauf einer NBE erzeugten NIW mit mehr oder weniger schweren Mängeln und Fehlern behaftet, und nun muß man bedenken, daß kein Ort in einem Universum ein auf ewig sicherer Ort ist. Immer sind die irgendwo und irgendwann entwickelten höheren Wertschöpfungen wie Leben und Zivilisation gefährdet, durch mehr oder weniger starke Wandlungen der physikalischen Gegebenheiten ihre Lebensgrundlage zu verlieren. Um diesem Übel abzuhelfen, ist es unbedingt notwendig, Supertechnik und Supermaschinen zu entwickeln, damit man diesen physikalischen Wandlungen begegnen kann, aber die langfristige ethische Beherrschung dieser Supermaschinen durch NIW mit dem Bösen in sich ist eben nicht gegeben.

Wenn man z.B. einen auf die Heimatwelt zufliegenden Himmelskörperablenken will, muß man über entsprechende Supermaschinen verfügen, etwa eine taktische Raumflotte, und genau die Macht dieser Raumschiffe ist die Gefahr, weil die NIW wegen ihrer sittlichen Mängel diese Macht mißbrauchen werden, um dem Bösen in sich zu folgen. Die wichtigsten Supermaschinen überhaupt sind also diejenigen, die die NIW in VIW und die Welt der NIW in ein Paradies überführen, und das sind Genstrukturator, Biotechplazenta und Ökoharmonisator.

Das Böse aus den Trägern der Evolution entfernen, die psychischen und physischen Mängel der herrschenden NIW – das ist das wichtigste Ziel ab einem gewissen TZ-Entwicklungsstand.

Nur VIW können mit Hilfe ihrer Supermaschinen ihre Heimatwelt langfristig schützen und diese Supermaschinen langfristig ethisch beherrschen.

 

 

9. Wechsel der Fortpflanzungsmethode für den Übergang NIW VIW

 

Im Verlauf über Hunderte von Millionen Jahren NBE treten ab und zu Faunenschnitte auf, die vom Wechsel der Fortpflanzungsmethode bei der Entwicklung der neu vorherrschenden Species begleitet ist.  Dieser Wechsel der Fortpflanzungsmethode kann eine schlichte Reaktion auf gewandelte Lebensumstände sein, vor allem einen durchgreifenden Klimawandel wie beim Übergang vom Karbon zum Perm, er kann aber auch eine echte Höherentwicklung sein wie bei dem Ichthyosaurus der Kreide oder manchen rezenten Schlangen, die vom Eierlegen auf Lebendgebären umgestiegen sind.

Bei einer Sicht auf 1 Milliarde Jahre NBE ist der Wechsel der Fortpflanzungsmethode ein taugliches Mittel, um die Tauglichkeits- und Überlebensgrenzen der Nachkommen beliebiger Species zu verbessern, also auch zur Erleichterung des Artenwandels zu tauglicheren, höheren Formen.

Die Sicherung der Fortpflanzung und der Arterhaltung erfolgt in der NBE über entsprechende Triebe und Gefühle, vor allem verbunden mit Arterhaltungs-, Sozial- und Sexualtrieb. Auf IW-Stufe und auch schon bei vielen Species im Übergang vom Tier zu NIW kommen Prägungen, von den Eltern oder der Lebensgemeinschaft auf die Kinder durch Unterricht in beliebiger Form, Beobachten und Lernen übertragenen Verhaltensweisen und Wissensformen hinzu, also Traditionen, die ebenfalls die Arterhaltung zu sichern haben.

 

Wenn nun auf NIW-Stufe die Fortpflanzungsmethode aus den unter Punkt 8 genannten Gründen wieder einmal geändert werden soll, stehen diesem Vorhaben sowohl Triebe und Gefühle als auch Prägungen und Traditionen entgegen, die es zu überwinden gilt. Nun ist es zwangsläufig so, daß die VIW-Herstellung über körperinterne Organe extrem behindert wird, weil Ausstattung und Arbeitsweise der körpereigenen Fortpflanzungsorgane naturgemäß erhebliche Mängel aufweisen. Beim Beispiel des Menschen kann man sehen, daß die frühkindliche Gehirnentwicklung ganz entscheidend davon abhängt, daß der Kopf mit dem großen Gehirn bei der Geburt durch den Geburtskanal paßt. Das kann prinzipiell nicht geändert werden, und eine Intelligenzsteigerung ist bei Erreichen der zulässigen maximalen Kopfgröße des zu gebärenden Babies nur durch eine bessere, höhere und leistungsfähigere Gehirnorganisation zu gewährleisten. 

Der erwünschte Prozeß der VIW-Herstellung kann nur von den NIW mittels geeigneter Supermaschinen durchgeführt werden, die natürlich außerhalb der NIW-Körper sind. Der Wechsel von NIW zu VIW bewirkt also, daß die Fortpflanzung von körperinternen Organen auf eine Fortpflanzung über körperexterne Maschinen durchgeführt wird.

Wenn die TZ so weit fortgeschritten ist, daß der Bau der Supermaschinen Genstrukturator, Biotechplazenta und Ökoharmonisator für die künstlich-technische VIW-Herstellung bei 100%-iger Qualitätsgarantie möglich ist, dann müssen diese Supermaschinen auch dafür eingesetzt werden, damit das Böse in den NIW, ihre Mängel und Fehler nicht weiter in den zukünftigen IW weiter getragen werden und die Zukunftsmöglichkeiten von Leben und Zivilisation gefährden und behindern.

Der Wechsel der Fortpflanzungsmethode hat gravierende Auswirkungen auf die Erscheinungsformen der NIW, bei den Menschen z.B. aufgeteilt in Mann und Frau. Weil die Fortpflanzung bei der VIW-Herstellung rein körperextern abläuft, sind körperinterne Fortpflanzungsorgane bei VIW nicht nur nicht notwendig, sondern sogar platzraubend und überflüssig. Andererseits ist es wegen der viel besseren IW-Herstellungsmethoden bei der IWE möglich, viele ganz verschiedenartige VIW herzustellen, ja der Begriff der IWA kann völlig fallen gelassen werden. Im Grenzfall kann man die Supermaschinen so programmieren, daß der Genom der zu erstellenden VIW niemals identisch ist. Wenn man nun die Tiere ebenfalls immer intelligenter macht und ebenfalls bis zur IWE aus Tieren heraus durchstößt, fallen die früheren Begriffe wie die beiden Geschlechter bei den klassischen Menschen und die Aufspaltung in Tierarten zusammen. Wenn man bei der IWE vom Genom beliebiger Geschöpfe ausgeht, wird der Begriff der Artgrenzen völlig aufgehoben. Im Grenzfall ist jedes Geschöpf – ob IW oder nicht – eine Species für sich, und mittels der Supermaschinen können die Nachkommen eines jeden beliebigen Geschöpfes in jede beliebige Form gebracht werden.

 

 

10. Supermaschinen als „Maß aller Dinge und Erkenntnis“

 

Die Geschichte der Wissenschaften und auch der Kosmologie haben so oft den Reinfall von für Jahrhunderte gültigen wissenschaftlichen Vorstellungen mit sich gebracht, daß der Glaube an die Wahrheit irgendeiner epochal-regionalen Weltvorstellung zweckmäßig wäre. Gestern wird etwas mit dem Anspruch auf höchste Wissenschaftlichkeit hoch gelobt, mit dem Siegel „von höchster Wissenschaft bewiesen“ versehen, und heute ist es falsch, weil neue Experimente ... es zu Fall brachten.

Als Maß der Wahrheit kann nicht der Anspruch auf Wissenschaftlichkeit sein, weil der nur epochal-regional gegeben ist, sondern nur die Überlebensfähigkeit mittels dieses Modells.

Wahrheitserkenntnis läßt sich letztlich nur durch das Ausmaß des Nutzens für die Überlebensfähigkeit zuordnen, durch das Ausmaß an Schöpferkraft, Reichhaltigkeit, Vielfalt, Entwicklungsfähigkeit, Dauer ... Verwendet man nun ein „gutes“ Weltmodell, so beflügelt es kulturelle, zivilisatorische und technische Höherentwicklung, im andern Fall bremst es sie.

Die Qualität von Realitätsvorstellungen, Naturvorstellungen und Weltsystemen wird dadurch definiert und beurteilt, daß sie den Bau von Supermaschinen fördern, die Überleben, Wirkungsfähigkeit, Höherentwicklung sichern und verbessern, besonders in Bezug auf das Gebot zur Paradiesschöpfung und –erhaltung. Überleben und Wirkungsfähigkeit werden vor allem durch Supermaschinen gewährleistet, die die NIW auf Grund ihrer naturgesetzlichen Erkenntnisse erschaffen haben.

 

Die wichtigsten Supermaschinen werden die sein, die zur Herstellung von VIW, KIW ... bei 100%-iger Qualitätsgarantie führen werden:

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Genstrukturator zur Herstellung hochoptimierter Gencode für vollkommene Vernunftwesen (VIW)

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Biotechplazenta zur Austragung der vom Genstrukturator angelieferten Genoms zum fertigen VIW-Baby ... und zur Herstellung von Ersatzteilen für VIW-Körper, also von Organen.

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Ökoharmonisator zur Errechnung und Bereitstellung der optimalen Umgebungen von den von der Biotechplazenta angelieferten VIW-Babies, eingeschlossen die Optimierung von Lebensbedingungen, Ausbildung, Erziehung, Lebensweise, Wirkungsmöglichkeit ...

 

Die Supermaschinen stellen die Problemlösung dar für alles, auch für die Energiewirtschaft. Es sind Supermaschinen zu entwickeln, mit deren Hilfe man aus Energie und Dreck alles machen kann, was man will, eingeschlossen Superintelligenzen und noch bessere Supermaschinen.

Supermaschinen der VIW-TZ oder WGS sind:

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Großraumschiffe (GRS), Rotierende Weltraumstationen (RWS) mit bis zu gigantischer Größe für viele Millionen VIW, Planeten- oder Mondbasen (PBA), alle zusammen mit einem Paradies von Tieren und Pflanzen,

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Ringbeschleuniger um die Sonne zur Herstellung von Antiprotonen als Treibstoff für intergalaktische Reisen,

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Wolken von Sonnentankstationen in engen Umlaufbahnen um die Sonne, die die von der Sonne emittierte Strahlung in Versorgungsstrahlen geeigneter Zusammensetzung bündeln und von der Sonne weg zu Verteilerstationen im Weltraum senden, wo sie neu gebündelt und zu sonnenferneren Regionen des Sonnensystems weiter geschickt werden. Dies alles bildet das Netz von Versorgungsstrahlen, daß die Infrastruktur des Sonnensystems und seine Energie- und Materieleitungen darstellt.

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Mit diesem Versorgungsnetz werden die zur Erdenformung geeigneten Himmelskörper im Sonnensystem erschlossen, künstlich-technische Lebensinseln versorgt und die äußeren Gasriesenplaneten technisch genutzt.

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Alle Antriebe für Raumschiffe basieren auf dem Prinzip der extern zugeführten Versorgungsstrahlen, so daß kein Raumschiff den für Kursänderungen und Beschleunigungen benötigten Treibstoff mitführen muß.

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Gigantische Raumschiffsbeschleunigungsanlagen und Dimensionstransmitter kennzeichnen bereits den Übergang von der VIW- zur KIW-Stufe, ebenso der Übergang von Androiden, Robotern, Kyborgs oder beliebigen VIW zu KIW-Stufe.    

 

 

3  Bedingungen für eine Übersiedlung großer Menschenmassen in den Weltraum

 

3.1  Politische Probleme

 

Die Übersiedlung großer Menschenmassen in den Weltraum bedarf der entsprechenden wissenschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen, psychischen und technischen Vorbereitung, wobei die psychischen Probleme gegenüber den technischen nicht unterbewertet werden dürfen.

Mit der zunehmenden Leistungsfähigkeit, Schönheit und Vollkommenheit der technischen Produkte, Verwaltungs-, Regierungs-, Produktions-, Ausbildungssysteme usw. wird immer klarer, daß der Mensch in seiner urzeitlichen Veranlagung immer mehr der schwächste Punkt in der Entwicklung der TZ wird. Es ist also wirklich die Frage, ob der natürliche Mensch mit dem Bösen in sich überhaupt geeignet dazu ist, in den gegen Sabotage so sehr empfindlichen Lebensinseln - wie eben den Weltraumstationen – langfristig leben zu können. 

Die äffische Gier nach dem Besitz anderer ist im Menschen weiterhin vertreten, ebenso Mordlust, Grausamkeit, Egoismus, Neid ...

Also sollten sich die Staaten auf die Entwicklung neuer geistiger Wertschöpfungen konzentrieren, und zwar ganz besonders auf die, die im Verlauf der Erforschung und Besiedlung des planetaren Weltraums mit PBA, RWS und GRS für Millionen Menschen notwendig werden.

Hier hätte man nur dem Traum der Peenemünder, besonders Wernher von Brauns, noch im 20. Jahrhundert zu folgen.

Aber im Prinzip ist es heute noch wie in der Antike, als damals allmählich die Lebensgrundlage einer Stadt verschwand, wo entweder der Hafen verlandete, ein Karawanenknotenpunkt sich verlagerte, Trockenheit einbrach usw.: Man hätte diese Schwierigkeiten alle vorhersehen und beizeiten vorsorgen können, aber die meisten Menschen lebten in ihrer Trieb-, Traditions-, Epoche- und Menschenbezogenheit und wollten nicht die gängigen Denkschablonen verlassen.

Die Menschen, die weiterdachten, galten als unbequem, sozial auffällig, Quertreiber, Besserwisser und Ruhestörer, die man in milden Fällen ignorierte, in anderen Fällen tötete.

 

Bei der Überprüfung der Bedingungen für die Übersiedlung großer Menschenmassen in den planetaren Weltraum ergibt sich als echtes Hindernis das Böse im Menschen, seine ethische Unreife, und technisch-künstliche Umwelten im lebensfeindlichen Weltraum sind nun mal gegenüber Sabotage sehr gefährdet.

Wenn auf der Erde im Schutze der lebensspendenden Lufthülle jemand eine Bombe zündet, um die Gemeinschaft, in der er lebt, zu schädigen, so kann dieser dadurch bewirkte Schaden über einige Schutzmaßnahmen in engen Grenzen gehalten werden.

Das ist im lebensfeindlichen Weltraum ganz anders: Eine Weltraumstation der bisherigen Art war gegen Sabotage extrem empfindlich, und durch einen Sabotageakt hätte leicht die ganze Besatzung getötet werden können.

Man kann also zuerst einmal versuchen, RWS, GRS und PBA in lebensfeindlichen Umwelten so zu entwerfen, daß sie gegen Sabotage einen hinreichenden Schutz bieten. Erst nachdem diese Aufgabe gelöst ist, darf man an eine Übersiedlung großer Menschenmassen in den Weltraum denken.

 

Die Übersiedlung in den Weltraum fordert also vom Menschen eine höhere Bereitschaft zur Selbstzucht und Achtung der Gemeinschaft in der Lebensinsel, in der er heute lebt.

Wie soll man aber innerhalb von komplizierten technischen Lebensinseln, umgeben von der Atmosphäre eines lebensfeindlichen Mondes oder Planeten oder inmitten des Vakuums des Weltraums, große Menschenmassen friedlich miteinander leben lassen können, wenn sie es auf der Erde nur so schwer vermögen ?

Hinter diesem ethischen Problem tritt nämlich das Problem der Technologie für den Transport großer Menschenmassen in RWS, GRS und PBA ziemlich zurück.

 

Das Zusammenleben von IW muß sich auf höhere Wertschöpfungen gründen - siehe die „Orestie“ von Aischylos mit dem Versuch, die Gründung des Areiopags auf die Göttin Athene zurückzuführen.

Die höhere Gründung stellt das geistige Band um die Gemeinschaft der IW dar, und nicht ihre Traditionen. Man kann auf Traditionen aufbauen, aber das kulturelle Zusammenleben darf sich nicht in der Wahrung von Traditionen erschöpfen, sondern muß hohe Wertschöpfungen mit sich bringen.

Die geistigen, kulturellen, mathematischen, naturwissenschaftlichen und technischen Wertschöpfungen sind das eigentliche Band um die Gemeinschaft.

Vielleicht wird es auf dieser Basis möglich sein, große Menschenmassen in RWS, GRS und PBA zu halten, in künstlich-technischen Lebensinseln, umgeben von einer lebensfeindlichen Umwelt.

Hier kommt vielleicht eine Hilfe dadurch, daß die Einsicht zu einer höherorientierten Lebensweise und -zielsetzung sehr viel leichter in einer künstlich-technischen Lebensinsel im Weltraum als in einer Gemeinschaft auf der Erde zu erkennen und zu erlangen ist.

 

Das Selbstverständnis, daß der Planet, auf dem die IWA entstand, ihr einziger Lebensbereich, ihr Schicksal und auch ihr Grab ist, darf den besseren Teil der IWA nicht davon abhalten, den Weg in den Weltraum doch zu versuchen, auch wenn damit langfristig der Übergang NIW VIW verbunden ist.

Das alles geht vielleicht bedeutend leichter, wenn man von dem speziellen Fall der Menschheit abstrahiert und diesen technischen Übergang in den Weltraum als einen notwendigen Schritt in der Entwicklung jeder IWA und TZ irgendwo und irgendwann im Weltraum erkennt.

Es muß die Bereitschaft aufkommen, sein „Seelenheil“ nicht mehr in sturer Trieb- und Traditionserfüllung zu sehen, sondern sich über die langfristige Evolution von IWA und TZ genauso Theorien auszudenken wie im Fall von paläontologischen oder astronomischen Problemen.

Viele Menschen haben heute noch einen archaischen Schauder, geistig in Zeiträume vorzustoßen, die sie körperlich nicht mehr als Person erleben würden. Das ist eine Lücke in der geistigen Entwicklung, in der sich Religionen und Okkultisten tummeln. Aber gerade der allgemeine theoretische Ansatz, daß man also Entwicklung, Schicksal und Wirkung von IW, IWA und TZ ganz unabhängig von dem gegebenen Fall der Menschheit betrachtet, eröffnet die wichtigen Perspektiven zum höherorientierten Zusammenleben vieler Menschen in technisch komplexen Umgebungen.

Vielleicht kann so eine Stufe nur ein VIW erreichen und folgendes erleben: Wenn man irgendwo im Weltraum Dienst getan hat und aus den Tiefen des Alls zu unserem jetzigen Heimatplaneten kommt, wenn man ihn aus der Schwärze des Alls immer deutlicher hervortreten sehen, wie eine schimmernde Perle auf schwarzem Samt, dann hat man immer ein erhebendes Gefühl, daß man nun zur „Heimat“ kommt. Die Planeten sind Kinderstuben, aber keine Fabrikhallen.

Schon vor der Übersiedlung in den Weltraum muß eine IWA und TZ die Bedürfnisse, Belange, Lebenserfahrungen, -umstände, -ziele und Ausbildungswege vieler IW in künstlich-technischen Umwelten im Weltraum durchrechnen. Es müssen die entsprechenden Begriffe, Vorstellungen, Denkweisen, Regeln und Techniken entwickelt werden, die beizeiten schon in das Verhalten und in die Vorstellungswelt in ihren Gemeinschaften auf ihrem Heimatplaneten eingehen. Die Folgen des Fehlverhaltens müssen den IW eindringlich im Bewußtsein stehen, und die Lebensinseln müssen so konstruiert werden, daß Fehlverhalten von IW minimale Schäden nach sich zieht.

 

Die Bedingungen für den Übergang großer Menschenmassen in den Weltraum:

1.

Entwicklung der ethischen Vorstellungen, damit die Menschen in den Künstlich-technischen Lebensinseln inmitten einer lebensfeindlichen Umwelt nicht dieselben Fehler machen wie auf der Erde.

2.

Entwicklung der Rotierenden Weltraumstationen (RWS), Großraumschiffe (GRS) und Planeten-/Mondbasen (PBA), in denen Millionen Menschen leben können.

3.

Entwicklung der Technologie für eine umfassende Weltraumfahrt innerhalb des Sonnensystems. Diese ist in den verschiedenen Phasen grundlegend verschieden zu organisieren.

In der Frühphase mit chemischen Treibstoffen ist ein Netz von Tankstellen für chemische Treibstoffe und Versorgungsgüter im planetaren Weltraum einzurichten. In der Reifephase mit Antrieben auf der Basis von Versorgungsstrahlen ist ein Netz von - Sonnentankstationen, die die von der Sonne ausgestrahlte Energie und Materie in hochenergetische Licht- und Protonenströme umwandeln und - Energieverteilerstationen, die diese Versorgungsstrahlen zu den Verbrauchern weiterleiten und ein richtiges Energieversorgungsnetz bilden, einzurichten, und ferner müssen RWS, GRS und PBA für Millionen Menschen gebaut werden.

4.

Erdenformung bei dafür geeigneten Himmelskörpern, also Monden und Planeten mit einer festen Oberfläche. Den dafür notwendigen Wasserstoff holt man von den Gasplaneten.

5.

Entfernung, Umleitung, Zerstörung ...  von Asteroiden, die in historischen Zeiträumen in der Zukunft auf der Erde aufschlagen können.

6.

Sehr vorsichtige Einrichtung einer zentralen Weltregierung für das Sonnensystem, wobei den Kolonien große autonome Rechte eingeräumt werden. Es muß auf jeden Fall verhindert werden, daß im Sonnensystem nach der Einrichtung einer Weltregierung eine Diktatur oder Ähnliches erfolgt. Wie schon gesagt, die naturwissenschaftlich-technischen Probleme traten dabei immer mehr hinter den ethischen, sozialen und ethnischen Problemen zurück.“

 

 

3.2  Technische Voraussetzungen

 

RWS

Rotierende Weltraumstation

GRS

Großraumschiff

PBA

Planeten- und Mondbasis

 

In der Regel wird die naturwissenschaftliche und technische Entwicklung größere konvergente Züge oder sogar Ähnlichkeiten in der Entwicklung aufweisen als die Entwicklung der geistig-ethischen und sozialen Vorstellungen und Umstände, weil Trieb- und Traditionsbindung als auch Bezogenheit auf die zufällig vorliegende IW-Form oder ihre Region und Epoche die geistige Sicht mehr oder weniger behindern. Diese geistige Behinderung durch zu enge Sichtweisen schränkt die ethische Entwicklung stärker ein als die naturwissenschaftlich-technische, denn die Triebe und Traditionen sind natürlich mehr im psychisch-sozialen Umfeld aktiv als im naturwissenschaftlich-technischen Bereich, wenn auch auf diesen Gebieten starke Beschränkungen möglich sind, was bei der Inquisition und ihren Prozessen gegen Savonarola, De Dominis, Giordano Bruno und Galileo Galilei klar sichtbar wurde.

 

Die technischen Schlüsselentwicklungsgrößen für die Besiedlung eines Sonnensystems durch in ihm über NBE entwickelte IWA und TZ umfassen u.a.

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Raumschiffe,

-

Rechner,

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Energieversorgungssysteme,

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künstlich-technische Lebensinseln beliebiger Größe im Weltraum.

 

Es ist auf vielerlei Weise möglich, mit Hilfe des Raketenprinzips in der Anfangszeit der Weltraumfahrt einer IWA und TZ den Heimatplaneten zu verlassen - jedenfalls zeitweilig -, aber mit der Höherentwicklung der Technologie führt der Weg zwangsläufig über eine großtechnische Nutzung der Sonnenenergie.

Es ist nicht vertretbar, die Energie aus chemischen Reaktionsträgern zu ziehen, weil alle diese chemischen Treibstoffe jeweils mitbeschleunigt werden müssen.

Es kommt für den Masseneinsatz nur ein Antriebssystem in Frage, wo zumindest die Energie extern über Versorgungsstrahlen aus Licht- oder Protonenströmen zugeführt wird. Das Raketenprinzip bleibt dabei sicherlich, aber man beschleunigt dann nicht immer auch jeweils den gesamten vorhandenen Treibstoff mit.

Die Ursache für diesen Wechsel im Antriebssystem liegt in der stark begrenzten Energie, die bei chemischen Reaktionen frei wird, und dem geringen Wirkungsgrad bei Nukleartriebwerken.

Besonders für Nukleartriebwerke gilt zusätzlich, daß der im Sonnensystem vorhandene Wasserstoffvorrat geschont werden muß, solange die Sonne soviel Energie erzeugt und ungenutzt in den Weltraum sendet.

Zuerst einmal ist bei jeder Besiedlung eines Sonnensystems die Energie der eigenen Sonne zu nutzen. Das macht es erforderlich, das ganze Sonnensystem als geschlossene technische Einheit, gewissermaßen als ein Raumschiff zu betrachten, das mit seinem zentralen Fusionsreaktor, der „heimatlichen“ Sonne, um das galaktische Zentrum kreist.

Es ist also ein Energienetz zu installieren, das von einer großen Anzahl von Sonnentankstationen nahe der Sonne gespeist wird. Aus Sicherheitsgründen verlegt man dieses Versorgungsnetz nicht innerhalb der Planetenbahnebene, sondern mindestens in einem Abstand von 5 Millionen km parallel zu ihr. Dazu benötigt man dann noch Energieverteiler und Fokussierstationen im Weltraum, wo die Strahlung an die Verbraucher weitergeleitet oder für die Weiterleitung zu den entfernteren Teilen im Sonnensystem erneut fokussiert und gerichtet wird.

Dieses Versorgungsnetz versorgt die Großverbraucher mit Energie und alle Raumschiffe.

Für Verbraucher bis zu einer bestimmten Entfernung von ihrer Sonne ist vor Ort die Energiegewinnung durch Sonnenzellen und Sonnenspiegel möglich. Diese Art der Energiegewinnung hängt sehr stark von der betreffenden Sonne ab, denn bei manchen Sonnen ist das noch in einem Abstand von 300 Millionen km möglich, bei anderen nur noch in einem Abstand zwischen Sonne und Verbraucher von 100 Millionen km.

 

Kann man eindeutig entscheiden, ob das Versorgungsnetz raumfest oder von in Umlaufbahnen befindlichen Stationen aufgebaut werden muß ?

Das hängt von den Geschwindigkeiten ab, die man bei den Raumschiffen erzielen will. Will man nur Geschwindigkeiten um etwa 10 km/s, so empfiehlt sich ein Versorgungsnetz, das an Stationen in Umlaufbahnen gebunden ist. Will man aber später 100 km/s oder mehr - wir verwenden ja eine Geschwindigkeit der Raumschiffe von 10000 km/s -, so muß man natürlich raumfeste Stationen als Basis nehmen. Diese Stationen sind dann ortsfest relativ zur Sonne und halten sich in ihren Positionen mit Hilfe eines dauernden Raketenschubes in Richtung Schwerezentrum, also der Sonne. In fortgeschrittenen Phasen schaffen dann Sonnentankstationen, Energieverteilerstationen und Großweichen für die Richtungsumlenkung der Raumschiffe die technischen Voraussetzungen für einen intensiven interplanetaren Raumschiffsverkehr. Dieser ist aber auch möglich, wenn man im Weltraum eine große Anzahl von „Tankstellen“ einrichtet, wo die Energieträger vor Ort über Sonnenkollektorbatterien und chemische Synthesewerke erzeugt werden. Denn den meisten Treibstoff benötigen die Raumschiffe bei dem Start von einem Planeten wohlgemerkt betrachte ich hier den Weltraumflug in der Anfangsphase, wenn die Reisegeschwindigkeiten der Raumschiffe 30 km/s nicht übersteigen. Denn 30 km/s lassen sich auch mit chemisch betriebenen Raumschiffen relativ leicht erzeugen, wenn man sie außerhalb der Schwerefelder von Planeten betankt und starten läßt. Es ist eben immer das Problem, erst einmal die notwendigen technischen Anlagen zu bauen, damit eine Basis für einen intensiven Weltraumflug gelegt ist, z.B. durch ein Netz von Tankstellen für chemische Treibstoffe.

 

Nach der Installation steht jedenfalls, ganz unabhängig von dem speziellen Typ der Sonne und dem Aufbau des Sonnensystems, bis in eine Entfernung von Dutzenden von Milliarden km praktisch beliebig viel Energie zur Verfügung, und genau das ist der Sinn der Installation des Versorgungsnetzes. Schon lange vor Fertigstellung dieses Versorgungsnetzes sind eine regelmäßige Weltraumfahrt entlang bestimmter Energieströme, Bau von RWS, GRS und PBA sowie Erdenformung geeigneter Monde und Planeten möglich. Auch kann schon vorher damit begonnen werden, Asteroiden zu zerstören oder in andere Bahnen zu bringen, die in historischen Zeiten auf der Erde aufschlagen könnten.

Um das Jahr 2000 n.Chr. gab es eine ganze Anzahl solcher Asteroiden, die zum größten Teil eigentlich zum Ring der Asteroiden um die heimatliche Sonne gehörten, aber allmählich über Bahnstörungen andere Bahnen erhalten hatten. Manche kamen damals der Erde bis auf 600000 km nahe. Das Prinzip der Erdenformung ist ganz einfach:

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Man holt die benötigte Energie aus dem Versorgungsnetz oder gewinnt sie über Weltraumspiegel.

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Damit erzeugt man aus dem Gestein der betreffenden Himmelskörper den für die Atmosphäre notwendigen Sauerstoff.

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Den Wasserstoff zum Anlegen von Meeren und zur Reduzierung transportiert man mittels GRS von den Gasplaneten her an.

Gewünscht ist auf jeden Fall ein blühendes Paradies mit vielen schönen und zutraulichen Tieren.

Die künstliche Wetterbildung dürfte immer von Vorteil sein.

Würden wir die Pflanzen wuchern und wuchern lassen, würden sie zuviel Kohlendioxid aus der Atmosphäre holen, wodurch Eiszeiten möglich werden.

Würden wir Versteppungen zulassen, würde Trockenheit die Pflanzendecke zerstören.

Wird die Sauerstofferzeugung der Pflanzen aus irgendwelchen Gründen vermindert, kann man diese Leistungen durch technische Anlagen in Wüstengegenden künstlich aufbringen, indem man chemische Anlagen zur Aufspaltung von Kohlendioxid in Sauerstoff und Kohlenstoff über Sonnenkollektorbatterien mit Energie versorgt. Im Prinzip kann man diese Anlagen gleichzeitig zur Spaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff verwenden, um Treibstoff zu gewinnen, und aus Kohlenstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Wasserstoff Treibstoffe wie Benzin erzeugen. Viel wichtiger ist aber die Versorgung großer Flächen auf dem Land mit hinreichend viel Wasser. Das kann über Regen geschehen als auch über ein aus geklügeltes Kanalsystem, Berieselungsanlagen usw. Alle diese dafür notwendigen großtechnischen Anlagen kann man durch Sonnenkollektorbatterien mit Energie versorgen.

Der häufige Energie- und auch Wassermangel der Menschen bis zu unserer Zeit ist in Wirklichkeit ein Mangel an ethischer, politischer und sozialer Reife, weil die technischen Voraussetzungen für entsprechende Anlagen schon längst vorliegen. Erst wenn große Sonnenkollektorbatterien in den Wüstengebieten allen Menschen auf der Erde gleich viel nützen, wird man von kerntechnischen Kraftwerken zur Energiegewinnung und vom Erdöl unabhängig.

 

Die Weltraumfahrt besitzt in vieler Hinsicht eine Schlüsselposition. Der Sinn der Menschen oder sonstigen über NBE entstandenen IW muß erst einmal aus der Planetenbindung herausgerissen werden. Ist man erst einmal hinreichend lange im Weltraum und in genügender Anzahl, läuft alles andere automatisch ab. Auch eine hoch entwickelte Computertechnologie kann sich schwerlich in dem Maße dazu verwenden lassen, die geistige Weitsicht des Menschen zu vergrößern, wie eine auch erst noch mäßige Weltraumfahrt. Die Automatisierung von Dienstleistungen und Fabriken, von Verkehrswesen und Ausbildung, Produktion und Forschung, Verwaltung und Regierung usw. ist ebenfalls eine unerläßliche Entwicklung, kann aber dennoch nicht hinreichen, um die notwendigen Entwicklungsimpulse zu leisten, die von der Weltraumfahrt, Weltraumforschung und Besiedlung des Sonnensystems herkommen.

 

 

4  Leben, Wandel und Höherentwicklung

 

4.1  Artenwandel, Artenneuentstehung und Artentod

 

Die Leistungen eukaryontischer Zellen und ihrer Verbände stellen eine wesentliche Basis dar für Entwicklungen höherer Realitäten, zu denen Pflanzen, Tiere und auch wir Menschen gehören. Man muß gründlich studieren, wie es zum Erscheinen der Gattung Homo auf der Bühne des Lebens kam. Es ist wahrscheinlich, daß die Mechanismen, die den Menschen schufen, auch die Entwicklung der Androiden als logische Fortsetzung der Entwicklung des Menschen bewirken werden, und daß der Übergang von NBE auf IWE bei der Neuschöpfung von Intelligenzen naturgesetzlich ist.

 

Heute zeigt ein Bild der Erde eine blauschimmernde Perle auf schwarzem Samt, und ein Bild der Erde in 3 Milliarden Jahren zeigt einen umhüllten Planeten, dessen Oberfläche eine öde Fels-, Geröll- und Sandwüste ist.

Heute zeigt ein Bild der Erde blaue Ozeane, grüne Wälder, grüne Ebenen und weiße Wolken, eine Welt voll von Leben, und in 3 Milliarden Jahren eine Wärmehölle aus heißem Gestein, Sand und Gas.

In weiteren 7 Milliarden Jahren, wenn die Sonne sich zuerst in 5 Milliarden Jahren zum Roten Riesen ausgedehnt, Merkur und Venus verschlungen und die Planeten Erde und Mars ausgeglüht und die restlichen stark erwärmt hat, wobei die verbliebenen Planeten wegen der Massenabnahme der Sonne (durch ihre in Mengen ausgestoßenen Gashüllen) auf entsprechend weitere Umlaufbahnen getrieben sind, wird die Sonne zum Weißen Zwerg schrumpfen und alle übrig gebliebenen Himmelskörper dieses Sonnensystems werden in Nacht, Kälte und Eis erstarren – bis in ihrer Nähe eine neue Sonne entstanden ist..

Man muß sich Simulationen der frühen Erde erstellen, wie sich in den heißen Urmeeren der Erde lokal das Leben etwa ab 300 Millionen Jahre nach Entstehung der Erdoberfläche oder 300 Millionen n.E. entwickelte in Form von einfachsten supramolekularen Komplexen, die sich zu größeren Funktionseinheiten zusammenschlossen, so daß schon bis 600 Milliarden n.E. oder 4 Milliarden v.A. die ersten Prokaryonten entwickelt waren und sich global ausgebreitet hatten. Diese entnahmen der Uratmosphäre wasserstoffhaltige Substanzen wie Methan und als Stoffwechselprodukt gaben sie Sauerstoff an die Umgebung ab. Schon 200 Millionen Jahre später oder 800 Millionen n.E. lag ein einheitlicher Gencode für alle die vielen Bakterienarten als einzige Lebensformen vor. Die Stromatolithenbänke wurden von den Blaualgen geschaffen 

2,6 Milliarden Jahre später - um 3,2 Milliarden n.E. und 1,4 Milliarden v.A. - hatten die Blaualgen eine so mit Sauerstoff angereicherte Atmosphäre geschaffen, daß die bis dahin entwickelten eukaryontischen Zellen aus dem sauerstoffhaltigen Bakterienschleim hinaustreten und ihren Sauerstoff aus der freien Atmosphäre entnehmen konnten. Von da an begann die Evolution der Vielzeller (Metazoen) auf der Basis der Sauerstoff atmenden oder eukaryontischen Zellen, in ihrem Volumen bis zu 15000 mal größer als Bakterien..

Es kamen die ersten größeren Vielzeller auf von Millimetergröße ab 900 Millionen v.A., die sich am Meeresgrund und im Wasser bewegten, und ab 670 Millionen v.A. gab es in der Ediacara-Formation schon viele und vielfältige Lebensformen bis Halbmetergröße, viele mit Skeletten und Panzern aus Kieselsäure, phosphat- oder kalkhaltiger Substanz.

Um 560 Millionen v.A. begann das Kambrium mit einer ungeheuren Vielfalt und Individuenanzahl, wobei manche Tiere schon die Größe von mehreren Metern erreichten. Es herrschten die Dreilappkrebse oder Trilobiten in vielfältigsten Formen vor, aber es gab auch schon viele Formen von Armfüßern wie Muscheln (Brachiopoden), Kopffüßern in Gehäusen (Cephalopoden), Graptolithen, Fischen ... Es war die erste normale Lebenswelt auf der Erde und sie ließ ahnen, zu was sie noch imstande sein würde.

500 Millionen Jahre später um 60 Millionen v.A. begann das Zeitalter der Säugetiere, vor allem der Primaten. Die Säugetiere breiteten sich auf der Erde in vielerlei Formen zu Lande, im Wasser und auch in der Luft aus, nachdem die Saurier und andere Echsen für über 150 Millionen Jahre die Erde beherrscht hatten.

Um 35 Millionen v.A. wurden die Halbaffen und Meerkatzen, und bei den Babys vieler dieser Tiere erkannten sie die ersten großen Ähnlichkeiten mit menschlichen Gesichtszügen, 35 Millionen Jahre, bevor die Menschen die Erde bevölkerten. Daraus ist zu sehen, daß die Idee des menschlichen Antlitzes bei vielen Arten konvergent war, weil es viele zweckmäßige Vorzüge hat, ebenso wie die menschliche Hand und der menschliche Fuß. Es zeigt sich, daß man das Phänomen Mensch von seinen Füßen und Händen her begreifen muß, die schon 5 Millionen Jahre eher fertig waren als sein Schädel.

Für jeden Bauplan einer Tiergruppe gibt es konvergent-optimale IW-Formen - falls sie die Entwicklung bis dahin überhaupt schaffen:

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Die intelligenten, katzengroßen und 2-beinig laufenden Saurier der sehr späten Kreidezeit hätten sicherlich niemals das flache Gesicht der Menschenartigen entwickelt, weil der Bauplan das nicht zuließ, aber aus ihnen hätten IW entstehen können. IW in Saurierform hätten ihre gut entwickelten 3-zehigen Saurierfüße, die gut entwickelten Greifhände und ihren 2-beinig laufenden Körper, und ihr Kopf wäre sauriertypisch gewesen, aber sicher mit einem hohen Stirnbuckel.

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IW in Kraken- oder Kalmarform können zwar noch sehr intelligenter werden, aber sie können das Meer kaum verlassen, da ihr Körperbau das Laufen auf dem Land fast ausschließt. Eine Zivilisation einfacher Art - ohne Feuer – können sie vielleicht in ferner Zukunft aufbauen, im Gegensatz zu den hochintelligenten Delphinen, denen zum Aufbau einer Zivilisation ganz schlicht die Handlungsorgane - die Effektoren wie Arme und Hände - fehlen.   

 

So ist es nicht verwunderlich, daß die Babys der Vormenschen immer mehr wie die späteren erwachsenen Menschen aussahen - das hatten aber die Babys der Meerkatzen um 30 Millionen Jahre zuvor schon längst angekündigt.

Zu den höchsten und schönsten Leistungen und Wertschöpfungen der NBE gehör(t)en sicherlich die natürlichen Menschen, und zu denen des Anthropozoikums die Genies und ihre Werke. Die Veranlagung zur Genialität hat vermutlich jeder Mensch, aber in sehr unterschiedlichem Ausmaß und auf sehr vielfältige Weise, und selten vermögen in primitiveren Gesellschaften die Heranwachsenden zur optimalen Entfaltung ihrer Anlagen zu kommen, weil Lebensumgebung, Erziehung, Ausbildung und Arbeitsumfeld oft zu ungünstig sind - oftmals gerade in Kindheit und Jugendzeit -, und das programmiert eine verfehlte Entwicklung.

Johann Wolfgang von Goethe in FAUST I über den Menschen: „Sobald er kaum den halben Weg erreicht hat, muß so ein armer Teufel sterben.“ Das ist in einem sehr schlimmen Sinn absolute Wahrheit und furchtbare Verifizierung vorprogrammierten Schicksals.

Von vernunftgerechter Sinnschöpfung, Sinngebung und Sinnerfüllung kann unter solchen Umständen und bei solchen Ergebnissen nur selten die Rede sein.

 

Existenz und Wirken von Menschen wie Archimedes von Syrakus, einem der großen Genies der Menschheit im antiken Hellas, beweisen aber eindeutig, daß die NBE der eukaryontischen Zellen und ihrer Verbände es geleistet hat, Vernunftwesen (VIW) hervorzubringen, zwar nicht als Species oder IWA, aber als einzelnes Individuum und Vertreter einer IWA von NIW.

Es gilt anscheinend immer, daß über NBE keine IWA von VIW erzeugt werden kann, aber einzelne Individuen und Vertreter einer solchen IWA können auf Grund statistischer Gesetze bei der Verteilung der Gene im Genom und der Prozesse beim Austragen mit so hohen geistigen Anlagen ausgestattet werden, daß sie die Schwelle zu Vernunftwesen überschreiten und sich zu Genies entwickeln trotz aller Widrigkeiten von Umwelt, Erziehung, Lebensweg und Erfahrungen.

 

Wir haben die Sequenz, daß Realität gegeben ist, aus der sich Leben entwickelt, und daß sich aus dem Leben die Vernunft als neues hohes Phänomen des Realen entwickelt:

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Was kommt in der Evolution nach Realität, Leben, Vernunft (oder Geistigkeit, Psyche) ?

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Gibt es in der Evolution des Realen bei Sicht auf beliebig große Zeiträume noch höhere Wertschöpfungen als Leben und Vernunft ?

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Können Verbände von eukaryontischen Zellen noch prinzipiell mehr an Wertschöpfungen erbringen an als Geistigkeit, Psyche und Vernunft ?

 

Verbände von Verbänden von eukaryontischen Zellen - also Verbände von Metazoen und vor allem Verbände von Menschen - waren sicher zu prinzipiell höheren Leistungen fähig, wie sie sich in den Kennzeichen der Superzivilisation zeigen:

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Organismen 2. Stufe - also hier Staaten von IW - können Asteroiden aus ihren todbringenden Bahnen lenken, Eiszeiten und Dürrezeiten abwenden, Vulkanausbrüche mildern usw., alles mit den Mitteln ihrer Supertechnik.

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Organismen 3. Stufe - also hier die gesamte lebendige Schöpfung eines Planeten oder ganzen Sonnensystems, auch bezeichnet als Sternenkind, integriert in eine Superzivilisation von IW - sind sogar prinzipiell unsterblich und vermögen IWA von VIW und KIW zu erzeugen.

 

Hier dürfen wir nicht mehr auf das bereits Bestehende, Entwickelnde schauen, sondern auf das, was vielleicht noch an Höherem entwickelt werden kann, und das führt zu Superintelligenzen, KIW, Göttern ... und weit darüber hinaus. Es gibt hier einen Rückbezug auf unser Universum, ob es Bauarbeit und somit künstlich-technischen Ursprungs ist. Wäre es das, so ist seine Metrik, Physik ... künstlich-technischen, synthetischen Ursprungs und gehört in die Synthetische Physik.

Das ist im Rahmen einer Physik des Ewigen und einer Synthetischen Physik zu prüfen, wobei man alle Einschränkungen z.B. in dimensionaler, zeitlicher, räumlicher, zivilisatorischer, technischer und geistiger Hinsicht fallen läßt. Vielleicht spielen Superintelligenzen, Kosmozivilisationen, KIW, Götter ... dabei die Hauptrolle, auch speziell bei uns mit der Erschaffung unseres Universums und der unabänderlichen Forderung nach der Höherentwicklung NIW VIW KIW ...

Entwicklung und Wirkung von Superintelligenzen erhalten dadurch eine überaus große, schicksalsschwere Bedeutung, für die Entwicklung von Universen ..., aber auch die von IWA und TZ..

 

Es fing bei den Zellen nicht erst mit Reizaufnahme, Reizweiterleitung und Reizbeantwortung an, als Vorstufen der künftigen Datenerfassung und Datenverarbeitung. Schon der Stoffwechsel der Zellen, rein auf Biochemie beruhend, ist eine Art von Prozeßrechnerleistung. Schon die Selbstzusammensetzung von Ribosomen und supramolekularen Komplexen in den warmen Urmeeren und Tümpeln einige Hunderte Millionen Jahre nach der Entstehung der Erdoberfläche war eine Prozeßrechnerleistung. Aus dem Befolgen der Naturgesetze wie dem Massenwirkungsgesetz in der Chemie ergab sich die Entwicklung von Leben und Intelligenz, Fühlen und Denken, Psyche und Geistigkeit.

Man kann nicht annehmen, daß bei Sicht auf beliebig große Zeiträume damit bereits das Äußerste erreicht ist, was durch Entwicklungen von hinreichend großen und geeignet zusammengesetzten Gas- und Staubwolken an höheren Wertschöpfungen machbar ist, und die Wirkungen aus einem Sonnensystem heraus dürfen nicht auf den „kleinen“ Zeitraum zwischen Ende des Helionatalien und Beginn des Heliofinalien in diesem Sonnensystem - so um die 11,5 Milliarden Jahre - beschränkt sein..

Es erweisen sich die Eigenschaften der Eukaryonten als hinreichend, um als Baueinheiten von Vernunftwesen dienen zu können, und es ist naturgesetzlich und zwangsläufig, mittels IWE die Entwicklung und immer weitere Höherentwicklung von Androiden, Superintelligenzen, KIW ... zu leisten.

 

 

4.2  Leistungen und Versagen von IWA und TZ –

Rückschau auf das Anthropozoikum

 

Es ist die Epoche der Hominiden von etwa 15 Millionen Jahren, die Epoche des Homo sapiens sapiens (H.s.s.) von über 100000 Jahren (Anthropozoikum) ... als Phasen der über 30 Milliarden Jahre währenden Evolution des Sonnensystems zu sehen, von der Entstehung des Sonnensystems über die Entwicklung der Sonne zum Roten Riesen und zum Weißen Zwerg etwa 13 Milliarden Jahre später, und von da an bis zum langsamen Auskühlen des verbleibenden Weißen Zwerges über den Zustand des Braunen Zwerges bis zum Schwarzen Zwerg und noch weit darüber hinaus.

Das betrachte man dann in einer gigantischen Evolution der Universen, Hyperräume, Pararäume ... ohne zeitliches Ende.

 

Es begann schon im Eozän (Eos ist altgriechisch und bedeutet Morgenröte) mit der Entwicklung von Halbaffen und Meerkatzen, und damit war vielleicht auch schon der Würfel über Leistungen und Versagen gefallen, vor allem auf Intellektuellem und sittlichem Gebiet. Der aufrechte Gang - von den Sauriern schon viele Millionen Jahre zuvor für über 120 Millionen Jahre praktiziert - machte die Hände frei, wie bei den Sauriern. Aber das Gehirn und die Arme und Hände der Halbaffen waren ein besseres evolutionäres Ausgangsmaterial. Offensichtlich war ihre Grundkonzeption viel günstiger als die bei den Sauriern. Aus den Primaten und letztlich aus aufrecht gehenden Schimpansenartigen um 5 Millionen v.A. ging die Gattung Homo bis 2,4 Millionen v.A. hervor. Nun, die Zeiten des

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Ramapithecus (15 bis 6 Millionen v.A.),

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Australopithecus (6 bis 0,5 Millionen v.A.),

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Homo habilis (3 bis 1 Million v.A.),

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Homo erectus (1 bis 0,1 Millionen v.A.) und des

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Homo sapiens neanderthalensis (125000 bis 30000 v.A.)

sind vorbei und es wird dies einstmals auch für den Homo sapiens sapiens der Fall sein, der vielleicht zeitgleich mit dem Neandertaler, aber nicht in Europa, sondern in Ostafrika entstanden ist.

 

Welche zeitlich stabilen Leistungen, Wertschöpfungen und Wirkungen gingen von der Gattung Homo in Sicht auf alle ihre natürlichen Arten und Unterarten aus ? Irgendwann werden sich daran die Leistungen der Androiden anschließen.

Was sind die geeigneten Maßstäbe zum Messen solcher Leistungen bei Berücksichtigung hinreichend großer Zeiträume für beliebige NIW, IWA und TZ ? Solche Maßstäbe müssen kosmologischer Dimension sein, nicht der geistigen Welt und Beschränkung von IW unterhalb der KIW-Stufe unterworfen.

Also erst die fernen Nachfahren der Menschen werden in Form von KIW durch ihre Leistungen erweisen, ob die Leistungen der Menschen hinreichend gewesen sind.

 

Die Menschen sind vom Typ NIW und werden in den von ihnen erschaffenen Androiden aufgehen, und für alle IWA und TZ in den Weiten von Raum und Zeit gilt u.a.:

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Schutz, Erhaltung, Verbesserung und Verbreitung von Leben, lebendiger Schöpfung, Vernunft und Zivilisation bei Sicht auf beliebig große Zeiträume.

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Technische Erschließung und Besiedlung des ganzen Sonnensystems, Verbreitung des Lebens auf das ganze Sonnensystem. Ausbau des Sonnensystems zur technischen Einheit mit der Sonne als zentralem Fusionsreaktor. „Erden“formung der geeigneten Himmelskörper des Sonnensystems.

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Entwicklung hinreichend leistungsfähiger Theorien über Entwicklung und Wirkung von IWA, TZ, Universen, ... bei Beachtung beliebig großer Zeiträume zur vernünftigen und zugkräftigen Verankerung und Stützung der höheren Ethik.

 

Im Sonnensystem müssen von Menschen und Androiden erbaut werden: Raumstationen, Großraketen, Planeten- und Mondbasen und sonstige Erzeugnisse einer Supertechnik, also eine Welt, wie sie schon in zahllosen anderen Welten der Lokalen Gruppe, im Virgohaufen, in der Großen Mauer ... auch entstehen. Vordringliches Ziel ist die technische Erschließung dieses Sonnensystems und die Verbreitung von Leben und Zivilisation auf das gesamte Sonnensystem. Es ist aber nicht zu vergessen, daß es immer unbekannte Gefahren geben wird, die auf jede Höherentwicklung bis zur Superintelligenz einschließlich lauern und sie ernsthaft bedrohen können.

 

Wenn man versucht, sich ein möglichst realitätstreues Bild von früheren Epochen zu entwerfen, wird sich mancher zuweilen wünschen, daß er sich in jene Zeiten zurückversetzen könnte, damals, als

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der Quastenflosser über das Land kroch,

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die ersten Säugetiere entstanden und im Schatten der großen Dinosaurier lebten,

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die ersten Menschen entstanden ...

Es war nur eine Katastrophe unter vielen, der am Ende der Kreide drei Viertel aller damaligen Großtierarten erlagen - darunter fast alle typische Kreidetiere wie Saurier, Meerechsen und Schalentintenfischen (Tintenfischen in geschlossenen Gehäusen; nur einer überlebte: das Papierboot oder der Nautilus). Hier hätte man wohl helfen wollen.

Man möchte vor allem die verschiedenen Epochen der Menschwerdung miterleben können, vom einfachsten Vorweltaffen kurz nach Ende der Kreide bis zum Homo sapiens sapiens (H.s.s.), des rezenten Menschen.

Wie war das damals, als die Menschen ihre Zivilisation aufbauten und nur auf der Erde lebten, noch zum großen Teil gefangen in mythischen Vorstellungen wie dem Leben nach dem Tode, der ewigen Seele, dem Jüngsten Gericht, der Einzigartigkeit der Menschheit, des Sonnensystems, des Universums ... ?

Mit Hilfe von Vergleichen mit ähnlichen Entwicklungen in Zeit und Raum können wir das meiste gut errechnen, und in zahllosen Welten sind eben diese Entwicklungen gerade erst im Gange, weil sie durch rein astrophysikalische Prozesse bedingt sich erst Hunderte von Millionen Jahren später entwickelten.

 

Erfreulich war die Leistung der Menschen auf kulturschöpfendem und technischem Gebiet, angefangen bei den Werkzeugen des Homo habilis und den vollendeten Steinwerkzeugen des Cro Magnon-Menschen, den Tier- und Menschenplastiken und der Höhlenmalerei. Aus dem über die Jahrtausende fortschreitenden Entwicklungsprozeß von Ackerbau, Viehzucht, Dorfgemeinschaften, Töpferei, Schrift, Staaten und Stadtstaaten, Politik, Justiz, Mathematik, Naturwissenschaften, Technik, Kunst und vielen anderen Merkmalen einer höheren TZ heben sich die Einzelleistungen von Genies wie Archimedes von Syrakus, Isaac Newton und Carl Friedrich Gauß heraus. An ihnen rankte sich die Kulturentwicklung der Menschheit empor.

Im Bestreben, Geist und Materie in wunderbaren Werken zu vereinen, schufen aber nicht nur Bildhauer in Einzelarbeit ihre Plastiken, sondern auch große Menschenmassen bündelten ihre Kräfte, um herrliche Bauwerke aufzuführen wie Parthenon und Hagia Sophia.

 

Im 20. Jahrhundert n.Chr. hatte man noch eine reichlich infantile Vorstellung von dem Lebenssinn von IW, IWA, IWV und TZ. Erst allmählich konnte der Gedanke Fuß fassen, daß man aus Traditionen und Trieben kaum einen vernünftigen, d.h. objektiven, aus zeitlich langfristiger Sicht akzeptierbaren Lebenssinn für IW, IWV, ... ableiten kann und daß man versuchen muß, eine Theorie über Entwicklung, Schicksal und Wirkung von IW, IWV, IWA, TZ und Universen aufzustellen, wobei man die jeweiligen realisierten Entwicklungsobjekte (in unserer Evolutionsphase die Menschheit und ihre zugehörigen psychischen und physischen Formen) möglichst wenig in Rechnung zog und nur in allgemeinen Klassen von IW, IWA, IWV, ... dachte.

So brachte das 3. Jahrtausend n.Chr. grundlegende geistige Neuentwicklungen, die den Grundstein für die Übersiedlung großer Menschenmassen in den Weltraum, also in PBA, GRS und RWS, legten. Von diesen aufgeführten Vorstellungen und Entwicklungen im 3. Jahrtausend waren am wichtigsten

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die praktische Übersiedlung großer Menschenmassen in den Weltraum und

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der Übergang der Menschen in Androiden mittels einer vollkommen beherrschten Gentechnik.

Im Weltraum, ungebunden von dem fesselnden Schwerefeld eines Planeten und mit der Fähigkeit, über die Mittel der TZ den planetaren Weltraum zu erschließen, gelangten die Menschenmassen über ihre eingefahrenen Vorstellungen hinaus zu den notwendigen höheren Vorstellungen und Denkweisen, mit denen die Machtmittel der Supertechnik der TZ ethisch beherrscht werden konnten.

Im Anschluß daran wurde es dann möglich, die spezielle Realisierung der Formen, die gerade für sie selber typisch, aber für ihre Klasse unwesentlich war, beiseite zu lassen.

Kernproblem war die höhere Durchdringung des alltäglichen Lebens der Menschen mit höheren geistigen Werten, die die Menschen in die Lage versetzte, mit den ständig wachsenden technisch gestützten Machtmitteln ethisch nachkommen zu können, also auf ethischem Gebiet Schritt zu halten.

Diese Neuschöpfungen bezogen sich natürlich auch auf die Weltvorstellungen, aber besonders auf das Verhalten der IW untereinander und gegenüber ihren Mitgeschöpfen, oder auf die Wechselwirkungen zwischen

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IW und IWV,

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IWV und IWV oder

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IWV und höherer realisierter Formen,

was in der Praxis das Verhalten von Völkern und Nationen untereinander, Institutionen und Regierungen untereinander oder gegenüber den Bürgern oder höherer Verbände betraf.

 

Bedauerlich war das Verharren der Menschheit auch noch lange nach dem Erreichen der Kulturstufe der TZ auf mystisch-magischen Vorstellungen bei den Themenbereichen, die sich auf Entstehung und Entwicklung, Schicksal und Wirkung von Universum und Menschheit in Sicht auf beliebig große Zeiträume bezogen. Tatsächlich war es verpönt, auch nur den Versuch zu machen, Vorstellungen über Epochen zu entwickeln, in denen es die „moderne“ Menschheit nicht mehr geben würde - die Wirkung des starken Arterhaltungstriebs, Sozial- oder Herdentriebs und Sexualtriebs im Menschen.

 

Darum war auch der Gedanke an eine künstlich-technische genetische Veredelung des Menschen tabu, obwohl gerade diese wegen der Bestie im Menschen, seiner Veranlagung zu Grausamkeit, Gier, Neid, Haß, Wut, Hab- und Machtgier usw. dringendst notwendig gewesen war. Ihre Abneigung dagegen kaschierten die Menschen durch „ethische“ Bedenken, aber das war nur eine konsequente Weiterführung des über 90000-jährigen Mordens aller Vertreter humanoider Arten oder Rassen, die von der eigenen abwichen. Für den Menschen war das Bestehen andersartiger IW unerträglich, und das war genau der Weg der Sapientierung der vielen Unterarten des Homo erectus auf der Erde (in der Alten Welt) für 400000 Jahre gewesen: Auslöschen aller Konkurrenten.

 

Die Sapientierung vielleicht sogar als Folge von Großwildjagd und Krieg der Menschen untereinander machte den Menschen zwar intelligenter, aber charakterlich viel schlechter. Das Böse im Menschen in Form von Raub- und Mordlust, Grausamkeit, Herrschsucht, Gier, Neid, Haß ... vielleicht sogar als Folge von Großwildjagd und Krieg der Menschen untereinander in sein Erbgut übernommen worden, war offensichtlich über Jahrhunderttausende für die Sapientierung sehr nützlich und wurde von ihr verstärkt, z.T. erst hervorgebracht, aber für die Entwicklung einer Superzivilisation war das Böse im Menschen brandgefährlich, weil laufend Mißbrauch der Supermaschinen drohte mit entsetzlichsten Folgen. Darüber hinaus wurde die Androidisierung des Menschen als der zwangsläufig nachfolgenden Entwicklungsphase durch das Böse im Menschen extrem behindert.

Dies alles kaschierend trat man der genetischen Veredelung mit dem „Argument“ entgegen, daß man der Natur nicht ins Handwerk pfuschen sollte. Das schien der sakralen Furcht mancher steinzeitlicher Menschenstämme davor zu entsprechen, Ackerbau zu betreiben, weil sie der Mutter Erde nicht die Brust aufreißen wollten, war aber in Wahrheit nur ein vorgeschobenes Argument, weil der Mensch keine andersartigen IW neben sich duldete..

Bei der Sicht über Jahrmilliarden war die genetische Veredelung des von der Natur entwickelten Rohmaterials - also des humanoiden IW Mensch im Fall der Menschheit - ein unbedingtes Muß gewesen, was natürlich auch für alle anderen über NBE entwickelte IWA irgendwo in Raum und Zeit gilt.

 

Jede IWA und TZ muß leisten:

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großtechnische Erschließung des Sonnensystems und

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VIW-Entwicklung als unbedingte Voraussetzung

für das Erreichen der nächsthöheren Kulturstufe WGS.

Andere Sonnensysteme dürfen übrigens NIW wegen des Bösen in sich nicht besuchen – das dürfen nur VIW, ebenfalls der Aufbau von  Sternenreichen. Die über NBE entwickelten NIW dürfen nicht das in ihnen vorhandene Böse in andere Welten tragen.

Jede IWA von NIW muß sich zuerst von dem in den NIW vorhandenen Bösen trennen, bevor sie die Grenzen ihres Sonnensystems verlassen darf. 

 

Immer wieder fasziniert der Übergang vom Tier zum vernunftbegabten Wesen im Verlaufe einer NBE im Verlaufe vieler Jahrmillionen. Und wieder, wie in den vielen anderen Fällen, tritt man solchen Entwicklungen mit Ehrfurcht gegenüber.

Wichtige Phänomene sind die Höherentwicklungen oder höheren Neuentwicklungen auf psychischem Gebiet. Es war doch eigentlich klar, daß der Mensch nicht der „Weisheit letzter Schluß“ sein konnte, wenn man seine bisherige Evolution betrachtete und die noch kommenden Zeiträume in der Zukunft, Millionen und Milliarden Jahre umfassend.

 

 

4.3  Mögliche, eventuelle Beziehungen zwischen Ethik, Metrik, Physik ...

 

Die dringliche Notwendigkeit für das Ringen um wahrhaftige sittliche Größe in Sicht auf beliebig große Zeiträume, Supertechnik und Superzivilisation, Bewahrung und Verbreitung von Leben und Zivilisation zeigt sich oft in guter SF-Literatur. Man kann sicher sagen, daß viele SF-Autoren der sogenannten geistigen Elite aus Philosophen, Intellektuellen, Klerikalen, ... schon weit vorausgeeilt sind. Es ist naheliegend, einen Zweig der SF-Literatur auszulegen, der in eine richtige Zukunftsforschung einmündet. Dieser müßte dann einigen Einschränkungen in bezug auf die freie Phantasie unterworfen sein wie: - Keine parapsychischen Effekte verwenden (in der Terminologie der SF-Serie "Perry Rhodan" so zu formulieren: Telekinese, Teleportation und Telepathie usw. dürfen nicht verwendet werden).

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Für jede zu Grunde gelegte Realitätsvorstellung müßte man praktisch eine spezielle SF-Literatur definieren. Die SF-Autoren haben schon ab den 1950er Jahren die Vorstellung verwendet von Universen in einem einbettenden Raum. Diese kann man beibehalten, der aktuellen Forschung (siehe J.A. Wheeler, R. Gott, A. Linde usw.) entsprechend.

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Man kann die Option durchspielen, daß man Sternenreiche schaffen bzw. nicht schaffen kann. Eine intergalaktische Zivilisation kann man nur entwickeln, wenn es physikalische Effekte gibt, die durch Nutzung des einbettenden Raumes mittelbar oder sogar unmittelbar dazu führen, Information, Energie und Materie von einem Ort zum anderen Ort in unserem Universum mit millionenfacher Lichtgeschwindigkeit zu übertragen.

Die SF-Literatur würde sich also auch hier wieder in 2 Zweige aufspalten, wo das in dem einen Zweig möglich, im anderen unmöglich ist. Das Ziel dieser ganzen Gattung von SF-Literatur wäre, Vordenker zu spielen und geistig vielerlei Möglichkeiten durchzurechnen und ihnen gewissermaßen dichterisches Fleisch zu geben. Man würde sich intensiv mit den Problemen einer Superzivilisation auseinandersetzen, wobei dem Leser die Prämissen gegenwärtig sind, unter denen dieser Zukunftszweig nur angesteuert werden kann. Wichtig ist, die Rolle von IW, IWV, IWA, TZ, Universen, ... in Sicht auf beliebig große Zeiträume in der globalen Realität zu ermitteln bzw. annähernd zu erahnen. Bei Beachtung möglichst großer Zeiträume sind planetengestützte Technische Zivilisationen zu sehr von den Entwicklungsprozessen in ihrem Sonnensystem abhängig, weshalb es als mögliche Entwicklung erscheint, daß ab einer gewissen technischen Entwicklungshöhe die Intelligenten Wesen Raumschiffe bis hin zu Planetengröße bauen, die - über die Millionen und Milliarden Jahre hinweg gesehen - quer durch die Galaxien oder durch den intergalaktischen Raum von Galaxis zu Galaxis ziehen, wobei sie auch öfters für einige Jahrmillionen oder mehr standorttreu sein können (siehe die Weltraumserie "Perry Rhodan"). Dabei ist natürlich nicht dieses Nomadenleben die Erfüllung der kosmischen Aufgaben und Funktionen, sondern diese müssen sie erst suchen und dann erfüllen. 

Eine solche Aufgabe könnte z.B. sein, daß die IWA und TZ Expeditionen in die Zentren der größten Galaxien machen müssen, etwa in das von der Riesenellipsoidgalaxie M87, um zu dem in den Zentren vorhandenen Schwarzen Loch zu kommen, etwa um die dort ganz besonderen physikalischen Effekte riesiger Schwarzer Löcher für den Export von höheren Wertschöpfungen unseres Universums in andere Universen zu nutzen.

Sehr nützlich ist das Modell, daß unser Universum innerhalb des Metauniversums oder m-Kosmos weniger ist als ein Staubkorn in unserem Universum, Das gibt eine viel größere Entwicklungsfähigkeit für IW, IWV, IWA, TZ und Universen.

 

Im Prinzip ist unsere heutige Technik für einen Steinzeitmenschen genauso phantastisch wie für einen "modernen" Menschen ein solches großes Raumschiff für intergalaktische Flüge. Solche Gedanken sind in der jüngeren Science Fiction schon längst und häufig gebracht worden, und sie können genau so einmal Wirklichkeit werden wie die Gedanken von Jules Verne, Konstantin E. Ziolkowski, Hermann Oberth, Wernher von Braun usw. der älteren "Science Fiction". Gute Geschichten der jüngeren Science Fiction finden sich bei Herbert W. Franke, Arthur C. Clarke und dem Autorenkollektiv von "Perry Rhodan". Es sollte auch in Sachen - Künstlich-technische Erzeugung von "Menschen" und Androiden sowie - Beibehaltung der humanoiden Form auf "ewige" Zeiten diskutiert werden - natürlich so, daß das auch für Abenteuerromane sehr zugkräftig aufgeführt wird.

SF-Freunde haben viel mit Astrophysik, Kosmologie und Androiden zu tun.

Die eigentliche Phase der Energieerzeugung durch Kernfusion dauert bei einem Stern vom Typ unserer Sonne (G2 V) um die 10 Milliarden Jahre. Je massereicher ein Stern ist, um so mehr Energie erzeugt er pro Zeiteinheit. Die massereichen B- und O-Sterne können Brenndauern unter 200 Millionen Jahren haben, die massearmen Sterne über 25 Milliarden Jahren. Es ist bisher noch nicht bekannt, ob Galaxien eine "Lebenszeit" haben. Wenn sie eine so ähnliche Aktivitätsphase haben, wird sie jenseits der Grenze von einigen Dutzend Milliarden Jahren liegen.

Inzwischen weiß man, daß die Galaxien oft in Haufen und Superhaufen sind, wobei die "sozialen" Einflüsse auch die Entwicklung der Einzelgalaxien bestimmen können. Z.B. scheint es in den Zentren von großen Galaxienhaufen oft eine elliptische Riesengalaxie von etlichen Billionen Sonnenmassen zu geben, die durch galaktischen Kannibalismus entsteht und laufend weiterwächst.

 

Was ist mit den Universen ? Hier gilt als Annahme, daß die Universen - bei einem natürlichen Verlauf ohne Eingriff durch IW - alle eine beschränkte Lebensdauer haben. Die Vorstellung dynamisch veränderlicher Universen mit den bekannten Gesetzen von Entstehung, Blütezeit und Verfall ist sehr anziehend und nützlich. J.A. Wheeler setzt für die Lebensdauer unseres Universums um 60 Milliarden Jahre an. Die Lebensdauern verschiedener Universen werden sicher sehr verschieden sein können, je nach ihrer Struktur, Metrik, Physik, Entwicklungsfähigkeit, Lage im einbettenden Metauniversums usw.

 

Das Autorenkollektiv von „Perry Rhodan“ und M87:

M87 ist eine sehr interessante Galaxis im Sternbild Jungfrau und hat noch die Namen Virgo A oder NGC 4468. Sie ist eine elliptische Riesengalaxie vom Typ E0p (E1) in einer Entfernung zu uns von knapp 40 Millionen Lichtjahren (die Entfernung ist noch fraglich, siehe den "Hubble-Krieg" um die Eichung der Entfernungen im sichtbaren Universum). Auf jeden Fall ist sie sehr massereich, eventuell eine der größten Galaxien unseres Universums. Sie hat knapp 3 Billionen Sonnenmassen und ist damit 30 mal massereicher als unsere Milchstraße. Sie sendet einen etwa 5000 Lichtjahre langen Materiestrahl (Jet) aus, in dem sich sehr helle Knoten befinden. Man vermutet, daß dieser Jet mit seinen Knoten aus dem Zentrum von M87 ausgeschleudert worden ist, also von da heraus, wo sich ein riesiges Schwarzes Loch von vielen Milliarden Sonnenmassen befinden kann, daß die Energiemaschine für die Radioquelle Virgo A beliefert.

M87 befindet sich an unserer Himmelssphäre etwa an der Grenze zwischen Jungfrau und Haar der Berenike, wo es eine ungewöhnlich große Anzahl von Galaxien gibt. Im Haar der Berenike befindet sich auch der Galaktische Nordpol.

Seit 1985 hat sich in der Galaxienforschung und der Durchmusterung des sichtbaren Universums einiges getan (Huchra, Rubin, Davis usw.). Inzwischen gibt es auch die Vorstellung, daß die Verteilung der Galaxien unseres Universums großräumig eben nicht gleichmäßig ist. Die Galaxien (sichtbare Materie !) ist in riesigen Girlanden von Galaxienhaufen aufgereiht bzw. in "Pfannkuchen" eingelagert (Jakob Seldowitch) bzw. in großen Blasen von 50 Millionen Durchmesser organisiert, wobei das Blaseninnere "Leerräumen" in unserem Universum entspricht und die Blasenhaut den Orten der Galaxienhäufung. Hier werden auch der "Große Attraktor" und die "Große Mauer" eingeordnet.

 

In Sicht auf beliebig große Zeiträume ist es wirklich grundfalsch, Distanzen und Entwicklungen in und um unser Universum an der Dauer des menschlichen Lebens oder an der metrischen Größe seines Körpers zu messen. Solche archaisch-infantilen Vorstellungen müssen beiseite gelegt werden.

 

Bei 40 Millionen Lichtjahren Entfernung und 0,1 c Reisegeschwindigkeit wäre die Entfernung Milchstraße-M87 in 400 Millionen Jahren überwunden, was wenig ist, wenn man sie nicht an der Dauer des menschlichen Lebens, sondern an der Lebensdauer unseres Universums von 60 Milliarden Jahren (?) mißt. Man muß davon ausgehen, daß IWA und TZ von VIW die Kinderkrankheiten der primitiveren IWA überwunden haben und sich weiterentwickeln und leben, mindestens solange ihr Universum die physikalischen Möglichkeiten dafür bietet. Dann könnten sich die IWA und TZ bei ihrer Verlagerung zu den Riesengalaxien Milliarden Jahre Zeit lassen, und ebenso bei der Erfüllung ihrer kosmischen Funktion mit Hilfe von Schwarzen Löchern.

Es kann aber sein, daß die Aufgaben und Schwierigkeiten der IWA und TZ bei ihren universellen Funktionen dermaßen viel Aufwand an Zeit, Material und Energie erfordern (z.B. Erzeugung oder Erhaltung eines solchen Materiestrahls aus dem Zentrum einer Riesengalaxie heraus, wie bei "Perry Rhodan" verwendet), daß auch die Zeit von Hunderten von Milliarden Jahren knapp wird und der Erfolg nur mit viel Eile und großem Einsatz möglich ist.

Rein technisch könnte z.B. der Jet bei künstlicher Erzeugung die Aufgabe haben, bei asymmetrischem Ausstoß aus dem zentralen Schwarzen Loch dieses in schnellere Rotation zu versetzen, um unter Ausnutzung des Kerr-Effektes durch das Schwarze Loch in ein anderes Universum zu gelangen oder im einbettenden Raum ein neues Universum zu erzeugen ... – so weit „Perry Rhodan“.

 

Die oben genannten Forschungs- und Operationsraumschiffe haben neben ihren Raumschiffseigenschaften folgende Fähigkeiten:

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Über die Jahrtausende und Jahrmillionen hin wird das gesamte Raumschiff Modul für Modul vollständig erneuert, um den sonst unvermeidlichen Alterungsprozeß - auch den für Materialien - zu verhindern.

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Genstrukturator, Technoplazenta und Ökoharmonisator ermöglichen jederzeit, Lebensformen bis hin zu VIW nach Plan zu schaffen. Auf seinem Flug durch den intergalaktischen Raum, der Dutzende von Millionen Jahren dauern kann, mag es unsinnig werden, organisches Leben permanent im Raumschiff aktiv zu halten (siehe die Ausführungen zur eingefrorenen TZ vorhin).

Keine Phantasie reicht aus, um das ganze Ausmaß an Leid, Vernichtung und Grauen auszumalen, wenn in einem solchen Raumschiff die vernünftige Steuerung gestört wird. Dann können auf Grund von Fehlfunktionen alptraumhafte Wesen erzeugt werden, die einen alptraumhaften Umgang miteinander haben. Aus diesem Grunde wird die Ethik mit zunehmender technischer Entwicklungshöhe zu einer genau so fundamentalen Größe wie Energie oder Information. Denn nur dann, wenn in der Struktur des Raumschiffs die Höhere Ethik richtig genug wiedergegeben ist, kann ein solches Unheil vermieden werden.

Hier können wir das Ringen um die sittliche Kraft und Größe rein auf der Basis von SF verankern. Es ist natürlich besser, die SF zur echten Zukunftsforschung wissenschaftlich aufzubohren. Die Frage von Martin Luther "Wie bekomme ich einen gnädigen Gott" kann man im modernen Sinne ersetzen durch die Ehrfurcht vor dem Leben Albert Schweitzers. Ethik und Metrik scheinen bei Betrachtung kosmischer Zeiträume Verwandtschaften aufzuweisen.

Ist die höhere Ethik wirklich eine physikalische Größe wie Energie, Masse, Raum und Zeit ? Die Höhere Ethik muß dann aus der Struktur der Realität ableitbar sein wie das Gravitationsgesetz Newtons aus den 3 Keplerschen Planetenbahngesetzen.

Probieren wir eine Verallgemeinerung der Ethik auf anorganische Größen, so könnte man sagen: Das ethische Problem besteht darin, daß eine beliebige Menge von Objekten mit beliebigen Eigenschaften und Wechselbeziehungen (mathematischen Verknüpfungen) in Sicht auf beliebig große Zeiträume möglichst große und optimale Wirkungen auf die globale Realität ausübt. Dann würde langfristig diese "Ethik" auch bei der Realisierung physikalischer Räume über geeignete Metriken gelten. Schließlich müssen physikalische, also realisierte Räume, ja auch irgendwie aus Grundelementen mit geeigneten Eigenschaften über geeignete Metriken gebildet bzw. realisiert werden.

 

Erinnern Sie sich noch der Zielsetzungen von Aischylos bei der Abfassung seiner Trilogie "Oresteia" ? Den Staat (eigentlich Form und Machtumfang des Areiopags) auf die Heiligkeit der Gemeinschaft gründen, in Ankopplung an Geistlichkeitstrieb und transzendentales Streben des Menschen. Das war vor 2600 Jahren. Noch heute verfügen wir über keine wissenschaftlich gegründete und anerkannte Staatsmedizin und Staatstheorie. Noch heute sind die Beziehungen zwischen den Menschen als Organismen 1. Stufe und ihren Staaten als Organismen 2. Stufe sehr gestört, insbesondere durch die noch viel zu große Gewaltbereitschaft des Staates und seiner Institutionen anstelle von umfassendem Wissen, Ehrfurcht vor dem Leben, hoher Geistigkeit und zeitlicher Durchdringung. Es ist schon längst an der Zeit, den Staat auf die Couch zu legen und eine gute Analyse seiner Struktur, Verwaltung, Regierung, Behörden, Institutionen, Zielsetzungen, Aktionen usw. durchzuführen, wobei man sich an - Staatsmedizin und - Staatstheorie auf allgemeiner Grundlage orientiert. Es ist höchst reizvoll, zu untersuchen, ob die Ewigkeit physikalisch in ein vielfach verwobenes Wirkungsnetz physikalischer Einzelprozesse aufgelöst werden kann. Das wird über AUTs, Elementarteilchentheorien und Kosmologien hauptsächlich mit multidimensionalen Konzepten versucht. Aber auch IW und IWV müssen letzten Endes physikalisch eine sinnvolle Rolle zugewiesen bekommen. Das ist der Weg zu einer physikalischen Staatstheorie (als Nachfolge der physikalischen Geographie von Alexander von Humboldt).

 

Gehen wir nun zu einer mehr personenbezogenen Betrachtung über, die direkt über die Erscheinungen bei der klassischen Menschheit Aussagen macht. Dabei sind Ethik und Politik recht zentrale geistige Werte. Über die Ethik kann man demgemäß sagen, auch aus der Sicht des klassischen Menschen her zutreffend: Ethik ist nicht das, was der Mächtigere oder die Mehrheit vorschreibt.

Das Wesen der Ethik ist apersonal und ganz unabhängig von IW oder auch speziell den Menschen.

Ethik tendiert zu absoluten Tendenzen und Richtlinien. Politik bedeutet nicht, daß ein Staatsmann oder eine Partei das Sagen hat, sondern daß man die Entwicklungsrichtlinien und -tendenzen für eine beliebige Gemeinschaft vorausahnt, ermöglicht und fördert, und die möglichen Entwicklungen bremst oder verhindert, die in das Unethische tendieren.

Regieren ist Vorausdenken, Abwehren, Fördern, Ausgleichen, Beharren, Wandeln usw., wobei viele Regierungsentscheidungen hochrangige Wertschöpfungen sind. Regierung und Politik müssen sich auf Wertschöpfungen gründen.

Die politischen Entscheidungen müssen hochrangige Wertschöpfungen sein. Die Dynamik in der Entwicklung von Naturwissenschaften und Technik verhindert bei den TZ Stagnation oder Rückschritt. Die Haltung, die sich mit den Worten beschreiben läßt: „Das ist alles schon einmal dagewesen und es geschieht nichts Neues.“ ist ganz falsch und zeigt, daß der Betreffende den Aspekt der Wertschöpfung nicht erkannt hat.

Auf der anderen Seite erhalten aber die IW bei einer sich höher entwickelnden TZ über die Dynamik der Naturwissenschaften und Technik immer gewaltigere Machtmittel, was wieder ganz andere Gefahren für sie hervorbringt. Die geistigen Wertschöpfungen auf den Gebieten von Naturwissenschaften und Technik auf der einen Seite und Politik, Soziologie, Ethik usw. auf der anderen Seite müssen sich die Waage halten.

 

 

4.4  Wertschöpfung und Höherentwicklungen

 

RWS

Rotierende Weltraumstationen für Millionen Menschen

GRS

Großraumschiffe für den interplanetaren Flug

PBA

Planeten- und Mondbasen auf geeigneten Himmelskörpern im Sonnensystem

 

Jede Epoche ist einmal für Jahrtausende, Jahrmillionen, Jahrmilliarden und mehr vorbei.

Auf der Erde sind die Grenzen gezogen, aber im Himmel (Weltraum) sind sie offen.

Der Planet Erde ist eine Kinderstube, aber keine Fabrikhalle. Sie gehört den Tieren und Pflanzen, den Menschen das Sonnensystem.

 

Die Verwandtheit von Problemen und Erscheinungen in Metrik und Physik bzw.  Ethik und Politik geht auf die Verwandtheit ihrer grundlegenden Prinzipien zurück, die die Bildung von realisierten Räumen aus diskreten Objekten betreffen.

Denken wir uns eine beliebige Menge von Objekten, auf der eine beliebige Struktur definiert ist.

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Wie erhalte ich über Verknüpfungen oder Wechselwirkungen einen „funktionierenden“ Raum ?

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Wie kann diese Menge von Objekten über möglichst große Zeiträume möglichst große Wirkungen ausüben ?

Das sind in jedem der obigen Fälle die Grundprobleme, wobei jeweils unterschiedliche Objekte vorliegen, etwa Raumelemente (RE) wie Superstrings bei Universen, IW bei Nationen und IWV bei TZ.

Es ist hier unmittelbar ersichtlich, daß wir diese Probleme sofort mit mathematischen Methoden wie Mengenlehre, Mathematischer Physik, Informationstheorie, Informatik, Kybernetik und Wahrscheinlichkeitsrechnung z.T. formulieren und darstellen können, aber wir müssen beachten, daß die Realität reichhaltiger ist als unsere gedanklichen Systeme. Das liegt zu einem großen Teil daran, daß wir die Voraussetzungen, die tatsächlich in der Realität für irgendeine Erscheinung gegeben sind, niemals vollständig erfassen können.

Alle unsere Modelle sind nur Näherungen, auch bei noch so hohem Stand von Naturwissenschaften und Mathematik. Wir können aber daraus lernen, daß wir durch eine apersonale Betrachtung sehr viel weiter kommen können, weil wir durch personal orientierte Denkmuster uns selber behindern.

Im Gegenzug haben wir uns dann wieder auf Vernunft-Jugendlichkeit, Schönheit, Possierlichkeit, Eleganz und Beweglichkeit zu konzentrieren, um die Gefahren der einseitigen, zu klassisch-mathematischen Betrachtung auszuschalten.

Auf jeden Fall ist es so, daß Ethik, Metrik, Politik, Physik und Mathematik keine disjunkten Wissensbereiche sind. Während die Mathematik als reine Schöpfung des Geistes anzusehen ist, mit der die anderen Wissensbereiche approximiert werden, gehen die übrigen direkt als Bilder der Realität anzusehenden Disziplinen fast stufenlos ineinander über.

Man muß nur die Eigenschaften der Objekte und die für sie geltenden Wechselwirkungen entsprechend verändern. Dabei ist aber wiederum die gesamte Reichhaltigkeit der wesentlichen Evolutionsgrößen zu beachten.

Es ist aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen: Man glaubte noch bis 1970, also etwa bis zur Anwendung der Quantenmechanik oder Quantentheorien auf kosmologische Probleme und damit zur Entstehung der Quantenkosmologie, rein aus der ART und etlichen willkürlichen Annahmen über das Reale „wahre“ Weltmodelle entwickeln zu können und man behauptete z.B., daß vor dem „Urknall“ reine Geometrie - als Abstraktum im Sinne des Aristotelismus und der Sphärenmusik der Antike - geherrscht hätte.

Dieser Aristotelismus bei der Betrachtung der „letzten“ Größen ist typisch menschlich. Als die Menschen mit den Planeten noch nichts anfangen konnten, ordneten sie die da am nächtlichen Sternenhimmel wandernden „Sterne“ göttlichen Bereichen zu, wo die Planeten („Wanderer“) auf vollkommenen Kreisen, den Sphären, die Erde umliefen. Diese Kreisbahnen der Planeten in ihrer Sphäre mußten vollkommen und makellos sein, weil sie dem göttlichen Bereich, den „letzten“ Dingen zugehörten.

Ähnlich dachten die Menschen auch von der Sonne bis 1609. Dann machte ihnen Galileo Galilei durch seine Fernrohrbeobachtungen klar, daß die liebe Sonne keineswegs makellos ist, sondern Flecken aufweist, und durch die Forschungen Johannes Keplers lernten die Menschen eben zu dieser Zeit, daß sich die Planeten nicht auf Kreisen bewegen, sondern auf elliptischen Bahnen, und daß die Planeten nicht die Erde umlaufen (außer beim Erdmond), sondern daß die Sonne in einem Brennpunkt dieser Ellipsenbahn steht.

In diesem Bereich wurde der Aristotelismus allmählich überwunden, aber bei den neuen „letzten“ Dingen wurde er wieder quicklebendig, und zwar bei den Begriffen Universum, All, Kosmos und entsprechenden Vorstellungen.

Im 20. Jahrhundert n.Chr. operierten ganze Forschergenerationen so, als ob das physikalisch sehr reale Universum ein reiner Zahlenraum sei, bei dem Fragen der physikalischen Realisierung völlig abwegig sind. Es dauerte Jahrhunderte, bis sich allmählich die Vorstellung durchsetzte, daß das Universum nicht als Zahlenraum, sondern als realer physikalischer Raum anzusehen ist, und daß es keineswegs vollkommen, makellos und ewig ist.

Dadurch, daß realisierte Räume als Elemente keine Zahlen, sondern realisierte Objekte haben, werden sie physikalische Größen, und von diesen wissen wir sehr gut, daß sie Fehler, Störungen, Mängel usw. aufweisen.

Das Universum ist sicherlich etwas größer als ein Mensch und existiert auch etwas länger als ein Mensch, aber dennoch gilt für ein Universum auch das Gesetz von Entstehung, Blütezeit und Verfall. Am Beispiel der Expansion des Universums will ich zeigen, wie sehr ganze Forschergenerationen bei den Menschen in die Irre laufen konnten.

Die Expansion des Raumes war seit 1930 bekannt. Edwin Hubble hatte das entsprechende Gesetz approximativ erkannt. Da man nun von der ART her gewöhnt war, in den Vorstellungen der Raum-Zeit-Union zu denken (die Vorstellung von der Raum-Zeit-Union brachte für die numerische Darstellung der gravitativen Prozesse ungeheure Erfolge), schaute man lieber in die Bücher der Relativitätstheorien als in den Himmel, wo klar zu sehen war, daß die Flucht der Galaxien voneinander mit den leiblichen Augen sichtbar war, nämlich über die Rotverschiebung der Strahlung der fernen Himmelsobjekte.

Diese Rotverschiebung wurde richtig so gedeutet, daß sich die Galaxien räumlich voneinander entfernen, ganz im Sinne der FRW-Kosmologien mit einer Entwicklung des Universums in der Zeit oder einer Expansion des Raumes und nicht der Raumzeit.

Die Rotverschiebung wurde da falsch gedeutet, wo man annahm, daß dies ein raumzeitlicher Effekt sei, und das behaupteten aber viele Kosmologen, eifrig voneinander abschreibend.

Die Entstehung der Quantenkosmologie beendete die Fehlinterpretationen bis etwa 1970 - zumindest in USA, England und Rußland.

Die Loslösung von der ART wurde erst möglich, als man das zeitlich-dimensionale Außen für unser Universum „einführte“, das gerade von den Kosmologen dieser Zeit strikt abgelehnt wurde, und dies sogar trotz ihrer verbreiteten Vorstellung vom Urknall. Es machte dem Kosmologen große Schwierigkeiten, einzusehen, daß sie sich bei den Problemen von Struktur und Form des Universums im Globalen jenseits der erkenntnistheoretischen Reichweite des Absoluten Differentialkalküls befanden, bei dem sie versuchten, die Prozesse rein differentialgeometrisch ohne Beachtung eines dimensionalen oder zeitlichen Außens nach dem Modell der ART zu behandeln.

Ein weiteres Phänomen im Zusammenhang mit der Expansion des Raumes war, daß man nicht danach fragte, wie sich die - nun im Großen nachgewiesene - Expansion im Kleinen verhält, im subatomaren, atomaren oder molekularen Bereich, bei Sonnensystemen oder Galaxien.

Auch die Konsequenzen für das Universum als Ganzes, als physikalische Größe, wurde nicht nüchtern erwogen. Ist unser Universum ein physikalisches realisiertes endlich großes Gebilde, so teilt es das Schicksal von allen diesen Größen, d.h. es hat eine Entstehungsphase in einer Umgebung (die natürlich schon vor der Existenzzeit des Universums da war !), eine Blütezeit und anschließend Verfall mit Exitus.

Da die Massen im Universum nur Störstellen, Anregungen, Kraftfelder und Wellenbewegungen auf den Raumelementen sind, die das Universum bilden, sind die Ansätze zu kollabierenden Universen allein auf Grund der Massenanziehung usw. zu fehlerhaft. Wenn man versucht, den Einfluß der Massen und Massenverteilung auf die Expansion des Universums zu berechnen, muß man auch versuchen, die von außen her auf unser Universum wirkenden Kräfte zu berechnen.

Genausowenig kann man allein aus dem Kehrwert der Hubble-Beziehung auf das „Weltalter“ schließen (wo man die Lichtgeschwindigkeit c im Vakuum als maximale Fluchtgeschwindigkeit annimmt).

Die Expansion des Universums im Globalen gibt in großen Teilen den Entwicklungstakt an, mit dem das Universum sich rein räumlich (und damit nicht raum-zeitlich !) vergrößert, in den einbettenden R4,1 expandiert. Diese Expansion geht nicht für unendlich lange Zeit weiter, da die Bildung unendlich großer physikalisch realisierter Größen unmöglich ist. Diese Expansion zeigt also die Dynamik in der Entwicklung des Universums und auch die Art und Weise seines Exitus, der zu einem großen Teil eine direkte Folge der langdauernden Expansion ist.

 

Hinzuzufügen ist noch, daß es bei unserem Universum wie bei allen anderen realisierten Größen Störungsbereiche, Fehlerstellen, zerstörte Zonen usw. gibt.

Ein Universum ist ein realisiertes Gebilde, das genauso Makel und Abweichungen von ideal regelmäßigen Formen hat wie jede andere realisierte Größe auch, die wir von der Forschung innerhalb des Universums her kennen.

 

Die Frage nach den denkbaren Höherentwicklungen vorhandener psychischer Formen wie Vernunft, Schönheit, Freiheit, Eleganz, Jugendlichkeit usw. war genausowenig aktuell wie die Frage nach den denkbaren höheren Neuentwicklungen bei den psychischen Formen. Die Untersuchung dieser beiden zuletzt genannten Probleme hätte recht einfach begonnen werden können, indem man nämlich Kinder der Menschen (und z. T. auch Kinder höherer Tiere) beobachtete und nachforschte, ob bei ihnen psychische Formen auftraten, die einer neuen höheren Welt angehören. Freilich hätte man dafür mit Sinnen lauschen müssen, die bei den meisten Menschen schon in jungen Jahren verkümmerten. Aber:

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Johann Wolfgang von Goethe hatte bis 1831 mit seiner Tragödie „Faust II“ den ersten Versuch gemacht, in die synthetische Konstruktion von IW Einblick zu erhalten.

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Menschen wie Wernher von Braun hatten alle ihre Träume und ihr Leben dafür gegeben, die Eroberung des planetaren Weltraums voranzutreiben.

 

Die Politik gehört zu den wichtigsten Gebieten oder Fähigkeiten, da die realen und geistigen Entwicklungen der Vergangenheit und Zukunft im hinreichenden Ausmaß überschaut und mit geistigen Neuschöpfungen zukunftweisend verwoben werden müssen. Bei vielen politischen Entscheidungen werden echte und oft ganz neue Wertschöpfungen geleistet. Somit tendiert der wirkliche Politiker und Diplomat zum Künstler und Schöpfer, etwa wie in den Gestalten Solon und Perikles.

Die Geistigkeit des Menschen ist eine Evolutionsgröße, aber auch seine Fähigkeit, die Entwicklung dieser Geistigkeit in Vergangenheit und Zukunft zu erfassen. Von der stammesgeschichtlichen Entwicklung her entwickelten sich die Vorformen von hoher Intelligenz und Geistigkeit aus einfachsten Steuerungsanlagen für Fortbewegung, Reizleitung und Reizbeantwortung.

Bis zur Stufe der höheren Tiere steuerte die Intelligenz minderwertigere evolutionäre Größen, und von der Stufe der Menschen an steuerte die Intelligenz die Entwicklung auch der Intelligenz und Geistigkeit. Diese Steuerung basiert zum größten Teil auf Wertschöpfungen, da bei den Nicht-IW-Formen viele Leistungen und Verhaltensweisen von IW, IWV, IWA und TZ nicht vorliegen.

Wertschöpfungen, wie etwa die Förderung der Entwicklung von Staatsverbänden zur Sicherung einer friedlichen Zusammenlebens sowie zur Entwicklung des Maschinenparks zur Übersiedlung in den Weltraum, in RWS, GRS und PBA, will ich mit dem Beispiel der Entwicklung der Menschheit im 3. Jahrtausend n.Chr. belegen.

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Vorbereitung für die Zeit, wenn immer mehr Staaten auf Grund ihrer wirtschaftlichen und technischen Entwicklung in den Besitz von Großraketen und Nuklearwaffen kommen. Das Fallen des Eisernen Vorhangs 1989/90 lieferte nur eine Atempause.

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Die Übersiedlung in den Weltraum in RWS, GRS und PBA durch eine intensive Weltraumforschung und Raumschiffsentwicklung vorbereiten, wobei auch schon alle politischen und sozialen Probleme vorhergesehen und hinreichend gelöst wurden.

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Die zukünftige Entwicklung verläuft nicht mehr auf der Erde, sondern im erdnahen Weltraum in RWS, GRS und PBA. Auf der Erde begegnet sich der Mensch überall selber. Es muß der Geist von Peenemünde lebendig werden, das Tor zu den Sternen aufzustoßen. Der Traum der Peenemünder, der ersten Großraketenerbauer, daß beim Übergang in den Weltraum die Menschen zum Zusammenleben und für höhere Lebensziele geläutert werden, muß aufgegriffen und weiter verfolgt werden.

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Intensive Zusammenarbeit aller Staaten in Weltraumforschung, Bau und Bemannung gemeinsamer RWS, GRS und PBA, zur Sicherung des Friedens auf der Erde und zur Besiedlung des Sonnensystems. Die militärische Sicherung und Überwachung erfolgt von RWS und GRS aus, in die auch allmählich wesentliche Teile der Regierungen übersiedeln.

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Die Höherentwicklung auf der über größere Zeiträume gesehen kleinen Erdoberfläche hat einfach ihre Grenzen und überlebt sich selbst. Eine dauerhafte Sicherung des Lebens auf der Erde kann nur mittels RWS, GRS und PBA erfolgen, also mittels weltraumgestützter Einrichtungen.

Es sind Idee und Fiktion von einer höheren, himmlischen Welt im Himmel zu suchen, aber sie dann auf der Erde und im Diesseits zu verwirklichen. Den mentalen Ausflug in das jenseitige Paradies und Reich Gottes machen wir nur, um eine Idee vom „Himmel“ und Paradies zu erhalten.

 

 

4.5  „Unsere“ TZ in den nächsten Jahrhunderten –

wir brauchen Androiden als Politiker

 

Die Entwicklung der optimalen Metrik für einen IWV-Raum ist eine Vorbedingung für Bau und Unterhalt von Paradiesen. Wenn man in einem Staat sieht, daß über die Jahrzehnte die wirtschaftliche und sonstige Entwicklung immer schlechter wird, würde man vom wissenschaftlichen Standpunkt her sagen, daß Verfassung und Eliten entsprechend unzureichend bis mangelhaft sind. Steigende Jugendarbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit, Probleme bei Kranken- und Rentenversicherung, Abwanderung von Rentnern, Spitzenforschern, Betrieben ins Ausland und vor allem ungünstige demographische Entwicklung in einem Staat veranlassen einen Beobachter zu der Frage, weshalb die Politiker solche negative Entwicklungen über die Jahrzehnte zulassen oder gar fördern.

Wissenschaftler jedenfalls lehnen die Verantwortung für solche Entwicklungen in einem Staat ab, da sie die Politiker anklagen, die Politik in primitiver Weise immer zu sehr im Umfeld von Gewalt und Macht zu halten - wo sie ja auch entstanden ist - und aus dem Bereich der Vernunft nach Kräften wegzuführen.

Die Geschichte von Hellas zeigt deutlich,

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wie gut oder schlecht Politik sein kann,

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wie Politik z.Z. eines Tyrannen oder einer verbrecherischen Oligarchie im Bereich von Macht und Gewalt zu Hause ist,

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wie Politik zeitweilig aus dem Bereich von Macht und Gewalt teilweise herausgeführt werden kann durch einen klugen Menschen wie Solon von Athen oder Perikles,

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wie Tyrannei, Oligarchie, Demokratie ... die Gesellschaft zum Aufblühen oder Verwelken bringen können. 

Wenn man den Vorteil hat, in einem demokratischen Staat mit Verfassung zu leben, ist es dennoch unbedingt notwendig, permanent an der Verfassung zu arbeiten, wenn dieser Staat krank wird. Die Krankheit eines Staates ist vor allem eine Folge von Macht und Gewalt dort, wo Vernunft gelten sollte und vorgetäuscht wird.

Es ist sehr, sehr eigenartig, daß die gewählten Volksvertreter z.B. eine Entwicklung hinnehmen, wie sie sich in der demographischen Entwicklung ab 1980 in Deutschland gezeigt hat. Bedenklich ist, daß eine überflüssige Rechtschreibreform als viel wichtiger erschien.

 

Da offensichtlich ist, daß über Bio-, Gen-, Mikro-, Nano-, Solar-, Automatisierungs...technik die Menschheit schon in diesem 21. Jahrhundert n. Chr. Vor den umwälzendsten Entwicklungen steht seit Entstehung der Gattung Homo vor etwa 2,5 Millionen Jahren, ist es völlig zweifelhaft, ob man noch im 22. Jahrhundert von der natürlichen Menschheit sprechen wird. Wissen Sie, ob um 2050 überhaupt noch ein menschliches Baby von einer Frau ausgetragen und geboren wird und nicht von einer dafür optimal ausgestatteten „Maschine“ der kommenden Superzivilisation ?

 Die Entwicklung wird wesentlich abhängig sein u.a. von:

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Naturwissenschaftlich-technischer Forschung und Entwicklung,

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Kosmologie, Alles Umfassenden Theorien (AUTs), Paläoanthropologie, Primaten-, Genie-, Zivilisations- und Zukunftsforschung,

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Anerkennung der Ehrfurcht vor dem Leben und des notwendigen Wirkens der Menschen als Hüter des Lebens,

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Integration zu immer größeren Staatsverbänden,

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Erziehung zum naturwissenschaftlich und ethisch orientierten Denken,

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Staatsmedizin, Staatstheorien, Theorien in BWL und VWL,

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Entwicklung von hinreichend guter Human-Software.

Die Erkennung und Berücksichtigung der tatsächlichen Veranlagung der Menschen und der tatsächlichen Streuung und Verteilung dieser Anlagen in einzelnen Menschen, Menschengruppen, Völkern, Nationen und Kulturbereichen ist für das Überleben von Zivilisation und Menschheit schon innerhalb der nächsten Jahrzehnte von entscheidender Bedeutung.

Die in Geschichte und Alltag der Menschen sich überaus deutlich abzeichnende Bestialität der Menschen und die laufend zunehmenden technischen Machtmittel in den Händen Einzelner oder von Menschengruppen bilden eine Schere, die den Lebensnerv von Zivilisation und Menschheit schon in naher Zukunft zerschneiden kann.

 

Es ist notwendig, den Menschen funktionsfähige "Betriebssysteme" zu geben, die ihnen

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als echte Orientierung dienen können,

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keine Gaukelei von Wahrheit und Erkenntnis vortäuschen,

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Zivilisation, Menschheit und Leben auf der Erde sichern und

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den Menschen und Tieren zumindest ein leidlich akzeptables Zusammenleben ermöglichen.

Zivilisation und Menschheit haben auf der Erde keine sichere Zukunft. Die weitere Entwicklung der Menschheit muß schon in den nächsten Jahrhunderten die technische Erschließung des planetaren Weltraums und die Übersiedlung großer Menschenmassen in künstlich-technische Lebensinseln bringen, sonst kann die weitere Zukunft der Menschheit schon beendet sein, bevor sie mit Weltraumfahrt, Robotern und Gentechnik im 20. Jahrhundert n.Chr. gerade erst begonnen hatte.

 

Die drohende Überbevölkerung mit Vernichtung von Menschheit, Zivilisation, Tier- und Pflanzenwelt auf der Erde hängt wie ein Damoklesschwert über der Menschheit zumindest in der näheren Zukunft. Im Jahre 2000 n.Chr. leben auf der Erde etwa 6 Milliarden Menschen, deren Anzahl sich etwa alle 50 Jahre verdoppelt. Danach leben im Jahre 2200 n. Chr. auf der Erde etwa 100 Milliarden Menschen (wenn die Vermehrung so weiter geht wie bisher) ! Mit einer guten Human-Software ist diese Überbevölkerung zu verhindern, und nicht durch Kriege !

Ganz wichtig ist dabei die Überwindung von Gläubigkeit und Glaubensinhalten In der Schule lernen wir die Irrtümer der vergangenen Generationen, in der Forschung konstruieren die Wissenschaftler die Irrtümer der Gegenwart, die irgendwann eine zukünftige Forschergeneration als Irrtümer erkennt, um ihrerseits ihre eigenen Irrtümer als Lehrmeinung zu verbreiten.

Es ist Unsinn, in Elternhaus und Schule von der nachkommenden Generation Gläubigkeit und Glauben an die epochal gültigen Lehren zu verlangen. Schon der oberflächlichste Blick in die Geschichte von Religion, Kultur und Wissenschaft zeigt eine Folge von Stürzen einstmals herrschender Lehrmeinungen. Gläubigkeit und Glaubensinhalte konnte sich noch nicht einmal der Neandertaler leisten - schließlich ist er ausgestorben. Noch weniger kann sich der H.s.s. diese archaischen psychischen Verhaltensweisen leisten. Ob Götter oder Gott existieren oder nicht - der Menschheit wird von außen so wenig Hilfe kommen wie

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Pflanzen, Tieren und Menschen in den Glazialen in Nordamerika und Europa vor der Ausbreitung von Riesengletschern und Tundren und in den Interglazialen in Afrika und Innerasien vor Dürre und Austrocknung, - den Völkern Mesopotamiens in ihrem Kampf gegen die Heere Sancheribs und Assurbanipals,

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den Kelten in ihrem Kampf gegen die Legionen von Gaius Julius Caesar,

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den Hellenen bei ihrem kulturellen, sozialen, politischen und militärischen Abstieg,

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den Indianern beider Amerikas in ihrem Kampf um ihre Heimat gegen Spanier, Engländer, Franzosen, ...

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den Deutschen im Dreißigjährigen Krieg, als Bürgerkrieg und fremde Heere in Mitteleuropa die Bevölkerung dezimierten,

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den Armeniern bei ihrer Vernichtung durch die Jungtürken im Auftrag der Hohen Pforte 1895 bis 1915,

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den Juden bei den Vernichtungsaktionen Hitlers Schergen 1933 bis 1945 ...

 

In jeder IWA und TZ in jedem Sonnensystem in einer Situation, die der der heutigen Menschheit vergleichbar ist, gilt es, den Weg zu „schönen, neuen Welt“ von Aldois Huxley zu finden und zu gehen. Bei allen IWA und TZ werden sich die Eltern fragen müssen, ob sie ein nicht gentechnisch veredeltes Kind in die Welt setzen wollen, mit allen den Risiken und Problemen für so ein Kind, oder ob sie es in Richtung Vernunftwesen „modernisieren“ wollen, so daß seine Lebens- und Berufschancen maximal sind. Nun ja, wer sich an 1 Euro-Jobs auf Lebenszeit für sein Kind in seinem späteren Erwachsenenalter zufrieden gibt, kann auf die Gentechnik verzichten. In einer zivilisatorischen Welt mit immer mehr Menschen, weniger Ressourcen und Lebensraum, mehr Hochtechnologie und höheren Anforderungen an geistige Flexibilität und Leistungsfähigkeit gilt jedoch, daß auch normal Begabte immer mehr das Schicksal von geistig Behinderten erdulden müssen, weil sie sich für die Jobs der Hochzivilisation nicht hinreichend qualifizieren können.

 

Die Antwort auf die Frage, welche Human-Software für die Menschen der näheren Zukunft optimal sein wird, ist in der Richtung zu suchen, daß man die Human-Software möglichst weit in Richtung IW-, und VIW-Software entwickelt, d.h. die Human-Software wird im Regelfall umso besser, je geringer ihr spezieller Bezug auf den Menschen wird und daß sie die weitere angestrebte Entwicklungsrichtung vom NIW zum VIW vorgibt.

Es ist den Menschen ganz klar zu machen, in welcher Lage sie sich in ihrem Sonnensystem befinden, und daß es nur von der Intelligenz, Ethik und Tatkraft der Menschen abhängen wird, ob das in 4 Milliarden Jahren biochemischer Evolution auf der Erde entwickelte Leben weiterhin noch größere Zeiträume in der Realität - wenn auch nicht unbedingt in unserem Sonnensystem - verbleiben kann.

Die Sonne, die in 4,6 Milliarden Jahren vielfältiges Leben auf der Erde ermöglichte, wird in weiteren Milliarden Jahren ohne den korrigierenden Eingriff von Superintelligenzen zum Todfeind allen Lebens auf der Erde werden, erst durch Aufblähen zum Roten Riesen, danach durch Zusammenschrumpfen zum Weißen Zwerg, der jenseits von 20 Millionen km Abstand keinen Planeten mehr wärmen kann.

Die heutigen Menschen könnten die Entwicklungen einleiten, die einstmals dahin führen mögen, daß das Leben auf der Erde und in diesem Sonnensystem bewahrt bleibt. Wir Menschen müssen alle unsere Kräfte für Schutz, Sicherung und Bewahrung der lebendigen Schöpfung einsetzen.

Man muß sich bei Sinnsuche und Sinnerfüllung vollständig auf Vernunft und Ethische Systeme zurückziehen und die "Kenntnisse" über die Natur dahingehend nutzen, das Leben zu schützen, höher zu entwickeln und weiter zu verbreiten, bei Beachtung beliebig großer Zeiträume.

Seine ganze Tatkraft hat der Mensch dahin auszurichten, mit dieser "Kenntnis" über die Natur die höheren sittlichen Ziele zu verwirklichen, über die Konstruktion einer ungeheuren Supertechnik und ihre vollkommene Beherrschung aus ethischer Sicht.

 

Es gilt, die optimalen Betriebssysteme für Menschen und Steuerungssystemen für Menschengruppen zu entwickeln, die auch bei Sicht auf beliebig große Zeiträume die Entwicklung und Sicherung von Leben und Zivilisation in unserem Sonnensystem optimieren, was nur und nur durch eine vollkommen beherrschte Gentechnik für die Konstruktion von vollkommenen Vernunftwesen möglich ist.

Also werden Bio- und Gentechnik zum letzten großen wissenschaftlichen Abenteuer führen, das die natürlichen Menschen erleben werden, nämlich die Erschaffung der vollkommenen (humanoiden) Vernunftwesen (= Androiden), bewußt-intelligenten Roboter, Cyborgs, HALs ...

 

Wir sollten uns darum mit der Weltraumfahrt beeilen, um noch als natürliche Menschen die Anfänge der großtechnischen Erschließung und Besiedlung des interplanetaren Weltraums mitzuerleben, aber wir werden nicht mehr die großtechnische Erschließung und Besiedlung des interplanetaren Weltraums erleben, weil der Mensch wegen des Bösen in sich nicht weltraumtauglich ist.

Wir Menschen können die Erforschung und Besiedlung des Weltraums vorbereiten, aber durchführen im großen Stil werden das erst unsere Nachkommen tun, die Androiden, denn diese sind frei vom Bösen und tragen das Böse nicht in die Weiten des Alls hinaus.

 

Irgendwann heißt es dann in unserem Sonnensystem: Die Epoche der Menschheit ist seit Jahrtausenden, Jahrmillionen ... vorbei, aber die Menschheit muß dann nicht zwangsläufig versagt haben und nachfolger- und wirkungslos in den Abgründen der Ewigkeit verschwunden sein, denn sie wird – wenn sie sich bewährt hat – in ihren künstlich-technisch hergestellten Androiden bis hin zu Superintelligenzen und weit darüber hinaus weiterleben können.

Im besten Fall werden unsere fernsten Nachkommen sein wie Gott.

 

 

5  Optimal programmierte Zukunft - Gründung der IWsoft AG

 

IW

Intelligente(s) Wesen mit Bewußtsein, etwa wie der Mensch (= Organismus 1. Stufe)

IWV

Verband oder Verbände von IW, etwa wie Familien, Staaten ... der Menschen (= Organismus 2. Stufe)

IWA

Art(en) von IW, im Sinne der Species im biologischen Sinn

TZ

Technische Zivilisation(en), beginnt etwa ab der Stufe der westlichen Industrienationen um 1900 n.Chr.

NBE

Natürliche biologische Evolution

H.s.s.

Homo sapiens sapiens, natürlicher Mensch, etwa seit 100000 Jahren

GRS

Großraumschiffe

RWS

Rotierende Weltraumstationen

PBA

Planeten- und Mondbasen, natürlich oder künstlich

SF

Science Fiction, von Realistischer Zukunftsschau (= Ionische Naturphilosophie) bis Fantasy (als Genre)

WGS

Weltraumgestützte Superzivilisation, vorläufiges Ziel der Evolution beliebiger IWA- und TZ-Entwicklungen, umfaßt auch alle Vertreter biologischen, technischen ... Lebens im Sonnensystem (= Organismus 3. Stufe oder Sternenkind) 

VIW

Vernunftwesen mit beliebigem Bauplan, schon weithin vollkommen, mit stabilem und hohem Vernunftpegel

H.s.t.

Homo sapiens technicus, genetisch veredelter, künstlich-technisch gewandelter „Mensch“ (= Androide - das Wort wurde der SF-Literatur entnommen - auf dem Entwicklungsweg zum VIW)

 

Hier wird versucht, möglichst unabhängig von den menschenspezifischen - allgemeiner: IW-spezifischen - Eigenschaften, Randbedingungen, Zielsetzungen, Traditionen ... zu operieren, also möglichst unabhängig von den spezifischen Eigenschaften der IWA und TZ, wo man zufällig als IW erstanden ist. Es ist jetzt also in Kategorien wie IW, IWV, IWA, TZ, WGS, Universum ... zu operieren und nicht mehr mit speziellen Realisierungen davon, die zufällig wir selber oder die gerade vor unserer Haustür sind. Im Fall der Menschheit kann man das als den Versuch bezeichnen, die Sapientierung des Homo erectus, die vor 400000 bis 200000 Jahren zum Homo sapiens führte, fortzusetzen in der Androidisierung des Homo sapiens, also seine Entwicklung vom intelligenten Tier mit Wechselvernunft und Trieben zum Vernunftwesen mit stabilem hohen Vernunftpegel als feste Tatsache zu nehmen. Die Androidisierung setzt also die Sapientierung nur fort und führt vom Homo sapiens sapiens (H.s.s.) zum Homo sapiens technicus (H.s.t.), dem humanoiden Vernunftwesen oder Androiden.

Die Saurier sahen ihre Nachfolger in anderen Arten nicht voraus, aber dem Menschen ist es möglich, Artenwandel, Artentod und Artenneuentstehung als selbstverständliche Evolutionsprozesse anzusehen, die auch die eigene Art trifft. Und nicht nur erlebt man das bewußt und sieht das deutlich, sondern man erledigt das auch selber mittels einer hinreichend hoch entwickelten Supertechnik. Bei der Androidisierung wählt man sich Realitätsvorstellungen und Weltsysteme abnehmend unter dem Aspekt der Frage, wie die Welt wirklich beschaffen ist, sondern zunehmend unter dem Aspekt der Frage, was man mit irgendeinem bestimmten Weltsystem ... am meisten erreichen, z.B. eine hochkomplexe Maschine bauen kann. Das ist ein Bild der Ewigkeit, und mit der Wissenschaft Aionik (Kunstwort aus dem Griechischen: aion für Zeitalter und ikonos für Bild) versucht man, möglichst viele und gute solcher Bilder zu entwerfen.

 

Jedes Intelligente Wesen (IW) - egal, in welchem Sonnensystem, ..., Universum, Hyperraum ... es lebt -  hat als wichtige Aufgaben, für sein ganzes Leben optimale Formen zu schaffen für

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Realitätsvorstellungen und Weltsysteme, Verfassungen, Gesetzessysteme, IW-Software,

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Natur-, Ingenieur-, Staats-, Wirtschaftswissenschaften ... und Supertechnik  zur Paradiesformung,

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„Sternenkinder“, Staaten, Städte, beliebige Lebensinseln im Weltraum ... (allgemeiner: Organismen der Stufen 0 bis 3),

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Androiden, Roboter, Cyborgs ... (allgemeiner: Vernunftwesen oder VIW als Vertreter biologischen, technischen ... Lebens),

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Paradiese, Welten, Sonnensysteme, Galaxien, Universen ... 

 

Im Sinne Platons, daß Philosophen die besten Regenten wären, sind die Wissenschaftler aufzurufen, nicht nur erstklassige und schöpferische natur- und ingenieurwissenschaftliche Spitzenforschung auf dem Weg zur Supertechnik zu leisten, sondern auch ebenso schöpferisch und genial auf dem Gebiet von Wirtschafts-, Staats-, Sozial- und Gesellschaftswissenschaften zu arbeiten, um gemeinsam die Weltraumgestützte Superzivilisation (WGS) quer durch unser Sonnensystem mit maximaler Paradiesformung zu erschaffen und zu erhalten. Das könnte wirksam in der neu zu gründenden Firma IWsoft AG erfolgen, die über Risikokapital finanziert wird. Nebenbei würde die IWsoft AG bestehende Religionen, Ideologien, Verfassungen für Staaten, juristische Gesetzessysteme ... überarbeiten und neu herausgeben - für beliebige Staaten und Kulturverbände.

Mit ziemlicher Sicherheit kann man davon ausgehen, daß optimierte Versionen von Staatswissenschaft, Staatstheorien, Human-Software, Sinnschöpfungen ... nur dann geleistet werden können, wenn sie auf möglichst allgemeine Größen gegründet sind, also eben nicht stur bezogen sind auf die Phänomene Mensch, Menschheit, „unser“ Sonnensystem, die in unserem Sonnensystem realisierte Methode zur Schaffung von Leben, ..., unser Universum, die in unserem Universum realisierte Methode zur Schaffung von physikalischen Gesetzen, Naturkonstanten, Gegebenheiten ... , sondern auf Operieren in Kategorien wie IW, IWV, IWA, TZ, WGS, Universum, Hyperraum, ..., m-Kosmos, ...

Mit dem Versuch zur Konstruktion einer optimalen Human-Software allein ist es also nicht getan - eventuell muß so etwas ganz zwangsläufig scheitern, weil der Ansatz zu speziell ist. Wir müssen versuchen, optimale Formen für IW-Software, VIW-Software ... zu erarbeiten, zu verstehen und auch zu verinnerlichen.

Das gegenwärtig beste Verfahren ist, über das, was wir als Natur, Realität, Wirklichkeit, objektive Gegebenheit ... bezeichnen (die moderne Physik hat da Bescheidenheit und Vorsicht gelehrt), das Modell einer multidimensionalen Struktur im Sinne der Kosmophysik (latent definiert von vielen SF-Autoren schon bis 1975) legen, wo sich Universen, Hyperräume, ..., m-Kosmen ... in einer gewaltigen Evolution befinden, in die sehr hoch entwickelte VIW mittels ihrer Supertechnik wirksam und optimierend eingreifen können. Nicht nur in unserem Universum gibt es dann sehr viele IWA- und TZ-Entwicklungen möglicherweise auf der Basis ganz unterschiedlicher Lebensrealisierungsmethoden in den Milliarden Galaxien, sondern auch in den vielen anderen Universen des möglicherweise existierenden Hyperraums, der unser Universum enthält, oder in anderen Hyperräumen, Superhyperräumen, Hypersuper...superräumen ... unseres m-Kosmos oder ähnlicher Gebilde ... Alle diese IWA- und TZ-Entwicklungen unterliegen dem Entwicklungsgesetz, daß sie erst dann eine vernünftige Entwicklungsstufe erreicht haben, wenn sie in die Evolution der Universen ... nach Plan und Vernunft optimierend einwirken können. Was sich also seit Jahrmillionen auf der Erde mit der Entwicklung der Primaten über Affenartige zu Menschenartigen und zum Menschen, ist nur eine Entwicklung von fast unendlich vielen in der globalen und ewigen Realität, die erst dann eine gewisse Stufe von Einfluß und Vernunft erhält, wenn sie zu einer WGS führt, deren Träger VIW sind mit dem Potential zur Höherentwicklung zu KIW. Vor Erreichen dieser Entwicklungsstufe ist alles bei einer IWA- und TZ-Entwicklung potentieller Kikifax, verifiziert bei ihrem Verlöschen. 

Die WGS-Entwicklung ist also mit allen Kräften voranzutreiben, notwendigerweise als - sich selbst finanzierendes - Industrieprojekt von der Stange, verbunden mit maximaler Paradiesformung in unserem Sonnensystem. Entscheidend im kosmologischen Maßstab für die Menschheit wird also nur sein, ob sie es schafft, die Übergänge TZ WGS, NIW VIW, NIW-TZ VIW-TZ, Anthropozoikum Kyberzoikum ... evolutionär hinreichend zu leisten. Wenn ja, wird das uns alle einhüllende Sternenkind zu einem Musterknaben unter seinesgleichen in anderen Sonnensystemen.

 

Das komplette Verfahren zur Gründung aller Geistigkeit auf logische, vernünftige und naturwissenschaftlich-technisch gestützte Annahmensätze (formuliert in der kosmologischen und zivilisatorischen Logik, ausgehend von einer übermenschlichen Sicht- und Denkweise beim Übergang vom Anthropozoikum zum Kyberzoikum) läßt sich so darstellen:

Kosmologie (Basis: Kosmologische Logik)

Kosmogonie (Basis: IWA- und TZ-Theorie mit Sinnschöpfung)

Staatswissenschaft (Basis: Zivilisatorische Logik)

Staatstheorien

Parteiprogramm

Parteiarbeit, Parteischulen

Regierungs-, Oppositionsarbeit

Das umfaßt wesentliche Fragen, Probleme und auch schon Lösungsansätze einer guten IWA- und TZ-Theorie als Basis für eine objektivierte Sinnschöpfung für Realität, Leben und Zivilisation. Und das umfaßt viele der Themen bei der Konstruktion einer optimierten IW-Software als schwerpunktsmäßiger Arbeitsbereich der neu zu gründenden Firma IWsoft AG.

Nicht nur wird erst in einigen Millionen Jahren in unserem Sonnensystem die Erinnerung an die Menschheit erloschen sein mit allen ihren Wirrungen oder Großtaten. Absolut klar ist, daß es niemals im Plan der Natur lag, daß die Menschen oder die Menschheit oder irgendeine andere IWA vergleichbarer Primitivität ewig leben. Damit ist der Tod auch einer jeden Population der Menschheit binnen geologisch extrem kurzer Zeiträume Gewißheit. Es geht darum, die letzten großen Abenteuer der Menschheit

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Gen- und Biotechnologie, Konstruktion von Androiden, VIW KIW, ...

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Computertechnik, Automatische Fabriken, Konstruktion von bewußt-intelligenten Robotern, Cyborgs, ...

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Weltraumfahrt, großtechnische Erschließung und Besiedlung unseres Sonnensystems

optimal voranzutreiben unter maximalem Schutz des Lebens (Optimierung der Harmonisierung von Supertechnik sowie Tier- und Pflanzenschutz mittels Paradiesformung). Jede Epoche ist nur Vorspiel zu Ereignissen in der Zukunft, jede Gegenwart ist immer wieder ein Startpunkt für vollständig neue Entwicklungen ...

Wenn der natürliche Mensch in den Weltraum vordringt, nimmt er seine Veranlagung zum Bösen mit. Man kann nicht vor sich selber fliehen. Es ist immer möglich, daß in künstlich-technischen Lebensinseln im interplanetaren Weltraum - also in RWS, GRS, PBA, Weltraumwerften,- tankstellen, -imbißstuben ... - Machtzentren entstehen, von denen eine nicht geringe Gefahr für alle anderen ausgehen wird. Der Grat, auf dem die Menschen zu dem ersehnten Ziel der Errichtung einer VIW-TZ oder WGS in unserem Sonnensystem aufsteigen, wird immer schmaler werden, weil die immer mächtiger werdenden Vernichtungswaffen immer größere Bereiche von Leben und Zivilisation der natürlichen Menschen bedrohen. Die Optimierung der geistigen Werkzeuge zur Bewältigung der näheren Zukunft gehört in den Aufgabenbereich der neu zu gründenden Firma IWsoft AG.